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Die Sterbehilfe in der Schweiz steht vor einem Quantensprung – ob Gott was dagegen hat?

Neue Standards sollen Ärzten bei der Entscheidung helfen, wie sie sterbewillige Patienten unterstützen können.



Themenbild zur Sterbehilfe, Euthanasie. Haende einer Patientin und eine Rose im Spital Uznach, gestellte Aufnahme vom 6. Dezember 2001. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) === MODEL RELEASED ===  : DIA, Mittelformat]

Freitodbegleitung soll erleichtert werden. Bild: KEYSTONE

Die Akademie der Medizinischen Wissenschaft (SAMW) will die Ethikrichtlinien für ärztliche Sterbehilfe lockern. Neue Standards sollen Ärzten bei der Entscheidung helfen, ob und wie sie sterbewillige Patienten unterstützen wollen oder sollen.

Die Richtlinien, die in die Vernehmlassung gehen, zeigen auf, in welchen Situationen die Freitodbegleitung vertretbar ist. Danach müssen Patienten urteilsfähig sein und ihr Suizidverlangen gut überdacht haben. Ausserdem dürfen sie keinem äusseren Druck ausgesetzt sein.

Eine Lockerung und liberale Haltung bringen die Richtlinien auch bei den Voraussetzungen zur Sterbehilfe. So sollen Ärzte nicht nur todkranke Patienten im letzten Stadium beim Sterben unterstützen dürfen, sondern auch Menschen mit schweren Krankheiten wie massive Depressionen oder einem chronischen neurologischen Leiden. Sogar der Altersfreitod von Patienten mit mehreren Gebrechen soll möglich werden.

Sollten diese neuen ethischen Richtlinien umgesetzt werden, wäre dies ein Quantensprung bei der Sterbehilfe.

Für Gegner der Freitodbegleitung, die sich aus christlich-moralischen Gründen dagegen wehren, sind diese Standards des Teufels. Nur Gott darf über Leben und Tod entscheiden, argumentieren sie. Sterbebegleitung ist für sie wie Abtreibung eine Todsünde. Menschen dürfen ihrer Meinung nach nicht in Gottes Handwerk pfuschen.

Die religiöse Argumentation ist scheinheilig. Sollte Gott für das Leben zuständig sein, so verantwortet er auch das unsägliche Leid, das viele Menschen erdulden müssen. Da müssen sich fromme Christen nicht wundern, dass leidende Menschen ohne Lebensqualität und Zukunftsperspektive nur noch einen Wunsch haben: So schnell wie möglich zu sterben, ohne Gott um Erlaubnis zu fragen.

**File** Ein Pfleger massiert am 25. Oktober 2007 in einem Seniorenzentrum in Stuttgart die Hand einer alten Frau. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am Freitag, 25. Juni 2010, ein Grundsatzurteil zur Sterbehilfe gefaellt. Demnach ist der Abbruch der lebenserhaltenden Behandlung nicht strafbar, wenn dies dem erklaerten Willen des Patienten entspricht. Damit sprach der BGH einen Rechtsanwalt frei, der seiner Mandantin geraten hatte, den Schlauch fuer die kuenstliche Ernaehrung ihrer Mutter zu durchtrennen, um ihr ein wuerdiges Sterben zu ermoeglichen. (AP Photo/Thomas Kienzle)   ---  ** FILE ** A nurse massages the wrist of an old woman in an old people's home in Stuttgart, southwestern Germany, Thursday, Oct. 25, 2007. (APN Photo/Thomas Kienzle)

Würdiges Sterben durch Freitodbegleitung. Bild: keystone

Es gibt aber auch weltliche Gründe, den Sterbewunsch von leidenden Menschen zu erfüllen. Zum Beispiel die Selbstbestimmung. Diese ist das ganze Leben hindurch ein entscheidender Faktor, der geistige Autonomie und Würde garantiert. Und der wichtig ist für eine erfolgreiche Lebensgestaltung. Persönlichkeiten zeichnen sich dadurch aus, dass sie selbstbestimmt durchs Leben gehen.

Doch ausgerechnet diese Werte sollen in der letzten Lebensphase nicht mehr gelten? Die Gegner der Freitodbegleitung verweisen gern auf die Palliativmedizin, die leidenden Menschen erfolgreich die Schmerzen nehmen könne. Das stimmt nicht absolut. Es gibt aggressive Krebserkrankungen, bei denen selbst Morphinpräparate nur bedingt wirken.

Ausserdem verabreichen Palliativmediziner oft derart starke Dosen an Schmerzmitteln, dass die todkranken Patienten völlig sediert sind und apathisch vor sich hinvegetieren. Diese Medikamente beschleunigen das Ableben in vielen Fällen. Da ist der Unterschied zur Freitodbegleitung nicht mehr sehr gross. Palliativmedizin ist oft Sterbebegleitung in Raten.

Spielt es denn eine Rolle, ob ich bei guter Lebensqualität 85 Jahre werde oder noch ein paar Monate unwürdig ausharre?

Das Lebensende kann sehr entwürdigend sein. Wir zerfallen körperlich und geistig und verlieren die Kontrolle über das Leben und unseren Körper. Bei einer schweren Demenz werden manche Patienten aggressiv, das Hirn zerbröselt, sie erkennen ihre Kinder nicht mehr, scheissen in die Hosen und können nicht mehr selbständig essen.

Dies möchte ich dem Pflegepersonal, meinen Angehörigen und mir unter allen Umständen ersparen. Was kann daran so falsch sein?

Spielt es denn eine Rolle, ob ich bei guter Lebensqualität 85 Jahre werde oder noch ein paar Monate unwürdig ausharre?

Freitodbegleitung kann dramatische Suizide verhindern

Ein weiterer Grund spricht für die Freitodbegleitung. Sie kann mithelfen, schreckliche Suizide zu verhindern. Man denke nur an den Anblick von Angehörigen, deren Kopf von einer Pistolenkugel zerfetzt ist, die sich vor den Zug geworfen haben oder die von einer Brücke gesprungen sind. Ganz abgesehen davon, dass die Betroffenen durch die Hölle gegangen sind.

