Schweiz
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Baugerueste stehen auf einer Wiese am 10. Januar 2015 in Merlischachen. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Mehr Menschen benötigen mehr Platz: In der Schweiz wird viel gebaut.  Bild: KEYSTONE

Diese 14 Grafiken zeigen, wie sich Herr und Frau Schweizer seit 1945 verändert haben

18.01.18, 11:37 08.05.18, 15:22

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Wenn der Weltuntergang kommt, soll man in die Schweiz gehen – weil da alles zehn Jahre später passiert, behauptet ein alter Witz. Doch das stimmt nicht: Auch die Schweiz verändert sich, und zwar rasant. Wer unser Land, wie es heute ist, mit der Nachkriegsschweiz vergleicht, wird grosse Unterschiede bemerken. Zum Beispiel diese 14: 

Tschüss Hans, hallo Noah!

Der Jahrgang 1946 ist – zumindest was die Vornamen anbelangt – bodenständig schweizerisch: Hans und Verena sind die häufigsten Namen, die damals vergeben wurden. Zwanzig Jahre später waren es Daniel und Maria. Da die geburtenstärksten Jahrgänge in diese Zeit fielen, sind sie heute noch die häufigsten Vornamen der Schweiz. Wie das später mit den heute beliebtesten Namen wie Noah oder Mia (eigentlich eine Kurzform von Maria) sein wird, wissen nur die Götter. 

Häufigste Vornamen Schweiz, 1946-2016

Bild: watson/BfS

Mütter werden immer älter

Früher bekamen die Frauen im Durchschnitt nicht nur mehr Kinder – sie bekamen sie auch früher. 1970 beispielsweise waren sie durchschnittlich 25,3 Jahre alt, als ihr erstes Kind zur Welt kam. Mittlerweile sind sie fast 31 Jahre alt. 2015 waren die Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes nur in Italien noch etwas älter. 

Durchschnittsalter der Mutter bei Geburt des ersten Kindes

Bild: watson/BfS

In den frühen Siebzigerjahren wurde rund ein Drittel aller Kinder von Frauen unter 25 Jahren geboren – 2015 waren es nur noch etwas mehr als 7 Prozent. Dafür stieg der Anteil der älteren Mütter (35 Jahre oder älter) stark an: von gut 10 Prozent auf über 30 Prozent.  

Gleich geht's weiter mit den spannenden Grafiken, vorher ein kurzer Hinweis:

Manche Dinge ändern sich nie ...

... wie zum Beispiel die Schweizer und ihre Liebe zum Käse. Und das ist auch verständlich. Denn was gibt es schöneres, als einen gemütlichen Raclette- oder Fondue-Abend unter Freunden? Eben. Entdecke unser Angebot auf einen Blick >>

Und nun zurück zu den Statistiken ...

Weniger Arbeit ...

Die Schweizer gelten als fleissig. Aber auch hierzulande ist die wöchentliche Arbeitszeit allmählich zurückgegangen, besonders seit in den Sechzigerjahren die Samstagsarbeit abgeschafft wurde. In der Industrie fiel die Wochenarbeitszeit beispielsweise von 48 Stunden im Jahr 1945 auf 41,4 Stunden im Jahr 2016. Über alle Branchen hinweg beläuft sie sich in der Schweiz heute auf 43 Stunden.

Arbeitszeit Schweiz, 1945 und 2016

Bild: watson/BfS

... mehr Arbeiter

Im Gleichschritt mit der Zunahme der Wohnbevölkerung wuchs auch die Zahl der Erwerbstätigen, zusätzlich gestützt durch die bis in die Neunzigerjahre hinein niedrige Arbeitslosenquote. 1960 zählte die Schweiz 2,7 Millionen Erwerbstätige, davon 927'000 Frauen (34%). 56 Jahre später waren es bereits 5 Millionen Erwerbstätige, fast die Hälfte davon (46%) Frauen. Mit 68,5 Prozent liegt die Erwerbsquote in der Schweiz übrigens höher als in allen EU-Staaten.

