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Eine Million Gründe, warum ich nie wieder an ein Konzert gehen werde

bild: ethno multimedia

Danke, aber nein danke.

20.05.17, 11:52 20.05.17, 14:25

Die Zeit zwischen der Bestellung des Tickets und dem Tag, an dem das Konzert tatsächlich stattfindet, ist exakt der Abstand, den ich brauche, um jegliches Interesse an dem Event zu verlieren. Selbst wenn es sich dabei um VIP-Backstage-Pässe für Drake handelt.  

Jedes Mal, kurz vor einem Konzert, bin ich ganz plötzlich müde und lustlos. Ausreden fluten meinen Kopf, die starke Periodenschmerzen triggern. Ich würde gerne ein Schokoladeneis essen, in der Badewanne. Oder ein Essay über Ketchup schreiben. Alles wäre besser, als jetzt eine Hose anzuziehen.  

Dabei hat der verstauchte Knöchel nach dem Pogen einst nach Freiheit geschmeckt. Und der säuerliche Wein für 5 Franken, den man vor Einlass mit seinen zwei besten Freunden exte, auch. Selbst das Halsweh am nächsten Tag hat man für zwei verpixelte Selfies bei Sum41 in Kauf genommen.

In der Halle musste man erstmal eine halbe Stunde anstehen, um die Jacken abzugeben. Danach folgten: eine halbe Stunde auf dem Klo, eine halbe Stunde an der Bar. Wenn man Glück hatte: Weisswein für 12 Franken – und 30 Minuten unerwiderte Bewunderung.  

Klingt nach dem Highlight des Jahrhunderts. Nicht.

bild: pixabay

Konzerte sind neben der ständigen Erreichbarkeit auf Twitter eine weitere Sache, von der ich mich 2017 verabschieden werde. Wenn ich gute Musik hören möchte, mache ich das zuhause über meine Anlage (lieben Gruss an meine Nachbarn!). Auf dem Weg zu Terminen übers iPhone («Wo zur Hölle sind meine In-Ears, David?») und – wenn es sein muss – lass ich mich auch mal zu einer ordentlichen Eskalation hinreissen. Ich soll schliesslich nicht umsonst in Berlin gewohnt haben.  

Aber Massenkonzerte? Inzwischen zähle ich zu den Stubenhockern, die sich ihre Lieblingsmusiker und Musikerinnen bevorzugt zeitverzögert bei einer ARTE-Erstausstrahlung reinziehen, statt in einer dreifachüberbuchten Mittelklassehalle.

Spiessig kann so geil sein.  

Nicht ich.  bild: pixabay

Erst letztens habe ich wieder den Fehler gemacht und bin zu einem Konzert dieser gehypten Indie-Bands gegangen, für das man früher ohne mit der Wimper zu zucken eine vierzigminütige Anfahrt mit dem Fahrrad aus Kaffhausen in Kauf genommen hätte. Ich bin (absichtlich) zu spät dran, gebe meine Jacke nicht ab und hole mir: Überraschung, nichts zu trinken. «Die Stimmung muss genügen!», lüge ich mir ins Gesicht.  

Direkt hinter mir steht dann Lars, der seiner Freundin Ann-Kathrin einen Platz freihält (no joke), während ich von einem Typ, nennen wir ihn Klaus, mit Bier angeschüttet werde. Unabsichtlich natürlich, wir sind hier schliesslich nicht auf Mallorca. Auch wenn das enge Treiben meiner deutschen Mitmenschen stark an das Gedrängel am All-Inclusive-Hotelpool erinnert. Immer muss man Erster sein. Und wer zuletzt kommt, «der sieht halt nüsch».  

Ich strenge mich an, von dem Hüftschwung der vier Jungs auf der Bühne genauso angetan zu sein wie mit 17. Ihr merkt schon: hat nicht so gut funktioniert. In der harten Realität des Musikbiz werden einst verschmähte Indie-Bands genauso grössenwahnsinnig und arrogant wie alle Berühmtheiten mit Kleinstaatenproblematik. Das Höschen behalte ich bei mir. Ich wäre ohnehin zu faul, es auszuziehen. Eine halbe Stunde vor Ende zwänge ich mich an den leuchtenden Augen der Gebliebenen vorbei und atme erstmal tief die Luft des Abends ein, bevor ich mich auf die Heimfahrt mache. 

