Leben
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Warum sich Frauen auf Sex einlassen, den sie eigentlich nicht wollen

Gunda Windmüller / watson.de



Wenn man nur aus dem Augenwinkel auf unsere Welt guckt, könnte man sie für sexuell fröhlich-frei halten. Im Drogeriemarkt um die Ecke gibt es Gleitgel mit Geschmack, Frauen feiern Dildopartys und soziale Ächtung nach einem One-Night-Stand muss eh niemand mehr fürchten.

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Die Autorin Caroline Rosales schreibt in ihrem aktuellen Buch von dem Phänomen des Verlegenheitssex. bild: caroline rosales paustian

Der Blick aus dem Augenwinkel scheint zu bestätigen: Wir können alles haben. Doch das ist nicht das ganze Bild, wie Caroline Rosales in ihrem aktuellen Buch «Sexuell verfügbar» nachdrücklich beschreibt. Frauen haben noch zu oft Sex, der gar nicht in Kontakt mit ihren eigenen Bedürfnissen steht.

So beschreibt sie in ihrem Buch Sex mit einem Typen, der zwar ohne körperlichen Zwang zustande kam, aber von ihr auch nicht wirklich gewollt wurde. Wir haben mit ihr über diese Graubereiche gesprochen.

watson: Du beschreibst in deinem Buch ein sexuelles Erlebnis, das nach einem «verpassten Nein» stattfand – Verlegenheitssex, könnte man auch sagen. Was ist damit genau gemeint?
Caroline Rosales: Man lernt jemanden kennen, man trinkt viel, unterhält sich, aber man findet die Person nicht so doll. Aber irgendwie ist es unangenehm, den jetzt komplett abzuweisen. Da spielen viele Gefühle eine Rolle. Man will nicht unhöflich sein, vielleicht meint er es ja auch gar nicht böse. Aber irgendwann kippt die Stimmung und es wird klar: Hier wird gleich was passieren. So eine Situation ist jeder schon mal passiert. Und dann denkt man sich, dass es sicherlich ein grösserer Aufwand wäre, das jetzt abzumoderieren. Stattdessen zieht man es durch. Als Frau hat man eben auch Angst, dass das eigene «Nein» in eine Aggression mündet.

Eine solche Situation wurde auch in der Kurzgeschichte «Cat Person» beschrieben, die Ende 2017 um die Welt ging. Dort heisst es direkt zu Anfang, «sie war selbst überrascht, dass sie ‹ja› sagte». Als hätte man gar keine Kontrolle mehr über die Dinge, denen man sich hingibt. Du schreibst: «Ich fand tausend Entschuldigungen für ihn und die vermeintliche Stärke, ihm ein gutes Gefühl zu geben – nur für mich selbst, für meine Gefühle hatte ich offenbar nichts übrig.»
Genau. Man ist dann im Flow mit seiner Erziehung und Prägung. Mädchen sind serviceorientiert! Wir haben gelernt, dass sich andere in unserer Gegenwart wohlfühlen sollen, wir umsorgen also. In grotesker Weise überträgt sich das auf unser Sexleben. Jungs werden mehr zum Konflikt erzogen, «Diskutier's aus, nimm dir, was du willst!» Mädchen hören stattdessen: «Sei lieb!» Und tragischerweise ist das dann auch noch da, wenn wir älter sind.

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ullstein

Diese Erlebnisse klingen so beiläufig, dabei geht es doch um etwas ganz Bemerkenswertes. Das eigene, innere «Nein», was nicht richtig wahrgenommen wurde.
In meiner Generation gibt es viele solcher Beiläufigkeiten. So sind wir aufgewachsen. «Zieh das Kleidchen an und gib dem Onkel ein Küsschen». Die Jungs, die einem früher den Arm um die Schulter legten, weil sie uns «ärgern» wollten. Oder Typen, die aggressiv auf eine Abfuhr reagieren: «Oh, was eine Schlampe!» Oder der Chef, den ich in meinem Buch beschreibe, der immer wollte, dass wir Kolleginnen mit ihm essen gehen. Da sorgt man sich halt: Und wenn man «nein» sagt und der einen dann vor dem anderen Chef schlechtmacht? Dann hat man es selber überhaupt nicht mehr in der Hand.

Das heisst, wir sehen uns zu sehr mit den Augen anderer?
Richtig. In dem Kapitel im Buch, in dem es um diesen Chef geht, analysiere ich immer nur seine Sicht, wie er sich wohl fühlen mag. Diese tiefliegende Empathie bei uns Frauen nützt uns allerdings selber nichts!

Du schreibst auch, dass weibliches Wollen ist, gewollt zu werden. Wenn ich das mal derbe überspitzen darf: Fickbarkeit ist also der Endboss? Und wenn das so ist: Können wir dabei überhaupt guten Sex haben?
Ich habe eine Freundin, die war im neunten Monat schwanger und hatte Sex mit ihrem Freund. Und dann erzählt sie mir, dass sie währenddessen darüber nachdachte, in welcher Stellung sie wohl unvorteilhaft aussehe. Diesen Blick kriegt man nicht raus. Diese ewigen Regieanweisungen. Vielleicht, wenn man ganz lange zusammen ist und sich sehr innig fühlt, wird es irgendwann körperlos – aber auch ganz junge Frauen sagen immer, dass es darum geht, ein Objekt zu sein. Die sexuelle Verfügbarkeit steht immer im Raum. Die bleibt, und man kann sich nicht durch Bildung, Erfolg oder Geld darüber hinwegsetzen. Als 50-jähriger Singlemann bist du der Catch of the Town. Als 50-Jährige? Oje. Alleine, vertrocknet, frustriert.

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Ein 50-jähriger französischer Autor sagte vor kurzem, er sei nunmal nicht an älteren Frauen interessiert, sondern nur an Mitte-20-Jährigen ...
Ja, wie diese ganzen Endvierziger auf Tinder, die Anfang-20-Jährige daten wollen. Aber das ist nicht mehr cool und lässig. Männer, auch wenn sie sich das schönreden, werden auch alt. Mittlerweile finde ich daher gleich alte Paare immer viel schöner, das hat etwas Würdevolles. Alles andere wirkt hingegen so clownhaft, man kann es gar nicht mehr ernst nehmen. Klar, man kann nicht bestimmen, in wen man sich verliebt, aber es ist ein Muster. Ein Patriarchatsding.

