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Northern Ireland's Kyle Lafferty, left, challenges Switzerland's Manuel Akanji during the World Cup qualifying play-off first leg soccer match between Northern Ireland and Switzerland at Windsor Park in Belfast, Northern Ireland, Thursday Nov. 9, 2017. (AP Photo/Peter Morrison)

Manuel Akanji klärt gegen Nordirland-Stürmer Kyle Lafferty. Bild: AP/AP

Analyse

Warum Denis Zakaria und Manuel Akanji die Zukunft der Nati sind 

Spektakulär war der 1:0-Auswärtssieg der Nati in Nordirland nicht, dafür umso souveräner. Defensiv hat die Schweiz rein gar nichts zugelassen. Auch dank zwei Spielern, die neu in die Mannschaft gerückt sind und in die Startformation gehören: Manuel Akanji und Denis Zakaria. 



Vladimir Petkovic hat gestern mit der Aufstellung Mut bewiesen. Mit Steven Zuber, Denis Zakaria und Manuel Akanji hat er drei Spieler mit wenig Erfahrung für das kapitale Barrage-Hinspiel in Belfast in die Startaufstellung geholt und mit ihnen Freuler, Djourou und Mehmedi ersetzt. 

Zuber bei seinem 7. Länderspiel, Zakaria beim 8. (das erste von Beginn an) und Akanji bei seiner dritten Partie für die Nati, zeigten gute bis sehr gute Leistungen. Sie haben nicht nur das Vertrauen zurückbezahlt, sie lassen Petkovic gar keine andere Wahl, als sie im Rückspiel am Sonntag wieder von Beginn weg aufzustellen. 

From left to right on the back row, Switzerland's midfielder Denis Zakaria, Switzerland's defender Manuel Akanji, Switzerland's midfielder Granit Xhaka, Switzerland's forward Haris Seferovic, Switzerland's defender Stephan Lichtsteiner, Switzerland's defender Fabian Schaer, Switzerland's goalkeeper Yann Sommer, and from left to right on the front row, Switzerland's defender Ricardo Rodriguez, Switzerland's midfielder Steven Zuber, Switzerland's midfielder Blerim Dzemaili, Switzerland's midfielder Xherdan Shaqiri, pose for a group picture during the 2018 Fifa World Cup play-offs first leg soccer match Northern Ireland against Switzerland at Windsor Park, in Belfast, Northern Ireland, Britain, Thursday, November 9, 2017. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Die Schweizer Startaufstellung mit Zakaria (Nr. 17), Akanji (5) und Zuber (14). Bild: KEYSTONE

Obwohl auch Steven Zuber vorne viel Druck machte und ein sehr gutes Spiel absolvierte, soll der Fokus auf den beiden jüngsten Spielern von gestern Abend liegen: auf dem 22-jährigen Manuel Akanji und dem 20-jährigen Denis Zakaria. Wir haben die Stärken der beiden analysiert.

Manuel Akanji

Kopfballstärke

Gerade gegen Mannschaften wie Nordirland, deren Spiel primär auf lange Bälle und Standards ausgelegt ist, braucht es kopfballstarke Innenverteidiger. Der 1,87 Meter grosse Akanji ist nicht bloss wegen seiner Statur Kopfballstark, er hat auch ein hervorragendes Timing. Er hat zudem in der Luft eine gute Übersicht und schafft es meist, die Bälle überlegt zu Mitspielern oder zumindest aus der Gefahrenzone zu köpfen.

Stellungsspiel

Für seine 22 Jahre hat Akanji bereits ein sehr gutes Stellungsspiel. Gegen Nordirland das kaum Angriffe hatte, wurde Akanji zwar selten gefordert, holte aber dennoch viele Bälle ohne überhaupt in die Zweikämpfe zu müssen, weil er einfach gut stand und auch die langen Bälle richtig antizipierte.

