DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Trotz Schutzzonen in Syrien: Waffenruhe bröckelt



This Sunday, April 30, 2017 photo provided by the Syria Democratic Forces (SDF), shows a fighter from the SDF carrying weapons as he looks toward the northern town of Tabqa, Syria. U.S.-backed opposition fighters led by Syrian Kurdish forces captured more territory from the Islamic State group in the northern town of Tabqa on Monday, pushing the extremists to northern neighborhoods, close to one of Syria's largest dams. (Syrian Democratic Forces, via AP)

Bild: AP/Syrian Democratic Forces

Nach dem Inkrafttreten mehrerer Schutzzonen für die notleidende Bevölkerung in Syrien ist die vereinbarte Waffenruhe brüchig. Sowohl die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte als auch Rebellen berichteten am Wochenende von mehreren Angriffen und anschliessenden Gefechten.

In einer der Zonen in der zentralsyrischen Provinz Hama kam es den Menschenrechtlern zufolge am Sonntag zu Kämpfen zwischen Regierung und Rebellen - mindestens 28 Kämpfer starben dort auf beiden Seiten seit Inkrafttreten des Abkommens.

Russland, die Türkei und der Iran hatten sich in der kasachischen Hauptstadt Astana auf vier Schutzzonen in dem Bürgerkriegsland geeinigt. Dort sollten von Samstag an die Waffen schweigen.

Sniper War in Mossul

1 / 11
Sniper War in Mossul
quelle: x90151 / thaier al-sudani
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Allerdings sind in den Zonen bestimmte Gruppen von der Feuerpause ausgenommen. So sollen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und andere Terrorgruppen weiter bekämpft werden. In den Gebieten ist beispielsweise die Al-Kaida-nahe Extremistengruppe Tahrir al-Scham stark. Deshalb hat Moskau keinen völligen Verzicht auf Luftangriffe in den Schutzzonen verkündet.

Erneut Fassbomben abgeworfen?

Das ganze Wochenende hindurch sollen syrische Regierungstruppen auch die von Rebellen kontrollierte Stadt Al-Latamana in der Provinz Hama beschossen haben. Ausserdem nahmen Regierungskräfte den Angaben zufolge den nahen Ort Al-Sulakiat ein.

Zunächst war aber nicht klar war, ob der Ort sich in einer Schutzzone befindet. Das berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Grossbritannien, die ihre Informationen von einem breiten Netzwerk aus Informanten in Syrien bezieht. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist nicht möglich.

Rebellen warfen der Armee von Präsident Baschar al-Assad vor, erneut Luftangriffe mit Kampfflugzeugen und Helikoptern geflogen zu haben. Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge sollen auch international geächtete Fassbomben eingesetzt worden sein.

Ein Rebellensprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass es anschliessend Kämpfe zwischen beiden Seiten gegeben habe. Auch nordöstlich der Hauptstadt Damaskus soll es demnach Gefechte zwischen Rebellen und mit der Regierung verbündeten Einheiten gegeben haben.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete zudem von weiteren Kämpfen, zu denen es nach Inkrafttreten der Schutzzonen gekommen sei. So seien etwa in der südlichen Provinz Daraa Explosionen zu hören gewesen.

Vier Sicherheitszonen

Russland, die Türkei und der Iran hatten darauf verständigt, vier Zonen im Norden, Zentrum und Süden des Landes einzurichten. Diese Zonen seien mit 27 Rebellengruppen abgesprochen. Bereits mehrfach hatte es Versuche gegeben, eine Feuerpause in Syrien durchzusetzen.

Russland, die Türkei und der Iran hatten sich als Verbündete der Konfliktparteien bereit erklärt, als «Garantiemächte» eine Ende Dezember in Kraft getretene Waffenruhe zu überwachen. Allerdings kam es immer wieder zu Kämpfen.