Das Hauptargument der Gegner: Wenn die Hürden zur Freitodbegleitung kleiner werden, wächst der Druck auf alte und kranke Leute, aus dem Leben zu scheiden. Und irgendwann könnten auch pekuniäre Argumente eine Rolle spielen, sagen sie: Die Pflege alter, kranker Patienten sei nicht mehr finanzierbar oder fresse das Erbe der Nachkommen auf, weshalb sich alte Menschen verpflichtet fühlen könnten, freiwillig aus dem Leben zu scheiden.

Diese Argumente sind kaum stichhaltig. Die Gegner vergessen, dass es eine gehörige Portion geistige Kraft und Mut braucht, das wochenlange Prozedere der Vorbereitung durchzustehen und letztlich das tödliche Pentobarbital zu schlucken. Kraft und Mut, die kranke und geschwächt alte Menschen selten aufbringen.

Nur wenige haben am Ende des Lebens die Kraft, freiwillig aus dem Leben zu scheiden

Ich bin deshalb überzeugt, dass nur eine verschwindend kleine Prozentzahl der todkranken und lebensmüden Patienten noch über diese Courage und Energie verfügt.

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Energie und Vehemenz die Gegner der Freitodbegleitung für ihr Anliegen kämpfen. Würden sie diesen Einsatz in armen Ländern mit Armut und einer schlechten Gesundheitsversorgung leisten, könnten sie das Leben von vielen Kindern und jungen Leuten retten, die die Zukunft noch vor sich haben.

PS: Ich bin Mitglied des Patronatskomitees der Sterbehilfeorganisation Exit. Ich habe aber schon vor der Übernahme dieses Amtes die Ansicht vertreten, dass die Sterbehilfe bei unerträglichem Leiden und unheilbaren Krankheiten, die die Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen, sinnvoll sein kann.

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Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hypatia 27.11.2017 11:33
    Highlight Highlight Euthanasie, Einäscherung, lebensunwertes Leben. Erinnern wir uns noch, woher wir das kennen? - Genau.

    Und damit wir dagegen gewappnet sind, sprechen wir floskelhaft den Euphemismus nach: "Ausserdem dürfen sie keinem äusseren Druck ausgesetzt sein."

    Der äussere Druck ist doch schon längst da, noch bevor sie je daran gedacht haben, getötet werden zu wollen.

    Ein anderes Schlagwort jener Zeit: Ausrottung.

    Diese Gesellschaft will sich nicht mehr mit dem Leiden konfrontieren, sie will es ausrotten. Es ist dieser Wille, der die persönliche Freiheit zu beherrschen sucht.

    6 53 Melden
    • Michael Bamberger 27.11.2017 15:22
      Highlight Highlight Hypatia: "Diese Gesellschaft will sich nicht mehr mit dem Leiden konfrontieren, sie will es ausrotten."

      Warum wohl erinnert Hypatias Passus so sehr an Josemaria Escrivas Hauptwerk "Der Weg", wo der Gründer des Opus Dei, Stilblüten wie z.B. die folgenden zum Besten gab:

      "Gesegnet sei der Schmerz. - Geliebt sei der Schmerz. - Geheiligt sei der Schmerz ... Verherrlicht sei der Schmerz!" (Nr. 208)

      oder

      "Wenn du begriffen hast, dass der Leib dein Feind und Feind der Verherrlichung Gottes ist, weil er deine Heiligung bedroht, warum fasst Du ihn dann so weich an?" (Nr. 227)
      18 1 Melden
    • Pasionaria 27.11.2017 22:17
      Highlight Highlight M. Bamberger
      Zudem muss Hypatia unweigerlich auch grosser Sympathisant der Hexe von Kalkutta sein.
      Sie verweigerte ja bekanntlich auch Schwerkranken in ihren heiligen Haeuser Schmerzmittel und andere wichtige Medikamente, denn ihr Credo war: es soll wie Christus am Kreuz gelitten werden, damit man ihm naeher kommen!!!
      Mehr als typisch: sie selbst hat sich an ihrem Lebensende in den USA mit den modernsten Palliativmethoden behandeln sassen..... wenn das nicht Sch(wein-) heiligkeit ersten Ranges ist!
      25 1 Melden
  • Agnos ~ 26.11.2017 20:32
    Highlight Highlight Für Allemal, was wissen wir dass das Leben zukünftig sinnvoll macht!? Auf jedenfalls kein voreiliges Handeln, wie in einer Wegwerf-Gesellschaft, so lange es noch Aussichten und Hoffnungen gibt. Beim Exit reisst man etwas ab was bisher war, man reisst es heraus aus dem Leben, und der Verlust ist nicht gering. Nun ich bin mittlerweile etwas älter geworden, und habe vergessene Menschen plötzlich wiedergesehen, die mich wieder erkannten. Fragen auf Fragen, verwundert das ihm ihr den andern, jenes und dieses von mir weiss, was bisher geschehen ist, und schon wissen was ich schon vorhabe.
    3 40 Melden
  • Denverclan 26.11.2017 16:04
    Highlight Highlight Beruhigend ist es, zu Wissen, dass wir gar nichts Wissen. Wir haben schlichtweg keinen Plan, Ein Kommen und gehen auf Erden.....das Sterben hat viele Gesichter, wir erleben das täglich...! Eine Antwort werden wir zu Lebzeiten nicht finden und wenn wir gestorben sind gehts weiter oder nicht, vielleicht wissen wir dann gar nicht ob wir gelebt haben....Es wäre wohl nicht schlecht, sich im hier und jetzt, gegenseitig das Leben und den Tod zu erleichtern. Wir haben jeden Tag Zeit dafür, ob mit oder ohne einen Gott. Leben mit allen Sinnen, hier an der Sonne wo kein Krieg herrscht.
    22 0 Melden
  • Pasionaria 26.11.2017 06:30
    Highlight Highlight Die Themen Leben, Familienplanung, Abtreibung und Sterbehilfe ist doch die bald letzt moegliche politische  Einflussnahme, den christlichen Glauben an den Mann/Frau zu bringen. Deshalb auch wird der Kampf um die sog. christl. Werterhaltung mit der Waffe > Schueren des schlechten Gewisses gefuehrt: > Suende > Moral > Leiden in Demut und weiterer Humbug.
    Fazit: 'Gott' hat in Absprache mit meinen Eltern (!) mir das Leben geschenkt (?), waehrend diesem konnte ich ihn (Gott) weder spueren noch sehen, am Ende dieses spannenden Lebens moechte ich nun alleine entscheiden, wann es zu Ende gehen soll.
    44 3 Melden
  • Pasionaria 26.11.2017 06:25
    Highlight Highlight Oxymorissima
    "Sakulär Phobie (SP) ist auf dem Vormarsch."
    Versteh ich fuer einmal nicht. Ganz im Gegenteil, die Saekularisierung ist beweislich in Europa total auf dem Vormarsch!
    Die SP ist sicherlich die Partei - mit einigen Dummkoepfen aussen vor - die die Saekularisierung am meisten pushen!
    5 50 Melden
    • Oxymora 26.11.2017 11:15
      Highlight Highlight Ja vielleicht verbreiten die Medien Unsinn.

