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Bist du in den 90er-Jahren geboren? Dann hast du im Durchschnitt so wenig Sex wie seit 1920 nicht mehr.  bild: shutterstock

Von wegen «Abschlepp-Generation»: Unter den jungen Leuten wachsen immer mehr Sex-Muffel heran



In den USA wächst offenbar eine Generation von Sexmuffeln heran. Junge Amerikaner im Alter zwischen 20 und 24 Jahren haben einer neuen Studie zufolge weniger Sex als Gleichaltrige in früheren Jahrzehnten.

Nur die Generation, die zur Zeit der Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren aufwuchs, habe «einen noch höheren Grad an sexueller Inaktivität gezeigt», heisst es in der Studie von Forschern der Florida Atlantic University, die am Dienstag im Fachblatt «Archives of Sexual Behavior» veröffentlicht wurde.

Die Wissenschaftler befragten für die Studie Angehörige der so genannten «Millenniums-Generation», die in den frühen 1990-er Jahren geboren wurden. Von ihnen gaben 15 Prozent an, seit ihrem 18. Geburtstag keinen Sexualpartner gehabt zu haben. In einer Untersuchung Gleichaltriger, die in den 1960er Jahren geboren wurden, waren es nur sechs Prozent gewesen.

«Diese Studie widerspricht der weit verbreiteten Ansicht, dass die ‹Millenniums›-Angehörigen eine ‹Abschlepp-Generation› sind», sagte Studien-Mitautor Ryne Sherman. Für die Einschätzung, dass die jungen Leute «nur nach schnellen Beziehungen und häufigem unverbindlichen Sex» suchten, liefere die Studie keine Belege. «Die ‹Millenniums-Generation› ist keineswegs promisker als frühere Generationen», resümierte er.

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Könnte ein Grund für das Ergebnis sein: Befriedigt sich die Milleniums-Generation lieber online als in der Realität? bild: shutterstock

«Langsamer erwachsen»

Die Forscher fanden in der Studie zudem heraus, dass die derzeitige junge Generation sich später als vorangegangene Gleichaltrige um einen Führerschein oder eine bezahlte Arbeit bemühe; dies lege den Schluss nahe, dass sie «langsamer erwachsen» werde als etwa noch die gleichaltrige Generation in den 1980er Jahren.

Die Studienautoren wiesen darauf hin, dass die jungen Leute derzeit mehr über Sex wüssten, viel einfacheren Zugang zu Pornografie hätten und sich unkompliziert über einschlägige Plattformen im Internet zum Sex verabreden könnten als früher. Diese Möglichkeiten trügen aber nicht dazu bei, dass sie tatsächlich mehr sexuelle Aktivitäten entfalteten als vorangegangene Generationen. (cma/sda/afp)

Was hältst du von den Ergebnissen der Studie?

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bangawow 03.08.2016 21:20
    Highlight Highlight Haha, die Kommentarspalte scheint teilweise auch underfucked zu sein 😂
  • Zeit_Genosse 03.08.2016 20:29
    Highlight Highlight oversext but underfucked...

    Vom einen zu viel und vom anderen zu wenig. Das eine wird einem gratis nachgeworfen, das andere kostet dann zu viel Mühe. Also, es fehlt der Hunger bei üppigem Angebot.
    • Zeit_Genosse 03.08.2016 20:34
      Highlight Highlight oversexed and underfucked
  • Der Zahnarzt 03.08.2016 17:35
    Highlight Highlight Das ist nur ein Problem der alt 68er, die Quantität mit Qualität verwechselt haben. - Lieder sind viele von diesen Leuten in den Sozialwissenschaften noch immer sehr einflussreich.
    • Fabio74 04.08.2016 13:08
      Highlight Highlight Was du immer weisst. Erzählen dir das deine Patienten während der Wuzelbehandlung?
    • Der Zahnarzt 04.08.2016 13:37
      Highlight Highlight Ja Fabio74, da staunen Sie was? - Im Ernst: In den Sozialwissenschaften war und ist das Gedankengut der 68er Bewegung sehr einflussreich in der Theoriebildung. Drei wichtige und einflussreiche Sexualwissenschaftler in Deutschland (Volkmar Sigusch, Ulrich Clement und Gunter Schmidt) waren / sind alt 68er.
    • Fabio74 04.08.2016 17:05
      Highlight Highlight Zahnarzt. Jede/r ist für sein Leben selber verantwortlich und für jede/r setzt andere Prioritäten.
      Solange alles im gegenseitigen Einverständnis zwischen mündigen Erwachsenen passiert ist nichts falsch. Und es ist an niemanden die Einstellung zu kritisieren
  • Kronrod 03.08.2016 09:13
    Highlight Highlight Es könnte auch ein Symptom von zunehmender sexueller Ungleichheit sein. Die Studie stellt zwar fest, das ganze 15% der Jungen nicht zum Zug kommen, aber vielleicht haben die anderen 85% umso mehr Sex? Die 15% könnten zum Beispiel mehrheitlich unattraktive, arbeitslose Männer sein (zum Beispiel Flüchtlinge, die sind ja vorwiegend männlich und die will niemand). Das würde dann auch die Häufung von Amokläufen durch ebensolche Männer erklären. Vielleicht ist diese Studie relevanter, als Watson gedacht hat. :)
    • mvrisita 03.08.2016 09:38
      Highlight Highlight Wo ist da der Zusammenhang? 🤔
    • Kronrod 03.08.2016 10:04
      Highlight Highlight Du meinst der Zusammenhang zwischen unattraktiv sein und keinen Partner finden? Oder den Zusammenhang zwischen keinen Partner finden und frustriert sein? Oder den Zusammenhang zwischen frustriert sein und Amok laufen? (Ich habe die Studie übrigens noch genauer angeschaut, und die Mehrheit, nämlich 10% dieser 15% sind tatsächlich Männer.)
    • Fumo 03.08.2016 10:34
      Highlight Highlight Jep sehe ich ähnlich wie Kronrod. Es wurde eine Generation an Pseudo-Prinzessinen heran gezüchtet die es den weniger attraktiven Jungs unmöglich macht zum Zug zu kommen. Während man als Frau immer wer findet der einen nimmt, egal wie sie aussieht.
      Dass die Frust zu Amokläufen führt ist meiner Meinung auch nicht so falsch.
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