Ich resümiere: Konzerte sind etwas für Menschen, die gerne Musikjournalisten geworden wären und sich für eine Titelstory bei der Spex den kleinen Finger abschneiden würden.

Die, die sich wochenlang darauf freuen, dieselben Tracks wie sonst auch live vorgespielt zu bekommen – für dieses besondere Fan-Gefühl, das man verzweifelt versucht mit mitgenommenen Merchandise-Artikeln am Leben zu erhalten. Es sind Menschen wie Steffen und Luise, die Händchen halten bei Annenmaykantereit und mit geschlossenen Augen mitsingen.  

Abseits davon sind Konzerte in den meisten Fällen nichts für Menschen, die gerne den ganzen Tag alleine Magazine im Bett lesen und dabei Opern hören. Ich will liegen, ich will essen, ich will neben einem sonst sehr erfüllten Leben (OK!) abends gottverdammt meine Ruhe haben und nicht mit 4828844 Horsten und Horstinnen schwitzen und zusammen an unseren Pullovern riechen.  

Wer bereit ist, die eigene Miete zu bezahlen, muss keine Freiheit mehr schmecken. Er besitzt sie.

Danke, aber nein danke.

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  • obi 22.05.2017 09:38
    Highlight 1. Ganz klar: Konzerte sind nichts für Leute, die sich schlicht zuwenig für Musik interessieren. Dies ist nicht wertend gemeint - die meisten Leute mögen Musik, aber nicht alle sind musikalisch im dem Sinne, dass sie ein Konzert lang davon aufgesogen werden können, dass sie die Zeitspanne lang die Aufmerksamkeit halten können.
    32 3 Melden
  • obi 22.05.2017 09:38
    Highlight 2. Konzerte sind nichts für die Generation Ich. Zitat: "ICH will liegen, ICH will essen, ICH will abends gottverdammt meine Ruhe haben".

    24 3 Melden
  • obi 22.05.2017 09:38
    Highlight 3. Leider ist eine Haltung wie die Deine eine der Gründe dafür, dass es für etliche junge talentierte Acts immer schwieriger wird, eine Fan-Basis aufzubauen. Ein bisschen mehr Bereitschaft, auf etwas einzugehen, ein bisschen mehr Unternehmungslust etc. würde vielen jungen Bands dringend nötigen Support geben. Und wenn die Band scheisse ist, kann man ja wieder gehen.
    22 5 Melden
  • JoeyOnewood 22.05.2017 06:14
    Highlight Konzert ist nicht gleich konzert. Die Schweiz hat eine unglaublich hohe Dichte an Non-Profit-Musikclubs mit zum Teil sensationellen Bands. Halt eher die hippen von morgen statt heute. Die Ticketpreise sind fair und auch den Wein gibts für ca. 5 Stutz. Und ab und zu erwischst du eine tolle Band bevor sie gross und arrogant werden ;-) http://www.petzi.ch/index.php?page=members&locale=de
    6 0 Melden
  • rainbowWarrior 22.05.2017 01:48
    Highlight Geht es bei Konzerten nicht eher um ein Massenerlebnis? Stampede Style! Die Qualität der Musik ist dabei sekundär.

    Mein geilstes Konzert: 1995 Rolling Stones, PRAG, Backstage mit meinem Vater, der sich seit den 60ern, damals noch hinter dem eisernen Vorhang, gewünscht hatte die Stones zu sehen.

    Das Geilste: 120'000 schreien, jolen, toben. Die Stones betreten die Bühne, als seilich ein Konvoi schwarzer Audi Limousinen hinter die Bühne fährt.

    Vaclav Havel, tschechischer Präsident fährt ein um den ersten Song zu hören.

