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Nordkoreanische Nachrichtensprecherin Ri Chun Hee, Pink Lady

Ri Chun Hee wird wegen ihres pinken Hanbok-Gewands auch «Pink Lady» genannt.   Bild: KCTV

Das TV-Gesicht Nordkoreas soll ersetzt werden – «Pink Lady» muss gehen



Vermutlich gibt es keine Nachrichtensprecherin mit dem gleichen Dienstalter: Ri Chun Hee, auch bekannt als «Pink Lady», ist seit Jahrzehnten das wichtigste Sprachrohr des nordkoreanischen Regimes. Die mittlerweile 75-jährige Ri* erscheint dann auf dem Bildschirm, wenn es wichtige Ereignisse zu verkünden gibt – den Tod der Machthaber Kim Il-sung (1994) und Kim Jong-il (2011) oder den Test einer Wasserstoffbombe (2016). 

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Tragisches Timbre: Ri Chun Hee gibt im Dezember 2011 den Tod von Machthaber Kim Jong-il bekannt.    Video: YouTube/MrOrientaloccidental

Doch bald könnte es vorbei sein mit den dramatischen Auftritten der Pink Lady. Kim Jong-un, der aktuelle starke Mann in Pjöngjang, wolle jüngere Gesichter im Fernsehen sehen, berichtet der «Telegraph». Kim*, selbst noch in seinen Dreissigern, sei das Image von Nordkorea als High-Tech-Land wichtig. Die langjährige Nachrichtensprecherin passe da nicht mehr ins Bild. 

Am Staatssender KCTV sollen nun jüngere Moderatoren und Reporter zu sehen sein. Sie werden auch nicht mehr in traditionellen Gewändern wie die Pink Lady auf der Mattscheibe erscheinen, sondern Neon-Anzüge tragen. Auch das Studio soll modernisiert werden. 

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Triumphierendes Timbre: Ri Chun Hee verkündet 2016 den erfolgreichen Test einer Wasserstoffbombe.  Video: YouTube/Wrath0fKhan

Gemäss einem südkoreanischen Experten hat die anstehende Verjüngungskur auch damit zu tun, dass das nordkoreanische Publikum mittlerweile auch andere Netzwerke kenne und der alte, extrem melodramatische Stil nicht mehr so gut ankomme. 

Die Pink Lady in ihrem traditionellen Hanbok-Kleid war in den letzten Jahren ohnehin seltener zu sehen. Eigentlich ist sie schon längst pensioniert, wird aber für besondere Gelegenheiten reaktiviert. 

(dhr)

* In einer früheren Version dieses Artikels war von «Chun Hee», bzw. von «Jong-un» die Rede. Dies ist jedoch falsch oder zumindest unhöflich, da es sich nicht um den Familiennamen handelt. Dieser lautet «Ri» bzw. «Kim». Vielen Dank an den User, der uns auf den Fehler hingewiesen hat!

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Video: srf

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 05.12.2018 20:11
    Highlight Highlight Schade...
  • Pasch 05.12.2018 18:53
    Highlight Highlight Die wäre für das SRF eine echte Bereicherung!
  • palimpalim 05.12.2018 16:15
    Highlight Highlight Ja nei ... :(
    • ichibansenshi 05.12.2018 17:18
      Highlight Highlight gäll... war auch meine Lieblingsmoderatorin
  • Max Dick 05.12.2018 14:07
    Highlight Highlight "Sie muss gehen" bedeutet in Nordkorea, dass sie exekutiert wird? Oder kennen sie dort mittlerweile auch Personalrochaden und Pensionierungen in unserem Stil?
    • Alterssturheit 05.12.2018 14:14
      Highlight Highlight Vermutlich lässt man sie leben, sie erhält aber mindestens 5 Verdienst-Medaillen !
    • Tomoko 05.12.2018 14:18
      Highlight Highlight Steht doch im Text, dass sie schon pensioniert ist und nur bei speziellen Ereignissen auftritt.
    • ichibansenshi 05.12.2018 17:16
      Highlight Highlight @Tomoko du bist sicher lustig auf Parties....

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