DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
bild: Ben Blennerhassett/Unsplash
Emma Amour

«Was tun gegen Sex-Flaute in der Beziehung?»

22.03.2018, 13:3106.03.2019, 11:39
Hi Emma,

Ich weiss nicht mehr weiter. Als mein Freund (32) und ich (22) uns vor drei Jahren kennenlernten, waren wir wie zwei Teenager, jedes Mal, wenn wir uns sahen, ging es in erster Linie um Sex, danach haben wir uns einen schönen Tag gemacht.

Seit nun bald einem Jahr wohnen wir zusammen. Nun ist unser Liebesleben eine einzige Katastrophe. Wenn ich Glück habe, gibt es einmal im Monat einen Abend, an dem wir uns unseren Gelüsten widmen. Es kam aber auch schon vor, dass wir drei Monate keinen Sex hatten. Jedes Mal, wenn ich auch nur einen Hauch an Lust zeige, blockt er ab.

Mir war von Anfang an bewusst, dass es weniger wird wenn man zusammen lebt. Aber dass es gerade derart abnimmt, hätte ich nicht erwartet.

Ich habe bereits mit meinem Freund geredet. Er sagt, es läge nicht an mir, er hätte einfach psychischen Stress.

Liebe Emma, liebe LeserInnen, langsam aber sicher weiss ich nicht mehr, wie ich damit umgehen sollte, resp. wie ich die Situation ins Positive verändern kann.

Ihn in Ruhe lassen und abwarten bis sich etwas ändert, oder weiterhin die lüsterne Frau sein und zeigen, wie sehr ich ihn begehre?

Liebe Grüsse,
die Sahara-Touristin

Liebe Sahara-Touristin,

Ich kenne viele Paare, denen es gleich geht wie deinem Freund und dir. Und wenn ich an meine Ex-Beziehungen denke, stand auch ich jedes Mal am gleichen Punkt wie du.

Auch wenn ihr noch nicht zur Lösung des Problems gefunden habt, halte ich es für sehr super, dass du das Gespräch mit deinem Freund bereits gesucht hast und ihr offen über eure Gefühle reden konntet. Er sagt, dass er zurzeit psychischen Stress hat und dass es nicht an dir liegt, dass seine Libido leidet. Damit ihr beide einen neuen Anlauf nehmen könnt, finde ich es wichtig, dass ihr beide frei im Kopf seid.

Vielleicht kannst du ihm in einem ersten Schritt helfen, seine Stressquelle zu eliminieren. So dass er wieder glücklicher und entspannter in seinem Leben ist und somit wieder mehr Kapazität für das Wiederentdecken der Erotik hat.

Ich würde dir so gerne DIE Lösung auf dem goldenen Tablett servieren. Aber ganz so simpel ist es nicht. Ist man nämlich erst einmal in der Sex-Flaute drin, braucht es viel Energie, Willen und Zeit, um da wieder raus zu kommen. Wenn man zusammen wohnt, ist es auch meinen Erfahrungen zufolge, noch schwieriger, das Sexleben aufrecht zu erhalten. Auf der anderen Seite bietet die gemeinsame Wohnung viele Möglichkeiten für zum Beispiel Quickies.

Warum nicht mal den Wecker 20 Minuten früher stellen, um zu zweit unter die Dusche zu hüpfen? Oder unerwartet auf die Knie gehen, während er Zwiebeln schneidet? Oder wie wäre es, wenn du ihm tagsüber aus dem Nichts ein Nudie schickst? Oder ein versautes SMS statt «Schatz, wir haben kein WC-Papier mehr»? Alternativ könntet ihr eventuell den Alltag mal husch hinter euch lassen und ein Wochenende abhauen. Irgendwo in die Einöde in ein tolles Hotelzimmer, wo ihr Pizza im Bett esst, bitzli zu viel Champagner zum Zmorgen trinkt und dazwischen, entschuldige meine Wortwahl, einfach nur vögelt?

Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass ihr den Weg zurück in euer Sexleben findet. Und auch ich bin gespannt auf die Erfahrungen und Tipps der Leser.

Haut in die Tasten und rettet den Sex in Beziehungen. Er verdient es!

Alles Liebe,

deine Emma

Und was würdest du antworten?

Der Sex im Kopf:

1 / 16
Der Sex im Kopf
quelle: ap / jockel finck
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hast du eine Frage?

Dann schick sie per Mail an Emma: emma.amour@watson.ch

Emma Amour ist ...
... Stadtmensch, Single, Anfang 30 – und watsons neue Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch jeden Freitag deinen Fragen annimmt. Und keine Sorge, so wie auch Emma, wirst auch du mit deiner Frage anonym bleiben. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Shutterstock-Illustration aussehen. Öppe.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Shutterstock-Illustration aussehen. Öppe.bild: shutterstock/unsplash/watson

Mehr von Emma Amour:

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Deutscher Bestatter: «Das Sterben an sich ist sehr einsam geworden während Corona»

Nicht nur die Neuinfektionen steigen täglich, auch die Zahl der Corona-Verstorbenen klettert in Deutschland jeden Tag weiter in die Höhe. Die Pandemie hat laut RKI bisher (Stand: 5. Dezember) bereits 103'040 Tote gefordert.

Zur Story