Facebook
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Wenn du (noch) bei Facebook bist, lohnt sich ein Blick in dein Datenarchiv ... screenshot: facebook

So einfach findest du heraus, was Facebook ALLES über dich gespeichert hat

Ein Selbstversuch.

18.03.18, 14:29 19.03.18, 06:29


Ja, ja, Facebook ist ein Datenkrake.

Weiss man längst – und sieht sich halt vor.

Keine allzu persönlichen Dinge preisgeben, zurückhaltend sein beim Posten von Fotos und den Kreis der Empfänger eingrenzen (= «bestimmten ‹Freunden› nicht zeigen»).

Habe ich alles getan, und einiges mehr, um meine Privatsphäre (und die meiner Liebsten) so gut es geht zu schützen.

Die Facebook-App habe ich deinstalliert. Auf allen Mobilgeräten. Mein Facebook-Profil rufe ich nur noch über die mobile Webseite auf. Das ist zwar ein bisschen weniger bequem, wenn es um neue Postings geht, aber dafür habe ich ein besseres Gefühl, weil mich das Unternehmen nicht auf Schritt und Tritt überwacht und nicht auch noch meine Bewegungsdaten kriegt.

(Dem Facebook Messenger verweigere ich mich beharrlich. Aber WhatsApp hält sich hartnäckig auf dem Handy. 🙈)

Doch zurück zu Facebook und den Daten, die der US-Konzern in den letzten Jahren über mich sammeln konnte: Schon länger ist es sehr einfach, diese Daten einzusehen. Oder zumindest den Teil der Daten, den Facebook freiwillig preisgibt.

So einfach geht's

Man meldet sich bei Facebook an, am bequemsten von einem Laptop oder PC aus. Dann ruft man die Einstellungen auf und findet dort unter den Allgemeinen Kontoeinstellungen die Option «Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter».

Draufgeklickt und schon geht's los.

Keine Viertelstunde später (es kann auch länger dauern!) benachrichtigt mich Facebook per Mail, das meine Daten heruntergeladen werden können. MEINE Daten. Mein SCHATZ!

«Warnung: Diese Datei kann private Informationen enthalten. Du solltest sie sicher aufbewahren und Vorsichtsmaßnahmen treffen, wenn du sie speicherst oder verschickst oder in einen anderen Dienst hochlädst.»

quelle: facebook-hilfe

Die Daten kommen als ZIP-Datei. Darin enthalten sind vier Ordner und eine HTML-Datei namens index.htm. Nun muss man sie nur noch per Doppelklick öffnen und kann über den Web-Browser auf ein Verzeichnis mit sämtlichen Daten zugreifen.

Die Facebook-Hilfe listet hier alle Daten-Kategorien auf und erklärt in verständlichen Worten, um was es sich handelt.

Weisst du noch?

Was sich aus nostalgischen Gründen lohnt, ist die Chronik. Da kann man ganz nach unten scrollen, zu den Anfängen des eigenen Facebook-Lebens. Und sieht dort säuberlich aufgelistet, wer die erste «Freundin» oder der erste «Freund» war.

Wenn man es ganz genau wissen möchte, wie das damals bei deiner ersten Anmeldung bei Facebook lief, geht man zu Sicherheit und scrollt wiederum ganz nach unten.

Aufschlussreich ist auch der Bereich Ads. Hier geht es um die Werbeanzeigen, die mich angeblich interessieren. Und ich finde heraus, welche Firmen meine «Kontaktinfos» haben:

Keine Ahnung, wie das zustande kam ...

Im Werbeverlauf finden sich lediglich zwei Einträge. Demnach habe ich erst kürzlich auf eine Pulitzer-Preis-verdächtige Werbeanzeige geklickt. Titel: Ein Typ belästigt Frau auf Festival und kriegt sofort die Rechnung dafür.

Ich mag «Instant Karma». Und werde beim weiteren Stöbern durch meine Datenhalde auf dem falschen Fuss erwischt ...

Der Teufel steckt im Detail

Es gibt Dinge, auf die kann man bei Facebook stolz sein, oder man muss sich zumindest nicht dafür schämen. Und dann gibt es andere Bereiche, oder soll ich Abgründe sagen?

Wir alle haben unsere virtuellen Leichen im Keller. Aber es kann schon ernüchternd sein, so Schwarz auf Weiss.