      Vielleicht ist es einfach nur unglaublich für dich das die SP jetzt Religionsförderung betreibt.

      Für politisch links orientierte ist Sie keine Option mehr.


      https://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/aufgeklaerte-muslime-unterstuetzen/story/26695156?utm_source=twitter&utm_campaign=Ed_Social_Post&utm_medium=Ed_Post_SZ
      31 5 Melden
    • häfi der Spinat 26.11.2017 18:55
      Highlight Highlight Die SP ist heute zu einer antisäkularen religionsförderer Partei geworden.

      https://www.welt.de/vermischtes/article170639878/Frau-des-Jahres-Was-fuer-ein-Irrsinn.html

      http://www.pi-news.net/die-synthese-der-totalitaeren-linken-mit-dem-radikalen-islam/

      Die totalitäre Linke verbrüdert sich mit dem radikalen Islam.

      Keine gesunde Mischung.
      25 19 Melden
    • Oxymora 26.11.2017 21:44
      Highlight Highlight Wird es der SP nützen einen antisäkularen Kurs zu fahren?
      Politische Verharmlosung des Islam, das abwürgen von begründeter Religionskritik und neue Landeskirchen zu schöpfen sind kein geniales Parteiprogramm.

      SäkularPhobie bei der SP nützt wahrscheinlich SVP. Wir werden es sehen.


      Apologetisch verplappern?
      Die Frau des Jahres zeigt wie es gemacht wird.

      Play Icon



      17 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • malu 64 26.11.2017 05:33
    Highlight Highlight Gott sollte sich um wichtigere Dinge kümmern!
    Es ist jedem selber überlassen, wie er seinen Abgang gestaltet! Natürlich ohne Anderen zu Schaden oder unfreiwillig Hilfe von Anderen zu erzwingen!
    18 2 Melden
  • Spooky 26.11.2017 00:49
    Highlight Highlight EXIT ist super. Aber man müsste auch einen Weg finden, um die Ungezeugten im Jenseits zu fragen, ob sie überhaupt in unsere Welt hinein geboren werden wollen.
    9 13 Melden
  • Bucky 26.11.2017 00:15
    Highlight Highlight "Das Hauptargument der Gegner: ... irgendwann könnten auch pekuniäre Argumente eine Rolle spielen, ... Pflege alter, kranker Patienten sei nicht mehr finanzierbar ... Gegner vergessen, dass es eine gehörige Portion geistige Kraft und Mut braucht, das wochenlange Prozedere der Vorbereitung durchzustehen ... . Kraft und Mut, die kranke und geschwächt alte Menschen selten aufbringen." Das gilt beiweitem nicht für IV-BezügerInnen. Gefahr liegt ja in der Salami-Taktik, dass Hürden zum begleiteten "Freitod" sukzessive abgebaut werden und am Schluss "Unproduktive" aus dem Leben gemobbt werden.
    11 34 Melden
  • Bucky 26.11.2017 00:04
    Highlight Highlight Und als nächstes: Wer uns "auf der Tasche liegt" (sprich IV-BezügerInnen und Langzeit-Sozialfälle), lässt sich elegant "entsorgen". Macht man ihnen das Leben nur schwer genug (Diskriminierung, Schikanen), verleidet es ihnen von selbst. Antrag auf Sterbehilfe stellen sie, wenn das Leben sozial unerträglich wird, selber, die Ärzte brauchen ihn nur noch durchzuwinken. Und alle waschen sich scheinheilig die Hände in Unschuld. Ach nein? Das wird es GARANTIERT nie geben?
    17 30 Melden
    • vera.vox 26.11.2017 09:41
      Highlight Highlight @ Bucky

      Richtig und bitte sofort die rechtskräftig Verurteilten frei lassen und Haftanstalten auflösen.
      Es könnte sein, das da jemand unschuldig einsitzt. Ach nein? Das wird es GARANTIERT nie geben?

