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epa07317666 General view of tennis fans at the Rod Laver Arena watching the men's singles semi final match between Novak Djokovic of Serbia and Lucas Pouille of France at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 25 January 2019.  EPA/LYNN BO BO

Das Endspiel zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal findet in der Rod Laver Arena statt. Bild: EPA/EPA

Djokovic gegen Nadal: Wie episch wird es diesmal?



Wenn Djokovic und Nadal zum Australian-Open-Final auflaufen, ist ein episches Spiel zu erwarten. Es geht um eine Weichenstellung im Kampf um den Titel des besten Tennisspielers der Geschichte.

epa07317854 Novak Djokovic of Serbia reacts during his men's singles semi final match against Lucas Pouille of France at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 25 January 2019.  EPA/LUKAS COCH AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Novak Djokovic Bild: EPA/AAP

Novak Djokovic hat logischerweise die Einstellung eines Champions. «Ich habe immer an meine Fähigkeiten geglaubt», versicherte der 31-jährige Serbe in Melbourne noch einmal. Auch, als er im Frühling nach einer Ellbogenoperation aus den Top 20 fiel. «Dass ich jetzt aber wieder als Nummer 1 da stehe und meinen dritten grossen Final spiele, hätte auch ich nicht gedacht.» Ein Schlüsselspiel auf dem Weg zurück zur Nummer 1 war der Wimbledon-Halbfinal, den Djokovic gegen Rafael Nadal 10:8 im fünften Satz für sich entschied. Epische Matches haben zwischen den beiden Superstars Tradition.

Liveticker

Verfolge das Endspiel zwischen Djokovic und Nadal ab ca. 9.30 Uhr auf watson!

Kein Final in der Geschichte der Grand-Slam-Turniere war länger, als das hochklassige und brutale Duell, das sich die beiden vor sieben Jahren in der Rod Laver Arena lieferten. Djokovic gewann es nach 5:53 Stunden, ehe er sich 7:5 im fünften Satz durchgesetzt hatte. Für die Siegerehrung musste für die verständlicherweise völlig erschöpften Spieler extra Stühle herbeigeschafft werden.

Alle Grand-Slam-Finals zwischen Nadal und Djokovic:

Djokovics grösster Rivale

Kein Wunder sagt Djokovic: «Nadal ist in meiner Karriere der grösste Rivale, gegen den ich auf allen Belägen gespielt habe. Einige Matches, die wir gegeneinander gespielt haben, waren ein grosser Wendepunkt in meiner Karriere.» So gewann der Serbe mit einem Finalsieg gegen den ein Jahr älteren Spanier 2011 erstmals in Wimbledon und wurde zum ersten Mal die Nummer 1 der Weltrangliste.

Spain's Rafael Nadal celebrates after defeating Greece's Stefanos Tsitsipas in their semifinal at the Australian Open tennis championships in Melbourne, Australia, Thursday, Jan. 24, 2019. (AP Photo/Aaron Favila)

Rafael Nadal Bild: AP/AP

Er hat aber auch ein paar bittere Finalniederlagen einstecken müssen. Die letzten drei Grand-Slam-Endspiele der beiden gewann Nadal, das letzte liegt allerdings viereinhalb Jahre zurück. Djokovic kann jedoch auch den Niederlagen etwas Gutes abgewinnen. «Sie haben dafür gesorgt, dass ich neu über mein Spiel nachgedacht habe.»

Neu ist auch im Spiel von Nadal einiges. Der Spanier nützte die lange Pause nach seiner Aufgabe im US-Open-Halbfinal, um mit Coach Carlos Moya vor allem an seinem Aufschlag zu arbeiten. Dass er ohne jegliche Matchpraxis nach Melbourne kam, bezeichnet Nadal als «nicht ideal». Auf dem Platz zeigte sich dies jedoch. Der verbesserte Service ermöglicht es der Weltnummer 2, aggressiver zu spielen und die Punkte schneller zu beenden. Die angenehmen Folgen: Er hat auf dem Weg in den Final keinen Satz abgegeben und keinerlei unnötige Energie verbraucht.

