Sport
Kommentar

Kommentar: YB kann im Rückspiel gegen ZSKA Moskau den Traum wahr machen

epa06122036 YB's Guillaume Hoarau celebrates during the UEFA Champions League third qualifying round, second leg match between BSC Young Boys and Dynamo Kiev, in Bern, Switzerland, 02 August 2017 ...
Guillaume Hoarau: Schiesst er YB in die Champions League?Bild: EPA/KEYSTONE
Kommentar

Jeder Traum kann wahr werden. Wieso nicht dieser? Und wieso nicht jetzt?

Der Glaube kann Berge versetzen. Wenn das wirklich so ist, dann schafft YB im Rückspiel bei ZSKA Moskau den Einzug in die Champions League. Denn wenn sie in Bern eines können, dann dies: Daran zu glauben, es irgendwann zu schaffen.
16.08.2017, 08:2616.08.2017, 15:06

Der BSC Young Boys, Ausgabe 2017: Eine richtig gute Mannschaft. Mit einigen wirklich viel versprechenden Talenten. Mit einem routinierten Abwehrchef und mit einem Guillaume Hoarau im Sturm, der für die Schweizer Liga eigentlich viel zu gut ist. Mit Christoph Spycher einen bodenständigen Sportchef, der gemeinsam mit Trainer Adi Hütter erneut den Mut hat, auf einen jungen Goalie zu setzen. Und YB, das vor allem, ist ein Verein mit einem unerschütterlichen Glauben daran, es trotz titelloser jüngerer Vergangenheit irgendwann wieder ganz nach oben zu schaffen.

Zwei junge Frauen geniessen den Ausblick von der Grossen Schanze auf die Stadt und umliegenden Berge, am Mittwoch, 8. April 2015, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Der Blick von der Grossen Schanze in Richtung Alpen: YB will endlich einmal richtig hoch hinaus.Bild: KEYSTONE

Dabei erinnern die Young Boys mehr denn je an Sisyphos aus der griechischen Sagenwelt. Der hat die Götter erzürnt und muss zur Strafe einen Felsbrocken auf einen Berg rollen. Aber immer wenn er schon fast auf dem Gipfel ist, rollt er ihm wieder hinunter. Sisyphos versucht und versucht es wieder und wieder – nur um stets von Neuem zu scheitern. 

Gestern Abend im Champions-League-Hinspiel gegen ZSKA Moskau rollten die Berner den Stein nach oben und es sah so aus, als dass er endlich mal dort bleiben würde. Bis dieser vermaleidete Felsblock in der 91. Minute doch noch einmal ins Wanken geriet und donnernd ins Tal der Tränen hinunter krachte.

Nuhu überlistet Goalie von Ballmoos mit seinem Kopfball ins eigene Tor.Video: streamable

Heute in einer Woche wird YB im Rückspiel in Moskau erneut einen Felsbrocken vor sich herschieben. Er ist noch grösser geworden und es wird deshalb noch schwerer, ihn auf den Berg zu rollen und dafür zu sorgen, dass er oben bleibt.

Aber es ist mit einer Leistung wie im Hinspiel in Bern zu schaffen. Schliesslich haben die Young Boys eine richtig gute Mannschaft. Mit viel versprechenden Talenten, mit einem routinierten Abwehrchef und mit einem Guillaume Hoarau im Sturm. Und sie haben den Glauben daran nie verloren, stets vom Erreichen eines grossen Zieles zu träumen.

Jeder Traum kann wahr werden. Wieso nicht dieser Traum? Und wieso nicht jetzt? Irgendeinisch fingt ds Glück eim.

Züri West mit der Mutmacher-Hymne: «Irgendeinisch fingt ds Glück eim.»Video: YouTube/lomotionag
Schafft es YB doch noch in die Champions League?
An dieser Umfrage haben insgesamt 797 Personen teilgenommen

Lo & Leduc bestreiten das schwierigste Music-Quiz der Welt

Video: watson/Laurent Aeberli, Nico Franzoni

Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge

1 / 54
Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

Saison 2025/26: Lausanne-Sport schafft den Sprung in die Conference League – dank einem überzeugenden 1:0-Auswärtssieg bei Millionenklub Besiktas Istanbul.

quelle: keystone / erdem sahin
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Es war nicht immer eine Liebesgeschichte: Wawrinka schlägt ein letztes Mal in Basel auf
Mit 41 Jahren beendet Stan Wawrinka an den Swiss Indoors 2026 seine Karriere. Der dreifache Grand-Slam-Gewinner kommt zum 18. Mal an die Swiss Indoors. Bei seinen bisherigen Auftritten sind einige emotionale Episoden zusammengekommen.
Im Alter von 18 Jahren debütiert Stan Wawrinka an den Swiss Indoors in Basel. Fünf Jahre nach dem vier Jahre älteren Roger Federer bekommt auch der Lausannois eine Wildcard. Der Grund ist der rasante Aufstieg des damals noch als Stanislas Wawrinka auftretenden Schweizers, der im Jahr 2003 aus dem Nichts heraus die Juniorenkonkurrenz der French Open gewinnt, 500 Plätze im Ranking nach oben klettert und als Nummer 172 der Welt nach Basel kommt. Dort verlor er in der ersten Runde gegen den Tschechen Tomas Zib 6:7, 6:7. Im Interview analysiert Wawrinka damals: «Ich war angespannt. Deswegen bin ich nie richtig in die Partie gekommen. In der Halle ist das Spiel schneller, mir fehlte die Zeit, mich an der Grundlinie zu organisieren.» Auf die Frage, wie er die nächsten Wochen angehe, antwortet Wawrika: «Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten.» Und zwar in der französischen Interclubliga mit Bordeaux.
Zur Story