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Gottfried Locher (l.) mit dem Basler Bischof Felix Gmür bei einem ökumenischen Gottesdienst. Bild: KEYSTONE

Wie kann man von uns verlangen, in Glaubensfragen die Vernunft auszuschalten?

Der Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes sagt, dass Gott mit Vernunft nicht erfassbar ist. Das stellt uns – und ihn – vor ein Problem.

18.06.18, 12:58


Momentan knistert es tüchtig im Gebälk der reformierten Kirche. Überliess sie in den letzten Jahren die unrühmlichen Schlagzeilen primär der katholischen Kirche, zieht nun sie die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich.

0Im Zentrum des medialen Erdbebens steht der Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, Gottfried Locher. Er will den Dachverband der kantonalen Kirchen in eine gesamtschweizerische Kirche (Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS) umwandeln. Am Sonntag sollen die 70 Delegierten in Schaffhausen die neue Struktur umsetzen und ihn als Präsidenten wählen.

Gottfried Locher will sich zum Präsidenten der evangelisch-reformierten Kirche Schweiz wählen lassen Bild: KEYSTONE

Doch auf der Zielgeraden gerät Locher in Straucheln. An seiner Person scheiden sich plötzlich die Geister. Er gilt als Mann mit Charisma, aber auch mit einem ausgeprägten Ego, der viel Gefallen an der Macht hat.

Er liebt die grosse Geste und beneidet offensichtlich die katholische Kirche, weil diese mit dem Papst eine Identifikationsfigur hat. So zieht er sich gern für seine Exerzitien ins Kloster Einsiedeln zurück.

Locher war bis vor wenigen Tagen der einzige Kandidat. Alles schien angerichtet für ihn. Doch nun gibt es Opposition wegen seines Frauen- respektive Männerbildes. Im Buch «Gottfried Locher, der ‹reformierte ‹Bischof›» machte er die bemerkenswerte Aussage: «befriedigte Männer sind friedlichere Männer.» Deshalb machten Prostituierte einen guten Job: «Darum sage ich, wir sollten den Prostituierten dankbar sein. Sie tragen auf ihre Art etwas zum Frieden bei.»

Kein schmeichelhaftes Bild

Als die Medien Locher in die Zange nahmen, tauchte er ab. Die «Rundschau» zeichnete in einem Beitrag ein wenig schmeichelhaftes Bild vom Mann Gottes. (siehe auch das Interview mit Josef Hochstrasser). Er verweigerte ihr ein Interview. Man fragte sich: Was hat er zu verstecken?

Der Beitrag der «Rundschau»

Auch gegenüber anderen Medien schickte er seinen Anwalt vor. Nun fordert ihn die Zürcher Pfarrerin Rita Famos heraus, es kommt also zu einer Wahl.

Als sich der Pulverdampf etwas verzogen hatte, ohne dass neue Anschuldigungen aufgetaucht waren, stellte sich Locher dann doch den Medien.

Und hier komme ich auf den springenden Punkt in diesem Text: Locher gab dem «Tages-Anzeiger» ein Interview und stellte alles als eine Kampagne gegen ihn dar. Dabei machte er eine besondere Aussage, die ich zur Diskussion stellen möchte.

«Dinge, die mit der Vernunft nicht erfassbar sind: Zum Beispiel die Auferstehung. Zum Beispiel das ewige Leben. Und ganz sicher: Gott.»

Kirchenpräsident Gottfried Locher

Er sagte, im Mittelpunkt der Kirche stehe die Besinnung auf das Evangelium. Dabei gibt er zu, dass dies für aufgeklärte Menschen eine Provokation sei. Bei diesem Kern der Kirche gebe es keine Abstriche, sagte er. Dann wörtlich: «Und dazu gehören Dinge, die mit der Vernunft nicht erfassbar sind. Zum Beispiel die Auferstehung. Zum Beispiel das ewige Leben. Und ganz sicher: Gott

Es ist verdienstvoll, dass Locher in religiösen Fragen Klartext spricht. Doch war er sich bewusst, was seine Aussage bedeutet?

Gottfried Locher im Porträt

Porträt von Gottfried Locher im «Fenster zum Sonntag». Video: YouTube/ERF Medien Schweiz

Der Begriff der Vernunft umfasst laut Wikipedia das Vermögen menschlichen Denkens, aus den im Verstand durch Beobachtung und Erfahrung erfassten Sachverhalten allgemein gültige Zusammenhänge der Wirklichkeit erschließen zu können. Durch Schlussfolgerungen sollen Regeln und Prinzipien aufgestellt und danach gehandelt werden. Es geht also auch um Verstand und kritisches Denken.

Die Vernunft ist zwingend

Das sieht dann in unserem Alltag so aus: Wir müssen uns von morgens bis abends vernünftig verhalten. Wer seine Bedürfnisse und Wünsche nicht mit der Vernunft zügelt, gefährdet sich und andere. Er fährt besoffen durch die Gegend, rast mit 100 Stundenkilometern durch Ortschaften und wird womöglich Alkoholiker.

Er nimmt auf niemanden Rücksicht und wird bei Konflikten schnell handgreiflich. Und er will seine Sexualität ungehindert ausleben, notfalls auch mit Einsatz von Gewalt.

Wir müssen also mit unserer Vernunft die Triebe zügeln, die Gier in den Griff bekommen, das Machtstreben und viele andere Bedürfnisse im Zaun halten. Ohne Vernunft wäre ein Zusammenleben unmöglich, die sozialen Strukturen würden zerfallen, Konflikte offen ausbrechen. Auch Verfassungen und Menschenrechte basieren auf der Einsicht, dass Vernunft das Fundament aller Gemeinschaften sein muss.

Kurz: Ohne vernünftiges Verhalten würde die Welt bald im Chaos versinken und die Menschheit wohl aussterben.

Letzten Fragen ohne die Vernunft

Doch ausgerechnet wenn es um die entscheidenden letzten Fragen im Leben geht, müssen wir die Vernunft ausschalten oder an den Nagel hängen, wie Kirchenpräsident Gottfried Locher zugibt.

Das führt zur Frage: Wie kann man von Menschen verlangen, ihre Leben nach Vernunftsprinzipien zu gestalten, ihnen aber gleichzeitig weismachen, in Glaubensfragen die Vernunft auszuschalten?

Das ist unvernünftig.

Und es geht nur, wenn man das Übersinnliche vom Sinnlichen abspaltet. Wenn man das Eine als Feind des anderen erklärt. Wenn man seine Identität in zwei Teile trennt.

Dass dies aus psychologischer Sicht nicht gut gehen kann, versteht sich von selbst. Wenn ich in einem Bereich die überlebenswichtige Vernunft ausschalten muss, führt dies zu einer Verunsicherung, denn beim Religiösen fehlt dann jede Kontrollinstanz.

Möglichkeiten und Gefahren der suggestiven Manipulation sind deshalb gross, es kommt zu Abhängigkeiten, wie wir bei Sekten erkennen. Und man wundert sich nicht, dass Religionen und religiöse Gemeinschaften oft konfliktträchtig sind.

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167Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hypatia 21.06.2018 10:31
    Highlight Worauf Locher vermutlich hinaus will, ist, dass jede Aussage über Gott, das ewige Leben oder die Auferstehung sich in Widersprüche verheddert. Das Prinzip des ausgeschlossenen Dritten, also entweder A oder nonA, aber nicht A und nonA ist aber eines der grundlegenden Vernunftprinzipien. Etwa ist die Rede vom ewigen Leben in sich schon widersprüchlich, denn Leben ist a priori endlich.

    Und, bitte, machen wir uns nichts vor: Unser Leben ist mit Widersprüchen durchsetzt. Das bedeutet aber auch nicht, dass wir sie nicht zu vermeiden suchen.
    1 1 Melden
  • Waedliman 20.06.2018 12:41
    Highlight Ich halte es mit diesem Zitat eines Songs von Dalida:

    "Pour ne pas vivre seul
    on fait des cathédrales
    où tous ceux qui sont seuls
    s'accrochent à une étoile."

    Mehr muss man doch nicht sagen, oder?
    3 0 Melden
  • Waedliman 20.06.2018 12:39
    Highlight Rationalität vs. Glauben. Das Thema ist so alt wie Religionen. Wir leben in Europa zunehmend atheistisch, jedoch beweisen gerade in Grossstädten die boomenden veganen Geschäfte und Restaurants, dass der Mensch scheinbar Gemeinschaftliches braucht, um sich als Teil einer Gruppe zu identifizieren. In Zeiten der lustlosen Kommunikation, die sich oft auf das Schreiben von Einträgen bei watson und Co. beschränkt, ist genau dieses Verhalten dann Religionsersatz.
    6 2 Melden
  • Spooky 20.06.2018 01:55
    Highlight Solange sich Herr Stamm um Sektenopfer kümmert,
    ist er genial.

    Grosser Respekt! 👍🏻

    Aber sobald er sich in die abstrakte Theologie verirrt,
    ist er nur noch peinlich.
    8 13 Melden
    • Alienus 20.06.2018 07:09
      Highlight Spooky

      Trotz Ermüdung betreffend ihrer Aussage über Herrn Stamm, möchte man ihnen eine Analogie darstellen.

      Er wirft ein Stück Knochen in eine journalistische Grube und viele Hunde stürzen sich hinterher.

      Da sind Bernhardiner, Sennenhunde, Deutsche Doggen, Labradors, Dackel, Pudels, Schäferhunde, Dobermann und andere Pinscher.

      Die Frage ist doch diese: Wer ergattert diesen Knochen, wer macht einen guten Kampf, wer kann sich gegen die anderen Pitt Bulls durchsetzen?

      Und wie war die jeweilige Performance? Die Bewertung sind Hundekuchen … äh Herzelein oder erhellende Blitzchen.
      3 5 Melden
    • Spooky 20.06.2018 17:43
      Highlight @Alienus
      Danke für die Antwort.

