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Markige Worte vom UN-Kommissar: «Aleppo-Luftangriffe sind Kriegsverbrechen»

Publiziert: 21.10.16, 18:13

Video: reuters.com

Bei einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf hat Menschenrechtskommissar Seid Ra'ad al Hussein das Bombardement und die Belagerung der syrischen Stadt Aleppo als Kriegsverbrechen gebrandmarkt. Es handele sich «um Verbrechen historischen Ausmasses», sagte al Hussein am Freitag in einer per Video zum übertragenen Rede.

«Auch oppositionelle Gruppen schiessen zwar weiterhin mit Mörsern in die Wohngebiete West-Aleppos. Aber für den weitaus grössten Teil der zivilen Opfer sind die Luftangriffe der Regierungstruppen und ihrer Alliierten verantwortlich. Diese Angriffe stellen Kriegsverbrechen dar.»

Das kollektive Versagen der internationalen Gemeinschaft Zivilisten zu schützen und dieses Blutvergiessen zu stoppen, sollte jeden Einzelnen von uns bis in die Träume verfolgen.

Um die ehemalige Handelsmetropole im Norden Syriens wird seit Monaten besonders heftig gekämpft, die Situation der Bevölkerung ist katastrophal. Neben der Regierung in Damaskus wird auch Russland für Luftangriffe verantwortlich gemacht.

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Einen Tag nach Beginn einer Feuerpause in Aleppo müssen die Bewohner der umkämpften Millionenstadt im Norden Syriens laut den Vereinten Nationen weiter auf Hilfe warten. Es fehlten Sicherheitsgarantien und Unterstützung vor Ort, um Kranke und Verwundete aus der Stadt zu bringen, sagte ein UNO-Sprecher am Freitag in Genf.

Die syrische Regierung erklärte hingegen, sie habe grünes Licht gegeben. Sie habe auch Busse und Krankenwagen bereitgestellt, hiess es von der syrischen Regierung in Damaskus. Aber Angriffe von Aufständischen auf die ausgewiesenen Wege behinderten die Transporte. Die Lage der Bevölkerung in Aleppo ist katastrophal, nachdem die Luftangriffe vor der Feuerpause noch zugenommen hatten.

Mehr als 250'000 Menschen sollen nach UNO-Angaben im belagerten Osten Aleppos eingeschlossen sein. Obwohl die Europäische Union Russland dafür mit verantwortlich gemacht hat, konnten sich die 28 Mitgliedsstaaten nicht auf Sanktionen einigen. (sda/reuters.com)

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Immer auf dem neusten Stand. Besticht mit sympathischem, intelligentem Witz!
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  • Marcelo 21.10.2016 21:38
    Highlight Woher hat der Menschenrechtskommissar die Zahlen (Quellen)? Hat er irgendwelche Beweise vorgelegt, dass Zivilisten absichtlich beschossen werden? Auch wenn es traurig klingt, aber ungewollte Kollateralschäden sind kein Kriegsverbrechen. Es sollten zumindest ein paar Fakten präsentiert werden, wenn man solche Anschuldigungen bringt. Insbesondere er selbst aus der jordanischen Diktatorenfamilie stammt und daher nicht wirklich neutral ist. Was heisst zudem Eingreiffen der internationalen Gemeinschaft? Dass die NATO auch den Rest des Landes zerbomt? Über 2 Mio Menschen leben allein in Westaleppo.
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  • Profotos 21.10.2016 21:01
    Highlight Dann lasst Bush für seine Kriegsverbrechen im Irak einsperren... wäre mal ein Anfang!
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  • Spooky 21.10.2016 19:10
    Highlight "Das kollektive Versagen der internationalen Gemeinschaft Zivilisten zu schützen und dieses Blutvergiessen zu stoppen, sollte jeden Einzelnen von uns bis in die Träume verfolgen."

    So weit kommt's noch! Ich als Sozialfall soll also für das Versagen der internationalen Gemeinschaft verantwortlich gemacht werden und dafür bis in meine Träume verfolgt werden!!! Geht's eigentlich noch! Ich habe mit dem Krieg und seinen Opfern in Syrien nichts zu tun. Geht auf die Waffenproduzenten los, nicht auf mich!
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    • Lorent Patron 21.10.2016 19:39
      Highlight Vielleicht war es gar nicht so gemeint, dass jeder Einzelne gleichermassen dafür verantwortlich sei. Er nannte nur "das kollektive Versagen der Gemeinschaft" als Ursache. Da ist keine weitere Schuldzuweisung.

      Ich verstehe es eher so: Es betrifft uns alle, und daher muss sich jeder Einzelne davor fürchten, wenn die (seine) Gemeinschaft versagt und (ihm und allen anderen) keinen Schutz mehr gewährleisten kann.

      Das Versagen der Zivilgesellschaft führt vermutlich nicht in eine kultivierte und friedliche Welt, sondern doch vielmehr in einen fürchterlichen Albtraum. Das sollte uns verfolgen.
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