Schweiz

Berner Spital verweigert Zeuge Jehovas Operation – zu Recht

30.06.17, 15:41 13.07.17, 10:16

Bild: KEYSTONE

Ein Berner Spital hat sich geweigert, einen getauften Zeugen Jehovas zu operieren, weil der Patient im Notfall eine Bluttransfusion abgelehnt hätte. Das bernische Obergericht kommt nun zum Schluss, dass das Spital kein Gesetz verletzt hat.

Der Zeuge Jehovas litt an einer Diskushernie und wurde von einem Arzt zur Operation bei einem bernischen Listenspital angemeldet. Der Arzt vermerkte auf dem Anmeldeformular unter anderem, dass sein Patient Zeuge Jehovas sei.

Erklärung nicht unterzeichnet

Einige Tage vor dem Operationstermin traf sich der Patient mit dem Anästhesisten zu einem Aufklärungsgespräch über den bevorstehenden Eingriff. Dabei wurde dem Patienten eine vom Spital eigens für Mitglieder der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas verfasste Einverständniserklärung vorgelegt. Darin sollte festgehalten werden, dass die Ärzte im Notfall Bluttransfusionen durchführen dürfen.

Weil der Patient dies aber ablehnte, verweigerte ihm das Spital die Operation. Das Spital stellte sich auf den Standpunkt, es sei nicht bereit einen Patienten im Notfall verbluten zu lassen. Die Berufsethik verlange, dass Ärzte grundsätzlich alles unternehmen, um ein Menschenleben zu retten.

Behandlung wegen Religion verweigert

Der Patient hingegen stellte sich auf den Standpunkt, dass bei seinem routinemässigen Eingriff aus medizinischer Sicht kein Grund bestanden habe, eine Bluttransfusion auch nur in Erwägung zu ziehen. Ihm sei die Behandlung nicht aus medizinischen Gründen, sondern aufgrund seiner religiösen Überzeugung verweigert worden.

Aus der geringen Wahrscheinlichkeit einer Bluttransfusion dürfe nicht geschlossen werden, dass das Spital keine medizinischen Gründe für seinen Entscheid gehabt habe. Dies geht aus einem Urteil des Obergerichts hervor, über das die «Berner Zeitung» am Freitag berichtete.

Bei einem operativen Eingriff müssten vielmehr auch wenig wahrscheinliche Notfallszenarien einkalkuliert werden. Die Einverständniserklärung habe das Spital augenscheinlich auch nicht für den reibungslosen Normalfall geschaffen, sondern für ein lebensbedrohliches Worst-Case-Szenario.*

Rassendiskriminierung erkannte das Obergericht in seinem Urteil nicht. Diese würde dann vorliegen, wenn das Spital seine Leistungen einzelnen Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion zu den gleichen Bedingungen verweigert, wie sie diese der Allgemeinheit anbiete. Dies treffe aber im vorliegenden Fall nicht zu, da der Zeuge Jehovas für die Operation bestimmte Bedingungen vorgegeben habe.

Kein Anspruch

Im weiteren macht das Obergericht auch geltend, dass ein Spital bei planbaren Eingriffen, wie eben einer Diskushernie-Operation, die Freiheit habe zu entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen es eine Behandlung durchführt. Zeugen Jehovas hätten bei solchen operativen Eingriffen keinen unbedingten Anspruch auf «blutlose» Chirurgie.

Die Klinik habe ausserdem nicht erreichen wollen, dass der Zeuge Jehovas von seinem Glauben abrücke. Vielmehr habe das Spital die Mediziner davor bewahren wollen, dass sie in einem Notfall gezwungen gewesen wären, eine mögliche und sinnvolle Massnahme unterlassen zu müssen. Das Obergericht lehnte die Beschwerde des Patienten in allen Punkten ab.

Gut ging für den Patienten hingegen der medizinische Teil der Geschichte aus. Er fand rasch ein anderes Spital, das die Operation in seinem Sinn am gewünschten Termin durchführte. (sda)

*Der Anwalt des Patienten legt Wert auf folgende Feststellungen: Der Beschluss des Obergerichtshinterlässt den Eindruck, als ob das Gericht einen Entscheid in der Sache gefällt hat. Dies ist abernicht der Fall. Die Staatsanwaltschaft hat dem Patienten den Rechtsweg komplett verweigert. Beidem fraglichen Beschluss ging es einzig um die Frage, ob eine Untersuchung eröffnet werden sollte,nämlich zur Frage, ob das Spital diskriminiert hat. Vorliegend wollte der Arzt behandeln. Auch wollteder Patient keine Sonderbehandlung, sondern eine übliche Dekompression der Bandscheibe, wie inallen anderen Fällen – nämlich ohne Bluttransfusion. In diesem Verfahren stellte sich also die Frage,ob die administrative Spitalleitung dem behandlungswilligen Arzt und einer bestimmtenBevölkerungsgruppe die Behandlung verbieten darf. Es ging nicht um die Frage, ob ein Dilemmazwischen dem Gewissen des Arztes und jenem des Patienten bestand, denn der Arzt wolltebehandeln und hat den Patienten in einem anderen Spital tatsächlich erfolgreich und ohneBluttransfusion operiert. Entscheidend ist also einzig die Frage, ob das Spital dembehandlungswilligen Arzt und bestimmten Patienten die medizinisch indizierte Operation verbietendarf. Die Sache ist nun beim Bundesgericht hängig. Es bleibt abzuwarten, wie das höchstrichterlicheUrteil ausfällt.Zu guter Letzt sei Folgendes bemerkt: In einem Rechtsstaat ist es sehr heikel, wenn das Spital demArzt ein Gewissen vorzuschreiben versucht, denn ein kollektives Gewissen gibt es in einemRechtsstaat nicht. Es ist ein Widerspruch in sich, weil die verfassungsmässig garantierteGewissensfreiheit immer individuell ist.