Erwerbstätige Schweiz 1960 und 2016

Bild: watson/BfS

Siegeszug der Dienstleister

Das wachsende Heer der Erwerbstätigen verteilte sich sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Wirtschaftssektoren. Im Primärsektor (Landwirtschaft) sank ihre Zahl von 393'000 im Jahr 1960 auf 167'000 im Jahr 2016. Allein zwischen 1980 und 2016 halbierte sich die Zahl der Bauernbetriebe. Im Sekundärsektor (Industrie) war der Rückgang weniger stark: 1960 waren dort 1'263'000 Personen beschäftigt, 2016 noch 1'044'000. Da der Tertiärsektor (Dienstleistungen) indes im gleichen Zeitraum enorm wuchs – von 1'061'000 auf 3'741'000 –, wirkte sich der moderate Rückgang prozentual gesehen stark aus: Die Industrie beschäftigt heute weniger als einen Viertel aller Erwerbstätigen. 

Erwerbstätige nach Sektoren, 1960 und 2016

Bild: watson/BfS

Weniger arbeiten für Kost und Logis

Kurz nach Kriegsende musste ein Schweizer Durchschnittshaushalt über ein Drittel (36,4%) des verfügbaren Einkommens allein für Nahrungsmittel ausgeben. Bei der Bekleidung waren es immerhin noch knapp ein Zehntel (9,5%). Bis 2015 sanken diese Anteile auf 6,3 Prozent (Nahrungsmittel) respektive 2,3 Prozent (Bekleidung). 

Durchschnittliche Ausgaben für Nahrungsmittel, 1945 und 2015

Bild: watson/BfS

Lediglich bei der Miete zeigt sich ein anderes Bild: 1945 musste der Durchschnittshaushalt noch 13,5 Prozent des verfügbaren Einkommens dafür aufwenden; bis 2015 stieg dieser Anteil leicht auf 14,9 Prozent. Zusammen machten diese drei Komponenten 2015 nur noch 23,5 Prozent des Haushaltseinkommens aus. 1945 waren es noch satte 59,4 Prozent gewesen. 

Mehr Mobiltelefone als Menschen

Was waren sie klobig, in den Neunzigerjahren! Die ersten Handys konnten noch nicht viel, waren dafür aber gross. Geichwohl gab es schon 1990 rund 125'000 Handys in der Schweiz. Diese Zahl stieg innerhalb der folgenden fünf Jahre auf fast 450'000. Und danach explodierte der Bestand förmlich: Bis 2000 verzehnfachte sich die Zahl der Mobiltelefone – nun gab es über 4,6 Millionen davon im Land.

Anzahl Mobiltelefone Schweiz, 1990-2016

Bild: watson/ITU

2002 übertraf die Anzahl der Mobil- erstmals diejenige der Festnetzanschlüsse. Im Jahr 2016 gibt es nicht weniger als 11,3 Millionen Handys in der Schweiz – mit anderen Worten: Für jeden Einwohner vom Baby bis zum Greis sind es im Schnitt 1,3 Handys.  

Mehr Verkehr, weniger Tote

Die Schattenseite der zunehmenden Motorisierung: Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg, und damit auch die Zahl der Todesopfer, die der Strassenverkehr forderte. 1945 starben 211 Menschen auf Schweizer Strassen – zehn Jahre später waren es bereits über 1000. Der Todeszoll stieg nahezu ungebremst an und erreichte 1970 mit 1694 Toten den traurigen Höhepunkt. 

Todesopfer im Strassenverkehr 1945-2016

Bild: watson/BfS

Danach ging die Zahl der Todesopfer wieder zurück. Technische Verbesserungen und Sicherheitsmassnahmen, beispielsweise Tempolimiten oder die Gurtentragpflicht, verminderten das Risiko für tödliche Unfälle deutlich. 2016 kamen im Strassenverkehr noch 216 Menschen um – fast gleich viele wie 1945, aber dies bei einem unvergleichlich dichteren Verkehr. 

Mehr Leute ...

Dichtestress? 1945 ein unbekanntes Wort. Damals lebten knapp 4,4 Millionen Menschen in der Schweiz, etwa 107 pro Quadratkilometer. Heute sind es mit 8,4 Millionen (203 pro km2) fast doppelt so viele. Dieser Zuwachs entspricht nicht ganz dem Zehnfachen der heutigen Einwohnerzahl der Stadt Zürich (403'000). Da all diese zusätzlichen Leute zudem mehr Wohnraum pro Kopf benötigen, wachsen die Agglomerationen ins Land hinaus – ein Vorgang, der unter dem Begriff «Zersiedlung» negative Schlagzeilen macht. 

