Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Des personnes manifestent lors d'un rassemblement pour soutenir les femmes #toutespourune, organisee par a Jeunesse socialiste suisse, JSS ou JUSO, dans plusieurs villes de suisse suite a l'attaque choquante de cinq jeunes femmes a Geneve a la sortie d'une discotheque ce dimanche 12 aout 2018 sur la place de la Palud a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Eine Frau protestiert in Lausanne gegen Gewalt an Frauen. Bild: KEYSTONE

500 Menschen protestieren in der Schweiz gegen Gewalt an Frauen

Nach dem brutalen Angriff auf fünf junge Frauen am vergangenen Mittwoch in Genf haben am Sonntagnachmittag rund 500 Menschen in der Schweiz demonstriert.



Die von der Juso organisierte Kundgebung fand gleichzeitig in den Städten Bern, Basel, Zürich und Lausanne statt. In Bern und Zürich beteiligten sich je zwischen 150 und 200 Personen am Protest unter dem Motto «Alle für eine». In Basel und Lausanne gab es nach Angaben der JungsozialistInnen (Juso) etwa je 100 Kundgebungsteilnehmer.

Des personnes manifestent dont la politicienne vaudoise, Geraldine Savary, et Jessica Jaccoud, la presidente du PS Vaud, a droite, lors d'un rassemblement pour soutenir les femmes #toutespourune, organisee par a Jeunesse socialiste suisse, JSS ou JUSO, dans plusieurs villes de suisse suite a l'attaque choquante de cinq jeunes femmes a Geneve a la sortie d'une discotheque ce dimanche 12 aout 2018 sur la place de la Palud a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Kundgebung in Lausanne gegen Gewalt an Frauen. Bild: KEYSTONE

Politikerinnen sprechen von Gewaltepidemie

In der Waadtländer Hauptstadt prangerte Staatsrätin und Vizepräsidentin der SP Schweiz, Géraldine Savary, eine Epidemie der Gewalt gegen Frauen an. «Was in Genf passiert ist, ist nur eine schlechte Nachricht, die die lange Liste der Gewalt gegen Frauen ergänzt. Aber wir alle wissen, dass dies kein Einzelfall ist und dass Frauen Opfer von Sexismus, Frauenfeindlichkeit und Gewalt sind.»

Juso-Präsidentin Tamara Funiciello sagte in Bern, Gewalt gegen Frauen sei wie eine Pyramide aufgebaut. «Sie beginnt beim sexistischen Witz und der Belästigung und ende mit Vergewaltigung und Ehrenmord.»

Des personnes manifestent lors d'un rassemblement pour soutenir les femmes #toutespourune, organisee par a Jeunesse socialiste suisse, JSS ou JUSO, dans plusieurs villes de suisse suite a l'attaque choquante de cinq jeunes femmes a Geneve a la sortie d'une discotheque ce dimanche 12 aout 2018 sur la place de la Palud a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

In Lausanne nahmen etwa 100 Personen an der Kundgebung teil. Bild: KEYSTONE

Natasha Wey, Co-Präsidentin der SP Frauen Schweiz, sagte. «Wir leben in einem Land, in dem alle drei Wochen eine Frau an den Folgen von physischer Gewalt stirbt.» Es brauche endlich Massnahmen gegen die Gewaltepidemie gegen Frauen, forderte sie.

Spitalreif geprügelt

Fünf Frauen mit Jahrgängen zwischen 1985 und 1996 waren am Mittwoch in Genf von einer Gruppe von Männern auf offener Strasse angegriffen worden. Zwei von ihnen mussten mit schweren Kopfverletzungen ins Spital gebracht werden, eine Frau liegt noch immer im Koma.

Der Fall ereignete sich um kurz nach fünf Uhr morgens am Ausgang eines Genfer Nachtlokals. Bereits am Donnerstag gingen in Genf rund 100 Menschen auf die Strasse, um ihrer Empörung Ausdruck zu verschaffen. (sda)

US-Kampagne fordert: Frauen auf den Dollar

Neues Waadtländer Werbegesetz greift sexistische Werbung an

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Showbusiness heisst nicht Sexgewerbe! Der Sturz des Fotografen Terry Richardson 

Link zum Artikel

Im Fall Weinstein gibt's vor allem eins zu sagen: «Fuck you!» – an mehrere Adressen

Link zum Artikel

FOMO, Squish & Vanilla: Das grosse Sex- und Gefühls-ABC der Generation Z

Link zum Artikel

«Es gibt kein Geschlecht. Es gibt keine Regeln. Es gibt nur mich.»

