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PARIS, FRANCE - NOVEMBER 16:  A man weeps for a lost friend as people gather to observe a minute-silence at the Place de la Republique in memory of the victims of the Paris terror attacks last Friday, on November 16, 2015 in Paris, France. Countries across Europe will join France, currently observing three days of national mourning, in a one minute-silence today in an expression of solidarity with the victims of the terrorist attacks, which left at least 129 people dead and hundreds more injured.  (Photo by Christopher Furlong/Getty Images)

Symbolbild: Ein Mann weint am Place de la République während der Schweigeminute am 16. November.
Bild: Getty Images Europe

Antoine Leiris hat seine Frau verloren – er hat eine herzzerreissende Botschaft an die Attentäter



Der Franzose Antoine Leiris hat am Freitag seine Frau verloren. Sein 17 Monate alter Sohn ist jetzt Halbwaise. Am Montag schrieb er einen offenen Brief an die Attentäter. Seine Botschaft geht um die Welt und wurde bereits über 150'000 Mal geteilt. 

Das Original (unten folgt die Übersetzung):

«Freitagabend habt ihr das Leben eines ganz besonderen Menschen ausgelöscht. Der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes. Aber ihr kriegt meinen Hass nicht. Ich weiss nicht, wer ihr seid. Und ich will es auch nicht wissen. Ihr seid tote Seelen. Wenn der Gott, für den ihr so blind tötet, uns nach seinem Antlitz gemacht hat, dann wird jede Kugel im Körper meiner Frau eine Kugel in seinem Herzen gewesen sein.

Ich werde euch nicht den Gefallen tun, euch zu hassen. Ihr habt es mit Sicherheit verdient, aber auf Hass mit Wut zu antworten, würde bedeuten, mit derselben Ignoranz zu reagieren, die euch gross gemacht hat. Ihr wollt, dass ich Angst habe. Dass ich in die Augen meiner Mitmenschen gucke und niemandem mehr vertraue, dass ich meine Freiheit für die Sicherheit aufgebe. Ihr habt verloren. Ich werde weiterleben wie bisher.

Ich habe sie heute morgen gesehen. Endlich, nach Tagen des Wartens. Sie war genauso schön wie am Freitagabend als sie ging, genauso schön wie sie war, als ich mich vor zwölf Jahren unendlich in sie verliebt habe. Mein Herz ist zerbrochen, das muss ich euch eingestehen. Aber das wird vorbeigehen. Denn ich weiss, dass sie bei uns ist und dass wir uns eines Tages wiedersehen. In einem Paradies der freien Seelen, zu dem ihr keinen Zutritt habt.

Jetzt sind wir nur noch zu zweit, mein Sohn und ich. Aber wir sind stärker als alle Armeen dieser Welt. Doch jetzt habe ich keine Zeit mehr, euch zu schreiben. Denn mein Sohn Melvin wacht gerade auf. Er ist erst 17 Monate alt. Er wird erst eine Kleinigkeit essen, dann wird er ein bisschen spielen. Wie jeden Tag. Und jeden Tag wird dieser kleine Junge euch beschämen, denn er ist glücklich und frei. Denn ihr werdet auch seinen Hass nicht bekommen.» 

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(dwi via Huffingtonpost.de)

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