Zum Glück gibt's da noch den Menüpunkt Friend Peer Group. Da steht bei mir tatsächlich «Established Adult Life».

Facebook weiss also, dass ich erwachsen bin.

Dann ist's ja gut! 😉

Du suchst Gründe, Facebook den Rücken zu kehren?

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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52
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52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • picknicker86 19.03.2018 16:23
    Highlight Ich habe meine Daten aus Neugier mal runtergeladen. In der index.htm erscheinen unter "Kontaktinformationen" viele meiner zum Teil ehemaligen Telefonkontakte. Scheinbar habe ich Facebook zu einem früheren Zeitpunkt mal Zugriff auf mein Adressbuch gegeben. Weiss jemand wie ich diese Kontakte löschen kann, resp. wo diese online einzusehen sind?
    2 0 Melden
    • picknicker86 20.03.2018 13:53
      Highlight Hoppla, dämfal bin ich wohl richtig am Arsch!
      3 0 Melden
  • Therealmonti 19.03.2018 02:31
    Highlight Ivh weiss, jch wiederhole mich: Je doofer desto Facebook. Anders gesagt: Selber schuld , wer bei Facebook mitmacht.
    8 2 Melden
  • franzfifty 18.03.2018 21:57
    Highlight Die Realität ist anders: Es interessiert die Mehrheit eh nicht. Jeder hat Facebook, WhatsApp und Instagram. Ich habs auch schon aufgegeben, den Leuten was zu sagen. Es kümmert sie nur, was sie interessiert und nicht wenn jemand Bedenken hat. Deshalb habe ich auch schon die Nummer gewechselt und nicht mehr weitergegeben. Aber wieviele Male kam dann jemand: "ich krieg werbe SMS, was kann ich tun, es nervt".. Meine Antwort:..."sorry, muss leider los..."
    10 4 Melden
  • schneeglöggli 18.03.2018 20:01
    Highlight Kann man bei Instagram die Daten auch so leicht herunterladen?
    1 1 Melden
  • Theking2015 18.03.2018 18:40
    Highlight Wieso ist ein Totenkopf auf dem Titelbild drauf?
    Es geht ja nicht um Leben und Tod oder?
    Clickbait?
    17 3 Melden
  • AlteSchachtel 18.03.2018 16:11
    Highlight Ich lebe wunderbar ohne Facebook.

    Ärgerlich ist, dass Vereine etc. ihre Websites vernachlässigen und die Aktualitäten und Bilder zu Veranstaltungen nur noch über Facebook veröffentlichen.

    Möchte man einigermassen störungsfrei an die Bilder oder Filmchen eines Anlasses kommen, so wird man gezwungen, selbst Facebook-User zu werden.
    Ein raffiniertes Schneeballsystem, dem die User selbst immer mehr Macht geben.

    (Ich bin alt und bockig, ich lass mich nicht zwingen. Immerhin habe ich noch Watson um gelegentlich ein "Herzchen" zu erhaschen.;-))
    94 3 Melden
    • Ueli der Knecht 18.03.2018 17:02
      Highlight Auch watson zwingt dich, Facebook (und anderen Datenkraken) deine Lesegewohnheiten preiszugeben. Es hat doch da so einen Facebook-Knopf. Dieser Knopf spioniert dich aus und ermöglicht Facebook, ein Persönlichkeitsprofil von dir zu erstellen.
      24 1 Melden
    • zwan33 18.03.2018 18:25
      Highlight @ Ueli: Dieser Knopf sollte natürlich blockiert werden... Genau solche "Features" sind der Grund, warum das Blockieren aller Werbung und Social Media Buttons die einfachste Gangart im Internet ist. Ein Finetuning wie sich das die Internet-Anbieter wünschten, ist leider viel zu aufwendig.
      7 0 Melden
    • AlteSchachtel 18.03.2018 19:22
      Highlight @Ueli;. Ich bin bewusst sehr minimalistisch eingerichtet, was Apps anbelangt und so lange nur die Lesegewohnheiten einer alten Schachtel erfasst werden... Schnurz! Es sei denn Watson gäbe mehr preis...?
      Allerdings werde ich ab und zu auch von Facebook belästigt, wenn irgend ein Bekannter mit dem ich vor 100 Jahren mal gemailt hatte, einen Facebook-account eröffnet. Lästig wie eine Zecke dieses Facebook, aber deswegen zur Briefpost zurück bringts auch nicht.
      3 2 Melden
    • Ueli der Knecht 20.03.2018 10:11
      Highlight AlteSchachtel: watson gibt noch mehr preis. Bzw. nicht watson sondern dein/e Lesegerät/e geben noch einen Haufen Metadaten preis. Du hinterlässt eine Art Fingerabdruck. Eine Art DNA mit der du identifizierbar wirst, und die dich in der Datenbank von Facebook zu einem unterscheidbaren Datenklumpen werden lässt. Facebook weiss vermutlich auch, welche Geräte und Apps du sonst noch nutzt, wo du wohnst und arbeitest, wo du einkaufst und einiges mehr. Facebook kennt auch das Beziehungsnetz und die Interessen des Datenklumpens, den du in deren Datenbank repräsentierst.
      0 0 Melden
    • Ueli der Knecht 20.03.2018 10:18
      Highlight Silent Speaker: Profitorientierte Firmen bekommen praktisch freien Zugang zu den Schulen und Kindern, so dass sie dort die Kinder "aufklären" dürfen, zB. über Gefahren im Netz, Praktisch alle Schulen nehmen solche Angebote gerne an (wegen MINT und so). Die Schulen machen dadurch Böcke zu Gärtner. Geld regiert die Welt.

