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Kein Sex für Geistliche – ein unsinniges Dogma

Papst Franziskus belangt nun auch übergriffige Bischöfe und Kardinäle.



Der Zölibat ist eine der dümmsten Erfindungen, die religiöse Führer ersonnen haben. Einerseits fällt es sehr schwer, irgend einen Nutzen der Ehelosigkeit für irgend jemanden zu erkennen, andererseits hat dieses sinnlose Dogma unendlich viel Leid in die Welt gebracht.

Zwar versuchen Verfechter des Zölibats halbwegs plausible Argumente anzuführen – Pfarrer ohne Familie hätten beispielsweise mehr Zeit für die Nachfolge Jesu und für die Seelsorge –, doch überzeugend wirken sie angesichts der sexuellen Übergriffe nicht.

Der Zölibat war Jahrhunderte lang unbestritten und wurde nicht hinterfragt. Die Kirchen hatten die Macht und die Deutungshoheit. Sie konnten die sexuellen Missbräuche vertuschen und unter dem Deckel halten. Dank der Säkularisierung können die Kirchen die Kritik nicht mehr als Ketzerei anprangern und unterbinden. Seither wächst der Widerstand. (Zur Erinnerung: Im Mittelalter endeten Skeptiker und Kritiker oft auf dem Scheiterhaufen.)

Die meisten Sex-Skandale brachen in den letzten Jahren in der katholischen Kirche auf. Papst Franziksus versucht nun – gegen vielfältige Widerstände einflussreicher Bischöfe und Kardinäle – eine Nulltoleranz-Politik umzusetzen. Die Anzeichen mehren sich, dass er allmählich Erfolg damit hat.

Unterstützt wird er von Kardinal Sean O’Malley, Vorsitzender der päpstlichen Kinderschutzkommission. Dieser fordert nun, dass nicht nur Pfarrer zur Rechenschaft gezogen werden, sondern auch fehlbare Kardinäle und Bischöfe.

Boston Roman Catholic Archdiocese Cardinal Sean O'Malley speaks to the media, Wednesday, Dec. 20, 2017, in Braintree, Mass., on the death of Cardinal Bernard Law. The disgraced former Boston archbishop, who epitomized the Catholic Church's failure to protect children from sexually abusive priests, died Wednesday in Rome. He was 86. (AP Photo/Bill Sikes)

Sean O'Malley, Kinderschutzbeauftragter. Bild: AP/AP

Diese Woche hat der Papst den Würdenträger Philip Wilson, Erzbischof von Adelaidede, in die Wüste geschickt. Wilson wurde verurteilt, weil er Missbräuche vertuscht hatte. In Chile sind Ende Mai ausserdem mehrere Bischöfe zurückgetreten, weil sie den Priester und Kinderschänder Fernando Karadima gedeckt hatten.

Jüngstes «Opfer» der verschärften Politik ist Kardinal Theodore McCarrick. Auch sein hohes Alter – er ist 88 Jahre alt – schützte ihn nicht vor Saktionen. Franziskus bugsierte ihn auf dem erlauchten Kreis der Kardinäle.

epa06915550 (FILE) - US Cardinal Theodore McCarrick of the Archdiocese of Washington speaks during a news conference at the Vatican press center, Vatican City, 24 April 2002 (reissued 28 July 2018). According to reports, Pope Francis on 28 July 2018 accepted Theodore McCarrick's from College of Cardinals over his sex scandal. McCarrick was accused of sexually abusing a teenager nearly five decades ago during his time as a priest in the Archdiocese of New York.  EPA/DANILO SCHIAVELLA *** Local Caption *** 99363528

Theodore McCarrick, 88, wurde aus dem Kreis der Kardinäle ausgeschlossen. Bild: EPA/ANSA

Erwischt hat es auch den Finanzchef des Vatikans, Kardinal George Pell. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren, er wartet auf seinen Prozess. Ihm werden sexuelle Übergriffe auf Knaben vorgeworfen. Ausserdem soll er ebenfalls übergriffige Priester gedeckt haben.

Das Dogma des Zölibats geht auf Jesus zurück. Laut Matthäus 19,12 sprach er von der Ehelosigkeit «um des Himmelsreiches willen». Um Himmelswillen, ist man da geneigt auszurufen. Geknüpft ist das Himmelreich auch an die ungeteilte oder bedingungslose Nachfolge.

Daraus wurde der Codex für Priester abgeleitet: «Die Kleriker sind gehalten, vollkommene und immerwährende Enthaltsamkeit um des Himmelreiches willen zu wahren.»

Was Jesus und die katholische Kirche von Priestern verlangt, ist wider die Natur. Das Fleisch ist bekanntlich stärker als der Geist, wie sogar die Bibel weiss. Obwohl heute jedem Kleriker klar sein müsste, dass Enthaltsamkeit zu Neurosen und Zwangsverhalten führt, wird am Dogma festgehalten.

Dabei wissen wir ja nicht einmal, ob Jesus selbst zölibatär gelebt hat. Die Bibel verrät uns nicht, ob er allein war oder enthaltsam gelebt hat. Seine innige Beziehung zu Maria Magdalena lässt zumindest die Vermutung zu, dass er nicht nur eine platonische Liebe zu ihr unterhielt.

Überhaupt ist es äusserst fragwürdig, wenn nicht befremdend, dass das Zölibat mit dem Glauben verknüpft wird. Deshalb kommt der Verdacht auf, dass da eine Portion Eifersucht im Spiel ist: Es ist für Kirchenführer eine Kränkung, dass die Sexualität stärker als der Glaube ist.

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183Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Oxymora 08.08.2018 21:52
    Highlight Highlight Nachwuchsprobleme bei der katholischen Kirche: Kaum ein junger Mann will heutzutage noch im Zölibat leben. Gamer sind die Lösung: Mach dein Zölibat zu Geld.

    Play Icon
    %2Cwn
  • Michael Bamberger 08.08.2018 13:05
    Highlight Highlight Ein zölibatärer Ratzinger zeigt sein Janusgesicht:

    "Der Schattenpapst brüskiert die Juden"

    https://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/der-schattenpapst-brueskiert-die-juden/story/25882494
  • Pasionaria 08.08.2018 00:50
    Highlight Highlight Alienus, der......."gegen die Kommentarregelverstossende":-))
    Alienus
    Die Zensur eines Deiner Postings vom 04.08.2018 hat mich doch sehr überrascht. Wetten, dass da ein Hilfspraktikantenwatsonblogredaktörchen am Werke war, da er Deine Sprache - m.M. im Gegensatz zum Blogautor - nicht verstehen konnte. Keine bes. Meisterleistung.
    Dein endlich wieder 'gesitteter' Beitrag vom 5.8.18 betr. die bedauernswerten Eunuchen hat doch einiges auf sich.
    Sind Zölibat verordnende Klerikale nicht die Eunuchen im Harem: sie wissen, wie es geht - sehen, wie es gemacht wird, aber sind unfähig, es selbst zu tun?
  • vera.vox 07.08.2018 23:46
    Highlight Highlight Sexuellen Missbrauch gibt es in jedem Gesellschaftssektor.

    Atheistische Regime haben zum Teil systematisch und geplant gemordet, gefoltert und missbraucht. Haben sie später jemals etwas für die Opfer getan?