    Und ich mit Papa mittendrin statt nur dabei!!!
    9 2 Melden
  • Favez 20.05.2017 17:23
    Highlight Versuchs mal mit einem guten Konzert in einer kleinen Location.
    42 1 Melden
    • Bianca_Jankovska 21.05.2017 15:36
      Highlight Dass ich letztens Spaß bei Mile Me Deaf hatte, hätt den Text kaputt gemacht. Aber danke für den Tipp!
      6 8 Melden
  • dommen 20.05.2017 14:45
    Highlight Kenn ich. Aber wenn man mal da ist, ist es meistens bombe
    31 3 Melden
  • Wolf2000 20.05.2017 14:23
    Highlight Mein letztes Konzert war in Basel (Pink Floyd).....Glaube kaum das es was besseres gibt. Und nun bin ich zu alt für so was.
    24 9 Melden
    • Qui-Gon 20.05.2017 23:24
      Highlight 1994? Das war edelst.
      12 0 Melden
  • Bluespicker 20.05.2017 14:22
    Highlight Die kleinen bringen's, hier in Züri Hafenkneipe, La Catrina (war mal) und immer wieder El Lokal
    35 1 Melden
    • Abraxas 21.05.2017 17:02
      Highlight Word!
      0 2 Melden
  • Rhabarbara 20.05.2017 14:17
    Highlight Hatte auch gedacht so yeah schau mir wizo nach 17 jahren nochmals live an...grösster fehler ever....jenu
    7 4 Melden
    • SanchoPanza 20.05.2017 19:22
      Highlight ging mir auch so...

      Hatte gleich heute noch so einen Moment mit nem Videoclip von Rancid... War schon vor 15 Jahren entäuscht an nem Konzert von ihnen, aber die alten aufgedunsenen Säcke zu sehen jagte mir einen kalten Schauer den Rücken runter 😅
      3 3 Melden
  • Emperor 20.05.2017 14:07
    Highlight In der Oper mal ne RUnde pogen, da wär ich voll dabei ^^.

    Aber irgendwie setzt die Autorin ein bisschen die falschen Schwerpunkt, ich gehe nicht an ein Konzert, weil ich irgendwelche leute auf der Bühne anhimmeln will, ich will die Leistung fühlen, die diese Leute vollbringen, ein Teil von etwas sein, die Musik spüren, am besten mit ein paar guten Kollegen. Das ist etwas, was einem keine CD und keine Wohnung geben kann, etwas wo man sich voll hingeben kann, etwas spezielles.
    123 6 Melden
    • Rhabarbara 20.05.2017 19:59
      Highlight Pogo in togo!
      6 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.05.2017 14:00
    Highlight Täusche ich mich, oder lese ich tatsächlich immer öfter Artikel der Art "I'm too old for that crap."
    Dieses Gefühl scheint irgendwie Teil des aktuellen Zeitgeistes zu sein. Ich schliesse mich dabei selbst nicht aus. Vieles vom Geschriebenen trifft auch auf mich zu. Trotzdem frage ich mich, woher diese Stimmung kommt und wie sie es schafft, eine ganze Generation einzunehmen.
    101 1 Melden
    • moontraveller 20.05.2017 18:42
      Highlight Das gabs schon immer. Irgendwann fühlt sich jeder älter. Nur sind wir die erste Generation die dieses Gefühl via social media mit anderen teilen können. Gabs ja früher nicht ;)
      20 0 Melden
    • Qui-Gon 20.05.2017 23:29
      Highlight If you think that you are too old to rock'n'roll, then you are..
      Lemmy (RIP)
      28 1 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 20.05.2017 23:52
      Highlight Das ist Übersättigung. Eine normale Entwicklung im ewigen konsumgetriebenen Kapitalismus. Man konsumiert, hat das Gefühl man sei nun voll dabei, oder auch etwas Besonderes. In Tat und Wahrheit ist es nur Konsum. Das Geld im Wirtschaftskreislauf halten.

      Aber im Rausch der Droge (Geld, Konsum) merken viele gar nicht, dass da etwas komisch ist. Capitalism Detox hilft. Try it!
      19 3 Melden
    • Bianca_Jankovska 21.05.2017 15:37
      Highlight "I'm too old for that crap." - merk ich mir gleich als Arbeitsmotto fürs erste Buch. Ist halt wirklich so.
      3 6 Melden
  • owlee 20.05.2017 14:00
    Highlight Wow, da ist aber jemand hässig 😦
    29 4 Melden
    • Bianca_Jankovska 21.05.2017 15:37
      Highlight Part of my job!
      5 4 Melden
  • Frau F 20.05.2017 13:54
    Highlight liebe autorin, du gehst an die falschen konzerte. wenn dann besser ab in die kleineren clubs des vertrauens, eine grossartige (aber evtl noch nicht in's stadion gehypte) band anschauen, die nicht mit pomp dafür unvorhergesehenem überrascht.
    53 2 Melden
  • whatthepuck 20.05.2017 13:29
    Highlight Damit tust du vielen guten Konzerten unrecht. Wäre doch schade, wenn du dir diese in Zukunft entgehen lässt.