Mehr zum Thema Sekten: Hugo Stamm

In der Kirche ist der Satan ein Teufel – verbannt ihn an die Fasnacht!

Gott, der bessere Tennisspieler? Er hätte Wichtigeres zu tun

Gott hat seinen Sohn aus Liebe ans Kreuz schlagen lassen – macht das Sinn?

Donald Trump, Liebling der Verschwörungs-Theoretiker

Jesus war ein Revolutionär, aber auch ein Eiferer

Ist Gott die Liebe oder kämpft er nur gegen Allah?

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
90Alle Kommentare anzeigen
90
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • derEchteElch 03.07.2017 07:34
    Highlight Mich würde auch interessieren, welches Spital die Operation ohne möglicher Bluttransfusion durchgeführt hat. Geht für mich in die gleiche sinnlose Richtung, wie wenn der islamistische Vater die Behandlung der Tocher durch Rettungssanitäter verweigert und sie daran stirbt/in ernster Gefahr ist.
    15 1 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 02.07.2017 13:14
    Highlight Und welches Spital war bereit, das Risiko des Verblutenlassens bewusst einzugehen?
    Wäre gut zu wissen...
    34 1 Melden
    600
  • ujay 01.07.2017 09:13
    Highlight Jede/r promovierte/r Arzt/in ist dem Genfer Ärztegelöbnis verpflichtet, das u.A. besagt, Zitat: ".....Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse, sexuelle Orientierung oder soziale Stellung". Beantwortet schon alle Fragen..........und nein, den Hypokratische Eid für Aerzte gibts seit 1948 nicht mehr.
    http://flexikon.doccheck.com/de/Genfer_%C3%84rztegel%C3%B6bnis
    30 60 Melden
    • ujay 01.07.2017 13:57
      Highlight Ja blitzt weiter. Anscheinend ist mein sachlicher Kommentar fuer einige eine intellektuelle Ueberforderung.😂😂😂
      21 59 Melden
    • Lami23 01.07.2017 18:42
      Highlight Es geht ja nicht darum, dass der Patient Zeuge Jehovas ist, sondern darum, dass der Patient einen Teil der Behandlung verweigert.
      Z.B. wird auch standardmässig bei Patienten reanimiert 24h postoperativ, selbst wenn diese sonst Rea nein haben und wenn der Patient dass nicht will, kann der Arzt sich weigern, etc etc. Könnte ich dir viele Beispiele aufzählen, völlig rechtens.
      44 2 Melden
    • smoe 01.07.2017 20:33
      Highlight Inwiefern beantwortet der zitierte Satz schon alle Fragen? Je nach Defintion von "ärztlichen Pflichten" (ich kenne sie nicht) bedeuted der Satz fur mich klar, dass das Spital im Recht ist. Aber der Patient sieht es offenbar anders.
      41 1 Melden
    600
  • sansibar 01.07.2017 03:18
    Highlight Zumindest blutet dem Zeugen jetzt das Portemonnaie 😈😂🤓
    64 3 Melden
    600
  • Süffu 30.06.2017 22:52
    Highlight So gerne würde ich mal einen Nachmittag mit Adressen von Zeugen durch die Stadt wandeln, an ihren Türen klingeln und mit einer Broschüre in der Hand fragen "Haben Sie sich in letzter Zeit mit religiösen Fragen auseinandergesetzt? Atheismus ist wunderbar! ... usw"
    Dieses Missionieren nervt!
    159 8 Melden
    • Menel 02.07.2017 10:04
      Highlight Oh, ich wäre mit dabei! 😊

      Nehmen wir doch am besten Sonntag Abend 23h 😈
      31 0 Melden
    • Süffu 02.07.2017 15:40
      Highlight Passend dazu:

      A: Gibt es eigentlich einen Grund, dass sie Atheist sind?

