Schweiz
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[Symbolbild / Gestellte Aufnahme] Die Helsana+ App auf einem Smartphone, welches auf einer Gymnastikmatte liegt, aufgenomen am 25. Oktober 2017 in Zuerich. Um die Schritte und Bewegungsdaten des Smartphone-Besitzers zu sammeln, greift die App beim Iphone auf die Daten der Health App zu. Das Bonusprogramm des Krankenversicherers Helsana soll Benutzer zum Aktivsein motivieren. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Schrittzähler-App: Eine von zahlreichen Tracking-Apps, die sich grosser Popularität erfreuen. Bild: KEYSTONE

Interview

«Die Digitalisierung ist die 1. technische Revolution, die mehr Stress bringt als Komfort»

Die Schweizer wollen keine verhaltensabhängige Krankenassenprämien, sind sensibilisiert auf Datenschutz und stehen Tracking-Apps skeptisch gegenüber. Trotzdem benutzen viele genau diese Apps, wie eine Studie ergeben hat. Studienautor Michael Hermann über paradoxe Entscheidungen und warum der Mensch manchmal ein Frosch ist.



Herr Hermann, wenn man Ihre Studie liest, dann wird einem ein bisschen mulmig: Angst vor der Digitalisierung, Furcht vor der allgegenwärtigen Lebensvermessung, permanenter Druck im Alltag ... Die Befragten wirken ziemlich pessimistisch.
Michael Hermann: Der Eindruck ist absolut richtig. Wenn man sich die Welt so ausmalt, dass alles gemessen und alles ausgewertet werden kann, dann endet man beim gläsernen Bürger. Diese Vorstellung behagt den Leuten gar nicht, das wird in unserer Studie deutlich.

Und doch sind viele der Befragten offen für die Idee, noch mehr Bereiche ihres Lebens auszuwerten ...
Ja, interessanterweise ist man offener für die Idee der Vermessung und Auswertung von Daten, wenn man selber aktiv ist. Es sind eben zwei unterschiedliche Ebenen: Theoretisch stehen viele der Idee der permanenten Vermessung des eigenen Lebens sehr skeptisch gegenüber, sobald man es aber selber anwendet, scheint diese Skepsis bei vielen zu verschwinden.

Michael Hermann, Schweizer Geograph und Politikwissenschaftler, am Fraktionsausflug der gruenliberalen Bundeshausfraktion, an der ETH Lausanne, in Lausanne, am Mittwoch, 6. Juni 2018. (KEYSTONE/Patrick Huerlimann)

Bild: KEYSTONE

Wie erklären Sie dieses Paradox?
Es ist wie beim Frosch im warmen Wasser. Der Frosch stört sich nicht daran, dass das Wasser Schritt für Schritt ein bisschen wärmer wird. Im Gegenteil, er findet es wohlig warm. Wenn er aber wüsste, dass das Wasser irgendwann kochend heiss ist, dann wäre er schon lange aus dem Teich gehüpft.

Zur Person

Michael Hermann ist Politgeograf und Leiter der Forschungsstelle Sotomo.

Der Mensch als Frosch?
Schauen Sie, im Alltag kommt vieles Schritt für Schritt. Bei Dingen, die man nicht braucht und die man nicht verwendet, ist man skeptisch. Sobald man es im Alltag aber braucht, wird der Nutzen höher gewichtet als die Ängste. Man macht mit, sagt sich, dass die kleinen Schritte die Machtverhältnisse ja nicht auf den Kopf stellen. Es ist ein schleichendes Abgleiten in eine neue Welt. Wenn man aber einen Schritt zurück geht und reflektiert, dann hat man plötzlich die dystopische Vorstellung einer Welt, die allumfassend kontrolliert wird. Eigentlich nimmt man an etwas teil, von dem man das Gefühl hat, es führe an einen schlechteren Ort.

Interessanterweise glauben auch diejenigen Befragten, die selber regelmässig eigene Daten aufzeichnen und auswerten, dass sie damit eigentlich nur den grossen Konzernen wie Facebook, Google & Co. in die Hände spielen.
Ja, der Gedanke des Wissensvorsprungs durch die Auswertung der eigenen Gesundheitsdaten spielt offenbar nur eine geringe Rolle. Selbst die, die mehr Daten aufzeichnen, haben das Gefühl, dass sie an Einfluss verlieren. Es ist dieses Bild, dass die Macht der wenigen Grossen erhöht wird – the survival of the fittest.