      Und jetzt kannst du ja vielleicht noch etwas zum Thema sagen.
      0 5 Melden
    • Pasionaria 20.06.2018 19:51
      Highlight Spooky,
      ja, Deine alte Platte solltest Du einmal durch CD (C....arpe D....iem?) ersetzen!!

      "Aber sobald er sich in die abstrakte Theologie verirrt, ist er nur noch peinlich."
      Merke: Theologie ist abstrakt, sich darin verirren logisch, nun, HST hilft uns zu ent_wirren, guter Buddhist!
      4 4 Melden
    • Spooky 20.06.2018 21:02
      Highlight @Pasionaria
      Sagst du zum Thema auch etwas?
      Nein!
      Warum nicht?
      Weil du nichts weisst!
      Du kannst nur Leute beleidigen. Sonst nichts.
      3 8 Melden
    • Pasionaria 20.06.2018 22:02
      Highlight Alienus
      Bildlich, wie meist 👍
      Doch seh ich beim Blog eher, dass der Knochen zu den Hunden (welche Rasse und Religionszugehoerigkeit auch immer) kommt:

      Knochen = Anlassartikel
      Hunde > muessen nur noch heineinbeissen, dann schwirren noch ein paar Fliegen (oder Sterne…..) umher, die die Hunde beim zubeissen leicht stoeren!

      3 2 Melden
    • Pasionaria 20.06.2018 22:07
      Highlight "Aber sobald er sich in die abstrakte Theologie verirrt, ist er nur noch peinlich."

      Und wie nennst Du dies..... ? Guter Buddhist?
      So wie man(n) in den Blog ruft, so toent es zurueck.
      3 2 Melden
    • Maracuja 20.06.2018 22:43
      Highlight @Spooky

      Dann erklären Sie uns doch mal was abstrakte Theologie ist, bevor Sie sich hier als Experte aufspielen.
      2 2 Melden
    • Maracuja 20.06.2018 22:49
      Highlight @Alienus

      Auch wenn Hunde unfähig sind dies zu erkennen, Herr Stamm wirft nicht nur trockene Knochenstücke. Als Katze halte ich mich lieber an die gelegentlichen Sardinen. Obiger Artikel ist aber tatsächlich Trockenfutter, zu Locher fällt mir einfach nix ein.
      2 2 Melden
    • Spooky 20.06.2018 23:08
      Highlight @ Maracuja
      Ich habe Herrn Stamm gestern (oder so) im Fernsehen gesehen. Herr Stamm ist, von mir aus gesehen, ein hochintelligenter Mensch.

      Solange er bei seinem Leisten bleibt.

      Aber sobald Herr Stamm über Gott redet, dann sollte er wissen, dass die Grundlage jeder Realität (und es gibt davon unzählige) der Glaube ist.

      2 4 Melden
    • Alienus 21.06.2018 01:09
      Highlight Spooky

      Ach, was soll man*in zum Thema sagen?

      Hier eine grundsätzliche Meinung zum „heiligen“ Mann Locher:

      Abcdefghijklmnopqrstuvw….

      Setzen Sie sich einen entsprechend passenden Text selbst zusammen. Aber so, dass er Ihnen keinen Widerspruch ergibt und Sie jeden Käse glauben können.

      Nun, Locher wird auch der Bohrer genannt, mit welchem man dünne und dicke Bretter der Theologie bohren kann.

      Auch der kundige Finger, der in den realen finsteren Gängen der irrealen dunklen Theologie seine wichtigen Schürfen nach abstrakten theologischen Popel durchführt wird so genannt …..


      3 1 Melden
  • Pasionaria 19.06.2018 06:52
    Highlight Wie kann man von uns verlangen, in Glaubensfrage die Vernunft auszuschalten?
    Nur wenn man, wie es die (B)Locher Typen versuchen, die Vernunft dem Glauben unterzuordnen.
    Dies gelingt selbstverstaendlich nur, wenn logischen und sachlichen Widersprueche uebersehen werdent. Das heisst, kein auf den Grund gehendes Denken oder Hinterfragen (auch von Wundern und anderen Fantastereien) ist erwuenscht, ja erlaubt. Das Zweifeln ist sowieso des Teufels.
    Kurzum, Glauben und Vernunft das geht beim besten Willen nicht zusammen.

    6 5 Melden
    • Alienus 20.06.2018 07:27
      Highlight Pasionaria

      Untersucht man die Herkunft der „Vernunft“, so ist diese von den Zeitwörtern „vernehmen, erfassen, be- und ergreifen, hören…“ abgeleitet. Diese ZWe sind wichtige Bestandteile des Bibel-Narrativs.

      Wenn uns also solche „heiligen“ Männer ihre Ansicht über Gott, das Leben und die Welt erzählen, dann sind solche Zeitworte in Ordnung.

      Sollten die Zuhörer sich des davon abgeleiteten Substantivs „Vernunft“ eigenständig bedienen, so ist das nach deren Meinung falsch.

      Denn diese „Heiligen“ verlieren dadurch ihre Oberhochheit über unserer Meinung.

      Ob das der Teufel- äh Pferdefuß ist?
      3 2 Melden
    • rodolofo 20.06.2018 08:03
      Highlight Oh doch!
      Manchmal ist es vernünftiger, gar nicht so genau wissen zu wollen, wie es wirklich war und mit selbst gemalten Comic-Bildli im Kopf weiter zu wursteln.
      Die "Wahrheit" kann sehr süss und kostbar sein, aber auch eine "Büchse der Pandora"...
      Glaube mir, ich weiss von was ich rede!
      1 3 Melden
    • Share 20.06.2018 19:31
      Highlight Ratio. Mir scheint englische Etymologie schlüssiger. Die kennt seit 1825 den Ausdruck rationalization - `a rendering rational` eine Zusammensetzung von `rationalize` + `ation`. Wird in der Psychologie seit 1908 benutzt. Abschliessend wird `journalism` aufgelistet - interchanged, and the people thus become one mass, breathing one breath and one spirit, their might increases in a ratio of which it is difficult to find the measure or the limit. Journalism does this office…

      Geht es um nichts weniger als den heiligen Gral (der Kommunikation)?
      1 0 Melden
    • Pasionaria 21.06.2018 06:34
      Highlight Alienus
      Thx, dann sag mir aber bitte noch, warum eigentlich kommen die Menschen kaum aus Vernunft zur Vernunft?
      1 1 Melden
  • Spooky 18.06.2018 19:21
    Highlight Vernunft ist relativ. Für den Piloten, der eine Atombombe auf Hiroshima warf, war das eine vernünftige Handlung.
    6 4 Melden
  • Oxymora 17.06.2018 21:46
    Highlight Wer ein Christ sein will, der steche seiner Vernunft die Augen aus.

    Die Vernunft soll in der Taufe ersäuft werden.

    Vernunft ist die höchste Hur die der Teufel hat.

    Sie (Vernunft) muss in den Gläubigen getötet und begraben werden.

    Die Vernunft ist das grösste Hindernis in Bezug auf den Glauben, weil alles Göttliche ihr ungereimt zu sein scheint.

    Drum lasse man alle Vernunft immer daheim, welche eine Erzfeindin des Glaubens ist.

    etc.

    Protestanten Ideologie aus den Werken des Dr. Martin Luther Evangelist von Gottes Gnaden.


    11 6 Melden
    • Pasionaria 18.06.2018 08:12
      Highlight …..hast Du es vergessen, oder willst Du den Teufel nicht blossstellen?
      Seine Lieblingshure soll uebrigens die Vernunft sein!

      6 4 Melden
    • pablo' 19.06.2018 11:30
      Highlight Demütig ist mit Glauben wohl nicht komfortabel, wenn keine Gottesfürchtigkeit besteht, sondern nur eine Schau ist, um zu bluffen im Namen Gottes. Das ist Schaustellerei!
      0 0 Melden
    • pablo' 19.06.2018 20:43
      Highlight Was man nicht alles im Namen Gottes machen kann!?
      4 1 Melden
    • pablo' 19.06.2018 22:46
      Highlight Ein Andergott Entrecôte schmeckt ausgezeichnet.
      3 0 Melden
    • pablo' 20.06.2018 15:03
      Highlight Zum theologisieren braucht es absolute Seelenruh, verliebt darf man auch nicht sein, am besten man lässt die Gedanken an den Geliebten daheim, das man in der Predigt sich ja nicht überstürze.
      2 0 Melden
  • Michael Bamberger 17.06.2018 13:22
    Highlight „Es ist erbärmlich anzusehen, wie die Menschen nach Wundern schnappen, um nur in ihrem Unsinn und Albernheiten beharren zu dürfen und sich gegen die Obermacht des Menschenverstandes und der Vernunft wehren zu können.“ (Johan Wolfgang von Goethe)

    Quelle: Goethe, Briefe. An Friedrich Heinrich Jacobi, 1. Juni 1791
    13 4 Melden
    • pablo' 19.06.2018 11:55
      Highlight Johan Wolfgang von Goethe
      6 3 Melden
    • Alienus 19.06.2018 13:44
      Highlight
      Liebster pablitto,

      da haben sie aber den guten Schiller drauf!
      4 4 Melden
    • pablo' 19.06.2018 17:28
      Highlight Alienus, es scheint fast so es könnten Zwillingsbrüder sein.
      5 1 Melden
    • Pasionaria 19.06.2018 19:55
      Highlight Alienus
      es gibt halt Leute, die verwechseln fleissiges Geposte mit klugen Beitraegen.
      Pablitto hat einfach diesmal Pech gehabt….
      Der Unterschied zwischen Fleiss und Klugheit
      aehnelt demjenigen zwischen einem Gluehwuermchen und einem Blitz!
      (Sehr frei nach M. Twain)
      4 4 Melden
    • pablo' 20.06.2018 12:26
      Highlight Pasionaria Zitato schwacho,

      dann dürften Alienus keine Zeitschriften, keine Webseiten, und Skulpturen und Foto und Gemälde und Büchertitel mehr ansehen!