      B: Ich glaube nicht.
      18 0 Melden
    • derEchteElch 03.07.2017 07:31
      Highlight Ich empfehle rher den Sonntagmorgen, 6 Uhr, kurz bevor sie selbst das Haus verlassen wollen um zu missionieren... 😈
      12 0 Melden
    600
  • Amboss 30.06.2017 22:08
    Highlight Und mal wieder frage ich mich: Wie kann man Jus studieren, wenn man sich dann mit solchem Schwachsinn beschäftigen muss.
    Wie kann man Anwalt für so einen Typen sein...?
    64 30 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 01.07.2017 07:00
      Highlight Ich finde den Sachverhalt jetzt schon noch spannend. Für uninteressierte lockt aber immerhin das Geld
      29 4 Melden
    • Bruno S. 88 02.07.2017 15:04
      Highlight Wieso nicht? Jeder hat das Recht auf einen Anwalt. Mörder, Vergewaltiger und eben auch Zeugen Jehovas.
      16 3 Melden
    600
  • Angelo C. 30.06.2017 19:36
    Highlight Well done....
    74 3 Melden
    600
  • Gelegentlicher Kommentar 30.06.2017 19:36
    Highlight Obwohl ich dem Patienten natürlich eine erfolgreiche OP und rasche Genesung wünsche, würde es mich doch sehr wunder nehmen was passiert wäre, wenn der Notfall dann beim zweiten Spital dann doch eingetreten wäre.
    103 3 Melden
    • miarkei 30.06.2017 23:50
      Highlight Verblutet?
      48 0 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 01.07.2017 07:01
      Highlight Vielleicht, und wie gehts dann rechtlich weiter? Muss mal suchen ob es da schon Fälle gab
      21 2 Melden
    • SelmaZ 01.07.2017 07:25
      Highlight Wie soll es da rechtlich schon weitergehen? Wenn eine erwachsene und urteilsfähige Person keine Bluttransfusion möchte, dann bekommt sie keine und stirbt deshalb möglicherweise. Was soll es dazu für Fälle geben?
      15 3 Melden
    600
  • kleiner_Schurke 30.06.2017 19:12
    Highlight Auch 2016 wieder mal auf Platz 1 bei Infosekta, die Zeugen Jehovas http://infosekta.ch/media/uploads/infoSekta_JB_2016.pdf zu keiner Religiösen Gruppierung gab es mehr Beratungsanfragen. Ich verstehe nach wie vor nicht warum die problematisch Gruppe nicht härter angefasst. So verbluten immer wieder Zeuginnen nach einer Geburt, weil sie Bluttransfusionen ablehnen. Offenbar sieht Jehova lieber Halbweisen aufwachsen als das man eine Frau mit simpelsten Massnahmen unterstützt.
    247 9 Melden
    • michiOW 30.06.2017 20:07
      Highlight Ich erkenne deine guten Absichten, bedenke jedoch, dass man nicht andere Bevormunden kann, nur weil einem deren Ansichten blöd vorkommen.

      Man kann ihnen nur sagen, dass sie ins Verderben rennen und zuschauen. Ausser sie schädigen Andere, das ist etwas anderes.
      50 22 Melden
    • Rabbi Jussuf 30.06.2017 20:13
      Highlight Ich kenne einen Narkose-Arzt, dem ist bei einer Herzoperation eine Zeugen-Patientin gestorben, weil sie bei vorhergehende Behandlungen Bluttransfusionen abgelehnt hatte.
      Dieses Erlebnis beschäftigt ihn noch heute, 2-3 Jahre danach, intensiv.

      Es geht also nicht nur um rechtliche oder religiöse Fragen.
      142 4 Melden
    • kleiner_Schurke 30.06.2017 22:08
      Highlight @michiOW Das Kind wird ja im beschriebenen Fall direkt geschädigt, es mussohne Mutter aufwachsen. Auch hinterlässt sie einen Ehemann in Trauer. Das hat wiederum Auswirkungen auf sein Umfeld. Wenn Zeugen sich schliesslich entscheiden auszusteigen, dann werden sie von den Zeugen zur Persona non grata erklärt. Sie z.B. bei Infosekta, einer Organisation die fast ausschliesslich von Spenden lebt. Wer bezahlt solchen Leuten die Psychotherapie? Ich kann die sage wer: du und ich. Denn die sind eben meisten dann ruiniert und landen beim Sozialamt.
      65 3 Melden
    • kleiner_Schurke 30.06.2017 22:12
      Highlight Ich denke nicht, das man da nur zusehen sollte und nichts tun. Denn diese Leute verursachen Problem und Kosten, die wir all tragen müssen. Gerade darum wundert es mich weshalb der politische und behördliche Wille fehlt, hier tätig zu werden und schädliche Gruppen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
      54 4 Melden
    • kleiner_Schurke 30.06.2017 22:13
      Highlight Mit der Zunahme an Glaubensangeboten durch Freikirchen, Sekten und esoterischen Zirkeln, steigt nun zwangsläufig auch die Anzahl, der durch diese Kreise geschädigten Menschen. Betroffen sind nicht nur unmittelbar die Opfer selber, sondern auch deren Familien, Angehörige und Freunde. Unter dem Label der Religionsfreiheit werden die Bedürfnisse der Geschädigten von der Gesellschaft marginalisiert, ignoriert oder tabuisiert.
      37 4 Melden
    • Lami23 30.06.2017 23:15
      Highlight Du beziehst den Schaden, den diese Personen nehmen, wenn sie so massiv in ihrer Freiheit beschränkt werden, aber nicht mit ein.
      1 20 Melden
    • pachnota 01.07.2017 00:21
      Highlight Die Religionsfreiheit ist veraltet.
      Sie muss dringend relativiert werden.
      19 15 Melden
    • michiOW 01.07.2017 01:52
      Highlight Du willst jemand zwingen zu leben?