Und wenn es umgekehrt ist, ist es aber trotzdem etwas anderes, oder?
Ja, ältere Frauen, die jüngere Männer begehren, werden immer irgendwie pathologisch dargestellt, nicht normal. Emmanuel Macron sieht das auch so: Wäre seine Frau so viel jünger als er, wäre der Altersunterschied kein Thema.

Aber langsam stellt sich eine Bewusstseinsänderung ein. Und das ist gut.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Treumerin 02.03.2019 09:45
    Highlight Highlight Ich habe mich selbst schon in solche Situationen reinmanöveriert. Der Grund, wieso ich nicht die Stopptaste gedrückt habe, war meist Bequemlichkeit. Es war mir den Aufwand der Konfrontation nicht wert. Ähnliche Mechanismen beobachte ich häufig bei Männern. Das hat nichts mit einer Serviceorientierten Erziehung zu tun. Ich bin fähig Nein zu sagen, das konnte ich als Kind schon. Ich stehe als Frau zu meinem Handeln und meiner Meinung.
    • oldman 02.03.2019 17:08
      Highlight Highlight Wenn ich Dich richtig verstehe, wolltest Du anfänglich nicht unbedingt Sex, hast ihn aber dann akzeptiert. Der Sex ist m.E. diesfalls nicht gegen Deinen eigentlichen Willen erfolgt, um was es in diesem Beitrag geht. Entscheidend ist, dass Frau selbstbestimmt handelt und das hast Du ja, so verstehe ich Dich, getan. Falls Bequemlichkeit Deine "Triebfeder" war, ist das Dein Problem, gäbe vielleicht Anregung zum Nachdenken, ist aber jedenfalls kaum Folge patriarchalischer Zwänge.
  • Hayek1902 02.03.2019 07:51
    Highlight Highlight Der ganze Artikel ist der Imbegriff von Wohlstandsverwahrlosung und der Schaffung eines gesuchten Problems zum Selbstzweck. Uns wurde im Kindes- und Jugendalter beigebracht, "nein" zu sagen zu allem was wir nicht wollen. Den Buben und den Mädchen.
  • Lucculus 02.03.2019 07:29
    Highlight Highlight Dank an die Buchautorin! Bislang hatte ich als Mann Angst, älter zu werden. Nach diesem sehr tiefgründigen Beitrag freue ich mich nun, doch noch mal ein Catch of the town zu werden. Bin allerdings nicht single, was die Sache vielleicht etwas erschwert.
  • STERNiiX 02.03.2019 06:08
    Highlight Highlight Solche Geschichten habe ich auch schon von befreundeten Frauen gehört. Manchmal hatten sie am Anfang auch Lust oder haben gehofft sie werden schon auch noch Lust haben. Sie konnten oder wollten ihn/sie aber auch nicht abwimmeln oder mitten im Geschehen aufhören. Der Sex war in jedem Fall schlecht. Ich glaube, das hängt auch damit zusammen dass es dann als Zeitverschwendung und 'Dienst' wahrgenommen wurde. Ich habe das von männlichen Freunden auch schon gehört. Und selbst auch schon erlebt.
    Hat wohl einfach damit zutun, dass man nicht unhöflich sein will. Finde ich jetzt nichts verwerfliches.
  • R. Peter 01.03.2019 18:48
    Highlight Highlight Ein Mann will ein Bild aufhängen, gat aber keinen einen Hammer. Der Nachbar hätte einen, er könnte ihn fragen. Aber der Nachbar grüsst nie im Lift. Der mag mich bestimmt nicht. Der ist auch wie ein Rocker abgezogen. Bestimmg nimmt er Drogen. Wenn ich den nach einem Hammer frage, schlägt er mir ja doch nur ins Gesicht. Besser ich frage gar nicht erst.

    Es ist tragisch, wie sehr manche von ihren Nachbarn unterdrückt werden. Nicht mal nach einem Hammer fragen kann man sie, ohne Gefahr zulaufen niedergeschlagen zu werden.

    Allfällige Parallelen sind beabsichtigt...
  • oldman 01.03.2019 16:07
    Highlight Highlight Dass das Patriarchat Unheil angerichtet hat, ist unbestritten. Aber sich als Frau heute noch immer nur in der Opferrolle darzustellen und etwas "metoo" zu schreien, hilft wenig. Ich bin für absolute Gleichberechtigung. Diese umfasst auch das Recht der Frauen an sich zu arbeiten, sich ihre Eckpfeiler selber zu setzen und frauliche Werte (mit Stolz) zu vertreten. (Sie haben auch das Recht, denselben Mist wie Männer zu machen. Aber ob das gescheit ist?) Freiwllig Sex zu haben, obwohl nicht gewollt, ist daher für mich Zeichen des Fehlens der eigenen Wertschätzung.
    • sowhat 02.03.2019 12:46
      Highlight Highlight Ich habe das nicht als Darstellen in der Opferrolle gelesen. Eher als Feststellung, dass es eben so ist. Es ist ja gut, sich dessen bewusst zu sein. So erst kann man gegensteuern.
    • oldman 02.03.2019 16:08
      Highlight Highlight @Sowhat: Obiger Satzteil "das weibliche Wollen ist, gewollt zu werden" könnte nahezu 1:1 dem Buch von Laurie Penny, Der Fleischmarkt, entnommen sein. Und in diesem Buch, das ich zu lesen empfehle, geht es um nichts Anderes als die Rolle der Frau, welche ihr vom Patriarchat aufgezwängt worden ist.
  • Dr no 01.03.2019 14:53
    Highlight Highlight na ja wenn FRAU nicht mal selber weiss, was sie will, wie soll das dann der MANN wissen? Vielleicht sollten sich Frauen im Vorfeld halt einfach genauer überlegen was sie wollen und dann konsequent sein. Aber den Ball den Männer zuzuschieben finde ich unfair und infantil
    • sowhat 02.03.2019 12:47
      Highlight Highlight Das wird hier ja nicht gemacht. Mir ist grad unverstänclich, wieso Mann hier rausliest, dass er dafür verantwortlich sein soll.
  • Dini_muetter 01.03.2019 13:45
    Highlight Highlight Der Artikel ist eine Beleidigung für jeden Intellekt, die Kommentare hingegen nehmen dies schön auseinander, Danke liebe Watson Leser!
  • rodolofo 01.03.2019 12:20
    Highlight Highlight Die Wirksamkeit von Merksätzen, die beiläufig von Menschen aus unserer nächsten Umgebung geäussert wurden, auf unser ganzes späteres Leben wird allgemein unterschätzt, teils aus Naivität und teils ganz bewusst!
    Als unser Sekundarlehrer zum Beispiel sagte: "Die Mädchen müssen hier nicht aufpassen, denn die können das eh nicht verstehen!" missbrauchte da ein Macho-Arschloch seine Machtposition.
    Warum?
    Vielleicht war er frustriert darüber, dass seine Frau Stadträtin war.
    Wenn wir erst dahinter kommen, was in solchen Merksätzen betreffend Identität tatsächlich steckt, dann entdecken wir: NICHTS.
  • #Technium# 01.03.2019 11:23
    Highlight Highlight Frauen beklagen sich ja oft, dass sie zu Sexobjekten degradiert werden. Nun, ganz unschuldig an diesem Vorwurf sind viele nicht. Wenn ich mir heute so manche Frauen anschaue, wie billig und nuttig diese rumlaufen, oder chatten mit 10 verschiedenen Typen gleichzeitig auf Whats App...und wundern sich dann, dass sie als Flittchen bezeichnet werden und jammern gross rum, Männet würden sie nur ausnutzen...
    • PaLve! 01.03.2019 14:39
      Highlight Highlight Was ist an Chatten nuttig?
    • PaLve! 01.03.2019 22:51
      Highlight Highlight Können die Blitzter meines Kommentares auch meine Frage beantworten?
  • G. Schmidt 01.03.2019 11:18
    Highlight Highlight Sex ist wie Pizza.