      Bezüglich Open Source hat zB. die Stadt München gezeigt, wie's endet:

      "Stadt München verbannt LiMux"
      https://www.heise.de/newsticker/meldung/Rueckkehr-zu-Microsoft-Stadt-Muenchen-verbannt-LiMux-von-ihrer-Website-3846634.html

      Viele Politiker sind auch von Microsoft geschmiert.
      0 0 Melden
    • Ueli der Knecht 20.03.2018 10:34
      Highlight Wie Microsoft die Abhängigkeiten ausnützt und wie deren Lobby funktioniert, zeigt eindrücklich ein Dokumentarfilm des ARD:

      http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Das-Microsoft-Dilemma/Das-Erste/Video?documentId=50159194

      Es gäbe auch noch einen Mittelweg, zwischen Proprietär und Open Source: Da würden die Quellen (nur) gegenüber einer unabhängige, evtl. staatlichen Stelle geöffnet, die das dann prüfen kann. Ich meine, dass dies bei kritischer Software (OS, FB, Whatsapp etc.) gesetzlich vorgeschrieben werden müsste (ähnlich der technischen Prüfung von Autos, Flugzeugen etc.)
      0 0 Melden
  • Brunhilde 18.03.2018 15:55
    Highlight Na und. Man muss ja nicht dabei sei. Ist alles freiwillig.

    Und viele vergessen: Daten sind die Währung von heute. Wenn man gratis Facebook will, bezahlt man anderweitig.

    Wieso tun die Leute immer so überrascht?

    Ist das nicht ein bisschen naiv?

    20 13 Melden
    • Ueli der Knecht 18.03.2018 17:11
      Highlight Man kann sich nicht so einfach entziehen, Brunhilde. Diesbezüglich bist vielmehr du selbst naiv. "Man muss ja nicht dabei sein" - stimmt nicht.

      Praktisch alle müssen dabei sein, ob sie das wollen oder nicht, ob sie bei Facebook/Whatsapp angemeldet sind oder nicht. Das ist egal. Die Massenüberwachung betrifft praktisch alle.

      Es überrascht, weil früher brachte es die Leute wegen der Stasi, wegen Ernst Cincera, wegen ein paar Fichen des Staatsschutzes, oder wegen der Volkszählung mit harmlosen Fragen auf die Palme, und heute haben wir die Stasi und Ernst Cinceras exponentiert mit Tausend.
      26 5 Melden
    • Brunhilde 18.03.2018 19:50
      Highlight @ Ueli der Knecht
      Der Artikel dreht sich um Facebook. Das braucht man schlicht nicht. Auch wenn es viele als wünschbar empfinden. Aber darf man nicht verwechseln. Ich komme erfolgreich und zufrieden - persönlich und beruflich - durchs Leben und vermisse FB nicht. Wundere mich vielmehr...
      2 4 Melden
    • Ueli der Knecht 18.03.2018 21:01
      Highlight Du glaubst, Facebook nicht zu brauchen, Brunhilde. Aber du brauchst offensichtlich watson, und damit brauchst du indirekt auch FB. Oder du brauchst ein mobiles Telefon, und gibst deine Nummer weiter, und damit brauchst du indirekt wieder FB. Dein Geld braucht FB, damit es weiss, wofür du es ausgeben willst. ;)