    Ganz anders die Kirche:
    Leider war sie nicht in der Lage gewesen das Eindringen dieser Skandale in den Leib der Kirche zu verhindern. Sollte jemand dabei geschädigt worden sein, tut ihr das aufrichtig leid. Sie tut dafür wahrhafte Busse in Stellvertretung und Sühne für all das, was geschehen ist. Sie betet für die Opfer.
    • Chris Olive 08.08.2018 09:11
      Highlight Highlight Die Kirche tut Busse in dem sie sich schützend vor die Kinderschänder stellt? Vertuscht was geschehen ist?
    • Pasionaria 08.08.2018 15:11
      Highlight Highlight Falsa.vox
      2/2 ...
      "Sollte jemand dabei geschädigt worden sein, tut ihr das aufrichtig leid. Sie tut dafür wahrhafte Busse in Stellvertretung und Sühne für all das, was geschehen ist. Sie betet für die Opfer."
      Ja, ja, wunderschön und edel von ihr - v.a. aber ist sie damit beschäftigt, den Opfern Milliarden (!) an Schweigegeldern zu bezahlen!
      Reihen Sie dies unter Busse, Sühne oder Beten für die Opfer ein?
      u.A.w.g.
    • Pasionaria 08.08.2018 15:14
      Highlight Highlight 1/2
      falsa.vox
      Eigentlich sollte man auf Ihren totalen Quatsch schon lange nicht mehr reagieren. Aber es juckt einen bei totalem Stumpfsinn eben doch.
      "Sexuellen Missbrauch gibt es in jedem Gesellschaftssektor." - ja, aber kaum von Organisatoren mit einem unfehlbaren Oberhaupt, die Moral, Liebe, Sittlichkeit, Ethik u.v.(Unglaubwürdiges).m. an oberster Stelle verkünden.
      ff
    Weitere Antworten anzeigen
  • Share 07.08.2018 20:50
    Highlight Highlight Die Sexualität ist mit dem Glauben und der Vorstellungskraft verknüpft, was dem Naturell des Menschen entspricht und das ganz ohne konfessionelles Bekenntnis. Befremden sollte die Verknüpfung von Glauben und Schweigen, im Zeichen der Beichte. Was über das Seelsorgegespräch hinaus geht ist schwer zu ertragen.
  • Smeyers 07.08.2018 08:51
    Highlight Highlight Zölibat ist eine Schnapsidee und zudem wird Jesus falsch zitiert. Jesus war ursprünglich ein junger jüdischer Rabiner, bevor er das Christentum erfand. ergo durfte er auch heiraten! Also sollten auch Priester heiraten dürfen.
    • kafifertig 07.08.2018 10:09
      Highlight Highlight Jesus hat aber nie geheiratet.

      Wenn jemand dem Beispiel Jesu folgen will, soll er nun heiraten oder nicht?
    • Smeyers 07.08.2018 12:44
      Highlight Highlight Nur weil er nicht geheiratet hat, bedeutet dies nicht das er es verboten hat. Und wie viele bereits vorgänging erwähnt haben, war es in der röm. katholischen Kirche üblich Frauen zu tolerieren. Ich bin der Meinung es gibt historisch gesehen keinen zwingenden Grund für das Zölibat.
    • kafifertig 07.08.2018 16:00
      Highlight Highlight @Smeyers
      Es geht ja nicht darum, was Jesus verboten hat.
      Christen wollen seinem Beispiel folgen. Aber was ist sein Beispiel punkto Heirat denn nun eigentlich?
      Mir ist das überhaupt nicht klar.
      Vielleicht hätte er ja geheiratet, wenn nicht das Kreuz dazwischen gekommen wäre.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kafifertig 06.08.2018 18:39
    Highlight Highlight Der Zölibat hat sicher nichts mit den Missbrauchsvorfällen in der Kirche zu tun.
    Es gibt unter den zum Zölibat verpflichteten Priestern ganz bestimmt nicht mehr Sexualstraftäter als unter der übrigen Bevölkerung.
    Es wäre auch kein plausibler Zusammenhang, weil zur Befriedigung sexueller Bedürfnisse viele diskrete Dienstleister / -innen bereit stehen.

    In der Geschichte der Kirche wurde der Zölibat nicht immer streng gehandhabt. Pfarrer, Bischöfe, Kardinäle und auch Päpste hatten nicht selten ganz offiziell Lebensgefährtinnen, Geliebte oder Kurtisanen. Bloss heiraten durften sie nicht.
    • Michael Bamberger 06.08.2018 21:08
      Highlight Highlight Kafifertig: "Pfarrer, Bischöfe, Kardinäle und auch Päpste hatten nicht selten ganz offiziell Lebensgefährtinnen, Geliebte oder Kurtisanen. Bloss heiraten durften sie nicht."

      Quatsch!

      "Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer grossen Aufgabe. Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren..." (1. Timotheus 3,1-2)
    • kafifertig 06.08.2018 23:02
      Highlight Highlight @Michael
      Kein Quatsch:
      "Zur Zeit der Renaissance war es kein Skandal, wenn eine Kurtisane in Rom mit einem Kardinal in einer Kutsche offen durch die Stadt fuhr. Von der Kurtisane Saltarella wurde 1539 berichtet, dass sie mit fünf Kardinälen zu Abend gegessen hatte. Kardinal Cornaro unterhielt ein stadtbekanntes Verhältnis zu einer Kurtisane mit Namen Doralice, bis sie 1566 aus Rom ausgewiesen wurde. Einige Kurtisanen wohnten im Kardinalspalast und wurden auch ständige Begleiterinnen der Kardinäle, ebenso wie sie andere hochgestellte Personen von Rang empfingen."
      Quelle: https://bit.ly/2vnYgXN
    • Michael Bamberger 07.08.2018 09:17
      Highlight Highlight Kafifertig: "Bloss heiraten durften sie nicht."

      Darauf bezog sich mein Kommentar und wie Sie sehen, hat Paulus im 1. Timotheus Brief die Ehe von Bischöfen ausdrücklich legitimiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hypatia 06.08.2018 11:00
    Highlight Highlight Zölibat heisst erst einmal nur Ehelosigkeit. Da Sex ausserhalb der Ehe im kath. Glauben eine Sünde ist, die einem in der Beichte vergeben werden kann, heisst das erst einmal, dass der Zölibat Sexualität nicht absolut ausschliesst, wenn auch unter der Bedingung, dass damit ein "sündhaftes" Leben geführt wird. Nun, da geht es vielen Priestern gleich jenen vielen, die mit dem Dogma: Sex allein in der Ehe nur noch sehr wenig anfangen können, und wenn sie damit Mühe haben, bleibt ihnen noch die Beichte. Die KK lässt damit der Hypokrisie, sprich der Verlogenheit, ein Hintertürchen offen.
    • Agnos ~ 06.08.2018 22:40
      Highlight Highlight Hypatia, ich hatte früher mal einen Priester auf Sex angesprochen, wo er hilflos etwas verlegen, kaum etwas zu antworten wusste, und da verstehe ich nicht das dieser Zölipatär ein besserer Berater ist.
    • kafifertig 06.08.2018 23:04
      Highlight Highlight Das ist ja das Praktische am Katholizismus: man sündigt, man beichtet, gut ist's.
    • Agnos ~ 07.08.2018 07:32
      Highlight Highlight kafifertig, warum meiden nicht Kk-ler den Beichtstuhl, > weil der Pastor sonst vor Scham errötet.
  • Michael Bamberger 06.08.2018 08:35
    Highlight Highlight vera.vox: "Ich bin schockiert wie hier der Missbrauch von Kindern mit dem Zölibat gleichgesetzt wird. Das ist unwissenschaftlich, es gibt keine Studie dazu."

    Falsch!

    "Studie: Zölibat begünstigt sexuellen Missbrauch"

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/studie-zolibat-begunstigt-sexuellen-missbrauch
    • Anam.Cara 06.08.2018 20:28
      Highlight Highlight @Michael Bamberger: ich bin auch der Meinung, dass sexuelle Übergriffe durch Vertreter der katholischen Kirche ohne Zölibat weniger häufig vorkommen würden.
      Dennoch: Deutsch ist eine sehr präzise Sprache - zwischen "begünstigen" und "gleichsetzen" liegen Welten. Just sayin'...
    • vera.vox 06.08.2018 22:27
      Highlight Highlight Zur Studie (Von katholisch.de und Michael Bamberger erwähnt):

      https://www.rmit.edu.au/content/dam/rmit/documents/news/church-abuse/child-sex-abuse-and-the-catholic-church.pdf

      Die Studie, der beiden Zöglinge Roms und Expriester Prof. Des Cahill und Dr. Peter Wilkinson kommt zum Schluss:

      Die Mehrheit der Täter ist heterosexuell, auch wenn sie mehrheitlich Buben missbraucht haben.

