Das sind die beliebtesten Elektroautos der Schweiz – ein Modell fährt allen davon
Tesla ist in der Schweiz längst nicht mehr Marktführer im E-Auto-Segment. Jedes dritte neue Elektroauto kam 2025 aus dem VW-Konzern, nur noch jedes achte von Tesla. Auch BMW, Hyundai-Kia und Geely aus China mit Marken wie Volvo und Polestar könnten bald an Tesla vorbeiziehen.
Die populärsten E-Autos 2025
Ein Ranking führt Tesla allerdings weiterhin unangefochten an: Von der Spitze der Jahresrangliste 2025 der beliebtesten E-Automodelle grüsst trotz eines Verkaufseinbruchs wie in den vergangenen Jahren Teslas Model Y. Aufs Podest fahren zudem zwei Elektroautos von Skoda. Dahinter geht es eng zu und her – und gleich sieben Modelle sind neu in den Top 20.
Kleine Stromer haben es (noch) schwer
Was auffällt: Allgemein dominieren weiterhin mittelgrosse und grosse Stromer. Mit dem Retro-Auto Renault 5 auf Rang 7 findet sich nur ein Elektro-Kleinwagen in den Top 20. Ausgerechnet die kleinsten und günstigsten E-Modelle von Dacia, Hyundai, Citroën, Fiat, BYD oder Leapmotor haben einen schweren Stand.
Dafür sehen wir in den Top 20 sieben Neueinsteiger von Skoda, Renault, Porsche, Audi, VW, Nissan und Kia (siehe folgende Slideshow). Dies zeigt, wie schnell die Hersteller inzwischen neue Stromer lancieren. Die Modellflut ist mit ein Grund, warum die nicht mehr taufrischen Modelle von Tesla weniger Kunden als auch schon finden.
Das sind die 20 meistverkauften E-Autos in der Schweiz 2025
Trotz Model Y auf Rang 1 gilt: Für den US-Autokonzern von Elon Musk läuft es auch in der Schweiz nicht mehr so geschmiert wie früher. Im insgesamt wachsenden E-Auto-Markt schrumpften die Model-Y-Neuzulassungen um 23 Prozent. Ein aufgefrischtes Model Y und Preissenkungen verhinderten einen noch ausgeprägteren Rückgang.
Das Model 3, vor wenigen Jahren das meistverkaufte Auto aller Antriebsarten hierzulande, brach um 35 Prozent ein. Nun reicht es nicht mal mehr für die Top 10 der beliebtesten Elektroautos. Die alternden Modelle S und X sind aus den Top 50 der populärsten Stromer gefallen.
Verglichen mit Deutschland, wo Tesla regelrecht kollabiert, hält sich der US-Autokonzern hierzulande aber viel besser.
Skoda steht unter Strom
Der mit Abstand wichtigste Neuzugang des Jahres war der Elektro-SUV Elroq von Skoda. Der mittelgrosse Stromer fuhr aus dem Stand auf Rang 2. Die Tschechen konnten ihre Elektroauto-Neuzulassungen in diesem Jahr verdoppeln und setzen mit nur zwei Modellen nahezu gleich viele E-Autos ab wie Tesla.
Insgesamt bringt der VW-Konzern mit seinen Marken Skoda, Audi, Cupra und Porsche sechs Modelle in die Top 10. Auch in den Top 20 ist jedes zweite E-Auto ein VW-Stromer. Die Deutschen haben ihre Marktführung ausgebaut, da Tesla schwächelt und die chinesischen Neuankömmlinge erst loslegen.
Welche E-Autos stürmen 2026 nach vorn?
Künftig werden wir mehr kleine Stromer auf den vorderen Rängen sehen. Zahlreiche Hersteller lancieren in diesem Jahr neue Elektro-Kleinwagen, die tatsächlich konkurrenzfähig sind. Zu den erfolgversprechendsten Modellen zählen:
- Kleinwagen mit vier Plätzen (Abmessungen: 3,79 x 1,72 x 1,49 m)
- Leistung: 60 kW (82 PS)
- Reichweite: 262 km (WLTP), Akku mit 27,5 kWh (netto)
- Laden: 11 kW, Schnellladen mit max. 50 kW gegen Aufpreis
- Preis: ab 18'900 Franken.
