DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Iiihh, Gemüse. bild: shutterstock

Weil Wissen bekanntlich Macht ist: So lassen sich Jugendliche zu gesünderem Essen überzeugen



Speziell auf sie zugeschnittene Ernährungskampagnen sind bei Jugendlichen wirksamer – zumindest ein bisschen. Einer amerikanischen Studie zufolge wirken jugendliche Werte eher als Informationen über gesunde Ernährung.

Man müsse an Werte appellieren, die bei Heranwachsenden besonders stark ausgeprägt sind – beispielsweise soziale Gerechtigkeit, schreiben US-Psychologen um Christopher Bryan von der University of Chicago (Illinois, USA) in der Fachzeitschrift «PNAS». Generelle Informationen über gesundes Essen bringen den Forschern zufolge wenig.

epa04841258 US First Lady Michelle Obama eats lunch with the winners of the 2015 Healthy Lunchtime Challenge during the Kids State Dinner in the East Room of the White House in Washington, DC, USA,10 July 2015. The annual nationwide recipe challenge for kids promotes cooking and healthy eating.  EPA/SHAWN THEW

Auch First Lady Michelle Obama setzt sich für gesündere Ernährung ein.  Bild: SHAWN THEW/EPA/KEYSTONE

Sie hatten Achtklässlern aus Texas Texte gegeben, in denen Methoden der Lebensmittelindustrie angeprangert werden –beispielsweise, dass sie auf Verpackungen den Anschein erweckt, ungesunde Lebensmittel seien gesund. Bei einer kleinen Schulfeier kurz darauf griffen diese Schüler ein bisschen seltener zu ungesunden Lebensmitteln und Getränken als ihre Altersgenossen, die allgemeiner oder gar nicht informiert wurden.

Jugendliche Werte ansprechen

«Eine wesentliche Einschränkung der aktuellen Theorien in der Verhaltensforschung ist ihre Unfähigkeit, Strategien zu bieten, die internalisierte Veränderungen bei jugendlichen Ernährungsvorlieben hervorbringen», schreiben die Forscher. Psychologische Vorgehensweisen, die bei Kindern fruchteten, blieben bei Pubertierenden erfolglos. Deshalb entschieden sich Bryan und seine Kollegen dafür, spezifisch jugendliche Werte anzusprechen.

Ihre Versuche führten die Psychologen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren an Schülerinnen und Schülern der achten Klasse einer Middle School (Mittelschule) in Texas durch. Insgesamt waren 536 Jugendliche beteiligt.

Ein Teil von ihnen sollte Zusammenfassungen von journalistischen Texten lesen. In den Artikeln ging es um Methoden der Lebensmittelindustrie: dass sie Produkte herstellt, die ein gewisses Suchtpotenzial haben, oder dass sie mit ihrer Werbung vor allem Kinder und arme Menschen ansprechen will. Ein weiterer Teil der Schüler erhielt neutrale Informationen über Gesundheit und Ernährung, einige Schüler bekamen keine Infos zu dem Thema.

Artikel zeigten Wirkung

Per Fragebogen fanden die Forscher heraus, dass die journalistischen Artikel Wirkung zeigten: Die Schüler, die sie gelesen hatten, stimmten unmittelbar danach in höherem Masse als die übrigen Schüler Aussagen wie den folgenden zu: «Wenn ich gesund esse, fühle ich, dass ich die Kontrolle über meine Ernährungsgewohnheiten übernehme.»

Auch den Aussagen «Wenn ich gesund esse, trage ich meinen Teil dazu bei, Kinder zu schützen, die von Lebensmittelunternehmen gesteuert werden.» – «Ich respektiere gesunde Esser mehr als ungesunde Esser.» stimmten sie mehr zu. Der erste Satz spricht die Autonomie gegenüber Erwachsenen an, der zweite die soziale Gerechtigkeit und der dritte den sozialen Status.

Ein bisschen gesünder

Die Nagelprobe aber war einen Tag nach der Befragung eine kleine Feier, bei der sowohl eher ungesunde Lebensmittel und Getränke wie Kekse und Softdrinks sowie eher gesunde wie Obst und Wasser angeboten wurden. Die Feier war Wochen zuvor vom Schuldirektor angekündigt worden, damit die Schüler keinen Zusammenhang mit den Befragungen vermuteten.

