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Schweiz
Armee

Auch die beste Armee der Welt ist nicht perfekt – diese Baustellen erwarten den neuen Armeechef Rebord

Auch die beste Armee der Welt ist nicht perfekt – diese Baustellen erwarten den neuen Armeechef Rebord

16.09.2016, 14:4016.09.2016, 15:24
Bundesrat Guy Parmelin, links, und Philippe Rebord, neuer Chef der Armee, auf dem Weg zu einer Medienkonferenz, am Freitag, 16. September 2016 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Langer Weg zum Ziel: Rebord mit Parmelin.Bild: KEYSTONE

Der neue Armeechef Philippe Rebord übernimmt keine leichte Aufgabe. Das sicherheitspolitische Umfeld verändert sich, die Armee selber gleicht einer Baustelle.

Wie weiter mit der Armee?

Die grösste Herausforderung: 

Die vom Parlament beschlossene Armeereform

Sicht in den Saal vor der Debatte waehrend der Sondersession im Nationalrat, am Dienstag, 26. April 2016, in Bern. (KEYSTONE/ Peter Schneider)
Bild: KEYSTONE

Für deren Umsetzung wünschte sich Verteidigungsminister Guy Parmelin ausdrücklich einen neuen Armeechef. Das machte er möglich, indem er André Blattmann, der das Pensionsalter erst 2018 erreicht, eine goldene Brücke in den Ruhestand baute.

Dafür hält Rebord die Zügel nun von Anfang an in der Hand. Ihm bleibt ein Jahr Zeit für die Vorbereitungen. Am 1. Januar 2018 wird die Reform scharf geschaltet.

Der Umbau greift tief.

Die Truppe wird auf 140'000 Mann verkleinert

Angehoerige der Schweizer Armee bei der Waffenabgabe anlaesslich der Entlassungsinspektion des Kanton Zuerich in der Kaserne Reppischtal, am Dienstag, 13. September 2016, in Birmensdorf. Am heutigen T ...
Bild: KEYSTONE

Dies macht Tausende von Offizieren und Unteroffizieren überflüssig. Der Sollbestand liegt bei 100'000. So viele Angehörige der Armee sollen tatsächlich eingesetzt werden können. Auf dem Papier sind das halb so viele wie heute.

Angepasst werden auch die Kommandostrukturen. Mit viel Enthusiasmus darf Rebord nicht rechnen. Der Entscheid des Parlaments, Heer und Luftwaffe nicht dem Chef der Armee zu unterstellen, sondern unter einem Kommando Operationen zusammenzufassen, ist stark umstritten.

Weniger Standorte

Schweizer Infanterie wartet vor der Rede von Bundesrat Ueli Maurer, Chef des Eidgenoessischen Departements fuer Verteidigung, Bevoelkerungsschutz und Sport (VBS), anlaesslich des Kasernengespraechs am ...
Bild: KEYSTONE

Rebord muss auch hinstehen, wenn sich die Armee aus Tälern und Dörfern zurückzieht. Mit dem Stationierungskonzept werden die Immobilien nämlich um rund einen Drittel zurückgefahren. Geschlossen werden drei Flugplätze, sieben Waffenplätze sowie Dutzende Schiess- und Ausbildungsplätze.

Neues Mobilisierungskonzept

ARCHIV --- ZU DEN VORSCHLAEGEN ZUR WEITERENTWICKLUNG DER ARMEE DER SICHERHEITSPOLITISCHEN KOMMISSION DES STAENDERATES STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Mit Sturmgewehren bewaffnete R ...
Bild: KEYSTONE

Die Umsetzung des neuen Mobilisierungskonzepts ist ebenfalls keine leichte Aufgabe. Heute ist die Armee weit von der Vorgabe entfernt, innerhalb weniger Tage 35'000 Mann ausgerüstet und einsatzbereit zu haben.

