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IS attackiert in Syrien: 184 Tote bei Anschlägen auf Regime-Viertel in Damaskus



Diese 23 Bilder aus Syrien beweisen, dass gerade was komplett falsch läuft

Die Zahl der Opfer bei den bislang blutigsten Anschlägen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf Regime-Viertel in Syrien ist auf 184 gestiegen. Allein am südlichen Rand von Damaskus rissen Bomben mindestens 120 Menschen in den Tod, im westsyrischen Homs 64.

Dies meldete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag. Die Explosionen ereigneten sich am Sonntag jeweils in Stadtteilen, die vor allem von religiösen Minderheiten bewohnt werden.

Syrian army soldiers and civilians inspect the site of multiple bomb blasts that hit the Sayeda Zeinab area, a southern district of Damascus, Syria, February 21, 2016. REUTERS/Stringer EDITORIAL USE ONLY. NO RESALE. NO ARCHIVE.      TPX IMAGES OF THE DAY

Bild der Zerstörung in Damaskus
Bild: STRINGER/REUTERS

Am Südrand der Hauptstadt Damaskus explodierte im Schiitenviertel Sajida Sainab mindestens eine Autobombe. Zudem sprengten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft. Die dortige gleichnamige Moschee ist ein wichtiger Pilgerort für schiitische Muslime unter anderem aus dem Iran.

In Homs starben den Menschenrechtsbeobachtern zufolge 64 Menschen, als in dem vor allem von der religiösen Minderheit der Alawiten bewohnten Stadtteil Sahraa zwei Autobomben explodierten. Der alawitische Glaube ist aus dem schiitischen Islam hervorgegangen und mit ihm verwandet. Die Familie von Präsident Baschar al-Assad sowie wichtige Stützen des syrischen Regimes sind Alawiten.

IS-Terrormiliz übernimmt Verantwortung

People are carried through the streets in the aftermath of bomb blasts in southern Damascus, Syria February 21, 2016 in this still image taken from video. Multiple explosions hit the southern district of Damascus on Sunday where Syria's holiest Shi'ite shrine is located, pro-government television channels, witnesses and a monitoring group said. REUTERS/El Ikhbariya via Reuters TV ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO RESALES. NO ARCHIVE. SYRIA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN SYRIA.      TPX IMAGES OF THE DAY

Bilder aus Damaskus
Bild: REUTERS TV/REUTERS

Der so genannte Islamische Staat, die IS-Terrormiliz, übernahm in Interneterklärungen die Verantwortung für die Anschläge. Allerdings liessen sich die Bekenntnisse nicht unabhängig überprüfen. Die Extremisten beherrschen im Norden und Osten Syriens noch immer grosse Gebiete, mussten zuletzt aber Niederlagen auch gegen des Regime hinnehmen.

Erst Ende Januar war es in beiden betroffenen Gebieten zu ähnlichen Anschlägen mit Dutzenden Toten gekommen. Auch hier bekannte sich der IS zu den Taten. Die sunnitischen Fanatiker sehen Angehörige anderer muslimischer Glaubensrichtungen als Abtrünnige.

Rege Friedensdiplomatie

US-Präsident Barack Obama will in den nächsten Tagen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über eine Waffenruhe sprechen. Beide Grossmächte sowie weitere beteiligte Staaten hatten sich in München auf eine Feuerpause geeinigt, die nach Lesart von Diplomaten am vergangenen Freitag hätte in Kraft treten sollen.

Mit der Waffenruhe sollen die Anfang Februar ausgesetzten Friedensgespräche zwischen dem Regime und der Opposition wieder in Gang gebracht werden.

Der IS zerstört ein 1400 Jahre altes Kloster im Irak

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte Teheran am Sonntag einen Überraschungsbesuch abgestattet – um eine «spezielle Botschaft» Putins zu überbringen, wie er selbst sagte. Russland ist neben dem Iran der wichtigste Verbündete des Assad-Regimes und fliegt seit Ende September Luftangriffe.

In der saudiarabischen Hauptstadt Riad wollte sich am Montag das Hohe Verhandlungskomitee (High Negotiations Committee, HNC) der Regimegegner treffen, um über die vorgeschlagene Feuerpause zu beraten. Führende Militärkommandanten aus 30 Ländern, die in Syrien gegen die IS-Terrormiliz kämpfen, trafen sich in Kuwait.

IS lässt christliche Geiseln frei

Nach rund einem Jahr Geiselhaft liess der IS unterdessen die letzten von mehr als 200 im Nordosten Syriens entführten Christen frei. Mehr als 40 Frauen und Männer seien wieder auf freiem Fuss, erklärte das Assyrische Netzwerk für Menschenrechte.

Vor einem Jahr hatte die Terrormiliz im Nordosten Syriens mehrere Dörfer assyrischer Christen in der Nähe der Stadt Hasaka überrannt und und Einwohner entführt. Assyrische Aktivisten sprachen von mehr als 270 Geiseln. (sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lusitania 22.02.2016 20:14
    Highlight Highlight Assad verteidigt sich von fremden islamischen Kräften. Hört auf ihn als den Hauptbösewicht darzustellen. Wären wir es nicht... wäre kein Krieg entstanden. Waffenhandel, versuchter Regimechange und Gier nach Erdöl. Dank uns ist der IS entstanden. Ja dank uns... Wir lassen die Amerikaner hewähren.

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