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Nervige Sexbots – auf Twitter erobern nackte Frauen #Basel

Sexbots versuchen, Nutzer auf Pornoseiten zu locken. So werden Kanäle geflutet, in denen es eigentlich um Basel gehen soll. Das nervt Basel Tourismus.

Noemi Lea Landolt / bz Basel



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#Basel, #Muttenz, #Allschwil: Sexbots wollen Basler auf Pornoseiten locken.

Viel nackte Haut und eindeutige Posen. Was ist nur los auf Twitter? Unter dem Hashtag #Basel laden Touristen und Basler ihre Schnappschüsse hoch, Politiker und Firmen twittern um die Wette, Zeitungen verbreiten ihre Nachrichten. Seit ein paar Tagen allerdings gibt es unter #Basel vor allem eines: Brüste, Dessous und Hintern.

Junge Frauen – sie heissen Kimberly, Melissa oder Ashley – versuchen, Twitternutzer auf Pornoseiten zu locken. Kimberly und Co. sind nicht echt. Die Frauen sitzen weder vor einem Bildschirm, noch laden sie ein Foto nach dem anderen von sich hoch. Es sind Roboter, sogenannte Sexbots, die so programmiert sind, dass sie automatisch unter gewissen Hashtags Informationen verbreiten.

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Ärgerlich, aber wenig Spielraum. Imagewerbung für die Stadt Basel sieht definitiv anders aus. «Die Nacktfotos nerven uns natürlich schon», sagt Christoph Bosshardt, Leiter Marketing bei Basel Tourismus. «Es ist sehr ärgerlich.» Anders als Facebook, das anstössige Inhalte relativ konsequent löscht, werden sie auf Twitter nicht zensiert. Für Bosshardt sind die Sexbots ein relativ neues Phänomen: «Im Sommer gab es in Luzern ähnliche Vorfälle.» Auch gestern wurde in der Region nicht nur #Basel von leicht bekleideten Frauen geflutet. Beliebt waren auch #Muttenz oder #Allschwil, wo pro Stunde mehrere Nacktfotos hochgeladen wurden.

Viel dagegen machen können Bosshardt und seine Mitarbeitenden nicht: «Um die Accounts bei Twitter zu melden, fehlen uns die Ressourcen.» Er glaubt denn auch nicht, dass die Nacktfotos einen Imageschaden verursachen: «Ich bin sicher, die Twitternutzer können das unterscheiden.» Dieser Meinung ist auch Sabine Horvath, die Leiterin der Abteilung Aussenbeziehungen und Standortmarketing des Kantons Basel-Stadt. Dazu komme, dass der Hashtag #Basel von unterschiedlichsten Personen genutzt werde: «Wir können keinen Anspruch auf die Qualität der Inhalte geltend machen», sagt Horvath. Solche Inhalte liessen sich auch nicht verhindern, solange keine gesetzlichen Grenzen überschritten würden.

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Eigene Informationen verbreiten Basel Tourismus und das Standortmarketing auf Twitter unter #LoveBasel. Dort seien bisher keine Nacktfotos aufgetaucht: «Sollte das irgendwann der Fall sein, würden wir sicher aktiv werden und die Beiträge melden», sagt Bosshardt.

Bots werden immer schlauer

Auf Twitter tummeln sich längst nicht nur reale Personen. Schätzungen gehen von 100 Millionen Fake-Accounts auf allen grossen Plattformen aus. Auf Twitter werden schon heute bis zu 20 Prozent aller Accounts «Social Bots» zugeordnet, schrieb der Hamburger Politik- und Digitalberater Martin Fuchs letztes Jahr in der «NZZ». Die Programme würden dabei ständig nach Schlagworten suchen und dazu automatisierte Beiträge veröffentlichen.

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Solange die Bots «nur» Werbung für Pornoseiten machen, sind sie noch relativ harmlos. Aber sie werden immer schlauer. Gemäss einer Untersuchung von Simon Hegelich, einem Professor an der Technischen Universität München, machen sich die Bots auch in Online-Debatten bemerkbar: «Es muss davon ausgegangen werden, dass sie auch in der Schweiz in die politische Debatte im Netz eingreifen und sie verfälschen», sagte er in der «NZZ». Bots hätten in der Vergangenheit zum Beispiel immer wieder gezielt fremdenfeindliche Tweets verbreitet und so das Stimmungsbild verzerrt. (aargauerzeitung.ch)

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