      Das kommt mir so vor, dass bei ihnen alles verboten ist, ausser das beten.
      3 1 Melden
    • Alienus 20.06.2018 12:45
      Highlight pablo

      Außer beten? DER war echt gut!
      2 1 Melden
    • Share 20.06.2018 19:28
      Highlight DER war echt gut.
      0 0 Melden
    • Pasionaria 20.06.2018 19:33
      Highlight Pablititio
      (liebevoller und herziger geht es kaum…..)
      Bei 95 % Ihrer Beitraegen uerkommt mich nur eines >?????....

      "Das kommt mir so vor, dass bei ihnen alles verboten ist, ausser das beten."
      Hervorragend erkannt, man koennte vielleicht noch hinzufuegen: …...und predigen und verschwoeren!
      Grossartige Analyse.
      0 3 Melden
    • pablo' 21.06.2018 09:16
      Highlight Pasionaria, mit zitterten Stimme,

      bbbbitte aufhören!! ? > Für das ist der Blogg da, um Tatsachen festzulegen aber nicht zu zementieren!!



      0 0 Melden
    • pablo' 21.06.2018 10:09
      Highlight Pasionaria, ganz der Trump, mit seinem Wählern, den fundamentalistischen evangelikalen Gottesstaat, von dem Locher bestimmt sein Liebling sein könnte.
      0 0 Melden
  • Beteigeuze 17.06.2018 13:11
    Highlight H.Stamm

    Es gab mal in D einen Fall von einem stadtbekannten jungen Paar. Tragischerweise ist dann das Mädchen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der Junge ist daran völlig verzweifelt und hat sich 2 Wochen später das Leben genommen. Er wollte wieder mit seiner grossen Liebe vereint sein.

    Das gleiche würde ich wohl auch machen, wenn meinem geliebten Alienus etwas zustossen würde. Auch ich wollte wieder mit ihm vereint sein, keine Frage.

    Vernünftig ist das aber nicht, werden Sie sagen. Aber ich und der Junge aus D fanden es vernünftig. Vernunft ist also relativ, nicht wahr?
    4 15 Melden
    • Alienus 17.06.2018 16:15
      Highlight Betsy,

      schön haben Sie den ausgestorbenen Beruf der gottbegnadeten Hofnarren im Blognarren wiederauferstehen lassen.

      PS: ………….. … ….. ……………!
      10 4 Melden
    • Pasionaria 18.06.2018 00:05
      Highlight Alienus
      Fazit: wo Sternschnuppen und Honig fliessen, da geht es klebrig zu!

      N.B...…………….!
      6 2 Melden
  • Oxymora 17.06.2018 12:37
    Highlight Mich dünkt diese protestantische Bescheidenheit verdirbt einem die Freude am Christentum. Das fängt beim Lohn an und endet beim Bischof. Können die Reformierten nicht wenigstens einmal einen Papst wählen?

    Als Fan von schmucken Kopfbeschwerern, bin ich der Meinung: dass die Welt noch mehr Päpste braucht; damit uns das christliche Kulturgut Tiara erhalten bleibt.

    Die Tiara von Petrus III Pontifex Maximus find ich sehr schön. Ich bin sicher auch bei Herrn Locher würde so ein Exemplar ganz toll aussehen.
    25 1 Melden
    • pablo' 19.06.2018 09:36
      Highlight Für Gewinn und Macht, braucht es diplomatische kompromissfreudige Politik, mit Arschkriechen in die katholische Kirche, so dass er auch dort seinen Einfluss geltend machen kann, denn Einfluss in Theologie, ist gleich Politik, Macht und Geld.
      4 0 Melden
    • pablo' 21.06.2018 09:40
      Highlight Sollte die Schweiz zu einem Gottesstaat entarten, wo der Erzengel Locher mit eiserner Hand unser Land regieren wird!? Da brauchen wirklich andere Kirchen-Vertreter wirklich einen Schutzengel das es nicht soweit kommt.
      0 0 Melden
  • Borki 17.06.2018 09:13
    Highlight Vielleicht gibt es ja in dieser Welt wirklich Dinge, die für dem menschlichen Verstand (Vernunft) nicht fassbar sind. Vielleicht auch nicht. Es gibt für beides Hinweise, aber schlussendlich keine endgültige Beweise.
    Ich bleibe mal Agnostiker. B.t.w. wohl die friedlichste Glaubensgruppe der Welt...
    15 4 Melden
    • Pasionaria 18.06.2018 00:10
      Highlight "Ich bleibe mal Agnostiker. B.t.w. wohl die friedlichste Glaubensgruppe der Welt…"
      Zur Info: Agnostiker ist keine Glaubensgruppe, sondern ein Skeptikertum.
      7 2 Melden
    • ReziprokparasitischerSymbiont 20.06.2018 00:34
      Highlight Auch als Agnostiker kann man Theist sein und somit eigentlich jeder anderen Glaubensgruppe angehören.
      1 1 Melden
    • Pasionaria 20.06.2018 19:38
      Highlight Alienus
      Bitte um Nachhilfe @ Rez(s)i_st > Agnostizismus
      Herkunft, Bedeutung, Synonym, Anwendung.
      Danke!
      0 1 Melden
  • Oxymora 17.06.2018 08:42
    Highlight Ich suche noch ein Lokal für die GV des eidgenössischen Axolotl-Zuchtverbands.
    Mit wie vielen eigenen, grosszügigen Lokalitäten müssen wir gesegnet sein, damit uns die Kantone auch ihre Ratsgebäude für Vereinstreffen öffnen?
    Kennt jemand die Regeln?
    Müssen wir einen sprechenden Axolotl vorweisen können?


    33 1 Melden
  • namib 16.06.2018 20:56
    Highlight Ganz ehrlich gesagt würde ich mir mehr Sorgen machen, wenn Herr Locher behaupten würde, dass alle diese Dinge mit Vernunft erklärbar sind.
    31 3 Melden
  • infomann 16.06.2018 20:49
    Highlight Diese unsäglichen Glaubenskriege auf jeder Ebene.
    Lasst doch diese Kirchen glauben was sie wollen.
    Austreten und ignorieren ist das einfachste und beste.!!
    27 8 Melden
    • Oxymora 17.06.2018 09:40
      Highlight @ infomann
      Da sind für alle Ewigkeit noch Gesetze aus dem vordemokratischen Zeitalter in Kraft. Die Landeskirchen sind aus finanzieller Sicht nicht auf Mitglieder angewiesen, solange es juristische Personen gibt. Die auserwählten Sponsoren können nicht austreten.

      20 2 Melden
    • pablo' 18.06.2018 18:00
      Highlight Wird von der Heiratsstrafe auch etwas davon abgezockt?
      6 0 Melden
    • pablo' 19.06.2018 09:22
      Highlight Heiratsstrafe und den Irrtum im Bundeshaus!
      6 2 Melden
    • Oxymora 19.06.2018 19:47
      Highlight @Paplo

      Heiratsstrafe ?

      Sie meinen sicher Konkubinatsstrafe.

      Im christlich, völkischen Politmilieu wird zur Zeit darüber nachgedacht diese zu verschärfen. Der heilige Bund der Ehe soll vor dem Konkubinat beschützt werden, um das christliche Abendland vor dem Untergang zu bewahren!

      Wenn Gutsituierte vermehrt heiraten, weil es Steuerlich rentiert, gefällt das angeblich dem lieben Gott.

      Ob die Schweiz Renditenehen benötigt ? Wahrscheinlich nicht.
      0 1 Melden
    • pablo' 19.06.2018 23:44
      Highlight Besinnlichkeit und Kultur haben eines gemeinsam, ohne Heiratsstrafe Kinder grosszuziehen, andernfalls sind Eltern auf Sozialhilfen angewiesen, und ob irgend jemand in Konkubinat leben will, das sei nach wie vor freigestellt, und brauchen keine Richtlinien. Geschiedene Eltern trennen sich wegen den zu zahlenden Heiratssteuern, und den daraus fehlenden Einkommens, und der Vater zahlt die Alimente.
      2 0 Melden
    • Oxymora 20.06.2018 07:53
      Highlight @Pablo
      Sie sind ja propagandahörig.
      Was ist Heiratsstrafe?
      Personen mit hohem Einkommen können mehr Rendite erzielen wenn sie nicht heiraten.

      Beispiel:
      Verdienen verheiratete Erwerbstätige mit Kindern über 120'000.00 Fr. zahlen Sie etwas mehr Bundessteuern als vor der Heirat. Falls nur eine der beiden Personen arbeitet, zahlt nur eine AHV. Witwen/r Rente und AHV erhalten aber beide.

      Das sind keine Fälle für Sozialhilfe.

      In Anbetracht der Renten und der Familien, die kein Einkommen über 120'000.00 Fr. erzielen, ist faktisch eine Konkubinatsstrafe viel häufiger anzutreffen.
      0 0 Melden
    • pablo' 20.06.2018 12:10
      Highlight Oxy, da wären die Tagesgrippen wohlumfänglich doppeltes Einkommens eines Ehepaares die Lösung. Ansonsten haben Doppelverdiener in Ehen nicht immer den grossen Bruttosozialprodukt-Einkommen wie der Mittelstand.

      Bei Doppelverdiener gibt es nicht nur die im Paradies lebenden, sondern aus finanziellen geringen Lohnverhältnisse bei Familien.

      Es gibt nicht nur der Reiche Mittelstand von 120000 Fr. Jahres Einkommen nach Steuerberechnung, sondern die Hälfte geringer Steuereinkommens, die auch berücksichtigt werden müssen.

      Das Nettoeinkommen ist mit dem steuerbaren Einkommen nicht komfortabel.

      1 0 Melden
    • pablo' 20.06.2018 15:55
      Highlight Oxymora, nicht zu vergessen die AHV-IV Splitting, zu den Heiratsstrafen-Steuern und Sozialausfälle hinzu!!!

