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IBM-Ingenieure arbeiten mit einem System-360-Grossrechner, der auch zur elektronischen Datenverarbeitung in Banken genutzt wurde. Die Software wurde ab den 1960er-Jahren meist in der Programmiersprache COBOL geschrieben.
bild: ibm

Warum Banken IT-Veteranen aus dem Ruhestand zurückholen

Obwohl es längst modernere Programmiersprachen gibt, ist Cobol aus grossen Banken nicht wegzudenken. Nun holen Banken IT-Rentner zurück ins Berufsleben. Sie sollen ein immer drängenderes Problem lösen.

18.04.17, 11:13

Bill Hinshaw verbringt seinen Ruhestand etwas anders als der Durchschnittsrentner. Der 75-jährige Grossvater von insgesamt 32 Enkeln und Urenkeln ist zwar auch bei seiner Familie. Das Arbeiten aber kann er nicht lassen. Er hilft amerikanischen Unternehmen dabei, ihre Computersysteme am Laufen zu halten.

Sein Alter ist dabei kein Nachteil. Im Gegenteil: Hinshaw erlernte das Programmieren in den 1960er Jahren, als ein Computer so gross wie ein Zimmer war und mit Lochkarten arbeitete. Der Unternehmer gehört zur immer kleiner werdenden Zahl von Experten für die Programmiersprache Cobol.

Obwohl es längst modernere Sprachen gibt, ist Cobol aus grossen Banken, Konzernen und Teilen der US-Regierung nicht wegzudenken. Denn die leistungsfähigen Computersysteme der Firmen und Behörden wurden oft in den 1970er oder 1980er Jahren aufgebaut und nie ganz ersetzt.

Vor allem für die Finanzbranche hat die Uralt-Programmiersprache eine grosse Bedeutung. Täglich werden Transaktionen mit einem Volumen von schätzungsweise drei Billionen Dollar über Cobol-Systeme abgewickelt. Dabei geht es um Girokonten, Kartennetze, Geldautomaten und die Abwicklung von Immobilienkrediten.

Weil die Banken aggressiv auf eine Digitalisierung ihres Geschäftes setzen, wird Cobol sogar noch wichtiger. Denn Apps für Smartphones etwa sind in modernen Sprachen geschrieben, müssen aber mit den alten Systemen harmonieren. In solchen Fällen kommen Hinshaw und andere Experten ins Spiel.

Neue Firma Cobol Cowboys statt Ruhestand

Vor ein paar Jahren wollte der 75-Jährige aus Nordtexas seine IT-Firma eigentlich schliessen und in den Ruhestand gehen. Aber seine früheren Kunden riefen immer wieder an und wollten Hilfe. Im Jahr 2013 gründete Hinshaw schliesslich eine neue Firma namens Cobol Cowboys, die Kontakte zwischen Konzernen und Experten vermittelt.

Erfahrene Cobol-Programmierer können mehr als 100 Dollar in der Stunde verdienen, wenn sie Fehler beseitigen, Handbücher neu schreiben oder dafür sorgen, dass die alten Systeme mit den neuen zusammenarbeiten. Für Konzerne ist das allemal billiger, als die alten Systeme ganz aufzugeben – was ohnehin riskant wäre.

Der frühere Barclays-Chef Antony Jenkins sagt, für Geldinstitute gehe es nicht nur darum, dass es immer weniger Spezialisten gebe. Die heutigen Grosskonzerne sind oft das Ergebnis etlicher Firmenfusionen. «Es ist unheimlich komplex», sagt Jenkins, der heute neue IT-Systeme an Banken verkauft. «Die alten Systeme der verschiedenen Generationen haben mehrere Ebenen und sind oft stark miteinander verwoben.»

An eine Systemumstellung denken manche Bankmanager deswegen nur mit Grauen. Ihr Albtraum ist, dass dabei ein Fehler unterläuft und Millionen Kundendaten verschwinden. Zugleich wissen die Verantwortlichen, dass sie nicht ewig auf eine Expertengeneration setzen kann, die irgendwann ausgestorben ist.

Ausbildung für junge IT-Experten

IBM – ein Pionier im Bereich der Mainframe-Computer – sieht die Zukunft weniger schwarz. Der US-Konzern bildet junge IT-Spezialisten in Cobol aus und hat nach eigenen Angaben innerhalb von zwölf Jahren mehr als 180'000 Entwickler geschult. «Nur weil eine Sprache 50 Jahre alt ist, heisst das nicht, dass sie schlecht ist», sagt Mitarbeiterin Donna Dillenberger.

