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Hilfe für Assad: Russland kämpft mit Bodentruppen in Syrien

Wladimir Putin bestreitet es, doch Recherchen des «Spiegel» ergeben: Russland setzt zur Unterstützung des syrischen Diktators auch Bodentruppen und Artillerie ein. Zwei Soldaten einer Speznas-Brigade sind bereits gefallen.

Spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online
This Tuesday, Sept. 15, 2015 satellite image with annotations provided by GeoNorth, AllSource Analysis, Airbus shows Russian tanks and armed personnel carriers at an air base in Latakia province, Syria. Russia on Thursday strongly urged the United States and its allies to engage the Syrian government as a

Russischer Stützpunkt in Latakia (Archivfoto): Verstärkte Schlagkraft.
Bild: GeoNorth, AllSource Analysis, Airbus

Der Kreml baut trotz entgegengesetzter Beteuerungen von Präsident Wladimir Putin seine Militärhilfe für das Regime von Syriens Diktator Baschar al-Assad aus. Mittlerweile werden nach Informationen des «Spiegel» auch russische Bodentruppen eingesetzt.

Mindestens zwei russische Soldaten sind demnach bereits im Syrieneinsatz gefallen. Sie gehörten zu einer Eliteeinheit des Militärgeheimdienstes GRU, genauer: zur 22. Speznas-Brigade, die nahe Rostow am Don stationiert ist. Dort fanden am 12. November auch die Beerdigungen statt. In den russischen Medien durfte der Tod der Soldaten nicht erwähnt werden.

Russischer Kampfjet von der Türkei abgeschossen

Russland unterstützt das Regime von Assad mit Luftschlägen – und auch mit Truppentransporten und Artillerie: So bringen russische Militärflugzeuge vom Typ Iljuschin, aber auch grosse Mi-24-Hubschrauber Assads Kämpfer ins Einsatzgebiet.

Moskau verstärkt die syrische Schlagkraft ausserdem offenbar mit Haubitzen vom Typ Msta-B, die zur 120. russischen Artilleriebrigade gehören – eine Einheit, die eigentlich in Sibirien stationiert ist.

Am Freitag brachte Frankreichs Aussenminister Laurent Fabius eine Einbeziehung der Soldaten des Assad-Regimes im Kampf gegen den sogenannten «Islamischen Staat» («IS») ins Spiel. Bei der Bekämpfung der Extremisten gebe es «zwei Massnahmen: Bombardierungen und Truppen am Boden», sagte Fabius im Radiosender RTL.

Die Bodentruppen könnten nicht von Frankreich gestellt werden, aber von Einheiten der oppositionellen Freien Syrischen Armee, von sunnitischen arabischen Truppen «und warum nicht auch von Regierungstruppen?», sagte Fabius. Westliche Staaten hatten bisher eine Zusammenarbeit mit Assad ausgeschlossen.

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Triesen 28.11.2015 14:20
    Highlight Highlight Vietnam: Wie die USA haben die Russen, auch mit Bodentruppen keine Chance den Krieg zu gewinnen, gegen eine Armee die zum Teil in der Bevölkerung verankert ist. Ihr reicht es nämlich, wenn sie nicht verliert. Afghanistan. Nichts daraus gelernt. Jetzt haben die extremen Islamisten ihre Existenzberechtigung und damit ihr Ziel erreicht...
  • DerWeise 27.11.2015 19:20
    Highlight Highlight Was!? Skandal! Russland setzt sich für sein Interessen ein, unglaublich!

    *IronieOff

    ..wie jeder andere Staat.

    Der Spiegel, DIE objektive Zeitung
    • zombie woof 27.11.2015 20:07
      Highlight Highlight Sein Interesse? Was hat Russland in Syrien verloren?
    • blueberry muffin 27.11.2015 20:15
      Highlight Highlight Was hat die USA in Saudi Arabien verloren?
    • DerWeise 27.11.2015 20:24
      Highlight Highlight Also ich kann dir ja beim Zustand der aktuellen Medienlandschaft nicht übel nehmen, dass dir die geopolitische Gemengelage im nahen Osten nicht geläufig ist und das in Syrien die Amis, Türkei, Katar, Saudis, Iran, Israel ect und eben auch Russland mitmischen => btw. Scholl-Latour ist dein Freund ;)

      ...aber Russland ist u.a. ein verbündeter Syriens und Assad die legitime Regierung. Assad (kein Heiliger, aber 10 mal "netter" als sein Papi) bat Russland um Hilfe, was, schaut man sich an, wer sich alles mittlerweile alles in Syrien austobt, verständlich ist.