      Verheiratete Familien mit Kindern, worin ein Ehepartner nicht mehr voll arbeiten kann, und geringen Lohn hat, leiden besonders unter der Heiratssteuer-Strafe, da ihnen das Geld für Lebenserhaltungskosten fehlt, und so Sozialgelder beziehen müssen. Auch Rentnerehepaare müssen sich der AHV-IV Splitting ergeben, und den Verzicht auf eine ihnen zurecht zustehenden vollen Rente in kauf zu nehmen.
      0 0 Melden
    • pablo' 20.06.2018 16:16
      Highlight Kirchenaustritte von Familien werden immer öfters gemacht, wegen zu hohen übersteuern, dass sich im monatlichen Einkommen, auf ein Jahr rigoros gespart werden muss, um rigorose Steuerforderung nachzukommen, und wer nicht zahlen kann, mit rigorosen Mahngebühren zu rechnen haben.
      3 0 Melden
    • pablo' 21.06.2018 12:31
      Highlight Familien in Freikirchen müssen per Monatseinkommen, befreit von der Kirchensteuer der Landeskirchen mit 10% berechnet werden, also begründen sich Evangelikale der Honorem überheblich, wenn behauptet wird, ihren Satz in von Zehnten % sei erheblich tiefer.
      0 0 Melden
  • Spooky 16.06.2018 18:24
    Highlight Und Jesus so: 🙈
    9 8 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi 18.06.2018 07:33
      Highlight Eher so:🤔
      1 0 Melden
  • karl_e 16.06.2018 17:05
    Highlight Locher meint doch nichts anderes als das uralte "Credo quia absurdum" (siehe Wikipedia). Schon den Kirchenvätern war also die Unvernunft des Glaubens bewusst. Warum Herr Stamm nun daraus eine Story macht, ist nicht nachvollziehbar.
    P.S.: Uebersetzung für Nicht-Lateiner: ich glaube, obwohl es unvernünftig ist.
    20 10 Melden
    • pablo' 19.06.2018 20:21
      Highlight Eigentlich hat Hugo Stamm Grund genug sowas zu schreiben, denn die Spatzen pfeifen von den Dächern, und sein Kommentar darf nicht ausbleiben.
      7 1 Melden
    • Oxymora 19.06.2018 21:52
      Highlight @Pablo

      Das Lehrerinnenzölibat hat sich in Luft auf gelöst, während das Priesterzölibat weiterlebt. Wer ist also triebgesteuert die Weiblein oder die Männlein?

      Oder haben die Dienerinnen Gottes und ihr Patriarch vor lauter Seelen übersehen, dass jeder Mensch eine eigene Persönlichkeit hat; die von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist?

      Wie auch immer, grauenhaft dieses protestantische Menschenbild, da wird total ausgeblendet, dass der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschöpft wurde. Und Gott ist ganz gewiss nicht triebgesteuert. Wahrscheinlich hat er nicht mal Eier.
      2 1 Melden
  • Linksgrün-versiffter Gutmensch 16.06.2018 15:43
    Highlight Den Gegnern wird generell immer das Gegenteil von dem unterstellt, was wir bei uns selbst als positive Eigenachaft sehen. Ein intuitiver Mensch kann durchaus vernünftig handeln, aber ein vernünftiger ist nicht intuitiv. Kreativität ist quasi die vernünftigste Art der Intuition.

    Bleibt anzumerken, an einen Gott zu glauben der sich seit 2000 Jahren nicht mehr gemeldt hat, ist weder vernünftig noch intuitiv.
    26 8 Melden
    • rodolofo 17.06.2018 17:00
      Highlight Wir brauchen Gedanken UND Gefühle!
      Unser Verstand würde endlos hin- und her überlegen, was wohl besser wäre und welchen Weg zu gehen sei, da JEDER Weg Vor- und Nachteile hat, und steinige, oder sehr steile Abschnitte.
      Den "Stichentscheid" kann nur das Herz geben!
      Aber die mühsame Vorarbeit muss der Verstand leisten!
      Ich lasse weder den Verstand- noch das Herz dominieren! Wenn sie zusammenarbeiten und eine gegenseitige Vertrauensbeziehung erreichen, dann sind sie wie gute ReiterInnen mit ihren Pferden.
      Lass Dein Pferd auch mal voll abgehen!
      Danach wird es wieder ganz friedlich sein.
      2 5 Melden
  • blaubar 16.06.2018 15:31
    Highlight Herr Stamm überschätzt wohl ein wenig die menschliche Vernunft. Warum soll die unbegrenzt sein? Herr Stamm, erklären Sie z.B. mal, wie das quantenphysische Doppelspaltexperiment mit der menschlichen Vernunft erklärt werden soll. Jeder halbwegs vernünftige Mensch muss davon ausgehen, dass die eigene Vernunft nur einen Bruchteil der Wahrheit erfasst im Moment. Und dann gibt es eben noch Dinge, die nicht niet- und nagelfest sind: Intuition, Bauchgefühl, für Manche der Glaube. Ich würde mich hüten, diese Dinge zu verurteilen. Ein wenig offenlassen ist wohl am konstruktivsten.
    22 18 Melden
    • Nonbeliever 16.06.2018 23:03
      Highlight dein Vergleich hinkt hier ein bisschen, lieber blaubar. Bei quantenphysikalischen Vorgängen haben wir es mit Phänomenen zu tun, die zwar gegen den gesunden Menschverstand verstossen, aber doch wahr sind im Sinne von: messbar und reproduzierbar. Im weiteren Sinne sogar erfahrbar, denn sonst würden unsere Computer gar nicht funktionieren. Gott, Auferstehung, ewiges Leben sind Glaubens- oder halt Fantasie-Gebilde, weder irgendwie messbar noch verifizierbar und gehören damit in die gleiche Kategorie wie Einhörner oder das berühmte Tee-Tässchen, das seine Bahnen zwischen Mars und Jupter zieht.
      17 0 Melden
    • Alienus 17.06.2018 06:39
      Highlight Warum sollte Herr Stamm diese quantenpsychologische Frage beantworten?

      Hingegen ist es extrem interessant, wie Sie mit Ihrer Vernunft diese beantworten!

      Es würde höchstdramatisch sein, wenn es gelänge, mit einem Doppelspaltexperiment in die Nähe eines eventuell möglichen Gottesbeweises zu kommen.

      Bei Ihrem Beitrag hat man intuitiv ein Baugefühl, dass Sie die Macht des Glaubens für niet- und nagelfest halten.

      Denn bei unserer Diskussion bezüglich einstürzender Doppeltürme hatte man das Gefühl, dass Ihre technisch-physikalischen Kenntnisse doch sehr auf extrem wackeligen Beinen standen!
      5 3 Melden
    • blaubar 17.06.2018 09:14
      Highlight Alienus: Ich will dich in deinem Weltbild gewiss nicht stören. Vergiss es einfach und glaube all die Sachen, die du glaubst.
      4 4 Melden
    • blaubar 17.06.2018 09:16
      Highlight Nonbeliever: Da hast du natürlich recht! Ich vertrete ja auch nicht die kirchlichen Dogmen. Ich wollte nur aufzeigen, dass der menschliche Verstand offensichtlich begrenzt ist.
      4 2 Melden
    • Alienus 17.06.2018 13:26
      Highlight blaubar

      Vielen Dank für Ihr herzerfrischendes und wahrhaftiges Coming-out.
      2 5 Melden
    • blaubar 17.06.2018 17:39
      Highlight Alienus: Gern geschehen! (Ich habe zwar keinen blassen Schimmer, was du mit Comig out meinst, aber so what...)
      3 2 Melden
    • Alienus 17.06.2018 18:02
      Highlight blaubär

      Gerne lauscht man Ihre Definition des Doppelspaltexperiments als mögl. Gottesbeweis.

      Aber, …. in ankündigen von Weisheiten sind Sie zwar groß, in Realisieren ein Scheinriese. Hat man bei den einstürzenden Doppeltürmen gesehen. Na ja: „Namepropping“

      Auf meine Bitten um Aufklärung meiner von Ihnen postulierten unrichtigen wissenschaftlich-technischen Erkenntnissen, Hypothesen und Ableitungen warte ich immer noch.

      Na ja, die Lösung kommt sicher am Sankt-Nimmerleins-Tag oder am Jüngsten Tage oder … oder … oder.
      3 3 Melden
    • blaubar 17.06.2018 18:29
      Highlight Alienus: „Gerne lauscht man Ihre Definition des Doppelspaltexperiments als mögl. Gottesbeweis.“

      Das würde mich interessieren! Wo genau habe ich das gesagt?

      So, das war meine letzte Antwort für dich, es ist sinnlos mit Leuten zu diskutieren, die nicht lesen können.



      3 6 Melden
    • Pasionaria 18.06.2018 00:24
      Highlight Ach, blaubar,
      wieviel Quatsch haben Sie schon in diesem Blog hinausgepustet!
      Und wenn es konkret wird, dann verweigern Sie die Diskussion, ist das die Vorgehensweise eines klugen Menschen?
      Merken Sie sich: wer einen Quatsch erzaehlt, begeht einen Fehler, wer sich diesem nicht stellt, einen zweiten!
      Aber wie heisst es so schoen: Auch die Bretter, die mancher vor dem Kopf traegt, koennen die Welt bedeuten.
      5 4 Melden
    • Alienus 18.06.2018 08:01
      Highlight Namedropping ist ein Verhalten …, bei dem das bloße Nennen von bekannten Namen an die Stelle einer inhaltlichen Begründung des eigenen Standpunktes tritt.

      Ziel des Verwenders ist es, die eigene Argumentation zu unterstützen und das Gewicht der eigenen Argumente zu stärken.

      Ein zweiter Aspekt ist dabei der, dass das mangelnde eigene Wissen hinter dem der in Anspruch genommenen Autoritäten zurücktritt.

      Außerdem soll dem Gegenüber ein Gefühl der eigenen Überlegenheit durch den in Anspruch genommenen Wissensvorsprung vermittelt werden.

