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Sturm auf Mossul: IS-Truppen auf dem Rückzug, Iraker stossen «schnell und entschieden» vor



FILE - In this Thursday, July, 23, 2015 file photo, Iraqi Army soldiers with new U.S.-made weapons take combat positions at the front line in an eastern suburb of Ramadi, backed by Shiite and Sunni pro-government fighters and U.S.-led coalition airstrikes against Islamic State group positions in Anbar province, Iraq.  It will take many more months to prepare Iraq’s still struggling military for a long-anticipated assault on the Islamic State group’s biggest stronghold in the country, the city of Mosul, U.S. and Iraqi officials say _ and it may not even be possible to retake it this year, despite repeated vows by Prime Minister Haider al-Abadi. (AP Photo)

Irakische Truppen greifen Mossul an.
Bild: Uncredited/AP/KEYSTONE

Irakische Truppen haben mit internationaler Unterstützung zum lang erwarteten Sturm auf die Islamisten-Hochburg Mossul angesetzt. Die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS), die die Stadt im Norden seit 2014 kontrolliert, sei auf dem Rückzug, twitterte Iraks Regierungschef Haider al-Abadi am Donnerstag. Der Vorstoss der Regierungstruppen erfolge «schnell und entschieden».

In einer ersten Phase sollten Ortschaften in der Umgebung zurückerobert werden. An dem Einsatz beteiligten sich nach Militärangaben kurdische Peschmerga-Kämpfer. Die von den USA angeführte internationale Anti-IS-Koalition flog Luftangriffe.

In den vergangenen Wochen hatte die Regierung in Bagdad Tausende Soldaten in der Gegend von Mossul zusammengezogen. In einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung hiess es, es seien mehrere Dörfer in der Nähe der Stadt zurückerobert worden.

Der IS hatte Mossul 2014 in einem Blitzangriff eingenommen. In der Stadt leben rund zwei Millionen Menschen, unter ihnen rund 400'000 Flüchtlinge aus anderen Landesteilen. Mossul ist die grösste Stadt in Irak und Syrien, die der IS unter Kontrolle hat.

A fighter of the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) holds an ISIL flag and a weapon on a street in the city of Mosul, Iraq, in this June 23, 2014 file photo. To match MIDEAST-CRISIS/IRAQ-TURKEY    REUTERS/Stringer/Files

Bild: STRINGER/REUTERS

Ziel der irakischen Regierung ist es, den IS dieses Jahr aus Mossul zu vertreiben. Unter der Hand wird von Regierungsvertretern allerdings eingeräumt, das es Zweifel gebe, ob die Armee den Zeitplan tatsächlich einhalten könne. Die Stadt wurde von den kurdischen Peschmerga bereits auf drei Seiten abgeriegelt.

Hinter Rauchschwaden versteckt

Der Sprecher des irakischen Einsatzkommandos, Jahja Rasul, sagte, die Lufteinsätze der US-Militärallianz und der irakischen Luftwaffe spielten bei der Offensive eine entscheidende Rolle.

Peschmerga-Kommandant Nadschat Ali sagte, die irakischen Truppen hätten einige Dörfer ohne Widerstand eingenommen. In zwei Orten habe es aber Kämpfe gegeben. IS-Kämpfer hätten als Sichtschutz vor Luftschlägen Ölvorräte in Brand gesteckt.

Militärexperten zufolge kommt es in der ersten Phase darauf an, ob es den Regierungstruppen gelingt, Mossul von den anderen Regionen im Irak abzuschneiden, die der IS noch kontrolliert. Die Menschen in Mossul wurden vom Militär aufgefordert, sich wegen der Angriffe von Gebäuden fernzuhalten, die der IS nutzt. (sda/reu)

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