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Der fromme Arzt, der kein Schwulenheiler sein will

Der deutsche Arzt Arne Ebsen vertraut der Kraft des Gebets und der angeblichen Heilkraft Gottes. Dass er damit Homosexuelle «heilen» will, streitet er ab. Recherchen zeigen ein anderes Bild.

22.05.18, 06:17


Der Glaube ist oft mit der Hoffnung auf Wunder verbunden. Wir tun uns schwer, Endlichkeit, körperliche Grenzen und die Schwerkraft zu akzeptieren. Manche flüchten deshalb zu Gott: Der Schöpfer soll richten, was die Natur verbockt hat. Wahre Künstler in dieser Disziplin sind Fromme aus Freikirchen, die überzeugt sind, Gott begleite sie wie ein allmächtiger Vater schützend durch die Wirren des irdischen Daseins.

Ein schillerndes Beispiel dieser Spezies ist der deutsche Arzt Arne Elsen. Wo er auftritt, flüchten die Krankheiten angeblich panisch aus den Körpern der Gläubigen. Er tingelt durch die Lande und lässt die Heilkräfte Gottes über die Besucher seiner Heilungssessions kommen.

Arne Elsen (r.) behauptet, er könne Homosexuelle «heilen». screenshot: youtube.com/ard

Er heilt aber nicht nur kranke Gläubige, er versucht sich offenbar auch darin, Schwule zu «bekehren». Oder salopp gesagt: sie umzupolen. Also von der «Krankheit» Homosexualität zu befreien. Das streitet er heute zwar ab, doch deutsche Medien haben ihn bei früheren Recherchen überführt.

Doch schön der Reihe nach. Der fromme Arzt trat am vergangenen Wochenende dreimal im Chesselhuus Pfäffikon ZH auf. Eingeladen hatte ihn Patrick Krähenbühl, Pastor der kleinen Freikirche «Freiheit in Jesus», die zur radikalen Bewegung  «Wort-des-Glaubens» gehört.

Flyer für eine Heilsveranstaltung mit Arne Elsen in Wien

Flyer für eine Heilsveranstaltung mit Arne Elsen in Wien. Bild: pd

Trotz heftigen Protesten von Einwohnern, den Jungsozialisten und der Schwulenorganisation Pink Cross sahen die Pfäffiker Behörden keinen Anlass, die kuriosen Veranstaltungen in ihrem Saal zu verbieten. Sie verwiesen unter anderem auf die Religionsfreiheit.

Ein Beispiel mehr, das zeigt, dass diese «Freiheit» nicht im eigentlichen Sinn des Gesetzgebers angewendet wird. Dieser wollte eigentlich sicherstellen, dass alle Bürgerinnen und Bürger ihren Glauben frei wählen können.

Heilung auch von Krebs

Arzt Elsen vertraut weniger den Heilkünsten der Medizin als vielmehr der Kraft des Gebets und der angeblichen Heilkraft Gottes. Dank seiner wundersamen Vermittlerrolle werden die Gläubigen angeblich nicht nur von harmlosen Krankheiten befreit, sondern auch von tödlichen, zum Beispiel dem Krebs. So zumindest behauptet es der Mann Gottes.

Er selbst will Wunderheilungen am eigenen Leib erlebt haben. Ein befreundeter «Gottesheiler» soll ihn innerhalb von drei Tagen von schweren Nebenhöhlenentzündungen, Herpes und einer Überfunktion der Schilddrüse geheilt haben. Krankheiten übrigens, die seine Berufskollegen im Krankenhaus angeblich nicht kurieren konnten.

Bei seinem ersten Auftritt in Pfäffikon hat sich Elsen eine Stunde lang gegen die im Vorfeld erhobenen Vorwürfe gewehrt, Schwule zu «heilen», wie der Zürcher Oberländer schreibt. Er sei kein Schwulenheiler und betrachte Homosexualität nicht als Krankheit, sagte er.