Cobol-Veteranen wie Hinshaw argumentieren jedoch, dass es nicht reiche, die Sprache zu beherrschen. Einzelne Systeme sind sehr unterschiedlich, und die Programmierer hinterliessen in den Frühtagen nur selten Handbücher. Das erschwert heute die Fehlerbehebung.

In den USA beginnen Banken nur langsam damit, Systeme komplett auf modernere Sprachen umzustellen. Dabei können sie von Erfahrungen im Ausland lernen. So löste die Commonwealth Bank of Australia ihr zentrales System 2012 mit Hilfe der Unternehmensberatung Accenture und dem deutschen Softwarekonzern SAP ab.

Viel Geld

Letztlich dauerte die Umstellung fünf Jahre und kostete mehr als eine Milliarde australische Dollar (rund 760 Millionen Franken). Einen ähnlichen Schritt hat die schwedische Bank Nordea bis 2020 vor sich.

Bis es für andere Institute soweit ist, müssen sie frühere Angestellte reaktivieren – obwohl deren Wissen einst als überflüssig eingeschätzt wurde. So berichtet ein Cobol-Programmierer, er sei 2012 entlassen worden. Stattdessen sollten jüngere und billigere Angestellte mit einer Ausbildung in neueren Sprachen seinen Job übernehmen.

Zwei Jahre später kam er als Freischaffender in dieselbe Firma zurück, weil die Manager auf unerwartete Probleme gestossen waren. «Die Rückbeorderung in die Bank war für mich wie eine Ehrenrettung», sagt der Experte.

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(oli/sda/reu)

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  • sheep 18.04.2017 18:50
    Highlight Nicht nur die IBM sondern z.B. auch die UBS bildet jedes Jahr junge Leute auf COBOL aus (Applikationsentwickler-Lehre sowie Way-Up). Wie deren Berufschancen ausserhalb der Bankenwelt aussehen, weiss ich jedoch nicht.
    0 0 Melden
    • Flowaningo 19.04.2017 17:36
      Highlight aus eigener Erfahrung: 👎☹️
      0 0 Melden
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  • Flowaningo 18.04.2017 15:15
    Highlight COBOL ist auch Heute noch im Einsatz bei den CH-Banken. Nicht nur weil es extrem teuer ist die Systeme zu ersetzen, sondern auch, weil COBOL für Mainframes optimiert ist und dort wesentlich performanter läuft als z.B. Java. Dies spart Rechenzeit ein, was für Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresendverarbeitungen sehr wichtig ist. Diese sind zeitkritisch und COBOL ermöglicht eine schnelle Verarbeitung.
    Jede Programmiersprache hat ihre individuellen Vor- und Nachteile. Cobol zeigt seine Stärken bei Finanztransaktionen, dafür wurde sie erfunden. Cobol = COmmon Business Oriented Language.
    4 1 Melden
    • Tsunami90 18.04.2017 16:21
      Highlight Das erinnert mich an meine Microcontroller tage. In C programmieren, durch den compiler jagen, feststellen das dir einige kb speicher fehlen und anschliessend den assembler code optimieren. Die Hochsprachen Java und dergleichen mögen ja alle super mächtig sein, aber sie sind verdammt ineffizient.
      4 0 Melden
    • Dude 24.04.2017 20:41
      Highlight <klugscheiss>C ist auch eine Hochsprache</klugscheiss>
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  • Turbi 18.04.2017 14:34
    Highlight Ja es gibt halt noch viele "alte Hüte". OpenVMS, Unix, DECrdb, PL/1, Cobol, Fortran. Hochverfügbar, zuverlässig sind nur zwei Attribute. Auch Router werden noch vielfach per Kommandozeile gemanagt.
    Das alles ist nichts für PC-Bubis. Gefragt sind da grundlegende IT-Kenntnisse und die sind bald nur noch bei der älteren Generation vorhanden.

