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Und sie trinken Reinigungsmittel – als sei es ein Zaubertrank Gottes

In Südafrika verabreichen Pastoren Putzmittel, um die Seele zu reinigen. Doch wer glaubt, solche religiösen Auswüchse ereignen sich nur weit weg, irrt.



Dass der Glaube an Gott Menschen blind machen und fanatisieren kann, erlebt die Welt oft auf schmerzliche Weise. Denken wir nur an die brutalen Attentate der Islamisten. Ein falsches Religionsverständnis kann das Bewusstsein radikal vergiften.

Ähnliche Tendenzen können auch bei manchen Freikirchlern beobachtet werden, wenn auch die Folgen nicht so verheerend sind. Das indoktrinative Prinzip ist aber ähnlich.

Was für Böden und WCs nützlich sei, helfe auch der Seele.

So lassen sich Pastoren in Südafrika immer wieder dazu verleiten, gefährliche Rituale im Gottesdienst durchzuführen. Frei nach dem Motto: Je spektakulärer das Glaubensprozedere, desto mehr fahren die Gläubigen darauf ab.

Pastoren und Waschmittel – der Bericht des ARD-Weltspiegels

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Video: YouTube/Weltspiegel

Dabei geht es den Predigern, die in einem harten Konkurrenzkampf stehen, auch um den PR-Effekt. Die Kunde von den aussergewöhnlichen Praktiken verbreitet sich rasch und lässt die Kirchenbänke füllen. Und das Kirchenkonto – verlangen doch die Pastoren treu nach der Bibel 10 Prozent des Einkommens der Gläubigen.

Der jüngste Coup: Manche Pastoren leiten die Gläubigen an, das Reinigungsmittel Demestos zu trinken. Was für Böden und WCs nützlich sei, helfe auch der Seele. Gesegnete Putzmittel würden ausserdem Dämonen aus dem Körper vertreiben, predigen die Gottesdiener.

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Pastor Sipho Mphakathi preist das Putzmittel an, mit dem Dämonen vertrieben werden sollen. Screenshot: youtube.com/weltspiegel

Pastor Sipho Mphakathi aus Johannesburg hat es zuerst an sich selbst ausprobiert. Es gehe ihm nach wie vor gut, erklärte er, er habe nie erbrochen. Er sei schliesslich der General Gottes, sagte er dem deutschen Sender ARD (siehe Beitrag oben).

Massensuggestives Phänomen

Doch wie bringt man Gläubige dazu, giftige Substanzen zu trinken? Bei den emotionalen Gottesdiensten geraten manche in eine Ekstase und erlaben sich danach an dem Reinigungsmittel. In ihrem Ausnahmezustand empfinden sie das giftige, scheusslich schmeckende Demestos als Sirup, wie sie erklären. Danach wagen weitere Gläubige, den Seelentrunk zu schlucken. Sie glauben, im Reinigungsmittel stecke der Geist Gottes und reinige sie von den Flüchen, mit denen ihre Feinde sie angeblich belegt haben.

Konsumieren die Gläubigen Demestos in kleinen Mengen, müssen sie nur erbrechen. Wahrscheinlich leiden auch Schleimhäute und Speiseröhren. Wer seine Seele aber gründlich reinigen will, nimmt täglich einen grossen Schluck aus der Reinigungspulle. Dann wird es gefährlich, wie erste Todesfälle belegen. Viele Pastoren kopieren das Ritual, manche verwenden Benzin oder Rattengift.

Eigentlich müsste man die Pastoren wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolgen belangen.

Eigentlich müsste man die Pastoren wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolgen belangen. Da die Gläubigen die Reinigungsmittel «freiwillig» trinken, können die Prediger rechtlich nicht belangt werden. Das weiss Pastor Sipho Mphakathi sehr wohl, ist er doch Rechtsanwalt.

