Wirtschaft
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Schweizer Snowboard-Firma Nidecker wieder die Nummer Zwei am Weltmarkt



Les trois freres Cedric, Xavier, Henry Nidecker posent dans l'entreprise Nidecker, specialisee dans le Snowboard ce vendredi 12 octobre 2018 a Rolle. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

Die Westschweizer Nidecker-Gruppe ist am Weltmarkt für Snowboards zurück auf den zweiten Platz vorgestossen. Nur die amerikanische Kultmarke Burton ist noch grösser. Das von drei Brüdern geführte Schweizer Familienunternehmen hat jüngst in Europa und den USA zwei Firmen übernommen und führt nun insgesamt neun Marken im Portfolio.

Nidecker wächst und tut dies auch über Zukäufe. Bereits im Jahr 2016 hatte das in Rolle beheimatete Unternehmen die kalifornische Flow Sports gekauft, die im Geschäft mit Snowboards, Snowboard-Bindungen und -Schuhen zu den Top-5 in den USA zählt und auch Stand-up-Paddles (SUP) verkauft.

In den letzten Wochen hat Nidecker das Geschäft mit Snowboards weiter ausgebaut und Rome SDS mit Sitz im US-Bundesstaat Vermont sowie die niederländische Dutch Low Pressure Studio (LPS) übernommen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. LPS führt Snowboard-Marken wie Bataleon, Lobster und Switchback und ist darüber hinaus im Besitz patentierter Technologien. Wieviel Geld für die Zukäufe bezahlt wurden, gibt die Gruppe nicht bekannt.

International positioniert

«Nebst Umsatzwachstum und technologischem Fortschritt dienen diese Akquisitionen vor allem dazu, uns im internationalen Markt strategisch zu positionieren», sagte Marketingchef Thierry Kunz zu AWP. Mit den beiden neu in die Gruppe aufgenommenen Firmen werde man einen neuen Umsatzrekord erreichen, ergänzte Henry Nidecker, der älteste der drei Brüder und Geschäftsleiter der Gruppe. Nidecker sei nun in der Lage, die Nummer Eins Burton zu konkurrieren. Das stehe aber nicht an erster Stelle.

Die Aktivitäten von Rome und LPS hat Nidecker nach der Übernahme zusammengelegt. Sie machten im Vorfeld dazu beinahe einen Drittel der «alten» Nidecker-Gruppe aus. Das Familienunternehmen veröffentlicht keine Geschäftsergebnisse. Henry Nidecker hielt aber fest, dass die Gruppe in den letzten Jahren die Verkäufe vervierfacht habe, wobei die Hälfte des Wachstums organisch, also ohne Zukäufe, erzielt worden sei.

Höhen und Tiefen

Das kräftige Wachstum führt Nidecker auf ein Niveau zurück, das die Firma während der goldenen Ära des Snowboardens in den 90er Jahren zuletzt erreicht hatte. «Obwohl Nidecker in dieser Zeit bereits die Nummer Zwei der Welt war, verkauften wir damals nicht so viele Produkte wie heute», sagte der Geschäftsführer.

Das Unternehmen durchlief bewegte Zeiten. Als das Snowboarden Mitte der 80er Jahre an Popularität gewann, ging es für Nidecker angeführt von Vater Henri zunächst steil nach oben. Mit der Jahrtausendwende verlor der Snowboard-Boom dann aber an Fahrt. Das Skifahren kam wieder in Mode, unterstützt durch die Erfindung des Carving-Skis.

«Wir standen damals vor einem strategischen Problem», blickt Henry Nidecker zurück. «Das Unternehmen war in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Vertrieb tätig. Das hinderte uns daran, in den einzelnen Bereichen zu brillieren.»

Im Jahr 2006 rissen die Nidecker-Söhne Henry (heute 32-jährig), Xavier (30) und Cédric (26) das Steuer herum und beschlossen, die Produktion aufzugeben. «Es war für den Vater ein schwerer Entscheid. Zu seinen Zeiten war Nidecker ein Hersteller, bevor die Firma zur Marke wurde. Heute ist es umgekehrt», sagte Marketingleiter Thierry Kunz.

Produktion im Ausland

Mit dem Ansatz, mehrere Marken unter einem Dach zu führen, hat sich die Lage für Nidecker grundlegend verändert. Die im Jahr 2009 eingeführte Yes-Snowboardlinie war von Beginn weg ein Erfolg. Als nächstes wurde Jones lanciert, ein Spezialist für Splitboards. «Jede Marke deckt die Bedürfnisse der entsprechenden Nutzer, womit wir den gesamten Markt abdecken», so Kunz.

Im Rahmen der Internationalisierung hat Nidecker die Produktion seiner Bretter, Bindungen, Schuhe und weiteren Snowboard-Accessoires in 17 Länder ausgelagert. Produziert wird hauptsächlich in Tunesien, Dubai, China und Taiwan. Der Bereich Forschung und Entwicklung blieb aber im Kanton Waadt. Die Gruppe beschäftigt rund 100 Mitarbeitende, davon rund 30 in Rolle.

Das Unternehmen wurde bereits 1887 gegründet und produzierte über Jahre in erster Linie Alpin- und Langlaufski. Ab 1984 hat sich Nidecker zu einer Snowboardmarke entwickelt, die auch Schlitten, Langlauf- oder Wasserski herstellt. Die Gruppe verkauft pro Jahr mehr als 500'000 Produkte. (awp/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Namenloses Elend 17.10.2018 16:10
    Highlight Highlight Hoppla, die Firma gibts seit 1887 und sie produziert seit 1912 Skis? Ok, krass, dachte die sind irgendwann in den 90er auf den Snowboard Hype aufgesprungen. Wieder was gelernt 😅
  • Chääschueche 17.10.2018 12:58
    Highlight Highlight Ein bisschen stossend auf der Homepage finde ich folgenden Satz:

    "Durch die Lage unserer Fabrik im Herzen der Schweiz hat unser Design-Team einige der besten Berge der Welt direkt vor der Haustür "

    Daraus lese ich ab, dass die Produkte "Made in Switzerland "sind. Sind es aber nicht wenn man eurem Artikel glauben kann...

    Aber natürlich trotzdem sehr gut, dass es noch Familienunternehmen in der Schweiz gibt die nicht aufgekauft wurden.

    Btw: Lantal ist da auch ein gutes Beispiel. (kennt keiner...ist aber Weltmarktführer im Bereich Flugzeugsitze)


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