Von Journalisten überführt

Zweifel an dieser Darstellung sind aber angebracht. Ein Journalist des Norddeutschen Rundfunks (NDR) hat 2014 nämlich den Arzt mit einer versteckten Kamera überführt.

Der Reporter wörtlich: «Was ich bei Dr. Elsen im Sprechzimmer erlebt habe, ist für mich bis heute unglaublich: Er betete während der Sprechstunde für mich und versuchte, mir Dämonen auszutreiben, die der Grund für meine Homosexualität seien. Er glaubte sogar an einen Erfolg seiner Dämonenaustreibung: Er habe eine Wolke gesehen, und mindestens ein Geist habe meinen Körper verlassen, so Dr. Elsen. Davon hatte ich nichts bemerkt.»

Die «Schwulenheiler», eine NDR-Doku

Video: YouTube/ARD

Elsen bestreitet diese Darstellung vehement. Die Aussagen des Reporters werden aber von einem schwulen Gläubigen bestätigt, der erklärt, Elsen habe bei ihm ebenfalls Dämonen ausgetrieben.

Hier kommen die Gemeindebehörden von Pfäffikon wieder ins Spiel. Sie sagten, der Pastor von «Freiheit in Jesus» und Elsen hätten darauf hingewiesen, dass der Arzt in Deutschland rechtliche Schritte gegen die Vorwürfe unternommen habe, worauf die Kritiker zurückbuchstabiert hätten.

Auch hier scheint es Elsen mit der Wahrheit nicht so genau zu nehmen. Er wollte den Bericht des NRD mit einer einstweiligen Verfügung verbieten lassen. Doch er zog das Begehren zurück, nachdem ihm die Richter signalisiert hatten, kaum Chancen auf Erfolg zu haben.

Der zweite Teil der NDR-Doku «Schwulenheiler»

Video: YouTube/ARD

Schwulenheilungen haben in Freikirchen eine lange Tradition. Viele Fromme glauben, Homosexualität sei eine Strafe Gottes. Das ist eine Kuriosität.

Zuerst bestraft Gott die Betroffenen für ihre Sünden mit der Homosexualität, damit sie dann erst recht sündig werden? Die einzige Lösung wäre demnach für Homosexuelle, keusch zu leben. Oder so zölibatär wie Geistliche, die ihre homosexuellen Neigungen im Schoss der Kirche ausleben oder sich an Knaben vergangen haben.

Elsen sieht sich von Gott geführt

Ursprung der Stigmatisierung ist in den Augen vieler Frommen ebenfalls Gott. Für sie ist die Bibel das authentische Wort des Herrn. Dort heisst es unter anderem: «Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben» (3. Mose 20, 13).

Inzwischen haben aber die meisten Freikirchen erkannt, dass sie mit dieser Haltung radikal gegen zivile ethische und moralische Werte verstossen und sich Schwule weder durch «Therapien», Gebete noch Teufelsaustreibungen umpolen lassen. Deshalb sind sie von ihrer rigiden Haltung abgekehrt. Zumindest nach aussen hin.

Diese Einsichten scheinen noch nicht bei Elsen angekommen zu sein, denn er sieht sich eng von Gott geführt. Wörtlich sagte er: «Ich bin gewiss, als Gläubige dürfen wir sagen, dass du oh Herr einen vollkommenen Plan für mich hast, wo ich optimale Frucht für die Ewigkeit bringen darf. Dir zu Ehren, in Deiner Kraft.»

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98Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Michael Bamberger 24.05.2018 08:03
    Highlight Maracuja: "Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Judas gemäss NT bereits erhängt."

