Sport
Fussball

5 Aussenseiter, die an der WM 2026 bisher begeisterten

Während einige Favoriten stolperten, wussten sie mit ihren Teams zu überzeugen: Keito Nakamura, Yasin Ayari und Folarin Balogun (v. l.).
Während einige Favoriten stolperten, wussten sie mit ihren Teams zu überzeugen: Keito Nakamura, Yasin Ayari und Folarin Balogun (v. l.).Bild: imago / watson

Mehrere Favoriten stolperten – dafür überzeugten zum WM-Auftakt diese 5 Aussenseiter

24 von 72 Gruppenspielen an der Fussball-WM in Nordamerika sind gespielt. Es gab schon einige Enttäuschungen für die Favoriten – und mehrere Aussenseiter, die sich als Überraschungskandidaten aufdrängten.
18.06.2026, 07:0618.06.2026, 07:06

Der erste Spieltag der Gruppenphase an dieser Weltmeisterschaft ist gespielt und die Liste der Überraschungen ist schon ziemlich lang. Hier in chronologischer Reihenfolge:

Mit Spanien und Portugal stolperten zum Auftakt auch zwei Mitfavoriten auf den Titel, Belgien gehört zum erweiterten Kreis der Titelkandidaten und auch die Schweiz galt gegen Katar als klarer Favorit. Doch sie alle taten sich schwer, liessen entweder die Kreativität in der Offensive vermissen oder konnten ihre Chancen nicht nutzen und liessen sich defensiv übertölpeln.

Switzerland's Granit Xhaka, center, and head coach Murat Yakin, right, leave the pitch in the halftime during the World Cup Group B soccer match between Qatar and Switzerland at the San Francisco ...
Die Schweizer waren mit ihrer Enttäuschung über das Auftaktspiel nicht allein.Bild: keystone

Doch es gab auch schon einige beeindruckende Auftritte in den Stadien in Kanada, Mexiko und den USA. Zum Beispiel Deutschland, das Curaçao nach einem verhaltenen Start auseinandernahm und beim 7:1-Sieg wohl die beste Leistung in den bisherigen WM-Spielen zeigte. Auch Argentinien wusste beim 3:0-Erfolg gegen Algerien nicht nur dank eines Hattricks von Lionel Messi zu überzeugen. England (4:2 gegen Kroatien) und Frankreich (3:1 gegen den Senegal) hatten zwar ihre Probleme, feierten am Ende aber souveräne Siege gegen starke Gegner.

Doch es waren nicht nur Titelanwärter, die in ihren ersten Spielen starke Leistungen zeigten und ihren Status als solche untermauerten. Es gab auch mehrere Aussenseiter, die zu begeistern vermochten und sich als Überraschungskandidaten aufdrängten. Ein Überblick nach 24 von 72 Partien der WM-Vorrunde:

USA

4:1 gegen Paraguay

Mit einem solchen Auftritt kann man eine Heim-WM hervorragend lancieren und auch eine Euphoriewelle lostreten. Die USA waren von Beginn weg bereit, gingen schon nach sieben Minuten durch ein erzwungenes Eigentor nach einem schönen Spielzug in Führung und wussten bis zur Pause weiterhin mit tollem Offensivfussball zu begeistern. Folarin Balogun erhöhte noch in der ersten Halbzeit auf 3:0.

Obwohl das Spiel in der Folge etwas einschlief, behielt das Team von Trainer Mauricio Pochettino stets die Kontrolle und liess sich auch von Paraguays Tor zum 1:3 höchstens kurz aus der Ruhe bringen. In der Nachspielzeit traf Giovanni Reyna ebenfalls sehenswert zum 4:1-Endstand. In der Gruppe mit Australien und der Türkei sind die US-Boys nun definitiv der Favorit. Am Freitagabend (21 Uhr Schweizer Zeit) geht es gegen die Australier weiter.

Schweden

5:1 gegen Tunesien

Dass Schweden nicht so schwach sein würde, wie es die WM-Qualifikation, die das Team von Trainer Graham Potter in der Schweizer Gruppe auf dem letzten Platz abschloss, vermuten liess, war zu erwarten. Wie überzeugend die Schweden dann beim 5:1-Erfolg gegen Tunesien auftraten, war aber trotzdem überraschend. Defensiv liessen sie kaum Chancen zu – das Gegentor durch einen Kopfball war einer von nur zwei Torschüssen der Tunesier –, und offensiv begeisterten sie mit Traumtoren.