    Turbi ein alter Sysadmin
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  • pedrinho 18.04.2017 14:02
    Highlight COBOL - rofl
    RPG ist tot, lang lebe RPG ;)
    2 1 Melden
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  • oxoxo 18.04.2017 13:36
    Highlight Nicht nur in Banken auch bei Versicherungen sind alte Hostsysteme immer noch in der Schweiz im Einsatz. Aussen Hui, hinten Pfui. Ganze Kundendatenstämme mit Transaktionen hängen an diesen alten Systemen. Firmen mit mehren Hundert bis Tausenden Angestellten. Am Ende hängt alles an zwei bis vier Systementwicklern aus der guten alten Zeit, welche sich noch glücklich schätzen dürfen, wenn sie sich nicht zu den schlechtest bezahlten Angestellten der Firma zählen dürfen.
    12 3 Melden
    • bokl 18.04.2017 14:35
      Highlight Eher umgekehrt. Aussen pfui, hinten hui. Bezüglich Leistung ist der Mainframe immer noch unerreicht. Und auch bezüglich Sicherheit ist er gegenüber Windows-, Linux- oder Was-Auch-Immer-Systemen im Vorteil.

      Der Mangel an Mainframe-Entwicklern ist ein klassischer Managementfehler. Wäre aber relativ einfach zu beheben:

      1. Aktive Entwickler anständig bezahlen
      2. Systeme vor Ort entwickeln / warten
      3. Selber Nachwuchs ausbilden

      Alles keine Hexerei. Aber halt auch nicht gratis. Aber einen Ferrari zum Preis eines Dacia gibt es halt nur in der Theorie.
      4 2 Melden
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  • Scaros_2 18.04.2017 12:27
    Highlight Es erstaunt in keiner Weise. Solche Systeme kann man nicht einfach ersetzen, aber gleichzeitig erachtet es niemand mehr für nötig, diese alten Sprachen (ja Alt im Kontext) zu lehren. Auch in heutigen Studiengänge zu Informatik etc. sind das nur kleine Phrasen während die ganze Welt die Leute auf Java, Javascript etc. pusht mit dem Argument "Ja ist die wichtigste Sprache". Gleichzeitig muss man aber auch sagen. Dozenten, die COBOL lehren können, sind genau so rar. Wären ja auch Rentner.
    10 4 Melden
    • achtbit 18.04.2017 13:04
      Highlight Nuja Java eignet sich halt einfach sehr gut um die Grundmaterie zu lernen.

      Weitere Sprachen wird man so oder so lehren müssen mit der Zeit. Man muss sich halt entscheiden in welche Richtung man gehen will.

      Direkt in einem Studium auch noch Cobol zu lernen finde ich nicht sinnig.
      10 2 Melden
    • Firefly 18.04.2017 14:49
      Highlight "Solche Systeme kann man nicht einfach ersetzen"

      Sollte man aber können. Es empfiehlt sich mit der Zeit zu gehen und sich anzupassen. Wer das nicht tut wird eines Tages vor einem grossen Problem stehen und "aussterben". Es gäbe verschiedene Strategien um alte Systeme abzulösen aber wie immer ist dies eine Investition in die Modernisierung der Infrastruktur. Aber wenn man lieber Boni an Manager auszahlt, anstatt in die Infrastruktur zu investieren, geht das eine Weile lang gut... bis BOOM
      5 2 Melden
    • bokl 18.04.2017 16:00
      Highlight @Firefly
      Wenn man sie sauber wartet, gibt es keinen Grund solche Systeme im Back-End abzulösen. Im Gegenteil.

      Beim Frontend sieht es natürlich anders aus. Es ist aber heute kein Problem, aus einer Smartphone-App auf Daten auf dem Mainframe zuzugreifen.
      2 0 Melden
    • smoe 18.04.2017 18:00
      Highlight Studenten und Lehrlinge sollten programmieren lernen – nicht Programmiersprachen. Alle modernen und verbreiteten Sprachen bauen auf Konzepten, die vor über 40 Jahren entwickelt wurden, auf.

      Für die Ausbildung in spezifischen Programmiersprachen ist aus meiner Sicht die Wirtschaft verantwortlich. Diese hat sich ihre Situation mit einem fehlgeleiteten "never touch a running system" Mantra selbst eingebrockt.

      Hätten die Banken anstatt andauernd Millionenboni auszuzahlen, kontinuierlich investiert in moderneren, strukturierteren COBOL-Code und Ablösung der Hardware, bevor sie sich Ersatzteile auf Ebay zusammenklauben mussten, sähe es heute anders aus.

