Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A general view prior to the Extraordinary FIFA Congress 2016 held at the Hallenstadion in Zurich, Switzerland, Friday, February 26, 2016. The Extraordinary FIFA Congress is being held in order to vote on the proposals for amendments to the FIFA Statutes and choose the new FIFA President. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Keine Diskussion: Die Reformen wurden mit grosser Mehrheit angenommen.
Bild: KEYSTONE

Amtszeitbeschränkung, Frauenquote, offene Gehälter – mit diesen Reformen will die FIFA auf den rechten Weg zurück

Der FIFA-Kongress hat in Zürich umfangreiche Reformen verabschiedet. Das Paket, das unter anderem eine Machtbeschränkung für den Präsidenten und die Exekutivmitglieder vorsieht, erhielt bei der Versammlung der FIFA-Mitglieder die notwendige Drei-Viertel-Mehrheit.



Nach 6472 Tagen endet die Dauer-Regentschaft von FIFA-Chef Joseph Blatter beim ausserordentlichen Kongress des Fussball-Weltverbands in Zürich. Mit der Kür eines Nachfolgers für den gesperrten Präsidenten will die skandalerschütterte FIFA den viel beschworenen Neuanfang starten.

Vor der Abstimmung stand im Hallenstadion von Zürich zunächst die Entscheidung über die Annahme der umfangreichen Statuten-Reform an. Mit grosser Mehrheit wurde das Paket erwartungsgemäss verabschiedet.

Issa Hayatou, acting FIFA President, speaks during the Extraordinary FIFA Congress 2016 held at the Hallenstadion in Zurich, Switzerland, Friday, February 26, 2016. The Extraordinary FIFA Congress is being held in order to vote on the proposals for amendments to the FIFA Statutes and choose the new FIFA President. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Issa Hayatou spricht vor dem Kongress im Hallenstadion.
Bild: KEYSTONE

«Wir müssen eine Botschaft an die Welt richten, eine Botschaft der Einheit», sagte FIFA-Interimspräsident Issa Hayatou, der den gesperrten und scheidenden Amtsinhaber Sepp Blatter vertrat. Der Kameruner schwor die Landesverbände auf die notwendigen Umstrukturierungen ein. «Die FIFA beginnt ihre Reise mit dem Ziel, Vertrauen wieder herzustellen.»

Mit der Reform will der Weltverband die politische von der ökonomischen Entscheidungsebene trennen. Zudem gilt für den FIFA-Präsidenten und die Mitglieder des neuen Councils, das das umstrittene Exekutivkomitee ablösen soll, eine Beschränkung auf drei Amtszeiten à vier Jahre. Sie müssen sich vor Amtsantritt einem externen Integritätscheck unterziehen, ihre Gehälter werden offengelegt.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

Der Präsident

Der Chef des Weltverbandes soll repräsentieren und nicht regieren. Verträge über TV- und Marketingdeals werden nicht mehr von ihm gemacht. Er ist Mitglied des Councils (Rat) und darf den Vorschlag für die Ernennung des Generalsekretärs machen. Seine Regentschaft ist begrenzt auf maximal dreimal vier Jahre. Das Gehalt wird veröffentlicht.

Bild

Der Council

Aufsichtsrat statt Regierung: Das neue Gremium ersetzt das Exekutivkomitee. 37 statt 25 Mitglieder, inklusive Präsident mit hoher Repräsentation aus Afrika und Asien. Statt die operativen Entscheide zu treffen, werden sie im Council nur noch genehmigt. Wie der Präsident müssen die Mitglieder einen Integritätscheck durchlaufen. Auch hier sind dreimal vier Jahre die maximale Amtszeit. Laufende Mandate im Exekutivkomitee haben Bestandsschutz.

Bild

Der Generalsekretär

Der neue starke Mann wird durch den Council gewählt und kontrolliert. Bei ihm laufen alle operativen Fäden zusammen. Er bestimmt das Alltagsgeschäft. Der Top-Manager ist aber auch unter Beobachtung der Abteilung für korrekte Unternehmensführung.

Die Kommissionen

Nur noch 9 statt 26 ständige Kommissionen sollen die Administration schlanker machen. Nicht mehr jedes der 209 FIFA-Mitglieder bekommt einen Posten in Zürich. Die Versorgungs-Kultur für Funktionäre aus aller Welt soll beendet werden. Mindestens die Hälfte der Mitglieder kommen nicht aus der FIFA-Familie, sondern sind externe Experten.