Unterdessen wählte die wichtigste syrische Oppositionsgruppe den bekannnten Dissidenten Riad Seif zu ihrem Anführer. Seif ersetzt an der Spitze der Nationalen Koalition der syrischen Opposition und Revolutionskräfte, die in Istanbul sitzt, seinen Vorgänger Anas al-Abdah. (sda/dpa)

Syrien

Wie die SNB 4 Millionen Dollar mit dem US-Angriff auf Syrien verdiente

Link zum Artikel

Autopsie bestätigt Chemiewaffen-Einsatz in Syrien – Erdogan beschimpft Assad als «Mörder»

Link zum Artikel

Trotz US-Angriff: Syrien bombardiert weiter

Link zum Artikel

Kampf um Aleppo: Assads Truppen zerschlagen die Rebellengebiete in zwei Teile

Link zum Artikel

Assad-Luftwaffe tötet offenbar türkische Soldaten – Rebellen für Feuerpause in Ost-Aleppo

Link zum Artikel

Syrien-Krieg: UNO wirft Assad weiteren Einsatz von Giftgas vor

Link zum Artikel

«Humanitäre Tragödie», «gigantischer Friedhof»: UNO über Aleppo

Link zum Artikel

Syrische Weisshelme entschuldigen sich für #MannequinChallenge mit «Bomben-Opfer»

Link zum Artikel

Assad bietet Trump Zusammenarbeit bei Kampf gegen Extremisten an

Link zum Artikel

Russischer Flugzeugträger «Admiral Kusnezow» erreicht syrische Küste

Link zum Artikel

Absurde Forderungen: Was Putin von den Amerikanern verlangt

Link zum Artikel

UNO-Experten über Attacke auf Hilfskonvoi in Syrien: Es waren doch Luftangriffe

Link zum Artikel

«Nicht Sex, sondern Krieg schändet den syrischen Körper»: Ein Flüchtling wird Pornostar

Link zum Artikel

Scharen flüchten aus Aleppo – dieser Mann bleibt und kümmert sich um die verlassenen Katzen

Link zum Artikel

Syrische Stadt Duma von heftigen Luftangriffen getroffen – es droht ein zweites Aleppo

Link zum Artikel

«Ich habe Angst, dass ich heute Abend sterbe» – Siebenjährige twittert aus Aleppo

Link zum Artikel

Ärzte ohne Grenzen fordern Ende des Blutbads in «Todeszone» Ost-Aleppo

Link zum Artikel

Syrien-Gespräche mit Russland «nicht tot, aber auf der Intensivstation» 

Link zum Artikel

Ein herber Rückschlag: USA beenden Gespräche mit Russland über Waffenstillstand für Syrien

Link zum Artikel

#StingerEffect: Die neueste Lösung für den Syrien-Konflikt kommt aus Hollywoods Traumfabrik

Link zum Artikel

Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Kriegsverbrechen in Syrien

Link zum Artikel

Wieder Klinik bombardiert: Luftangriff auf Aleppo trifft eines der letzten Spitäler

Link zum Artikel

Wieder Spitäler in Aleppo bombardiert – UNO-Chef Ban Ki Moon spricht von «Kriegsverbrechen»

Link zum Artikel

Bekannter deutscher Journalist interviewt «Al-Nusra»-Kommandant – alles nur ein Fake?

Link zum Artikel

Feuerpause für Syrien rückt in Reichweite

Link zum Artikel

Krieg? Welcher Krieg? Mit diesem Video will Syrien Touristen an seine Strände locken 

Link zum Artikel

Was hat der Westen mit den Flüchtlingen zu tun? Diese 10 Punkte zeigen es

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Bei euch, liebe zu Unrecht als Putin-Trolls Beschimpfte, möchte ich mich entschuldigen. Bei allen anderen nicht

Offener Brief auf einen Artikel, der ein grosses Echo und ein paar Missverständnisse ausgelöst hat.

Vor ein paar Tagen habe ich mich stellvertretend dafür entschuldigt, dass watson einen Artikel des Journalisten Helmut Scheben unter dem Titel: «Spielball der Mächte: Weshalb der Syrienkonflikt ein Stellvertreterkrieg geworden ist» von Infosperber übernommen hat.

Diese Story, so meine Aussage, sei russische Propaganda und Scheben ein Putin-Troll, und wir watson-Deppen seien ihm auf dem Leim gekrochen.

Ich habe auch darauf hingewiesen, dass Scheben auf anderen Portalen schon mehrmals …

Artikel lesen
Link zum Artikel