Wohnbevölkerung 1945-2016

Grafik: bfs/watson

... und mehr Ausländer

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ging die Zahl der Ausländer in der Schweiz drastisch zurück. 1941, mitten im Krieg, lebten nur 224'000 Personen ohne Schweizer Pass im Land. Diese Zahl nahm nach dem Krieg rasch zu und erreichte um 1970 einen ersten Höhepunkt. In diese Zeit fallen auch die sogenannten Überfremdungsinitiativen, die die Ausländerzahl begrenzen wollten. 

Ausländer in der Schweiz, 1941-2016

Bild: bfs/watson

Nach der Ölkrise von 1973 fiel die Wirtschaft in eine Rezession; daher ging der Ausländeranteil wieder zurück – um danach erneut kräftig anzusteigen. Heute leben mit rund 2,1 Millionen so viele Ausländer wie noch nie in der Schweiz – das ist rund ein Viertel der Bevölkerung. 

Leute aus aller Welt

Vor dem Krieg stellten zwei Staaten den Löwenanteil der ausländischen Bevölkerung in der Schweiz: Italien und Deutschland. Dieses Bild änderte sich allmählich; während die Zahl der Italiener hoch blieb, ging jene der Deutschen zunächst kräftig zurück. 1980 lebten mehr spanische Staatsangehörige in der Schweiz als deutsche. 

Seither nahm die Zahl der Deutschen wieder stark zu: 2016 waren sie mit über 300'000 nach den Italienern die zweitgrösste Gruppe. Aber auch die Zahl der Personen aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens und aus Portugal nahm enorm zu. Allein aus dem Kosovo lebten 2016 mehr als 100'000 Personen in der Schweiz, und die Zahl der Portugiesen stieg von knapp 11'000 (1980) auf knapp 270'000 (2016). 

Herkunftskontinent von Ausländern, Schweiz, 1980 und 2016

Bild: watson/BfS

Obwohl der Anteil der Ausländer aus anderen Kontinenten – insbesondere Afrika – seit 1980 kräftig angestiegen ist (von knapp 6 auf gut 16 Prozent), stammt der überwältigende Anteil nach wie vor aus Europa. Fast vier von fünf Ausländern aus Europa kommt dabei aus der EU.  

Konfessionslose auf dem Vormarsch

Wenn das Zwingli und Calvin wüssten! Kurz nach dem Krieg war die Schweiz mehrheitlich protestantisch (56,3%) – doch heute sind die Katholiken (37,9%) die grösste Glaubensgemeinschaft. Dies jedoch nur, weil ihr Schwundprozess langsamer verlief: Die Flucht aus den Landeskirchen hat die Evangelisch-Reformierten härter getroffen als die Katholiken; zudem erhielten diese mehr Verstärkung durch die Zuwanderung.  

Religionen und Konfessionen Schweiz, 1941-2014

Bild: watson/BfS

Die Zuwanderung dürfte auch die Gruppe der anderen Christen (zum Beispiel die Griechisch-Orthodoxen) verstärkt haben. Das gilt mit Sicherheit auch für die Muslime, die noch 1970 lediglich auf 0,2 Prozent der Wohnbevölkerung kamen. Heute sind es über 5 Prozent. Den spektakulärsten Zuwachs konnten aber die Konfessionslosen verzeichnen; sie entwickelten sich von einer winzigen Minderheit zur derzeit drittgrössten Gruppe. 

Immer mehr Alte

Die Schweiz vergreist. Aufgrund der Zuwanderung langsamer als andere Staaten, aber auch hierzulande ist der demographische Wandel unaufhaltsam. Dies zeigt der jeweilige Anteil der Jungen (bis 19 Jahre) und Alten (65 Jahre und älter) an der Gesamtbevölkerung. 1950 war noch fast jeder Dritte (30,6%) jung, während der Anteil der Rentner unter 10 Prozent lag.

Altersgruppen Schweiz, 1950 und 2016

Bild: watson/BfS

2016 haben die Alten die Jungen dank der niedrigen Geburtenrate und der höheren Lebenserwartung beinahe eingeholt: Beide Gruppen machen jetzt etwa einen Fünftel der Bevölkerung aus. Dieser Trend, der sich in Zukunft fortsetzen wird, gerät zusehends zur Belastung des Rentensystems. 