      Ein Ketzer, wer da sagt:
      A: Gleichgeschlechtliche Handlungen sind keine Akte der Heterosexualität
      B: Homopädophile haben sich in der rkK eingenistet
      C: Eventuell fördert das Siegel der Beichte die Missbräuche
    • Agnos ~ 06.08.2018 22:50
      Highlight Highlight Anam.Cara, ich denk nicht dass Unzucht bei unzölibatierten weniger vorkommt, ich sehe eher dass weniger hingeschaut wird, und auch ausserhalb der Kk nicht weniger vorkommt, nur dass man davon eher wegschaut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • vera.vox 06.08.2018 00:14
    Highlight Highlight @ AMU
    Du sprichst mir oft aus dem Herzen.
    Ich finde es einfach unverschämt, dass deine Kommentare einfach gelöscht wurden.
    Kein Wunder wird das Christentum in der Öffentlichkeit nur noch als wirres Zerrbild wahrgenommen.
    Zeigt jemand wie du Zivilcourage und lässt keine ketzerische Aussagen unkommentiert stehen, haut man das einfach ohne Begründung zum Blog raus.
    Da erträgt wohl jemand die Meinungsfreiheit nicht.
    • rodolofo 06.08.2018 20:55
      Highlight Highlight †ut Euch doch zusammen und gründet einen neuen Orden!
  • Lienat 05.08.2018 23:36
    Highlight Highlight Nebst den genannten Nachteilen möchte ich doch noch darauf hinweisen, dass das Zölibat immerhin zu einer gewissen Populationskontrolle führt. Stell sich mal einer vor, katholische Priester könnten sich unkontrolliert vermehren. Dann müssten wir ja befürchten, dass wir diesen Verein noch einmal 2000 Jahre lang ertragen müssen.
    • Agnos ~ 06.08.2018 16:18
      Highlight Highlight Lienat, eigentlich müsste man deshalb das Zölibat dann in allen geistlichen Institutionen einführen, um den ganzen Missbrauch abzuschaffen, so dass die Ordnung den Missbrauch ersetzt, der hinter geistlichen Fassaden sich abspielt.
    • Anam.Cara 06.08.2018 20:30
      Highlight Highlight @Lienat: denkst du denn, dass alle Parrerkinder strenge Christen wären oder selbst Pfarrer würden?
      Das funktioniert ja in der reformierten Kirche auch nicht wirklich...
    • Lienat 07.08.2018 12:19
      Highlight Highlight @Agnos~: Eigentlich müsste man den Menschen beibringen, dass ihnen Ihr Schöpfer (wenn es ihn denn wirklich gibt) ihr Gehirn nicht zur blossen Dekoration, sondern zum Gebrauch geschenkt hat. Das hätte dann beispielsweise zur Folge, dass man nicht sein ganzes Handeln von einem jahrhundertealten Stück Papier bestimmen lässt.

      @Anam.Cara: Alle sicher nicht. Aber wenn bei einem Kind praktisch von Geburt an Gehirnwäsche betrieben wird, hat das sicher eine gewisse Disposition zur Folge.
    Weitere Antworten anzeigen
  • vera.vox 05.08.2018 11:02
    Highlight Highlight Sex für Geistliche ist schädlich für den Glauben!

    Fürchtet nicht den Pfad der Wahrheit,
    fürchtet Priester die ihn nicht gehen!

    Der Zölibat ist auf das Reich Gottes ausgerichtet.
    Priester stehen an der Stelle Christi
    und folgen ihm seiner Ehelosigkeit.
    Wer dem Herrn gehört, gehört ihm ganz
    und nicht noch einer Sexsüchtigen!

    Hätten Josef und Maria Unzucht getrieben,
    hätte es Jesus Christus nie gegeben,
    keine Jungfrau hätte das göttliche Sperma empfangen!

    Ohne Zölibat, würde der Katholische Glauben aufhören,
    gefragt und populär zu sein!

    Deshalb wird hier gegen den Zölibat gehetzt!
    • rodolofo 05.08.2018 14:04
      Highlight Highlight Gut möglich, dass die Katholische Kirche nur als Verein für heimliche SadomasochistInnen weiter existieren kann.
      Ich sage das als Ethnologischer Beobachter mit "dem Blick von aussen", also ohne zu moralisieren.
      Denn wo kämen wir denn hin, wenn wir Alle ständig moralisieren würden?
      Etwa wieder zurück in den Schoss der Kirche?
    • winglet55 05.08.2018 16:21
      Highlight Highlight ****@ vera,
      wenn ihr Kommentar nicht ironisch gemeint war, gebe ich noch eine Antwort darauf.
      Das Zölibat ist schädlich für den Glauben, denn nicht Sex zerstört das Vertrauen in das Bodenpersonal. Die Übergriffe, das Leugnen und Aussitzen der Übergriffe zerstört das Vertrauen, und Vertrauen ist die Grundlage für jede Liebe, nicht nur die Körperliche.
    • Mutzli 05.08.2018 17:01
      Highlight Highlight @rodolofo Bin inzwischen relativ sicher, dass Vera.VOx ein Poe ist d.h. ein Troll, der sich nur schwer vom Original unterscheiden lässt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alienus 05.08.2018 07:01
    Highlight Highlight 1/3

    Nachdem sich das Zwerchfell nach der kabarettistischen Attacke erholt hat, nun zum Thema Matthäus 19,12.

    Blättert man in die Luther-Bibel von 1545, so stolpert man bei dieser bezüglich der Zölibats in eine riesentiefe verbale Fallgrube:
    „Denn es sind etliche Verschnitten, die sind aus Mutterleibe also geboren. Vnd sind etliche Verschnitten, die von Menschen verschnitten sind. Vnd sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben, vmb des Himmelsreichs willen. Wer es fassen mag der fasse es“….

    Sucht man nach der wahren bibl. Wahrheit, so ist es wirklich nicht zu fassen!
    • Agnos ~ 06.08.2018 16:26
      Highlight Highlight Verschnitten sind alle religiöse Konfessionen, wo es Sonderregulierungen gibt, das betrifft das Zölibat, unbedinngter Leualität ohne Wiederspruch, ewiges Gelübte, und totale Unterwerfung.
  • Alienus 05.08.2018 06:58
    Highlight Highlight 2/3

    Geht man in diesen dtsch.-sprachigen Urtext, so ist es eine Übersetzung des orig. griech. Eunuchen. Hier wird klar von Kastration gesprochen. Nicht des Verstandes, sondern des Sexus.

    Ob dies allen Gläubigen klar ist?

    In Laufe der Zeit und nach „Bereinigungen“ in der Art von „1984 - Georg Orwell“ in entsprechenden modernisierten Textbearbeitungen, ist nun eine schöne biblische „Beweislage“ für das Zölibat heraus gezaubert worden.

    Daraus eine göttliche Anordnung auf priesterliche Ehelosigkeit zu konstruieren, bedarf regster Kastrationsfantasien ... oder doch arge Kastrationsängste?
  • Alienus 05.08.2018 06:56
    Highlight Highlight 3/3

    Ein Punkt zur Kastration ist, dass nach dem weiblichen Dominat die Männer die religiöse Lufthoheit übernommen haben. Mit der „bewiesenen“ Tatsache der weiblichen „Unreinheit“ wurden die Frauen aus der Liturgie verdrängt.

    Schon im alten Ägypten wurden offensichtlich Priester kastriert. Dadurch wurden sie die „reinen und somit die besseren“ Frauen.

    In Afrika wurden / werden „Heilige“ nach einer Kastration erst solche.