      Gott wird die Sündigen selber richten, aber alles zu seiner Zeit.
      1 25 Melden
    • Agnos ~ 26.11.2017 13:50
      Highlight Highlight Bucky, als Sterbewilligen u.Exit-Befürworter, wird für die Lösungen in Not,wegen ICH-MUSS-NICHTS-MEHR-TUN,per Exit entgeltlich abgeholfen.Statt helfen,abwarten bis alles fertig ist,scheint eine Verwahrlosung in unserer Gesellschaft widerzuspiegeln.Exit in Not,wie es in den Kaufhäusern leuchtet,nimmt Angst u. Unwohlsein nicht vorweg,sondern verstärkt es nur noch,für eine Flucht in Panik.Lästige Bücher über den Tod,erweckt ein Bedürfnis zur Endlösung.Eigentlich sind wir zum Leben entfalten geboren,nicht eigens Leben zu zerstören.Aus Selbstbestimmung besteht das Leben,wenn es nicht zerstört wird.
      2 5 Melden
    • Bucky 26.11.2017 17:46
      Highlight Highlight @vera.vox: "Gott wird die Sündigen selber richten, aber alles zu seiner Zeit." Vorweg: Ein "religiöser" Mensch bin ich nicht. D. h. ich praktiziere nicht quasi zur Schau eine Religion. Hinge ich einer an, hinge ich dies nicht an die grosse Glocke. "Meine" Religion zu leben und zu praktizieren, wäre meiner Ansicht nach meine Sache, ich bräuchte sie oder mich dafür nicht zu rechtfertigen, es nicht zu verkünden. Aber zu deinem Statement sei so viel gesagt: mit gewissen Leuten möchte ich nicht tauschen. Was wirklich "gut und edel" ist, kann aber auch ich letztlich nur für mich selbst entscheiden.
      3 1 Melden
  • Agnos ~ 25.11.2017 17:29
    Highlight Highlight Flucht in den Tod in das Ungewisse, lindert nicht die Angst vom Ungewissen, dem vermeintlichen Nichts. Bestimmt lindert begleitendes sterben das Leid, das von Station zu Station verlegt zu werden, mit den lebensverlängerten Geräten und Infusionen, das den Schmerz vom Abschied nehmen umso mehr verlängert. Einen Psychisch Kranken sollte man nicht den letzten Lebenswillen nehmen, indem ihm der Freitod angepriesen wird, und ihm ermuntert wird, sich das Leben schmerzlos zu nehmen. Ein jeder soll selbst entscheiden wie sein Leben ein Ende nimmt, und nicht ein Katalog, der es ihm anpreist.
    18 10 Melden
  • Waldorf 25.11.2017 17:26
    Highlight Highlight Wenn es einen Gott gibt, gibt es auch ein Leben nach dem irdischen Tod. Welches, ob Himmel oder Hölle, in jedem Fall ewig währt notabene... Fazit: es gibt in letzter Konsequenz keinen Tod und somit keine Sterbehilfe. Thema beendet ihr Fanatiker.
    6 42 Melden
    • Klaus07 25.11.2017 23:13
      Highlight Highlight Wer hat schon Lust auf ewig auf einer Wolke zu sitzen um nichts tun? Das Problem dabei, man kann nicht einmal aus Langeweile sterben, da man ja bereits tot ist.
      20 1 Melden
    • Bucky 26.11.2017 17:16
      Highlight Highlight @Waldorf: "welches...in jedem Fall ewig währt..." "Ewig" währt es nach menschl. Begriffen (mutmassl.) deshalb, weil, anders als in unsrer raumzeitlich-materiellen Seinswelt, im Jenseits - auch genannt "Anderswelt", "andere Welt", "andere Seite" u. ä. (auch "ewige Jagdgründe"?) - Zeit nicht ist, es Zeit nicht gibt. Doch bedeutet dies nicht per se, dass wir nach Eintritt (oder Rückkehr) dort (hin) bei körperlichem Tod (nach dem "Aufwachen" dort) nicht aufs Neue ins Diesseits (oder in ganz andere Welten?) inkarnieren, ein neues körperliches Leben (mit zeitlichem Verlauf) erleben könnten.
      0 2 Melden
    • Bucky 26.11.2017 17:23
      Highlight Highlight @Waldorf: "Wenn es einen Gott gibt, gibt es auch ein Leben nach dem irdischen Tod." Unabhängig von der Frage nach der Realität eines Lebens nach dem Tod, ist der von dir postulierte Kausalzusammenhang ("wenn es einen Gott gibt, dann...") zu hinterfragen: dass es ein Leben nach dem Tod gibt, WEIL es Gott gibt, ist für mich logisch nicht erstellbar. Zum Vergleich: nicht kategorisch auszuschliessen ist, dass es ein "Leben" nach dem Tod auch dann geben könnte, wenn es "Gott" nicht gibt.
      2 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • hulaleh 25.11.2017 15:17
    Highlight Highlight Ich bin gläubig und egal was kommt, ich zieh es durch. Wer das nicht will, dem ist es selbst überlassen. Wer an Gott glaubt weiss, dass es nicht den Menschen zusteht zu richten. Ich verstehe Menschen, die keinen Bock mehr haben, ich mag manchmal auch nicht und irgendwie finde ich immer eine Freude und schätze, dass ich leben darf. Leider gibt es Krankheit und Leid und wer sein Leben so beenden möchte, soll er selbst mit sich vereinbaren. Verstehe das Problem nicht :)
    19 8 Melden
    • Michael Bamberger 25.11.2017 17:05
      Highlight Highlight "Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet." (Mat 7,1)

      Wie viele christliche Richter weltweit befolgen diese jesuanischen Doktrin?
      25 1 Melden
    • Bucky 26.11.2017 18:05
      Highlight Highlight @Bamberger: in welchem Sinn ist hier das Verb des "Richtens" zu verstehen? Im Sinn der Vollstreckung eines (Todes-)Urteils (z. B. "in den frühen Morgenstunden wurde der Verräter vom Henker mit dem Strang gerichtet") oder im Sinne des gerichtlichen Verurteilens (z. B."der Scharfrichter verurteilte den des Verrats Angeklagten zum Tod durch den Strang")? Jede Richterin und jeder Richter auf dieser Welt masst sich eine Stellung an, die ihm beiweitem nicht in allen Fällen gebührt. Mit jedem Fehlurteil wird dies bewiesen. Vielleicht auch mit jedem scheinbar "gerechten" Urteil (ich weiss es nicht).
      0 5 Melden
  • Asg02 25.11.2017 13:49
    Highlight Highlight Warum wird bei solchen Diskussionen den Christlichen Vertretern überhaupt eine Plattform gewidmet? Es sollen doch einzig und alleine Wissenschaftler und Fachexperten dazu eine fundierte, belegte Aussage machen können.
    35 18 Melden
    • vera.vox 25.11.2017 16:19
      Highlight Highlight Wissenschaftler und Fachexperten fehlt oft eine gut fundierte christliche Moral. Würde man Sie nicht theologisch unterstützen, hätten wir schnell ein Sodom und Gomorra. Wissenschaftler sind nicht ausgebildet moralische Entscheide zu treffen, sie wären bloss überfordert.
      Statt aus dem Giftbecher zu trinken, dürfen wir aus der Fülle Christi schöpfen und mit seiner Fürsorge rechnen. Er kann Engel in Bewegung setzen, wenn 'Gerechte' in Not sind.
      7 82 Melden
    • mogad 25.11.2017 18:15
      Highlight Highlight @vera.vox. Mir sagt er; sei tapfer. Aber wenn Du wirklich nicht mehr kannst, dann komm.
      19 2 Melden
    • Agnos ~ 25.11.2017 21:48
      Highlight Highlight Der Tod soll keine Bedrohung sein, sondern eine Erlösung, der nicht droht!
      21 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 25.11.2017 13:39
    Highlight Highlight Stellt Euch vor: Eine Bauernfamilie vor hundert Jahren. Kaum genug zu essen. Harte Arbeit von früh bis spät. Jemand wird sterbenskrank, kann nicht mehr arbeiten, braucht Pflege. Jetzt sind da plötzlich 2 Leute, die nicht mehr arbeiten können, aber Essen brauchen. Was macht die kranke Person, die das Überleben der andern gefährdet? Sie wählt den Freitod, z.B. mittels Sterbefasten, oder er/sie geht in den Wald und bleibt dort. Oder sie bittet die Angehörigen um Erlösung. Will damit sagen: selbstbestimmtes Sterben gabs immer. Früher wurde nicht darüber geredet.
    59 5 Melden
    • vera.vox 25.11.2017 14:53
      Highlight Highlight @Wölfli

