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Neulich in der Westschweiz: Swingerclub macht Frauenabend – und alle schauen zu. watson inklusive

07.04.2016, 00:0507.04.2016, 10:00

Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt – viel Fleisch am Knochen hat sie eigentlich ja auch nicht: Der Swingerclub «Au Jardin Secret» in Corcelles-près-Payerne VD macht einmal im Monat einen Abend nur für Frauen.

Dieses Bild hat mit der ganzen Geschichte nichts zu tun. Aber das ist nur ein Detail.<br data-editable="remove">
Dieses Bild hat mit der ganzen Geschichte nichts zu tun. Aber das ist nur ein Detail.
Bild: ERIC GAILLARD/REUTERS

Ja, das war es auch schon.

Die Geschäftsführer des Etablissements dachten sich aber natürlich, dass mehr dahinter steckt – und meldeten sich bei der Tageszeitung Le Matin. Und was dachten sich die Journalisten?

Die Reaktion?

Natürlich liessen die Kollegen diese Gelegenheit nicht an sich vorüberziehen. Zumal einer der Geschäftsführer sagt: «Unsere Kundinnen haben uns selbst vorgeschlagen, Abende nur für das weibliche Geschlecht zu organisieren.» 

Na dann: von Frauen – für Frauen! Schon hat der fröhliche Fummelabend eine Art feministische Weihe bekommen. Zur endgültigen Legitimation des Berichts über dieses bahnbrechende Ereignis fehlt aber noch etwas. Und zwar?

Was verleiht dieser Fabel etwas Sinn?

Es kann nur einen geben – nur einen Experten, der das richtig einordnen kann: den Sexologen Willy Pasini. Gut, eigentlich ist der Mann Psychoanalytiker in Genf, aber ein Sexologe passt besser ins Milieu. 

Einer wie Willy: Freud war Psychoanalytiker, aber nie im&nbsp;«Au Jardin Secret».<br data-editable="remove">
Einer wie Willy: Freud war Psychoanalytiker, aber nie im «Au Jardin Secret».
Bild: AP SIGMUND FREUD MUSEUM

Also, was meint nun der Willy zu dem wollüstigen Wirken in Corcelles-près-Payerne VD?

Willy Pasini so?

Nur die dritte Antwort ist falsch. Der erste Satz steht bei 20 Minuten, der zweite beim Blick: Die Konkurrenz hat Wind vom lüsternen Treiben in der Romandie bekommen. 

Beim «Blick» bekommt man direkt das Gefühl, dabei zu sein. Oder zumindest, dass der «Blick» dabei war. «Zwei Frauen streicheln sich, küssen sich, werden intim – da schaut Mann gerne hin.»

Eine Damensoirée.<br data-editable="remove">
Eine Damensoirée.
screenshot: 20 minuten

Angeblich sind viele der Frauen mit einem Mann verheiratet, wollten aber auch mal was anderes probieren. Und wie ist so ein Frauenabend im Puff sonst so? Quizfrage: Welche dieser Aussagen wird über das dufte Angebot NICHT gemacht?

Welcher Satz fällt nicht?

Nein, dass es eine gute PR-Aktion ist, sagt so niemand. Aber wenn «Le Matin», «20 Minuten» und «Blick» über einen Betrieb berichten, den sonst nur «Eingeweihte» auf dem Zettel gehabt haben dürften, kann man schon von einem Werbeeffekt sprechen. Nicht zuletzt reiht sich ja auch watson in diese Reihe ein. Apropos Reklame machen: Weisst du noch, wo der Puff ist?

Na, wo isser denn? WO ISSER DENN?
Mit einem Bein im Swingerclub.<br data-editable="remove">
Mit einem Bein im Swingerclub.
screenshot: blick

Immerhin: «20 Minuten» fragt wenigstens auch bei der Konkurrenz nach, warum die keine derartige gute Werbung machen. «Diese Soirées haben bei uns nicht rentiert», wird eine Puffmutter aus Luzern zitiert.

Aber Moment: Willy hat doch gesagt, dass immer mehr Frauen immer mehr der gleichgeschlechtliche Liebe in immer mehr Schweizer Etablissements frönen?

Aber ... Das würde ja bedeuten, dass es keinen Trend gibt, sondern bloss Trieb ... Das wäre das Ende der Geschichte vom Frauenabend im dem kleinen Puff in der Romandie ... Alles bloss Sex.

Und wie ist das bei watson? Die Rächer des Niveaus? Pfff! Keinen Deut besser! Von wegen «News unfucked» ... Da gibt es natürlich auch jede Menge «Puff im Keller». Unten eine ganze Sammlung davon. Bildstrecken wird es da auch geben. Kennst du einen, kennst du alle. Bei Sex. Im Swinger Club.

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