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Eishockey

Weltrekord! Norwegisches Playoffspiel endet erst um 2.32 Uhr in der 8. Overtime

Ausgelassener Jubel der Storhamar-Spieler nach dem Siegtreffer.
Ausgelassener Jubel der Storhamar-Spieler nach dem Siegtreffer.bild: screenshot tv2

Weltrekord! Norwegisches Playoffspiel endet erst um 2.32 Uhr in der 8. Overtime

Im norwegischen Eishockey hat es gestern einen Vorgeschmack darauf gegeben, was ab der nächsten Saison auch in der heimischen Liga auf Spieler und Fans zukommen kann. Das Playoff-Spiel zwischen den Storhamar Dragons und den Sparta Warriors wurde erst in der achten Verlängerung entschieden – Weltrekord!
13.03.2017, 09:1913.03.2017, 11:34

Ob bei Spielschluss noch alle der ursprünglich 5526 Zuschauer in der Arena «Nordlyshallen» sassen, darüber gibt es keine gesicherte Meldung. Es ist allerdings stark zu bezweifeln. Jene, die geblieben sind, dürfen sich nun aber Zeuge eines Eishockey-Weltrekords nennen. 

Um 18 Uhr am Sonntagabend begann das fünfte Spiel der Playoff-Viertelfinalserie zwischen den Storhamar Dragons und den Sparta Warriors. Um 2.32 Uhr morgens am Montag – nach 217 Minuten und 14 Sekunden Spielzeit – fiel schliesslich die Entscheidung. 

Der Gamewinner von Joakim Jensen

Video: streamable
Die Zahlen und Fakten zum Spiel
- Spielbeginn: 18 Uhr
- Spielende: 02.32 Uhr
- Spieldauer: 8 Stunden und 32 Minuten
- Reine Spielzeit: 3 Stunden, 37 Minuten und 14 Sekunden
- Schussverhältnis: 95 zu 94 für Storhamar
- Nächstes Spiel: Dienstag, 19 Uhr. Weniger als 34 Stunden nach Spielende
- Storhamar hat während dem Spiel Pizza und Pasta für die Spieler bestellt. Sparta kaufte das verbliebene Essen der Imbissstände auf.

Joakim Jensen erzielte den erlösenden 2:1-Siegtreffer für Storhamar und sagte nach dem Spiel gegenüber dem norwegischen Fernsehsender TV2, dass er bereits seit der zweiten Verlängerung mit Krämpfen zu kämpfen hatte. Noch schlimmer dürfte es den Gegnern ergangen sein. Sparta spielte das ganze Spiel über nur mit drei Linien.

Storhamars Trainer Pal Johnsen sagte nach dem Spiel, er lade jeden Spieler auf eine Massage ein, sobald sie ausgeschlafen hätten. In der Kabine versuchte er die Spieler mit Humor bei Laune zu halten und zu motivieren. Etwas anderes hätte nicht mehr funktioniert, so Johnsen.

Damit die Spieler so lange durchhalten konnten, mussten die beiden Teams bei der Verpflegung ungewohnte Wege gehen. Storhamar bestellte bei einem Lieferdienst Pizza und Pasta. Sparta kaufte die Imbissstände im Stadion leer. 

In der Schweiz werden ab der nächsten Saison Playoffspiele ebenfalls ohne Penaltyschiessen ausgespielt. Die Neuerung wurde von den Fans schon lange gefordert, die Klubs zögerten aber bei der Umsetzung. Hallenstadion-CEO Felix Frei drohte damit, den ZSC Lions einfach das Licht auszuschalten, falls ein Spiel zu lange dauern sollte. 

Und vielleicht hält ein Schweizer Playoff-Spiel ab nächster Saison auch noch die Polizei auf Trab. Denn bei der norwegischen Polizei gingen aufgrund des Spiels gar Vermisstmeldungen ein. Besorgte Angehörige der Matchbesucher rechneten wohl auch nicht mit einem derart langen Eishockeyspiel. 

Für die beiden beiden Rekordteams bleibt indes nur wenig Zeit zur Erholung. Am Dienstagabend steht bereits das nächste Spiel der Viertelfinalserie an. Für Storhamar gilt es, die hart erarbeitete 3:2-Führung in der Serie zu verteidigen.

Die längsten Eishockeyspiele der Welt
1. Storhamar – Sparta, Get-Liga, 2017, 217 Minuten und 14 Sekunden.
2. Detroit Red Wings – Montreal Maroons, NHL, 1936, 176 Minuten und 30 Sekunden.
3. Kölner Haie – Adler Mannheim, Deutschland, 2008, 168 Minuten und 16 Sekunden.
4. Gomel – Junost, Weisrussland, 2015, 165 Minuten und 11 Sekunden.
5. Toronto Maple Leafs – Boston Bruins, NHL 1933, 164 Minuten und 46 Sekunden.

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2 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hockrates
13.03.2017 10:05registriert November 2015
Ich bin sicher, die letzten paar Drittel boten fantastisches Hockey. Die meisten Fans finden Verlängerungen bis zum ersten Tor toll, aber ich habe Zweifel. Ein Penaltyschiessen mag eine Lotterie sein, aber aber stundenlang erschöpften Mannschaften beim rumgurken zuzusehen, ist auch nicht viel besser.
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