    Ist die Pizza schlecht, ist es immer noch eine Pizza.
  • torpedo 01.03.2019 10:52
    Highlight Highlight Wem genau ist mit diesem Artikel geholfen? Den Frauen, welche alle in einen Topf geworfen werden, kollektiv die Opferrolle zugeschoben und jegliche Autonomie aberkannt wird? Den Männern, welche mit Klischee-Pauschalisierungen nur so bombardiert werden? Oder allen Paaren, welche nicht in die Idealvorstellung der Autorin passen? Etwas mehr Differenzierung wäre glaubs noch ganz angebracht, zum Glück gibts hier unzählige geniale Kommentare...
  • xilef 01.03.2019 09:13
    Highlight Highlight in welchem jahr leben wir? wer die gesellschaftlichen konventionen als killerargument in einem schönen schwarz-weissen schema verwendet, hat wohl vergessen, dass er/sie mit eben seinen/ihren werten als teil dieser gesellschaft steht.

    wer - egal welchen geschlechts - pauschal dem anderen die schuld gibt, hat sich schon freiwillig die opferrolle gegeben
  • AlteSchachtel 01.03.2019 09:08
    Highlight Highlight Mir fehlt im ganzen Text das Pronomen "einige" vor Frauen.
    Klar gibt es dieses Problem je nach Erziehung bei Frau und Mann. Und wenn Alkohol im Spiel ist, ist die Sache sowieso schräg und die Wahrnehmung beiderseits gestört. Aber sonst:
    Mir scheint, hier wird eine alte VOR-68er Opferrolle der Frau aufgewärmt und gepflegt.

    "In meiner Generation gibt es viele solcher Beiläufigkeiten. So sind wir aufgewachsen. «Zieh das Kleidchen an und gib dem Onkel ein Küsschen»."

    So bin nicht mal ich aufgewachsen und ich könnte biologisch die Mutter der Autorin sein.
    • bebby 01.03.2019 16:44
      Highlight Highlight Ich kenne auch kaum Frauen in der Schweiz, auf die diese Servicehaltung zutrifft. Die meisten sind selbstbewusst genug.
  • Scheller 01.03.2019 08:41
    Highlight Highlight Ich musste nach dem zweiten Absatz aufhören lesen. Hallo, wo leben wir? Was soll bitte schwierig sein, einfach nein zu sagen. Man muss doch dem Mann keinen Gefallen machen! Einfach nein sagen und gut ist.
  • Partisan 01.03.2019 08:40
    Highlight Highlight Meine Freundin ist ein paar jahre jünger als ich. Also bin ich ein clownhafter Patriarch? Wow.
  • Muselbert Qrate 01.03.2019 08:21
    Highlight Highlight „Als Frau hat man eben auch Angst, dass das eigene «Nein» in eine Aggression mündet“

    Logo, bei Feministinnen sind immer die Männer schuld...
  • Lörrlee 01.03.2019 08:13
    Highlight Highlight Ich habe den Eindruck, dass viele Punkte in diesem Artikel nicht nur auf Frauen zutreffen...
  • Ms. Song 01.03.2019 07:45
    Highlight Highlight Der Mann kann schlussendlich nichts dafür, wenn wir ja sagen, aber nein meinen und freiwillig etwas tun, was wir eigentlich nicht wirklich wollen. Btw hatte ich noch nie Angst, dass eine Ablehnung in Aggression endet und musste so etwas auch noch nie erleben. Ich war auch noch nie mit einem Mann zusammen, der mich zu etwas gedrängt hat, dass ich nicht wollte. So einen Charakter erkennt man schon, bevor man mit ihm im Bett liegt.
  • gecko25 01.03.2019 06:52
    Highlight Highlight liegt das Problem vielleicht auch dabei, dass man sich Kerle aussucht, welche einem das Gefühl geben ein Nein nicht akzeptieren zu können ?
  • Gawayn 01.03.2019 06:48
    Highlight Highlight Frau Rosales.
    Haben sie auf dem Kalender gesehen?
    Wir haben 2019!

    Nach so 3 Generationen Gleichberechtigung und Frauenbewegung sollte es verstanden sein.

    Aaaaber...
    Recht haben und Recht geltend machen sind 2Erlei.

    Ob eine Frau zustimmt weil sie wirklich will.
    Oder um den Mann nicht zu enttäuschen, oder aber wieder nichts vernünftiges im Fernsehen läuft.
    Muss sie entscheiden!

    Ab 18 können Frauen wählen gehen.
    Den Führerschein machen.
    ON's haben oder was auch immer.

