Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Dortmund's Alexander Frei of Switzerland celebrates after scoring  while Schalke's goalkeeper Manuael Neuer looks on   during German first division soccer match between Borussia Dortmund and Schalke 04 at the Signal-Iduna Park stadium in Dortmund, western Germany, Saturday May12,2007. (AP Photo/Frank Augstein) ** NO MOBILE USE UNTIL 2 HOURS AFTER THE MATCH, WEBSITE USERS ARE OBLIGED TO COMPLY WITH DFL-RESTRICTIONS, SEE INSTRUCTIONS FOR DETAILS **

Alexander Frei jubelt, Manuel Neuer ist bedient.  Bild: AP

Herzensbrecher Alex Frei und das Goalie-Goal – 5 Revierderbys, die wir nie vergessen

Timo Stein / watson.de



Es ist eines ganz sicher nicht: ein normales Fussballspiel. Schalke gegen Dortmund.  «Herne-West» gegen «Lüdenscheid-Nord». An diesem Samstag um 15:30 Uhr findet das Revierderby zum 176. Mal statt.

Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass dort draussen auch nur ein einziger Mensch existiert, dem bei diesem Aufeinandertreffen nicht die Krawatte platzt, rufen wir die besten Derbys noch einmal in Erinnerung.

Die 5 denkwürdigsten Ruhrpott-Derbys der jüngeren Geschichte:

Rex beisst Rausch

In der Saison 1969 treffen Dortmund und Schalke bereits am vierten Spieltag aufeinander. Es ist Herbst. Im Dortmunder Stadion «Rote Erde» gibt es keine Zäune. 40'000 Zuschauer drängen sich bis dicht an den Spielfeldrand. Die Fans werden zur Spielfeldbegrenzung.

Schalke geht in Führung. Der Schalker Anhang jubelt, stürmt den Platz. Die Dortmunder Ordnungshüter jagen mit Hunden hinterher.

Und dann das: Plötzlich liegt ein Schalker Spieler am Boden. Friedel Rausch kniet und schreit.

Der fünfjährige Schäferhundrüde Rex hat den Schalker Spieler am Gesäss erwischt.

«Plötzlich habe ich einen Schmerz verspürt und habe mitbekommen, dass bei mir am Hintern ein Hund dran hing.»

Hundebissopfer Friedel Rausch quelle: ard

Rausch bekommt eine Tetanusspritze, kneift die Hinterbacken zusammen und spielt weiter.

Dortmund gelingt noch der Ausgleich.

Rausch ist allerdings kein Einzelfall. Es erwischt auch einen zweiten Schalker: Rauschs Mannschaftskollege Gerd Neuser wird während des Platzsturmes in den linken Oberschenkel gebissen. 

So war das damals:

abspielen

Video: YouTube/EPOS IMAGES TV

Die Gebissenen erhalten vom BVB-Präsidium später 500 Mark Schmerzensgeld – und einen Blumenstrauss.

Zum Rückspiel empfingen die Schalker den Erzrivalen dann mit einem Löwen.

Gebissen wurde niemand.

Das Spiel endet wieder 1:1.

Flanke, Lehmann, Tor

Torwart Jens Lehmann, Mitte, von Schalke 04, jubelt nach seinem Kopfballtor in der 93. Spielminute zum 2:2 Endstand im Bundesligaspiel der Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04 am Samstag, 20. Dezember 1997. Das Tor - das erste Feldtor eines Keepers in der 1. Fussballbundesliga - war vermutlich Folge einer Fehlentscheidung des Linienrichters: Der unmittelbar vorangegangene Eckball war moeglicherweise zu Unrecht gegeben worden. (AP Photo/Str)

Jens Lehmann jubelt nach seinem Ausgleichstreffer. Bild: AP

Saison 97/98. Das Dortmunder Westfalenstadion zählt 55'000 Zuschauer. Es ist der letzte Spieltag vor der Winterpause. 

Die reguläre Spielzeit ist vorbei. Dortmund führt 2:1.

Das Schalker «Kampfschwein» Marc Wilmots quält sich ein letztes Mal über den Flügel und flankt ins Nichts. Der Schiedsrichter gibt irrtümlicherweise Eckball für Schalke. Olaf Thon schiesst die Ecke, Thomas Linke verlängert per Kopf.

Am zweiten Pfosten steht plötzlich 
ein Mann bereit, der wohl irgendwie die Strafräume verwechselt hat. Schalke-Tormann Jens Lehmann schraubt sich in die Luft und trifft per Kopf zum Ausgleich. 

Es ist das erste Feldtor eines Torhüters. Das 33'325 Bundesligator ist damit ein historisches.

«Ich hab gesagt, ich geh auf den langen Pfosten. Ja, und dann stand ich da.»

Geschichtsschreiber Jens Lehmann nach dem Spiel.

Ja, und dann stand er da:

abspielen

Video: YouTube/DerQuintana04

Fichtel im Nebel

Bild

Symbolbild.

Herbst 1966. Über das Dortmunder Stadion «Rote Erde» hat sich ein dichtes Nebelband gelegt. 