Link zum Artikel

WTF? 23 vergenderte Produkte, die keiner braucht 

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

«American Apparel»-Gründer so: «Mit Mitarbeiterinnen zu schlafen, ist unvermeidlich»

Link zum Artikel

Wütende Österreicher fordern Tod und Zwangssterilisation für die «Katzentreterin»

Link zum Artikel

Fast alle ungenügend, aber auf gutem Weg: Disney-Prinzessinnen im Gender-Check

Link zum Artikel

Hinter dem Film übers Schweizer Frauenstimmrecht steckt ein Skandal-Baby

Link zum Artikel

12 sexistische «Perlen» aus dem SRF-Archiv – muss man sehen, um es zu glauben

Link zum Artikel

Lügen-Quellen! Frauen erobern ihren wahren Platz in der Weltgeschichte zurück

Link zum Artikel

Die keltische Kriegerkönigin Boudica, die tausende Römer niedermetzelte

Link zum Artikel

Absätze, Lippenstift und neutrale Unterwäsche – darf man Frauen das vorschreiben?

Link zum Artikel

Frauen, die Geschichte schrieben, Teil I: Die ägyptische Traumfrau Kleopatra

Link zum Artikel

«Fleisch» – Lehrer mit teigigen Figuren und Kopflesben sollten dieses Buch nicht lesen

Link zum Artikel

Kaiserin Agrippina: Das herrschsüchtige Teufelsweib, das ganz Rom verführte und die Männer zu Sklaven machte

Link zum Artikel

#SchweizerAufschrei: 21 Tipps gegen den ganz alltäglichen Sexismus

Link zum Artikel

Sie haben genug: 22 Schweizerinnen erzählen, wie sie sexuelle Gewalt im Alltag erlebten

Link zum Artikel

Diese Frau steckt hinter der Aktion #SchweizerAufschrei

Link zum Artikel

Du bist jung, weiblich und in deine beste Freundin verliebt? Dies erwartet dich <3

Link zum Artikel

Diese 15 genialen Bilder beschreiben perfekt, wie es ist, die Mens zu haben

Link zum Artikel

In 6 Schritten zum Stalker: Der Aktionsplan für die Frauen-mit-Kopfhörer-Anmache

Link zum Artikel

Du wirst bald 30? Freu dich, jetzt wird dein Leben echt fantastisch!

Link zum Artikel

Der BH als Spiegel unserer Gesellschaft: Ist es wieder mal Zeit für eine Befreiung der Brüste?

Link zum Artikel

«So nicht, liebe Männer!» Tinder-Knigge zweier watson-Userinnen macht aus Eseln Hengste

Link zum Artikel

Stefanie gegen die rechte Welt: Was der Spruch «Feministinnen sind hässlich» wirklich bedeutet 

Link zum Artikel

Auf der Tür zur Hölle der Frau stehen 3 Buchstaben: PMS. Prämenstrueller Supergau

Link zum Artikel

«Voll zwischen die Beine» – «Habe ich schon x-mal erlebt» – «Man hat sich daran gewöhnt»: Wie Frauen im Ausgang sexuell belästigt werden

Link zum Artikel

«Und was ist mit den Männern?!» Das Schreckgespenst Feminismus geht wieder um 

Link zum Artikel

Das Fazit von Köln: Frauen müssen lernen, nicht vergewaltigt zu werden

Link zum Artikel

Es ist ganz einfach: Feminismus ist das neue Cool

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

40
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
40Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • züristone 15.08.2018 17:32
    Highlight Highlight Bin etwas schockiert über all diese feindlichen Kommentare, die ich eher auf einem anderen Portal erwatet habe. Nur weil explizit gegen Gewalt an Frauen demonstriert wird, heisst es doch nicht, dass man Gewalt an Männern oder Kinder gutheisst! Eine solche Demo als sexistisch zu werten ist arrogant.Ich kenne leider etliche Frauen die z.Bsp unter häuslicher Gewalt leiden und für die muss es ein erneuter Schlag ins Gesicht sein, solche Kommentare zu lesen.
  • Peti1966 14.08.2018 18:01
    Highlight Highlight Ich fände es gut, wenn der Journalismus das Wort "spitalreif prügeln" aus dem Vokabular streichen würde. Das ist Tätersprache. Wenn ich ein Opfer solcher Gewalt wäre, würde mich ein solcher Ausdruck noch mehr schmerzen. Man könnte auch "schwer verletzt" anwenden.
  • kafifertig 13.08.2018 11:17
    Highlight Highlight Eine unübertroffen sexistische Kundgebung.