    Wie so oft widerspricht sich auch hier das NT diametral, denn:

    "Der erwarb einen Acker von dem ungerechten Lohn und stürzte vornüber und barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide quollen hervor." (Apg 1,18)

    "Und er warf die Silberlinge in den Tempel, ging davon und erhängte sich." (Mat 27,5)
    1 0 Melden
    • Maracuja 24.05.2018 20:58
      Highlight @Michael

      Die Autoren des NT widersprechen sich so oft, dass auch ich längst den Überblick verloren habe und mich meist nur noch an eine Version erinneren kann. Daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts mehr ändern, denn es gibt noch sehr viele spannende Bücher, die ich gern lesen möchte, da bleibt mir keine Zeit die Bibel auswendig zu lernen.
      3 2 Melden
  • Oxymora 21.05.2018 09:03
    Highlight Ein Gräuel,
    wie falsche Christen selbst die Homosexualität von Jesus Christus leugnen.

    Wer die Bibel aufmerksam und mit Ernsthaftigkeit gelesen hat, weis dass die einzigen menschlichen Erbfaktoren, die bei der Zeugung des Christkindes zum Zuge kamen von Maria/weiblicher Natur waren.
    Da kein Mann an der Zeugung des Christi beteiligt war, ist seine männliche Leibeshülle ein göttliches Wunder und die weibliche Beseelung ein weiterer Beweis für die Authentizität der Bibel. Kein Wunder hat Rabbi Jesus nicht geheiratet und wurde Jüngern umschwärmt, denen Liebe ein wichtiges Thema war.
    20 14 Melden
    • infomann 23.05.2018 16:56
      Highlight Schöne Geschichten!!!
      3 0 Melden
    • Agnos ~ 24.05.2018 11:40
      Highlight Mir ist nirgends aufgefallen, dass Jesus ein Single auf Lebzeiten war, und es wird immer viele Single ohne Beziehungen geben. Beim Bild vom letzten Abendmahl von Michel Angelo, wird neben ihm eine Frau gesehen, ob sie nun seine Frau-Gemahlin oder ein Jünger war weiss niemand, über das wird spekuliert. Eigentlich bleibt alles was nicht bewiesen ist eine Spekulation.
      1 0 Melden
    • Agnos ~ 24.05.2018 11:44
      Highlight Von Leonardo da Vinci wurde das letzte Abendmahl erstellt.
      0 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 20.05.2018 08:08
    Highlight ...
    Damit übernimmt der "Sünder" die Interessen und Geschichten des "Heilers", der damit die Führung über sein Opfer übernimmt und diese "Arglistige Übernahme" als allerbestens gemeinte "Entwicklungshilfe" tarnt.
    Ist eine solche Fremdherrschaft erst einmal etabliert, kann der "Guru" daran gehen, seinen "Jünger" systematisch auszunehmen und gleichzeitig noch zu demütigen und in grausamster Weise psychisch und auch körperlich zu misshandeln.
    Dieser sadistisch-masochistische Teufelskreis dreht sich so lange, bis der vom "Heiler" befallene Wirt stirbt, oder in den Suizid getrieben wird...
    14 2 Melden
  • rodolofo 20.05.2018 07:58
    Highlight Ich möchte für einmal vom Scharlatan als Bösewicht und dem selbstgerechten "Auf dem Bösewicht herum prügeln" wegkommen und seine Techniken wissenschaftlich (also nicht moralisierend) analysieren:
    1. Wie alle Hochstapler bedient er das Wunschdenken seiner Fan-Gemeinde, indem er seinen Anhängern genau das sagt, was diese von ihm hören wollen.
    2. Bei der "Dämonen-Austreibung" geht es darum, dass der "zu heilende Patient" nicht mehr von sich selbst aus denkt, sondern dass er sich vom Standpunkt des "Heilers" aus denkt. So ist er nicht mehr "bei sich", sondern "ausser sich".
    ...
    9 2 Melden
    • Agnos ~ 25.05.2018 07:15
      Highlight @rodolofo,
      diabolisch sind Arne Else wie er durch den Evangelikalen Befreiungsdienst seine Einnahmequelle sich bedient. Den Freunden des Befreiungsdienstes, finden es als verwerflich, inakzeptabel, wenn die Andersartigen nicht verändert in ihrer Fangruppierung verweilen. Da fallen nicht nur Schwule und Zwitter zum Opfer, sondern auch Menschen Behinderungen, die laut tatsächlichen Begebenheiten, von denen niemanden Notiz genommen hat.
      1 1 Melden
  • vera.vox 19.05.2018 20:02
    Highlight Aufgepasst vor Quaksalbern!