    Bei nordam. Indianern und nordasia. Schamanen erfolgte die Kastration und sie durften / mussten Frauenkleidung tragen.

    In christl. Kirchen ist dies noch immer so.
    • Mutzli 05.08.2018 17:00
      Highlight Highlight @Alienus wo hätten denn die Frauen im Wirkungsraum der kath. Kirche denn vorher bitte das "Dominat" innegehabt? Auch die römische und griechische Religion z.B., von der jüdischen ganz zu schweigen, waren glasklar von Männern dominiert. Klar gab es bei beiden ersteren beiden auch Priesterinnen, doch der Pontifex Maximus z.b. war immer ein Mann und die sonstige Rollenverteilung auch sonst gleich klar. Bzgl. Ihrer Aussagen von weitverbreiteten Kastrationen hätt ich ehrlich gesagt gerne eine Quelle gelesen, abgesehen davon, dass es nicht koscher ist mal plump von "Afrikanisch" etc. zu sprechen.
    • Agnos ~ 06.08.2018 21:48
      Highlight Highlight Alienus, die Frommen haben so ein weiches lächelndes anziehenden Blick im Gesicht, weil damit eunuchenhaft besser missionieren lässt.

      Es gibt keine freie Partnersuche in den frommen Gefilden, und wenn doch dann nur sehr eingeschränkt, unter gewissen Voraussetzungen, unter Eingeständnis der führenden Elite.

      So zu den fundamentalistischen Glaubenseinrichtungen, unter andern auch die Jesuiten, die völlige Entbehrungen von ihren Anhängern fordern, und wohl nie vom Zölibat loslassen. Die Piusbruderschaft wird es sich auch schwer machen das Zölibat aufzulösen.

    • Agnos ~ 07.08.2018 10:32
      Highlight Highlight Alienus, Fundamemtalisten ist nicht nur Kk, sondern auch andern autokratisch christlichen Bewegungen, wo nur der akzeptiert wird, der alles in sich aufnimmt und ausführt, ohne nachzudenken, und das nennt sich; "an was zu glauben, was man nicht sieht noch verstehen kann."

      Zölibatieren ist nicht nur katholisch, sondern allgenein christlicher Natur, nur nicht so ausgeprägt wie in der katholischen Kirche.

      http://diakonissen-riehen.ch/index.php/schwester-sein
  • z.B. 05.08.2018 02:15
    Highlight Highlight #peach hugo weber Stamm
    Play Icon
  • Alienus 04.08.2018 21:51
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • Pasionaria 04.08.2018 17:54
    Highlight Highlight @ alle AMUs und Konsorten
    Woher stammt das Zölibat?
    Können Menschen verbieten, was 'Gott' allen freistellt und ermöglicht?
    • cero 04.08.2018 18:34
      Highlight Highlight In der Bibel hat es stellen, in denen eine zölibatäre Lebensweise aus bestimmten Gründen empfohlen (nicht befohlen!) wird. Aus der Perspektive von damals nicht nur daneben.
      Freiwillig (!) zölibatär Lebende waren in den Kirchen oft Vorbilder, hatten positiven Einfluss, machten Eindruck und, so scheint mir, aus der Freiwilligkeit wurde zusehends zuerst eine Erwartung und dann eine Pflicht. Hat wohl auch mit der Institutionalisierung der Kirche zu tun. Die Lehensfrage gab dann offenbar den Ausschlag.
      Ansonsten Wiki - Zölibat (mit Vorsicht zu geniessen)
  • cero 04.08.2018 17:19
    Highlight Highlight Ach ja - das Zölibat ist kein Dogma!

    Das heisst nicht, dass es nicht oft wie eines behandelt wird, aber im eigentlichen Sinne ist das Zölibat kein Dogma, sondern verhandelbar und aufhebbar. Ein Dogma hingegen ist sakrosankt - unantastbar (für die KK).
    Weshalb es noch nicht aufgehoben ist, da müssen Sie schon die Kurie fragen....

    z.B. hier: https://diepresse.com/home/panorama/religion/1451505/VatikanStaatssekretaer_Zoelibat-kein-Dogma
  • Share 04.08.2018 16:51
    Highlight Highlight Der Nutzen wird klar, wenn man sich mit der Thematik der negativen Didaktik beschäftigt. Ein aktuelles positivistisches Beispiel kann man plauschmäßig im Kindergarten kennen lernen. Was hingegen die Sippenhaftung unter Seinesgleichen, also vom Novizen bis zum Bischof, betrifft, bin ich skeptisch, weil solches geht über das OR hinaus. Dort kann man die Haftung erfolgreich delegieren.
    • Agnos ~ 07.08.2018 20:20
      Highlight Highlight Selbst Diakone sind der Versuchung erlegen, sich Macht anzueignen und über andere zu herrschen, das alles besitzen will, sogar den Leib eines Zögling. Religion und und Machtgelüste gehen Hand in Hand, weil selbstgerechter Glaube und der dafür angelegten Besitzsucht der Lohn immerwährender Gültigkeit hat, so die Haltung religiöser fundamentalistischen Dogmaitiker.
    • Agnos ~ 07.08.2018 20:29
      Highlight Highlight Die evangelische Beratungsstellen gegen sexuellen Übergriffen, gibt es Schweizweit viel zu wenig, und sollten bespielhaft aus andern Destinationen übernommen werden.

      http://shz.de/regionales/Schleswig-holstein/panorama/nordkirche-zehn-punkte-gegen-sexuellen-missbrauch-id7933206.html
    • Agnos ~ 07.08.2018 20:48
      Highlight Highlight Diakone müssten da auch nicht leicht haben, da unter ihnen auch ein Versteckdich praktiziert wird.


      http://shz.de/regionales/Schleswig-holstein/panorama/nordkirche-zehn-punkte-gegen-sexuellen-missbrauch-id7933206.html
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  • Klaus07 04.08.2018 16:03
    Highlight Highlight Religion ist die dümmste Erfindung. Das Zölibat ist nur eine Nebenerscheinung.
    • Silent_Revolution 04.08.2018 16:34
      Highlight Highlight Religion ist keine dumme Erfindung, sondern eine Erfindung für die Dummen, oder besser gesagt um sie zu kontrollieren und auszunehmen.
    • Der_kleine_Teufel 06.08.2018 13:18
      Highlight Highlight Muss man Religionen gleich so diffamieren? Religion muss nicht allen zusagen, dennoch ist es richtig und wichtig das sie da sind.
    • Silent_Revolution 06.08.2018 14:08
      Highlight Highlight Ja, muss man. Abrahamitische Religionen sind reiner Faschismus (Führerkult, eine gehorsame Masse und die Überzeugung der einzig richtigen Ideologie anzugehören). Und beweisen auch über 4000 Jahre nach der vermeintlichen Existenz Abrahams, dass deren Anhängerschaft mehrheitlich Krieg, Hass, Ungleichheit und Missbrauch verbreitet.