    Mit Konzerten sehe ich das wie mit Essen oder Filmen; wer auf schlechte Konzerte geht, ist selber schuld. Halt einfach nur auf die guten gehen. Und ja, das kann man schon vorausahnen. Der allgemeine Hype lässt das Publikum erahnen, die Location lässt die Stimmung/das Gequetsche vorausahnen... gewisse Zutaten stehen für schlechte Konzerte.

    Ich geh nur noch auf kleine Clubkonzerte oder grosse Stadionkonzerte. Das Zeugs in den Hallen für mittelgrosse Hypebands ist es mir nicht wert.
    30 3 Melden
    • Bianca_Jankovska 21.05.2017 15:37
      Highlight "Damit tust du vielen guten Konzerten unrecht. Wäre doch schade, wenn du dir diese in Zukunft entgehen lässt." -> ist ja nur ein Text, ergo ein klitzekleiner Ausschnitt des tatsächlichen Lebens :)
      4 8 Melden
  • Stichelei 20.05.2017 13:25
    Highlight Kann dir alles bestens nachfühlen. Und das Frustrierendste dabei ist: Es gibt kaum Bands, die in einem Stadion oder einer grossen Halle auch nur annähernd den Sound der Studioaufnahme bestätigen können. Manchmal denke ich, Schwerhörigkeit ist Grundvoraussetzung, ein Mischpult zu bedienen. So sind gut abgemischte Konzerte leider Mangelware. Am ehesten trifft man sowas noch in Clubs und kleinen Lokalen. Dort sind auch die übrigen von dir beschriebenen Begleiterscheinungen nicht so prominent vorhanden.
    13 13 Melden
    • moontraveller 20.05.2017 18:47
      Highlight Ganz so einfach wie du dir das vorstellst ist es leider nicht. Im Studio spielen die Musiker ihre Tracks nacheinander in Räumen mit idealer Akustik ein. Anschliessend kann der Toningenieur Stunden mit dem Mastering verbringen um ein perfektes Resultat zu erzielen. Live sieht es anders aus: Alle stehen gemeinsam auf der Bühne und dröhnen sich mit Verstärkern, Schlagzeug und Monitoren gegenseitig die Mikros zu, die Veranstaltungsräume sind selten akustisch Ideal, das Publikum lärmt und man hat nur einen Versuch. Die Live-Techniker sind keine Idioten, sie kämpfen nur mit anderen Voraussetzungen..
      23 3 Melden
    • Stichelei 21.05.2017 11:11
      Highlight @moontraveller: Aber an Events wie z.B. Sonisphere sind die akustischen Voraussetzungen für alle gleich. Und trotzdem schaffen es die Tontechniker von z.B. Rammstein, den Sound ihrer Band perfekt abzumischen, während man bei anderen Gruppen am selben Event mit einer undefinierbaren Akustikwand konfrontiert wird.
      8 0 Melden
    • Alpöhy 22.05.2017 00:33
      Highlight Ähm, aber wenn ich richtig informiert bin, ist das Sonisphere ein Open Air, da ist es schon mal wesentlich einfacher einen guten Sound hinzukriegen, als in einer Halle. Das es dann bei div Bands auch dort nicht gut klingt, kann viele Gründe haben: Band spielt schlecht und aneinander vorbei, da kann auch der beste Techniker nichts mehr machen. Habe z.B Queens of the Stoneage oder Soundgarden mehrmals gesehen. Einmal Supersound, Band spielte hervorragend und tight, absoluter Tiefpunkt: Soundgarden Rote Fabrik, 90er Jahre, Band volle Kanne zugedröhnt und genauso hat es geklungen...
      2 1 Melden
    • Alpöhy 22.05.2017 00:39
      Highlight Zu Rammstein: Rammstein ist wohl momentan das Bühnentechnisch beste, das du dir reinziehen kannst (kann zwar mit der Musik nichts anfangen). Die Junges haben aber wohl auch die Beste Technikcrew, die momentan in Europa zu haben ist und die ist dann halt nicht für alle zu haben. Dann gibts noch die üblichen Soundprobleme: Band auf Tour, ganze Crew Grippe (schon mal versucht mit Erkältung oder Ohrenschmerzen zu mischen?), ganze Crew ausgebrannt weil zu viele Shows pro Woche auf Tour, technische Probleme und und und... aber natürlich gibts auch Techniker mit Tomaten auf den Ohren...
      2 1 Melden
    • Stichelei 22.05.2017 16:55
      Highlight @Alpöhi: Ja sonisphere ist openair. Aber Rammstein war auch im Hallenstadion Spitze (aber das weisst du ja schon😉). Da hingegen war Metallica Schrott, die aber danach an der sonisphere im St.Jakobpark in Basel einen Supersound geliefert haben. Also ja, ich denke, es ist auch für richtige Profis schwierig, gut abzumischen. Aber wenn man dann CHF 150 bezahlt, nervt es schon, wenn's dann mit dem Sound gar nicht klappen will. Und ich habe leider in der Mehrzahl solche Konzerte gesehen.
      0 0 Melden
  • SuicidalSheep 20.05.2017 13:17
    Highlight Du hast einfach den falschen Musikgeschmack / gehst an die falschen Konzerte.

