DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
So ist's richtig.
So ist's richtig.
Bild: obi/watson

Geschafft! Nach x-mal Scheitern habe ich die perfekte Cacio e Pepe hinbekommen đź’Şđź’Şđź’Ş

02.02.2021, 11:0003.02.2021, 08:52

Immer wieder. Immer wieder hab' ich's versucht. Und immer wieder war ich mit dem Resultat unzufrieden. Dabei hat das Rezept (nebst der Pasta selbst) gerade mal zwei (2!!!) Zutaten: Pecorino und schwarzer Pfeffer.

Die Rede ist von Cacio e Pepe – ein urchiges, sehr römisches Gericht. Und eins, das mir nicht sonderlich präsent war, obwohl es im letzten Jahrzehnt gerade auch ausserhalb Italiens ein Siegeszug sondergleichen vollführt hat.

Oftmals sind es die simpelsten Rezepte, die am schwierigsten perfekt hinzukriegen sind. Und jene cremina, jene Sämigkeit, die eine gelungene Cacio e Pepe ausmacht, erwies sich in der Tat als schwer fassbar.

Ich habe etwa Claudio Gargiolis Methode versucht. Mehrmals. Der Käse wurde klumpig .

Und so schaute ich gefühlte 100 Online-Tutorials, in denen alte römische Käuze die Zubereitung erklären. Ich schlug in alten Rezeptbüchern nach. Ich führte längere WhatsApp-Chats mit Leuten, die in Rom wohnen (die unter anderem ergaben, dass selbst die Römer dieses Gericht tendenziell auswärts im Restaurant essen, weil es für zuhause etwas frickelig ist).

Pino Dara (der übrigens <em>hammer</em> ist) macht aus dem Pecorino zuerst eine Art Tennisball, den er nach und nach mittels geduldigstem Rühren auflöst (schaut <a target="_blank" rel="follow" href="https://www.facebook.com/pino.dara.9/videos/1412096498973765"><em><strong>hier</strong></em></a>). Klappte bei mir nicht schlecht, doch die Pasta war kalt, bevor alles fertig war.
Pino Dara (der übrigens hammer ist) macht aus dem Pecorino zuerst eine Art Tennisball, den er nach und nach mittels geduldigstem Rühren auflöst (schaut hier). Klappte bei mir nicht schlecht, doch die Pasta war kalt, bevor alles fertig war.
Bild: facebook

Ich experimentierte mal mit weicherem, mal mit reiferem Pecorino. Öfters als nicht wurde der Käse klumpig. Ich war kurz davor, aufzugeben.

Was aber lange währt, wird endlich gut, und heute darf ich verkünden: Ich hab's geschafft! Und du schaffst es auch. Los geht's!

Zutaten:

  • Spaghetti (oder Tonnarelli oder Bucatini)
  • Pecorino Romano
  • schwarze Pfefferkörner
  • etwas Salz
Bild: obi/watson

Authentisch für Lazio wären Tonarelli. Meistens werden aber stinknormale Spaghetti verwendet. Bucatini (die ich gerade zur Hand hatte) gehen auch. Einfach keine Penne oder andere kurze Pasta. Beim Pecorino habe ich den gängigen genommen, den man beim hiesigen Grossverteiler findet.

Mengenangaben pro Person (zirka):

  • 80-100g Pasta
  • 1 Handvoll Pecorino, gerieben
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner

Du benötigst:

  • 2 Pfannen (1 flache Bratpfanne; 1 Kochtopf oder Pfanne fĂĽrs Pastawasser)
  • Käsereibe
  • Steinmörser

Zubereitung:

  • Pecorino frĂĽh genug aus dem KĂĽhlschrank nehmen! Er darf nicht kalt sein.
  • Teller im Ofen vorwärmen (90 Grad).
  • Pecorino fein reiben.
  • Eine trockene Bratpfanne auf mittelhoher Hitze erwärmen. Die Pfefferkörner darin ein paar Minuten erwärmen. Pfefferkörner in einen Steinmörser geben und etwas abkĂĽhlen lassen. Danach im Mörser grob mahlen.
Bild: obi/watson
Bild: obi/watson
  • Achtung: Im Kochtopf viel weniger Pastawasser als sonst verwenden! So wird das Kochwasser, das man ja nachher fĂĽr die Sauce benötigt, durch die Pasta ordentlich stärkehaltig. Nehmt eventuell einen breiteren, flacheren Topf dafĂĽr (ich verwendete einen meiner Woks, haha). Nochmals Achtung: Kochwasser nur wenig salzen! Einerseits, weil die Wassermenge kleiner ist, andererseits, weil mit dem Pecorino eine ordentlich salzige Zutat dazukommt.
  • Pasta ins kochende Wasser geben und den Timer auf 2 Minuten weniger als auf der Packungsangabe angegeben stellen.
  • Während die Pasta kocht, 1 TL des gemahlenen Pfeffers wieder in die flache Bratpfanne geben. Die Pfanne nicht erhitzen. Die Restwärme und das Pastawasser (siehe folgende Punkte) ĂĽbernehmen ab nun die Arbeit. 1-2 EL Pastawasser dazugeben.
Bild: obi/watson
  • 2 Minuten vor Ablauf der auf der Packungsangabe angegeben Kochzeit die Pasta mit einer Kochzange in die Pfeffer-Pfanne geben (dabei soll durchaus etwas Kochwasser mit kommen). Ein wenig Pecorino darĂĽber streuen und mit zwei Holzkellen alles vorsichtig untermischen.
Bild: obi/watson
  • Nochmals 1 EL Kochwasser dazugeben; nochmals ein wenig Pecorino; nochmals untermischen. Diese Schritte 3-5 Mal wiederholen. Nicht stressen.
Bild: obi/watson
  • Eine letzte Prise Pfeffer dazugeben. Servieren – bei Bedarf mit extra geriebenem Pecorino bestreut.
Bild: obi/watson

Yessssss! đź’Şđź’Şđź’Ş

#ItaliansDoItBetter

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstĂĽtze uns per BankĂĽberweisung.

Zum Geburtstag von Alfa Romeo: Lauter schöne Italiener!

1 / 52
Lauter schöne Italiener!
quelle: fca / fca
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Corona-Quarantäne-Cuisine – Oliver Baronis Carbonara

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

HOT HOT HOT – hier gibt's 5x Food, 2x Drinks und jede Menge Musik aus Jamaika

Aktuell stimmen die sommerlichen Temperaturen schon mal, da könnte man doch kulinarisch etwas Karibik zu sich nach Hause holen, oder? Genauer: Jamaikanische Küche! Curries, Rice and Peas, Jerk und Rum, Rum, Rum!

Womit wir beim ersten Stichwort wären! Fangen wir doch gleich an mit dem – nebst Musik – wohl wichtigsten Exportgut Jamaikas:

Oh ja. White Rum, Golden Rum, Dark Rum ... gönn dir was! Genauer: Mach' dir einen Drink, während du kochst!

Etwa:

Jaja, von mir aus könnt ihr Cuba Libre sagen. In …

Artikel lesen
Link zum Artikel