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Das derzeit populärste Handy in der Schweiz dürfte dich überraschen ... bild: shutterstock

Nokia ist zurück an der Spitze – 8 Fakten zum Schweizer Handy-Markt

Eine repräsentative Marktumfrage von comparis.ch zeigt, welche Smartphones in der Schweiz am populärsten sind. Es gibt Überraschungen!

Publiziert: 28.11.18, 09:10 Aktualisiert: 29.11.18, 06:11
«Ein Drittel der Befragten lässt seine alten Handys in der Schublade verstauben.»

🙈 Erkenntnis aus der Comparis-Studie, 2018

Die Studie

Der Schweizer Internet-Vergleichsdienst Comparis hat Resultate seiner Smartphone-Studie 2018 veröffentlicht. Laut Medienmitteilung wurde die repräsentative Befragung durch das Marktforschungsinstitut innofact im Auftrag von comparis.ch im November 2018 unter 1001 Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt.

Hier sind die wichtigsten Fakten:

Ältere User machen es umweltfreundlicher besser als die jungen

Jeder zweite junge Erwachsene lasse das alte Handy in der Schublade verstauben, schreibt Comparis. 

Bei den Personen mittleren Alters beträgt dieser Anteil 30 Prozent. Und nur ein Fünftel der über 55-Jährigen macht gar nichts mehr mit dem alten Gerät.

Die 56- bis 74-Jährigen wiederum zeigten sich laut Mitteilung «am ökologischsten»: Bei dieser Generation sei der Anteil der Handy-Entsorger mit 22 Prozent am höchsten.

Wenig überraschend: Bei den «mittelalterlichen» Usern (36- bis 55-jährige) dominiert mit fast einem Drittel die Zweitnutzung alter Smartphones durch den Nachwuchs.

Digital-Experte Jean-Claude Frick:

«Die Smartphone-Produktion benötigt einen hohen Anteil seltener Rohstoffe. Deshalb sollte man unbedingt alte Handys fachgerecht entsorgen oder weiter nutzen und nicht in der Schublade verstauben lassen.»

Alte Handys sollten zwecks Entsorgung am besten beim Mobilfunk-Provider oder Hersteller abgegeben werden.

Jetzt mal ehrlich: Wie viele alte Handys liegen bei dir in der Schublade?
Leider hat was nicht geklappt. Bitte versuche es später nochmals.

Wir sind der Umwelt zuliebe abgeschweift! Doch nun kommen wir zu den hierzulande beliebtesten Handys ...

Android ist das populärste Betriebssystem

Das Android-Betriebssystem von Google erreicht laut Comparis-Erhebung in der Schweiz einen grösseren Marktanteil als iOS von Apple: 56 Prozent der Smartphonebesitzer nutzten ein Android-Gerät, 44 Prozent ein iPhone.

Demnach konnte Apple den Marktanteil um 3 Prozentpunkte vergrössern (Vorjahr: 41 Prozent). Google legte mit Android um 2 Prozentpunkte zu (Vorjahr: 54 Prozent). Grosser Verlierer dürfte Microsoft mit seinen Windows-Smartphones sein. Dies wird in der Mittteilung aber nicht erwähnt.

Samsung fällt hinter Apple zurück

Hinter dem Marktführer Apple (siehe oben) dominiert Samsung den Schweizer Smartphone-Markt. Die Südkoreaner mussten aber im Vergleich zum Vorjahr «Federn lassen», schreibt Comparis. Neu liege der Marktanteil des grössten Android-Herstellers bei 36 Prozent (2017: 39 Prozent).

Huawei auf Platz 3, mit magerem Marktanteil

Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei konnte laut Comparis-Studie auf Platz 3 halten. Entgegen des globalen Trends habe der weltweit zweitgrösste Hersteller allerdings in der Schweiz nur einen Marktanteil von 8 Prozent. Die Modelle der neusten Generation, die in Reviews gelobt werden, sind also noch nicht bei den Kunden angekommen.