    Betriebe die Homosexualität heilen können, sind in der Regel vom Kanton anerkannt und werden für ihre wertvollen Dienste an der Gesellschaft subventioniert.





    20 14 Melden
    • Oxymora 21.05.2018 10:56
      Highlight Da haben Sie glatt vergessen zu erwähnen, dass religiöse Organisationen der Schwulenheiler im schweizerischen System oft als gemeinnützig gelten und keine Steuern bezahlen.

      Wenn die Geheilten dann an Depressionen, Selbstwertkrisen, Suizidal Gedanken leiden brauchen Sie wieder seelsorgerische Hilfe.

      Mich würde es nicht wundern, wenn die Kosten den Krankenkassen angehängt werden.

      Dreifach verdient:

      Steuerbefreiung
      Schwulen/Lesbenheilung
      Psychotherapie

      Evangelien und Politik sei Dank!

      12 6 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.05.2018 11:25
      Highlight Jajaja,
      Um welche, staatlich anerkannten Betriebe handelt es sich?

      Das war wieder mal ein Vera.vox Spruch!! 😁
      6 3 Melden
    • vera.vox 21.05.2018 18:27
      Highlight Lieber Rabbi vielleicht hast du auch schon bemerkt,
      dass die rkK von vielen Kantonen anerkannt wird und uns allen -Dank staatlichen Mitteln- hoffentlich noch für alle Ewigkeit erhalten bleibt.

      Ihr Barmherzigkeit versprühender Schwulenexperte macht im Video gleich selber Reklame für das gute Werk:

      “Angesicht des Ernstes des Wort Gottes zu dieser Thematik (Homophobie) brauchen diese Menschen (Homosexuelle) eine gute Seelsorgerische Begleitung so wie es im auch im katholischen Katechismus festgehalten ist.“





      6 1 Melden
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  • Husar 19.05.2018 12:58
    Highlight Hier geht es um eine besondere Form der Verhaltenstherapie, welche sehr erfoglreich das Verhalten umprogrammieren kann. Wer das will, soll's nehmen.
    5 70 Melden
    • gelesen 19.05.2018 15:05
      Highlight Haben eigentlich so von Gott gesandte Heiler schon versucht heterosexuelle Menschen von ihrem sexuellen Leiden zu befreien? (>Gemäss Husar, eine besondere Form der Verhaltenstherapie.)

      Gläubige VERURSACHEN vor allem sexuelles Leid. Da wäre Verhaltenstherapie bzw. Umprogrammierung sehr hilfreich.
      41 5 Melden
    • Chris Olive 20.05.2018 16:17
      Highlight Diese Therapien sind gefährlich. Sie können nachweislich grossen Schaden anrichten und Menschen komplett zerstören. Nicht ohne Grund werden die Reparativtherapien von allen Fachgesellschaften kategoriesch abgelehnt.

      Es gibt hier auch nichts zu heilen.
      33 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.05.2018 11:28
      Highlight An anderen Orten wird versucht den Sexualtrieb zu „sublimieren“.

