Schweiz
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Erste RS nach der Armeereform hat begonnen – 10'200 Rekruten eingerückt



HANDOUT - Die Snowboard Weltcup-Gesamtsiegerin Julie Zogg wird an der Spitzensport RS 1/15 am Freitag, 5. Juni 2015 in Magglingen zur Sportsoldatin befoerdert. Bei der Brevetierung im Rahmen des Besuchstags der Spitzensport-RS 1/15 in Magglingen wurden nicht weniger als zehn Frauen zu Sportsoldatinnen befoerdert – so viele wie noch nie. (BASPO/Ueli Kaenzig) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Die neuen Rekruten und Rekrutinnen sind da.  Bild: BASPO

Rund 10'200 Rekruten mussten am Montag in die Rekrutenschule einrücken. Darunter waren auch 120 Frauen. Es handelt sich um den ersten Jahrgang nach der Armeereform WEA. Für die Rekruten bedeutet das eine kürzere Ausbildung.

Neu dauert die Rekrutenschule nur noch 18 statt wie bisher 21 Wochen. Ausserdem profitieren die Rekruten von zwei Jokertagen, an welchen sie ohne Begründung frei nehmen können.

Trotz der kürzeren RS soll die Ausbildung gründlicher werden. Statt wie bisher nach 7 Wochen in die Unteroffiziersschule zu wechseln, absolvieren die künftigen Armeekader neu eine ganze Rekrutenschule. Durch die zusätzliche Praxis der Kader solle die Ausbildung insgesamt besser werden, erklärte Armeesprecher Daniel Reist auf Anfrage.

Die Armee will neue Jets

Video: srf/SDA SRF

Offen ist, ob genügend Dienstpflichtige die RS absolvieren, um die Bestände auffüllen zu können. Für einen Effektivbestand von 140'000 Armeeangehörigen sind pro Jahr 18'000 fertig ausgebildete Armeeangehörige nötig. Das sind je 9000 am Ende der zwei jährlichen Rekrutenschulen. Wie hoch die tatsächlichen Bestände sind und wie viele Dienstpflichtige nach den ersten Wochen entlassen werden mussten, will die Armee erst Ende Januar mitteilen.

53 Aufgebote sind schon vor Beginn der RS gestoppt worden. Gründe können laut Reist hängige Verfahren oder Straftaten sein. Die Armee wolle verhindern, dass Personen, die ein mögliches Risiko für sich oder ihr Umfeld darstellten, die Rekrutenschule absolvieren können, heisst es in einer Mitteilung. Aufgebotsstopps wegen Vorfällen werden nach der Aushebung ausgesprochen. (sda)

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Konstruktöhr 16.01.2018 01:10
    Highlight Highlight Wozu brauchen wir denn 140'000 Soldaten... Man muss dringend über die Aufgaben der Armee sprechen.
    • Chualee 16.01.2018 10:34
      Highlight Highlight Die Armee leistet viel zum Wohle der allgemeinen Bevölkerung. Seien es Naturkatastrophen, das Aufbauen von Infrastrukturen für nationale oder internationale Events sowie die Unterstützung der Organisatoren bei der Durchführung. Sicher gibt es Truppengattungen, welche momentan nicht die zivile Bevölkerung direkt unterstützen, aber dennoch können wir in vielen Belangen dankbar sein für den Einsatz der Schweizer Armee.
    • Konstruktöhr 16.01.2018 11:40
      Highlight Highlight Ja das ist mir bewusst, ich bin bei den Rettungstruppen. Trotzdem braucht man keine 140'000 Soldaten. Die Bundeswehr hat zum Beispiel nur 180'000 Soldaten und Deutschland hat 10x soviele Einwohner wie die Schweiz. Wenn man nicht soviel Personal hätte, könnte man sich bessere Ausrüstung finanzieren.
    • Chualee 16.01.2018 12:52
      Highlight Highlight Da das System Bundeswehr nicht auf einer Miliz-Armee basiert, kann man diese auch nicht mit unserem Militär vergleichen. Von den 140'000 Soldaten sind längst nicht alle gleichzeitig und durchgehend im Dienst. Mit dem WK-System muss eine ganzjährig im Betrieb stehende Armee aufrecht erhalten werden. Mit den normalerweise 3 Wochen verpflichteten Dienst pro AdA pro Jahr, müssen nun mal eindeutig mehr Dienstleistete beansprucht werden als wenn man eine ausgewählte Elite zum Berufsmilitär macht und unsere Sicherheit auf deren Handeln vertraut.
  • Donald 15.01.2018 23:15
    Highlight Highlight Mit nur zwei RS wird man Ende die Neuankömmlinge nicht mehr in "Empfang" nehmen können. Irgendwue schade, das war ein befreiendes Gefühl :)
  • IchSageNichts 15.01.2018 22:58
    Highlight Highlight Kurze Rechnung: Kosten Vaterschaftsurlaub 4 Wochen geschätzte 420 Millionen für 27000 Geburten. Macht 15550/4 Wochen Ausfall
    10200 Rekruten à 18 Wochen kostet uns läppische 715 Millionen! Ok es gibt noch einen Abschlag da die Rekruten weniger verdienen als Väter. Aber sagen wir 2RSn kosten uns 1.2Mrd an EO und externen Kosten. Dann kommen noch die WKs, mit höhere EO-Sätzen wegen Alter. Dann kommt noch das ganze Militärbudget... schon krass viel Geld...
  • Julian Roechelt 15.01.2018 21:48
    Highlight Highlight Ich bin seit Langem für eine generelle Dienstpflicht für beide Geschlechter, dafür aber eine freie Wahl zwischen Zivildienst, Katastrophenschutz, Militärdienst etc.
  • Zanzibar 15.01.2018 20:36
    Highlight Highlight Wie lange dauert denn eine RS für einen Unteroffizier wenn er zuerst eine komplette RS absolvieren muss? Zu meiner Zeit waren es ca. 37 Wochen.
    • Roman h 15.01.2018 21:55
      Highlight Highlight Intressanter wäre die Frage wo die 3 Wochen abgezogen werden.
      In der RS oder in der UOS.
      Den bei mir als UOS dauerte die RS 7 Wochen, danach war ich in der UOS.
    • Ghackets_mit_hörnli 16.01.2018 00:01
      Highlight Highlight Es ist so... Zuerst 18 Wochen RS danach 4 Wochen UOS die KVK Woche und anschliessend noch 18 Wochen abverdienen also insgesamt 41 Wochen
    • Alfadas 16.01.2018 08:05
      Highlight Highlight RS dauert 18 Wochen. Wer anschliessend weitermacht geht 4 Wochen in die UOS (egal ob er Of, höh Uof oder Uof wird). Anschliessend praktischer Dienst - also wieder eine ganze RS (18 Wochen - 7 Wochen für Of und 14 Wo für höh Uof Aspiranten, welche anschliessend in die entsprenchenden Kaderschulen wechseln).
      Somit dauerts für den Uof 40 Wochen.
      Infografik? Gibts hier: https://www.vtg.admin.ch/de/aktuell/themen/wea.html
      -> WEA Flyer -> 04 | Koordination von Militärdienst und Ziviler Ausbildung
      Hoffe ich konnte helfen :)
  • elnino 15.01.2018 20:29
    Highlight Highlight Bildelemente: Die neuen Rekruten sind da