      Alles was der Staat tun kann, ist auf Gesetzesübertretungen zu achten und, was viel wichtiger ist, Leute bilden.

      Wer selber denken kann, ist selbständiger.


      Ich verstehe deine Argument grundsätzlich, wo soll das jedoch aufhören?
      Wer soll bestimmen, welche Gemeinschaften erlaubt sind?

      Bei Terroristen ist das einfacher, denn sie sind offensichtlich eine Gefahr für Andere und die öffentliche Ordnung.
      12 3 Melden
    • Fabio74 01.07.2017 07:31
      Highlight Nein Pachnota Religiinsfreiheit ist und bleibt ein Pfeiler eines freien Rechtsstaats
      12 4 Melden
    • balzercomp 01.07.2017 22:16
      Highlight @ michiOW: Nein, das will eigentlich keiner. Aber wenn Eltern ihren Kindern eine notwendige Bluttransfusion verweigern, muss das Wohl der Kinder zwingend über das Entscheidungsrecht der Eltern gestellt werden. Was den Patienten aber immer egal zu sein scheint, ist das Leid, das sie potentiell dem medizinischen Personal zufügen. Die könnten den Patienten retten, dürfen es aber nicht. Ich wünsche Ihnen, dass Sie nie in einer solchen Situation sind. Man muss das wahrscheinlich mir Zugführern und Selbstmördern vergleichen. Ich bedaure alle, die sich in einer solchen Situation wieder finden.
      11 1 Melden
    • michiOW 02.07.2017 06:18
      Highlight @balzercomp

      Ja, wenn es um das Wohl des Kindes geht, haben Sie Recht. Aber in diesem Fall wird au ein anderes Leben gefährdet, nicht das Eigene.

      Ich finde die Entscheidng des Spitals absolut korrekt. Die eigenen Mitarbeiter vor einer solch grossen psychischen Belastung zu bewahren.

      Dem Lokführer hilft es vielleicht noch, dass er nur eine geriNge Chance hatte, das Leben des Anderen zu retten. Wenn man jemandem helfen kann als Artzt, aber nicht darf, ist dies viel schlimmer.
      5 0 Melden
    600
  • nass 30.06.2017 18:38
    Highlight Ich hoffe der Typ muss auch die Gerichtskosten bezahlen.
    166 7 Melden
    600
  • Pokus 30.06.2017 18:15
    Highlight Ohjeh, der Typ sucht einfach Aufmerksamkeit.
    109 14 Melden
    600
  • Kristjan Markaj ["Papierlischwiizer" / Exilshipi] 30.06.2017 18:04
    Highlight Dann sollten diese Hyperfanatiker mal genauer in die Materie, wenn sie behaupten sie und nur sie "verstehen" die Bibel.

    Blutspenden bzw. Empfangen ist ein schlichter Akt der Nächstenliebe, die Schrift sagt ja das im Blut Leben sei, Christus sagt dass es nichts Gröseres gibt sein Leben für den Nächsten zu geben, vor diesem Hintergrund sollt diese Zeugen mal über die Blutspende-/Transfusion nachdenken.

    Spital hat alles tiptop gemacht.
    171 10 Melden
    • meierrah 30.06.2017 19:24
      Highlight Die Zeugen Jehovas lehnen die Bluttransfusion aus Gründen ab, die rein gar nichts mit deiner Argumentation zu tun haben. Vielleicht solltest du dich zuerst darüber informieren, bevor du die "Hyperfanatiker" verurteilst.
      16 167 Melden
    • Rabbi Jussuf 30.06.2017 20:08
      Highlight Besser man weiss nicht, warum die ZJ die Bluttransfusion verweigern. Informiert man sich nämlich genauer, wird ein grandioses Chaos offenbar, das selbst gewiefte Zeugen nicht mehr überblicken. So ist z.B. praktisch jeder Blutbestandteil erlaubt, aber das ganze Blut nicht.
      Kommt dazu, dass sich diese Regelungen aus unerfindlichen Gründen immer mal wieder ändern.

