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Switzerland's Andres Ambuehl tries to catch the puck, during friendly ice hockey game between Switzerland and Latvia, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Friday, April 29, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Mit dem HCD ist er ins Straucheln geraten, nun will Andres Ambühl in der Nati einen Neustart hinlegen. Bild: KEYSTONE

Den Kopf durchlüften – HCD-Captain Andres Ambühl hofft in der Nati auf belebende Impulse

Der 250-fache Nationalspieler Andres Ambühl (35) macht beim HC Davos die sportlich schwierigste Phase seiner Karriere durch. Im Kreis der Schweizer Nationalmannschaft hofft er auf belebende Impulse.

Marcel Kuchta / ch media



In wenigen Tagen geht das Jahr 2018 zu Ende. Es ist die Zeit, in welcher man seine persönliche Jahresbilanz zu ziehen pflegt. Im Fall von Andres Ambühl fällt die sportliche Auslegeordnung der vergangenen zwölf Monate nicht sehr erfreulich aus.

Sie sieht – in aller Kürze und in chronologischer Reihenfolge – folgendermassen aus:

Ohne Ambühl, dennoch schön anzuschauen: Die Schweizer WM 2018

abspielen

Video: YouTube/Stiffmaster

Es hat sich also eine ganze Menge angesammelt beim 35-Jährigen, der seit weit über einem Jahrzehnt zu den zuverlässigsten Werten im Schweizer Eishockey gehört. Dass er in dieser Woche trotzdem zum Aufgebot der Nationalmannschaft im Rahmen des Lucerne-Cups gehört, spricht für sich.

Auch ein Andres Ambühl, der mit sich und seiner Form kämpft, ist offensichtlich immer noch ein unverzichtbarer Bestandteil der Auswahl von Nationaltrainer Patrick Fischer. Es gibt eben nur wenige Spieler in der Schweiz, die mit einer vergleichbaren Energie und Intensität auf dem Eis zu Werke gehen.

Ambühl muss sich wieder empfehlen

Aber eben: Die Nationalmannschaft holte im Mai WM-Silber ohne das «Perpetuum mobile» aus Davos. Trotz seiner 250 Länderspiele und 14 WM-Teilnahmen muss sich Andres Ambühl wieder für höhere Aufgaben im Kreis der «Nati» empfehlen. Die Konkurrenz ist sicher nicht kleiner geworden.

«Die Nati war nie eine Selbstverständlichkeit für mich.»

Andres Ambühl

Er sagt: «Ich hatte noch nie das Gefühl, dass ich einfach so dazugehöre. Das war nie eine Selbstverständlichkeit für mich. Jeder Spieler muss sich immer wieder von neuem beweisen. Am Ende ist es ganz simpel: Wenn man seine Leistung zeigt und der Nationaltrainer zufrieden ist, ist man dabei. Sonst eben nicht.»

Davos' Andres Ambuehl, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem Geneve-Servette HC, am Freitag, 30. November 2018, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Beim HCD läuft es «Büehli» nicht nach Wunsch. Bild: KEYSTONE

Es gehört zu den bemerkenswerten Eigenschaften des Bergbauern-Sohns, dass man ihm emotionale Schwankungen gegen aussen kaum anmerkt.

Immer wieder huscht dieses lausbübische Grinsen mit der prägnanten Zahnlücke über sein Gesicht, wenn er spricht. Tiefe Einblicke in sein Seelenleben gewährt er nicht. Das würde auch nicht seiner Mentalität entsprechen. Darum nimmt man es Andres Ambühl ab, wenn er erzählt, dass er sich unabhängig vom Erfolg im Klub jedes Mal darauf freut, wenn er in den Kreis der Nationalmannschaft kommt. «Es tut so oder so gut, wenn man sich nach ein paar Wochen wieder mal in einem anderen Umfeld bewegen kann. Man kann den Kopf durchlüften und an andere Sachen denken.»

«Wenn man zu viel überlegt, ist das sicher nicht hilfreich für die eigene Leistung.»

Andres Ambühl

Immerhin: eine gewisse Nachdenklichkeit ist bei Ambühl feststellbar. Auf die komplizierte Situation beim HC Davos angesprochen, sagt er, der von seinem Ex-Trainer Arno Del Curto gegen seinen Willen zwischenzeitlich sogar als Verteidiger eingesetzt wurde: «Es ist nicht einfach. Der Grat zwischen Glück und Pech ist oft schmal. Und es ist sicher so, dass man sich eher mehr Gedanken macht, wenn es nicht so läuft wie gewohnt. Wichtig ist aber, dass man ein gesundes Mass findet. Wenn man zu viel überlegt, ist das sicher nicht hilfreich für die eigene Leistung.»

Am Donnerstag gegen Österreich

Klar ist: Andres Ambühl möchte seinen Teil dazu beitragen, dass sich die Schweizer Nationalmannschaft bei ihrem Heimturnier in Luzern von ihrer besten Seite präsentiert: «Man gibt Vollgas, will ein gutes Turnier spielen und hofft darauf, dass man die positiven Gefühle wieder mit in den Klub nehmen kann», umschreibt der Davoser sein Ziel.

Ohrwurm-Alarm! 

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Video: watson/Lea Senn, Laurent Aeberli, Sportredaktion

Das Ziel des Vize-Weltmeisters, welcher mit der aktuell bestmöglichen Mannschaft antritt, ist klar der Turniersieg. Dazu braucht es heute Abend (20.15 Uhr) einen Sieg im ersten Spiel gegen Österreich. Sollte der gelingen, dann würde die Schweiz am Freitagabend (20.15 Uhr) im Final auf den Gewinner des Duells zwischen Russland und der Slowakei (Donnerstag, 16.15 Uhr) treffen. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Staal 13.12.2018 17:09
    Highlight Highlight Nun zum Rücktritt von Arno hat er selber dazubeigetragen mit der Revolte im Team.
    Er soll den Jungen Platz machen in der Nati
    • bettiblue 13.12.2018 20:34
      Highlight Highlight da weiss ja einer wieder ganz genau bescheid. warst wohl immer dabei.......
      👎🏻👎🏻👎🏻👎🏻
  • Der müde Joe 13.12.2018 15:45
    Highlight Highlight Sehe bei Ambühl wenig Chancen sich für die Nati zu empfehlen und jünger wird auch er nicht. Ich bin schon überrascht über das Aufgebot. Aber wer weiss, vielleicht erlebt auch er noch einen zweiten Frühling.
    • Willy Tanner 13.12.2018 16:16
      Highlight Highlight Schlaf gut, müder Joe!

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