      Erlösung findest du nur im festen Glauben an Jesus Christus.
      Falls in deiner Bibel etwas von Bauern als Erlöser steht, handelt es sich um eine Fälschung. Wahrscheinlich von militanten Atheisten, die unser schönes Christentum destabilisieren möchten.
      4 111 Melden
    • der Denker 25.11.2017 15:35
      Highlight Highlight Militante Atheisten.
      Der war gut
      44 1 Melden
    • Fabio74 25.11.2017 16:46
      Highlight Highlight @vera
      Genau dein Zwang zum Missionieren ist das Problem der Religionen.
      Anderen ihren Glauben aufzwingen zu wollen ist der falsche Weg
      Unser Christentum hat sehr viele dunkle und bluttriefend rote Spuren in den letzten 2000 Jahren hinterlassen.
      56 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • AlteSchachtel 25.11.2017 13:32
    Highlight Highlight wir haben Patientenverfügungen und Palliativ care, bei der am Ende auch spezielle Bedingungen für Aerzte, Pflege und Patienten herrschen.
    Wer die Abkürzung bei Exit will, soll sie mit oder ohne Gott, und ohne grosses Trara nehmen.

    Die aktuelle Propaganda für Exit stört mich aber. Der Druck auf die Alten steigt. Es geht um Ethik und Menschenwürde.

    Wir haben keine Zeit und kein Geld für die Alten und Kranken und wenn sie aus Verzweiflung über ihr unwürdiges Leben traurig und lebensmüde werden, gibt man ihnen den Giftcocktail...Einfach und billig!

    Schöne Gesellschaft!
    35 53 Melden
    • Maria B. 25.11.2017 13:56
      Highlight Highlight Dass Jedermann selbst über seine Ende etnscheiden darf, scheint sich nicht nur in atheistischen Kreisen allmählich durchzusetzen - und das ist auch gut so....

      Auch die Existenz von EXIT begrüsse ich durchaus, wobei ich - ähnlich wie du - doch etwas unangenehm von der aktuell intensiven TV-Werbung dieser Organisation berührt bin.

      Man bewirbt mehrheitlich Produkte und nicht den kostenpflichtigen Tod, und so erhebt sich für mich die Frage nach dem letztlichen Geschäftsmodell und Gebühren bei EXIT.
      34 0 Melden
    • mogad 25.11.2017 14:12
      Highlight Highlight Exit gibt es nicht, weil keine Zeit und kein Geld für Alte und Kranke da ist und diese dann in den Freitod gedrängt werden. An diesen Zuständen sind Andere Schuld, nämlich genau jene, die uns auf verlogene, heuchlerische Art das selbstbestimmte Sterben verbieten wollen. Und woher wollen Sie die Befindlichkeit Sterbewilliger so genau kennen? Sehr demaskierend.
      32 6 Melden
    • AlteSchachtel 25.11.2017 16:21
      Highlight Highlight @wölfli: Wer will selbstbestimmtes Sterben verbieten? ich nicht, es soll aber bei Exit bleiben.

      In diesem Thema gäbe es sowieso Etliches zu differenzieren. Vorallem der Grund des Sterbewillens. Oder Zeitpunkt und Dauer des Sterbewillens.
      Es gibt selten Bedingungen, die einen Menschen am selbstbestimmten Sterben hindern, wenn er denn wirklich will. (Maschinen weg, Essenverweigerung, etc. ) Mit Hilfe von Exit ist es aber zugegebenermassen einfacher. Selbstbestimmt, aber nicht selbgemacht.










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  • meine senf 25.11.2017 13:32
    Highlight Highlight Wenn man sagt "Nur Gott darf über Leben und Tod entscheiden", müssten dann nicht auch lebensverlängernde Operationen oder sonstige medizinische Behandlungen "Sünde" sein?

    Man könnte natürlich auch sagen, "Die medizinische Behandlung sei gottgewollt und ein Teil seines Planes". Dann könnte das aber auch bei der Sterbehilfe sein.

    Überhaupt, Gott sei doch allmächtig? Warum müssen sich dann Menschen gegenseitig vorwerfen, dass sie Gottes Wille missachten? Entweder ist er allmächtig, dann wäre das gar nicht möglich. Oder wird doch nicht für allmächtig gehalten, was doch Gotteslästerung wäre?
    44 1 Melden
    • mogad 25.11.2017 14:15
      Highlight Highlight Gott hat uns auch den freien Willen gegeben. Wenn nicht, würde ja er bestimmen ob wir im COOP oder in der Migros einkaufen und nicht wir selber. Selbstbestimmt sterben heisst ja auch nicht, das Leben nicht als grosses Geschenk anzusehen.
      16 1 Melden
    • vera.vox 25.11.2017 15:29
      Highlight Highlight @Wölfli
      Gott bestimmt auf jeden Fall ob du im Coop oder Migros einkaufst.
      Ansonsten hätte er Coop und Migros nicht in seinen göttlichen Plan aufgenommen.
      Und das Leben ist kein Geschenk, es gehört unserem Herrn. Wir dürfen es daher nicht einfach wegwerfen.
      1 59 Melden
    • Markus K 26.11.2017 00:06
      Highlight Highlight @Vera.vox.