Das Beispiel zeigt die Krux, die bei der religiösen Indoktrination entsteht: Die eigentlichen Täter, nämlich die religiösen Führer, agieren wie in einem rechtsfreien Raum. Sie radikalisieren die Gläubigen, werden aber nicht zur Rechenschaft gezogen, wenn es zu Missbräuchen oder Verbrechen kommt.

Wer nun glaubt, solche religiösen Auswüchse ereigneten sich nur in afrikanischen oder südamerikanischen Ländern, irrt. Vor etlichen Jahren grassierten auch bei uns in charismatischen Freikirchen Rituale, die einen ähnlichen Aberglauben kultivierten. Es handelte sich um das sogenannte Toronto-Phänomen, weil es zuerst in einer Freikirche bei Toronto aufgetreten war.

Gläubige fielen beim Toronto-Phänomen wie Baumstämme um

Die Gläubigen fielen nach einem hoch emotionalen Gottesdienst wie gefällte Baumstämme um und blieben ohnmächtig liegen, nachdem ihnen der Pastor die Hand aufgelegt hatte. Manche blieben stundenlang liegen. Das Ritual ging um die Welt und wurde in fast allen charismatischen Freikirchen praktiziert. Auch Schweizer Pastoren verkündeten den Gläubigen, der heilige Geist sei in sie gefahren.

Mit der Zeit wurde das Ritual unheimlich, denn manche Gläubige entwickelten psychische Auffälligkeiten. Danach suchten die Prediger ein anderes «Wunder», um die Präsenz des Heiligen Geistes zu demonstrieren. Sie behaupteten, der Heilige Geist habe als Beweis seiner Zuneigung die Amalgamplomben der Gläubigen in Goldplomben umgewandelt.

Als «Beweis» zündeten die Pastoren mit einer Taschenlampe, die gelbes Licht erzeugte, in den Mund der Gläubigen. Der schräge Lichteinfall und der spiegelnde Speichel liessen die Amalgamplomben golden erscheinen.

So leicht lassen sich Gläubige täuschen, wenn sie ihren Pastoren blind glauben. Und den Verstand an der Garderobe abgeben.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bro heng mal :) 22.01.2018 15:53
    Highlight Highlight haha jawohl! so muss das sein :)
    natural selection vom feinsten.
    10 0 Melden
  • Maya Eldorado 21.01.2018 20:19
    Highlight Highlight Fortsetzung:
    Hugo Stamm: Wollen Sie nicht mal etwas darüber schreiben?
    Ich weiss, es ist schwierig, wenn man selber darin steckt. Schwieriger als von aussen als Wissender urteilen.
    Eine Antwort würde mich sehr freuen.
    3 5 Melden
    • Pasionaria 22.01.2018 19:37
      Highlight Highlight Sie sollten nicht alles vermischen. Natuerlich kann/sollte man ueber den Kapitalismus in seiner teilweise dekadenten, gar perversen Auswirkung berichten. Nun hier aber befinden Sie sich in einem Blog, der sich mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie beschaeftigt.

      Fazit: alles zu seiner Zeit am richtigen Ort.
      4 2 Melden
  • Maya Eldorado 21.01.2018 20:17
    Highlight Highlight Hier hat es mal weniger Kommentare beim Beitrag von Hugo Stamm. Es ist auch so weit weg und uns so fremd.

    Dabei gäbe es eine Religion oder vielmehr Sekte, die wir alle hautnah erleben und uns alle angeht, weil wir praktisch alle - gewollt oder ungewollt - darin stecken. Kaum jemand kann sich da raushalten.

    Es ist dieser unseelige Turbokapitalismus, der uns alle im Griff hat. Wenige freuts, die Superreichen, mehr als die Hälfte lebt mehr oder weniger gut darin. Der Rest darbt und ist auf Gedeih und Verderben den Mächtigen ausgeliefert.
    Fortsetzung:
    7 9 Melden
    • Klaus07 21.01.2018 22:32
      Highlight Highlight Wirtschaft, Kapitalismus, Sozialismus etc. Sind Gesellschaftsformen, Regierungsformen, Gesellschaftsstrukturen, aber sicherlich keine Religionen.
      13 5 Melden
  • Alienus 21.01.2018 18:22
    Highlight Highlight 1/2

    Warum trinken Menschen Toilettenreiniger, um gereinigt vor Gott zu erscheinen?