Nokia erobert Marktanteile zurück

Das Urgestein Nokia feiere in der Schweiz ein Comeback, hält Comparis fest. Der finnische Smartphone-Hersteller rangiert nun auf Platz 4. Mit einem Marktanteil von 3 Prozent hat die Kultmarke den japanischen Konkurrenten Sony überrundet.

Das iPhone 7 ist das populärste Handy

Am meisten Schweizer nutzen aktuell ein iPhone 7 oder 7 Plus von Apple, schreibt Comparis. Der Anteil betrage 10 Prozent. Bei den Android-Smartphones würden das Galaxy S7 und das S7 Edge am häufigsten genutzt (9 Prozent).

Und die neueren Modelle?

Apple sei mit den vor einem Jahr vorgestellten iPhone 8 und iPhone X bereits in den Top-10-Rängen vertreten. Dagegen rangierten die aktuellen Android-Flaggschiffe Samsung Galaxy S9 und die neueren Note-Modelle noch nicht unter den beliebtesten Smartphones in der Schweiz.

Preisbewusste Android-User behalten ihre «Knochen» länger

Der Comparis-Experte:

«Bei Apple sind sich die Konsumenten schon seit jeher teure Gerätepreise gewohnt. Die Android-User rechnen hingegen mit tieferen Preisen. Die neuen, teureren Samsung-Smartphones entsprechen offensichtlich nicht diesen Erwartungen.»

Dies führe dazu, dass Android-Nutzer ihre Geräte aktuell länger behalten würden. So rangierten die über dreijährigen Samsung-Modelle Galaxy S5 und S6 sowie die günstigeren Galaxy-A-Modelle noch unter den Top-10-Plätzen.

Die Schweizer sind wechsel- bzw. kauffreudig

Die grosse Mehrheit der Smartphone-User hierzulande habe das Gerät neulich gewechselt, konstatiert Comparis: 

Ein Drittel der Befragten besitzt das aktuelle Smartphone weniger als ein Jahr. 44 Prozent geben an, das Gerät ein bis zwei Jahre zu besitzen. Und nur ein Fünftel nutzt das Handy schon seit 3 Jahren und mehr.
Welche Handy-Marke nutzt du?
Leider hat was nicht geklappt. Bitte versuche es später nochmals.

So war's früher

Im November 2017 berichtete watson: «iPhone bleibt in der Schweiz König – dicht gefolgt von Samsung» ...

Und noch früher, Anfang 2016:

(dsc)