    Aber tun, müssen sie es selbst.
    Auch dazu stehen und mit eventuellen Konsequenzen leben!
  • Schnurri 01.03.2019 06:39
    Highlight Highlight Wen das bei allen Frauen so ist wie da beschrieben wird das wohl wieder so ein Frauending sein, das ich als Mann nicht verstehe. entweder will man sex oder nicht! Jeder ist selbst Herr über sich. Wegen falscher freundlichkeit Sex zu haben den man nicht will find ich ein wenig absurd.
    • heywhatsuphello 01.03.2019 08:09
      Highlight Highlight Nein, das ist definitiv nicht bei allen Frauen so. Ist ja absoluter Schwachsinn, was die redet 🤨
  • wolge 01.03.2019 06:24
    Highlight Highlight Einw ähnliche Situation erleben wir tagtäglich bei der Arbeit. Ich kenne nur wenige die sich ernsthaft getrauen NEIN zu sagen oder aber auf Fehler und Misstände hin zu weisen.

    Die Meisten halten die Klappe, machen demotiviert und frustriert was ihnen aufgetragen wird. Dies weil sie um ihre Karriere, die ersehnte Lohnerhöhung oder gar den Job fürchten...
    • Lörrlee 01.03.2019 08:43
      Highlight Highlight Tut mir Leid, aber damit müssen auch wir Männer kämpfen. Solche Situationen habe ich auch immer wieder sowohl im Arbeitsplatz als auch in der Feuerwehr, aber dann sage ich auch was.
      Natürlich gibt es viele Menschen die sich das nicht immer trauen, aber das ist nicht etwas, was nur Frauen oder nur Männer betrifft. Sich hier als Opfer darzustellen aufgrund von Geschlechterverhältnissen geht nicht.
  • DerTaran 01.03.2019 06:19
    Highlight Highlight Je mehr Artikel diese Art ich lese, desto klarer wird mir: Frauen wollen eigentlich keinen Sex, sie gehen nur mit uns ins Bett um uns zu binden, um einen Gefallen zu machen, um uns nicht zu kränken oder um unser Selbstvertrauen zu stärken, aus Angst vor Gewalt und vielleicht auch noch, um Kinder zu bekommen, aber ganz sicher nicht weil sie Lust darauf haben.
    Arme Frauen, ihr tut mir leid, immer unser Opfer zu sein. Mein Tipp an alle lieben Männer: Schwul werden, oder Mönch!
    • Pepper 01.03.2019 12:42
      Highlight Highlight Lieber DerTaran
      Verliere nicht den Glauben an uns Frauen.. ich als Frau gehe sehr gerne, freiwillig und oft auch von mir aus, mit meinem Freund ins Bett.. Solche Artikel betreffen einen Teil der Frauen, nicht aber alle.. :)
    • Frl. Elli 01.03.2019 14:59
      Highlight Highlight Was Pepper sagt.
      Oder bin ich am Ende gar keine Frau? *kritisch an mir runterguck ;-)
  • wolge 01.03.2019 06:14
    Highlight Highlight Schön dass hier die Männer mal nicht per se als die Schuldigen hin gestellt werden.

    Meist müssen ja die Männer für alle möglichen Probleme der Frauen den Kopf hin halten...
    • Lörrlee 01.03.2019 08:44
      Highlight Highlight Naja, irgendwie werden die Männer hier schon irgendwie als die Schuldigen dargestellt... Natürlich nicht wörtlich, aber implizit schon
    • malina2 01.03.2019 10:05
      Highlight Highlight Ach...
      Benutzer Bild
    • Lörrlee 01.03.2019 10:22
      Highlight Highlight @malina2:
      Sorry aber auch beim nochmals-Lesen und mit Ironie-Gedanken im Kopf, kann ich den ersten Kommentar nicht anders deuten.
      Entweder ganz schlecht gezeigte Ironie, oder ich hab wirklich keine Ahnung, das darf gerne "wolge" aufklären.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 01.03.2019 06:06
    Highlight Highlight Kann beim Mann in eine Aggression münden, aber das ist heute mehr nur ein Vorurteil. Ich bin der lebende Beweis, dass ich Frauen, die mich abweisen, nicht gleich zusammenschlage.
    Ausserdem passiert dies auch uns Männern, man findet eine Frau nicht so «doll», aber hat aus Höflichkeit Sex mit ihr. Vielleicht ist das auch die hiesige Kultur der übertriebenen Höflichkeit. Wie sagt Hazel Brugger so schön: «Ich habe Angst, einmal aus Höflichkeit koksabhängig zu werden. Wenn mir jemand Koks anbieten würde, sag ich dem nicht einfach Nein.»
    • Anam.Cara 01.03.2019 07:15
      Highlight Highlight Du solltest ein Buch darüber schreiben. Quasi die Gegendarstellung. Die Männliche Seite der sexuellen Verfügbarkeit.
    • olga 01.03.2019 07:39
      Highlight Highlight Heroin, es ist Heroin bei Hazel.:)
  • NathanBiel 01.03.2019 05:52
    Highlight Highlight Hauptsache es sind wieder die Männer und das Patriachat Schuld. Es ist ja mittlerweile sehr einfach geworden für die Frauen. Sie können nichts für, alles Schuld der Männer. Sie sind der willenlose Spielball männlicher Machtausübung und können nichts dagegen tun 🙄
  • roebix3 01.03.2019 05:45
    Highlight Highlight Wait.. es ist die Schuld des Patriarchats, dass jemand sich nicht traut "Nein" zu sagen?

    Korrigiert mich, falls ichs falsch verstanden habe. 🤷🏻‍♂️🤷🏻‍♂️🤷🏻‍♂️
  • Adumdum 01.03.2019 04:43
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe: alle schreien jetzt wenn ein älterer Mann eine junge Freundin hat - aber keiner fragt danach warum die jüngere Frau das denn macht. Als ob der Mann alleine entscheidet mit wem wr da zusammen ist. Und schon zementieren die Feministinnen genau wieder dieselbe Sichtweise die sie angeblich bekämpfen: dass Frauen passiv sind und der Mann aktiv.

    So ein Quatsch. Wenn eine jüngere Frau mit einem älteren Mann zusammen ist, dann hat sie genauso gute Gründe wie er.

    1. Kann ja auch einfach Liebe sein.
    2. Zugang zu Erfahrung und Lebensstandard denn man alleine so nicht hätte.....
    • Til 01.03.2019 09:14
      Highlight Highlight Vielleicht akzeptieren ältere Männer auch eher ein Nein?
    • Nibu 01.03.2019 15:02
      Highlight Highlight 4. oder haben mehr Erfahrung, wie/wen man gut manipulieren oder etwas vorgaukeln kann.