    Den möglichen inneren religiösen Schlüssel kann man m.E. beim Johannes Kap. 15.2 finden. Der entsprechende Text lautet: „…und eine jede Rebe, die Frucht bringt, wird ER reinigen, dass sie mehr Frucht bringe.“

    Huch, ER, der Gott, als Reinigungskraft auf Erden? Gott wankt vom Domestos benebelt durch die Reihen der menschlichen Kreaturen und putz Einjeden mit dem Toilettenreiniger?

    Nun, angebracht scheint es schon zu sein, aber…. der bibl. Text wird wohl eher Gott als Herrn in seinem Weinberg gemeint haben.
    6 1 Melden
  • Alienus 21.01.2018 18:17
    Highlight Highlight 2/2

    Der Text bezieht sich auf die schlechten Triebe am Weinstock. Im 16. JH war der Text mit dem „reinigen“ auch mit ausschneiden, stutzen, auslichten, beschneiden …. gemeint.

    Arme Irren. Die Scientologen qua(r)ken vom „Cleaning“, die südafrik. Scharlatane sind „Reiniger des Herrn“.

    Somit unterstellen sie, dass wenn man eine Reinigung nach ihrem Gusto unternimmt, man dann dem Herrn nahe ist. Reinigen zum Öffnen der Himmelspforte. Da laust doch einen der Affe!

    Da bleibt noch die Frage offen, was denn ER mit den Menschen macht, die im Staub vor IHM knien und ihr Kleidersaum unrein ist?
    8 1 Melden
    • Pasionaria 22.01.2018 22:08
      Highlight Highlight "Da bleibt noch die Frage offen, was denn ER mit den Menschen macht, die im Staub vor IHM knien und ihr Kleidersaum unrein ist?"

      Damit es gerade nicht soweit kommen moege,
      suchen ja 'gewissenhafte' Gottesvertreter nach einem Chemischreinigungs-und Desinfizierungsverfahren.
      Lassen wir denen doch diese Freude und hirnwuetige Illusion, sowie den Putzmittelherstellern einen groesseren Absatz. Wobei ich mit Tequila anstatt Domestos einen besseren Reinigungseffekt sehen wuerde......





      4 1 Melden
  • blaubar 21.01.2018 11:42
    Highlight Highlight Das liegt auch daran, dass der Bildungsstand allgemein tief ist in diesen afrikanischen Gebieten. Dies ermöglicht Manipulation und Ausnützung in grossen Masse.
    Und genau deshalb war und ist es für den Westen auch so einfach Afrika auszunehmen wie eine Weihnachtsgans.
    Denken wir an die verheerende Kolonialisierung des gesamten Kontinents, denken wir an Glencore usw.
    7 8 Melden
  • Gummibär 21.01.2018 08:52
    Highlight Highlight
    Play Icon


    auch nicht sehr gesund.
    10 1 Melden
    • Gummibär 21.01.2018 10:27
      Highlight Highlight Katholische Büsser in der Karwoche.
      Auf den Philippinen, in Spanien, in Frankreich.

      Oder das amerikanische Hantieren mit Giftschlangen, nach dem Motto:
      „Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.“
      Markus 16,17–18

      Durch Domestos zum Heil - glugg, glugg
      10 1 Melden
    • Agnos ~ 22.01.2018 17:49
      Highlight Highlight Gummibär, etwas lustig wie sie sich andern mitteilen. Besonders Blutwürste sind den Frommen ein Gräuel, und auch Alkohol. Doch zur ihrer Reinig wird schon mal ein Schluck genommen, indirekt Sinnbildlich auf das Blut bezogen. Wie man sich beschmutzt fühlt, kann sich niemand mit Reinigungsmitteln davon bereinigen, doch manche fallen auf den Zauber-Trick, zu beheben ihres verschmutzten Seele, ihrem Unwohlsein> einfach drein. Selbst ein Serum kann da nichts beheben, auch wenn man daran glaubt, Vorallen auch kein Gleichung- Mittel.
      11 1 Melden
  • Michael Bamberger 20.01.2018 21:30
    Highlight Highlight Granini: "Einzelne Verse herauszupicken ist kein Sinnvoller Ansatz, die Bibel auszulegen. Auch solltest du diese Texte historisch betrachten."