      Es ist fatal, das sowas noch heute Anklang findet, staatlich gefördert oder überhaupt toleriert wird.
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  • evand 04.08.2018 13:54
    Highlight Highlight Früher war es für einen homosexuellen einfacher auf frau und kinder zu verzichten. Ich denke schon nur aus diesem grund war der anteil von homosexuellen geistlichen recht hoch. Dazu das schuldgefühl „krank“ zu sein und die enthaltsamkeit, die nicht alle, aber eben doch einige, nicht einhalten konnten. Und dann nimmt man sich diejenigen, die sich nicht wehren können.
    • evand 04.08.2018 17:57
      Highlight Highlight Sorry, mein erster satz kommt ja total falsch rüber. Natürlich ist es auch heute einfacher, als homosexueller auf frau und kinder zu verzichten 😂. . Ich meinte eher: wer damals (und vielleicht noch heute) als homosexueller, egal wie bewusst oder unterdrückt, kein interesse an frauen hatte, empfand den zöllibat nicht als entbehrung. Vielleicht sogar als eine art zuflucht und schlupfloch, nicht heiraten zu müssen.
    • rodolofo 06.08.2018 21:06
      Highlight Highlight Genau!
      Wie könnten sich Homosexuelle in einer Homosexuellen-feindlichen Gesellschaft besser tarnen, als wenn sie etwas geloben und praktizieren, was allen Heteros extrem schwer fällt, für sie selber aber ein Kinderspiel ist?
      Darum ist dieser Trick mit dem Zölibat GENIAL!
      In Gesellschaften, die auch heute noch patriarchal und homophon sind, benötigen sie diesen Tarnung-Trick weiterhin!
      Darum -hat mir ein Katholischer Priester einmal verraten- kommt der Widerstand gegen die Abschaffung des Zölibats genau aus solchen Ländern!
      Die Schweizer Bischöfe allein würden es wohl heute abschaffen.
  • chäsli 04.08.2018 13:45
    Highlight Highlight Stimmt, das Zölibat war jahrhundertelang unbestritten und wurde nicht hinterfragt, dies weil ein Teil der Pfarrherren unsere Kinder schändeten oder sonstige sexuelle Beziehungen hatten. Da der Papst unfehlbar ist, wird das Zölibat heute und morgen nicht aufgehoben.
    • Astrogator 04.08.2018 14:05
      Highlight Highlight "Da der Papst unfehlbar ist" - ein weit verbreiteter Irrtum, der Papst ist sehr wohl fehlbar.

      https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4pstliche_Unfehlbarkeit
    • Agnos ~ 06.08.2018 17:12
      Highlight Highlight Für unfehlbar hält sich jeder, auch wenn er es nicht zugeben will, und um das glaubhaft zu machen, versucht jeder, die andern davon zu überzeugen, dass er nicht falsch liegt.
  • cero 04.08.2018 13:12
    Highlight Highlight Das Zölibat war (so viel ich weiss ) nicht von Anfang an gegeben. Es gab nicht zuletzt (v.a.?) handfeste Gründe das Zölibat einzuführen: Die kirchlichen Lehen gingen nicht mehr an die Kinder des Priesters sondern an die Kirche zurück.

    Zur Bibelstelle: Mt 19,12: Hier ist die Rede von Eunuchen (Kastrierten!), nicht von zölibatär Lebenden und da ist keine Forderung an irgendjemanden, sich dies anzutun. Also zwischen kastriert und zölibatär sehe ich doch einen Unterschied...
    Ob diese Stelle zur Rechtfertigung des Zölibats beigezogen wurde, weiss ich nicht.
    • regen 04.08.2018 16:01
      Highlight Highlight Korrekte richtigstellung! Der zölibat wurde erst viel später eingeführt und vor allem wegen dem von cero aufgeführten grund: vermeidung der vererbung des kirchlichen vermögens. Hat ja bestens geklappt, die katholische kirche verfügt ja über ein immenses vermögen. Die rechtfertigung dazu geschah dann ethisch-moralisch...
  • Follower 04.08.2018 12:10
    Highlight Highlight Jesus hat doch nie das Zölibat gefordert, das ist wirklich Quatsch! Petrus hatte eine Schwiegermutter, die von Jesus geheilt wurde. Jesus hätte kaum einen verheirateten Jünger berufen, wenn er später die Ehelosigkeit lehren wollte. Angedichtet wird das Zölibat am ehesten Paulus, der selber ledig war. Aber auch der sagte, es wäre besser zu heiraten, als sich ständig nach einem Partner zu sehnen.
    Sind Sie wirklich derart schlecht in der Bibel bewandert?
    Das Zölibat ist ein Konstrukt der katholischen Kirche und kann, da von einem (unfehlbaren) Papst zum Dogma erklärt, schlecht aufgehoben werden.
    • Regas 04.08.2018 17:10
      Highlight Highlight @AMU: Selbstverständlich hat die KK das Recht eine Solche Regel einzuführen. Kritiker haben aber auch das Recht eine solch dumme und unvernünftige Regel anzuprangern und die wirklichen Gründe aufzuzeigen. Die Auswirkungen dieser Regel müssten auch Ihnen einleuchten. Es geht rein nur um die Machterhaltung der KK.
    • Regas 04.08.2018 20:04
      Highlight Highlight @AMU:
      Die waren tatsächlich nicht dumm! Mit dem Zölibat konnte verhindert werden das die Geistlichen keine anerkannten Nachkommen zeugten und somit der Reibach in Kirchenbesitz blieb. Diese Fakten wurden schon zur Genüge in diesem Forum abgehandelt.
    • Regas 04.08.2018 20:20
      Highlight Highlight @AMU: "kein Mensch werde durch den Zölibat pädosexuell geprägt" Das mag ja stimmen. Eine andere Sache ist jedoch die, das gerade Pädophile das Priesteramt anstrebten, weil selbige ihre Neigungen ungestraft ausleben konnten.
      Das Zölibat hat jedoch andere Auswirkungen Z.b. den Selbstmord so mancher Geliebten eines Priesters (Haushälterin) weil diese wegen eines Kindes nicht mehr weiter wusste.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oxymora 04.08.2018 12:02
    Highlight Highlight “Dabei wissen wir ja nicht einmal, ob Jesus selbst zölibatär gelebt hat.“

    Bei anderen Romanfiguren wissen wir das.

    Von Mickey Maus können wir mit Gewissheit sagen, dass er eine Freundin hat.

    Mickey und Minnie hatten aber noch nie Sex, sie sind ja noch nicht verheiratet.

    Mickey könnte also noch immer Priester werden.

    Doch wahrscheinlich bleibt er lieber bei Minnie und kümmert sich um seine Neffen Mack und Muck.
    User Image
    • Angelo C. 04.08.2018 23:24
      Highlight Highlight

      Sooo guet 😅😁😆🤣😂🤪 !!!
  • rodolofo 04.08.2018 11:54
    Highlight Highlight ...
    3. Der Wunsch, sich mit einer spektakulären "Sexuellen Enthaltsamkeit" markttechnisch zu profilieren und so vermehrt Gläubige als Kundschaft zu gewinnen.
    4.?
    Hier zeigen sich auffällige Parallelen zwischen der Katholischen- und der Orthodoxen Religion mit ihren Klöstern und der Buddhistischen Religion mit ihren Klöstern.
    In der heutigen Zeit, wo es andere Methoden der Verhütung gibt und der Umgang mit sexuellen Minderheiten immer offener und toleranter wird, macht das Zölibat aber wirklich keinen Sinn mehr!
    Auf den Strassen und Feldern sehen wir ja auch keine Pferdefuhrwerke mehr...
  • Madison Pierce 04.08.2018 11:49
    Highlight Highlight Der Zölibat war früher nicht so sinnlos, wie er heute erscheint: früher hatte man in der Ehe nicht ein oder zwei Kinder, sondern eher fünf oder zehn. So hätte der Pfarrer dann tatsächlich nicht mehr genug Zeit für seine Arbeit gehabt und die ihn anstellende Kirchgemeinde hätte höhere Kosten tragen müssen.