      Ich war vorhin auf dem Klo. Erst wollte ich es noch etwas hinauszögern. Aber zum Glück hat Gott entschieden, es sofort zu erledigen.
      Das hätte auch schief gehen können.
      26 0 Melden
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  • mogad 25.11.2017 13:11
    Highlight Highlight Des Teufels sind jene, die glauben stellvertretend für Gott über andere Menschen urteilen zu dürfen, und die versuchen mit aus dem Zusammenhang gerissenen Bibelzitaten andere einzuschüchtern und gefügig zu machen. Das hatten wir von den Kirchen Jahrtausendelang, das wollen wir nicht mehr, auch nicht von anderen Religionen, die für die Unterdrückung Anderer missbraucht werden.
    34 2 Melden
  • mogad 25.11.2017 13:07
    Highlight Highlight Wer durch Exit in den Freitod geht ist im Durschnitt 77 Jahre alt! Da kann niemand behaupten, die Leute würden einfach ihr Leben wegwerfen! Niemand lässt sich vorschreiben, wieviel er Auto fahren darf, wieviele Flugreisen er/sie macht, wieviel Smartphons er kauft, wieviel Schoggi und Fleisch er/sie essen darf, wieviele Sexpartner er/sie haben darf, usw. Aber ausgerechnet beim selbstbestimmten Lebensende kommt der Staat mit Verboten daher. Für die Aerzte ist ev. der Todeswunsch eines Patienten sowas wie eine Niederlage. Aber der Tod gewinnt sowieso immer.
    33 2 Melden
    • Haiderfroh 26.11.2017 10:44
      Highlight Highlight Der Freitod an und für sich ist nicht verboten.
      Du übersiehst, dass die die Freiheit des einen dort an Grenzen stösst, wo die Freiheit eines anderen anfängt.
      Darum hat keiner die bedingungslose Freiheit einen anderen zu töten. Denn das Recht des anderen auf Leben wiegt mehr.
      Wenn das Recht auf Leben nicht das allerhöchste Menschenrecht bliebe, dann wäre von Euthanasie bis Völkermord bald einmal jede Art der vorsätzlichen Tötung rechtfertigbar und legal.
      Willst Du das?
      0 10 Melden
  • Angelo C. 25.11.2017 12:32
    Highlight Highlight Persönlich habe ich längst eine entsprechende Patientenverfügung, die man alle 2-3 Jahre neu datieren sollte.

    Und ich bin seit Jahren Mitglied bei EXIT, doch eher im Geiste eines letzten Notnagels, da ich mir in so einem Fall lieber alleine und im stillen Kämmerlein selbst beistehen würde.

    Grundsätzlich tendiere ich jedoch prioritär zu Palliative Care für die ich auch ehrenamtlich tätig bin.

    Und: ich glaube nicht, dass die CH-Ärzteverbände den Ideen Stamms zustimmen werden, sie reden fast nur von "Leben erhalten" und sträuben sich mehrheitlich AKTIV zu töten.
    37 1 Melden
    • Lami23 25.11.2017 14:29
      Highlight Highlight Sträuben? es ist ihnen von Gesetzes wegenuntersagt.
      13 5 Melden
    • Fabio74 25.11.2017 16:47
      Highlight Highlight ist auch richtig, dass Ärzte nicht aktiv töten dürfen.
      Es gibt in der Geschichte genug Gräueltaten die Ärzte begangen haben
      14 5 Melden
    • AlteSchachtel 25.11.2017 16:54
      Highlight Highlight @Lami23

      Exakt!
      Und ich finde auch, die aktive Sterbehilfe darf nicht den Aerzten aufgebürdet werden. Sie können weiterhin "passive" (oder palliative Hilfe) leisten, indem gewisse Behandlungen unterlassen oder zur Linderung des Leidens sedierende Medikamente verabreichen, deren Nebenwirkungen nach Absprache für den Kranken zum Tod führen könnten.

      Die aktive Sterbehilfe soll Exit und Ähnlichen Institutionen überlassen werden.
      20 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • dommen 25.11.2017 11:50
    Highlight Highlight Die Gegner sind denn auch nur aus einem einzigen Grund "moralisch-christlich" dagegen. Ihnen wird einmal mehr die eigene Vergänglichkeit vorgeführt und das wollen Sie nicht höfen bzw. verdrängen. Findet euch damit ab. Jeder wird sich mal auflösen und in das thermodynamische Gleichgewicht zurück reagieren, aus dem er einst entstanden ist. Es ist wie eine Geburt. Nur umgekehrt.
    27 6 Melden
  • Haiderfroh 25.11.2017 11:03
    Highlight Highlight Der Sterbewunsch kann ein Symptom der Krankheit sein.
    Der Geist funktioniert nicht unabhängig vom Körper, wie die Hirnforschung längst nachgewiesen hat. Deshalb kann in Sachen Sterbehilfe nicht postuliert werden, dass es in jedem Fall den eindeutig feststellbaren freien Willen des Patienten gibt, der dem behandelnden Arzt irgendeine Rechtfertigung für sein Handeln liefern würde.
    Es bleibt das Dilemma des Arztes bestehen, ob er mit seiner Behandlung den Patienten zum Tod, oder zum Leben verurteilen soll.

    Ich meine: Im Zweifel für das Leben.
    17 55 Melden
    • Klaus07 25.11.2017 11:32
      Highlight Highlight Schon mal etwas von einer Patientenverfügung gehört. Hab meine bereits mit 30 Jahren erstellt. Man kann wohl annehmen, dass ich zu diesem Zeitpunkt über meine vollen Geistige Funktion verfügt habe. Andere Frage: was ist daran so schwierig zu verstehen, wenn ein schwerst Kranker den Arzt anfleht seinem Leiden ein Ende zu setzten. Es gibt für den sterbenden Patienten so wie so keine Alternative.
      46 3 Melden
    • Oxymora 25.11.2017 12:10
      Highlight Highlight Von der Hirnforschung ist nachgewiesen Gott spukt nur im Geist.
      Es gibt für die Gläubigen eindeutig feststellbar keine Rechtfertigung, im Namen Gottes im Leben der Ungläubigen herum zu pfuschen. Deshalb soll postuliert werden, dass Götter nichts im Leben der Ungläubigen verloren haben.