    Na dann bin ich aber sehr gespannt von Ihnen zu erfahren, welche Lesart der Exegese 1) die zwei Verse innerhalb von welchem Kontext legitimiert - bitte belegen - und 2) welche historische Faktenlage Befugnis zum Zerschmettern von jungen Kindern und der Steinigung von eigenen Söhnen erteilt. Und das wohlverstanden als göttliche Anordnung in jenem "heiligen Buch" und unter Berücksichtigung des 5. Gebots im besagten Kompendium.
    12 1 Melden
    • Gummibär 22.01.2018 11:44
      Highlight Highlight Ich nenne dieses Vorgehen modulierende Wahrheitserzeugung. Je nach Bedarf werden die gesammelten Bibeltexte über die ganze Bandbreite angepasst , von unumstösslicher Tatsache über überlieferte Geschichten, die man vor dem historischen Hintergrund sehen soll bis zu Gleichnissen und Wundern.
      Die ganze Welt und auch das Interesse Gottes am Weltgeschehen fanden zudem auf kleiner Fläche im vorderen Orient statt.
      Die Bewohner Europas, der beiden Amerika, Ostasiens, Afrikas und die Pazifik-Anrainer mussten ohne Stimmen aus brennenden Büschen auskommen.Die kriegten ihr Fett erst im Mittelalter.
      6 0 Melden
  • Staatsgebeutelter 20.01.2018 20:19
    Highlight Highlight Ich glaube an Hugo Stamm, er und seine Artikel werden mich erleuchten, weiter so Hugo.
    6 5 Melden
    • Pasionaria 21.01.2018 00:17
      Highlight Highlight Blogbebeutelter
      Probieren Sie's doch zwischendurch mal mit Cannabis > THC anstelle unseres geschaetzten Blogautoren.
      Als Glaeubiger kennen Sie sich ja mit Halluzinogenen bestens aus.
      1 5 Melden
  • Oxymora 20.01.2018 19:44
    Highlight Highlight Immer hin,

    laut Firmen-Website hat

    Domestos eine Mission.

    http://www.domestos.de/article/category/907544/unsere-mission
    4 1 Melden
  • vera.vox 20.01.2018 18:41
    Highlight Highlight @kleiner_Schurke

    “Ausserdem findest du den Hinweis "Achtung" - man soll es nicht ins Auge bringen. Das macht ja der Pastor wohlweislich nicht. (Wäre doch auch eine Challenge für Gott).“

    Mir scheint du unterschätzt den Herrn.
    Gott meistert das voll easy!

    Play Icon

    3 5 Melden
  • Share 20.01.2018 16:51
    Highlight Highlight Nun, da ist es wieder. Diese Schuld. Wie verinnerlicht ist der Gedanke des sich schmutzig fühlen, das Erlebte abzuwaschen, sich zu reinigen. Da fällt mir ein alter Spiegel ein. Es sieht aus wie eine Unreinheit. Kurz den Ärmel hervorgezogen, das Glas anhauchen und weg ist er, der Fleck - weit gefehlt. Der Zahn der Zeit laesst sich nicht wegputzen. Verdorben ist das Fleisch. In vielerlei Hinsicht. Wäre das fuer Sie Herr Stamm dann ein gutes Religionsverständnis. Übrigens, seit wann glauben Sie, dass Religion verstanden werden kann?
    2 16 Melden
  • Alienus 20.01.2018 15:13
    Highlight Highlight Die religiösen Haushalts, Rohr- und WC-Reiniger. Übrigens ist es DOMESTOS, nicht Demestos.

