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Die Aarauer Fans beim Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Aarau und St. Gallen am Samstag, 24. April 2010, auf dem Bruegglifeld in Aarau. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Am Ende wollen alle nur das eine, trotzdem sind nicht alle gleich. Bild: KEYSTONE

Diese 11 Fantypen kennt jeder, der mal in einem Fussball-Stadion war

Benedikt Niessen / watson.de



Jeder kennt Ultras, VIPs und Funktionäre. Unter den Millionen Fussballfans, die Woche für Woche ins Stadion gehen, tummeln sich aber noch ganz andere Fantypen. Wir haben einige von ihnen gesammelt und jedes gehässige Klischee ausgereizt. Erkennt ihr euch wieder?

Der Pinkler

Der Pinkler ist eine der unglücklichsten Gestalten im Stadion. Seine Blase verträgt nur ein halbes Bier. Ein kleines natürlich. Also muss er im Spiel ungefähr zehn Mal auf Toilette.

Lieblingsspruch: «Kommt noch jemand mit aufs Klo?»

Besonderes Merkmal: Verpasst gerne mal die wichtigen Tore.

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bild: twitter

Der Sitzplatzpöbler

Seine Heimat: die Gegengerade. Seine Zündschnur: extrem kurz. Jeder, der dachte, dass Onkel Sepp im Strassenverkehr seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat, der kennt den Sitzplatzpöbler noch nicht. Der springt schon bei einer vermeintlich falschen Einwurfentscheidung von seinem Platz auf und wirft dem Schiri wüste Beleidigungen an den Kopf. Nicht wenige Experten sagen, dass er die Seele des Fussballs sei. 

Lieblingsspruch: «Ey Schiri, der hat doch schon Gelb!»

Besonderes Merkmal: Fletschende Zähne und pöbelnder Wut-Arm.

LIVERPOOL, UNITED KINGDOM - SEPTEMBER 28: A Liverpool fan shows his feelings during the UEFA Champions League Group G match between Liverpool v Chelsea at Anfield on September 28, 2005 in Liverpool, England.  (Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

Der Unzufriedene

Mit dem Unzufriedenen geht jeder Fussballfan nur einmal in seinem Leben ins Stadion. Das Bier ist immer zu klein, der Typ vor ihm immer zu gross, die Schlange vor dem Imbissstand immer zu lang und das Spiel zu langweilig.

Lieblingsspruch: «Mir ist kalt!»

Besonderes Merkmal: Nervt rum.

Zuschauerinnen beim Fussballspiel der Super League Grasshopper Club Zuerich gegen den FC Zuerich im Stadion Letzigrund in Zuerich am Sonntag, 25. Februar 2018.  (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Der Gratis-Ticket-Gewinner

Der Ticket-Gewinner ist entweder gar kein Fussballfan oder sogar Anhänger eines Teams, das gar nicht spielt. Er ist schnell durch Unkenntnis, Desinteresse oder das vom Sponsor ausgewählte Outfit zu erkennen. 

Lieblingsspruch: «Wie komme ich denn zum Stadion?»

Besonderes Merkmal: Sponsorenschal.

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Die berühmtesten Gratis-Ticket-Gewinner Deutschlands: Fans im Telekom-T bei Bayern-Heimspielen.

Der Nörgler

Seine Spezies ist die mitunter am meisten verbreitete im Stadion. Besonders in der Schweiz. Wenn du keiner bist, dann ist es sicher dein Sitznachbar. Der Schiedsrichter, der Trainer, der Glacé-Verkäufer und natürlich jeder Spieler der eigenen Mannschaft werden vom Nörgler konsequent kritisiert. Wichtig dabei: Frühere Leistungen werden nie berücksichtigt. Empathie und Verständnis sind Fremdwörter. Macht ein schon zum Abschuss verurteilter Kicker noch ein viel umjubeltes Tor, dann sagt er Sachen wie: «Endlich macht er das, was ich sage.»

Lieblingsspruch: «Der kann gar nichts, das sage ich seit Monaten.»

Besonderes Merkmal: Findet immer etwas zu motzen.

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bild: shutterstock

Der Handysüchtige

Der Handysüchtige kann auch für spannende 90 Minuten sein Handy nicht weglegen. Verpasst jede Torchance und jede Situation. 

Lieblingsspruch: «Habt ihr hier auch kein 4G?»

Besonderes Merkmal: Versucht das perfekte Foto zu schiessen, damit seine Instagram-Follower sehen, wie geil es im Stadion war.

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bild: Shuttersock

Der Rentner

Hans, 67 Jahre alt, Schnauzträger. Elsbeth, 64 Jahre, selbst gehäkelter Wollschal. Beide gehen seit 40 Jahren ins Stadion und begrüssen die anderen Saisonkarten-Inhaber um sich herum mit Handschlag. Dann fangen sie synchron an, Zigarillos zu rauchen. Sind die treusten Fans im Stadion.

Lieblingsspruch: «Das gab es früher nicht!»

Besonderes Merkmal: Sie bringen Sitzkissen mit zum Spiel.