      Warum das so ist, soll besser deren Geheimnis bleiben.
      68 3 Melden
    • Imfall 30.06.2017 20:39
      Highlight klär uns auf bitte...
      33 0 Melden
    • Ismiregal 30.06.2017 20:55
      Highlight @meierrah: dann klär uns doch bitte auf. Mich würden die genauen Gründe wirklich interessieren.
      43 0 Melden
    • kleiner_Schurke 30.06.2017 21:44
      Highlight Aus welchen Gründen lehnen die Jehova Freaks denn die Transfusion ab?
      35 4 Melden
    • Luesae 02.07.2017 05:52
      Highlight https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/haeufig-gestellte-fragen/was-glauben-zeugen-jehovas/
      2 6 Melden
    • Rabbi Jussuf 02.07.2017 08:48
      Highlight Luesae
      Das ist viel kompliziererter, als es die ZJ auf ihrer Seite angeben und ändert sich auch öfter mal. Wie gesagt, sind fast alle Blutbestandteile erlaubt, nicht aber das ganze Blut. Nur wissen das die meisten Zeugen nicht einmal.
      Die Verweigerung ist Bestandteil der Religion und dient alleine der Identifikation der Sektenmitglieder und der Gruppe durch Abgrenzung von der bösen Welt.
      Die Begründung ist haarsträubend, wie man unschwer erkennen kann, und pseudomedizinisch aufgepeppt.
      9 2 Melden
    • kleiner_Schurke 02.07.2017 12:04
      Highlight Misbrauch von Blut durch Blut Transfusion. Das war ja wohl im Jahre 0 fernste Zukunftsmusik. Warum das dann ein Missbrauch sein soll, ist mir weiterhin schleierhaft.
      9 1 Melden
    600
  • N. Y. P. 30.06.2017 17:16
    Highlight Die Zeugen Jehovas würden ihren eigenen Kindern Bluttransfusionen verweigern.

    Falls ich mich irre, soll sich hier ein Zeuge mitteilen.

    Und wieso müsst ihr immer zu zweit an der Türe läuten ? So, weiss ich natürlich, dass die Türe auf jeden Fall geschlossen bleibt. Ihr seid ein gschpässiges Völklein.

    So, am 9. Juli 2017 ist bei uns noch Blutspendentag.
    145 8 Melden
    600
  • Lukas Brunner 30.06.2017 17:07
    Highlight "Grüezi Herr Brunner, glaubet sie a Gott?"
    "Ja"
    Und dänn wirsch die nümme los.
    Das sollte NICHT böse gemeint sein, für die, die getriggert wurden.
    69 5 Melden
    • raphe qwe 30.06.2017 20:27
      Highlight Musst mal sagen, dass du Satanist bist. Funktioniert bei mir jedes mal.
      31 1 Melden
    • Butschina 01.07.2017 01:18
      Highlight Oder ihnen deine Bibel zeigen und erklären wieso du etwas anders siehst. Sind immer schnell weg
      9 1 Melden
    • Luesae 02.07.2017 05:43
      Highlight Und dann kommen sie jede Woche auch wenn man die Tür nicht öffnet...
      5 0 Melden
    • Butschina 02.07.2017 12:03
      Highlight Nö die haben nie mehr bei mir geklingelt.
      2 0 Melden
    600
  • Chrigu91 30.06.2017 16:32
    Highlight Selbst Schuld. Jeder kann seine Religion frei wählen.
    47 9 Melden
    • kleiner_Schurke 30.06.2017 21:46
      Highlight Und Kinder, die in solchen Familien aufwachsen. Können die auch frei wählen? Können sie frei wählen ohne sämtliche Freunde und Familie zu verlieren? Kann eine muslimische Frau frei wählen das Kopftuch nicht zu tragen? Kann ein Täufer studieren, ohne das sich seine Familie von ihm abwendet? Wie frei sind dies Leute in ihrer Wahl?
      66 3 Melden
    • Chrigu91 30.06.2017 22:33
      Highlight In der Tat sind gewisse Leute leider überhaupt nicht frei in ihrer Wahl. Da hast du leider Recht.
      38 0 Melden
    • kleiner_Schurke 30.06.2017 23:02
      Highlight Es gibt noch das hier http://www.normalnull.ch/05-Pro-Ratio/
      4 0 Melden
    600
  • hueberstoebler 30.06.2017 16:26
    Highlight sehr guet. de cheib haets ja choenne onderschribe wener sech so secher esh dasme ke bluettransfusion brucht.
    105 8 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 30.06.2017 19:33
      Highlight Haha! Von allen Argumenten das Beste
      23 2 Melden
    600
  • Vachereine 30.06.2017 16:20
    Highlight Man hätte es auch anders regeln können.
    Das Einverständnis des Zeugen Jehovas hätte man auf den planmässigen Ablauf der Operation beschränken können und ganz bewusst die Frage der Bluttransfusion ausklammern.
    So wäre der Zeuge nie gezwungen, einer Bluttransfusion zuzustimmen. Denn wenn er sie dann wirklich braucht, dann ist er bewusstlos und andere entscheiden für ihn. Und sie würden dann zurecht sein Leben retten. Niemand könnte dem Zeugen Jehovas vorwerfen, seinen Glauben verraten zu haben.
    Die Ärzte wären schuld jemandem am Leben erhalten zu haben. Dafür kommt man aber nicht in die Hölle.
    14 135 Melden
    • Fabio74 30.06.2017 18:41
      Highlight Find ich falsch. Man macht den Patienten drauf aufmerksam. Er kann entscheiden. Wenn er ablehnt, ist dies seine Sache.
      Das andere ist verlogen
      118 3 Melden
    • Lami23 30.06.2017 18:43
      Highlight So ein Unsinn. Besser mit offenen Karten spielen. Es wird den Patienten ja auch mitgeteilt, wenn man sie nicht mehr reanimieren würde, weil man die medizinische Indikation nicht für gegeben hält.
      68 0 Melden
    • bibaboo 30.06.2017 19:19
      Highlight Vielleicht nicht in die Hölle, jedoch ins Gefängnis.
      49 2 Melden
    • Tommyboy Jones 30.06.2017 19:25
      Highlight Und im Umkehrschluss hätten sich danach Arzt und Klinik verantworten müssen, weil sie den Patienten nicht sauber beraten und aufgeklärt haben? Mol mol...überzeugt,NIIIICHT
      79 2 Melden
    • pipovic 30.06.2017 19:30
      Highlight Wenn ein Patient bewusstlos ist muss der Arzt immernoch im Willen des Patienten handeln oder wenn sich der nicht geäussert hat nach mutmasslchen Willen des Patienten. Und das die Zeugen keine Bluttransfusionen annehmen ist ja bekannt. Der Arzt wäre im Notfall in einem Dilemma. Leben retten oder Patientenwunsch respektieren? Völlig richtig gehandelt in dieser Situation.
      70 2 Melden
    • Gelegentlicher Kommentar 30.06.2017 19:34
      Highlight Interessanter Lösungsansatz. Kann mir aber vorstellen, dass der Patient nicht mal dem zugestimmt hätte, wenn er für die Sache sogar vor Gericht zieht
      15 2 Melden
    • Wurst 30.06.2017 20:00
      Highlight Was vachereine beschreibt ist die Lieblingslösung für so manchen von mir befragten zeugen...