    Setzt man die Nomologie an, so gelangt man zum Ergebnis: Domestos bedeutet „Herr des Ostens“.

    Halleluja, diese Religio-Deppen haben tatsächlich die geheim-relig. Botschaft des Chlor-Drinks durchschaut.

    Welch ein gigantischer Erkenntnisgewinn.

    Aber dem religiösen Reinigungswahn sind zukünftig keine Grenzen gesetzt.

    Abwarten, bis das gute alte und immer passende „ignis purificans“, das religiös hundertprozentig wirkende „Reinigende Feuer“, zur Auferstehung und Anwendung gelangt.

    Halleluja.
    9 1 Melden
    • Share 20.01.2018 16:50
      Highlight Highlight Abwarten würde bedeuten, dass die Wäsche vergilbt. Fuer einige Kulturen gilt weisser Damast mehr als alles andere. Und wie Herr Stamm schreibt, einige geben den Verstand an der Theaterkasse ab, andere bei der Vermählung.
      2 4 Melden
    • Pasionaria 21.01.2018 00:38
      Highlight Highlight Immer wieder schaffst Du's, mich zu desillusionieren, dachte ich doch, dass Domestos NUR ein Champagner sei > Champagne de Domestos, Herkunft Fraenk. Ostfriesen!?

      Nun, ob Deme- oder Domestos
      aendert nichts an der Chos(e),
      dass solche Riten hirnverbrannt,
      auf Nimmerwiedersehn der Verstand

      Dieser Blog hat mir doch was gebracht:
      brauch kein Laxative heute nacht!

      Gibt's Seelenreinigungsglobulis noch nicht?
      darauf waere selbst ich, und wie, erpicht,
      denn nichts gegen nichts hilft doch immer
      ich geh mal dafuer beten, in mein Zimmer.

      3 1 Melden
    • Share 22.01.2018 21:29
      Highlight Highlight @Pas
      Nicht weitersagen, aber die Seelenreinigungsglobulis werden als Eiweisszuckermasse mit Couverture auf Waffel am Kiosk an der Ecke verkauft.
      2 0 Melden
  • Maracuja 20.01.2018 14:11
    Highlight Highlight @Hugo Stamm

    Ich habe kein Problem damit, dass Sie gelegentlich auch absurdeste religiöse Auswüchse zur Diskussion stellen. Auch wenn m.E. keine Gefahr besteht, dass dieser konkrete Wahnsinn in der Schweiz Nachahmer findet, kann eine Diskussion darüber allenfalls interessante Erkenntnisse bringen. Andere Phänomene beschäftigen mich aber mehr, z.B. der Artikel über Exorzismus im Migrosmagazin. Trifft es tatsächlich zu, dass Exorzismus wieder vermehrt nachgefragt wird? Finden Sie es verantwortungsvoll, wenn eine in viele Haushalten gelesene Zeitschrift auf diese Art darüber berichtet?
    16 4 Melden
    • Klaus07 20.01.2018 21:33
      Highlight Highlight Wenn man die verblendeten Kommentare der Religiösen Fundis hier und in anderen Zeitungen liest, ist die Chance das solch Rituale auch in der Schweiz Einzug finden sehr sehr gross. Das man Exorzisten anfragt um Geister auszutreiben zeigt doch nur, das es bereits angefangen hat.
      10 0 Melden
    • Maracuja 21.01.2018 11:22
      Highlight Highlight @Klaus07