      Ärzte verurteilen keine Patienten, sie leisten Hilfe.
      Und falls der Sterbewunsch eine Krankheit ist,
      würde ein Arzt etwas gegen die Krankheit Unternehmen.

      Im Zweifel können Ärzte an Hand der Taufscheine feststellen; ob der Patient zur Fraktion mit freiem Willen gehört oder ob bereits alles vorbestimmt ist.
      17 5 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 25.11.2017 13:10
      Highlight Highlight > Der Geist funktioniert nicht unabhängig vom Körper

      D.h. ein gesunder Körper zwingt dem Geist den Lebenswillen auf?
      5 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oxymora 25.11.2017 10:39
    Highlight Highlight Unsägliches Leid zu verhindern, ist nicht nach Gottes Plan, er bevorzugt leiden.
    Gläubige müssen keine medizinische Hilfe, Elektrizität, etc. annehmen, es sind Angelegenheiten zwischen den Gläubigen und ihrem Gott.

    Die Bevormundung, wie Gläubige ihre Dogmen, auf Ungläubige und Kinder ausweiten ist penetrant. Ungläubige müssen die Propaganda gegen ihre Anliegen noch via Kirchensteuern finanzieren. Dank der SP haben wir bald noch islamische Landeskirchen. Sakulär Phobie (SP) ist auf dem Vormarsch.

    Der Quantensprung in der Sterbehilfe ist nicht garantiert, weil die Politik religionisiert ist.
    36 14 Melden
    • Haiderfroh 25.11.2017 11:32
      Highlight Highlight Du glaubst auch.
      Du glaubst, dass Du kein Gläubiger seiest.
      11 32 Melden
    • Regas 25.11.2017 12:09
      Highlight Highlight @Haiderfroh: Muss ich etwa glauben das ich nicht glaube? Oder kannst du mir sagen an welchen der vielen Glauben ich nicht glauben soll? Nein glauben muss ich gar nichts!!! Wissen ist gut, Glauben ist nichts.
      26 5 Melden
    • Oxymora 25.11.2017 12:17
      Highlight Highlight @ Haiderfroh

      Und Sie glauben, abschweifen ins Persönliche ändert die Faktenlage.
      20 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lexxus0025 25.11.2017 10:23
    Highlight Highlight Ich finde es sehr fragwürdig, dass Menschen anderen mündigen Menschen überhaupt irgendetwas vorschreiben müssen, um sich selbst besser zu fühlen. Das fängt schon bei der Kritik von bestimmten Lifestyles an, zieht sich über diverse gesellschaftliche Verbote und gipfelt für mich in der Lächerlichkeit Gläubiger Menschen, die auf Grund eines nicht existenten Gottes Verbote aufstellen. Allen die diesen Gott reden und Verbote aufstellen hörten empfehle ich den Gang in eine psychiatrische Institution: Lasst aber bitte sterben, vögeln, faul und unkonventionell sein wer das will.
    33 8 Melden
    • Regas 25.11.2017 11:55
      Highlight Highlight @Lexxus0025: Anarchie hat noch nie eine für alle Individuen Lebenswerte Gesellschaft hervorgebracht.
      5 10 Melden
  • Hoscheho 2049 25.11.2017 10:15
    Highlight Highlight Ich kann den sachlichen Standpunkten beipflichten. Auch wenn eigentlich der Vermerk 'Sponsored Content' fehlt.

    Insgeheim glauben die meisten Menschen wohl an den selben Gott. Sein Name ist Tod, und unser Gebet lautet 'nicht heute'. Danke Syrio (G.R.R.M.)
    9 16 Melden
    • Klaus07 25.11.2017 11:34
      Highlight Highlight Der Tod ist eine Tatsache und keine Mystische Figur. Das einzige wirklich Gerechte im Leben ist, das jeder sterben muss!
      28 0 Melden
    • Hoscheho 2049 25.11.2017 13:13
      Highlight Highlight @Klaus07
      Pflichte Ihnen vollends bei.
      Der Begriff Gott ist n.m.M. eine Worthülse. Und die obgenannte mystifizierung des Todes ist rein literarischer, nicht spiritueller Natur. Daher auch der darauffolgende Vermerk.
      Aber trotz alledem, hoffe ich wir finden mehr als nur die Gerechtigkeit im Tode zu unseren Lebzeiten.
      3 1 Melden
  • blaubar 25.11.2017 10:11
    Highlight Highlight „Palliativmedizin ist oft Sterbebegleitung in Raten.“