Microsoft stellt Fitness-Armband und Gesundheits-App vor

Gleichzeitig beklagen sich die Befragten über den Stress und den Druck, den die Digitalisierung mit sich bringe.
Das ist tatsächlich eine Premiere in der Geschichte: Die technische Entwicklung war bislang immer mit Komfort und einem Lebensversprechen verbunden – die Waschmaschine, der Staubsauger, im Arbeitsbereich der Bagger – jetzt beklagen sich die gleichen Leute, die Tracking-Apps nutzen, über Stress und Leistungsdruck. Wir haben also die erste Art technischer Revolution, die mehr Stress bedeutet als Komfort. Auch das ist ein Grund dafür, warum die Befragten so pessimistisch sind.

Woran liegt das?
Alles was man aufzeichnet, kann verglichen werden, und dieser permanente Vergleich wiederum kann unglaublich belastend sein.

Apropos Vergleich: Das Heilsversprechen des Individualismus scheint die Leute nicht mehr so richtig zu überzeugen.
Ja, die Angst vor einem Verlust an Individualität ist bei den Befragten verbreitet. Das ist tatsächlich erstaunlich: Trotz personalisierter Werbung und zugeschnittener Produkte fürchtet man sich offenbar vor einer zunehmenden Uniformität.

Auch das Sammeln persönlicher Daten durch Dritte wird skeptisch betrachtet. Dem Satz «Da ich nichts zu verbergen habe, brauche ich auch nichts zu befürchten» stimmten Linke häufiger zu als Rechte. Sind das Spätfolgen des Fichenskandals?
Ich glaube eher, es liegt daran, dass aus linker Sicht der Schutz vor abweichenden Meinungen, der Minderheitenschutz und die Angst, dass man aufgrund von Persönlichkeitsmeinungen diskriminiert werden könnte, viel mehr im Bewusstsein ist als bei den Rechten. Auf der rechten Seite sind die Konformitätsvorstellungen viel dominanter.

Die Studie wurde von der Stiftung der Sanitas finanziert, einer der grössten Schweizer Krankenkassen. Was die Krankenkasse mit dieser Studie eigentlich wissen möchte, ist, ob die Solidarität im Gesundheitssystem noch immer sakrosankt ist. 
Ja, das Prinzip der Solidarität ist in der Gesellschaft nach wie vor sehr verankert. Will man das aushebeln, wird man auf starken Widerstand stossen. Das heisst auch, dass politische Vorstösse in diese Richtung aktuell nicht erfolgversprechend wären.

Sie sagen «aktuell». Der Gebrauch von Fitness-Tracker & Co. könnten diese scheinbare Gewissheit aber umstossen.
Das Versicherungsprinzip funktioniert so, dass man nicht im vornherein weiss, wen es trifft und wen nicht: Man schliesst sich zusammen, um die Risiken zu vergesellschaften. Der gesellschaftliche Kitt besteht unter anderem auch aufgrund dieses sogenannten «Schleiers des Nichtwissens» – niemand weiss im vornherein, wen einst welche Krankheit oder welcher Unfall ereilt. Deshalb ist man bereit, in diesen Topf einzuzahlen. Die Tracking-Apps bewirken nun, dass dieser Schleier immer mehr gelüftet wird – individualisierte Prämien aufgrund des Vorwissens sind also denkbar. Es könnte irgendwann soweit kommen, dass es gar keine Versicherung mehr gibt.

Umfrage

Nutzt du Apps aus dem Bereich Gesundheit und Fitness?

1,773

  • Ja40%
  • Nein60%

Was hat Sie an den Studienergebnissen am meisten überrascht?
Das Gefühl, man könne im Netz alles gratis haben, ohne auf irgendeine Art dafür zu bezahlen, sei es mit Geld oder mit Daten. Gratis-Emails, Suchmaschinen, WhatsApp – dass irgendjemand hinter diesen Produkten ein Geschäftsmodell verfolgt, scheint in den Köpfen der Leute nicht zu existieren. Das überrascht mich, schliesslich hat sich überall sonst in der Geschichte des Kapitalismus das Bewusstsein für die Marktwirtschaft bis in die letzte Pore durchgesetzt.