Vereinzelte Zuschauer erwarten das Spiel der Axpo Super League Grasshoppers gegen Thun in Zuerich am Samstag 28. August 2004. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Der Tourist

Der Kop im Anfield, der Biergarten in der Allianz Arena oder die besten Plätze im Bernabeu, Nou Camp oder San Siro: Fussballtouris kommen aus der ganzen Welt, um ein bisschen «echte» europäische Stadionluft zu schnuppern. Sie entscheiden sich meist kurz vor dem Spiel im Fanshop, welches Team sie anfeuern sollen. Anschliessend sind sie von so ziemlich allem begeistert und filmen jeden Moment für ihre Instagram-Community.

Lieblingsspruch: «Look, it's soooo amazing!»

Besonderes Merkmal: Trägt einen Spieltagsschal.

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bild: shutterstock

Der Verfressene

Eine Bratwurst, ein Burger und noch drei Pizzaschnitze. Der Verfressene hat meist vergessen zu Hause zu essen und bleibt an jedem Imbissstand kurz stehen, um das kulinarische Angebot zu inspizieren. Er lässt im Stadion gerne um die 50 Euro für kleine Zwischensnacks. Er ist der, der in der 40. Spielminute schon zum Imbissstand geht, weil dann weniger los ist.

Lieblingsspruch: «Hab ich mich auf die Stadionwurst gefreut.»

Besonderes Merkmal: Philosophiert gerne über Würste in anderen Stadien. 

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bild: shutterstock

Der Säufer

Der Säufer wartet schon am Treffpunkt mit einem Sixpack auf dich. Auf dem Weg zum Stadion hält er an jedem Bierstand an, um noch «nachzutanken». Er besteht auch darauf, dass alle vor dem Eingangsbereich noch einige Schnäpschen mit ihm vernichten. Auch im Stadion sorgt er sich um seine Freunde und holt dauernd Bierrunden. Problematisch wird es in der zweiten Hälfte, wenn er langsam richtig voll wird.

Lieblingsspruch: «Ich hol' uns noch ein Bier!»

Besonderes Merkmal: Schläft auf der Rückfahrt – immer.

ARCHIV - Der erste Fanzug unter der gemeinsamen Verantwortung der Fanarbeit Bern und der Fan-Dachorganisationen des Berner Super League Klubs BSC Young Boys und der SBB erreicht mit jubelnden YB Fans aus Lausanne kommend den Bahnhof Bern am Sonntag, 11. September 2011. - Das Parlament will Sportfans vorderhand nicht per Gesetz zwingen, in fuer sie vorgesehenen Zuegen oder Bussen an Spiele zu fahren. Der Nationalrat hat Aenderungen im Personenbefoerderungsgesetz mit einer Aufgabenliste an den Bundesrat zurueckgewiesen. Damit sind die Vorschlaege vorlaeufig vom Tisch. Der Nationalrat faellte den Entscheid am Donnerstag mit 119 zu 50 Stimmen bei 11 Enthaltungen und bekräftigte seinen Beschluss vom Fruehjahr. Eine Fanzug-Pflicht sei nicht umsetzbar und tauge nicht dazu, die Probleme mit randalierenden Hooligans in den Griff zu bekommen, lautete der Tenor bei den Befuerwortern der Rueckweisung. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

YB-Fans lassen es sich im Extrazug gut gehen. Bild: KEYSTONE

Der Trikotbettler

Recherchiert über Monate, wie er möglichst günstig an ein Trikot eines möglichst bekannten Spielers herankommt und kauft extra Plätze beim Spielertunnel. Sucht über 90 Minuten Blickkontakt zum auserwählten Spieler, drückt nach Abpfiff seinem Kind das Schild in die Hand und hofft auf ein Trikot.  

Lieblingsspruch: Steht auf seinem Schild.

Besonderes Merkmal: Sein Schild.

Ein junger Fan des FC Basel wuenscht sich das Trikot von Basels Breel Embolo nach dem Super League Spiel zwischen dem FC Thun und dem FC Basel, am Sonntag, 6. Dezember 2015 in der Stockhorn Arena in Thun. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE

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    Alle Leser-Kommentare
  • MiNiK 14.10.2018 12:42
    Highlight Highlight Noch einer fehlt: Der Volltexter!
    Sitzt meist im Rücken und verquatscht mit seinem Nachbarn das komplette Spiel 🙄
  • eBart! 14.10.2018 09:48
    Highlight Highlight Also bei Hans hätte ich ein Bild mit Schnauz erwartet...
  • niklausb 13.10.2018 23:35
    Highlight Highlight Beim Rentner Bild hatte ich eigentlich ein bildli von Canepas erwartet 😂
  • Klirrfactor 13.10.2018 22:10
    Highlight Highlight Es fehlt der Typ der kein einziges Lied kennt und immer nur die Hauptwörter mitsingt oder reinruft.
  • Plöder 13.10.2018 20:28
    Highlight Highlight De fluecher (oder emotionale Überreaktioniere): Im normalen Leben Grund Ok - in der Kurve geht er voll ab und flucht z.T. Lustig z.T. Unter der Gürtllinie
    • tromboner 14.10.2018 00:10
      Highlight Highlight Woher kennst du mich? 😆
  • Mia_san_mia 13.10.2018 19:52
    Highlight Highlight Die Leute im Telekom-T in der Allianz Arena sind Lehrlinge der Telekom. In 11Freunde war mal ein Bericht darüber.
    • Dan Rifter 13.10.2018 21:09
      Highlight Highlight Wird doch ausgelost?
    • Mia_san_mia 13.10.2018 21:32
      Highlight Highlight Ja innerhalb der Telekom.
  • Momou 13.10.2018 19:09
    Highlight Highlight Der Ultra: Er folgt seinem Team auch in das Trainingslager und verbringt seine Freizeit mit der Vorbereitung der nächsten Choreographie.
    Bis auf seine 20 Fanclubgenossen sind für ihn alle im Stadion „Modas“. Wenn Länderspielpause ist, schaut er sich „z Zwöi“ an. Denn man den Rhythmus nicht verlieren.

    Lieblingsspruch: Das neu komponierte Fanlied, dass nur er und seine 20 Kupanen kennen.

    Besonderes Merkmal: Seine Fankleidung kann man nicht erwerben. Das muss man sich mit der Reise zum EL-Qualispiel in Astana abverdienen!

    Spräger Typ, aber voll OK!!!
    • cheko 15.10.2018 13:38
      Highlight Highlight Hahaha perfekt beschrieben!!! :-D Mein Favorit!!! xD
    • rychro 15.10.2018 22:53
      Highlight Highlight und bei -20° oben ohne...
  • R.E.O. 13.10.2018 19:00
    Highlight Highlight Dann mal die ganzen Kiffer in der Kurve, die das Gefühl haben, es gehört mit zum Fussball.
  • Neti Liric 13.10.2018 18:53
    Highlight Highlight Der modefan ist eigentlich gc-fan, aber seit es in zürich nur noch 1 fussballclub gibt, ist er plötzlich in der SK anzutreffen.
    • CaptainPfirsich 14.10.2018 00:48
      Highlight Highlight
      Play Icon
    • Switch_On 14.10.2018 14:26
      Highlight Highlight Zwai Vereine me wächslet d Siite,
      Ka me froh si giits kai Dritte
      Denn gön dyr zum ZSC
      uns Basler längt dr FCB ;)
    • Neti Liric 15.10.2018 11:26
      Highlight Highlight wow.. dä dialäkt.. ha käs wort verstandä.. ;)
  • Pisti 13.10.2018 18:41
    Highlight Highlight Definitiv 50% Sitzplatzpöbler und die anderen 50% Säufer! 🙈🍺🙈
  • 2sel 13.10.2018 18:15
    Highlight Highlight ... Bier im Stadion zu verfolgen.
  • 2sel 13.10.2018 18:14
    Highlight Highlight 12: Der Normalo
    Ehemalig in der Fankurve gestanden, heute froh das Spiel unaufgeregt mit Bratwurst und B
    • arni99 13.10.2018 20:44
      Highlight Highlight Hab mich also doch noch gefundenen, einfach ohne B (nehme an Bier 😂)
    • Switch_On 14.10.2018 14:25
      Highlight Highlight Jop schuldig
  • Laborchef Dr. Klenk 13.10.2018 17:27
    Highlight Highlight Fehlt der als roter Stuhl verkleidete GC-Fan... Ah Moment...
    • Kunibert der fiese 13.10.2018 17:45
      Highlight Highlight 😂
    • Barracuda 13.10.2018 18:22
      Highlight Highlight Der ist gut :D
    • kerZHakov 13.10.2018 21:14
      Highlight Highlight Weltklasse! Made my day! 🤣
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hayek1902 13.10.2018 17:21
    Highlight Highlight Der Hilfs-Trainer wurde vergessen: Sieht alle Fehler des eigenen Teams und hat viel bessere Aufstellungen und Strategien parat (à la "Früher schiessen" oder "kompakter Verteidigen", "wieso spielen wir nicht mit zwei Spieler?" "xy ist zu langsam, der soll bei Eckbällen gleich in der Spielmitte warten"). Verwandt mit dem Nörgler. War früher mal im FC, hat aber knapp nicht zum Profi gereicht.
    • auslandbasler 13.10.2018 18:55
      Highlight Highlight Haha, Hayek. Ja, der kommt mir bekannt vor. Eng verwandt mit "dem Spieler". 'Links wär besser gsi', 'dä hätti mit zuebundene Auge gmacht', 'ISCH NO HEISS'
    • Illuminati 13.10.2018 20:10
      Highlight Highlight Hmm gestehe bin so einer😂besser als der Nörgler, denn der Hilfstrainer gibt Lösungsansätze und zeigt auf wo das Problem liegt. Nein spass er erzählt auch nur Humbug..
    • Trompete 14.10.2018 09:37
      Highlight Highlight Bei 4 Punkten aus 10 Spielen sollte man sich unter Umständen die Ideen des Hilftrainers anhören.

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