      Funktioniert auch nicht
      8 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • spyro 19.05.2018 10:24
    Highlight Herr Stamm, grundsätzlich schätze ich Ihre Einschätzungen, doch habe ich hier eine leise Kritik anzubringen, auch wenn ich glaube, dass die betroffene Stelle von Ihnen nicht so gemeint war: [...] Ihre homosexuellen Neigungen im Schoss der Kirche ausleben oder sich an Knaben vergangen haben [...] Das mag für gewisse Geistliche tatsächlich gelten, doch bitte ich Sie, Homosexualität nicht mit Pädophilie in einem Atemzug zu nennen, denn vermischen das noch immer viel zu viele Menschen, da sollte man den Unwissenden nicht noch Nährboden dafür bieten.
    181 11 Melden
  • Maracuja 19.05.2018 10:09
    Highlight „Er wollte den Bericht des NRD mit einer einstweiligen Verfügung verbieten lassen. Doch er zog das Begehren zurück“

    Schade, wäre doch schön gewesen, zu erfahren, ob er sich in einer Verhandlung an das Gebot „Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen“ hielte.
    28 3 Melden
  • Nickname_499 19.05.2018 09:46
    Highlight @Herr Stamm

    Sie hacken meiner Meinung nach immer nur auf den 0.01% radikalen Gläubigen herum und stellen anhand von solchen Beispielen unser ganzer Glaube in Frage! In Ihrem Blog verstecken sich so viele Vorurteile und zynische Aussagen gegen Gläubige Menschen. Ich frage mich: Ist dies nicht auch eine Art intoleranz? (Wie sie ja von Christen immer behaupten, dass Sie unglaublich intolerant sind)
    40 83 Melden
    • Nickname_499 19.05.2018 14:27
      Highlight Mir ist der Fall leider nicht bekannt! Es tut mit aufrichtig leid, wenn dies stimmt und ich schäme mich für solche Taten einer christlichen Gemeinde! Aber diese Fälle wiederspiegeln noch nicht einen hohen %-Satz von solchen „Christen“!
      Ich frage mich, wie viele Freikirchen in der Schweiz du wirklich beim Namen kennst;) In einer EMK zum Beispiel wäre eine solche Tat (wie von dir geschildert) völlig undenkbar! In dieser Kirche gibt es einige Pfarrpersonen, die für Homosexualität einstehen würden.
      5 25 Melden
    • Klaus07 20.05.2018 00:54
      Highlight Es geht grundsätzlich doch nicht um 0,01% radikale Gläubige. Es geht darum, das 99,999% immer noch an einen alten Herrn mit einem langen Bart glauben, der die Welt und Adam aus einem Lehmklumpen erschaffen hat sowie Eva aus einer Rippe von Adam. Es geht darum, dass auch 4000 Jahre seit die Juden den Monotheistischen Gott erschaffen haben immer noch erwachsene und Logisch denkende Menschen an diese Falsche Ideologie glauben. Die Intolleranz gegenüber andersdenkenden ist nur eine Nebenerscheinung.
      25 5 Melden
    • Nickname_499 20.05.2018 08:46
      Highlight Das ICF als Sekte ist bei Ihnen so etwas wie die Standart-Antwort;) Auf diesen standpunkt will ich gar nicht mehr eingehen, weil diese Diskussion über das ICF nichts bringt!

      Meiner Meinung nach sind gewisse Kommentare genauso intolerant, wie ihr das in der christlichen Allgemeinheit seht!

      Zitat @Klaus07: „immer noch an einen alten Herrn mit einem
      langen Bart glauben, ..... .....immer noch erwachsene und logisch denkende Menschen an die falsche Ideologie glauben“!