Sind wir einfach zu naiv?
Ich glaube, es hat mit der Entstehungsgeschichte des Netzes zu tun, man hat eine ganze Generation so sozialisiert, als ob das Internet ein einziger grosser Gratis-Spielplatz wäre. Darunter leiden jetzt dutzende Branchen, nicht zuletzt die Medien.

Wir haben das Internet zu Unrecht als Hort der Freiheit hochgejubelt?
Ja. Die Idee, dass ein freies Internet automatisch zu Gleichheit und Gleichberechtigung führt, war von Anfang an illusorisch. Diese utopische Vorstellung ist jetzt endgültig weg. Dafür ist jetzt die Vorstellung stark ausgeprägt, dass das Netz dominiert ist von wenigen grossen Konzernen in einer historisch einmaligen Machtballung.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ökonometriker 10.06.2018 02:56
    Highlight Highlight Die Digitalisierung hat auch viel Positives. Die Wissenschaft kann mit besseren Daten bessere Erkenntnisse gewinnen und viele Leben retten.

    Das Problem ist die Machtballung bei wenigen Konzernen. Hier sind die Gesetze einfach zu wenig griffig. Aber mit der DSGVO macht man ja zumindest mal einen Schritt in die richtige Richtung. Es wird aber noch weitere Schritte brauchen.

    China macht es ganz extrem: hier sind ausländische Tech-Konzerne einfach ausgeschlossen, wenn sie die chinesischen Kunden nicht von mit chinesischen Servern betreuen. Aber ob Zensur die Lösung ist?
  • DjRedflame 10.06.2018 02:01
    Highlight Highlight Fluch und Segen zur gleiche Zeit, so vie fast alles im Leben.
  • Fabian Studer 09.06.2018 19:28
    Highlight Highlight «Da ich nichts zu verbergen habe, brauche ich auch nichts zu befürchten» stimmten Linke häufiger zu als Rechte.

    Was für linke und was für Rechte sind da gemeint?
    Wer dem Satz eher zustimmt outet sich meiner Meinung nach rechts oder haben wir die Debatte bezüglich des neuen Nachrichtendienst Gesetz bereits hinter uns?
  • fabsli 09.06.2018 17:13
    Highlight Highlight Die Digitalisierung ist die traurigste "Erungenschaft" der letzten Jahre. Alle sprechen davon, keiner weiss was damit wirklich gemeint ist und nur die wenigsten Ideen helfen und Menschen wirklich. Der Rest ist Überwachung Zwecks Kostensenkung resp. Gewinnmaximierung der Unternehmen.
    • Husar 09.06.2018 19:25
      Highlight Highlight Dass keiner so genau weiss, was mit "Digitalisierung" gemeint ist, liegt daran, dass ganz der Mode unserer Zeit entsprechend, jeder Cervalat-Promi dümmlich Dümmliches nachplappert.
      An sich ist die Digitalisierung ein technisches Verfahren zur Überführung von stetig verlaufenden Messkurven in sowohl zeit- als auch wertediskrete Messkurven, welche vorzugsweise als Folge von binär codierten Zahlen repräsentiert und verarbeitet werden.
      Die um sich greifende Datensammelwut hat nichts mit Digitalisierung zu tun. Der technische Fortschritt in der EDV machte das Datensammeln nur extrem billig.
  • ulmo 09.06.2018 16:24
    Highlight Highlight "In der That, es hat manch Bestechendes für sich, unser Zeitalter als das nervenschwache Jahrhundert zu bezeichnen. Die Zeit, in welcher die Dampfkraft das All beherrscht und jegliche Arbeit sich mit überstürzender Hast vollzieht, stellt auch die höchsten Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der menschlichen Maschine, besonders aber an den Motor der Letzteren, das Nervensystem. " (E.H. Kisch, 1887, https://bit.ly/2JvDfQ4)

    Kling auch nach einer sehr stressreichen Revolution.

    Man sollte sich schon ein wenig mit Geschichte auskennen, vor das man solche Aussagen macht wie im Interview.