    Auch mit 30 geh ich noch liebend gerne an Konzerte von Metallica, Green Day, Korn und was auch immer. Und dann wird 2h mindestens geheadbangt und kräftig in Circle Pits mitgemacht. Und dazu Bier getrunken (wer trinkt schon Weisswein an einem Konzi, wtf?)
    71 9 Melden
    • Bianca_Jankovska 21.05.2017 15:41
      Highlight Ich empfinde meinen Musikgeschmack eigentlich als ganz gut, sonst wär es ja nicht meiner ;). Wir haben allerdings einen unterschiedlichen Geschmack, fürchte ich. Favoriten aktuell: das neue Album von Feist, Mile Me Deaf, Girl Band, Kelela, Queens of the Stone Age, Radiohead, Austra gehen immer,... bei Green Day war ich spätestens raus.
      3 8 Melden
    • blobb 21.05.2017 17:42
      Highlight Ich steh auf geile Live-Bands, höre sie aber nur ab CD. *eyeroll*
      4 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.05.2017 13:06
    Highlight Erst dachte ich du bringst ein penetrantes pladoyer gegen kindisch im erwachsenenalter sein... und wolltest deine reife und vernunft in den mittelpunkt rücken.

    Aber spätestens bei 'Erstaustrahlung auf Arte' hast du mein uneingeschränktes Einverständnis. Einzig für die Stones im Hydepark haben sich die strapazen nochmals gelohnt... 🥃
    8 3 Melden
    • Bianca_Jankovska 21.05.2017 15:41
      Highlight "Aber spätestens bei 'Erstaustrahlung auf Arte' hast du mein uneingeschränktes Einverständnis." <33 bester Kommentar.
      5 7 Melden
  • Gelöschter Benutzer 20.05.2017 13:05
    Highlight Ich gehe auch dieses Jahr wieder nach Wacken. Obwohl ich altersmässig nicht mehr gerade so für Open Airs geeignet bin. Nichts Schöneres als wenn dir am nächsten Tag die Ohren dröhnen. Bang your head.
    27 4 Melden
    • Qui-Gon 20.05.2017 23:37
      Highlight Auf's Stichwort, lieber ans BYH, Wacken ist mir zu große und zu überdreht.
      2 0 Melden
  • Thomas Bollinger (1) 20.05.2017 13:04
    Highlight Das Problem scheint mir hier die Band- und Ortsauswahl zu sein. Hier in Bern erlebe ich viele erstaunliche Konzerte internationaler KünstlerInnen. Aber nicht im Stadion und nicht auf dem Gurten. Und nicht von Indiebands oder Mundartgruppen sondern Funk, Jazz, RnB. Das passt dann für mich als Ü50 perfekt.
    18 0 Melden
  • poga 20.05.2017 12:53
    Highlight Also wenn ich 80ig bin wird es mir wohl gleich ergehen.....
    22 1 Melden
    • Herpes Gigant 21.05.2017 10:08
      Highlight Achtzigig?
      9 2 Melden
  • draco volans 20.05.2017 12:38
    Highlight Oder ein jazz konzert mit mehr musiker auf der bühne als zuschauer im raum.
    Sitzend an einem tisch mit wein.
    10 3 Melden
  • Luca Brasi 20.05.2017 12:28
    Highlight Ab in die Oper!