      Von der eifrigen Aktivität von Fundis in Foren/Kommentarspalten direkt auf die Zunahme solcher Rituale zu schliessen, scheint mir etwas gewagt. Aber wenn in einer simplen Konsumentenzeitschrift ein völlig unkritischer Artikel zu Exorzismus veröffentlicht wird, muss man sich nicht wundern, wenn die Nachfrage tatsächlich steigt: https://www.migrosmagazin.ch/im-kampf-mit-finsteren-maechten
      1 0 Melden
    • Hugo Stamm 21.01.2018 23:58
      Highlight Highlight @ Maracuja, ich glaube nicht, dass es in der Schweiz Nachahmer gibt. Reinigungsmittel zu trinken ist noch eine Stufe höher als das Toronto-Phänomen. Würde eine Schweizer Freikirche das gefährliche Ritual praktizieren, gäbe es einen Aufschrei. - Ich habe schon mehrfach den Exorzismus thematisiert. Er nimmt tatsächlich zu, auch bei uns. Besonders hoch ist die Steigerungsrate aber in Italien und in mehreren südamerikanischen Ländern. Das zeigt, dass Kritik auch im christlichen Umfeld nach wie vor notwendig und wichtig ist.
      7 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Micha Moser 20.01.2018 12:32
    Highlight Highlight Tide Pods könnte man auch mal versuchen
    17 0 Melden
  • meine senf 20.01.2018 11:31
    Highlight Highlight MMS würde auch noch in diese Kategorie passen, abgesehen davon, dass der direkte Gottesbezug fehlt.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/mms-quacksalber-werben-auf-kongress-in-hannover-a-967307.html
    5 0 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 20.01.2018 14:25
      Highlight Highlight Danke, von MMS hab ich auch schon gehört. Fand ich interessant. Danke für den Artikel.
      3 0 Melden
  • Oxymora 20.01.2018 11:24
    Highlight Highlight “Die eigentlichen Täter, nämlich die religiösen Führer, agieren wie in einem rechtsfreien Raum.“

    Huch die Schweiz ist nicht allein.

    Auch in Afrika schützt Religion auch vor dem Gericht.

    Würde eine staatliche Schule im Chemieunterricht die Möglichkeit bieten freiwillig Putzmittel zu trinken; zur wissenschaftlichen Selbsterfahrung, würde das von Gerichten auch abgesegnet werden?

    Immerhin, Südafrika zieht keine Kirchensteuern für Sipho Mphakathi ein.
    15 2 Melden
  • Michael Bamberger 20.01.2018 11:14
    Highlight Highlight Granini: "Ach du meine Güte! Was verleitet einen Pastoren dazu solche Ammenmärchen zu erzählen? Das ist biblisch betrachtet Bullshit im höchsten Grade!"

    Dafür ist folgendes 100% biblisch:

    "Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!" (Psalm 137,9)

    "Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will,...dann sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe..." (5. Mose 21,18-21)
    20 20 Melden
    • Granini 20.01.2018 13:26
      Highlight Highlight Ist hier kein Bestandteil der Disskusion! Weiter würde mich interessieren ob du dich mit dem Kontext auseinander gesetzt hast. Einzelne Verse herauszupicken ist kein Sinnvoller Ansatz, die Bibel auszulegen. Auch solltest du diese Texte historisch betrachten.
      Das traurige daran ist ja, dass dies viele Fundis nicht tun und so unsägliches Leid verursachen.
      24 11 Melden
    • Agnos ~ 22.01.2018 19:52
      Highlight Highlight Wir haben schon genug Kindsmörder, warum noch aus der Bibel gutzuheissen, wie doch der Pharao die Kinder wie Mose, die Erstgeburt töten wollte!?
      10 1 Melden
  • Michael Goldberg 20.01.2018 10:33
    Highlight Highlight Wer die aktuelle Problematik in den USA mitverfolgt (Tide pods), weiss, dass man nicht religiös sein muss, um solchen Mist mitzumachen. Dummheit ist menschlich, Dummheit im Namen religiöser Bewegungen weder besser noch schlimmer als andere.
    32 5 Melden
  • Watcherson 20.01.2018 10:25
    Highlight Highlight Die saufen bestimmt Felgenreiniger = Ko Tropfen 💦
    Den Rest könnt ihr euch denken.....🤬
    5 0 Melden
  • cero 20.01.2018 10:18
    Highlight Highlight Nun ja, putzmittelsaufende Christen.... da lässt sich gut mit dem Finger drauf zeigen! Wie wenn man zum Thema Autofahren nur von Rasern sprechen würde. Kann man machen...

