Schweiz
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Einfamilienhäuser erlebten 2017 in der Schweiz eine Renaissance



Ein Einfamilienhaus reiht sich an das naechste in Buchs, Kanton St. Gallen, aufgenommen am Freitag, 5. November 2010. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Bild: KEYSTONE

Einfamilienhäuser erleben in der Schweiz eine Renaissance. Sie sind wieder gefragter als Eigentumswohnungen. Trotz angestiegener Preise haben sich im vergangenen Jahr Einfamilienhäuser einer wachsenden Beliebtheit erfreut.

Dies hat eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Immobilienportals Homegate.ch in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) ergeben. Die Analyse basiert auf der Auswertung von Angebot und Nachfrage von Online-Immobilieninseraten.

Steigendes Angebot

Von Anfang Januar bis Ende Dezember 2017 wurden in der Schweiz insgesamt rund 31'100 Einfamilienhäuser auf Internetportalen zum Kauf angeboten. Das Angebot erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um rund drei Prozent.

Die durchschnittliche Insertionszeit, d.h. die Dauer, während der das Angebot auf dem Internet zur Vermietung ausgeschrieben war, sank im vergangenen Jahr um 9 auf 95 Tage. Laut der Studie zeugt dies von einer steigenden Nachfrage auf dem Schweizer Einfamilienhausmarkt.

Die Studienverfasser halten fest, dass noch vor wenigen Jahren das Einfamilienhaus als Auslaufmodell bezeichnet worden sei und Eigentumswohnungen als Wohneigentum der Zukunft prognostiziert worden seien. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen habe 2017 jedoch abgenommen. Mit durchschnittlich 103 Insertionstagen habe es bei den Wohnungen im Vergleich zu den Häusern deutlich länger gedauert, bis sie verkauft werden konnten.

Die Gründe für diese Entwicklung sehen die Verfasser in der steigenden Bedeutung von räumlicher Distanz zu den Nachbarn, im Wunsch nach einem eigenen Garten für die Kinder und in der Meinung, dass man durch den Kauf von knapper werdendem Bauland langfristig nicht viel falsch machen könne.

Schnelle Handwechsel in Zürich

Am schnellsten wurden mit 53 Insertionstagen Häuser in der Region Zürich verkauft. Auch in der Ostschweiz fanden Einfamilienhäuser schnell einen Abnehmer (64 Insertionstage).

Im Süden und Westen der Schweiz musste fast doppelt so lange inseriert werden. In Genf waren es 104 Tage, in den Kantonen Waadt und Wallis 105 Tage und im Tessin 123 Tage. Abgesehen von der Innerschweiz (91 Tage) verkürzten sich in allen untersuchten Regionen die durchschnittlichen Insertionszeiten.

Höchstpreise in Genf

Erneut wurden in der Region Genf mit Abstand die höchsten durchschnittlichen Preise für Einfamilienhäuser verlangt. Ein Einfamilienhaus im Genfer Agglomerationsgürtel kostete im Schnitt 10'100 Franken pro Quadratmeter Nettowohnfläche.

Rund die Hälfte dieses Preises, d.h. rund 5400 Franken, wurde in der Region Espace Mittelland verlangt. Die Agglomerationsgemeinden der Region Zürich lagen schweizweit mit 8600 Franken knapp an dritter Stelle nach der Innerschweiz (8700 Franken). (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 06.04.2018 06:49
    Highlight Highlight Primär sollten wir wirklich die Zuwanderung bremsen, dann müssten wir uns nicht so intensiv um die Lebensqualität in den verdichteten Siedlungen kümmern. Ist es nicht vor allem der Neid der Besitzlosen, der die Einfamilienhäuser verteufelt? Auch Einfamilienhäuser mit Garten kann man ökologisch bauen resp. gestalten.
  • Fabio74 05.04.2018 17:46
    Highlight Highlight Und weiter wird das Land zu betoniert.
  • El Vals del Obrero 05.04.2018 14:44
    Highlight Highlight Prinzipiell ist das ja nicht gut. Aber wenn das Agglo-Hüsli wieder mehr in Mode ist mindert es vielleicht etwas den Druck auf dem städtischen Wohnungsmarkt.
  • Gubbe 05.04.2018 14:18
    Highlight Highlight 750'000.- für eine Eigentumswohnung + Einstellhallenplatz.
    Für dieses Geld kann man auch ein Einfamilienhaus bauen. Natürlich nicht in Seenähe und grandiosem Alpenblick. Ausserhalb im Dorf ist dies möglich. Der Arbeitsweg wird wahrscheinlich länger, die Freizeit um so angenehmer. In Mehrfamilienhäusern wird geworben mit Geschirrwaschmaschine, dies ist schon längst Standard. Auch die schwellenlose Türe. Kostet weniger, wird aber als Komfort beworben. Der Nachteil des EH ist die Landsuche, da sind enorme Preisunterschiede.
  • B-Arche 05.04.2018 13:38
    Highlight Highlight Ja aber die SVP sagt doch immer die Ausländer seien schuld am Landfrass und dass alles zugebaut würde (Dichtestress !!!! Ein Wort über das sich jeder ausserhalb der Schweiz lustig macht) und dann sind es Schweizer die überall ein Einfamilienhaus hinstellen wollen dank staatlicher Subvention für Banken und Bauwirtschaft (Steuerabzug von Kreditzinsen).
    • Domimar 06.04.2018 09:58
      Highlight Highlight ... und Versteuerung vom Eigenmietwert als fiktives Einkommen, was ja Schweizweit so überhaupt nicht viel an Mehreinnahmen bei den Steuern ausmacht. Nein nein.
  • Alterssturheit 05.04.2018 13:08
    Highlight Highlight Weil das Bauland für das Eigenheim ja meist nur noch ausserhalb der Dörfer/Zentren liegt, müssen dann alle Kinder mit dem SUV - einzeln pro Haus - zur Schule gekarrt werden.....

Heute kommt die neue 100er-Note in den Umlauf – was du dazu wissen musst

So:

Nein. Das ist Wasser in seinen Händen. Die neue 100er-Note zeigt die humanitäre Seite der Schweiz, die gestalterisch durch das Wasser repräsentiert wird. Dargestellt wird das unter anderem durch eine Suone. Oder eben mit zwei Händen, die Wasser schöpfen.

Die neue 100er-Note ist somit ebenfalls blau, wie auch die bisherige Note, die Bildhauer, Maler und Grafiker Alberto Giacometti gewidmet war. Zudem ist die neue Note etwas kleiner als ihre Vorgängerin.

Bei der Schweizer Nationalbank. Vorerst. …

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