    Das Problem ist, dass die Kirche sich extrem schwer tut, Bestehendes zu hinterfragen.
    • Astrogator 04.08.2018 12:20
      Highlight Highlight So ein Quark, es ging nur ums Geld. Keine offiziellen Kinder = keine Erben. Dann hat man man noch das Bullshit-Bingo erfunden und das ganze in einen theologischen Mantel gehüllt.
    • Mutzli 05.08.2018 16:52
      Highlight Highlight @Pierce Im Mittelalter wurde kein Pfarrer von einer Kirchgemeinde angestellt. Ganz im Gegenteil war die Pfarrei bzw. Pfründe sein Herrschaftsgebiet, in geistlicher und auch gewisser legaler Hinsicht. Wenn z.B. der Pfarrer die Einkünfte der Pfarrei einfach einstecken wollte (was die meisten auch taten) war das kein Skandal, sonder funktionierte wie vorgesehen. Zudem war ein Pfarrer eine sozial und finaziell sehr gut gestellte Persönlichkeit. Selbst wenn der 10 Kinder gehäbt hätte, hätte niemand von ihm, oder der Mutter, erwartet, dass die sich selber um die Kinder kümmern.
  • rodolofo 04.08.2018 11:47
    Highlight Highlight Klar erscheint das Zölibat heute als ein total bescheuerter Anachronismus und als Lustfeindliche Dummheit!
    Trotzdem dürfte es auch für das Zölibat triftige Gründe gegeben haben, die in früheren Zeiten wirkten und DAMALS vielleicht sogar einen gewissen Sinn machten:
    1. Kontrolle des Bevölkerungswachstums:
    Die überzähligen Jüngsten mussten auswandern, oder ins Kloster, wo sie ein minimalistisches Leben der materiellen Entsagung zu führen hatten und sich nicht vermehren durften.
    2. Zufluchtsorte schaffen für Schwule und Lesben in Gesellschaften, welche Homosexualität dämonisierten.
    ...
    • Astrogator 04.08.2018 12:23
      Highlight Highlight Punkt 2 ist interessant, wenn man die Gewänder und Kostüme, Ringe und anderen Schmuck anschaut - bedient schon einige Schwulen- Klischees.
    • rodolofo 04.08.2018 13:35
      Highlight Highlight @ Astrogator
      Noch interessanter ist, dass die Klöster als Prototypen für spätere Hippi-Kommunen und Wohngemeinschaften gesehen werden können!
      Natürlich musste das Klostermodell aber erst mal von all der verschrobenen Enthaltsamkeit, dem Gebets-Disziplin-Kram und der strengen Hierarchie entrümpelt werden.
    • Mutzli 05.08.2018 16:49
      Highlight Highlight @Rodolofo Zur Zeit des Einführung der Zölibatsidee in der Kath. kIrche im 12. Jh. war übermässiges Bevölkerungswachstum nicht gerade eine Sorge. Ganz im Gegenteil war dies eine Phase des Städtebooms (auch in der Schweiz, siehe z.B. Burgdorf, Bern, Ausbau von Zürich etc. pp.) in dem das durchaus positiv besetzt war. Homosexualität im Mittelalter war (obwohl leider ein viel zu wenig erforschtes Gebiet) viel weniger als problematisch betrachtet im Vergleich zu späteren Zeiten.
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  • DemonCore 04.08.2018 11:38
    Highlight Highlight Ich bin zwar Atheist und kann mit dem Zauberglauben nichts anfangen. Ich kann mir aber vorstellen, dass die völlige geistige Widmung an eine Sache besser geht, wenn man nicht gleichzeitig noch den Röcken hinterher ist.
    • Astrogator 04.08.2018 12:26
      Highlight Highlight @DemonCore: Dann müsste die katholische Kirche einen gewaltigen spirituellen Vorsprung gegenüber anderen Religionen haben die ihren PriesterInnen Ehe und Kinder erlauben.
      Wirklich lächerlich wird es dann wenn man als Katholik einen Ehevorbereitungskurs bei einem Pfarrer machen muss oder der Ratschläge fürs Eheleben gibt.
    • DemonCore 04.08.2018 13:43
      Highlight Highlight Eine intellektuell so bankrotte Idee wie der Katholizismus kann auch mit maximaler geistiger Widmung nicht andere Religionen wahrnehmbar hinter sich lassen. Ich behaupte dass es in diesem Zsh. völlig unbedeutend ist, welche Religion man diskutiert. Trotzdem ist das Konzept des Zölibats nicht völlig sinnlos. Zölibatäre Verhältnise gibt's ja auch bei Künstlern und Wissenschaftlern, mindestens temporär.
    • Mutzli 05.08.2018 16:44
      Highlight Highlight @DemoCore WIe kommen Sie denn jetzt darauf, dass es bei Künstlern und WIssenschaftlern (Teil des Arguments, dass nur explizit männlich?) es temporäre zölibatäre Verhältnisse geben würde bzw. was heisst das genau? Das raffe ich jetzt nicht so ganz.

      ZUm anderen Punkt von Ihnen: Triebe bzw. Bedürfnisse unterdrücken ist nicht gerade gesund, oder dazu geeignet sich gut auf andere Sachen konzentrieren zu können. Nur weil jemand nich zolibatär ist, heisst das ja nicht unbedingt, dass die Meistertinderer oder so sein müssen. Man kann ja auch in ner gesunden Beziehung sein z.B.
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  • Oxymora 04.08.2018 11:26
    Highlight Highlight 1.Niemand wird gezwungen Priester zu werden.

    2. Standesämter stehen auch dem Klerus zur Verfügung.

    3. Das Problem ist rein Sekten intern. (Neurose und Zwangsverhalten sind wahrscheinlich schon vor der Berufswahl eingeimpft.)