      (Gilt für alle Geschlechter)
  • henk 01.03.2019 02:20
    Highlight Highlight Hmm meines Erachtens passiert das nicht nur Frauen. Habe das auch schon erlebt. Eigentlich hat man keine Lust auf Sex mit der Person, aber man schafft es nicht, nein zu sagen... Ich weiss nicht genau warum man es nicht schafft. Man will die andere Person nicht abweisen und evtl. dadurch verletzen oder hat Angst vor der Reaktion... Eigentlich völlig blöd, weil man ist ja in keinster Weise verpflichtet mit jemandem Sex zu haben, geschweige denn jemandem schuldig. Aber so rational denkt man dann im Moment halt nicht
    • nick11 01.03.2019 09:16
      Highlight Highlight Soweit korrekt, nur weis ich was an dem Sex so schlimm sein soll. Man macht halt mit, verabschiedet sich und damit ists erledigt. Schlimm wirds erst wenn man sich danach in etwas rein steigert und sich zu viele Gedanken darüber macht.
      Man hat selbst eine Fehlentscheidung getroffen (im Gegensatz zur Vergewaltigung), und ist ja nicht so, dass dies irgendwelche Konsequenzen hätte. Für Psychische probleme danach ist man selbst verantwortlich. Ist ja nicht so, als ob wir gefangene unserer Psyche wären.
  • Simonetta. . 01.03.2019 02:15
    Highlight Highlight Die neue Lustfeindlichkeit ist sich am etablieren.

    Nach Jahrzehnten der hart erkämpften Freizügigkeit, kommt nun der grosse Rückschlag.

    Die Prüden kommen durch die Hintertür zurück.
    • SYV 01.03.2019 08:50
      Highlight Highlight Ja, die Prüden sind vielleicht wieder auf Vormarsch, aber ich denke kaum durch die Hintertür....sonst wären sie ja nicht prüde :-)
    • Legendary Dave 01.03.2019 09:25
      Highlight Highlight Hihi, Hintertür...

      (Pun intended?)
  • Tonii 01.03.2019 00:30
    Highlight Highlight Mir als Mann ist das genauso auch schon passiert. Ich war mit einer Frau unterwegs die ich eigentlich ganz gut mochte, und war mir nicht ganz sicher was ich wirklich von ihr will. Irgendwann ists dann (von ihr initiert) zur Sache gegangen. Ich hab da mitgemacht weil man als Mann ja sozial konstruiert ist dass Mann immer Bock haben muss. Danach fühlte ich mich für eine Weile richtig Scheisse, weil ich nicht so wirklich damit umgehen konnte. Hat schlussendlich eine ansich wunderschöne Freundschaft zerstört.
    • PaLve! 01.03.2019 14:49
      Highlight Highlight Dise Frauen, foll segsistisch!!1!!
  • reamiado 28.02.2019 23:05
    Highlight Highlight Was heisst "eigentlich nicht wollen", das ist ja auch nicht immer ein klares Ja oder Nein sondern viele verschiedene Dinge die zusammenspielen..
  • Friedhofsgärtner 28.02.2019 22:57
    Highlight Highlight „Mittlerweile finde ich daher gleich alte Paare immer viel schöner, das hat etwas Würdevolles. Alles andere wirkt hingegen so clownhaft, man kann es gar nicht mehr ernst nehmen.“

    Ich wusste spätestens ab dieser Stelle wen ich nicht ernst nehmen kann.
    • philosophund 01.03.2019 00:16
      Highlight Highlight Haha.. mir ging es gleich.
    • Til 01.03.2019 09:16
      Highlight Highlight Soweit bin ich gar nicht gekommen. Sonst hätte ich mich diskriminiert gefühlt.
  • Narzyss 28.02.2019 22:38
    Highlight Highlight Irgendwie schon interessant wie hier wieder aus einem Problem das Menschen haben, ein Frauen Problem gemacht wird.
    Das hat vor allem mit Selbstsicherheit zu tun und das passiert Männern genauso.

    Aber da hat die Autorin wohl auch ein Männerbild vom immergeilen Hengst der alles besteigen will.

    Und seit wann sind 50 Jährige Männer das heisseste was es gibt?
    • Til 01.03.2019 09:16
      Highlight Highlight Seit ich 50 bin natürlich.
  • Bruno Wüthrich 28.02.2019 22:34
    Highlight Highlight Aufruf an alle Frauen, die nicht mit mir Sex haben wollen, aber sich gegebenenfalls trotzdem darauf einlassen würden: Meldet euch bei mir, damit ich auslesen kann.

    Spass beiseite: Wir Männer haben ein Nein der Frauen zu akzeptieren. Aber Nein sagen müssen die Frauen schon selbst.

    Übrigens: Auch für uns Männer ist es peinlich, sich einen Abend lang mit einer Frau gut zu unterhalten, und dann Nein zu sagen, wenn sie mehr will.
    • Baccara 01.03.2019 07:38
      Highlight Highlight Warum ist das peinlich? Vielleicht kann man sich einfach gut unterhalten, will aber keinen Sex zusammen, weil der nur im Kopf irgendwie gut ist?

      Gibts. Kann ich dir sagen.
  • Christian Mueller (1) 28.02.2019 21:49
    Highlight Highlight Für eine Autorin recht undifferenziert. 'Männer sind so', 'Frauen sind so' halte ich für recht pauschalisiert...
  • Fräulein Flamingodingo 28.02.2019 21:28
    Highlight Highlight Würde mich noch wundernehmen, was die gute Frau zu Anstandssex in einer langjährigen Beziehung meint.
    Mir scheint, sie hätte am Thema vorbei geschossen. Mit Fremden Sex haben, den man nicht will, hat nichts mehr mit Anstand zu tun.
  • Lucculus 28.02.2019 21:22
    Highlight Highlight Also: die Frauen werden seit Jahrhunderten so erzogen, dass sie mit Männern, mit denen sie nicht verheiratet sind, Sex haben sollen, obwohl sie es nicht wollen? Echt jetzt? Und das sollen wir glauben? Ihr glaubt mir dann aber auch was, abgemacht?
  • salamandre 28.02.2019 20:56
    Highlight Highlight Wenn ich den Bericht lese frage ich mich was denn die letzten mehr als 40 Jahre eigentlich war. Ich wuchs auf mit der so ziemlich ersten Welle der Emanzipation, "das Fräulein ist tot es lebe die Frau" 70er Jahre. Ich hab keine Lust, haben wir vor über 40 Jahren bereits zu akzeptieren gelernt und jetzt, war das alle nix? Wir haben auch nicht alle immer Bock und mit zunehmendem Alter schon gar nicht, aber Ladys, grenzt euch klarer ab, ansonsten hilft's den Typen auch nicht weiter.
    • Dong 01.03.2019 09:20
      Highlight Highlight Ich verstehe den heutigen (3rd Wave)-Feminismus inzwischen als Gegenbewegung zur Emanzipation.
      Ich meine das auch nicht per se negativ, aber es herrscht Verwirrung, weil heutzutage gerade die, die sich für Frauen stark machen, ein zerbrechliches Frauenbild propagieren.
      Mir persönlich sind die Riot Girls da sympathischer, aber ich bin eben ein Mann.
    • AlteSchachtel 01.03.2019 15:39
      Highlight Highlight ich verstehe bei solchen Themen, die Welt auch nicht mehr. Die Stars in meiner Kindheit waren selbstbewusste (oft auch temperamentvolle) Frauen wie Cardinale, Deneuve, Moreau und später Sophie Marceau, Adjani, Ornella Muti, Annie Lenox etc. Als Teenie kam die Nina
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      noch dazu.