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Wie verhalten sich die zehn Firmen mit dem grössten Schweizer Marktanteil an mobilen Geräten und Computern – Acer, Apple, Asus, Dell, HP, HTC, Huawei, Lenovo, Samsung, Sony – bezüglich Arbeitsrechten, Konfliktmineralien und Umwelt? EPA/EPA / ROMAN PILIPEY
Mit ihrem Ethik-Rating der meistverkauften zehn Handy-Marken der Schweiz wollen «Brot für alle» und «Fastenopfer» Grundlagen für einen bewussten Kauf liefern. Sie fordern Schweizer Universitäten und Entwicklungsorganisationen dazu auf, nur verantwortungsvoll produzierte IT-Geräte zu kaufen.
Die Bewertungen der Tech-Hersteller im Überblick. Detaillierte Ergebnisse gibt's hier.
Apple geht im IT-Marken-Rating der Schweizer Hilfsorganisationen als Siegerin hervor, gefolgt von Dell und HP. EPA/EPA / ROMAN PILIPEY
«Doch obwohl Apple und HP insgesamt gut dastehen, sind im Vergleich zu 2014 bei beiden Rückschritte zu beklagen», teilten die NGOs mit. AP/AP / Paul Sakuma
Auf dem hintersten Platz liegt die chinesische Huawei, der aufstrebende zweitgrösste Handy-Hersteller weltweit. Er hat Nokia aus der Zehnerliste verdrängt. EPA/EPA / FELIPE TRUEBA
Huawei sowie die zweitletztplatzierte HTC lassen laut den NGO jegliche Transparenz vermissen und schweigen betreffend Lieferanten und Produktionsbedingungen. EPA/EPA / DAVID CHANG
Huawei fällt in den bewerteten Bereichen Arbeitsrecht, Konfliktrohstoffe und Umwelt durch. So futiert sie sich laut Auswertung um gesundheitsschädigende Chemikalien, die bei der Handy-Herstellung entstehen, und lässt die Zulieferbetriebe nicht unabhängig überprüfen. Die Schmelzereien der Rohstoffe lege sie schon gar nicht offen. EPA/EPA / FELIPE TRUEBA
Erst am Anfang stünden Huawei und auch HTC bei der Verbannung von Schadstoffen aus ihren Produkten, heisst es. Bei HTC habe sich seit dem erstmals durchgeführten Rating 2014 in Sachen Arbeitsrechte und Umwelt nichts bewegt. EPA/EPA / HTC HANDOUT HANDOUT
Die Arbeitskonditionen in den Standorten und bei Zulieferern weist HTC nicht aus. Es fehle an Transparenz – nicht einmal der Anteil erneuerbarer Energie werde ausgewiesen, ergab die Untersuchung. Invision for HTC/Invision / Amy Sussman
Apple und HP dagegen setzten sich mittlerweile die Verwendung von 100 Prozent erneuerbarer Energie zum Ziel. Allerdings hätten beide ihr Engagement in Multi-Stakeholder-Initiativen zurückgefahren oder aufgelöst. Positive Schritte zur Förderung von Existenzlöhnen seien wieder rückgängig gemacht worden. AP/AP / Rick Rycroft
Dafür hätten einige Nachzügler aus dem letzten Rating wie Asus (Rang 8), Samsung (6) und Lenovo (4) bei vielen Aspekten vorwärtsgemacht. Zwar wiesen die Firmen vermehrt ihre direkten Zulieferer aus – bei weitergehenden Zulieferebenen mangle es aber nach wie vor an Transparenz. Evan Agostini/Invision/AP/Invision / Evan Agostini
Die deutlichste Verbesserung hätten die Handy-Firmen bei der Beschaffung von sogenannten Konfliktrohstoffen erzielt. Die meisten legten die Schmelzereien in ihrer Lieferkette offen. Nur mit Identifikation der Schmelzereien könne die Sorgfaltspflicht bis hin zu den Minen wahrgenommen werden, heisst es weiter. AP / RICCARDO GANGALE
Das sei auch auf das US-Dodd-Frank-Gesetz zurückzuführen, welches von kotierten Firmen Transparenz im Umgang mit Rohstoffen aus Konfliktgebieten, wie der Demokratischen Republik Kongo, verlangt – seit letztem Jahr gilt in Europa dieselbe Vorgabe. AP/AP / Charles Dharapak
Im Vergleich zur letzten Studie würden auch mehr Firmen die Vorgaben für Konfliktrohstoffe auf Kobalt anwenden. In diesem Bereich loben die NGO den japanischen Handy-Hersteller Sony (Rang 7). AP/AP / Richard Drew
Dieser kommt aber sehr schlecht weg betreffend Arbeitsrecht, weil er keine Angaben macht über den Einsatz gesundheitsschädlicher Chemikalien, die bei der Herstellung Usus sind. Auch bei Acer (Rang 5) bestehe diesbezüglich noch deutlicher Handlungsbedarf. EPA / DAVID CHANG
Das Rating basiert auf zugänglichen Informationen wie Firmen-Websites und Corporate-Social-Responsibility-Berichten. Acht Firmen haben auf die ihnen vorgelegte Auswertung reagiert, ausser Huawei und Acer. Die ergänzenden Informationen der Firmen flossen in das Rating ein. EPA/EPA / PHILIPP GUELLAND

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