  • Firefly 09.06.2018 15:11
    Highlight Highlight Vielleicht ist es einfach wie am Anfang der Industrialisierung. Diese brachte für viele erst ungesunde und harte Arbeit, viele wurden ausgebeutet (in einigen Ländern und einigen Bereichen ist dies auch heute noch so) und wenige machten das grosse Geld. Die eigentliche Revolution kam dann mit den Arbeitergesetzen, den Gewerkschaften und so, als die einfachen Leute ihr Recht auf ein Stück des Kuchens einvorderten, dies brachten den Komfort zu den Leuten. Es bracht also nach einer technischen Revolution auch eine gesellschaftliche. Also, packen wir es an.
    • Firefly 09.06.2018 15:24
      Highlight Highlight Und für diejenigen, die nich wissen, wo sie anpacken sollen, zwei Vorschläge. Wenn schon jemand mit meinen Daten das grosse Geld macht, dann will ich auch was davon sehen und wenn es nur ein millionstel ist, bei einer Marktkapitalisierung von einigen Milliarden gibt das einen guten Zustupf. Ansonsten verzichten. Und wenn man schon die Möglichkeit hat sich besser und schneller zu informieren wie nie zuvor, sollte man das auch tun, und auf den kauf von Dingen verzichten, die Mensch und Natur zu sehr belasten.
  • Noblesse 09.06.2018 14:01
    Highlight Highlight BEVOR es keine Kleiderläden mehr gibt, wo ich noch was anprobieren kann und stattdessen mir das Zeug heimschicken lassen muss, lass ich mir ein dickes FELL wachsen!
  • Ueli der Knecht 09.06.2018 13:34
    Highlight Highlight Wir erfanden die Uhr und haben seither keine Zeit mehr.
  • Chamael 09.06.2018 12:37
    Highlight Highlight Ich weiss ja nicht, ob der Heimarbeiter, der wegen der Industriellen Revolution keine Arbeit mehr hatte und in die Stadt ziehen musste, um in der Fabrik zu arbeiten, als es noch keine Arbeitnehmergesetze gab, weniger Stress hatte...
    • Der Tom 09.06.2018 13:23
      Highlight Highlight Der hat so sehr gelitten, dass er gar keine Zeit hatte sich über Stress gedanken zu machen.
  • You will not be able to use your remote control. 09.06.2018 12:32
    Highlight Highlight > Die technische Entwicklung war bislang immer mit Komfort und einem Lebensversprechen verbunden

    Blödsinn

    > Das Gefühl, man könne im Netz alles gratis haben

    Der Preis ist nicht so wichtig.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Inhalte
  • Aidali 09.06.2018 12:12
    Highlight Highlight Nur weil man die Leute im 19. Jh nicht befragt hat, heisst das nicht, dass es nicht grossen materiellen, psychischen und sozialen Druck gab. Etwas ahistorisch-leider...
  • Xiakit 09.06.2018 11:03
    Highlight Highlight Kann ich eine App runterladen für weniger Stress mit meinem Smartphone?
    - gesendet von meinem Smartphone
  • Luca Andrea 09.06.2018 10:36
    Highlight Highlight Auch sehr sehenswert zu diesem Thema sind Manfred Spitzers Zusammenfassungen von Studien und darausfolgende erkenntinis wir sind "Cyberkrank".

    KenFM im Gespräch mit: Manfred Spitzer ("Cyberkrank!")
    Play Icon
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 09.06.2018 11:43
      Highlight Highlight KenFM, damit habe sie sich leider direkt selbst qualifiziert.
      Ich rate einfach mal ins blaue, das Internet wurde vom militärisch-Industrielen Komplex und den Finanzeliten entwickelt, um Russland, Palästina und den kleinen Mann zu unterdrücken, finanziert wurde das ganze durch den IWF und die Weltbank.
      Dank KenFM werden endlich diese Zusammenhänge aufgedeckt!
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 09.06.2018 12:08
      Highlight Highlight *disqualifiziert, ich meine disqualifiziert.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 09.06.2018 16:21
      Highlight Highlight KenFM wird von Ken Jebsen betrieben, seines Zeichens ausgewiesener Verschwörungstheoretiker mit einem antisemitischen Touche.
      11 war ein Fake, Israel wolle eine "Endlösung" Palästina, die Politik werde durch die Wallstreet bestimmt, die Politiker seien nur statisten.
      Mein neuer Liebling: Der Womensmarch in Washington sei von Soros gelenk, um die Zahl der Abtreibungen nach oben zu treiben, um am Verkauf der toten Embryos an die Pharmaindustrie zu verdienen.
      Solche Formate kann ich nicht ernst nehmen.
  • N. Y. P. D. 09.06.2018 10:17
    Highlight Highlight Gutes Interview.