      Nur hoffen der chirurg ider Anästhesist ist kein strenger christ. Der darf dann nämlich nicht lügen... 😂
      14 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.06.2017 20:03
      Highlight bei dieser art von op, die ja nicht per se lebensbedrohlich und somit innert kürzester zeit hätte durchgeführt werden müssen, hätte man auch die möglichkeit der eigenblutversorgung in betracht ziehen können. sprich der patient spendet vorgängig sein blut um es bei bedarf dann wieder zu bekommen.
      7 16 Melden
    • bilbo 30.06.2017 20:19
      Highlight "Denn wenn er sie dann wirklich braucht, dann ist er bewusstlos und andere entscheiden für ihn. "

      Die entfernte Möglichkeit, dass dies hätte passieren können, dürfte wohl der Grund gewesen sein, dass er nicht einwilligen wollte.
      13 0 Melden
    • Vachereine 30.06.2017 21:59
      Highlight @pipovic: finde ich nicht. Wenn man mit einer List ein Leben retten könnte, es aber nicht tut, dann ist das genau so, als hätte man ihn verbluten lassen.
      In diesem Fall haben die Ärzte mit ihrer konkreten Weigerung den Zeugen Jehovas zu behandeln, gegen den hippokratischen Eid verstossen. Mit der hypothetischen Bluttransfusion hätten sie gegen den Willen des Patienten verstossen. Das ist kein einvernehmlich lösbarer Konflikt.
      In so einem Fall zählt nicht der Wille eines einzelnen, sondern der übergeordnete Willen aller, und der besagt, dass wir niemanden töten sollen, auch nicht passiv.
      7 16 Melden
    • Wurst 30.06.2017 22:26
      Highlight Wir sind alle menschen:
      Reicht bei einem notfall nicht aus, und die op dauer ist nicht ausschlaggebend und sagt über den blutverlust kaum etwas aus. Wenn der der zugang zum rücken ventral erfolgt kann zb die leber verletzt werden und dann.... gibschnellundviel!!!
      9 0 Melden
    • Lami23 30.06.2017 23:11
      Highlight Vachereine, gesetzlich sieht das aber anders aus. Der Wille des Einzelnen ist, sofern er entscheidungsfähig ist, übergeordnet. Zumindest was das Ablehnen von Massnahmen betrifft. Umgekehrt sieht es anders aus.
      12 1 Melden
    • pipovic 30.06.2017 23:20
      Highlight @Vachereine: Gegen den hippokratischen Eid wird bei jeder Abtreibung und Sterbehilfe verstossen. In der modernen Medizinethik muss man meiner Meinung primär auf die Patientenautonomie achten. Der Patient hätte wohl nicht lange mit der Klage abgewartet, wenn man ihm fremdes Blut transfundiert hätte.
      8 6 Melden
    • Vachereine 01.07.2017 18:49
      Highlight @pipovic: Die Klage wäre abzuweisen, weil dem Patienten durch die Rettung seines Lebens keine Nachteile entstünden.
      Und wollte er wegen der Transfusion nicht mehr leben, dann kann er das selber nachholen.
      Ich finde, Ärzte sollten nicht zur Beihilfe zum Mord, resp. zum Selbstmord verpflichtet sein durch eine Patientenverfügung.
      Im Zweifelsfalle zählt ein Menschenleben mehr als ein Menschenwille.
      Wäre es andersrum, dann müsste man Mord gutheissen. Das wäre das Ende der Barmherzigkeit. Dann müsste jeder sterben, nur weil ein anderer das so will.
      2 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.07.2017 20:33
      Highlight hä?