    Genau, Herr Stamm, deshalb ist es ja auch Palliativmedizin.
    20 0 Melden
    • Klaus07 25.11.2017 11:37
      Highlight Highlight Palliative Medizin ist für viele der richtige Weg. Das soll auch so sein. Aber diejenigen die einen anderen Ausweg suchen, diesen zu verweigern, ist einfach nur ausgesprochen egoistisch und dumm.
      29 4 Melden
  • olive 25.11.2017 10:01
    Highlight Highlight Ich meine, es ist würdevoller, bei Bewusstsein und nicht alleine! seinen Tod "anzutreten" , als dahindämmernd und wohl nicht ohne Leiden oder gar mit einem verzweifelten Suizid sein Leben zu beenden.
    Guter Dok dazu, vor kurzem in SRF "Simons Entscheidung"
    37 2 Melden
    • Vanessa_2107 26.11.2017 09:11
      Highlight Highlight Jeder tritt "allein" in den Tod. Habe schon oft gehört, dass viele gerade im dem Moment sterben, wenn sie kurz vorher "allein" waren und nicht umringt von Menschen.
      2 0 Melden
  • Share 25.11.2017 09:29
    Highlight Highlight Gott ist für alles zuständig. Nur mit der Entscheidungshoheit hapert es noch ein bisschen.
    Also haben wir nicht gepfuscht, sondern gepflegt. War anstrengend und zugegebenermassen, hatte ich mehr Mitleid mit den Pflegenden als mit den Sterbenden. Herr Stamm, wieso kümmern Sie sich nicht um eine fundierte ärztliche, medizinische Ausbildung der Mediziner?
    7 50 Melden
    • Lord_Mort 25.11.2017 10:53
      Highlight Highlight Gott kann von mir aus für jene zustänig sein, die an ihn glauben. Er und seine Schäfchen sollen mich aber in meinem Nichtlauben in Ruhe lassen. Jeder entscheidet für sich, wann genug ist. Das haben wir alle zu respektieren, egal aus welcher Überzeugung heraus entschieden wird.
      46 5 Melden
    • Share 25.11.2017 14:45
      Highlight Highlight Da hab ich keine Lust mich extra schlau zu machen, aber es heisst ganz bestimmt, ich rette Leben so wahr mir Gott helfe. Hugo Stamm redet übrigens von verlängertem Leben. Keine Sorge, bald übernimmt der Roboter die Pflege und setzt den jahrtausendealte Eid fort, also Leben zu erhalten, äh, zu verlängern, äh, zu retten meine ich natürlich. Ob da die Techgemeinde mal reflektiert an die Sache rangehen könnte?
      1 13 Melden
  • bcZcity 25.11.2017 09:23
    Highlight Highlight Jeder Mensch bei klarem Verstand hat das Recht sein Leben zu beenden (zu lassen), wenn es sein sehnlichster Wunsch ist!

    Warum macht man hier so ein TamTam, bei der Geburt fragt auch niemand, jeder darf und alle klatschen!

    317 14 Melden
    • Gähn on the rocks 25.11.2017 10:39
      Highlight Highlight 👍🏼
      8 3 Melden
  • Menel 25.11.2017 09:08
    Highlight Highlight "Die Sterbehilfe in der Schweiz steht vor einem Quantensprung – ob Gott was dagegen hat?"

    Welcher denn? Ich glaube, Odin befürwortet einen möglichst würdigen Tod. Natürlich besser in einer Schlacht, ehrenvoll, aber wenn dies nicht möglich ist, dann lieber den selbstgewählten als einen dahinsiechend und kläglich krepierenden Tod.
    78 10 Melden
    • exeswiss 26.11.2017 00:10
      Highlight Highlight na los menel lass uns zusammen für odin, mit axt und schild nach schweden in den krieg ziehen. :D
      3 2 Melden
  • Klaus07 25.11.2017 09:01
    Highlight Highlight Warum ist die Sterbehilfe immer an ein Leiden oder eine Krankheit gekoppelt? Ich gehe noch einen Schritt weiter. Wenn ich keine Lust mehr zum Leben habe, warum soll ich dann noch „vom Staat gezwungen“ weiter leben müssen. Es ist mein Leben. Ich will, so lange ich es kann, selber über mich entscheiden können! Ich hab schon einige alte Menschen getroffen, die zu mir sagten, das Sie das Leben gesehen haben und froh wären, wenn Sie gehen könnten. Viele in den Heimen haben keine Familie oder Freunde mehr, dass macht auch ein Leben unlebbar.
    288 22 Melden
    • Gzuz187ers 25.11.2017 09:46
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung👍🏻
      25 4 Melden
    • Fly Baby 25.11.2017 10:28
      Highlight Highlight Sehr salopp dein Kommentar. Aber stimmen tut er eigentlich. Ich ergänze noch was. Warum sollten Menschen, die gehen wollen ohne ein Leiden zu haben, Organisationen wie Exit belästigen? Spring einfach von einer Brücke oder vergifte dich, usw.
      Ich glaube nicht, dass es so einfach ist. Keine Lust mehr zu haben, scheint mir sehr egoistisch.
      4 51 Melden
    • Klaus07 25.11.2017 11:25
      Highlight Highlight @Fly Baby
      ca. 1200 Suizide pro Jahr gibt es in der Schweiz. Jeder der von der Brücke springt, sich vergiftet, sich eine Kugel durch den Kopf jagt oder sich vor den Zug wirft zerstört im schlimmsten Fall jemand anderes. Jedes mal müssen Fremde Personen die Überreste auflesen und die Tatorte aufräumen und Reinigen. Wiviele Lokführer können aufgrund eines Lebensmüden nicht mehr arbeiten? Also ist eine Professionelle Sterbebegleitung die genau weiss was Sie tut sicher die bessere Lösung. Ihr Kommentar ist einfach nur sehr naiv und arrogant!
      51 7 Melden
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  • dracului 25.11.2017 08:59
    Highlight Highlight Mich beschäftigt, dass es in unserer Gesellschaft Personen gibt, die aufgrund ihres Glaubens anderen vorschreiben wollen, wie sie leben, wen sie lieben und sogar wie sie sterben sollen. Ich bemühe mich ständig die Religionsfreiheit zu akzeptieren und spüre im Gegenzug keinerlei Toleranz gegenüber Andersgläubigen. Letztlich sollen auch Gläubige selber über ihr eigenes Leben entscheiden können. Aber stoppt endlich die Übergriffe auf fremdes Leben!
    429 18 Melden
    • Gähn on the rocks 25.11.2017 10:39
      Highlight Highlight 👍🏼
      9 4 Melden
    • Vanessa_2107 26.11.2017 09:15
      Highlight Highlight Absolut deiner Meinung@
      6 1 Melden

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Die Wahrscheinlichkeit ist klein

Der Glaube an den Himmel oder die Wiedergeburt ist an so viele Annahmen gebunden, dass die Wahrscheinlichkeit dafür sehr klein ist.

Religionen sind eng mit Tod und Krankheiten verknüpft. Ohne das Leiden und die Erfahrung der Endlichkeit des Lebens wären unsere Vorfahren nicht auf den Glauben an Götter gekommen. Hätten sie glücklich und zufrieden gelebt, hätten sie keinen Grund gehabt, ein religiöses Heilskonzept zu entwickeln und an übersinnliche Superwesen zu glauben.

Unsere Ahnen haben also nicht aus der Position der Stärke heraus den Glauben an unfassbare Allmächtige entwickelt, sondern aus Angst vor der Zukunft.

Inzwischen …

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