      Wikipedia, Hausfrauenunivertsität

      > Namedropping
      6 4 Melden
    • pablo' 19.06.2018 10:09
      Highlight Unter Gottfried Locher muss gegenüber der FEA freie evangelischen Allianz, nun wieder Frieden und Einigkeit herrschen! Selbst die VFG wird da Einverständnis gegeben haben, sonst wäre die Wahl von Locher zum Präsidenten nicht geglückt. Da ist wohl in der Doppelmoral unter Evangelischen und Freikirchen und katholischen Kirche, die unter Gottfried Locher vereint werden soll, für politischen Eigennutz gedacht, wie die Büchse der Pandora, denn am besten vergräbt man die Truhe ganz tief wo es niemanden schaden kann.
      5 0 Melden
  • salamandre 16.06.2018 15:26
    Highlight Ich liebe Eure Beiträge zu Gott, aber es dauert wohl noch ne ganze Weile bis der Mensch in der Lage ist dies Thema etwas kühler anzugehn
    14 1 Melden
    • pablo' 20.06.2018 13:21
      Highlight Natürlich kühl und vereist, unmöglich zu widerreden, und unbequem befragt zu werden. Das wünscht sich salamandre, wird nur nicht erfüllt werden, da Eismoleküle besteht, nicht aber Hitzebeständig ist.
      0 0 Melden
  • TheRealSnakePlissken 16.06.2018 13:12
    Highlight Der Grund für das Postulieren der Unvernünftigkeit ist ganz simpel: Den Glauben gegen Kritik zu immunisieren. Das kommt einer Kapitulation gleich. Warum dann noch - staatlich finanziertes - Theologiestudium an Universitäten, wo ja per se Unvernunft nicht gefragt ist? - Gott, ewiges Leben - grosse Worte. Fangen wir klein an: Sprechende Schlange? Wandeln über Wasser? Speisung der Fünftausend? - Gebt doch endlich zu, dass ihr 2000 Jahre und mehr eine Hafenkäse verzapft habt und macht den Laden endlich dicht!!!
    32 13 Melden
    • cero 16.06.2018 16:32
      Highlight Bleibt die Frage, ob es vernünftig ist, die Bibel wortwörtlich verstehen zu wollen. Dann noch, ob es vernünftig ist, gleich allen Gläubigen zu unterschieben, sie täten eben dies. Und vielleicht gibt es ganz vernünftige Gründe, weshalb die Bibel so ist wie sie ist.
      Sie dürfen den Menschen, die die biblischen Traditionen weiter gegeben haben, durchaus etwas Vernunft zutrauen.
      13 16 Melden
    • ReziprokparasitischerSymbiont 20.06.2018 00:46
      Highlight Die Vernunft sagt mir, dass ich die Bibel nicht wörtlich nehmen soll. Trotzdem kann es vernünftig sein, nach der Bibel zu handeln. Zwischen Text und Tat sollte einfach ein gewisser Denkprozess stattfinden.
      0 0 Melden
  • Linksgrün-versiffter Gutmensch 16.06.2018 13:00
    Highlight Es ist unvernünftig zu glauben, dass man vernünftig sei.
    29 4 Melden
  • Herr Martin 16.06.2018 12:57
    Highlight Mal abgesehen davon, was für Geschichten, Gerüchte und Tatsachen über Herr Locher in den Medien kursieren, hat er in Sache Vernunft aus meiner Sicht Recht. Anders als bei wissenschaftlichen Themen wie in der Soziologie, Technologie, Umwelt etc., alles Dinge, welche sich mit Gemeinschaft, Natur, Psychologie etc. Ausenandersetzen, handelt es sich beim Gott der Christen und den Glauben an ihn nicht um etwas weltliches. Wenn Sie sich schon einmal mit der Bibel auseinandergestzt haben, haben Sie vielleicht schon "unfassbarer Gott" gelesen, sowie dass der Mensch aus sich kein Glaube hervorbringen kann
    13 18 Melden
    • Gummibär 18.06.2018 23:57
      Highlight Ganz im Gegenteil. Wo immer der Mensch aufgetreten ist, hat er irgend einen Glauben hervorgebracht. Und in den allermeisten Fällen auch den einzig wahren.
      3 0 Melden
    • pablo' 20.06.2018 14:28
      Highlight Was ist Wahrheit, das einzig zuverlässige integrer? Grosse Versprechen werden nicht eingehalten, die Prophezeiungen für gute Zeiten treffen nicht ein! Was ist Wahrheit?
      2 0 Melden
    • pablo' 20.06.2018 17:32
      Highlight Die Wiederabfallen-Theologie aus Feta Hochschule, hat nichts mit dem versprochenen Heil zu tun, der Heilsgewissheit eines neugeborenen Kleinkindes an Mutters Brust. Es ist eine doppelzüngige theologische ausgelegte Doktrin, wo leider zu üblichen Lehre beigemischt wurde, aus der man nur lehren kann, es sei denn dass Irrlehren nicht berücksichtigt werden.
      0 0 Melden
  • Michael Goldberg 16.06.2018 11:57
    Highlight Locher: nöd alles isch mit Vernunft fassbar
    Stamm: OmG, LoChEr sEiT hÖrEd Uf dEnKe, rEliGiOn iScH sOo DuMm
    20 20 Melden
    • Hillbilly 16.06.2018 12:28
      Highlight Klemmt deine Shift-Taste?
      24 8 Melden
    • Burdleferin 16.06.2018 13:45
      Highlight Nein, er ist 13.
      29 5 Melden
  • cero 16.06.2018 11:20
    Highlight Im Glaubens-System ist die Aussage Lochers vernünftig. Er sagt damit nichts anderes, als dass er eben gerade nicht im Besitz ewig gültiger Wahrheiten ist, dass er Gott (und auch seinen Willen) gerade nicht im Hosensack zu freier Verfügung habe. Hat also mit Bescheidenheit* zu tun, was ich ziemlich vernünftig finde.
    Mir machen diejenigen viel mehr Angst, die behaupten, alles von Gott zu kennen und zu wissen.
    *auch wenn Bescheidenheit wohl nicht zu den grossen Stärken Lochers gehören.
    19 4 Melden
    • pablo' 20.06.2018 14:37
      Highlight Der Chef hat immer recht, und hat er einmal nicht recht, so hat er doch recht! Wer hat soviel Pinkepinke wer hat soviel Geld, wer soll das bezahlen?
      0 0 Melden
  • kleiner_Schurke 16.06.2018 11:20
    Highlight Zu dem Thema war gestern Judith Wipfler im SRF Tagesgespräch https://www.srf.ch/sendungen/tagesgespraech/judith-wipfler-quo-vadis-ecclesia Ich habe gestaunt wie viele Ungereimtheiten ein Mensch in kürzestes Zeit von sich geben kann. So hat nach Wipfler die reformierte Kirche den Menschen gelernt selbständig und für sich zu denken (und die Griechen???) und keine Obrigkeit über sich zu dulden (und Christen haben keine Gott über sich???) und so weiter und so fort. Die Kirche würde einen wahnsinnigen superguten Job machen, nur sind die Leute zu doof das zu merken. Da bekomme ich Schüttelfrost.
    22 11 Melden
    • TheRealSnakePlissken 16.06.2018 19:31
      Highlight Kann nur beipflichten. Die Pfaffen - neuerdings auch Pfäffinnen - haben es in den vergangenen Jahrtauseden zur Meisterschaft gebracht, den Leuten das Wort im Munde umzudrehen und das Blaue vom Himmel zu lügen. Am Anfang haben die Medizinmänner wahrscheinlich selber noch geglaubt, sie könnten den Regen aus den Wolken locken, aber heute noch allen Ernstes diese Antiquitäten als brauchbar anzupreisen, setzt schon schwerste intellektuelle Unredlichkeit voraus. Es gibt offenbar den unbedingten Willen zum Blödsein. Das ist wohl bei Kant gemeint, wenn er von SELBSTVERSCHULDETER Unmündigkeit sprach...
      20 3 Melden
  • cero 16.06.2018 11:16
    Highlight Im System des Glaubens ist die Aussage von Herrn Locher durchaus vernünftig. Sie bedeutet, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die man auch als vernunftbegabtes Wesen nicht erfassen kann, z.B. Gott (man kann sich durchjaus auch darum foutieren). Das hat mit vernünftiger Bescheidenheit* zu tun, dem Verzicht auf eine bis zum jüngsten Gericht gültige Wahrheit kennen zu wollen. Finde ich durchaus vernünftig.