«Ich muss weiter die Sachen machen, die ich mache. Ich mache viele Dinge gut, also kann ich mich kaum beschweren», sagte Nadal deshalb zurecht. Ein Favorit ist so für den Showdown von heute (09.30 Uhr Schweizer Zeit) kaum auszumachen. Ein Jahrzehnt ist Nadals einziger Triumph in der Rod Laver Arena inzwischen her, damals schlug er in fünf Sätzen Roger Federer. Seither verlor er in Melbourne drei Finals. Djokovic hingegen ist in Australian-Open-Finals noch ungeschlagen und würde mit dem siebten Titel vor Federer und Roy Emerson alleiniger Rekordhalter.

Wegweisend im Rennen um den GOAT

Es geht jedoch um mehr als nur den erfolgreichsten Spieler in Australien. Der Final könnte auch Weichen stellen, wenn dereinst über den GOAT, den grössten Tennisspieler der Geschichte, geurteilt wird. Federer steht bei 20 Grand-Slam-Titeln. Nadal könnte ihm mit dem 18. schon sehr nahe rücken und ist so oder so in vier Monaten der Topfavorit in Paris. Djokovic schliesslich würde mit Titel Nummer 15 Pete Sampras hinter sich lassen und hätte als Jüngster des Trios durchaus Chancen, ebenfalls die 20 ins Visier zu nehmen.

Klar ist auch: Die Herausforderer schauen weiterhin nur von aussen zu. Der Weltranglisten-Erste Djokovic ist mittlerweile 31, die Nummer 2 Nadal 32 Jahre alt - und ungeachtet aller Blessuren und Pausen wird der erste Grand-Slam-Titel der Saison wieder an einen der drei Tennis-Giganten gehen, nachdem zuletzt zweimal der 37-jährige Federer in Australien triumphieren konnte. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Goon 27.01.2019 08:50
    Highlight Highlight Wie wird sich das Interesse in der Schweiz am Tennis in der Zeit nach Roger Federer entwickeln?
  • Dan Rifter 27.01.2019 07:49
    Highlight Highlight Nadal gegen Djokovic ist wie Kugelstossen.

    Sport auf hohem Niveau, aber einfach nicht schön anzusehen.
  • vingt-cinq zero deux 27.01.2019 06:36
    Highlight Highlight Es wäre schon nahe an plasphemie einer dieser 2 vor roger federer als 🐐 zu bezeichnen!
    • Freilos 27.01.2019 08:20
      Highlight Highlight Die Chancen dass einer seinen Rekord bricht sind aber definitiv vorhanden. Speziell bei Nadal. Bei Djokovic wird entscheidend sein wie sich die junge Generation um Zverev, Tsitsipas usw. entwickelt.
    • trichie 27.01.2019 09:02
      Highlight Highlight Wer GOAT ist wird immer eine Definitionsfrage bleiben und da liefern - auch für mich als RF-Fan - alle drei sehr viele gute Argumente.

      Ist auch die Frage was man als Metrik nimmt... sind es GS-Siege (da ist RF vorne aber RN hat sicher noch 1-2 FO-Siege drin), GS- und M1000-Siege (bei M1000 sind RN und ND spürbar vor RF), Wochen als Nr. 1 (da wird RF zumindest vor RN bleiben, wenn ND noch 2 top Jahre hinlegt, wer weiss) oder was anderes...

      Auch wenn's unpopulär ist: wär RN nicht so viel verletzt gewesen hätt er wahrscheinlich heut schon 20+ GS-Titel (und RF biz weniger).
    • trichie 27.01.2019 09:11
      Highlight Highlight Oder man kann auch den direkten Head to head nehmen:
      RF:RN 12:17
      RF:ND 20:25
      RN:ND 25:27
      Es gibt wirklich so viele Gründe für jeden der drei, da sollten wir als Fans es einfach geniessen, alle 3 noch live erleben zu können😉
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