      FB wäre nicht so stinkreich, wenn man es schlicht nicht brauchen würde. Insofern meine ich, dass deine Argumentation etwas zu kurz greift (und etwas naiv ist). Auch du kommst nicht mehr ohne FB durchs Leben, selbst wenn du dir dessen nicht bewusst bist, und du FB auch nicht vermisst.
      3 4 Melden
  • Sarkasmusdetektor 18.03.2018 15:47
    Highlight Und aus den gleichen Gründen lese ich Watson lieber im Browser, als die App zu installieren, egal wie viele Banner mich dazu auffordern.
    176 0 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 18.03.2018 21:18
      Highlight Ich kann dir die Gründe nennen...
      6 0 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 19.03.2018 22:44
      Highlight @silent, quatsch du must in halt richtig konfigurieren ;)
      1 0 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 20.03.2018 09:18
      Highlight Kannst du mir bitte ein paar Beispiele angeben, vielleicht lässt sich das ja replizieren.
      2 0 Melden
  • N. Y. P. 18.03.2018 15:03
    Highlight Schon mit meinen Whats App Chat - Protokollen allein, kann Facebook ein umfassendes Persönlickkeitsprofil von mir erstellen.

    Da brauchen sie kein Facebook mehr von mir, was ich ja auch nie hatte.
    27 6 Melden
  • Howard271 18.03.2018 15:00
    Highlight Ich habs mal ausprobiert und fands jetzt ehrlich gesagt nicht sooo überraschend... halt einfach alles, was ich selbst auf der Seite eingegeben/gemacht habe?
    23 2 Melden
  • Ueli der Knecht 18.03.2018 14:49
    Highlight Facebook sammelt auch Daten von Leuten, die in überhaupt keiner Beziehung zu Facebook stehen, und die sich noch nie bei Facebook oder Whatsapp angemeldet haben.

    Es genügt, wenn diese Menschen nur ihre Telefonnummern einem Facebook-/Whatsapp-Anwender weitergeben. Damit kennt Facebook dann nicht nur deren Telefonnummer, sondern auch deren Beziehungsnetz, ihre politische Einstellung, Wohn-
    und Arbeitsort, sexuelle Neigungen und noch vieles mehr. Auch diese Daten lasse sich verkaufen.
    81 7 Melden
    • Brunhilde 18.03.2018 15:57
      Highlight Ah... und soll Facebook meine sexuelle Neigung kennen, wenn ich jemandem die Mobile Nummer gebe? Und wenn schon...
      8 17 Melden
    • Ueli der Knecht 18.03.2018 16:50
      Highlight In Ländern, wo zB. Schwule verfolgt werden, könnte das problematisch sein, Brunhild, vorallem wenn man solche sensitiven Persönlichkeitsdaten einfach bei Facebook einkaufen kann.

      http://www.zeit.de/kultur/2016-11/privatsphaere-persoenliche-assistenz-google-home-ueberwachung-edward-snowden/komplettansicht

      "Zu argumentieren, man habe nichts zu befürchten, weil man nichts zu verbergen habe, ist wie zu sagen, man brauche keine Meinungsfreiheit, weil man nichts zu sagen habe."
      --Edward Snowden.
      27 2 Melden
    • Brunhilde 18.03.2018 20:11
      Highlight @Ueli der Knecht
      Im Ernst, FB kennt mein Neigungen, wenn ich die Mobilenummer gebe? Bleiben wir doch bei den Fakten.
      Zuerst, Snowden ist wohl keine verfassungsrechtliche und gesellschaftliche Instanz... dann, verwechseln wir nicht freiwilliger Verzicht und autoritäres Verbot. Auch mit FB bleibt die persönliche Freiheit bestehen. Nur scheint das vielen nicht wichtig zu sein, sonst würden sie nicht im beschriebenen Mass freiwillig Zugriffe anderer dulden. Und dass man die Persönlichkeit anderer respektieren muss, auch wenn man eigenes preisgeben will, ist keine Neuigkeit.
      2 4 Melden
    • Ueli der Knecht 18.03.2018 22:06
      Highlight Brunhilde: Wenn du deine Nummer gibst, weisst du nicht, was daraus wird. Viele erlauben FB den Zugriff auf die Kontaktdaten, also auch auf deine Nummer, deinen Namen und was die Leute sonst so alles darunter speichern. Daraus kann FB ganz einfach dein Beziehungsnetz herausfinden. Mit etwas Clusteranalyse (https://de.wikipedia.org/wiki/Clusteranalyse) kann Facebook dann ausrechnen, wie wahrscheinlich es ist, ob du zB. lesbisch, oder schwul, hetero, oder transgender, oder was-weiss-ich. Das sind alles Fakten!