      So weit ich die Artikel zum Thema, die seit Jahren kursieren, verstehe, ist nicht COBOL das Hauptproblem, sondern die monolithischen, undokumentierten Code-Kartenhäuser, bei denen jede kleine Änderung hochriskant ist.
      3 1 Melden
    • bokl 18.04.2017 19:26
      Highlight @Smoe
      Also zwischen strukturierten (z.B. Cobol) und objektorientierten (z.B. Java) Programmiersprachen gibt es schon Unterschiede. Da sind die Anforderungen beim Lernen zu unterschiedlich. Es braucht verschiedene Ausbildungen. Aber natürlich fällt es danach einfach, den anderen Aproach auch zu verstehen. Aber für den Einstieg, muss man sich zwischen den beiden Varianen entscheiden.
      0 1 Melden
    • smoe 18.04.2017 21:02
      Highlight @Bokl

      Natürlich gibt es grosse Unterschiede. Wenn ich sage Leute sollten programmieren statt Programmiersprachen lernen, meine ich unter anderem ebendiese Unterschiede in den Paradigmen. Aber ob dies nun mit Java oder Smalltalk, LISP oder Scala, C oder Javascript vermittelt wird ist aus meiner Sicht zweitrangig.

      Es kann sinnvoll sein, Sprachen zu wahlen die in der Wirtschaft gesucht werden, solange die Frage "Wie löse ich ein Problem?" wichtiger ist als "Wie löse ich ein Problem in Sprache/Framework X?"
      1 0 Melden
    • bokl 18.04.2017 21:45
      Highlight Bin mit dir einig, wenn du JavaScript nie mehr als Programmiersprache bezeichnest.
      3 1 Melden
    600
  • majcanon 18.04.2017 11:51
    Highlight Wie ist die Situation in der Schweiz? Das wäre doch noch interessant.. Wer weiss was? :)
    21 2 Melden
    • Alnothur 18.04.2017 12:14
      Highlight Hier gibt's auch noch COBOL im Einsatz (zumindest Stand 2013, neueres weiss ich nicht). Da sind dann auch Leute auf Pikett für einen recht anständigen Monatslohn angestellt. (Sprich, anwesend sein müssen die nicht, können eigentlich tun was sie wollen, aber wenn was nicht mehr läuft, müssen sie dafür sorgen, dass es sehr schnell wieder läuft.)
      19 2 Melden
    • Madison Pierce 18.04.2017 12:18
      Highlight Wie es bei den Banken aussieht, weiss ich nicht, aber wohl weltweit ähnlich.

      In der Industrie ist es aber so, dass alte Systeme möglichst lange am Leben erhalten werden, teils mit haarsträubenden Methoden.

      Wobei in der Industrie wohl aktuell wirklich das Geld fehlt. Bei den Banken macht man lieber kurzfristig mehr Gewinn, als in eine langfristige Lösung zu investieren. Das ist ein Problem der kurzfristigen Boni. Was kümmert den CEO die Situation in 10 Jahren?
      8 4 Melden
    • Scaros_2 18.04.2017 12:25
      Highlight Die ist nicht anders. Wir haben solch einen rasantes Tempo in der generellen Digitalisierung an den Tag gelebt und alle glauben, man könne "altes" einfach durch "neues" ersetzen. Wir haben auch 2 Mitarbeiter, die zwischen 70 und 80 liegen, weil wir noch solche Programme haben.
      5 3 Melden
    • de_fuchs 18.04.2017 12:26
      Highlight Ich (23) habe vor wenigen Jahren meine Lehre als Applikationsentwickler (Einsatzgebiet IBM z/OS und COBOL) abgeschlossen. Bei den Grossbanken gibt es sogar Programme für Studienabgänger, um COBOL zu erlernen (Stichwort IT-Way-Up). Lohn ist gut, allerdings könnte es sein, dass die Jobs in den nächsten Jahren nach Polen / Phillipinen ausgelagert werden.