Viel Geld ausgeben

A Bucher Duro light lorry of the Swiss Armed Forces, pictured in Hinwil in the Canton of Zurich, Switzerland, on July 17, 2014. (KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Ein Bucher Duro leicht Lastwagen der Schweizer  ...
Wird saniert: der Duro.Bild: KEYSTONE

Rebord steht zudem vor der Herausforderung, jedes Jahr fünf Milliarden Franken ausgeben zu müssen. Einige der jüngeren Rüstungsvorhaben haben gezeigt, dass das gar nicht so einfach ist. Die Duro-Sanierung hat eine giftige Kontroverse ausgelöst, der Kauf israelischer Drohnen war politisch umstritten.

Den neuen Kampfjet hat das Volk abgeschossen, was hunderte Millionen Franken freisetzte. Die Bodengestützte Luftverteidigung (Bodluv) ist schon in der Projektphase gescheitert – und wieder wird erbittert um die Millionen gerungen. Bei beiden Rüstungsvorhaben wird der neue Armeechef entscheidende Schritte vorankommen und vielleicht sogar eine Abstimmung gewinnen müssen.

Der Kauf von Kriegsgerät wirft immer auch die Frage auf, wer eigentlich bekämpft werden soll. Exemplarisch ist die aktuelle Diskussion darüber, wie ein 12-cm-Mörser in einem asymmetrischen Konflikt oder in dicht besiedeltem Gebiet eingesetzt wird. Viele dieser Fragen richten sich zwar an die Politik, viele wird aber auch Rebord zu beantworten haben.

Cyber Defence

Swiss army officers work on the computer-based leadership information system (FIS) during the "STABILO 08" exercise in a bunker in Berne, Switzerland, pictured on August 19, 2008. Apart from ...
Bild: KEYSTONE

Auch auf dem digitalen Schlachtfeld sollte der neue Armeechef eine gute Figur machen. Cyber Defence gehört seit einigen Jahren zu den Aufgaben der Armee. Es wird auch viel Geld dafür ausgegeben, die Netze zu schützen. Hackerangriffe wie jener auf den bundeseigenen Rüstungsbetrieb Ruag werfen aber die Frage auf, ob die Bedrohung richtig eingeschätzt wird.

Dienstpflicht

Hinzu kommen die ständige Diskussion um die Zukunft der Dienstpflicht und nicht zuletzt regelmässige Pannen und Unglücke. Es ist Rebord, der sich künftig mit abgestürzten Flugzeugen, gestohlenem Sprengstoff und Querschlägern im Wohngebiet herumschlagen muss. Er ist nicht nur oberster Kommandant, sondern auch das Gesicht der Armee und damit massgeblich verantwortlich für deren Ruf und Ansehen. (aeg/sda)

Das waren die Schweizer Bunker im Zweiten Weltkrieg

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Das waren die Schweizer Bunker im Zweiten Weltkrieg
quelle: x90184 / arnd wiegmann
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25 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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7immi
16.09.2016 15:06registriert April 2014
immer diese einseitige information. neben den mörsern wurden auch neue sanitätsrucksäcke, lkws, sanitätsfahrzeuge etc eingekauft. die mörser machen nur einen kleinen teil aus! so auch bei bodluv. die neuen geschütze/abschussrampen machen nur einen bruchteil der ausgaben aus. ein neues, mobiles radarsystem ist ebenso inkludiert wie neue datenübermittlungsknoten (für das neue radar). wenn ihr also solche "informative" artikel schreibt, recherchiert vollständig oder lasst es.
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Cupsieger Maxi
16.09.2016 16:13registriert Dezember 2014
Zur umfrage wo ist das problem am ft56? Ein kommunikationsmittel das keine externzugeführte energiebenötigt finde ich noch brauchbar...
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Murschetg
16.09.2016 15:56registriert Mai 2016
Thema "Armee" kann ich nicht zum abonnieren empfehlen. Viel zu viel Benachrichtigungen und teilweise auch doppelt und dreifach. Dem neuen Chef der Armee wünsche ich viel Erfolg.
Zum Glück ein Romand, sonst würde dieser Guy weiterhin gar nichts verstehen.
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