      Für mich klingen solche Aussagen sehr erniedrigend! Da ist kein Hauch von Akzeptanz gegen Menschen, die anders denken!
      6 27 Melden
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  • Herbert Anneler 19.05.2018 09:34
    Highlight „Wir tun uns schwer, Endlichkeit, Schwerkraft und körperliche Grenzen zu akzeptieren.“ Hugo Stamm: Sind wir Menschen Steine? Sie sind im 19. Jh. Jh. bei Marx‘ kruden Materialismus stehen geblieben? Noch nie etwas von Empathie gehört? Die Neurobiologie beschäftigt sich mit diesem Phänomen nun schon seit bald 30 Jahren... Was Sie auf Watson publizieren, ist Eklektizismus! Schade für die vielen jungen Menschen, die Ihnen in ihrer Unerfahrenheit auf den Leim gehen! PS. Mein Post widerspricht keinen Richtlinien, vermute aber, er wird nicht publiziert. Eklektizismus eben - deutsch: Sektiererei.
    14 101 Melden
    • sealeane 19.05.2018 10:02
      Highlight Ehm wet ist hier bitte nicht im 21. Jahrhundert angekommen?🧐
      1. Ist ihr kommentar zimlich wirr und unverständlich.
      2. Leben wor in einem sekulären Staat.
      3. Nach der christlichen Weltanschauung sind Menschen von Gott geschaffen. Ergo sind Homosexuelle auch von ihm grschaffen, denn sie sind ja Menschen....
      4. Gibt es Homosexualität auch im Tierreich.
      5. Gibts neuere studien die Belehen das bei den Tieren in der Umgebung dieser Tiere mehr Junge geboren werden. Weshalb man davon audgeht das Homosexualität sogar einen biolohischen Nutzen hat.
      Willkommen im jahr 2018
      39 11 Melden
    • Astrogator 19.05.2018 10:48
      Highlight Selten etwas derart konfuses gelesen...
      40 12 Melden
    • Sheldon 19.05.2018 10:52
      Highlight @Anneler: da muss ich schon wieder das neudeutsche Wort Whataboutismus bemühen. Sie argumentieren schon gar nicht und beschränken sich darauf, den Autor zu verunglimpfen. Schwach.
      35 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Butschina 19.05.2018 09:33
    Highlight Ich kenne gläubige Homosexuelle die mit ihrer Gesinnung nicht klar gekommen sind. Die haben auch um Heilung beten lassen. Nur bedeutet Heilung nicht unbedingt, dass die Homosexualität weg geht, sondern dass die betroffene Person diese akzeptieren lernt. Heilung kann ganz vieles sein.
    Zitate aus dem alten Testament verwenden ohne den Kontext des neuen Testament zu nutzen geht gar nicht. Das vermittelt nur ein falsches Bild.
    13 68 Melden
    • Rabbi Jussuf 19.05.2018 10:54
      Highlight "Heilung" in dem hier verwendetetn Sinn bedeutet ganz genau Umpolung und nicht ein diffuses "Klarkommen mit der Gesinnung".
      Das ist im AT eindeutig und bei den Evangelikalen auch.
      Da kann man beim besten Willen nicht ein Wischiwaschi herauslesen wollen.
      43 5 Melden
    • Butschina 19.05.2018 17:12
      Highlight Ach lieber Rabbi, dass habe ich schon so gelesen. Mein Kommentar bezieht sich auf meine Erfahrung und Meinung. Es stimmt, in gewissen Freikirchen wird Heilung immer nur als das loswerden von etwas definiert. Das ist für mich nicht korrekt. Und zum Glück auch nicht für alle Freikirchen.
      Was mich an den Artikeln von Herrn Stamm nervt ist das «Alles in einen Topf werfen». Ich bin zum Beispiel auch gar kein Fan von übertriebenem Missionieren. Für mich ist wichtig meinen Glauben vorzuleben. Das wichtigste ist die Nächstenliebe und der Respekt. Sich aufzudrängen passt da für mich nicht.
      7 19 Melden
    • Astrogator 20.05.2018 07:35