Bild

Die Kontrollgremien

Ethikkommission und juristische Gremien wie die Disziplinarkommission werden komplett unabhängig und extern besetzt.

Die Frauen

Alle sechs Konföderationen müssen mindestens eine Frau in den Council entsenden. Gleichberechtigung der Geschlechter wird in die Statuten aufgenommen.

Bild

Die Menschenrechte

Die Wahrung der Menschenrechte wird als Ziel in die Statuten aufgenommen.

Bild

Die Konföderationen

Die sechs Kontinentalverbände müssen grundsätzliche demokratische Regularien in ihre Statuten aufnehmen und unabhängige juristische Institutionen installieren. (pre/sda)

Die wichtigsten Schweizer Sport-Funktionäre

Das ist der moderne Fussball

Oh Mäzen, mein Mäzen – wie der Schweizer Fussball ums finanzielle Überleben kämpft

Link zum Artikel

«Hunderte Dinge haben mich genervt» – dieser Fan boykottiert seit einem Jahr Fussball

Link zum Artikel

Nur noch 7 Profis im Kader – Traditionsklub Bolton droht der totale Kollaps

Link zum Artikel

Wir würden als Sportchefs für 100 Millionen diese Teams zusammenstellen – und du?

Link zum Artikel

Marcel Reif zum St.Galler VAR-Drama: «Das ist nicht die Idee des VAR, so schadet er»

Link zum Artikel

Barça patzt, Real profitiert – das ist der «japanische Messi» Takefusa Kubo

Link zum Artikel

Der ÖFB-Cup als Fundgrube für jeden mit einem Herz für grossartige Klubnamen

Link zum Artikel

Falschen Jallow verpflichtet: Türkischer Klub leistet sich Transfer-Blamage des Sommers

Link zum Artikel

4 Fussball-Stars erstreiken sich den Wechsel – und immer soll es zu Barcelona gehen

Link zum Artikel

11-Jähriger trifft Messi im Strandurlaub – und spielt eine Runde mit ihm

Link zum Artikel

Kein Witz! Darum heisst Juventus Turin im neusten FIFA-Game «Piemonte Calcio»

Link zum Artikel

Warum es besser wäre, wenn jeder Klub nur noch drei Transfers tätigen dürfte

Link zum Artikel

Rassismus-Vorwürfe gegen einen FCSG-Spieler – was geschah im Testspiel gegen Bochum?

Link zum Artikel

Psychologe analysiert Tattoos von Fussballprofis – mit klarem Ergebnis

Link zum Artikel

Kevin-Prince Boateng haut neuen Rapsong raus – aber was macht das Pferd da eigentlich?

Link zum Artikel

Die teuersten Teenager der letzten 25 Jahre – so krass sind die Transfersummen explodiert

Link zum Artikel

Topklubs haben schon fast 1 Milliarde für Transfers ausgegeben – die Übersicht

Link zum Artikel

Liga gibt zu, dass der VAR in St.Gallen nicht hätte eingreifen dürfen

Link zum Artikel

Vier Gründe, warum Bayern München einfach keinen Topstar abkriegt

Link zum Artikel

Ein Problem namens Wanda – wie Torjäger Mauro Icardi bei Inter in Ungnade gefallen ist

Link zum Artikel

Ausländer-Trios, werbefreie Trikots oder das Nasenpflaster – 16 Dinge, die aus dem Fussball verschwunden sind

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Der wundersame Aufstieg von Andrea Padula: Wer ist der neue FCB-Verteidiger?

Innert eines Jahres schafft es Andrea Padula von den Niederungen der Challenge League ins internationale Geschäft. Der Aufstieg des 24-jährigen Italieners, der im Tessin aufgewachsen ist, halt viel mit FCB-Trainer Ciriaco Sforza gemein.

Im Sommer 2016 verstaut Andrea Padula sein frisch erhaltenes Matura-­Zeugnis. Es landet im Schrank in seinem Elternhaus in Campione d'Italia, wo es bis heute unangerührt liegt. Denn Padula hat in diesem Sommer vor vier Jahren neben dem Schulabschluss ein noch wichtigeres Schriftstück erhalten: einen Vertrag beim FC Chiasso in der Challenge League. «Ab dann habe ich nur noch an Fussball gedacht», sagt ­Padula heute.

Mittlerweile sitzt er in einer Loge im St. Jakobpark. Der 24- Jährige ist im …

Artikel lesen
Link zum Artikel