    ;D
    61 3 Melden
  • Colourreader 20.05.2017 12:27
    Highlight Na ja, oder man zieht sich die Stiefel und das Jeansgilet an und geniesst einen lustigen Abend mit Freunden :-)
    Konzerte sind wohl in erster Linie Geschmacks- und in zweiter Linie Alterssache. Für mich sind gute Konzerte noch auf ganzer Linie eine geile Sache :-) Aber volles Verständnis wenn sie dir nicht mehr liegen.
    75 1 Melden
    • The fine Laird 20.05.2017 12:50
      Highlight Gute Konzerte sind doch immer gut, oder nicht?😉😉😉
      4 0 Melden
  • Raembe 20.05.2017 12:23
    Highlight Du gehst eindeutig an die falschen Konzerte. Nicht alle Interpreten in grossen Stadien spielen nur 40min.
    Green Day z.B haben im Hallenstadion knapp 2h ohne Pause durchgespielt.

    Klar wurde vieles teurer aber das ist wohl der einzig erlaubte Kritikpunkt. Ausserdem kann man ja vortrinken wenn man will.

    Idioten gabs schon immer an Konzerten und das man Bier angespritzt kommt, ist auch nix Neues.

    Ich bin auch keine 17 mehr, empfinde Konzerte auch anders als damals. Aber d.h. nicht das ich nicht mehr pögen und laut mitsingen will. Solche Momente geniess ich mittlerweile mehr als früher.

    75 10 Melden
  • fischbrot 20.05.2017 12:22
    Highlight Nice 😂
    13 5 Melden
  • BLCNY 20.05.2017 12:12
    Highlight See you @ BogenF - Portugal. the Man!😉 oder was hast du heute für eine Ausrede?😅
    16 3 Melden
    • phreko 20.05.2017 13:07
      Highlight BogenF, der Eintrittspreis.
      0 0 Melden
    • Yelina 20.05.2017 23:41
      Highlight Mein Weckton ist ein Song von Portugal. The Man 😶
      0 2 Melden
    • Luki Bünger 21.05.2017 09:10
      Highlight Portugal. the Man, die Band ;)
      0 1 Melden
  • Hanjo 20.05.2017 12:10
    Highlight Ich schliesse mich an, dass ich zu alt für Massenkonzerte bin, aber dort fand ich eh nur selten etwas was mich musikalisch hinzog und die paar Musiker für welche ich die Strapazen auf mich genommen hätte sind nun eh tot... Aber was spricht gegen ein gemütliches Club-Konzert wo man je nachdem nachher noch mit dem Künstler ei Bierchen trinken kann?
    75 3 Melden
  • Mr.President 20.05.2017 12:06
    Highlight Fühl ich genauso! Freien Tag: entspannen, chillen auf dem Sofa, Klavier Musik hören und etwas zeichnen = ein Traum!
    26 14 Melden
  • SanchoPanza 20.05.2017 11:58
    Highlight #biancaistalt
    38 8 Melden
    • Bianca_Jankovska 21.05.2017 15:41
      Highlight #isso
      4 4 Melden

Die besten Facebook-Fails, bei denen man sehnlichst hofft, dass sie nicht echt sind

Allen Kritiken zum Trotz ist Facebook eine Fundgrube für menschliche Ausrutscher. Wer jetzt schon am Verstand der Mitmenschen zweifelt, soll sich einfach einreden, dass die Kommentare frei erfunden sind – ist ohnehin nicht auszuschliessen.

Der Grossteil der Fails wurde uns vom Unterhaltungs-Blog Webfail zur Verfügung gestellt.

Via Webfail   ¦   Via Socialfail

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