Switzerland's Ricardo Rodriguez, left, celebrates with Manuel Akanji after the World Cup qualifying play-off first leg soccer match between Northern Ireland and Switzerland at Windsor Park in Belfast, Northern Ireland, Thursday Nov. 9, 2017. (AP Photo/Peter Morrison)

Im dritten Nati-Spiel zum dritten Mal zu Null: Manuel Akanji nach der Partie mit Ricardo Rodriguez und Fabian Schär.  Bild: AP/AP

Ruhe

Kyle Lafferty, der praktisch ein Ein-Mann-Pressing praktizierte, war hauptsächlich auf Fabian Schär, der die bessere Spieleröffnung hat, ausgelegt. Das machte es Akanji sicher leichter, ein so souveränes Spiel abzuliefern. Der Verteidiger scheint aber ohnehin nie in den Stress zu kommen. Er wirkt am Ball extrem sicher. 

Bisher spielte Akanji in der Nati in allen drei Spielen zu Null. Allerdings gegen die Färöer, Andorra und Nordirland. Ob er diese Ruhe auch unter Druck gegen stärkere Gegner behalten kann?

Als wir von einem Innenverteidiger-Traumduo träumten:

Denis Zakaria

Zweikampfstärke

Unglaublich, wie robust Denis Zakaria ist. Immer wieder schafft er es, seinen Körper zwischen Gegner und Ball zu bringen und sich so den Ball zu erobern. Auch wenn er manchmal noch etwas zu ungestüm zu Werke geht und dadurch (zu viele) Fouls verursacht. Auch wenn er nicht so gross wirkt, Zakaria misst 1,91 Meter. Das bringt ihm selbstverständlich Vorteile in den Kopfballduellen.

Technik

Denis Zakaria kann seine Dynamik und Zweikampfstärke mit Technik verbinden. Kein Wunder, nennt er doch Patrick Vieira und Paul Pogba als Vorbilder, die einen sehr ähnlichen Spielstil haben, respektive hatten, wie der Schweizer. Zakaria hat eine gute erste Ballberührung und kann sich nicht selten damit schon viel Raum schaffen und auch mal mit einem Dribbling einen Gegner stehen lassen.

«Es war ein sehr, sehr schwieriges Spiel. Aber wir haben es geschafft zu gewinnen, das macht uns glücklich. Aber kein Spiel ist einfach, das haben wir heute gesehen. Wir müssen für das zweite Spiel bereit sein, das müssen wir konzentriert angehen.»

Denis Zakaria nach der Partie zu SRF.

Übersicht

«Bringen hei!» Das versuchen Fussballtrainer ihren Junioren schon früh beizubringen. Den Ball nach Eroberung «nach Hause zu bringen», also den ersten Pass sicher zu spielen. Der 20-Jährige ist gedankenschnell und hat eine gute Übersicht. Er weiss meist schon bevor er den Ball hat, was er damit anstellen wird. 

epa06319160 Switzerland's players Fabian Frei, left, and Denis Zakaria, right, celebrate after winning the 2018 Fifa World Cup play-offs first leg soccer match Northern Ireland against Switzerland at Windsor Park, in Belfast, Northern Ireland, Britain, Thursday, November 9, 2017.  EPA/LAURENT GILLIERON