      eine etwas komische schlussfolgerung.
      3 0 Melden
    • Lami23 01.07.2017 23:06
      Highlight @ vachereine, Unsinn. Wille zählt mehr als Leben. Warum muss man bei einem 88jährigen volle Therapie machen wenn er das nicht will?
      Aber eben zum Glück ist das ja nur deine Meinung und rechtlich ist es umgekehert.
      5 1 Melden
    • Butschina 02.07.2017 12:05
      Highlight Wenn eine Person bewusstlos ins Spital kommt und keine Patientenverfügung da ist handelt der Arzt.
      2 0 Melden
    • Wurst 02.07.2017 14:39
      Highlight Lami23
      Die medizin ist zu komplex geworden als dass eine verfügung klare grenzen setzt. In der realität hat der arzt im notfall auch keine zeit erst eine verfügung zu lesen da 90sek. (Oder weniger) Verzögerung schon irreparable folgeschäden bedeuten können.

      Und wenn z.B. der Pat. Schon mit offenem thorax ohne hirnschädigung auf dem OP tisch liegt ist es faktisch mord die beatmung einfach auszuschalten... eine begonnene behandlung lässt sich nicht immer einfach unterbrechen.

      Und was machst du wenn du an einen bewusstlosen ranläufst?? Nothilfe leisten?
      2 0 Melden
    • Lami23 02.07.2017 14:55
      Highlight Ja er handelt und zwar so wie er es medizinisch für indiziert hält und nicht im Sinn von "Leben über alles".
      1 0 Melden
    • Vachereine 02.07.2017 17:41
      Highlight Man sieht nun, worum es sich eigentlich dreht.
      Der Arzt kann gar nicht anders handeln, als nach seinem Gewissen.
      Manchmal steht sein Gewissen im Konflikt mit dem seines Patienten.
      Wer von beiden hat dann das Recht vom anderen zu verlangen wider dessen Gewissen zu handeln?
      Wenn der der Arzt nach bestem Gewissen ein Leben rettet, auch gegen den Willen des Geretteten, dann hat der Arzt richtig gehandelt, denn der Wille des Patienten ist nicht absolut, er kann Produkt des heilbaren Leidens sein! Z. B. wenn die Schmerzen und die Verzweiflung unüberwindbar scheinen, sie es aber nicht sind.
      0 4 Melden
    • Wurst 02.07.2017 19:51
      Highlight Lami23
      Also: du bist an einem open air, 30 Grad, vor dir kippt einer in der menge um, sein herz steht still....

      Beginnst du mit der reanimation und nimmst mit 75% sicherheit in kauf das er ein leben mit masiver hirnschädigung und totaler pflegeabhängigkeit weiterleben muss ohne aussicht auf ein stück autonomie oder lässt du es mit der reanimation sein und bestiehlst einen jungen dessen leben gerade erst anfängt um seine 15% chance einer grandiosen zukunft.