      Zudem tummeln sich in Syrien tausende kampferprobte Tschetschenen wie Captain Rotbart, die man lieber nicht als Rückkehrer haben will:
      http://www.welt.de/politik/ausland/article129709216/Rotbaertiger-Tschetschene-ist-neues-Gesicht-von-Isis.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • RatioRegat 27.11.2015 19:13
    Highlight Highlight Es ist durchaus denkbar, dass es in naher Zukunft zu einer Spaltung des westlichen Lagers kommt, weil unterschiedliche Prioritäten gesetzt werden.

    Während die europäischen Staaten zunehmend den Kampf gegen Daesh priorisieren, arbeiten die USA und die Türkei nach wie vor auf einen Machtwechsel in Syrien hin.

  • Marmot 27.11.2015 18:53
    Highlight Highlight Beim "Spiegel" kann man bei solchen Themen gleich aufhören zu lesen.
    • legis 27.11.2015 19:00
      Highlight Highlight Habe auch bei “Recherchen des Spiegels“ wieder aufgehört zu lesen :D
  • Sverige 27.11.2015 18:48
    Highlight Highlight Putin macht wenigstens Dampf, Druck. Nicht so wie die USA, NATO und EU. Letztere Drei sind doch verantwortlich dass es so viele Migranten und Flüchtlinge zu uns zieht. Würde doch nicht mehr in dessen Schema passen, würde die Asylmaschinerie nicht mehr rentieren. Go Putin Go!!
    • Sapere Aude 28.11.2015 15:09
      Highlight Highlight Bush hat ebenfalls Dampf gemacht in Afghanistan und dem Irak, mit bekannten Resultat. Insofern hat Obama hinzugelernt. Der Krieg in Syrien lässt sich nicht mit westlichen Truppen beenden.

      Es sind die Gräueltaten Assads und von Daesh, die die Menschen flüchten lässt, nicht die Verschwörung einer angeblichen Sozialindustrie. Vielleicht einmal den Aluhut ablegen, erweitert den Horizont.
  • Hackphresse 27.11.2015 18:41
    Highlight Highlight Lustig.
    Putin sagt etwas, macht aber etwas anderes. Aber berichten darf man darüber nicht. Hmm... Wie nennt man das schon wieder?
    • UNO1 27.11.2015 18:57
      Highlight Highlight Politik
    • Lowend 27.11.2015 19:31
      Highlight Highlight Lügen?
  • Typu 27.11.2015 18:38
    Highlight Highlight Ist das direkt bis zu Putin beweisbar? 100%? Ich bezweifle das.
    • azoui 28.11.2015 09:07
      Highlight Highlight das hoffe ich doch, das putin in russland noch das sagen hat.
  • Stratosurfer 27.11.2015 18:18
    Highlight Highlight Putin will die russischen Militärstützpunkte in Syrien auf Biegen und Brechen halten. Der Kampf gegen den IS dient nur als Feigenblatt seiner Militäraktion.
    • Fufferl 27.11.2015 18:38
      Highlight Highlight Und wen schon. Die Nato würde ihre Stützpunkte, und das sind rund um Syrien vergleichsweise viele, auch nicht einfach hergeben wollen.
    • Stratosurfer 27.11.2015 22:06
      Highlight Highlight Fufferl lass die abgedroschenen Phrasen. Der Diktator Assad ist Russlands einzige Option die eigenen Stützpunkte zu halten. Deshalb müssen sämtliche Oppositionsgruppen bekämpft werden, was in Syrien nie zu keiner Lösung des Problems führen wird. Das hat nichts mit der NATO zu tun.

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