Viel haben wir im Fussball schon gesehen, doch was Schiedsrichter Tony Chapron in der Partie zwischen PSG und Nantes bot, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Doch der Reihe nach.
Alles sieht in der ersten Halbzeit in Nantes nach einem weiteren lockeren PSG-Sieg aus. Nach dem Seitenwechsel tritt Nantes allerdings wie verwandelt auf. Doch das vermeintliche 1:1 gibt Schiri Chapron fälschlicherweise wegen eines Abseits nicht. Die Partie bleibt offen.
Als kurz vor Schluss Mbappé aufs Nantes-Tor rennt, kommt es beim Mittelkreis zu einem unabsichtlichen Zusammenstoss zwischen Diego Carlos und dem Unparteiischen. Chapron fällt zu Boden – und gibt dem Brasilianer noch einen Tritt mit auf den Weg. Anschliessend zeigt er ihm die zweite gelbe Karte der Partie und verweist ihn des Feldes. Die Partie geht für Nantes 0:1 verloren, der grösste Verlierer des Spiels ist aber der Schiedsrichter, der wohl mit einem Nachspiel rechnen muss.
The main referee of the game Nantes - PSG, Tony Chapron, sent off the Brazilian Diego Carlos. The reason, the defender knocked down Chapron in the middle of the one race on the field. Who is right? pic.twitter.com/CN1AykGtJr
— 🇷 🇴 🇧 🇧 🇮 🇪 (@RobbieRuud) January 14, 2018
Obwohl die Absicht, den Spieler zu treffen und wahrscheinlich zu Fall zu bringen, in den TV-Bildern eindeutig und unmissverständlich zu erkennen war, erzählte Chapron nach dem Match, er sei auf dem Rasen ausgeglitten.
Nach seinem unverzeihlichen Blackout macht er sich mit dieser Behauptung auch noch in aller Öffentlichkeit lächerlich. Zu einer Entschuldigung gegenüber dem Spieler und gegenüber der Öffentlichkeit konnte sich Chapron, von Beruf Polizist, nicht durchringen. Am Montag zog dann der französische Verband Chapron «bis auf Weiteres» aus dem Verkehr.
«Das ist ein Witz. Ehrlich, ganz Europa lacht darüber», echauffierte sich Nantes-Präsident Waldemar Kita. Ähnlich sah es Mittelfeldmann Valentin Rongier: «Wenn ein Spieler das macht, geht es vor die Disziplinarkommission und wir bekommen zehn Spiele Sperre.»
Das für einen Schiedsrichter wohl einmalige Verhalten löste in den französischen Medien und auf Social Media einen Wirbel aus, in den sich der englische Star-Experte Gary Lineker alsbald mit einem Kommentar und Smileys einschaltete. Getwittert wurde augenblicklich – in Anlehnung an Chapron – unter dem Hashtag #ChaperonRouge. Chaperon Rouge ist der französische Name für das Rotkäppchen.
I LOVE THIS GAME 😂😂😂 !!!!!! #TonyChapron #Evra #FCNPSG pic.twitter.com/ELyjtHJjqb
— ラッキー (@leveinard8) January 14, 2018
Tony #Chapron.#FCNPSG pic.twitter.com/v4WumLAu4a
— Clément Desdoigts (@ClemDesdoigts) January 14, 2018
The referee from the PSG game when he gets home and realises what he’s done pic.twitter.com/V3j6Zy43OZ
— Jack McWilliams (@JackMcW11) January 14, 2018
(zap/sda)
Jude Bellinghams Wechsel von Borussia Dortmund zu Real Madrid ist eine beschlossene Sache. Für den englischen Mittelfeldspieler erhält der BVB eine stolze, fixe Ablösesumme von 103 Millionen Euro. Nochmals rund 30 zusätzliche Millionen könnten in Form von Bonuszahlungen dazukommen. Diese sind abhängig von Bellinghams sportlichem Erfolg in der spanischen Hauptstadt.