      Das Bild, welches die jungen Feministinnen heute zeichnen, ist für mich unbegreiflich. Wo sind deren Eltern aufgewachsen?
  • Beggride 28.02.2019 20:32
    Highlight Highlight Man kann eben nicht Gleichberechtigung einfordern und sich dann so aufführen wie ein Kind und bei eigenem Verhalten und dessen Folgen dann die Verantwortung abschieben! Sorry, aber wie soll ein mann wissen, dass die frau etwas nicht will, wenn sie es nicht sagt?
    Das ist so wie wenn man bei einem Bankett den Kellner neben sich mit der weinflasche sieht, man genau weiss, was normalerweise in so einer Situation mit dem vorangegangenen eigenen Verhalten passiert (wird nachgeschenkt) aber sich nicht traut, nein zu sagen. Da ist auch nicht der Kellner für den Rausch verantwortlich!
  • Burdleferin 28.02.2019 20:06
    Highlight Highlight Fickbar sein... dem Mann ein gutes Gefühl geben, indem man ihm -man kann es leider nicht anders sagen- dient. Es ist schrecklich!
    Meine gesamte Jugend drehte sich nur um eines: Bin ich gut im Bett? Bin ich versaut genug? Wird mal mich mehr lieben, WEIL ich so versaut bin? Und das mit 12!
    Ich kann auch jetzt noch ein Ferkel sein. Aber ich treibe es nur noch so weit, wie meine Leidenschaft es wirklich verlangt.
  • Ökonometriker 28.02.2019 19:39
    Highlight Highlight Anstandssex haben auch Männer. Muss halt jeder selbst wissen. Ich schlief auch schon mit Bekanntschaften, weil ich sie nicht enttäuschen wollte. Ich trag auch jeden Tag einen Anzug zum Arbeiten, obwohl mein Pyjama bequemer ist...
  • Butschina 28.02.2019 19:37
    Highlight Highlight Das hat mit mangelndem Selbstbewusstsein zu tun. Bis sich die Frauen an die Möglichkeiten der heutigen Zeit anpassen dauert es. Ich finde es aber erschrekend, dass es so lange dauert. Der Text wirkte auf mich als wären zu einem grossen Teil auch die Männer schuld. Dies finde ich nicht ganz fair. OK, die Frauen wurden lange von den Männern dominiert. Beide Geschlechter kannten es lange Zeit nicht anders. Jeder muss lernen für sich selber Verantwortung zu übernehmen.
  • Jan.Meier 28.02.2019 19:23
    Highlight Highlight Liebe Frauen, sagt doch einfach NEIN wenn ihr es nicht wollt. Anders erzogen? Mag sein, aber dagegen kann man sich auch wehren! Man nennt euch Schlampe? Da hat wohl jemand schlechte Manieren! Und ist wohl von genau der Sorte Mann, der es gut tut, wenn sie mal ein NEIN hört. Deren Urteill kann und muss uns allen scheiss egal sein.
    Ich habe Respekt vor jedem Menschen, der NEIN sagen kann. Das ist viel schwerer als JA sagen.
  • DocShi 28.02.2019 19:16
    Highlight Highlight Tja, wie ich es schon mal zu Emma schrieb:
    Hört auf euch darüber Gedanken zu machen was andere über euch denken sonst kommt ihr nicht dazu Wichtiges zu denken!

    Mal ein Beispiel: Meine Mutter war solange mit meinem Vater verheiratet bis mein jüngerer Bruder aus dem Haus war. Obschon Sie sich schon viele Jahre vorher bewusst war dass diese Ehe ihr nicht gut tut.
    Ich mit ihr Jahre später darüber geredet und Ihr gesagt "wenn du nicht glücklich bist, wie sollen es wir Kinder denn sein?"
    Ja, zuviel Egoismus ist nicht gut aber gar keiner auch nicht.
    Gilt für Mann und Frau!
  • Nony 28.02.2019 18:51
    Highlight Highlight Hmmh. Irgendwie noch spannend. Hat ein alter Mann eine junge Frau, ist das clownhaft. Hat eine alte Frau einen jungen Mann ist das eine gute Bewusstseinsveränderung …. obwohl gleichalt alt zu sein ist okay?
  • Yangjae 28.02.2019 18:39
    Highlight Highlight Kann ich nur unterschreiben. Ist mir als Frau schon oft passiert. Abend lief gut aber irgendwann war die Luft weg und es zu umständlich abzusagen, weswegen es durchgezogen oder besser durchgestanden wurde. Fast immer endet dies in einem totalen Fiasko. Vielleicht haben die Herren das Desinteresse gespürt und deswegen überkompensiert, aufjedenfall wurde es jeweils sehr unangenehm und heftig. Emotional fühlte ich mich körperlich geschändigt.
    Auch schon vorgekommen, spannung war da, dann jedoch irgendein abturner und aus rücksicht auf die gefühle noch weiter gemacht.. in die Richtung einen Gefallen getan.
    Frag mich gerade selbst wieso ich wohl so stark gefallen wollte.
    • Ms. Song 01.03.2019 08:42
      Highlight Highlight Du musst dir selbst gefallen und nicht irgend so einen Typen, für den du offensichtlich eh nicht viel empfindest. Sag nein, steht auf und geh. Egal, was der Typ dir sagt oder nacher von dir denkt. Es liegt in deiner Verantwortung, dass du deine Selbstachtung bewahrst und anderen Grenzen setzt. Das kann niemand für dich tun.
    • NotWhatYouExpect 01.03.2019 08:46
      Highlight Highlight Bitte tu dir das nächste mal einen Gefallen und Sag nein oder Stop!