Zuschauer freuen sich auf ein hitziges Derby und sehen doch – nichts. Und auch die Spieler haben so ihre Schwierigkeiten.

Schalkes Klaus Fichtel doziert: 

«Wir mussten uns gegenseitig über den Spielstand informieren.»

Und der Dortmunder Lothar Emmerich, der in diesem Spiel angeblich drei Tore geschossen hat, weiss nach dem Spiel mit dieser messerscharfen Hypothese zu überzeugen:

«Wenn wir etwas gesehen hätten, hätten wir noch höher gewonnen.»

Endergebnis: 6:2 für Dortmund, heisst es. Gesehen hat es kaum jemand.

Meisterschaft futsch

Dortmund's  Alexander Frei, left, of Switzerland and Ebi Smolarek of Poland celebrate after scoring  during German first division soccer match between Borussia Dortmund and Schalke 04 at the Signal-Iduna Park stadium in Dortmund, western Germany, Saturday May12,2007. (AP Photo/Frank Augstein) ** NO MOBILE USE UNTIL 2 HOURS AFTER THE MATCH, WEBSITE USERS ARE OBLIGED TO COMPLY WITH DFL-RESTRICTIONS, SEE INSTRUCTIONS FOR DETAILS **

Alex Frei und Ebi Smolarek jubeln. Bild: AP

12. Mai 2007. Schalke ist Fast-Meister. Bis zum Revierderby zumindest. Am vorletzten Spieltag treffen Dortmund und Schalke aufeinander.

Dortmund, das sich unter dem Trainervulkan Thomas Doll durch die Saison rumpelt, zeigt natürlich gegen Schalke, das ja eigentlich doch was geht. Alex Frei und Ebi Smolarek treffen für Dortmund. Endergebnis: 2:0.

Stuttgart wird Deutscher Meister. Und die BVB-Spieler Kehl, Weidenfeller und Metzelder posieren in einem originellen Trikot mit der Aufschrift: «Meister der Herzensbrecher – zweizunull». Brüller.

Alex Frei wird auch ein Jahr später, am 13. September 2008 nochmals zum Herzensbrecher für die «Knappen».  Schalke führt im Derby 3:0, doch Dortmund holt auf und der zur Halbzeit eingewechselte Schweizer trifft nach 70 Minuten zum 2:3 und nach 89 Minuten zum 3:3.

epa01487156 Dortmund's Alexander Frei (C) converts the penalty against Schalke's goalie Ralf Faehrmann (L)  in the Bundesliga match Borussia Dortmund v FC Schalke 04 at SignalIduna Park stadium in Dortmund, Germany, 13 September 2008. Dortmund converted a 0-3 deficit to make the derby end in a 3-3 draw.
(ATTENTION: EMBARGO CONDITIONS! The DFL permits the further utilisation of the pictures in IPTV, mobile services and other new technologies no earlier than two hours after the end of the match. The publication and further utilisation in the internet during the match is restricted to six pictures per match only.)  EPA/ACHIM SCHEIDEMANN ATTENTION: EMBARGO CONDITIONS!

Alex Frei bezwingt Ralf Fährmann zum 3:3. Bild: EPA

Schalke gewinnt 4:4

26. November 2017. Die Zeitungen titeln später «Jahrhundertderby».

Der kriselnde BVB geht überraschend in Führung. Noch bevor Aki Watzke «Thomas Tuchel» buchstabieren kann, steht es 4:0 für den BVB. Sogar Mario Götze trifft per Kopf. Die Welt für einen Dortmund-Fan könnte in diesem Moment schöner nicht sein. Doch dann passiert etwas Unerhörtes: 

Der Schiedsrichter pfeift zur Halbzeit.

Darauf sind die Dortmunder offensichtlich nicht vorbereitet.

Oder um es mit den Worten des ehemaligen schottischen Nationalspielers Ian St. John zu sagen: «Ich wäre überrascht, wenn das Spiel bis zum Ende dauert.»

Nach Wiederanpfiff starten die Schalker die Aufholjagd.

Plötzlich steht es 3:4. Die 90 Minuten sind um. Der Schiedsrichterassistent hebt die Tafel in die Luft. Darauf ist eine 7 zu sehen. In der vierten Minute der Nachspielzeit bekommt Schalke dann einen Eckball. 

Jewhen Konopljanka schiesst die vielleicht erste brauchbare Flanke seines Lebens. Der Mann ohne Vornamen (sie nannten ihn Naldo) köpft ein.

Der Schalker Anhang tobt. Naldos Glatze wird geküsst.

Das 4:4 wird für den BVB zur gefühlten Niederlage. Und der Anfang vom Ende für Dortmunds Trainer Peter Bosz.

Und das Internet hat ein Thema:

Wir haben ein wichtiges Spiel vergessen? Was ist dein Derby-Moment? Ab in die Kommentare damit.