    Die mit riesigem Abstand am meisten von Gewalt betroffene Bevölkerungsgruppe sind die Männer.
    • grünergutmensch 14.08.2018 09:06
      Highlight Highlight mimimimi du armer. es geht hier nun mal aber um gewalt an frauen. organisier doch deine eigene männerdemo ;)
  • Walser 12.08.2018 23:25
    Highlight Highlight Für die SP und die Juso musste irgendwann dieser Tag der Wahrheit kommen. Sie müssen auf der Strasse gegen Leute demonstrieren die sie selbst nicht müde werden ins Land zu locken. Und gegen die geliebte EU politisieren die gerade daran ist den Arbeitnehnerschutz in der Schweiz auf das Niveau ihrer Staaten zu senken. Das wird innerparteilich schmerzhaft werden.
  • Ichiban 12.08.2018 23:05
    Highlight Highlight And die meisten komentatoren hier: Wieso regt ihr euch wegen dieser demo auf, geht es euch einfach nur darum dass man sich für etwas einsetzt das euch nicht in den kram passt. Gemäss eurer logik darf man nur demonstrieren wenn es allen was nützt? Engagiert euch doch gegen gewalt, wenn es euch so am herzen liegt.
    • PenPen 12.08.2018 23:21
      Highlight Highlight Darf man auch gegen Ausländergewalt demonstrieren?
    • wintergrün 13.08.2018 05:53
      Highlight Highlight @PenPen
      Warum nicht gegen alle Gewalt? 😉
    • Ichiban 13.08.2018 07:21
      Highlight Highlight @penpen ich hätte es zwar lieber wenns man sich für etwas einsetzt (weniger gewalt) und nicht gegen jemand demonstriert. Aber wenn es dir ein solches anliegen ist genau diesen punkt aufzugreifen, dann mach. Was willst du denn genau dann durchsetzen?
  • gise 12.08.2018 22:33
    Highlight Highlight Die, die nun demonstrieren sind genau diejenigen, welche diese Gewalttäter noch zu uns einladen und nicht mal zulassen das gewaltbereite kulturkreise zwangsausgeschaft werden können.
    • Mar Vam 12.08.2018 23:15
      Highlight Highlight Jeder Kulturkreis ist gewaltbereit. Ernsthaft, überlege mal.
    • Tsunami90 13.08.2018 00:02
      Highlight Highlight Gewalt geht von Menschen aus und nicht von einem Kulturkreis.
    • Sch**ssSexismus 13.08.2018 10:55
      Highlight Highlight @Tsunami: Der Umgang mit Konflikten und die Frage wie schnell man zur Gewalt greift ist aber direkt abhängig von dem Kulturkreis.
      Nur naive bis dumme würden das nicht einsehen wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dding (@ sahra) 12.08.2018 22:23
    Highlight Highlight
    Wenn diese Täter aus einer frauenverachtenden Kultur kommen, muss dies thematisiert werden, um darauf reagieren zu können.

    Wer nicht wissen will, welche Nationalität die Täter haben, beweist nur eines, dass er seine Ideologie höher gewichtet, als Gewalt gegen Frauen.
    • Froggr 12.08.2018 23:07
      Highlight Highlight Und leider wollen es sehr viele nicht wissen. Dabei ist es sehr einfach zu sagen wenn man aufs Äusserliche schaut. Aber das ist heutzutage ja höchst verpönt, wenn ihr wisst was ich meine.
    • Peaches 13.08.2018 00:23
      Highlight Highlight Offener Rassismus in der watson-kommmentarspalte - gohts no?!
      1. männer haben frauen angegriffen.
      2. frauen demonstrieren gegen die von männern an anderen frauen ausgeübte gewalt.
      3. die täter sind noch nicht gefasst und ihr mokiert euch schon wieder über die nationalität, obwohl diese nich bekannt ist. Suscht gohts guet?