    Mir machen die viel mehr Angst die behaupten, Gott logisch erklären zu können
    *auch wenn Bescheidenheit nicht Lochers grösste Tugend ist... :-)
    10 3 Melden
    • destin 16.06.2018 12:13
      Highlight @cero
      Wenn Sie zwischen "vernunftbegabtes Wesen" und "nicht" ein "noch" einfügen, wird ein Schuh draus. Das jüngst Gericht können Sie sich auch sparen; das tönt sehr martialisch, wenn man bedenkt, wie wenig der Mensch gemäss neuester Hirnforschung für seine Entscheidungen kann. Da käme eben die Vernunft ins Spiel, wenn man daraus die richtigen Schlüsse ziehen möchte.
      11 2 Melden
  • Dong 16.06.2018 11:02
    Highlight Guru Stamm hat einfach den Unterschied zwischen Materiellem und Spirituellem nicht begriffen, Punkt.
    Die Kolumne hat philosophisch leider kein Niveau.
    30 35 Melden
  • Franz0506 16.06.2018 10:31
    Highlight Was ist aber mit Menschen, die glauben, dass die irdische Schöpfung per Zufall entstanden ist? Darwin stellt ja an die Vernunft auch sehr bescheidene Ansprüche im Sinne von: Glaubt einfach an eine Unzahl von Zufällen, das erklärt dann die ganze Schöpfung in ihrer unfassbaren Komplexität. Die Hirnlosigkeit einer solchen Theorie stellt auch alle Vernunft in den Schatten. Aber es gibt tatsächlich Menschen, die mit solch schwachsinnigen Erklärungen zufrieden sind. Gott ist der Ursprung der Vernunft und der Mensch kann - wenn er will - ihn in seinen Werken, in der sichtbaren Schöpfung erkennen.
    20 55 Melden
    • Klaus07 16.06.2018 10:46
      Highlight Gott ist der Ursprung der Vernunft? Dass heisst dass alle Menschen vor dem Jüdischen Tanach keine Vernunft kannten? Die Schöpfung lief schon Milliarden Jahre, als der zweibeinige Mensch erst auf die idee kam. He! das ganze hier, die Meere, die Berge, die Tiere, die Natur muss von einem Spagettimonster gezaubert worden sein. Das ganze hörte sich jedoch unvernünftig an, also einigten sich diese Menschen auf einen alten bärtigen Herr (warum keine Frau?) Andere Frage, wer ist Hirnlos? Diejenigen die an eine Evolution glauben, oder diejenigen die glauben Adam sei aus einem klimpen Lehm entstanden?
      24 13 Melden
    • kleiner_Schurke 16.06.2018 11:13
      Highlight Hat Gott auch Trolle erschaffen die nur über Evolution posten können?
      25 9 Melden
    • Linksgrün-versiffter Gutmensch 16.06.2018 11:37
      Highlight Das überleben der am besten Angepassten ist doch kein Zufall, sondern durchaus vernünftig von der Natur. PS Fitness bedeutet in Darvins Werk, Tauglichkeit oder eben Anpassung und nicht wie es oft falsch interpretiert wird "Das Überleben des Stärkeren".
      24 1 Melden
    • midgo 16.06.2018 11:40
      Highlight Da musste ich doch jetzt einfach lachen. Ab so viel 'Vernunft'. Nicht dass ich mich gegen Glauben wehre, aber es gelingt mir schlicht nicht. Irgendwie ist mir doch alles zu natürlich.
      6 2 Melden
    • Nevermind 16.06.2018 11:47
      Highlight Du verwechselst da etwas. Die Evolution basiert nicht auf Zufall. Sie ist eine Folge der Naturgesetze.
      Falls es Gott gibt so müsste man ihn dafür bewundern, dass er ein Universum von solch unfassbarer Grösse und Komplexität erschaffen hat. Alles ist unendlich chaotisch und doch gleichzeitig so geordnet, dass daraus Leben entstehen kann.
      Man könnte fast meinen, dass du deinen Gott eher mit dem Erschaffer des Gummientchens in deinen Bildchen gleichsetzen willst, anstatt dass du offen dafür bist die unendliche Schönheit und Komplexität der Existenz zu anerkennen. Egal was am Anfang war.
      19 3 Melden
    • Ollowain 16.06.2018 11:53
      Highlight Franz: Du hast eindrücklich aufgezeigt, dass du weder von Darwin, noch von den wissenschaftlichen Hypothesen und Theorien etwas verstanden hast. Meine Frage: wurdest du religös, weil du Wissenschaft nicht kanntest bzw. verstanden hast oder hast du nie etwas über Wissenschaft gelernt weil du religiös warst?
      24 5 Melden
    • TheDude10 16.06.2018 11:56
      Highlight Evolution ist nicht Zufall sondern ein komplexes Entwicklungssystem.
      17 3 Melden
    • lilie 16.06.2018 12:01
      Highlight @Franz: Der Darwinismus postuliert nicht, dass die Lebewesen zufällig entstanden sind (was, nebenbei bemerkt, praktisch dem Kreationismus gleichkäme, denn noch vor kurzer Zeit hielt man den Zufall für göttlichen Ursprungs).

      Der Darwinismus erklärt, dass die Lebewesen durch natürliche Auslese entstanden sind.

      Ein Mechanismus übrigens, den auch die Menschen schon zu Bibelzeiten kannten. Nennt sich Zucht.

      Also solltest du kein Badentli neben den Pfau setzen, sondern z.B. eine Kuh. "Menschliche Auslese nach ein paar 1000 Jahren vs. natürliche Auslese nach ein paar Millionen Jahren".
      14 1 Melden
    • kleiner_Schurke 16.06.2018 12:27
      Highlight Weisst du Franzl, wir hier in diesem Blog wissen alle, das du mit der Evolution Probleme hast. Es muss ja keiner an die Evolution "glauben", du darfst sie sogar doof finden. Es ist einfach so, dass es mit der Zeit ein wenig öde und langweilig wird, wenn einer immer wieder genau das gleiche postet.

      Ferner frage ich mich ob du in deinem Glauben unsicher bist. Denn du könntest dich ja auf dein Sofa zuhause setzte, ganz ganz ganz fest an Gott glauben und dich auf seine Allmacht verlassen. Dein Gott wird uns ungläubige Heiden schon bestraffen, darb musst du dir keine Sorgen machen.
      20 5 Melden
    • midgo 16.06.2018 13:31
      Highlight Ich finde, die Gummiente und der Pfau passen zu Franz, das erschaffene asexuelle Entchen und der potente Pfau, welcher sich aufplustert und eine starke Sexualität demonstriert. So ein Zufall aber auch und völlig vernünftig.
      2 5 Melden
    • Nominator 16.06.2018 14:15
      Highlight @TheDude10 Ja, so wie ein selbstlernendes Programm denke ich. «Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott...» könnte bedeuten dass alles mit einem Quellcode angefangen hat der im Rechner Gott lief. Der Heilige Geist. Und Jesus so etwas wie der Sprachassistent ist. Ich habe da gar keine Mühe damit aus diesen «mystischen» Texten etwas Glaubhaftes zu extrahieren. Aber damit kann man die Menschen natürlich nicht um den Finger wickeln. Ich spiele das Spiel meines Lebens und wenn ich gewinne gehört das Universum mir. Nur damit ihrs wisst.
      4 3 Melden
    • pablo' 18.06.2018 19:21
      Highlight Natürlich Nominator, die Quallen waren einer der ersten Lebewesen. Am Anfang war nichts, und was war denn vor dem Nichts, oder besser gefragt; war das Huhn vor dem Ei, oder der das Huhn nach dem Ei!?


      0 0 Melden
    • Linksgrün-versiffter Gutmensch 18.06.2018 23:58
      Highlight @pablo'

      Die Huhn un Ei Frage ist leicht zu beantworten.

      Da Lebewesen nicht spontan mutieren, muss das erste Huhn aus einem Ei geschlüpft sein und sich darin zum Huhn entwickelt haben.

      Das Ei war also zuerst.

      Ich vermute vor dem Anfang war Mathematik, aber es ist für uns unmöglich und unlogisch einen Zeitpunkt ohne Zeit zu beschreiben.
      1 0 Melden
    • pablo' 19.06.2018 09:03
      Highlight Djinn, da hätte Albert Einstein die Antwort, mit seiner Relativitätstheorie, betreff Masse und Materie.

      Wo ist das Ende und wo der Anfang, und die Findung daraus?

      Es gibt keine Relation im Zufallsprinzip und Kreationismus. Beides ist nicht Nachweisbar, weder Urknall-Chemie noch Schöpfung-Kreationismus.

      Da ist das Ei des Kolumbus gefunden, wer hat die Lösung?
      0 0 Melden
  • Nominator 16.06.2018 10:26
    Highlight Religio(n) kommt von Rückbesinnung oder so ähnlich und bedeutet nicht anderes als die Überlieferungen woher die Menschheit kommt und wohin sie geht. Das wurde missbraucht und instrumentalisiert von den Menschen zu ihren eigenen Zwecken, was auch nicht verwundert. Und der Herr Stamm soll sich bitte mit den Sekten und ihren zweifelhaften Machenschaften beschäftigen die er so gut kennt. Was er hier in Watson schreibt kratzt an seiner Kompetenz und Glaubwürdigkeit. Den eigenenen Fachbereich im öffentlichen Dialog zu erweitern versuchen ist heikel.
    6 18 Melden
    • Klaus07 16.06.2018 10:52
      Highlight Eine Überlieferung kann nur stattfinden, wenn es auch Beweise für das „wo komme ich her“ und „wohin ich danach geh“ geben würde. Ihre Überlieferung ist auch nur eine menschengemachte erfundene Ideologie. Jegliche Religionen sind nichts anderes als Sekten die das unwissen ausnützen um unvernünftige Menschen zu manipulieren. Zweifelhafte Machenschaften nur Sekten zuzuschreiben ist äusserst naiv.
      9 5 Melden
  • Share 16.06.2018 10:13
    Highlight Grössenwahn kann jeden treffen. Aber wir wollen mal nicht so sein. Gehen wir von einem Unbehagen aus. Organisiert sich die Evangelische Gemeinde nicht unter einem gemeinsamen Dach wird der Algorithmus die dezentralen Kirchgemeinden bald nicht mehr finden. Nun, richtig modern wäre ein Co-Präsidium. Aber muss es gleich immer eine Frau und ein Mann sein?
    1 9 Melden
  • lilie 16.06.2018 10:04
    Highlight Es gibt ein arabisches Sprichwort, das die Lösung für das Problem Gott vs. Vernunft sehr anschaulich darstellt: " Vertraue auf Gott - aber binde trotzdem dein Kamel an!".
    122 7 Melden
    • Nevermind 16.06.2018 11:52
      Highlight Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.
      8 2 Melden
    • Burdleferin 16.06.2018 13:48
      Highlight Sei kein Frosch.
      4 4 Melden
    • rodolofo 17.06.2018 16:32
      Highlight @ Lilie
      Ein Algerisches Sprichwort lautet:
      "Ein voller Kopf ist wie ein leerer Kopf."
      1 3 Melden
    • Waedliman 20.06.2018 12:37
      Highlight Wenn sich doch ausgerechnet die Araber nur daran halten würden...
      0 1 Melden
  • Regas 16.06.2018 09:52
    Highlight Also ich kenne keinen Menschen der sich mit oder ohne Religion ausschliesslich von der Vernunft leiten lässt! Rein nach Vernunft würde es weder eine Fussball WM noch ein Rockfestival noch einen Ferrari geben, die Leiste liesse sich beliebig fortsetzten. Der Mensch ist eben kein von der Vernunft geleitetes Wesen sondern unvernünftig durch und durch. Und das ist auch gut so, sonst wäre das Leben schrecklich gleichförmig und langweilig. Die Unvernunft soll da aufhören wo das Verbrechen anfängt, dazu haben wir Gesetze und Richter.
    23 1 Melden
  • Klaus07 16.06.2018 09:50
    Highlight Mit rationalem denken, lässt sich jede Religion als menschliches Lügenkonstrukt erkennen das gebildet wurde um einen Urzeitliche Gemeinschaft in Logik, Moral und Lebensauffassung gleich zu schalten. Religionen wahren die Vorläufer von Rechtsstaatlichkeit und Gesetz. Dies machte vor 4000 Jahren absolut Sinn. Diese Gemeinschaftsfunktion braucht es heute nicht mehr da der Rechtsstaat diese Funktion übernommen hat. Also versucht man die Religion ins übernatürliche, nicht beweisbare zu verschieben um seine Macht und Legitimation zu sichern. Schlussendlich geht es der Kirche nur um Macht und Geld!
    147 36 Melden
    • Ollowain 16.06.2018 12:08
      Highlight Klaus: wunderbar gesagt!
      8 4 Melden
  • Graustufe Rot 16.06.2018 09:28
    Highlight "Wenn ich in einem Bereich die überlebenswichtige Vernunft ausschalten muss, führt dies zu einer Verunsicherung."
    Das ist wahr. Daraus entsteht ja auch immer wieder der Zweifel am Glauben, die Glaubenskrise. Jeder Gläubige kennt das. Bei mir gehen die Zweifel aber nie so tief, dass ich vom Glauben abfallen könnte.
    12 10 Melden
  • rodolofo 16.06.2018 09:26
    Highlight Beim Stichwort "Vernunft versus Glauben" muss ich schon fast zwanghaft auf den Österreichischen Philosophen Robert Pfaller hinweisen und insbesondere auf sein Werk "Das Schmutzige Heilige und die Reine Vernunft".
    Dieses Buch hat mir als Vernunft-Geschädigtem und gleichzeitig Lust-Behindertem eine Türe aufgestossen zu einer Welt, die mir bis dahin verschlossen geblieben war!
    Zaghaft ging ich erste Schritte und machte dann mit der Zeit immer weitere Erkundungs-Touren in den DSCHUNGEL der Sinnlichkeit und des Freien Denkens, wie ein im Käfig aufgewachsener und nun ausgewildeter Orang Utan.
    18 14 Melden
    • midgo 16.06.2018 11:44
      Highlight Wow, was ein Kommentar. Wünsche ihnen einen wunderschönen, wild-sinnlichen Tag!
      3 2 Melden
  • Graustufe Rot 16.06.2018 09:22
    Highlight Wenn wir an andere Lebensbereiche als der Religion auch die strengen Massstäbe der Vernunft anlegen würden, gäbe es heute keinen Hunger auf der Welt, keine Kriege, keine Plünderung des Planeten usw..Die "überlebenswichtige Vernunft" ist offenbar nicht stark genug der Menschheit das Überleben zu sichern.