      So funktioniert 'arztsein'!
      2 1 Melden
    • Lami23 02.07.2017 20:14
      Highlight Doch der Wille des Patienten ist im Bezug auf das was er nicht will absolut, solange er urteilsfähig ist. Aber ich sehe schon, bei dir will dass nicht so richtig verstanden werden.
      2 0 Melden
    • Vachereine 02.07.2017 21:19
      Highlight @Lami: Kein Wille gilt absolut, ausser vielleicht Gottes Wille.
      Jeder muss seinen Willen der Gemeinschaft unterordnen. Jeder hat gerade soviel freien Willen, wie ihn keiner daran hindert. Man denke an Vergewaltiger und Mörder. Ihr Wille zählt nicht, weil die Gemeinschaft das nicht zulässt.
      Menschen können zu ihrem eigenen Wohl entmündigt werden, d.h. ihres Willens beliebig entmächtigt werden. Psychiatriepatienten darf von Rechts wegen jede Selbstbestimmung entzogen werden (s. Fürsorgerische Unterbringung). Es stimmt nicht, dass der Wille des Patienten in unserer Gesellschaft absolut gilt.
      0 1 Melden
    • Lami23 02.07.2017 21:32
      Highlight Ich bin davon ausgegangen, wir reden hier vom In hospital setting und von der Situation wenn der Patient seinen Willen äussern kann. In so einer Situation wie von dir beschrieben muss, sofern zumutbar, natürlich reanimiert werden.
      0 1 Melden
    • Wurst 02.07.2017 22:01
      Highlight Der notfall kann eben auch bei der routinemässigsten untersuchung, nicht mal behandlung, eintreffen...
      1 0 Melden
    • Lami23 02.07.2017 23:05
      Highlight Dann wurde aber vorher mit dem Patienten besprochen, was sein Wille in so einer Situation wäre. Koro, Gastro etc.
      1 1 Melden
    • Lami23 02.07.2017 23:11
      Highlight Vaereine, wir reden hier über medizinische entscheidungen,, nicht darüber ob ich lust habe in Gefängnis zu gehen oder eben nicht.
      Ausserdem schreibe ich ja, nur wenn der Patient entscheidungsfähig ist, dass ist er mit einer schweren psychischen Erkrankung nicht.
      Ich sage nur der entscheidungsfähige Patient darf von rechts wegen jede Behandlung ablehnen.
      1 0 Melden
    • Vachereine 03.07.2017 10:38
      Highlight @Lamir:
      Die Crux liegt darin, dass in vielen Fällen der Patient eben nicht entscheidungsfähig ist, sei es, weil die Krankheit, oder die Verletzungen ihn der Zurechnungsfähigkeit berauben, oder sei es, weil der Patient mangels Fachwissen, die Behandlung und deren Folgen für ihn nicht abwägen kann, oder schlicht keine Zeit bleibt für Gerede. Dann entscheidet immer der Arzt für den Patienten nach bestem Wissen und Gewissen, auch wenn er empfiehlt, statt befiehlt.
      Den Ärzten darf nicht ein Strick daraus gedreht werden, wenn sie ein Leben zuviel gerettet haben.
      Das wäre mörderisch absurd.
      2 0 Melden
    • Lami23 03.07.2017 11:58
      Highlight Wie bereits mehrmals gesagt, ich rede von jener Situation wenn der Wille oder mutmassliche Wille des Patienten klar ist.
      Und dass das "viel" vorkommt, das man überhaupt nichts weiss ist schlicht Unsinn. Ich arbeite auf einer Intensivstation.
      Mangelndes Fachwissen ist kein Grund, dass der Patient nicht selber entscheiden dürfte!
      2 0 Melden
    • Lami23 03.07.2017 12:10
      Highlight ps: Nein wenn der Patient nicht entscheidungsfähig ist entscheidet nicht der Arzt, sondern die Angehörigen.
      1 1 Melden
    • Wurst 03.07.2017 14:43
      Highlight Also ich würde bei einem mit oesophagusvarizen keine gastro machen wollen wenn der fremdblut ablehnt... stell dir die sauerei mal vor!

      Blick:
      BERN: PATIENTE VERBLUTET BEI ROUTINEUNTERSUCHUNG IM UNISPITAL!
      0 0 Melden
    • Lami23 03.07.2017 16:52
      Highlight Musst du ja auch nicht. Also wo ist das Problem?
      0 1 Melden
    • Wurst 03.07.2017 19:36
      Highlight Genau! Und wenn dann so eine Varize unbehandelt zu bluten beginnt...
      1 0 Melden
    • Vachereine 04.07.2017 09:56
      Highlight @Lami: Ein Arzt kann nicht in jedem Fall den Willen des Patienten befolgen. Dann nämlich, wenn der Wille des Patientem seinem eigenen Gewissen, oder der öffentl. Moral widerspricht.
      Ein Arzt muss also in jedem einzelnen Fall sein Gewissen prüfen und sich fragen: Muss, darf, kann und soll ich den Patientenwillen befolgen? Ist es besser, ich werde dafür verurteilt, ihn nicht behandelt zu haben, oder dafür, ihn verblutet zu lassen haben, oder dafür, eine Patientenverfügung missachtet zu haben?
      Für mich ist das klar: Ein missachteter Wille zählt nichts im vergleich zu einem vernichteten Leben.
      0 0 Melden
    • Lami23 04.07.2017 12:39
      Highlight Ich wiederhole mich jetzt zum letzten Mal: Es ist egal was für dich klar ist. Gesetzlich ist es vorgeschrieben, dass der Wille des Patienten bezüglich dem, was er nicht will, gilt, solange er entscheidungsfähig ist. Der Patient darf verbluten, wenn er dass will, das Gewissen des Arztes ist dsbei egal! Tun sie bei uns auch.
      So und jetzt habe ich mich genug wiederholt, ich bin raus.
      1 0 Melden
    600

Ständerat will Pädophilen-Initiative mit einem Gesetz umsetzen

Der Ständerat will die Pädophilen-Initiative nicht direkt anwenden. Die Mehrheit ist der Auffassung, dass es dafür ein Gesetz braucht. Am Montagnachmittag ist die kleine Kammer auf die Vorlage eingetreten.

Die Änderung des Strafgesetzbuchs soll den im Mai 2014 angenommenen Verfassungsartikel konkretisieren. Dieser verlangt, dass Personen, die wegen Sexualdelikten an Kindern oder abhängigen Personen verurteilt wurden, nie mehr eine berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit mit Minderjährigen …

Artikel lesen