    Studienautor Michael Hermann sieht über den Tellerrand hinaus.

    Zum Glück sind diese Fitnessapps zur Zeit grundsätzlich noch für den eigenen Gebrauch bestimmt. Ich selber benutze keine solche App.

    Wäre ich Arbeitgeber und hätte die Möglichkeit auf solche Apps zuzugreifen, würde ich sie auch zur Bewertung heranziehen. Würde ich sehen, dass die Gesundheit bei Kandidat y nicht ganz bei 100% ist, würde ich ihn aussortieren.

    Genau deshalb hoffe ich natürlich, dass diese Apps NIE den Arbeitgebern zur Verfügung gestellt werden.
    • TheRealSnakePlissken 09.06.2018 12:17
      Highlight Highlight ... und hoffentlich auch nicht meine Postings auf WATSON 😬
    • Ueli der Knecht 09.06.2018 13:31
      Highlight Highlight N.Y.P.: Das geschieht indirekt über KI-Dienste, die zB. Google, Facebook u.a. bereitstellen.

      Banken könnten zB. Facebook fragen, ob eine Person kreditwürdig ist, Arbeitgeber könnten Google fragen, wie gut eine Person bestimmte Kriterien erfülle, zB. ob sie kulturell passt, oder ob sie zuverlässig am Arbeitsplatz erscheint.

      Beispiel eines Facebook-Patents:
      "Authorization and authentication based on an individual's social network"
      https://patents.google.com/patent/US20100180032

      [0011] beschreibt, wie zB. die Kreditwürdigkeit einer Person berechnet und miss-, bzw. gebraucht werden kann.
    • N. Y. P. D. 09.06.2018 14:45
      Highlight Highlight @Ueli,
      das ist sehr beunruhigend, aber nicht wirklich überraschend.
      Dieses indirekte Anfragen ist so hinterlistig. Du kannst nichts dagegen unternehmen.

      @Reale Schlange,
      wenn meine Posts verwertet würden : Uiuiuiuiui..
  • Menel 09.06.2018 10:15
    Highlight Highlight Trotzdem werden wir die Digitalisierung nicht aufhalten können, denn wer sich davor verschliesst gelangt automatisch ins Hintertreffen. Nehmen wir zB. nur schon die Medizin; wer seine Daten sammelt, wird später die bessere Diagnose von einem Med-Algorithmus bekommen, als jemand von dem kaum Daten vorhanden sind.
    • Mjolnir 09.06.2018 11:57
      Highlight Highlight Med-Algorithmus!
      Wenn ich solchen bullshit höre wird mir schlecht!
      So funktioniert der menschliche Körper nicht! Es wird nur so verkauft, damit man darauf hereinfällt.
      Ansonsten müsste ja zwingend jeder Raucher an Krebs sterben.
    • Menel 09.06.2018 12:31
      Highlight Highlight Darf ich fragen, was du unter Med-Algorithmus verstanden hast?
    • Husar 09.06.2018 12:38
      Highlight Highlight Klarer Fall von wahnhafter Zahlengläubigkeit.
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Eine halbe Million Menschen in der Schweiz denken an Suizid

541'000 Menschen in der Schweiz haben in den letzten zwei Wochen an Suizid gedacht. 200'000 haben schon einen Versuch gemacht, 33'000 in den letzten 12 Monaten. Seit 2012 stieg der Anteil an Menschen mit Suizidgedanken von 6.4 auf 7.8 Prozent.

Und die Dunkelziffer dürfte aus zwei Gründen hoch sein: Erstens basiert die Statistik des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) auf Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB 2017), und bei Befragungen werden Auskünfte oft aus Scham …

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