Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Am Bundesgericht von New York läuft derzeit der Prozess im FIFA-Korruptionsskandal. Bild: EPA/EPA

«Benz», «Kia» und «VW» als Decknamen – funktionierte so das FIFA-Schmiergeld-System?

Die Zahlungen von mutmasslichen Schmiergeldern an ehemalige Fussball-Funktionäre für die Vergabe von Fernsehrechten liefen offenbar nach einem ausgeklügelten System ab.

21.11.17, 09:48 21.11.17, 10:32

Im Prozess um den FIFA-Korruptionsskandal sagte der frühere Mitarbeiter einer argentinischen Sportmarketingfirma, Santiago Pena, am Montag in New York nach Angaben der Nachrichtenagentur AP, dass die Funktionäre dabei Fantasienamen erhalten hätten. Diese hätten auf Namen bekannter Automarken und -Herstellern beruht.

In Dokumenten der Firma wurde Rafael Esquivel, Ex-Präsident des venezolanischen Fussballverbands, etwa «Benz» nach der Marke Mercedes-Benz getauft. Zudem wird eine Zahlung an «Benz» von 750'000 Dollar (639'000 Euro) für «Q2022» genannt, was für «Katar 2022» - nach englischer Schreibweise mit «Q» - stehen könnte. Luis Chiriboga, der frühere Präsident des Verbands in Ecuador, sei «Toyota» genannt worden und sei mit einer Zahlung über 500'000 Dollar (426'000 Euro) für «Q2022» gelistet worden.

Manuel Burga, ist einer der Angeklagten im FIFA-Korruptionsskandal. Bild: AP/AP

Andere Spitznamen seien «VW», «Kia», «Fiat» sowie «Honda» für Juan Angel Napout gewesen. Napout ist der ehemalige Präsident des südamerikanischen Fussballverbandes Conmebol und von Paraguays Verband. Napout sowie Jose Maria Marin (ehemals Präsident des brasilianischen Verbandes) und Manuel Burga (ehemals Präsident von Perus Verband) stehen im Zentrum des Prozesses in New York.

Das Trio soll Schmiergelder in Millionenhöhe angenommen haben. Als Gegenleistung sollen sie lukrative TV- und Sponsorenrechte für Fussballturniere an eine Marketingfirma vergeben haben. Mehr als 40 Personen haben sich inzwischen schuldig bekannt, mehr als zwei Jahrzehnte Schmiergelder in Millionenhöhe angenommen zu haben. (abu/sda/dpa)

Alle FIFA-Präsidenten seit Gründung des Weltverbands 1904

Das ist der moderne Fussball

Wer noch immer nicht recht wusste, was Büne mit «Pussy-Fussball» meinte: Genau DAS hier

Alle sagen, moderner Fussball sei super. Ich sage: Im modernen Fussball haben sich Saumoden eingenistet, die mich laufend kotzen lassen

Der Moment, in dem ich den allerletzten Glauben an den ehrlichen Fussball verlor

Dann macht doch eure Supermegagiga-Liga! Wie meine Liebe zur Champions League erlosch

Jetzt also auch in der Primera Division: Sevilla spielt als erstes spanisches Team ohne Spanier

Scheichs, Tormusik oder Wappenküsser – 16 Dinge, die schleunigst wieder aus dem Fussball verschwinden sollten

Ausländer-Trios, werbefreie Trikots oder das Nasenpflaster – 16 Dinge, die aus dem Fussball verschwunden sind

Da schmerzt das Herz, es ist schon wieder Nati-Pause! Erlöst uns endlich von diesem Müll – in vier Stunden habe ich eine bessere Lösung entwickelt

Nach Robben auch noch diese erbärmliche Junioren-Schwalbe – es geht bachab mit dem Fussball 

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AlpenMaradona 21.11.2017 11:33
    Highlight Ich frage mich wieso die FIFA sich gegenüber den USA rechtfertigen muss. Ich bin überhaupt kein Freund dieses Sumpfes (FIFA) aber wieso und in welcher Weise dies gerade die USA betrifft, ist mir schleierhaft.
    8 1 Melden
    • HCL | LAK 21.11.2017 12:07
      Highlight Weil die USA bei der Wahl für die WM 2022 auf dem zweiten Platz hinter Katar landete.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Vergabe_der_Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaften_2018_und_2022#Wahl

      Die USA haben somit ein direktes Interesse daran, dass dieser Skandal auffliegt und sie als zweitplazierte für Katar einspringen könnten.
      5 0 Melden
    • chnobli1896 21.11.2017 12:54
      Highlight Unter Umständen weil jede USD-Zahlung durch die USA laufen muss und Korruption dort ein Verbrechen ist welches (aufgrund des Zahlungsstromes durch die USA) dort angeklagt werden kann.
      Die meisten Korruptionszahlungen wurden scheinbar in USD getätigt.
      Bin aber nicht sicher.
      2 0 Melden
    • AlpenMaradona 21.11.2017 13:27
      Highlight @LAK Danke für die Aufklärung! Hat die FIFA nicht eine Nulltoleranzregel was die Einmischung der Politik betrifft und die Verbände ausgeschlossen werden? Ich hoffe jetzt die USA wird für die WM 2022 gesperrt. Und der 3. Bewerber kommt zum Zug...bei afrikanischen Ländern wurden die Sperren knallhart umgesetzt.
      1 1 Melden
  • DreamerDu 21.11.2017 10:28
    Highlight Q2022 - wie ausgeklügelt!
    26 1 Melden
  • de Kari 21.11.2017 10:19
    Highlight Abzocke, Korruption und die Schweiz mitten drin. Wird endlich Zeit, dass die Fifa richtig besteuert wird und nicht wie aktuell ein Jodlerclub aus dem Berner Oberland. Aber der Nationalrat sträubt sich ja dagegen!
    23 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 21.11.2017 10:16
    Highlight Die FIFA ist abGESCHMIERT .... sozusagen ...
    10 0 Melden

Hitzfeld: «Ganz Deutschland wünscht sich, dass Favre die Bayern herausfordern kann»

Am Tag der Dortmunder Offizialisierung des Engagements von Lucien Favre übermittelte die deutsche Trainer-Ikone Ottmar Hitzfeld dem Schweizer eine Reihe von Komplimenten.

Der erfolgreichste Coach der BVB-Geschichte verfolgt den Weg von Lucien Favre schon länger. «Ich hatte immer eine hohe Meinung von Lucien. Er machte seine Teams besser und liess erfolgreich offensiven Fussball spielen», sagt der zweifache Champions-League-Sieger zur Nachrichtenagentur SDA. «Es ist spannend, ihn nun bei einem ganz grossen Traditionsklub zu sehen, bei einem Verein mit sehr hohen Ansprüchen», so Hitzfeld.

Favre sei ein «Tüftler und Entwickler, der Tag und Nacht arbeitet. Er liebt …

Artikel lesen