      Highlight Missionieren ist per se eine Übertreibung und Zumutung. Es bringt nämlich zum Ausdruck, dass man sich überlegen fühlt, und ja, das ist eine Art sich aufzudrängen.
      19 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 19.05.2018 09:15
    Highlight Der Spruch des Propheten Moses ist etwa dreieinhalbtausend Jahre alt. Damals gab es noch keinen heterosexuellen Imperativ. Männer und Frauen haben sich nicht gefragt, bin ich hetero oder schwul. Man hatte einfach Sex. Nur gibts bei gleichgeschlechtlichem Verkehr keine Nachkommen. Und das Volk Israel sollte gross werden. Darauf baut ja der Bund, den Abraham mit Gott hatte: Du wirst der Srammvater eines grossen Volkes sein.
    28 11 Melden
    • Rabbi Jussuf 19.05.2018 10:57
      Highlight Fertiger Blödsinn.
      Das waren doch keine Affenmenschen damals. Die wussten ganz genau was was ist und hatten nicht einfach so Sex.
      Es stimmt allerdings, dass der Sex religiös instrumentalisiert wurde. Das wurde er aber auch schon lange vor "Abraham".
      21 7 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 19.05.2018 12:13
      Highlight @kleiner_Schurke, nicht das ich daran glaube, aber es gibt zum Beispiel den Glauben der Dinka im Südsudan die sagen Gott habe nach der Erschaffung des Universums sich im Hintergrund begeben und lässt alles seinen Lauf ohne weiteren Eingriffe. Nur mal so das Gottesbilder komplett verschieden sein können.
      7 3 Melden
    • My Senf 19.05.2018 14:02
      Highlight Nein @kleiner_Schurke sie ist nicht glaubhaft, denn die „Geschichte“ geht nicht so wie sie von Dir zusammengefasst wurde!🤔
      20 19 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Klaus07 19.05.2018 09:14
    Highlight Die allergrösste Straffe Gottes (wenn es ihn gäbe) sind all die übereifrigen und verblendeten, die aus Machtsucht und Geldgier diejenigen Menschen ausnützen, die im Glauben nach Frieden, Trost und Schutz suchen. Jegliches Missionieren, vor allem an Kindern, sollte unter Höchststraffen verboten werden.
    96 17 Melden
    • Sheldon 19.05.2018 10:53
      Highlight auch wenn strafen und straffen nicht dasselbe bedeuten, gebe ich ihnen recht.
      26 3 Melden
    • rodolofo 20.05.2018 08:20
      Highlight Da moralisiert der "Sachliche" aber ziemlich, was? ;)
      Wie immer bei solchen Tätern braucht es ein riesiges Netzwerk an Komplizen, die dem Täter seine Schandtaten nicht nur ermöglichen, sondern die ihn dann auch noch in Watte packen und hätscheln: Diese seien doch eigentlich krank und bräuchten unbedingt Hilfe!
      Hinter diesen Tätern stecken aber kaum zu entwirrende Familiengeschichten mit Gruppen-Dynamiken, eigentliche "Büchsen der Pandora"!
      Wenn Du eine solche "Büchse der Pandora" öffnest, dann wirst Du Dich wundern, was da alles raus kommt!
      Ein Psycho-Krimi!
      Vielleicht besser zu lassen...
      7 2 Melden
    • Agnos ~ 24.05.2018 11:17
      Highlight Klaus07, gerade deshalb weil wir in einer Konsumgesellschaft leben, meinen viele man könne die Glückseligkeit aus esoterischen Versprechen kaufen, dass einer "Affäre" zur christl. Lehre bedeutet. Nach dem vermeintlichen schlechten Satz; für Geiz ist Geil, und nur den fröhlich Geber hat Gott lieb, ist für unter Habgier und Völlerei zu verstehen. Einer biblischen Bescheidenheit ist da nichts zu finden.
      0 0 Melden
  • Michael Bamberger 19.05.2018 09:08
    Highlight Da müsste sich Arne Elsen ehrlicherweise zuerst den biblischen Jesus zwecks nachträglicher Umpolung vorknöpfen, denn dass jener ehelose Wanderprediger homosexuell war, lässt sich kaum von der Hand weisen:

    „Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte.“ (Joh 13,23)
    135 51 Melden
    • Franz0506 19.05.2018 12:35
      Highlight @Bamberger
      Joh 13,23: "Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische lag an der Brust Jesu, den hatte Jesus lieb." Zu dieser Zeit war es üblich, dass man während dem Essen am Boden lag.
      Um ihren Joke zu bringen, haben sie diese Bibelstelle verändert. Vor einem hohen christlichen Feiertag die Menschen christlichen Glaubens zu verhöhnen, macht Ihnen offenbar besonders Spass. Wie dem auch sei - es zeigt nur ihren Charakter.
      Christus haben die Menschen viel mehr zu verdanken, als es ihnen bewusst ist. Jeder wird das einmal zu Wissen bekommen. Er wurde auch damals noch am Kreuz verhöhnt.

      9 41 Melden
    • Alienus 19.05.2018 13:51
      Highlight M.B.

      In Luther-Bibel von 1545 wird diese Szenerie betreffend der Verratsdiskussion in einer doch wichtigen Varianz wie folgt beschrieben:
      … „Warlich, warlich. Jch sage euch. Einer unter euch wird mich verrhaten.“.

      Weiter:
      … „Es war aber einer vnter seinen Jüngern, der zu tische sass an der brust Jhesu, welchen Jhesus lieb hatte“. Joh. 13.23

      Fazit: Die Rede erfolgte an einem Tisch mit seinen Jüngern und nicht in einer Liegestatt. Der gemeinte Jünger an seiner Brust war Judas.

      Aus Sprachverwirrungen der Bibelübersetzungen eine Homophilie zu erkennen……?

      Sicherlich etwas gewagt!
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    • Bronko 19.05.2018 14:41
      Highlight Na ja lieber Franz, mit geringen Nachforschungen findet man schnell raus, dass es diverse Übersetzungen und Interpretationen dieser Bibelstelle "Joh 13,23" gibt. Es existiert ja bekanntlich auch nicht nur eine Bibel.

      Aber an und für sich spielt es doch absolut keine Rolle, nicht wahr. Echter Glaube ist unerschütterlich.

      Mich amüsiert diese massiv am Weltbild der konservativen Religiösen rüttelnden Vorstellung sehr. How shocking!
      Aber: Es würde eben in seiner Konsequenz tatsächlich absolut passen und der Botschaft Jesu' entsprechen. Nächstenliebe, Toleranz, Selbstlosigkeit, Demut und so.
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  • PlüschBerserker 19.05.2018 08:39
    Highlight Gott hat auch Platz für diesen Idioten auf umserer Scholle. Wir haben das universelle Recht auf Dummheit.

    Nur soll der gute Mann sich entscheiden: Endweder Doktor oder Prediger, ansonsten wirds a bisserl bunt.
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  • therealest 19.05.2018 08:36
    Highlight Er will homosexuelle heilen? In Europa verschwendet er seine "Talente", in den US könnte er sogar Vize Präsident werden a-la Mike Pence, er glaubt auch nämlich daran dass mit Gebeten man homosexuelle "umkehren" kann.
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  • Stichelei 19.05.2018 08:11
    Highlight Und wie immer stellt sich bei diesen ‚Heilern‘ die Frage: Warum bloss heilen die nicht in Spitälern, wo es doch genügend Arbeit für sie gäbe? Jeder, der nur ein wenig rational denken kann, kennt natürlich die Antwort.
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Oh, Globuli! Dass Mediziner homöopathisch heilen wollen, ist eigentlich ein Skandal 

In Deutschland kritisieren Ärzte die Homöopathie, eine Apotherkerin verkauft keine Globuli mehr. Und in der Schweiz? Da fehlt oft die Ehrlichkeit. 

Die Fakten sind klar: Manche homöopathische Mittel sind so stark verdünnt, dass sie keine Wirksubstanz mehr enthalten. Das bestreiten auch Vertreter der umstrittenen Methode nicht.

Sie behaupten unter anderem, die Informationen oder Energien der Ursubstanz gingen auf die Trägerflüssigkeit über. Ausserdem potenziere sich die Wirkung durch die Verdünnung.

Das sind abenteuerliche Interpretationen, die jeder wissenschaftlichen Erkenntnis und allen Naturgesetzen widersprechen. Das ist etwa so, als …

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