      Die persönliche (zB. Meinungs-) Freiheit geht dadurch flöten! Das ist die Folge.
      3 1 Melden
    • Brunhilde 19.03.2018 07:43
      Highlight Also geben wir nie jemandem unsere Nummer, leben wie vor 100 Jahren... warum nicht gleich als Eremit ;-) ? Immer diese Angstmacherei.
      0 8 Melden
    • Ueli der Knecht 19.03.2018 09:30
      Highlight Brunhilde: es gibt nicht nur schwarz und weiss. Offenbar willst oder kannst du meine Argumente gar nicht verstehen.

      Man könnte die modernen Techniken auch nutzen, ohne dass wir den Datenkraken gleich unsere Privatsphäre verschenken müssten, ohne die Stasi-hoch-1000-Massenüberwachung, und ohne die schädlichen Auswirkungen auf die freien Gesellschaften. So lebten wir nicht vor 100 Jahren sondern so werden wir in 100 Jahren leben. Dann werden sich die Leute ungläubig fragen, wie die Menschen vor 100 Jahren jemals so blöd sein konnten. In diesem Sinne bist du es, die wie vor 100 Jahren lebt.
      6 0 Melden
    • Brunhilde 19.03.2018 20:41
      Highlight Ich suche nur den Mittelweg, habe aber den Eindruck, man schüttet hier das Kind gar schnell mit dem Bade aus. Die Menschen wollen diese moderne Technologie. WhatsApp, Facebook etc. Daran kann man nicht deuteln. Und wohl auch nicht ändern. Und die Nutzer wollen sie stets gratis. Der Preis dafür ist die zumindest teilweise Preisgabe der eigenen Daten. Wenn wir wissen, dass Google und Facebook alles von uns wissen möchten, dann tun zwar Artikel wie jener in der Zeit gut zur Sensibilisierung. Aber deswegen möchte ich nicht quasi von Staates wegen geschützt werden. Selbst denken muss reichen.
      2 0 Melden
    • Brunhilde 19.03.2018 20:48
      Highlight Ich gebe es zu, ich bin zu alt für diese Diskussion. Offenbar glaube ich erstens noch zu sehr an das Gute und zweitens musste ich „facepalmen“ „googeln“. Auch diese Sprachentwicklung ist eine Unsitte.
      2 0 Melden
    • Ueli der Knecht 19.03.2018 23:29
      Highlight Ich glaube auch an das Gute, Brunhilde. Es waren doch diese Flower-Power-68er-Hippies, die uns das Internet schenkten. Sie glaubten an Love, Peace und Happiness; an eine Welt ohne Grenzen, ohne Hass, Chancengleichheit und Freiheit für alle. Sie wussten schon in den 70/80er-Jahren, dass die Technik Gefahren birgt. Nur glaubten sie damals nicht, dass es derart asoziale Menschen gibt, geschweige denn, dass wir solche asoziale Menschen sogar als Helden feiern würden. Statt Freiheit bekamen wir Massenüberwachung ("1984" und Zensur im Kopf). Statt Bildung bekamen wir Fakenews und Neusprech.
      0 0 Melden
    • Ueli der Knecht 19.03.2018 23:45
      Highlight Wo sind denn diese gutgläubigen 68er, die das Internet erfanden im Glauben an das Gute, an Frieden, Freiheit und Liebe? Sie müssten doch inzwischen realisiert haben, dass es das Gegenteil davon brachte?

      Ich stimme dir zu, Brunhilde, dass die Menschen diese moderne Technologien wollen, dass man man das nicht ändern kann, und dass es gratis sein soll.

      Aber der Preis dafür ist ausbeuterisch. Es ginge besser! Ohne dass wir unsere Privatsphäre verschenken und unsere Freiheiten opfern müssten. Das nimmst du (und viele andere) mE. viel zu leichtfertig (um nicht zu sagen grobfahrlässig) in Kauf.
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