    4.Sexuelle Gewalt gegen Kinder kommt auch in Kirchen und Religionsgemeinschaften vor, die kein Zölibat praktizieren. Wer einen Missbrauch aufdeckt, zieht das Ansehen der Religion in den Dreck. Das möchten die Gläubigen wegen (den vielen) Einzelfällen nicht riskieren, da die einzig wahre Religion doch die Eigene ist.
  • Jazzdaughter 04.08.2018 10:53
    Highlight Highlight Ein Artikel von Herr Stamm den ich so unterschreiben kann - den Zölibat sollte man abschaffen.
  • blaubar 04.08.2018 10:31
    Highlight Highlight Und Onanie? Ist die bei den Katholiken geduldet? Denn da fresse ich einen Besen, wenn...
    • lily.mcbean 04.08.2018 12:03
      Highlight Highlight Die grösste Sünde ist sich selber fleischliche Freuden zu bereiten! Früher wurden Buben die beim onanieren erwischt wurden übelst bestraft, und die Mädchen wussten nicht einmal das sie das auch könnten. Meine Oma zb, die hatte sicher nie einen Höhepunkt in ihrem ganzen Leben, und wenn dann hätte sie warscheinlich noch schlechtes Gewissen gehabt weil sie den Sex genossen hat! So wurde vor 60 Jahren damit umgegangen.
    • Kilgore 04.08.2018 12:28
      Highlight Highlight Ich denke nicht, bei der Enthaltsamkeit ist warscheinlich jede Art von Sexualität gemeint
    • Share 04.08.2018 14:56
      Highlight Highlight @mcbean
      Deswegen celebrieren wir Ostern tagsgenau am Blumenfest der jungen Frauen das dem Weingott zu Ehren gefeiert wird, ja bereits im Frühjahr. Mehr Abgrenzung geht nicht. Lustfeindlichkeit als Massenphänomen darf als Neuzeitliche Erfindung gelten.
  • Linus Luchs 04.08.2018 10:27
    Highlight Highlight Nebst der Förderung psychischer Störungen bei den Geistlichen bedeutet das Zölibat ja auch eine Herabsetzung der Frau. Es impliziert, wer dem Himmelreich nahe sein will, lässt sich nicht auf eine Frau ein. Dazu passt der Ausschluss von Frauen aus pastoralen Funktionen. Das Zölibat und die Diskriminierung der Frau gehören zusammen.
    • rodolofo 04.08.2018 13:50
      Highlight Highlight Die Diskriminierung von Frauen geht für Schwule besonders einfach, denn die sind an Frauen eh nicht interessiert!
      Zum ersten Mal so richtig bewusst wurde mir dieser Zusammenhang bei einem schwulen Mitbewohner in einer WG, der Theologie studierte.
      Ich meine, wenn ICH mir alle diese religiösen Texte und Kirchenlieder anschaue mit dem "Lobpreiset den Herrn!", oder dem "Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Amen!" dann kommt mir das doch äusserst unerotisch und männlich überladen vor, eben irgendwie schwul.
    • Mutzli 05.08.2018 16:41
      Highlight Highlight @Rodolofo Männlich überladen-> Schwul kann ich noch so halbwegs nachvollziehen, doch wie kommen SIe von "äusserst unerotisch" auf -> schwul? Nicht das sonst religiöse Texte im allgemeinen extrem erotisch wären aus meiner Sicht..
    • rodolofo 05.08.2018 18:48
      Highlight Highlight @ Mutzli
      Dieses "äusserst unerotisch" ist natürlich meine ganz persönliche, subjektive Geschmacksempfindung.
      Ich will das auf keinen Fall verallgemeinern!
      (Gilt eigentlich für alles, was ich hier sage und meine.)
      Ich hätte viel lieber weibliche Priesterinnen und eine Religion mit Göttinnen und Königinnen!
      Einen Versuch machte ich schon mal in einer Vollmond-Gruppe, geleitet von zwei Hexen.
      Aber die "Hobby-Priesterinnen" waren dermassen übergeschnappt, dass es mir irgendwann aushängte und ich rausging aus dem Schamanistischen Zirkel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stichelei 04.08.2018 10:01
    Highlight Highlight Oh, nun wird von der päpstlichen Kinderschutzkommission gefordert, „dass nicht nur Pfarrer zur Rechenschaft gezogen werden, sondern auch fehlbare Kardinäle und Bischöfe“. Mir wird schwindlig ab solcher Konsequenz und Progressivität.
    • Agnos ~ 05.08.2018 20:55
      Highlight Highlight Eigentlich sollte da minstenstes auch bald schweizerisch durchgefriffen werden, denn da sitzt das Pädophilengesetzt zu locker, als dass es wirsam angewendet werden kann.
  • HundBasil 04.08.2018 10:00
    Highlight Highlight Ich sehe kein Problem mit dem Zöllibat. Man darf auch reformierter Pfarrer werden oder Pastor in einer Freikirche. Auch dort darf man an Jesus glauben. Zudem darf man heiraten und eine Familie gründen. Der Mensch ist in dieser Hinsicht frei. Dennoch gebe ich Stamm recht, der Zöllibat ist keine nachahmenswerte Erfindung und es wäre gut, Rom würde dieses Dogma auf dem Scheiterhaufen verbrennen.
    • rodolofo 04.08.2018 14:00
      Highlight Highlight Das Zölibat führt dazu, dass Priester aus dem Süden und Osten einen evolutionären Vorteil haben und sich immer mehr durchsetzen, da die "Westlichen Weicheier" schlapp machen und einen anderen Beruf, als Priester, wählen.
      Heute verläuft die Missionierung ironischerweise -verglichen mit den ersten Missionierungen und Kreuzzügen- in der umgekehrten Richtung, nämlich vom Süden, wo der Katholizismus nach wie vor sehr tonangebend ist, in Richtung Katholische "Entwicklungsländer" im Norden, die dafür heute schon bald ur-afrikanisch locker mit dem Thema Sexualität umgehen.
      Spannend!
    • Maracuja 04.08.2018 20:43
      Highlight Highlight @Rodolofo: n, die dafür heute schon bald ur-afrikanisch locker mit dem Thema Sexualität umgehe

      Urafrikanisch? Welche der vielen extrem unterschiedlichen afrikanischen Kulturen gilt denn als urafrikanisch? Und gestützt auf was, nehmen Sie an das urafrikanisch etwas mit sexuell locker zu tun? Der Besuch eines Trommelkürsli an Afropfingsten qualifiziert nicht als Afrikaexperte!
    • Mutzli 05.08.2018 00:39
      Highlight Highlight @Rodolfo So Ur-Afrikanisch locker wie in Uganda etwa, in denen dank dem Einfluss von US-Fundamentalisten LGBT-Menschen massivst verfolgt werden? Oder wie in Nigeria wo das gleiche mit einer unheiligen Allianz von radikalen CHristen und Muslimen geschieht? Vielleicht eher Somalia, wo beinahe alle Frauen beschnitten sind? Oder der Kongo, der eine weit zurückreichende Geschichte der Akzeptanz von Homosexualität hat, ähnlich wie Ghana?

      Sorry, aber egal was Ihr Anliegen ist, mal einen ganzen Kontinent mit solchen ursprünglich rassistischen Klischees abzutun ist jetzt nicht so der Hammer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ~°kvinne°~ 04.08.2018 09:58
    Highlight Highlight "Unterstützt wird er von Kardinal Sean O’Malley, Vorsitzender der päpstlichen Kinderschutzkommission. Dieser fordert nun, dass nicht nur Pfarrer zur Rechenschaft gezogen werden, sondern auch fehlbare Kardinäle und Bischöfe."

    Äh ja natürlich!! Hoffentlich auch. Warum sollten Kardinäle und Bischöfe nicht zur Rechenschaft gezogen werden??
    • Agnos ~ 07.08.2018 13:31
      Highlight Highlight Nur schade dass nur die Kath. Kirche durchdringend ausführt, und andern Institutionen es eher locker nehmen, da gesetzlich noch nicht genügend verordnet ist.
  • olive 04.08.2018 09:52
    Highlight Highlight Interessant wäre es zu wissen, welche Art von Sexualität diese Kinder missbrauchenden Kirchenmänner im normalen Leben ausgeübt hätten.
    Es gibt ja diese Betrachtung von Eugen Drewermann, dass Männer mit bestimmten sexuellen Neigungen sich zu diesem Beruf hingezogen fühlen, manchmal erhofften sie sich sogar explizit Erlösung von diesen Neigungen dadurch, wie er in psychotherapeutischen Sitzungen erfahren hat.
  • mogad 04.08.2018 09:36
    Highlight Highlight Bei Matt.19,1 bis 12 geht es ums Thema Scheidung und Ehebruch durch den Mann! "Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt und eine andere heiratet begeht Ehebruch." Darauf die Jünger: wenn das die Stellung des Mannes i.d. Ehe sei, seis doch besser, gar nicht erst zu heiraten. Worauf Jesus: wer nicht zur Ehe fähig sei, soll halt um des Himmelsreiches willen ledig bleiben. Ironie pur würd ich mal sagen. Nach dem Motto, macht doch was ihr für richtig hält. Aber Ehebruch geht auch für den Mann nicht! Dieser Jesus! Wer den nicht in sein Herz lässt, verpasst was im Leben.
    • rauchzeichen 04.08.2018 11:31
      Highlight Highlight und wer ihn in sein herz lässt, verpasst anderes und verschliesst sich vor so vielem. an einem punkt sind wir uns aber einig; „macht doch was ihr für richtig hält!“ mit der ergänzung das dies gemacht werden kann, bis deine taten zu einschränkungen für andere werden, und nicht darüber hinaus.
  • Nominator 04.08.2018 09:16
    Highlight Highlight Es ist müssig Spielregeln von Gemeinschaften anzuprangern, wenn die Mitgliedschaft freiwillig ist. Mir wurde von meinen Eltern die protestantische Glaubensgemeinschaft vererbt, und die habe ich dann verlassen als alt genug war. Nicht weil mich etwas störte, sondern weil ich keinen Sinn dahinter sah. Es ist schon fast witzig, wenn jemand ums Verrecken katholischer Geistlicher werden will, aber halt nach seinen Wünschen. Dann soll er doch was anderes machen. Es gibt doch kein Recht auf einen Beruf nach eigenen Regeln. Das Problem ist das Verhalten dieser freiwilligen Zölibater.
    • Astrogator 05.08.2018 07:03
      Highlight Highlight @Nominator: "Es ist müssig Spielregeln von Gemeinschaften anzuprangern, wenn die Mitgliedschaft freiwillig ist." - grundsätzlich ja, wenn sich die Gemeinschaft aber wie eine kriminelle Organisation verhält und kriminelle Machenschaften systematisch deckt funktioniert dein Ansatz nicht mehr.
  • Quacksalber 04.08.2018 09:14
    Highlight Highlight Durch das Zölibat bei den Pfarrern gab es früher etwas genetische Auffrischung. In den Inzucht gefährdeten Dörfern war so manches Kind vom Pfarrer.
  • Maracuja 04.08.2018 08:56
    Highlight Highlight <Die meisten Sex-Skandale brachen in den letzten Jahren in der katholischen Kirche auf>