Gefertigt in Osteuropa und entwickelt mit chinesischer Hilfe, kostet die Einstiegsversion des Twingo knapp 19'000 Franken.
Mehr Infos zum Twingo Electric.
VW ID. Polo
- Ein 4 Meter langer Kleinwagen mit 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) oder 155 kW (211 PS). Eine stärkere und schnellere GTI-Version mit 166 kW/226 PS folgt.
- Reichweite: Die beiden schwächeren Motoren sind gekoppelt mit einem 37 kWh (netto) grossen LFP-Akku für rund 300 Kilometer Reichweite. Das Top-Modell hat einen 52 kWh (netto) grossen NMC-Akku, der bis zu 450 Kilometer ermöglichen soll.
- Laden: Mit 90 kW oder 130 kW bei der Variante mit dem grossen Akku. Beide Akkuversionen laden an der Wallbox mit 11 kW.
VWs bislang kleinster Stromer wird in Spanien gebaut. Die Preise beginnen bei knapp unter 25'000 Euro (Schweizer Preise sind noch nicht bekannt).
Mehr Infos zum VW ID. Polo.
VW ID. Cross
- Kleiner SUV für 5 Personen mit 450 Liter Kofferraum
- Länge: 4,16 Meter (12 cm kürzer als der aktuelle Golf)
- Leistung: 155 kW (211 PS)
- Reichweite: 420 Kilometer
VW wird die weiteren technischen Daten erst im Sommer verraten. Fest steht: Der in Spanien gefertigte ID. Cross soll ab «rund 28'000 Euro» starten.
Mehr Infos zum VW ID. Cross.
Skoda Epiq
Der Epiq von Skoda ist etwa 4,1 Meter lang und soll laut Hersteller Raum für fünf Personen und 475 Liter Gepäck bieten. Damit liegt er beim Kofferraumvolumen gar leicht über dem Schwestermodell ID. Cross (450 Liter). Die WLTP-Reichweite mit der grösseren Akkuvariante soll 425 Kilometer betragen. Ebenfalls an Bord: die Eignung für bidirektionales Laden.
Der in Spanien fabrizierte Epiq wird das bislang kleinste und günstigste E-Modell der Marke Skoda. Die Preise sind noch nicht bekannt. Die Basisvariante dürfte bei unter 30'000 Franken starten.
Mehr Infos zum kommenden Skoda Epiq liest du hier.
Cupra Raval
Der Raval ist wie der VW ID. Polo rund 4 Meter lang und 1,52 Meter hoch, sprich ein klassischer Kleinwagen und deutlich kompakter und günstiger als der bisherige Cupra Born in Golf-Grösse. Trotzdem soll er eine Reichweite von bis zu 450 km ermöglichen. Wie die anderen Modelle der elektrischen Kleinwagen-Familie von Volkswagen wird auch der Raval in Spanien hergestellt. Er ist ab Ende März bestellbar.
Die Preise beginnen bei 25'950 Euro (Schweizer Preise sind noch nicht bekannt).
Mehr Infos zum kommenden Cupra Raval liest du hier.
Kia EV2
- Der kleine SUV von Kia misst 4,06 Meter und bietet bis zu 403 Liter Kofferraumvolumen
- Reichweite: Je nach Akkugrösse (42 oder 61 kWh) bis zu 300 km oder bis 450 km
- Laden: 22 kW bzw. bis zu 120 kW am Schnelllader
- Der Basispreis dürfte bei unter 30'000 Franken liegen
Kias EV2 wird ab Februar in der Slowakei gebaut. Mehr Infos zum EV2 findest du hier.
Nissan Micra Electric
- Ein knapp 4 Meter langer Kleinwagen für 5 Personen, Kofferraumvolumen von 326 Litern
- Leistung: 90 oder 110 kW
- Reichweite: 310 km mit 40-kWh-Akku oder 408 km mit 52-kWh-Akku
- Laden: 11 kW bzw. je nach Version bis 80 oder 100 kW am Schnelllader
- Preis: ab 28'200 Franken (bereits bestellbar)
Der Micra wird wie der technisch verwandte Renault 5 in Frankreich produziert. Mehr Infos zum Micra liest du hier.
