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Ford fährt in Europa Verlust ein – Kahlschlag steht bevor



epa07314696 (FILE) - A worker attaches the Ford logo to a Fiesta car at the US car manufacturer plant Ford in Cologne, Germany, 18 January 2019 (reissued 24 January 2019). Ford on 23 January 2019 said their 4th quarter 2018 earnings missed estimates of analysts, with the company being profitable in USA but losing in other markets. Ford reported a loss 116 million USD for the 4th quarter 2018, compared with 2.5 billion USD net profit in 4th quarter 2017 and said it would reduce its workforce in Europe by thousands of employees in a bid to become profitable  again.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL

Bild: EPA/EPA

Der Abwärtstrend des US-Autobauers Ford in Europa hat sich fortgesetzt. Der operative Verlust - also vor Zinsen und Steuern (Ebit) - lag im Europageschäft 2018 bei 398 Millionen US-Dollar, wie Ford im US-amerikanischen Dearborn mitteilte. Ein Jahr zuvor war es noch ein Betriebsgewinn von 367 Millionen Dollar gewesen, das operative Ergebnis brach also binnen eines Jahres um 765 Millionen Dollar ein.

Die Firma begründete die roten Zahlen unter anderem mit höheren Kosten und ungünstigen Wechselkurs-Entwicklungen. Ein Jahr zuvor - 2016 - hatte Ford auf dem Kontinent sogar noch einen satten Betriebsgewinn von 1.32 Milliarden Dollar eingefahren.

Der US-Autobauer hat rund 50'000 Mitarbeiter in Europa, davon knapp die Hälfte in Deutschland. Unlängst hatte die Firmenspitze ein Sanierungsprogramm gestartet, um das Geschäft in Europa in die Gewinnzone zurückzuführen. Eine «beträchtliche Anzahl» der Arbeitsplätze soll wegfallen, verkündete die Chefetage. Wie viele, soll erst Mitte des Jahres bekanntgegeben werden. Dann müsste die Firma für umfangreiche Abfindungen und andere Massnahmen möglicherweise tief in die Tasche greifen.

Auch die Zahl der Fahrzeuge, die in den Handel kamen, sank in Europa im vergangenen Jahr, und zwar um 49'000 (rund 3 Prozent) auf 1.533 Millionen. Die roten Zahlen des vergangenen Jahres, die nun offiziell auf dem Tisch liegen, dürften den Druck hoch halten in den laufenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat.

Auf der Arbeitnehmerseite war kürzlich Kritik laut geworden - der Europa-Betriebsratschef Martin Hennig warf dem Management strukturelle Fehler vor, die zu dem Missstand hierzulande beigetragen hätten. Zudem sei es unfair, dass Ford Europa mehr Geld zahlen müsse an Zulieferer als Ford in den USA. In Köln arbeiten circa 18'000 Menschen, in dem Werk wird der Kleinwagen Fiesta hergestellt. In Saarlouis sind es etwa 6000. Hinzu kommt ein Forschungszentrum in Aachen mit einigen Hundert Mitarbeitern. Ausserdem gibt es grosse Werke in Spanien und Rumänien.

Europa ist nicht das einzige Sorgenkind für den US-Autobauer - auch in China und anderen Regionen der Welt läuft es nicht rund. Nur auf seinem Heimatmarkt Nordamerika schlägt sich der Autoriese dank gefragter SUVs und Pick-ups gut. Unter dem Strich kam der Konzern 2018 auf einen Gewinn von rund 3.7 Milliarden US-Dollar - in einem Jahr hat sich dieser Wert halbiert. Im letzten Quartal 2018 hatte Ford sogar insgesamt einen Verlust verbuchen müssen - die Tendenz ist also alles andere als positiv. (aeg/sda/awp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • meliert 24.01.2019 15:43
    Highlight Highlight traurig für die betroffenen Arbeiter, aber eben, wer kauft noch einen Ford heutzutage? Ford und Opel, einst der Stolz der Mittelklasse vor 40/50 Jahren, ist komplett out.
    • TactixX 24.01.2019 17:58
      Highlight Highlight Na was fährt man heute denn genau? Was genau ist bei Ford komplett out? Ich fahre Ford und kann mich nirgends beklagen.
    • meliert 25.01.2019 17:18
      Highlight Highlight TactixX: Opel&Ford haben zusammen einen Marktanteil von 8.4% in der Schweiz, VW alleine 10.9%.
  • ujay 24.01.2019 13:11
    Highlight Highlight MAGA, Donnie hat sich mit seinem Wirtschaftskrieg ins Knie geschossen.
  • aglio e olio 24.01.2019 13:09
    Highlight Highlight Da fuhren die Gewinnerwartungen von Ford fort.
    • bebby 24.01.2019 15:41
      Highlight Highlight Grandios!

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