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epa07240358 Deputy Secretary of Defense Patrick M. Shanahan speaks to the news media before US Vice President Mike Pence arrives at the Pentagon in Arlington, Virginia, USA, 19 December 2018. The White House announced the withdrawal of US troops from Syria.  EPA/ERIK S. LESSER

Der bisherige Stellvertreter wird neuer US-Verteidigungsminister: Patrick Shanahan.  Bild: EPA/EPA

Trump ernennt den «sehr talentierten» Patrick Shanahan zum neuen Verteidigungsminister



US-Präsident Donald Trump will den abtretenden Verteidigungsminister James Mattis früher als geplant ersetzen. Übernehmen soll nun bereits am 1. Januar Mattis' bisheriger Stellvertreter Patrick Shanahan.

Er mache den «sehr talentierten Vize-Verteidigungsminister» Shanahan ab dem 1. Januar zum amtierenden Verteidigungsminister, teilte Trump am Sonntag via Twitter mit.

Anders als Mattis hat Shanahan nie in der US-Armee gedient. Den Grossteil seines bisherigen Berufslebens arbeitete er in der Privatwirtschaft. Er war mehr als drei Jahrzehnte lang Manager beim US-Flugzeugbauer Boeing, bevor er 2017 ins Pentagon wechselte.

Mattis hatte am Donnerstag für Ende Februar seinen Rücktritt angekündigt. Er tat dies kurz nach Trumps umstrittener Entscheidung für einen Truppenabzug der USA aus Syrien. Am Vortag hatte Trump überraschend den Abzug aller 2000 US-Soldaten verkündet.

Auch Brett McGurk geht

Dies stiess nicht nur bei Verbündeten der USA im Kampf gegen den IS auf Unverständnis. Am Sonntag kritisierte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron den Schritt und mahnte: «Ein Verbündeter ist es sich schuldig, verlässlich zu sein.» Auch in den USA ist Trumps Entscheid höchst umstritten.

FILE - In this June 7, 2017, file photo, Brett McGurk, the U.S. envoy for the global coalition against IS, speaks during a news conference at the U.S. Embassy Baghdad, Iraq. The Trump administration will keep open the State Department unit overseeing the fight against the Islamic State group for at least six more months, reversing a plan for its imminent downgrade even as President Donald Trump pushes ahead with moves for a speedy U.S. exit from Syria. McGurk, is now expected to remain in his job at least through the end of the year. (AP Photo/Hadi Mizban, File)

Brett McGurk Bild: AP/AP

Wegen seiner Ablehnung eines schnellen vollständigen US-Abzugs aus Syrien gibt auch der US-Sondergesandte für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Brett McGurk, seinen Posten vorzeitig auf. Statt im Februar scheide er bereits am 31. Dezember aus dem Amt, teilte das Aussenministerium in Washington mit.

Trump äusserte sich verächtlich über diesen Rücktritt. McGurk war noch von Obama eingesetzt worden. Trump kommentierte, die «Fake-News»-Medien machten eine grosse Sache aus diesem «nichtigen Ereignis». Er kenne McGurk nicht einmal. Führende Akteure der damaligen Obama-Regierung werteten es als Armutszeugnis, dass Trump seinen bedeutenden Sondergesandten nicht kenne.

IS «weitgehend besiegt»

Der Präsident beklagte sich auch bitterlich über die Kritik an seiner Syrien-Entscheidung. Andere wären für einen solchen Beschluss als Helden gefeiert worden, schrieb er. Er dagegen werde von den Medien schwer dafür gerügt.

Zugleich änderte Trump nach der Kritikwelle seine Wortwahl zum IS und schrieb nun, der IS sei «weitgehend» besiegt. Andere Länder in der Region, darunter die Türkei, könnten nun problemlos mit dem fertig werden, was noch von der Terrororganisation übrig sei. Zuvor hatte Trump mehrfach erklärt, der IS sei in Syrien komplett besiegt.

«Machtvakuum verhindern»

Trump mühte sich, den Eindruck zu zerstreuen, der Entschluss komme überstürzt, unüberlegt und unvorbereitet. Am Sonntag schrieb er auf Twitter, er habe soeben mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über den «langsamen und hoch koordinierten» Abzug von US-Soldaten aus Syrien gesprochen.

Das türkische Präsidialamt teilte dazu mit, Staatschef Recep Tayyip Erdogan und US-Präsident Donald Trump hätten am Sonntag in einem Telefonat vereinbart, «eine Koordinierung zwischen dem Militär, Diplomaten und anderen Regierungsvertretern ihrer Länder sicherzustellen, um ein Machtvakuum zu verhindern». (sda/afp/dpa)

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