      Zeigt solidarität mit den frauen. Zeigt courage im alltag, dann haben es gewaltätige männer auch schwerer. Egal welcher herkunft...
    • R. Peter 13.08.2018 09:25
      Highlight Highlight Peaches, Offener Sexismus! Gahts no! Wenn die Gesalt auf Männer zurückzuführen ist, ist sie auch auf andere äusserlichen Merkmale zurückzuführen! Wir leben in verückten Zeiten:Frauen werden in rechtlichen Belangen bevorzugt, wo sie untervertreten sind werden Quoten gefürdert oder anderweitig Druck aufgebaut und dennoch gilt als Bestätigt, dass Frauen benachteiligt seien?! Mit der Begründung eines gesellschaftlichen Stereotypes, der genau durch solche Aktionen gefördert wir!

      Peaches! Warum scheint es dir wichtiger, sich mit weiblich Opfern zu solidarisieren als mit den (häufiger) männlichen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mar Vam 12.08.2018 22:21
    Highlight Highlight Komische Geschichte... Die vier Männer welche den Frauen versucht haben zu helfen und auch geschlagen wurden, wurden bis jetzt nur vom Tagesanzeiger erwähnt. Auch wird nicht erwähnt, dass es schon im Club zwischen zwei Beteiligten zur Auseinandersetzung kam. Wenn man die beiden Geschichten ganz liest und nachdenkt, dann wird man Logikfehler entdecken. Dieser tragische Vorfall, bei dem man noch nicht mal den genauen Hergang weiss, wird für eine verlogene Kampagne missbraucht. Ich wünsche allen eine gute Besserung.
  • derEchteElch 12.08.2018 22:15
    Highlight Highlight Und Gewalt gegen Beamte und Polizisten scheint die Juso nicht zu kümmern? Nein, warum auch, wäre schliesslich gegen das eigene Klientel, linke, radikale Gruppen.

    Weiss man eigentlich schon etwas über das Signalement der Angreifer? 🤔
    • ChlyklassSFI 12.08.2018 22:21
      Highlight Highlight -> "Weiss man eigentlich schon etwas über das Signalement der Angreifer? 🤔"

      Nein. Aber man weiss hier, was du hoffst.
    • Max Dick 12.08.2018 22:42
      Highlight Highlight Polizisten sind in der Regel nicht ganz unschuldig, wenn es Gewalt gegen sie gibt. Aber ja, es ist lächerlich explizit gegen Gewalt gegen Frauen zu demonstrieren - beim vorliegenden Fall geht es schliesslich um Strassengewalt, und da sind meist Männer das Opfer. Betreffend Täterkreis hat der Blick mehr geschrieben als Watson. Ob er wiedermal einfach mutmasst - oder ob Watson aus ideologischen Gründen nichts dazu sagen will, entzieht sich meiner Kenntnis.
    • derEchteElch 12.08.2018 23:16
      Highlight Highlight „Polizisten sind in der Regel nicht ganz unschuldig, wenn es Gewalt gegen sie gibt.“

      Sorry aber diese Aussage ist sowas von Falsch. Woher mutmassest du dir diese Aussage zu?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knety 12.08.2018 21:07
    Highlight Highlight Man demonstriert nicht gegen Gewalt per se, sondern ausschliesslich gegen Gewalt an Frauen. Der Feminismus ist eben für Alle da!
    • Froggr 12.08.2018 23:08
      Highlight Highlight Wers glaubt

Verprügelt in der Quarantäne – Beratungsstellen für Frauen rüsten auf

Auch ohne Pandemie sind die Schweizer Frauenhäuser und Opferberatungsstellen ausgelastet. Jetzt müssen sie sich auf einen starken Anstieg häuslicher Gewalt einstellen.

Jede zweite Woche wird in der Schweiz eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Jede Woche erfolgt ein Tötungsversuch. Fast 20’000 Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt registrierte die Schweizer Polizei im vergangenen Jahr. In rund 70 Prozent der Fälle waren Frauen die Opfer, und in 75 Prozent Männer die Täter.

Die eigenen vier Wände sind für Frauen der gefährlichste Ort in der Schweiz. Demzufolge ist nur logisch, dass in Zeiten von Corona die Fallzahlen von häuslicher …

Artikel lesen
Link zum Artikel