      Wir Männer haben dafür Verständnis.
  • Olaf44512 28.02.2019 18:35
    Highlight Highlight Als 50-jähriger Singlemann bist du der Catch of the Town. Als 50-Jährige? Oje. Alleine, vertrocknet, frustriert.

    Das ist halt einfach Dating-Ökonomie. Junge Frauen und ältere/reichere Männer haben einen Vorteil. Ist scheisse, ist und war aber wohl schon immer so.
    • Eh Doch 01.03.2019 08:23
      Highlight Highlight Ist so, weil immer war so ist kein Argument
    • Ms. Song 01.03.2019 08:47
      Highlight Highlight Das würd ich nicht pauschal unterschreiben. Die meisten 50 jährigen Männer sind unattraktiv. Catch of the town sind die seltenen, gut aussehenden Männer mit guten Manieren und guten Einkommen. Ein 50 jähriger Handwerker, mit Wohlstandsränzli und Socken in Sandalen wird sicher nicht sonderlich begerht sein. Schon gar nicht bei den jüngeren Frauen.
    • R. Peter 02.03.2019 00:05
      Highlight Highlight Mrs SOng, und dann schimpfen wir wieder üner den Lohnunterschied... Aber Männer mit u.A. Gutem Einkommen sind Catch of the town. Ja, vielleicht beschränken wir uns in der elenden Genderdebatte endlich auf gesetzliche Gleichberechtigung statt Gleichheit in ausgewählten Bereichen...
  • Habe fertig - endgültig 28.02.2019 18:35
    Highlight Highlight Velo fahren lernt man selten ohne Sturz.

    Manch gute Beziehung startete mit ambivalenten Gefühlen, das hat nix mit dem überzeichneten Rollenmustern aus den 50-ern zu tun.
    Wer ausschliesslich den superperfekten emotional kongruenten Moment abwartet, bleibt allein.
  • jen23 28.02.2019 18:28
    Highlight Highlight Meine Erfahrung: Nach einem tollen Abend stimme ich unter Alkoholeinfluss zu, mit ihm nach Hause zu gehen. Bis wir bei ihm sind, ist die Stimmung und der Alkoholpegel stark gesunken. Ich frage ihn, ob wir es langsam angehen können. Er macht weiter, zieht mich aus, küsst mich, etc. Ich merke plötzlich, dass ich es nicht will und sage mehmals nein. Mein Körper ist völlig angespannt, ich fühle mich unwohl. Seine Reaktion: einfach weitermachen und mir zeigen, dass ich es doch will. Aus Angst vor Agressionen und einer echten Vergewaltigung schalte ich irgendwann ab und lasse es über mich ergehen😔
    • JoeyOnewood 28.02.2019 18:54
      Highlight Highlight Wer blitzt da? WTF.
      Liebe Jen, danke, dass du das mit uns geteilt hast. Ich hoffe, viele Männer, die Mühe haben, zu erkennen, wann eine Frau etwas nicht will, mehmen sich das zu herzen.

      Ich dachte immer: Das kann doch nicht sein, das merkt man doch, ob eine Frau auf spielerische und selbstbewusste Art zuerst nein sagt und weiter umgarnt werden möchte, oder etwas nicht will. Scheinbar ist der Unterschied für viele Männer (vlt. auch für mich) schwierig. Deshalb vorsichtig sein und in solchen fällen bevors richtig losgeht nocheinmal kurz nachfragen: „willst du das? sonst hören wir auf“.

    • Silent_Revolution 28.02.2019 19:22
      Highlight Highlight So wie du das beschreibst scheint dir das öfters und jeweils mit zufälligen Typen passiert zu sein.

      Ich frage mich, wie man mit einer flüchtigen Bekanntschaft nach Hause gehen kann um es dann langsam angehen zu wollen. Du scheinst wirklich nicht der Typ für ONS.

      Jeder soll jederzeit Nein sagen dürfen, klar. Aber man kann auch vorher überlegen, ohne die Lust vom Alkoholeinfluss abhängig zu machen und wenn dann der Pegel doch nicht passt, hat der Mann wieder zu gehen.
    • Nibu 28.02.2019 19:26
      Highlight Highlight Ich kenne diese Erfahrung leider auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schnueffelix 28.02.2019 18:24
    Highlight Highlight Beinahe könnte ich mich jetzt betüpft fühlen, als 81er Baujahr mit einer 23 Jährigen Partnerin. Beinahe, dennoch tu ichs nicht. Dennoch, mit der Aussage von wegen Clownhaft hat sich die Dame meiner Meinung nach selber disqualifiziert. Ich gebe da lachend denn Ball zurück und rate Ihr an, es mal mit Eigenverantwortung zu versuchen, anstatt diese abzuschieben. Ein jeder Mensch hat eine Vergangenheit, nur dass beispielsweise eine zerrüttete Kindheit kein Fehlverhalten als Erwachsener rechtfertigt. Und von wegen Patriarchsding, das Zentrum unser beider Universen sind die fellnasen auf dem Foto.
    • RML 01.03.2019 07:45
      Highlight Highlight Naja, ich habe Baujahr 80 und ich finde Paare mit einem derartigen Altersunterschied doch auch einigermaßen grotesk. Nicht optisch, aber ich versuche mir jeweils diese Situation bei mir vorzustellen. Und ich scheitere jedesmal. Vor allem weil ich in der Kommunikation mit Menschen (Frauen und Männer) in diesem Alter immer dasselbe festelle....zu großer Unterschied in Dingen wie: wo steht man im Leben, was möchte man noch erreichen/machen, was ist einem wichtig, welchen Erfahrungsschatz bringt man mit, und und und. Sorry aber da sind 15 Jahre Welten vor allem wenn eine Partei Anfang 20 ist.....
    • huck 01.03.2019 08:34
      Highlight Highlight Und weil mein eigentlicher Kommentar wohl nicht aufgeschaltet wird, versuch ich' s noch ein bisschen höflicher:
      Also, mit Jahrgang 81 bist du jetzt 37, vielleicht auch schon 38.
      Und deine Kleine also 14, allenfalls schon 15.
      Und jetzt sag mir bitte, dass ich irgendwas falsch verstanden habe.
    • Schnueffelix 01.03.2019 09:27
      Highlight Highlight @ RMl tja nun, das ist Ihre Meinung und die respektiere ich. Der Unterschied ist, dass sie es klar als Meinung und nicht als Tatsache formulieren. Wenn es für Sie nicht stimmt, okay, ist schliesslich Ihr leben. Aber von der Autorin als Clownhaft bezeichnet zu werden überschreitet für mich schon irgendwo Anstandsgrenzen, da zutiefst Abwertend. Für mich und meine Partnerin stimmt es absolut, was als einziges Zählt. Und mit genug Offenheit und Toleranz werden aus Differenzen schnell Ergänzungen. Vielleicht bin ich diesbezüglich ja auch genug "Kindskopf", dass es passt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • GenerationY 28.02.2019 18:24
    Highlight Highlight Also ist mal wieder der Mann Schuld?
    • Dominik Treier (1) 28.02.2019 18:47
      Highlight Highlight Wie es hier scheint schon, dabei wäre es doch an Vater UND MUTTER dem Kind beizubringen, dass man zu sich und seinen Gefühlen stehen soll und sich in der Beziehung zu nichts gezwungen sehen muss...
    • JoeyOnewood 28.02.2019 18:59
      Highlight Highlight Wenn du mit einer Frau Sex hast, die das nicht wollte, dann ja, bist du als Mann schuld. du bist nicht umbedingt ein Vergewaltiger, vlt. einfach ein unempatisches Arschloch oder einfach extrem überfordert. Doch in letzterem Fall bitte ich dich, deine Überforderung offen zu legen um allfälligen Missverständnissen vorzubeugen.
    • Nibu 28.02.2019 19:23
      Highlight Highlight @Dominik Treier (1)
      Genau. Wenn dies jedoch nicht in der Erziehung geschieht, dann können eben solche Sachen passieren.