Schluss mit dem Baby-Boom

Bis etwa 1970 brachten die Frauen in der Schweiz im Schnitt mehr als 2,1 Kinder zur Welt. Dieser Wert gilt als Schwelle – ohne Zu- oder Abwanderung bleibt die Bevölkerung mit dieser Geburtenrate konstant. Nach den geburtenstarken Jahrgängen Mitte der Sechzigerjahre – die Babyboom-Generation – kam der «Pillenknick». Die Geburtenrate sank in den Siebzigern deutlich und erreichte ihren Tiefststand Mitte der Neunzigerjahre. Grossfamilien, die früher nicht selten waren, sind heute eine exotische Erscheinung. 

Kinderzahl pro Frau, 1945-2015

Bild: watson/BfS

Seit 2010 bekommen die Frauen wieder mehr Kinder. 2015 wurden 86'559 Babys geboren, so viel wie seit 1993 nicht mehr. Die Geburtenrate lag in diesem Jahr bei 1,54. Dass die Schweizer Wohnbevölkerung dennoch nicht schrumpft, liegt an der steigenden Lebenserwartung und vor allem an der Zuwanderung. 

Tradition bleibt Tradition

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • kleiner_Schurke 18.01.2018 15:31
    Highlight Fast 30% der Bevölkerung sind Konfessionslos. Mich erstaunt einfach, dass diese grosse Gruppe politisch und institutionell immer noch absolut unter repräsentiert ist und nirgendwo vertreten wird.

    Bräuchte es neben der CVP nicht endlich auch eine AVP?(Atheistische Volks Partei).
    51 14 Melden
    • Aglaya 18.01.2018 15:47
      Highlight Konfessionslos heisst nicht zwingend atheistisch. Es gibt genügend Leute, die zwar an eine höhere Macht glauben, aber nichts mit organisiertem Glauben am Hut haben.
      51 3 Melden
    • kleiner_Schurke 18.01.2018 16:02
      Highlight Welche Gruppen sind das?
      5 16 Melden
    • bokl 18.01.2018 16:20
      Highlight Oder einfach Kirchensteuer sparen wollen.
      38 2 Melden
    • Aglaya 18.01.2018 16:26
      Highlight @kleiner_Schurke
      In vielen Fällen gerade keine Gruppen, eben unorganisiert. (oder zwar in Gruppen, aber Wicca, Pastafari, Satanisten oder was auch immer)
      3 5 Melden
    • Schantall-jennifer 18.01.2018 16:58
      Highlight Es gibt auch konfessionslose in Freikirchen.
      20 0 Melden
    • kleiner_Schurke 18.01.2018 17:00
      Highlight Nicht blitzen sondern die Gruppen benennen. Viele Freikirchler verbleiben in der Landeskirche und zahlen die Steuern. insofern ist dies Gruppe wohl zu gross eigeschätzt.
      4 19 Melden
    • Aglaya 18.01.2018 17:08
      Highlight @kleiner_Schurke
      Zweiter Versuch, vielleicht schaltet Watson meinen Kommentar ja jetzt auf...

      Wenn ich "nicht organisiert" schreibe, meine ich eben gerade keine Gruppen, sondern Personen, die ihren Glauben für sich allein leben. Zudem zählen alle Religionen, die in der Schweiz nicht offiziell anerkannt sind, als konfessionslos, wie z.B. Wicca.
      9 0 Melden
    • Liselote Meier 18.01.2018 17:23
      Highlight Wäre eine ziemlich sinnfreie Partei. Atheismus heisst bekanntlich nur ohne Gott, nicht mehr nicht weniger.

      Ist keine Weltanschauung, nur ein Teilaspekt von verschiedensten Weltanschauung wie z.b des Materialismus, alles ist Materie.

      11 2 Melden
    • Yes. 18.01.2018 17:30
      Highlight Es gibt auch Atheisten, die (noch) eine Konfession haben.
      10 0 Melden
    • Saraina 18.01.2018 17:34
      Highlight Gerade Menschen die aus den etablierten Religionsgemeinschaften austreten, dürften mehrheitlich Leute sein, die sich nichts aus Gruppen machen und einen ausgesprochen gegenwartsbezogenen, individualistischen Lebensstil pflegen.
      13 1 Melden
    • Yelina 18.01.2018 18:17
      Highlight Da sind sicher einige Agnostiker, Wiccas, Jedis, Satanisten und wahrscheinlich auch ein paar Odin- und Thor-Anhänger bei den Konfessionslosen, nicht?
      9 1 Melden
    • kleiner_Schurke 18.01.2018 19:44
      Highlight @Saraina
      Also müsste man eine Gruppe für diejenige machen, die in keiner Gruppe sein wollen?