Dabei wählten die Jugendlichen, die die journalistischen Artikel gelesen hatten, im Durchschnitt 2.13 ungesunde Portionen, die übrigen Schüler jedoch 2.3. Hingegen machte es keinen Unterschied, ob Schüler allgemeine Informationen über Gesundheit und Ernährung oder gar keine erhalten hatten. (gin/sda/dpa)

Apropos ungesundes Essen: «Pizza-Suppe» und andere Food-Kombinationen, die schlicht doof sind

Food! Essen! Yeah!

Wenn du auch nur 10/14 in diesem fiesen Food-Quiz schaffst, bist du richtig gut imfall

Link zum Artikel

Ich habe mein erstes 1970er- Kochbuch gefunden und probiere nun ein paar Rezepte

Link zum Artikel

Dieses uralte Pasta-Rezept hat nur 4 Zutaten und ist der HAMMER

Link zum Artikel

Wie Baja Fish Tacos zu meinem Lieblings-Quarantäne-Rezept wurde

Link zum Artikel

Ihr alle müsst sofort Pasta alla Norma kochen. Weil geil. 🍆🍆🍆

Link zum Artikel

Was es mit dem Sriracha-Kult auf sich hat (und weshalb dieser völlig gerechtfertigt ist)

Link zum Artikel

Wir vermissen dich, Anthony Bourdain! Kochen wir dir zu Ehren ein paar deiner Rezepte

Link zum Artikel

Heikler Esser? Wie viele dieser «unbeliebten» Speisen magst du? Mach' das Quiz!

Link zum Artikel

Wie viele dieser europäischen Spezialitäten kennst du? Mach' das Foodie-Quiz!

Link zum Artikel

Was die watsons so in ihrer Quarantäne-Cuisine auf die Teller zaubern

Link zum Artikel

Ihr habt uns gesagt, was bei euch im Vorratsschrank ist: Hier kommen die Rezepte dazu

Link zum Artikel

Zeig' uns deinen Vorratsschrank und wir sagen dir, was du kochen sollst

Link zum Artikel

Das sind sie: Baronis Basic-Tipps für einen besseren Pasta-Alltag

Link zum Artikel

15 Rezepte, die du als Erwachsener beherrschen solltest

Link zum Artikel

Sagt mal, bin ich hier der Einzige, der Brunch doof findet?

Link zum Artikel

Millenials werden in diesem Retro-Food-Quiz so was von abkacken ... und du?

Link zum Artikel

Ich war am Cooper's Hill Cheese Rolling ... und OMG, WAR DAS GEIL

Link zum Artikel

Superfood ist gar nicht so super wie ihr alle tut

Link zum Artikel

Sorry, liebe Vegetarier, Parmesan ist nun mal NICHT vegetarisch

Link zum Artikel

Meine Tochter (10) hat den superveganen Gutmenschburger getestet und meint ...

Link zum Artikel

Schweizer Gerichte, die die Welt nicht versteht

Link zum Artikel

Du achtest auf Kalorien? Schön. Möchtest du nun Avocado oder Nutella?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Herpes und rote Ohren: Geimpfte melden skurrile Nebenwirkungen der Astrazeneca-Impfung

Die Britische Gesundheitsbehörde analysiert den Impfstoff von Astrazeneca und sammelt die gemeldeten Nebenwirkungen. Die Meldungen umfassen mittlerweile 63 Seiten – doch die Liste ist eher unterhaltend als beängstigend.

Über den Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca wird zurzeit rege diskutiert. Immer mehr Länder setzen den Impfstoff aus, weil Thrombose-Fälle im Zusammenhang zur Impfung gemeldet wurden. In Grossbritannien impft man derweil weiter.

Da sich der Impfstoff noch in der Notfallzulassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) befindet, registriert die britische Gesundheitsbehörde alle gemeldeten Nebenwirkungen. Mittlerweile füllen diese 63 Seiten.

In England sind bis jetzt über 11 Millionen …

Artikel lesen
Link zum Artikel