Bild: EPA/KEYSTONE

So würden die Nati-Stars in anderen Ländern heissen

Video: watson/Sandro Zappella, Lya Saxer

Die Spielerbewertungen beim Sieg der Nati gegen Nordirland

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42
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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • égalité 11.11.2017 20:27
    Highlight Highlight Aufgrund der ganz starken Leistungen Denis Zakarias in den ersten Gladbach-Spielen, nannten ihn die Fohlen-Fans schnell einmal Xhakaria. Nach dem letzten Nati-Spiel, und wenn man die Formkurven von Zakaria und Xhaka vergleicht, dürfe es bald mal ein Lob für den Arsenal-Akteur sein, Zhaka gerufen zu werden. Allez Denis, allez la Suisse!
  • dave1771 10.11.2017 22:15
    Highlight Highlight Wieso wird ein Mehmedi überhaupt aufgeboten??? Kein Power bei seinem Spiel... wohl der Grund das er bei Bayer nicht spielt! Könnte man doch Steffen als backup für Zuber aufbieten!?
  • dave1771 10.11.2017 22:13
    Highlight Highlight Zakaria hat wohl eher Behrami ersetzt, wenn man von der Startformation ausgeht!
  • FrancoL 10.11.2017 18:31
    Highlight Highlight Zakaria ist jetzt schon eine Perle. Wie er sich von hinten löst und locker den Ball nach vorne trägt und somit Räume öffnet ist grosse Klasse.
    Er hat eine grosse Zukunft.
  • Pascal Steiger 10.11.2017 17:34
    Highlight Highlight Elvedi geht hier wiedermal vergessen, für mich unverständlich dass er nahezu nie zum Einsatz kommt, ist er doch Stammspieler bei Gladbach
    • dave1771 10.11.2017 22:13
      Highlight Highlight Ja als Aussenverteidiger...
    • Pascal Steiger 11.11.2017 11:10
      Highlight Highlight Trotzdem ist er auch gelernter Innenverteidiger
  • JoeyOnewood 10.11.2017 16:05
    Highlight Highlight Akanji ist unglaublich reif für sein Alter. Spielt bei Basel eigentlich konstant besser als Suchy neben ihm. Mit Schär, Elvedi und Akanji haben wir gute Aussichten in der Innenverteidigung - rechts sähe ich als Lichsteiner-Ablösung langfristig lieber Widmer als Elvedi.
  • NWO Schwanzus Longus 10.11.2017 13:18
    Highlight Highlight Ich finde das auch ein Elvedi die Zukunft ist. Auch wenn er nicht gespielt hat.
  • gupa 10.11.2017 13:03
    Highlight Highlight Zakaria hat wohl eher Behrami ersetzt als Freuler.
  • Mia_san_mia 10.11.2017 13:02
    Highlight Highlight Die beiden machen wirklich einen super Eindruck. Nicht so wie der total überschätzte Embolo und der Kindergarten, der letztes Jahr um ihn gemacht wurde.
  • Inspector 10.11.2017 12:30
    Highlight Highlight Die Beiden haben überzeugt. Ihr Potenzial scheint gross zu sein. Mal schauen was passiert. Erinnert mich an Johan Djourou im 2006 (Italien-Spiel). Hoffe die Beiden entwickeln sich wunschgemäss (im Gegensatz zum Genannten).
  • Micha Schläpfer 10.11.2017 12:25
    Highlight Highlight Top, und wenn dä Embi denn wider voll do isch, pow pow pow
    • Mia_san_mia 10.11.2017 13:04
      Highlight Highlight War Embi schon mal da? Da hab ich irgendwie etwas verpasst, obwohl ich jeden Nati-Match sehe. Dein Embi ist total überschätzt und wird nie was reissen.
    • AJACIED 10.11.2017 15:09
      Highlight Highlight An die blitzt.
      Bei aller Sympathie für Breel viel hat er bis jetzt vor und nach der Verletzung nicht gerade gezeigt. Klar ist er jung, unerfahren ect. aber bei allen 1000 Vorschusslorbeeren die er immer bekommen hat ist nicht viel gegangen. 30 Mil hin oder her!
    • cubus72 10.11.2017 16:54
      Highlight Highlight Was will denn ein Embolo? Nicht mal in der Gurkenliga SL hat er mehr als 7 Tore pro Saison geschafft! Jahrhunderttalent sieht anders aus... Total überschätzt und zu teuer!