      Aber Scherz beiseite. Ich denke du hast es auf den Punkt gebracht. Und auch Liselote und Yelina. Das dürften wohl die Gründe sein, dass es schier unmöglich eine solche "Gruppe" zu begründen und deren Bedürfnisse in den Gemeinden, dem Kanton und Bund zu vertreten. Ich haben mir das Gehirn zermartert wie das funktionieren sollte, bin aber weitgehend ratlos.

      5 0 Melden
    • kleiner_Schurke 18.01.2018 19:51
      Highlight Schön wäre es aber, wenn das klappen würde. Seit ich an der Beerdigung einer 14 jährigen Atheistin war, deren Eltern in der kürze der Zeit keinen anderen Ort als eine Kirche auftreiben konnten um eine Zeremonie abzuhalten (von einem Atheisten) und es danach zu einem heftigen Streit mit der Kirche kam, weil dieses und jenes vorschreiben wollten, wurde mir bewusst: Die Bedürfnisse von Atheisten werden gesellschaftlich weitgehend ignoriert auf institutioneller und politischer Ebene. Man stelle sich einen andere Gruppe vor, die 30% der Bevölkerung stellt, die vollkommen ignoriert wird...
      14 2 Melden
    • bilbo 19.01.2018 10:14
      Highlight Für eben solche Dinge engagieren sich die Freidenker: http://www.frei-denken.ch/de/
      2 1 Melden
    • kleiner_Schurke 19.01.2018 14:56
      Highlight Ja das stimmt. leider sind die Freidenker ein kleines verlorenes Häufchen, das auch noch allerhand Freaks beherbergt. Der Leistungsausweis der Freidenker ist auch quasi nicht vorhanden und wenn dann nicht relevant. Grundsätzlich fände ich den Verein gut, aber er hat extrem altmodische Strukturen.
      2 0 Melden
    • Sheldon 20.01.2018 13:53
      Highlight Viele sogenannt konfessionslose sind "Abergläubige". Sie finden sich nicht religiös, ABER glauben dann doch an irgendwas. Viele die als konfessionsangehörig erfasst sind, sind nicht gläubige Passivmitglieder.
      4 1 Melden
  • Madison Pierce 18.01.2018 14:15
    Highlight Wir geben weniger für Essen und Kleider aus und nur unwesentlich mehr für die Miete. Trotzdem hat früher ein Handwerker genug verdient, um seine Familie (mit manchmal drei Kindern) zu ernähren.

    Heutzutage gibt es Familien mit einem Kind und die Frau muss arbeiten, damit das Geld reicht.