    Bild: Soldaten

    Irgendwas stimmt da nicht (NEF)
  • stadtzuercher 15.01.2018 19:11
    Highlight Highlight Bin immer etwas peinlich berührt durch die Manipulation der Realität durch die Medien: Auf 15'000 männliche Rekruten jährlich kommen ca 250 Frauen.

    Aber auf den RS-Fotos sehen wir immer Frauen prominent zuvorderst.

    Sind das schon Fake-News? Oder ists einfach schlecht getarnte politische Propaganda?
    • Paganapana 15.01.2018 21:13
      Highlight Highlight An den Infotagen zum Militär war genau das Gleiche der Fall. Wird wohl schlecht getarnte Propaganda sein.
    • Grittibenz 15.01.2018 21:53
      Highlight Highlight Es ist nicht nur in den Medien der Fall, auch auf der Website der Armee sowie in deren Broschüren und Heftchen sind Frauen viel zu oft abgebildet, wenn man ihren tatsächlichen Anteil ansieht.
    • LaPaillade #BringBackHansi 15.01.2018 22:35
      Highlight Highlight Joa, bei uns kamen damals auch Reporter vorbei und die militärische Führung wollte die Frauen prominent dargestellt haben, das Militär will zeigen, dass es ein super Platz für Frauen ist und sooooo aufgeschlossen ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ldk 15.01.2018 18:03
    Highlight Highlight Jokertage😂 Mimimi..
  • ManuTI 15.01.2018 17:39
    Highlight Highlight Coole Reform, also ist prinzipiell wieder alles beim Alten, bzw. wie vor Armee XXI (18 Wochen und wer weitermacht, macht eine ganze RS).
    • 7immi 15.01.2018 21:16
      Highlight Highlight teilweise ja. man hat aber die truppenstärke gross verringert und vor allem die kampfverbände eingedampft und sich somit auf die heutige bedrohungslage angepasst. durch ersatz veralteter systeme will man weiter das personal effektiver einsetzen (beispiel mobiles radar: früher 150 soldaten/system, neu 20, wird allerdings wegen bodluv noch etwas dauern).
  • Karl33 15.01.2018 17:23
    Highlight Highlight Alle Jahre wieder: Geschlechterdiskriminierung wie im Mittelalter.
  • Beggride 15.01.2018 17:02
    Highlight Highlight Zu erwähnen ist zudem die Tatsache, dass Soldaten, welche nach absolvierter Zeit in der RS oder dem WK (egal wie viele Tage) bei einem Wechsel in den Zivildienst ganz von vorn beginnen müssen d. h. kein einziger Tag angerechnet wird...
    • derEchteElch 15.01.2018 17:23
      Highlight Highlight Richtig so
    • Beggride 15.01.2018 18:30
      Highlight Highlight Gerde für Studenten ist die zum Teil penetrante Ansetzung der WKs auf die Prüfungsphasen und auch ansonsten mangelnde Flexibilität alles andere als richtig...
    • Mss.Fork 15.01.2018 19:45
      Highlight Highlight Im zivildienst ist es ja auch egal wieviele tage du im jahr leistest... Du musst bis zu einem bestimmten alter dienst leisten, oder irre ich mich da? Falls nicht, wie willst du das abziehen?
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Kommentar

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