    13 5 Melden
  • Graustufe Rot 16.06.2018 09:12
    Highlight Es gibt keine Beweise, dass das, was in der Bibel steht wahr ist. Die Existenz Gottes kann nicht bewiesen werden. Die Vernunft scheitert am Religiösen, nicht aber der Verstand. Was Sie doch sagen wollen: Die Religion ist ein Instrument der Manipulation und Unterdrückung, und das stimmt.
    Aber sie ist auch etwas Anderes: Spiritualität.
    9 5 Melden
    • TheRealSnakePlissken 16.06.2018 19:39
      Highlight Komisch, MEIN Bedarf an Spiritualität tendiert gegen Null! Ich weiss auch gar nicht genau, was das sein soll: Geschwurbel? Geraume? Bauernfängerei? Fake News? Schnee von gestern?
      6 2 Melden
    • blaubar 16.06.2018 23:07
      Highlight Spiritualität meint „das Geistige“. Ich könnte das so interpretieren: Die Zahl Pi oder ein echter Kreis, ein Musikstück (auf Noten) oder andere Ideen sind letztlich geistige Dinge, da sie in der Materie gar nicht existieren können. Es gab noch nie einen perfekten Kreis noch die vollständige Zahl Pi noch eine genaue Aufführung einer Bachsonate. Sie existieren nur theoretisch (geistig) wirklich. Und trotzdem prägen sie als Idee die Materie sehr stark. Aber ich fürchte, mit diesen Aussagen die meisten LeserInnen zu überfordern.
      5 0 Melden
    • ReziprokparasitischerSymbiont 20.06.2018 01:03
      Highlight Pi ist wohl das perfekte Beispiel dafür, dass man etwas irrationales mit Vernunft erklären (bzw. Überhaupt erst entdecken) kann.
      1 0 Melden
    • blaubar 20.06.2018 10:06
      Highlight @Rez: Die Vernunft ist tatsächlich ein grossartiges Instrument, mit dem sich ganz unglaubliche Zusammenhänge erarbeiten lässt. Dem Wort nach entstammt es wohl von „Vernehmen“ ab.
      Es gibt halt einfach sehr viele Dinge, die wir noch nicht „vernommen“ haben und sehr wahrscheinlich trotzdem existieren. Ich bin übrigens überhaupt nicht religiös, nur dass das mal gesagt ist. Mein Weltbild ist aber überhaupt nicht abgeschlossen.
      2 0 Melden
    • blaubar 20.06.2018 14:46
      Highlight Die Frage wäre noch, wie der Verstand auf die Zahl Pi kommen kann, obwohl sie real gar nicht existieren kann. Nein, ich will nicht auf Gott hinaus, gewiss nicht :-)
      2 0 Melden
  • philosophund 16.06.2018 09:08
    Highlight Vernunft ist ja auch kein Kind der Kirche. Würde sich die Vernunft in jeden voll entfalten bräuchte es keine Religionen mehr. 🙈
    20 13 Melden
    • Graustufe Rot 16.06.2018 10:02
      Highlight Sorry wenn ich mich wiederhole: Wenn sich die Vernunft in jedem voll entfaltet hätte, gäb es keine Klimaerwärmung, kein Elend, keine Kriege.
      18 5 Melden
    • _kokolorix 16.06.2018 22:36
      Highlight @Graustufe

      Was für den Dummen vernünftig scheint ist für den Intelligenten dumm...

      Man darf einfach nicht vergessen, dass die Erde von einer Vielzahl von ungebildeten, unwissenden Dummköpfen bewohnt wird. Für diese gibt es nichts vernünftigeres als einen Mercedes, BMW oder Audi, ein Riesenflatscreen und alle zwei Jahre das neueste Handy..
      4 0 Melden
  • lilie 16.06.2018 09:01
    Highlight Endlich wieder einmal ein stringent aufgebauter Text mit einer Kernaussage und einem Fazit!

    Die Kernaussage ist also, dass die Welt dem Untergang geweiht wäre, wenn wir auch nur einen Augenblick unsere Vernunft beiseitestellen würden.

    Ganz im Gegenteil: Die Dinge, die wir nicht begreifen, sind jene, die das Leben erst lebenswert machen: Liebe, Schönheit, Humor, das Wunder des Lebens.

    Wir können aber auch jene Dinge, die uns am meisten Angst machen, nicht begreifen: Schicksalsschläge, Schmerzen, Leere, Tod.

    Wer behauptet, alles begreifen zu können - kann eigentlich nur ein Sektenguru sein.
    20 10 Melden
    • rauchzeichen 16.06.2018 10:22
      Highlight nicht unbedingt. ich würde all diese begriffe als erklährbar bezeichnen, gewisse schwerer, gewisse leichter. es ist alles eine frage von ursache und wirkung. was emotionen angeht, spielt sich alles in unserem kopf ab. der guru der die antworten bereit hält, wird allgemein wissenschaft genannt.
      6 7 Melden
    • lilie 16.06.2018 10:59
      Highlight @rauchzeichen: Es geht nicht darum, irgendwelche Begriffe zu erklären, sondern das reale Erlebnis rein verstandesmässig zu erfassen.

      Und da gibt es nun mal einige Erfahrungen, welche die Kapazitäten unserers Spatzenhirns übersteigen.

      Und gerade die Wissenschaft beweist, dass wir rein gar nichts verstehen. Sonst gäbs ja nichts mehr zu erforschen.
      7 0 Melden
    • gelesen 16.06.2018 11:37
      Highlight rauchzeichen
      "der guru der die antworten bereit hält, wird allgemein wissenschaft genannt."
      Der Guru, der/die auf all-es eine Antwort weiss, wird Religion oder Esoterik genannt.
      = Da wo man nicht weiss, meint die Religion/Esoterik zu wissen, tut sie aber nicht wirklich, aber sie tut so, als würde sie wissen. Noch schlimmer, dass sie meistens auch noch davon überzeugt ist, dass das, was sie erzählt, die Wahrheit ist.
      3 4 Melden
    • gelesen 16.06.2018 12:56
      Highlight rauchzeichen
      habe nun auch gecheckt, wie Sie Guru in Bezug zu W. eingesetzt haben....
      Es hat mich verwirrt.
      2 2 Melden
    • rauchzeichen 16.06.2018 16:23
      Highlight Sobald die Wissenschaft etwas beweist, und es somit keine Theorie mehr ist, wissen wir es. Was nicht bewiesen ist, aber gedacht wird, ist eine These, welche durch Untersuchungen und weitere Indizien zur Theorie wird. In diesen Schritten läuft das ab. Etwas nicht zu wissen, erfordert für Wissbegierige Menschen eine These, welche versucht eben das zu erklären. Wer da aber einfach aufhört und denkt, ich bin zu dumm, eine These zu entwickel, ja, vielleicht. Zu deinem ersten Absatz lillie, ich denke du unterschätzt meinen Anspruch an etwas erklären. Das mein ich ganz Wissenschaftlich.
      1 0 Melden
    • ReziprokparasitischerSymbiont 20.06.2018 01:07
      Highlight Wenn die Wissenschaft etwas beweist, dann wissen wir es genau so lange, bis die Wissenschaft etwas beweist, was dem bisher für bewiesen erachteten wiederspricht.
      3 0 Melden
    • Pasionaria 20.06.2018 19:44
      Highlight " .....was dem bisher für bewiesen erachteten wiederspricht."
      Wenn es wie(!)der spricht, dann spricht es wieder d.h. erneut, bestaetigt es aleso!
      Was ein kleines > e doch wissenschafts-orthographisch anstellen kann!!
      1 0 Melden
    • ReziprokparasitischerSymbiont 20.06.2018 22:35
      Highlight @Pasionaria: da widerspreche ich dir nicht ;)
      0 0 Melden
  • happygoalone 16.06.2018 08:55
    Highlight Ich bin ja oft nicht einverstanden mit den Ausführungen des Herrn Stamm, aber diesmal finde ich die Kolumne recht treffend. Wobei ich beifügen muss, dass das Eine das Andere nicht ausschliesst. Ich kann mich sehr wohl an Gott halten, mich nach ihm ausrichten, ihn auf einer Ebene fern der Vernunft (ich glaube anders gehts gar nicht) wahrnehmen und mit ihm durchs Leben gehen. Was ich jedoch auch tue: Bei jedem bevorstehenden Schritt die Vernunft einschalten. Könnte ja sein, dass sich Gott irrt, und da wärs zu einfach, ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben, wenns bei mir aus dem Ruder läuft.
    2 18 Melden
  • Graustufe Rot 16.06.2018 08:45
    Highlight "Dinge, die mit der Vernunft nicht erfassbar sind, z.B. die Auferstehung, z.B. das ewige Leben. Und ganz sicher Gott."