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChlyklassSFI 10.11.2017 12:10
    Highlight Highlight Zakaria hat unglaublich grosse Qualitäten. Startformation!
    • anonymer analphabet 10.11.2017 12:57
      Highlight Highlight Zakaria ist top. Eindrücklich auch sein Raumgewinn mit seinen grossen Schritten. Er sieht auf den ersten Blick wirklich gar nicht so gross aus, ist es aber und dazu noch robust. Für seine 20 Jährchen ist er wirklich schon auf einem sehr hohen Niveau! Hat immer Spass gemacht Ihn bei YB zuzuschauen, leider etwas zu kurz... allez Zak!
    • Mia_san_mia 10.11.2017 17:41
      Highlight Highlight Der Junge hat wirklich einen guten Eindruck gemacht.
  • Palatino 10.11.2017 12:08
    Highlight Highlight Mit der Startformation von gestern gegen Portugal wäre wohl die Barrage unnötig gewesen.
    • Posersalami 10.11.2017 12:34
      Highlight Highlight Zumindest wäre es spannender geworden wenn man ohne Mehmedi und Dzemaili gespielt hätte, die in dem Spiel praktisch nicht stattfanden.
    • Pascal Mona 10.11.2017 12:52
      Highlight Highlight sehr sehr spekulativ, das waren zwei komplett andere Spiele und dies vorallem aufgrund des GEGNERS! Ich glaube nicht, dass das Spiel gegen Portugal mit der gestrigen Mannschaft gewonnen worden wäre, auch ein Punkt wäre schwierig zu erreichen gewesen (aber auch das ist Spekulation), vielleicht hätte uns die "Unerfahrenheit" auch einige Punkte gegen "kleine" Gegner gekostet?! Petkovic hat aus meiner Sicht so ziemlich sehr sehr vieles (um nicht zu sagen alles) richtig gemacht und tut es auch jetzt weiter mit dem behutsamen Einbau dieser jungen Spieler!
    • goncman 10.11.2017 13:56
      Highlight Highlight Ich glaube, dass Portugal auch so die bessere Mannschaft hätte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 10.11.2017 12:05
    Highlight Highlight 1 Spiel (das sie sehr gut gemacht haben) und schon sind sie die Zukunft der Nati... Ich kann mich erinnern: Kasami, Ben Khalifa etc. wurden auch schon als "Zukunft" gehandelt...
    • Konzeptionist 10.11.2017 12:24
      Highlight Highlight die herren liefen aber nicht in der a nati auf und waren auch nicht gesetzte kräfte in ihrem verein
    • Mr_Boulala 10.11.2017 12:48
      Highlight Highlight Wenn man aber die Leistungen in der Liga ansieht und wie viel Potenzial in ihnen steckt denke ich, kann man das schon so sagen. Natürlich muss dann auch viel anderes gut laufen, dass es wirklich so wird. Aber die Aussichten sind gut. :-)
      Ich finde Elvedi gehört auch noch zu den Zukunftshoffnungen. Seit Jahren Stamm bei BMG und Lichtsteiner ist ja auch nicht mehr der Jüngste.
    • Senji 10.11.2017 14:17
      Highlight Highlight Äh.... doch, waren sie. Ben Khalifa bei GC und Kasami bei Fulham in der Premier League. Allerdings nicht lange. Der eine fand es dann eine tolle Idee zu Wolfsburg mit Dzeko und einem brasilianischen Nati-Stürmer zu wechseln und der andere konnte sich nicht langfristig durchsetzen. Bei Sion ist er jetzt auf Anhieb ein dominanter Spieler. Das Etikett sehr vielversprechend verdienten mMn beide
    Weitere Antworten anzeigen
  • moedesty 10.11.2017 12:03
    Highlight Highlight so einen artikel müsste man vor der natinominierung verfassen. nicht jetzt wo sie bereits in der nati sind.

    • Mia_san_mia 10.11.2017 13:05
      Highlight Highlight Wieso?
    • Dario98 10.11.2017 13:24
      Highlight Highlight Warum?
    • Achilles 10.11.2017 13:41
      Highlight Highlight weshalb?
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Unvergessen

Ausgerechnet Burri trifft – und dann ist das legendäre Wankdorf-Stadion Geschichte

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