Die heissesten Fussball-Derbys und -klassiker der Welt

Das ist der moderne Fussball

Oh Mäzen, mein Mäzen – wie der Schweizer Fussball ums finanzielle Überleben kämpft

Link zum Artikel

«Hunderte Dinge haben mich genervt» – dieser Fan boykottiert seit einem Jahr Fussball

Link zum Artikel

Nur noch 7 Profis im Kader – Traditionsklub Bolton droht der totale Kollaps

Link zum Artikel

Wir würden als Sportchefs für 100 Millionen diese Teams zusammenstellen – und du?

Link zum Artikel

Marcel Reif zum St.Galler VAR-Drama: «Das ist nicht die Idee des VAR, so schadet er»

Link zum Artikel

Barça patzt, Real profitiert – das ist der «japanische Messi» Takefusa Kubo

Link zum Artikel

Der ÖFB-Cup als Fundgrube für jeden mit einem Herz für grossartige Klubnamen

Link zum Artikel

Falschen Jallow verpflichtet: Türkischer Klub leistet sich Transfer-Blamage des Sommers

Link zum Artikel

4 Fussball-Stars erstreiken sich den Wechsel – und immer soll es zu Barcelona gehen

Link zum Artikel

11-Jähriger trifft Messi im Strandurlaub – und spielt eine Runde mit ihm

Link zum Artikel

Kein Witz! Darum heisst Juventus Turin im neusten FIFA-Game «Piemonte Calcio»

Link zum Artikel

Warum es besser wäre, wenn jeder Klub nur noch drei Transfers tätigen dürfte

Link zum Artikel

Rassismus-Vorwürfe gegen einen FCSG-Spieler – was geschah im Testspiel gegen Bochum?

Link zum Artikel

Psychologe analysiert Tattoos von Fussballprofis – mit klarem Ergebnis

Link zum Artikel

Kevin-Prince Boateng haut neuen Rapsong raus – aber was macht das Pferd da eigentlich?

Link zum Artikel

Die teuersten Teenager der letzten 25 Jahre – so krass sind die Transfersummen explodiert

Link zum Artikel

Topklubs haben schon fast 1 Milliarde für Transfers ausgegeben – die Übersicht

Link zum Artikel

Liga gibt zu, dass der VAR in St.Gallen nicht hätte eingreifen dürfen

Link zum Artikel

Vier Gründe, warum Bayern München einfach keinen Topstar abkriegt

Link zum Artikel

Ein Problem namens Wanda – wie Torjäger Mauro Icardi bei Inter in Ungnade gefallen ist

Link zum Artikel

Ausländer-Trios, werbefreie Trikots oder das Nasenpflaster – 16 Dinge, die aus dem Fussball verschwunden sind

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • baBIELon 08.12.2018 07:42
    Highlight Highlight Mein Derby-Moment ist definitiv das 6:1 nach dem Aufstieg im 2008 gegen den (damals) übermächtigen $CB! Vorgeführt wurden die Millionaros. Mann war das geil😁
  • Freilos 07.12.2018 22:12
    Highlight Highlight Ich war einmal beim Derby auf Schalke, es müsste 2009 oder 2010 gewesen sein. Ich stand in der Nordkurve das Spiel ging 1:1 aus, die Treffer erzielten Kuranyi und ...natürlich Alex Frei. Es war ein Riesenerlebnis.
  • McStem 07.12.2018 21:59
    Highlight Highlight Kann Nummer 1 bitte mal unserem Lieblingsvogel, der "Brasilianische Tiefflugschwalbe" zeigen? Villeicht lernt er da ja noch etwas.
  • maxi 07.12.2018 20:22
    Highlight Highlight alex frei, GOTT!
  • chnobli1896 07.12.2018 20:16
    Highlight Highlight Nr 4, ich war live mitten in der Süd. Mit Abstand das eindrücklichste Fussballerlebnis ever
  • Toerpe Zwerg 07.12.2018 19:30
    Highlight Highlight Uff. Herzensbrecher Alex Frei ... ich dachte schon ...

«Wenn es mir irgendwo besser läuft, dann hier» – 5 Fragen an die neuen Schweizer beim SCB

Der Schweizer Meister hat nachgerüstet und mit Inti Pestoni, Vincent Praplan und Niklas Schlegel drei grosse Namen nach Bern geholt. Die drei Neuzugänge erzählen, weshalb sie beim SCB gelandet sind, was sie sich von der neuen Saison erhoffen und warum das Team den Titel erfolgreich verteidigen wird.

Inti Pestoni war in Ambri der Liebling der Fans. Doch dann zog er aus, um die Schweiz zu erobern, um sein unbestrittenes Können auch mal bei einem grossen Klub zu zeigen. Doch weder beim ZSC noch beim HCD wurde der Tessiner so richtig glücklich. Nun folgt aber nicht die erwartete Rückkehr in die Leventina, sondern der dritte Versuch bei einem Grossen: beim SC Bern.

Warum sind Sie nicht zu Ambri zurückgekehrt?Inti Pestoni: Nach meiner Zeit in Ambri wollte ich bei einem grossen Klub einen Schritt …

Artikel lesen
Link zum Artikel