Gleich zweimal traf Yasin Ayari, der Wurzeln in Tunesien hat, aus der Distanz. Dass die Starstürmer Alexander Isak und Viktor Gyökeres gleich zum Auftakt erfolgreich waren, schadet ihrem Selbstvertrauen sicher auch nicht. Immer kann sich Schweden aber nicht darauf verlassen, dass aus 1,34 Expected Goals gleich fünf Treffer werden. Mit den Niederlanden wartet am Samstag (19 Uhr) ein erster echter Gradmesser.

Südkorea

2:1 gegen Tschechien

Gleich am ersten WM-Tag traf Südkorea auf Tschechien. Weil das Spiel in der Schweiz mitten in der Nacht lief, bekam es hierzulande wohl nicht so viel Aufmerksamkeit. Doch die Südkoreaner zeigten eine starke Leistung, spielten sich viele gute Chancen heraus und zeigten sich defensiv fast nur bei Standards verwundbar – da aber gleich mehrfach.

Dank Hwang In-Beom, der nach einer schönen Aktion den Ausgleich erzielte und in der Schlussphase auch noch den Siegtreffer schön vorbereitete, setzte sich Südkorea am Ende trotzdem durch. So geht es gleichauf mit Mexiko ins Direktduell in der Nacht auf morgen Freitag (3 Uhr), Südkorea kann sich dort in die Pole-Position im Kampf um den Gruppensieg bringen.

Mexiko

2:0 gegen Südafrika

Einfach wird das für Südkorea nicht. Denn Mexiko ist mit einem 2:0-Sieg gegen Südafrika ebenfalls souverän in die WM gestartet. Der ideenlose Gegner wurde über 90 Minuten im Zaum gehalten – auch weil dieser ab der 49. Minute in Unterzahl agieren musste.

Offensiv fehlte den Mexikanern nach dem frühen Führungstreffer durch Julian Quiñones lange die letzte Präzision und Durchschlagskraft. Restlos überzeugen konnte die Tri in der Hinsicht trotz des Treffers von Raul Jimenez in der 67. Minute nicht. Womöglich lässt sich das aber auch mit der anfänglichen Nervosität bei der Heim-WM erklären. Ist diese verflogen? Das zeigt sich in der Nacht auf Freitag.

Japan

2:2 gegen die Niederlande

Die Samurai Blue sind das einzige Team in dieser Liste, das zum Auftakt nicht drei Punkte geholt hat. Ein 2:2-Unentschieden gegen die Niederlande, die zum erweiterten Kreis der Titelanwärter zählen, ist dennoch ein Achtungserfolg. Schliesslich wirkte Japan zu keinem Zeitpunkt unterlegen und sorgte auch wiederholt für Gefahr vor dem Tor der Oranje. Dass sie nicht schon in der ersten Halbzeit in Rückstand gerieten, hatten die Japaner aber auch Goalie Zion Suzuki zu verdanken. Nach der Pause konnten sie zweimal auf eine Führung der Niederländer reagieren – zum zweiten Mal erst in der 89. Minute.

Dank des Remis zum Auftakt ist der Gruppensieg für Japan weiterhin in Reichweite. Dafür braucht es gegen Tunesien am Sonntag (6 Uhr) aber wohl zwingend einen Sieg, bevor es zum Abschluss der Vorrunde gegen Schweden geht. Mal sehen, ob das Team von Trainer Hajime Moriyasu den verletzten Offensivstar Kaoru Mitoma von Brighton auch dann nicht vermisst.

Und wer hat dich an der WM bisher überrascht? Lass es uns in den Kommentaren wissen!
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026
1 / 50
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026

Nein Elvedi, du darfst den Ball nicht mit der Hand spielen.

quelle: keystone / gregory bull
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Da sitzt irgendein Idiot, der sich jeden Scheiss, den ich entscheide, anschaut» ⚽️
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
11 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
11
Diese Schweizer müssen gegen Bosnien aufpassen, sonst droht der nächste Nackenschlag
Weil die Schweiz gegen Katar nur einen Punkt holte, steht sie gegen Bosnien-Herzegowina nun schon etwas unter Druck. Wie der Nati im zweiten WM-Spiel der Sieg gelingt und wer ihr besonders gefährlich werden könnte, haben wir einen Experten gefragt.
Nach dem enttäuschenden 1:1-Unentschieden zum Auftakt der Fussball-Weltmeisterschaft gegen Katar verhält es sich für die Schweiz folgendermassen: Um gute Chancen auf den Gruppensieg zu bewahren, muss sie Bosnien-Herzegowina heute Donnerstag um 21 Uhr (bei watson im Liveticker) bezwingen. Ansonsten droht ein sehr schwieriges letztes Gruppenspiel gegen Co-Gastgeber Kanada, während die Bosnier mit Katar den vermeintlich leichteren Gegner haben.
Zur Story