      @ Generation Y
      Nicht der Mann, sondern die dominante Person.
      Wenn eine Person bei weitergehenden Handlungen `nein`sagt, nach einigen Abwehrversuchen dann einfach quasi versteiert da liegt, muss definitiv aufgehört werden.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Na_Ja 28.02.2019 18:22
    Highlight Highlight Wow ich dachte beim Lesen des Titels, dass es um Sex in Beziehungen geht. Einer der beiden hat nicht so Lust, lässt sich aber darauf ein. Sich deshalb auf Sex mit einem "Fremden" einzulassen, weil man nicht nein sagen will, scheint mir absurd. Würde mir nie in einfallen, da nett sein zu wollen...
    • ströfzgi 01.03.2019 08:11
      Highlight Highlight Du willst ja auch kein Buch verkaufen 😉
  • haegipesche 28.02.2019 17:59
    Highlight Highlight Mir passt die Opfermentalität einfach nicht. Man kann doch nicht immer die anderen als Grund für seine eigene Entscheidung verwenden.

    On an other topic: mir fehlen die kritischen Fragen. Da wird nur das Narrativ gefüttert
  • achsoooooo 28.02.2019 17:59
    Highlight Highlight Ich kann mir gut vorstellen, dass bisweilen auch Männer sich unter Druck gesetzt fühlen, Sex haben zu "müssen" (Wenn man das Klischee des Mannes, der immer Lust hat, bedient).
    Ob Mann oder Frau diesem Druck allerdings nachgibt, liegt am Schluss bei einem Selbst.
    Die Erziehung vorzuschieben dünkt mich doch ein bisschen zu einfach... Ausser man entwickelt sich seit der Kindheit nicht mehr weiter (was, bitte und hoffentlich, nicht der Fall ist).
    • Tagedieb 28.02.2019 18:35
      Highlight Highlight ....hab mir dasselbe gedacht. Warum aus menschlichen Problemen immer eine Gender-Diskusion machen? ...ich kenn' sowohl Frauen wie Männer die sich gegenüber dem/der Parter(in) zurückstellen. Und das wär ja nicht a priori schlecht - ausser in Kombination mit Egoisten/Narzissten.
      Oder nochmal anders: warum sind auch Homos (egal ob Männlein oder Weiblein) nicht davon gefeit ? Genau: weils zwischenmenschliche Probleme sind...
    • Zwei Fallende Stimmen 28.02.2019 20:08
      Highlight Highlight Die Stereotypen schaden beiden Geschlechtern. Sie zu überwinden ist aber ein langwieriger Prozess. Die einzelnen Männer als Individuuen sind sicher nicht "schuld" dran, es ist ein gesellschaftliches Problem!
    • Safado 01.03.2019 09:41
      Highlight Highlight Genau.
      "Das hat jede schon erlebt".
      Ich auch. Bin aber ein JEDER.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 28.02.2019 17:53
    Highlight Highlight Ok, wir werden als Kinder sozial geprägt und haben gewisse genetische Vorprogrammierungen. Aber im Erwachsenenalter können wir doch auf uns selbst Einfluss nehmen und uns steuern, damit wir nicht ständig Opfer irgendwelcher Umstände sind, wie es da beschrieben ist. Der Geist und das Fleisch müssen stark sein, um den eigenen Prinzipien und damit sich selbst treu zu bleiben.
    • who cares? 28.02.2019 18:07
      Highlight Highlight Dann ist doch gut wenn man darüber redet. Man sieht ja das eigene Verhalten meist als normal an. So ein Artikel hilft dabei, sich allfälligen früheren oder jetzigen Beeinflussungen bewusst zu werden.
    • kinna 28.02.2019 18:21
      Highlight Highlight teilweise einverstanden. es ist nun mal so, dass es gewisse glaubenssätze gibt, welche man als kind vorgelebt kriegt, die enorm schwierig sind zu ändern. da reicht starkes fleisch und geist (leider) nicht aus.
    • Nibu 28.02.2019 19:39
      Highlight Highlight Ich glaube, es ist schwierig das zu verstehen, wenn man es nicht selbst erfahren hat.
      Wenn die (gelernte) Strategie ist, einfach zu erstarren, ist das nicht so lustig.
      Das kann sein, wenn man zum Beispiel bei psychisch kranken Eltern aufwächst, dann lernt man gewisse Verhaltensweisen. Dass es irgendwie normal ist, sich für andere zu verneinen. Dann hat man eventuell eine nicht so stabile Persönlichkeit. Dann liegt es doch an der starken Persönlichkeit, aus der anderen Person keinen Vorteil zu ziehen.
      Man merkt doch, dass die andere Person überfordert ist, sich unwohl fühlt.


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