    (Himmel..., jetzt ist vor lauter Kolumne-Lesen mein Meister-Proper-Cake angebrannt....)
    19 22 Melden
    • cero 20.01.2018 12:51
      Highlight Highlight Das seh ich etwas anders. Religion steht in diesem Blog unter Generalverdacht. Manchmal so, manchmal so... Ist nicht schlimm, ich finde es einfach sehr schade.
      12 31 Melden
  • Granini 20.01.2018 10:02
    Highlight Highlight Ach du meine Güte! Was verleitet einen Pastoren dazu solche Ammenmärchen zu erzählen? Das ist biblisch betrachtet Bullshit im höchsten Grade! Ich frage mich, ob sie dies wirklich missbräuchlich nutzen oder ob ihnen schlicht und einfach eine solide theologische Ausbildung fehlt!
    17 9 Melden
    • vera.vox 20.01.2018 11:52
      Highlight Highlight @Granini
      Du hast wohl kein Verständnis für begeisterte und engagierte Christen.
      Darf ich fragen; welche solide theologische Ausbildung ist deiner Meinung nach die von Jesus Christus gewünschte?
      9 25 Melden
    • Granini 20.01.2018 12:55
      Highlight Highlight @Vera.vox
      Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Der Schwerpunkt meiner Aussage wäre eigentlich, dass die Prediger das Evangelium bewusst falsch auslegen oder gar keine Kenntnisse darüber haben (Das neue Testament ist bezüglich Sünden und Heiligung sehr klar. Um Vergebung zu erlangen brauchst du keinen Reiniger zu schlucken). Darum ist es wichtig, dass nicht jeder begeisterte "Reinigungsvertreter" solchen Unsinn von der Kanzel herunter predigt. Wenn man eine Gemeinde leitet ist es das absoloute minimum, Kenntnisse über die Bibel zu haben UND zu verstehen!
      18 1 Melden
    • vera.vox 20.01.2018 13:59
      Highlight Highlight @ Granini
      Du hast völlig Recht.
      Mitten in der sich heranwälzenden Schmutzflut, die unsere Jugend zu verschlingen droht, ist das Gewissen der Geistlichen gefragt. Schreiend ist die Not der Kinderseelen in vielen Schulen!
      Man sollte den Kinderherzen nicht die Liebe zur heiligen Reinheit und zum heiligen christlichen Glauben verwehren.
      Ein verantwortungsbewusstes Schulsystem das Kinder zu Christen mit reinen Gedanken, edel Worten, sittsam Benehmen formt würde genügen.
      Dazu braucht es ausser Jesus Christus wirklich keinen Reiniger. Gegen die Erbsünde sind die Putzmittels so oder so machtlos.
      7 30 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinz Nacht 20.01.2018 09:14
    Highlight Highlight Auch Esoteriker haben solche lustigen Ideen. Es gibt Bewegungen, die benutzen Chlorbleiche für Einläufe und zum Trinken. Sie nennen es dann MMS (Miracle Mineral Supplement). Und dann gibts noch die, die Terpentin und Petrol saufen...
    30 0 Melden
    • EvilBetty 20.01.2018 11:32
      Highlight Highlight Ja, und sie fragen dann in den einschlägigen Facebookgruppen wieso sie bloss Bauchkrämpfe, Übelkeit und Durchfall bekommen... 😂
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  • Stichelei 20.01.2018 09:04
    Highlight Highlight Wenn sich nun also diverse Freikirchler im wahrsten Sinne des Wortes selbst wegputzen, ist das weniger Gottes Plan sondern schlichtweg natürliche Auslese nach Darwin.
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    • meine senf 22.01.2018 18:44
      Highlight Highlight Grundsätzlich ja. Bei Erwachsenen, die halbwegs Bildungschancen hatten und sich denoch dafür entschieden.