    Ist es die Krankenkasse? Sind es die Steuern? Oder haben wir einfach viel mehr und teurere Ansprüche als früher?
    58 1 Melden
    • atomschlaf 18.01.2018 15:15
      Highlight Krankenkasse, Wohnkosten und Ansprüche würde ich sagen.
      Die Steuern sind m.W. nicht wesentlich gestiegen.
      36 2 Melden
    • Fabio74 18.01.2018 19:05
      Highlight oder eben halt die Ansprüche mit Gadgets und Ferien, die man früher nicht machte oder mit Glück ein billiges Hotel in Italien und thats it.
      Und heute darfs Thailand, oder Malediven oder sonst was sein,
      20 4 Melden
    • who cares? 18.01.2018 19:58
      Highlight Ich denke der Handwerker ist nicht zweimal pro Jahr ins Ausland in die Ferien.
      23 0 Melden
    • who cares? 18.01.2018 20:05
      Highlight Und es musste kein Geld in elektronische Gadgets, fancy Spielzeug, jedes Jahr eine neue Winterjacke investiert werden. Man war auch viel weniger mobil.
      Ich bezweifle, dass die drei Kinder des Handwerkers studieren gingen oder Nachhilfe in Anspruch genommen haben. Zusammengefasst: man hatte einfach weniger und gab sich damit zufrieden. Zudem bezweifle ich, dass es für den Handwerker mit drei Kindern so locker ging. Bei meinen Eltern, die in den 70ern aufgewachsen sind, lebte man alles andere als in Saus und Braus.
      19 3 Melden
    • Alnothur 20.01.2018 12:50
      Highlight Dass die Steuern nicht wesentlich gestiegen seien, bezweifle ich stark - der Staatsapparat ist um ein Mehrfaches des Bevölkerungsanstiegs gewachsen.
      6 15 Melden
  • Luca Brasi 18.01.2018 13:16
    Highlight Verflucht! Der Huber ist auch hier enorm stark! Gleich 2 Erwähnungen bei den Vornamen! 😅
    Wie sah eigentlich die Zuwanderung im 19. Jahrhundert bis zum 2. Weltkrieg aus? Hat ja auch immer etwas damit zu tun, ob es Stellen gibt und wie sicher die politische Grosswetterlage ist.
    20 1 Melden
  • ARoq 18.01.2018 13:05
    Highlight Wie haben sich die Gesundheits- bzw. Krankheitskosten im Vergleich zum Einkommen entwickelt?
    77 2 Melden
    • Zat 18.01.2018 14:38
      Highlight Das würde mich auch interessieren. Nur schon, um andere Graphiken wie z.B. Anteil Aufwendungen an Nahrungsmitteln in Relation dazu nachvollziehen zu können.
      19 0 Melden
  • fw_80 18.01.2018 12:48
    Highlight Der Durchschnittshaushalt wendete 2015 14,9 Prozent des Einkommens für die Miete auf? Nach meinen Recherchen war der durchschnittliche Jahreslohn im 2015 gegen 60'000 Franken, somit sind magere 745 Franken pro Monat für die Miete möglich? Sind da so viele doppelt und dreifach Verdiener in allen Haushalten um die effektiven Mieten überhaupt stämmen zu können?
    109 8 Melden
    • Zat 18.01.2018 14:36
      Highlight Vielleicht die Wohneigentümer rausrechnen? Kommt hinzu, dass sch verschiedene Durchschnitts-Berechnungen evt nicht eins zu eins übereinanderlegen lassen? Das Nachrechnen überlasse ich anderen.
      15 0 Melden
  • Ollowain 18.01.2018 12:43
    Highlight Genau Coop, manche Dinge ändern sich zu Lasten unserer Umwelt und Gesundheit nie (ich spreche hier die Fondue-Werbung an). Warum helft ihr dabei?
    2 8 Melden
  • Gondeli 18.01.2018 12:26
    Highlight Interessant und gleichzeitig beunruhigend ist der Anstieg der Muslimischen Glaubensgemeinschaft. Steigt die Kurve nur leicht an, sind diese gegenüber der Reformierten Christlichen Kirche ab 2025 in der Mehrheit!!!
    36 141 Melden
    • fw_80 18.01.2018 12:55
      Highlight Die Mehrheit werden dann wohl die Konfessionslosen für sich beanspruchen. Alles Andere ist Schwarzmalerei.
      88 8 Melden
    • ARoq 18.01.2018 13:01
      Highlight Und wenn man es bis ins Jahr 2542 extrapoliert, sind 42 von 10 Schweizer muslimisch!!!
      113 10 Melden
    • Luca Brasi 18.01.2018 13:11
      Highlight Keine Sorge, die Zuwanderung und Geburtenfreudigkeit der Katholiken schlägt alles. 😜
      34 9 Melden
    • Cubbie 18.01.2018 13:18
      Highlight Wieso kommt mir, wenn ich deinen Kommentar lese nur Jacqueline Badran in den Sinn?
      14 6 Melden
    • Nerthu 18.01.2018 13:22
      Highlight ich denke sie meinen die konfesionslosen. die Muslimische kurfe ist hell violett und bei nicht einmal 10%.
      44 6 Melden
    • Saraina 18.01.2018 17:38
      Highlight Um die fünf Prozent, von denen wiederum nur etwa ein Drittel wirklich religiös ist, und schon bekommt s'Gondeli das Muffensausen? Dafür, dass mehr und mehr Schweizer sich nichts mehr aus der Religion machen, können die Muslime jedenfalls nichts.
      21 4 Melden
  • Christian Mueller (1) 18.01.2018 12:04
    Highlight Zum Glück lebe ich nicht 1945.
    33 9 Melden
  • Posersalami 18.01.2018 11:58
    Highlight Sehr interessant zu sehen, dass die Zuwanderung durch die PFZ einfach so weiter ging wie seit 1990 ohne PFZ. Das hätte ich jetzt irgendwie nicht gedacht, weiss jemand wie das zu erklären ist?
    33 5 Melden
    • Herr Ole 18.01.2018 13:18
      Highlight In den 90ern kam eine grosse Anzahl Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien in die Schweiz. Später dann EU-Bürger wegen der PFZ, dafür viel weniger Flüchtlinge.
      35 2 Melden