      Gruess, de Fuchs
      9 2 Melden
    • Domino 18.04.2017 12:39
      Highlight Ich kenne einen Cobol-Experten von IBM, der für Schweizer Banken arbeitet. Er steuert gerade auf die Pensionierung zu und ist oft auch neben den Arbeitszeiten auf Abruf bereit. Versagt das System, entstehen schnell Millionenschäden.
      10 2 Melden
    • Alnothur 18.04.2017 12:40
      Highlight Software für ein zentrales Mainframe ist schweineteuer und hat sehr hohe Sicherheitsanforderungen. Das macht man nicht eben mal schnell neu, vor allem, weil neue Software auch immer viele bunte neue Sicherheitslücken hat. Kompatibilität zur ganzen darauf aufbauenden Software noch nicht mal miteinbezogen. Never Change A Running System.
      9 2 Melden
    • Scaros_2 18.04.2017 12:52
      Highlight Das grösste Problem, das mit Mainframesysteme heute besteht, wenn es Richtung COBOL etc. geht, ist einfach der Umstand, dass die Entwickler von früher in vielen Dingen ihren "eigenen Stempel" aufgedrückt haben und niemand - wirklich niemand eine Ahnung hat, was genau das jetzt ist. Man kann zwar "mutmassen", was er "dachte", aber geh mal das Risiko ein ^^. Zum Vorstellen. Das ist wie wenn man vor einer Schalttafel steht und jeder Hebel ist zwar beschriftet und ab und zu steht noch ein "könnte" dazu. :D
      11 2 Melden
    • dtk 18.04.2017 13:38
      Highlight UBS wollte mittels "Sponsoring" die ETH dazu bewegen, COBOL statt einer neueren Sprache im Informatik-Studiengang zu unterrichten. Soweit ich weiss ist die ETH nicht drauf eingegangen.
      5 2 Melden
    • Kopold 18.04.2017 14:05
      Highlight Haha, ich hab mit de_Fuchs gelernt :D
      Jep, ist immer noch weit verbreitet.
      2 1 Melden
    • Domino 18.04.2017 17:13
      Highlight War diese Cobol-Programmiersprache nich einer der Hauptgründe, dass man vor dem Millenium (Jahrtausendwechsel) Angst hatte?
      1 2 Melden
    • pumpkin42 18.04.2017 20:39
      Highlight Kredit- und Debitkartentransaktionen sowie Wertschriftendienstleistungen laufen grösstenteils auf Hochverfügbarkeitssystemen und sind in Cobol geschrieben. Die Ablösung ist auf lange Frist noch nicht in Sicht. Das Interbankclearing hingegen ist erfolgreich durch ein verteiltes System abgelöst worden - es geht also schon, ist aber extrem komplex und riskant.
      0 0 Melden
    • dä dingsbums 19.04.2017 02:00
      Highlight @Domino: Nein, Cobol war nicht der Grund für die Milleniums-Hysterie.
      Man hatte früher, als der Speicher knapp war und es auf jedes Bit ankam, beim Datum nur die zweistellige Jahreszahl verwendet um Speicher zu sparen. Niemand wusste damals, was passieren würde, wenn nach dem Jahr (19)99 die 00 käme.

      0 0 Melden
    • Domino 19.04.2017 06:33
      Highlight Ja, das war mir auch klar. Nur ist es schwieriger dies bei einem alten und seit jahrzehnten laufendem System zu ändern als bei neueren. Die Devise heisst doch: Never change a running System...
      Gerade für Banken und Aktienmärkte scheint Cobol eine ernorme Bedeutung zu haben. Der Cobol-Experte hat mir mal gesagt es gibt wichtige Programcodes die seit 40-50 Jahren nicht geändert wurden und essenziell für den Zahlungsverkehr sind.
      Bin schon gespannt auf das nächste Treffen mit ihm um mehr über solche Hintergründe zu erfahren...
      0 0 Melden
    600
  • bokl 18.04.2017 11:27
    Highlight Also wer für nur 100 Dollar/Stunde als Cobol-Nothelfer arbeitet ist selber Schuld. Den SAP-Consultants werden 2-3 Tsd / Tag in den Hintern geschoben. Da möchte ich doch als Helfer in der Not mindestens gleich viel kassieren.
    63 3 Melden
    • achtbit 18.04.2017 11:45
      Highlight Absolut 100.-/h ist doch eindeutig zu wenig auch für Amerikanische Verhältnisse...

      Aber so kann man halt die Renter ausbeuten XD
      31 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 18.04.2017 11:58
      Highlight Gier, Raffen und Geld horten...... Der Tanz um das goldene Kalb geht weiter.....

      Wollen, haben, kaufen.......... Gierig bis zum Tod..
      5 27 Melden
    • MissSophia 18.04.2017 12:09
      Highlight In den USA sind aber 100$/h ganz schön viel mehr Geld als in der Schweiz
      12 2 Melden
    • dä dingsbums 18.04.2017 14:12
      Highlight 100$/h ausbezahlt wäre doch schon ganz anständig.

      Ich wurde auch schon für 180CHF/h für Projekte verrechnet, aber mein Lohn war nicht mal ein Drittel davon.
      10 1 Melden
    • zzZüri 18.04.2017 16:56
      Highlight Ich wird mit kanpp 150.-/h verrechnet. Keine 6k Lohn im Monat ;-)

      1 0 Melden
    • bokl 18.04.2017 19:06
      Highlight @zzZüri
      Und worüber beklagst du dich genau?
      0 0 Melden
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