    Skandale scheint mir in diesem Zusammenhang ein verharmlosendes Wort (darunter könnten ja auch für die Kirchgemeinde skandalöse Beziehungen fallen, die aber keine strafrechtliche Relevanz haben, z.B Priester hat Verhältnis mit verheirateter Katechetin). Korrekterweise sollte man von sexueller Gewalt gegen Kinder schreiben.
  • Mutzli 04.08.2018 08:55
    Highlight Highlight Die theol. Urspünge des Zölobats für den Klerus werden gemeinhin nicht auf Jesu zurückgeführt sondern, wie so vieles anderes, auf Paulus und Augustinus von Hippo. Zudem war es keineswegs so, dass Kritiker desselben mal kurzerhand auf dem Scheiterhaufen landeten im MA.
    Einerseits war es bis in 11. Jh. Priestern erlaubt zu heiraten und auch anschliessend war das Leben in eheähnlichen Verhältnissen gang und gäbe.

    Die Motivation diesen Status quo zu erhalten war zwar auch theologisch, aber mehr weil die Kirche damit verhindern wollte, dass Kirchenbesitz an Priesterkinder vererbt werden konnte.
    • Pierre Beauregard 04.08.2018 09:59
      Highlight Highlight Wie ist das gemeint mit Kirchenbesitz an Priesterkinder vererben? Die Kinder würden ja höchstens den Besitz/Vermögen des Priesters erben? Oder gibt/gab es keine scharfe Trennung zwischen Priester- und Kirchenbesitz?
    • Mutzli 04.08.2018 14:54
      Highlight Highlight @Pierre Bisschen schwer in 600 Zeichen Auskunft über 1000 Jahre Mittelalter in all riesigen Vielfalt zu geben ;-) Nur als Vorwarnung, dass ich ziemlich verallgemeinern muss.

      Obwohl das MA um vieles legalistischer war, als man häufig glaubt, klaffte doch ein ziemlicher Graben zwischen dem was sein sollte und was war. So warren Pfründen eigentlich nicht vererbar oder verkäuflich, doch genau das geschah sehr oft. Wenn nun die in einer direkten Linie weitergereicht würden, so die Befürchtung, würde sich damit die Pfründe (und Einnahmen) der Kontrolle der Kirche entziehen.
  • Mutzli 04.08.2018 08:46
    Highlight Highlight Werde ehrlich gesagt nie ganz den verbreiten Reflex verstehen, die PR von Papst Franziskus für bare Münze zu nehmen. Das soll nicht seine guten Impulse untergraben, aber bei früheren Päpsten war man da IMO einiges kritischer.

    Z.B. die Behauptung, dass dieser eine Nulltoleranzpolitik vertritt. So hat er in diesem Jahr Opfer des schlimmsten Triebtäters in Chile mal pauschal als Verleumder verurteilt, weil Sie es wagten einen Bischof zu kritisieren, der Franziskus mochte.
    Ist dann zwar zurückgekrebst, aber sensibel und einsichtig ist was anderes.

    • mogad 04.08.2018 09:43
      Highlight Highlight Die Kirche ist eine fast 2000 Jahre Institution. Da geht nichts von heute auf morgen. Zuerst muss der Papst eine Veränderung in den Köpfen der Entscheidungsträger erreichen. Erst dann werden Veränderungen möglich. Für die Aufhebung des Zölibat und/oder das Priestertum der Frauen braucht es ein Konzil. Immerhin: dieser Papst hat erfasst worum es Jesus wirklich geht und was er von uns erwartet, auch wenn er jetzt in diesen Machtapparat eingebunden ist.
    • olive 04.08.2018 11:17
      Highlight Highlight Und seine ständigen Appelle an Europa, mehr "Flüchtlinge" aufzunehmen sind auch ohne Sinn und Verstand.
    • winglet55 04.08.2018 11:42
      Highlight Highlight auch ein Papst weiss eben nur das, was im seine Untergebenen mitteilen. Als er die Lügen der Vertreter Gottes in Chile erkannt hat, hat er aber gehandelt. Darum der Kahlschlag in der Leitung der KK von Chile.
      Ich bin vor zig Jahren aus der KK ausgetreten, weil ich die Heuchelei, das Vertuschen und Beschönigen satt hatte. Ich habe ja auch am eigenen Leib erfahren wohin die kreidetrockenen Hände eines Geistlichen, bei einem 13-jährigen zu gleiten gelüsten. Es hat für den Geistlichen eine Backpfeife, und für mich mit den Rauswurf aus dem Unterricht geendet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bodicore 04.08.2018 08:41
    Highlight Highlight Quatsch das Zölibath war eine schlaue Idee.

    Nur so geht das Geld der teilweise vermögenden geistlichen wieder zurück an die Kirche und wird nicht durch Vererbungen weitergereicht.
    • mogad 04.08.2018 09:47
      Highlight Highlight Genau. Und da das Kirchen-Fussvolk bis vor 150 Jahren fast nur aus Analphabeten bestand konnte man Bibelstellen nach eigenem Gusto verdrehen. Bis es den Mächtigen schön ins Gesamtkonzept passte.
    • Sauraus 04.08.2018 11:27
      Highlight Highlight Es ist wie bei nahezu jeder Regel. Irgend ein Grund gibt es für sie. Problematisch wird es, wenn die Regel den Grund um Jahrhunderte überlebt. Zum Beispiel ausserehelicher Sex war schlicht weg verboten, damit nicht Kinder in die Welt gesetzt werden ohne eine abgesicherte Führsorge. Heute mit Verhütung und Frauen die selber arbeiten und Geldverdienen oder auch Paare die nicht mehr heiraten ist dieses Gesetz völlig überflüssig. Leider werden zur Legitimation von solchen Gesetzten immer eine Religion bei gezogen. Da diese sich nicht oder kaum ändert, sind solche Gesetzte auch sehr träge.
    • go for it 04.08.2018 12:21
      Highlight Highlight Genau. Die haben alle keine Verwandten...
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  • Mova 04.08.2018 08:27
    Highlight Highlight Die gesamte katholische Kirche ist ein veraltetes Konstruktion, deswegen gibt es die reformierte Kirche.
    • _kokolorix 04.08.2018 09:03
      Highlight Highlight Auch die reformierte Kirche ist ein veraltetes Konstrukt. Deshalb verliert sie laufend Mitglieder und Bedeutung. Ich hoffe, dass sich alle Religionen bald totlaufen, aber leider bleibt die Dummheit und der Wunsch nach ewigem Leben...
    • arriving somewhere but not here 04.08.2018 09:04
      Highlight Highlight Diese Aussage ist etwa so, wie wenn man heute sagen würde: „Pferdekutschen sind eine veraltete Konstruktion. Jetzt gibt es Dampfeisenbahnen.“ Beides ist von gestern...

Wie der Glaube Intoleranz, Rassismus und Homophobie fördert

Die metaphysische und spirituelle Welt ist die Domäne von Religionen. Im Zentrum stehen geistige Werte. Woher kommen wir, was passiert nach dem Tod, was ist der Sinn des Lebens?

Zentral ist dabei die Frage nach Gott oder den göttlichen Instanzen. Es geht also primär um übersinnliche Phänomene, die sich der rationalen Analyse entziehen.

Bei all diesen Phänomenen gibt es keine eindeutigen Antworten. Jede Religion, jeder Glaube, jede Heilslehre setzt andere Schwerpunkte. Noch mehr: Sogar Gläubige …

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