      Schwierig ist es aber, wenn Kinder in solche Umfelder hineingeboren werden. Oder wenn die Leute keine Möglichkeit hatten, gescheitere Informationen als die eines Hexendoktors oder Sektengurus zu erhalten.
      Da ist aber das Internet ein grosser Vorteil, dass über Mobilfunk auch im ärmsten Afrika recht verbreitet ist.
      Alle, die Möglichkeit und Fähigkeit haben, "gesundheitliche Schäden bei Einnahme von Putzmitteln" in eine Suchmaschine einzugeben, können getrost unter "Darwin" verbucht werden
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  • Lullaby 20.01.2018 08:43
    Highlight Highlight Unglaublich und auch beängstigend, wie einfach die Menschen manipuliert werden können und jede Absudrität ohne zu hinterfragen mitmachen und für gut befinden.
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    • Nominator 20.01.2018 11:40
      Highlight Highlight Das Leben an sich ist unglaublich. Denn gäbe es die grössten Absurditäten nicht, gäbe es auch keine Normalität. In einer Welt der Polarität lebt das Gute vom Bösen und umgekehrt. Der Balanceakt ist die Dynamik des Lebens. Ob das beängstigend ist hängt vom Bewusstsein ab, das den Spieler in diesem Spiel repräsentiert, und nicht das Denken oder der Glaube, wie vielfach behauptet.
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    • Friedolin 20.01.2018 14:37
      Highlight Highlight Total! Ich vertraue Pastor Stamm blind.
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  • Rockabilly 20.01.2018 08:34
    Highlight Highlight Ob es je dazu kommen wird, dass Hugo mal andere Religionen wie den Islam, das Judentum, den Hinduismus etc. analysiert? Das Talent und den MUT hätte doch Hugo, dieser ungezähmte, allwissende und mutige Freidenker und Freigeist, dieser. Aber es ist sicherer und bequemer Christentumbashing zu betreiben und es Sektenblog zu nennen ^^
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    • Heinz Nacht 20.01.2018 09:12
      Highlight Highlight Hat er ja auch schon. Da aber in unseren Breitengraden, trotz massivstem Mitgliederschwund, christliche Kirchen am weitesten verbreitet sind, ist es legitim, sich zuerst über die Probleme vor der eigenen Türe zu kümmern. Aber das will man ja als Angehöriger eines solchen Vereins lieber nicht hören. Dann lieber Mimimi machen. Anders gesagt: Wirft Stamm einen Stein in die Herde gläubiger Schafe, blökt das Getroffene...
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    • Maracuja 20.01.2018 10:10
      Highlight Highlight @H.Nacht: ist es legitim, sich zuerst über die Probleme vor der eigenen Türe zu kümmern

      Problem vor der eigenen Tür wäre z.B. die Kirchensteuer für juristische Personen. Oder sind Ihnen Fälle von oben genannten durchgeknallten Pratiken auch aus der Schweiz bekannt?

      @Rockabilly
      Herr Stamm beschäftigt sich in seinen Artikeln gelegentlich auch mit Islam, Esoterik, Dalai Lama u.ä. Das Kritisieren von gefährlichen Praktiken geldgieriger Pastoren passt durchaus in einen Sektenblog (auch wenn das Thema kaum Relevanz für die die Schweiz hat).
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    • Heinz Nacht 20.01.2018 15:08
      Highlight Highlight Das ist richtig, die richtige Trennung von Kirche und Staat in unserem Land hätte selbstverständlich Vorrang und ist das dringendere und grössere Problem in unserem Land. Dennoch kann man das eine tun ohne das andere zu lassen. Und ja, ich weiss von solchen Praktiken in der Schweiz. Nicht genau die hier beschriebenen, aber genauso hirnrissige.
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  • Ron Collins 20.01.2018 08:24
    Highlight Highlight #alleamverbloeden
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    • spanischi nössli 20.01.2018 08:45
      Highlight Highlight Nicht alle. Aber ein paar schon....
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