    In erster Linie ist das eine fortschrittliche Aussage. Vor 20 Jahren wäre ein Pfarrer nach einer solchen Aussage des Amtes enthoben worden. Das ist ja das Problem bei Fundamentalisten und Sekten: sie nehmen die Bibel wörtlich, glauben z.B., dass die Welt wirklich in 7 Tagen erschaffen wurde. Erst durch den Anspruch, die absolute Wahrheit gepachtet zu haben ist Manipulation möglich. Erst dadurch wird das selbständige Denken ausgeschaltet.
    7 2 Melden
    • cero 16.06.2018 11:08
      Highlight Man kann auch im Namen der Vernunft die Wahrheit für sich gepachtet haben.... und nicht überall wo Vernunft drauf steht ist auch Vernunft drin.
      3 2 Melden
  • Dubio 16.06.2018 08:41
    Highlight Das ist jetzt aber arg übers Knie gebrochen.

    Mit der gleichen Elle gemessen würde das nämlich heissen, dass wir auch nicht lieben dürften. Den Liebe ist mit Vernunft auch nicht erklärbar, sondern kann nur erfahren werden.

    Da muss sich Herr Stamm etwas mehr anstrengen, so wie es hier geschrieben steht, wird jedenfalls kein Schuh draus.
    20 3 Melden
    • rauchzeichen 16.06.2018 10:27
      Highlight ach? liebe soll nocht erklährbar sein? neurologie und psychologie sagen da aber etwas anderes, genauso wie liebe als entscheidender teil der evolution gesehen werden muss.

      es gibt nichts unerklährbares. nur dinge, die wir noch nicht beweisen und abschliessend festnageln können. und das ist gut so, denn die wissenschaft lebt von dieser tatsache. die religion lebt von der überforderung mit all dem. von denen, die sich ein einfaches weltbild zulegen, um sich nicht mit der komplexität des seins auseinandersetzen zu müssen!
      9 9 Melden
    • Linksgrün-versiffter Gutmensch 16.06.2018 11:46
      Highlight @rauchzeichen

      Festnageln im Bezug auf das Christentum. Ein göttlicher Scherz.
      6 2 Melden
    • rauchzeichen 16.06.2018 17:07
      Highlight naja, es ist eher im bezug zur wissnschaft gemeint. aber ja, ich gebrauche sehr gerne biblische sprache, wenn wieder mal das thema wissenschaft gegen religion aufkommt.
      0 0 Melden
  • Granini 16.06.2018 08:30
    Highlight Da wurde wohl etwas missverstanden. Lochers Argumentation ist schon etwas schräg. Auch sind seine Ansichten schon etwas speziell.
    Er hat aber gesagt, dass Gott mit Vernunft nicht ERFASST werden KANN. Mit diesem Zitat ist nicht gesagt, dass wir es nicht TUN sollen.
    8 9 Melden
    • Klaus07 16.06.2018 11:01
      Highlight Warum sollen wir etwas dann tun das mit Vernunft nicht erfassbar ist? Ist dass dann nicht unvernünftig?
      3 2 Melden
    • Granini 16.06.2018 13:00
      Highlight Berechtigte Frage.
      Meine persönliche Überzeugung ist, dass dies ein Bestandteil in der Gottesbeziehung ist. Ich verstehe es wie ein Gespräch mit ihm, wo ich ihm Fragen stelle und dabei auch sehr kritisch werden kann.
      Dabei kommt häufig heraus, dass seine Antworten weit über den menschlichen Verstand hinaus geht.
      1 1 Melden
  • Eine_win_ig 16.06.2018 08:21
    Highlight Die Version von Herrn Locher ist vielleicht mit Vernunft nicht begreifbar. Ein Armeeseelsorger hat mir das Ganze aber (für mich) sehr treffend erklärt:
    Das ewige Leben heisst doch nichts anderes, als dass man in den Taten der Personen, welche man beeinflusst hat, weiterlebt.
    Alles was ich von meinem kürzlich verstorbenen Grossvater gelernt habe, habe ich ihm zu verdanken. Wenn ich also nun so handle, wie er es mir gezeigt hat, handle ich auf seine Art und Weise. Das heisst doch, ewig "leben", ewig hier sein. Dass, wenn ich dann das Ganze jemandem beibringe, die Kette weitergeht.
    68 21 Melden
    • Silberrücken 16.06.2018 09:41
      Highlight Genau , so gehen wir dann mit der Bedeutung von Wörtern um. Ewig heisst doch für immer? Spätestens wenn Ihre Kinder tot sind ist das „ewige“ Leben Ihres Grossvaters vorbei. Selbst die grossartigen Werke von Mozart oder Beethoven sind spätestens mit dem Ende der Menschheit/Erde weg, aus, vorbei und vergessen. Nichts ist ewig und diese Einsicht ist vernünftig denke ich.
      11 4 Melden
    • Klaus07 16.06.2018 11:06
      Highlight Das ganze nennt sich nicht ewig Leben sondern das weitergeben von erlernten. In der Natur nennt sich so etwas natürlicher Instinkt und wird von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben. Ein Evolutionärer Prozess. Nach zwei drei Generationen kann sich niemand mehr an Ihren Grossvater erinnern, ausser er hat etwas nachhaltiges erschaffen. Ein Musikstück, ein Bild, ein Gebäude etwas Politisches oder er wahr Massenmörder.
      7 1 Melden
    • rodolofo 17.06.2018 16:42
      Highlight @ Klaus07
      Der Grossvater ist weg, aber die Gene des Grossvaters sind noch vorhanden, weil sie -über den Weg der Paarung mit der Grossmutter- weitergegeben werden konnten.
      Das ist die Körperliche Seite der Geschichte.
      Gewisse Verhaltensweisen des Grossvaters, wie z.B. ein schnell auf- und ab wippendes Bein beim Sitzen, oder ein besonders liebevoller Umgang mit Kleinkindern, haben seine Nachkommen (meist unbewusst) imitiert.
      Das ist die Geistige Seite der Geschichte.
      Somit sind tatsächlich einzelne Aspekte unseres Lebens "ewig", erst recht, wenn wir alle Lebewesen als gleichwertig sehen.
      2 0 Melden
    • Klaus07 17.06.2018 18:21
      Highlight Mit ewigem Leben hat das ganze nichts mehr zu tun! Ein Leben endet mit dem Tot, egal ob man seine Gene weitergegeben hat oder nicht.
      5 0 Melden
    • rodolofo 18.06.2018 07:48
      Highlight @ Klaus07
      EIN leben endet, aber nicht DAS Leben!
      Und zum Leben gehört eben auch die soggenannt "tote" Materie! Sie wird vom Leben als Rohmaterial verwendet für Skulpturen, wie zum Beispiel ein Vogelnest, oder ein Stau-Verbauung durch Biber.
      Mit der Aufnahme, Verdauung und Ausscheidung, sowie mit Körperaufbau und -abbau fliesst andauernd Materie zwischen dem Reichen der "Lebenden" und dem Reich der "Toten" hin- und her, in einem EWIGEN Kreislauf!
      Du kannst das, was ich gerade gesagt habe, meinetwegen "Natur-Religion" nennen.
      ...
      1 4 Melden
    • rodolofo 18.06.2018 07:51
      Highlight ...
      Und als "Miesepeter der naturwissenschaftlichen Genauigkeit und Nüchternheit" kannst Du dann noch einwerfen, dass mit der Aufblähung der Sonne in ca. 2 Milliarden Jahren so, oder so Schluss sein wird mit dem Leben auf der Erde.
      Sorry, aber 2 Milliarden Jahre sind für mich als "Gewöhnlich Sterblichen" relativ ewig.
      1 2 Melden
    • pablo' 18.06.2018 20:27
      Highlight Na dann lassen wir doch rodolofo, auf ewig eifrig weiter reden,-schreiben.
      3 1 Melden
    • ReziprokparasitischerSymbiont 20.06.2018 01:18
      Highlight Das ewige Leben ist ja nicht auf die Erde begrenzt. Der Lebenszyklus der Sonne gehört genauso zum Kreislauf wie der einer Eintagesfliege.
      0 0 Melden
  • Corto Maltese 16.06.2018 08:20
    Highlight Also Teil 1 war ganz vernünftig aber nachher, beim Haupthema Vernunft, das war ziemlich wirr und an den Haaren herbeigezogen. Also da habe ich schon vernünftigeres gelesen von ihnen.
    21 9 Melden

Sind gläubige Menschen weniger grausam? Hinter der Frage lauert ein Denkfehler

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