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epa04691078 Local men reenact the crucification of Jesus Christ on Good Friday in Qraiyeh, southern Lebanon, 03 April 2015.  EPA/OLIVER WEIKEN

Die Kreuzigung von Jesus wird weltweit bei vielen Prozessionen nachgespielt. Bild: keystone

Jesus begründete die grösste Religion, doch seine Biographie liegt im Dunkeln

Die Forscher können nicht einmal nachweisen, ob der Sohn Gottes schreiben konnte.



Jesus Christus ist eine der bekanntesten Figuren in der Geschichte der Menschheit. Auf den als Sohn Gottes beschriebenen Mann geht sogar unsere Zeitrechnung zurück, unabhängig davon, dass das Jahr Null vermutlich falsch gesetzt wurde. Und auch heute noch, 2000 Jahre nach seinem Wirken, ist sein mehr oder weniger direkter Einfluss immens.

Wer ist also dieser Übermensch? Obwohl Tausende von Wissenschaftern versuchten, sein Leben zu ergründen, wissen wir immer noch wenig über ihn. Seine Existenz ist zwar ziemlich wahrscheinlich, doch unklar ist nach wie vor, wie authentisch das Neue Testament ihn beschreibt.

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Das Leben von Jesus im Film. Video: YouTube/mwiemeikel22

Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass viele biblische Geschichten um Jesus Mythen sind. Denn die Chronisten, die vier Evangelisten, kannten Jesus nicht. Und über Markus, Mätthäus, Lukas und Johannes wissen wir noch viel weniger als über Jesus selbst. Möglicherweise sind sie anonyme Ghostwriter, denn ihre Evangelien wurden aus anonymen Überlieferungen zusammengestückelt, die erst Jahrzehnte nach seinem Tod aufgeschrieben wurden.

Doch zurück zu Jesus. Seine Biographie liegt im Dunkeln. Sein Werdegang wird nicht einmal in der Bibel nachgezeichnet. Wir wissen auch nicht, wie viele Geschwister er hatte. Erwähnt wird nur ein Bruder.

Die Erzählungen über Jesus konzentrieren sich nach der Kindheit maximal auf die letzten paar Jahre seines Lebens. Erwähnt wird lediglich, dass er in bescheidenen Verhältnissen aufwuchs.

Auch die Apostel erzählen uns wenig über das frühe Leben von Jesus. Sie haben seine Person nicht näher beschrieben, nicht sein Aussehen oder seine Persönlichkeit. Es gibt auch keine verbürgten Reliquien.

Ein paar wenige Historiker widmeten Jesus lediglich ein paar dürre Sätze. Sie kannten ihn nicht, denn sie lebten viele Jahrzehnte später als er.

Und wirklich bedeutend war Jesus zur damaligen Zeit auch nicht. Ein paar wenige Historiker haben ihm lediglich ein paar dürre Sätze gewidmet. Doch auch hier gibt es gewichtige Vorbehalte: Flavius und Tacticus kannten Jesus auch nicht, lebten sie doch viele Jahrzehnte später als er. Da damals der Name Jesus sehr verbreitet war, ist auch nicht gesichert, ob die Chronisten den «richtigen» Jesus meinten.

Was ebenfalls erstaunlich ist: Wir wissen vom Superstar Jesus nicht einmal mit Sicherheit, in welcher Sprache er predigte. Die Juden glauben mehrheitlich, dass er Aramäisch gesprochen hatte, wie es in dieser Region üblich gewesen sei. Viele katholische Forscher vermuten hingegen, dass er sich auf Hebräisch verständigt hatte.

Es ist nicht bekannt, ob Jesus schreiben konnte

Vielleicht haben beide recht, womöglich beherrschte er beide Sprachen. Denn Aramäisch war die Umgangssprache, Hebräisch die Sprache der Gelehrten, also auch der Bibel. Und: Wir wissen ja nicht einmal, ob er schreiben konnte.

Angesichts dieser vielen Wissenslücken und offenen Fragen erstaunt es doch sehr, dass Jesus zum Begründer der grössten Weltreligion werden konnte. Vielleicht hat es mehr mit Konstantin und Paulus denn mit Jesus zu tun. Denn der Kaiser anerkannte das Christentum und förderte es, und Paulus war ein PR-Genie.

Manchmal ist die Geschichte für besondere Überraschungen gut.

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Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

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179Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • holyburn 11.07.2018 08:59
    Highlight Highlight http://www.fatofa.org/podpress_trac/web/11722/0/18-06-24_ein-ja-zu-dir-selbst-und-die-folgen_cg.mp3

    Es ist erfahrbarer Glauben, ich wünsche euch Frieden
    • Pasionaria 11.07.2018 15:02
      Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • Franz0506 11.07.2018 08:52
    Highlight Highlight Man soll sich bitte nicht abmühen, die Existenz von Christus zu bestreiten.
    Christus hat für seine Leben einen weltumspannenden Wirkungsbeweis erbracht.
    Dabei hat er nur wenige Jahre im Raum Galiläa öffentlich gepredigt und Kranke geheilt - und wurde dafür noch auf eine schmachvolle Weise getötet.
    Welche andere Person hat vergleichbare Wirkung erzielt? Niemand!
    Das Leben und Wirken von Jesus in Frage zu stellen ist lächerlich zeugt nur von einer besonders bescheidenen Denkhaltung. Besser wär es, man würde sich mehr über die Worte von Christus Gedanken machen - den Sterben muss jeder einmal.
  • DerSimu 11.07.2018 08:32
    Highlight Highlight Ich empfehle euch die Langdon-Reihe (Illuminati, Sakrileg, Das verlorene Symbol, von Dan Brown, Inferno, Origin). Fantastisch geschriebener Plot mit historisch korrekten Hintergründen.
  • Spooky 09.07.2018 20:10
    Highlight Highlight Odin hing am Weltenbaum, Jesus am Kreuz, Prometheus am Felsen, und im Tarot gibt es die Trumpfkarte des Gehängten.

    Alles nur geklaut.

  • TheRealSnakePlissken 09.07.2018 19:07
    Highlight Highlight Ohne Paulus wäre der Siegeszug des Christentums undenkbar. Es gab im römischen Reich verstreut viele Juden, DAMALS die einzigen Vertreter des Monotheismus (inkl. Bilderverbot). Diese Idee und Praxis hatte grosse Anziehungskraft auf das (polytheistische) Umfeld. Bis heute ist der Übertritt zum Judentum schwierig. Mit dem Konzept, einen relativ unbekannten Wanderprediger, respektive seinen gewaltsamen Tod zum "Eingangstor" in diesen auserwählten - das Auserwähltsein steht ja im Zentrum des jüdischen Glaubens - Zirkel zu machen, erfand Paulus das Christentum und machte es zur Massenbewegung.
  • Raphael Bühlmann 09.07.2018 13:32
    Highlight Highlight 2. Das Argument, Historiker wie Flavius oder Tacitus könnten ja über einen verschiedenen Jesus geschrieben haben, da dies ein verbreiteter Name war, ist ein Witz.

    Tacitus z. B. nennt den Namen "Jesus" gar nicht, sondern schreibt von "Christus".

    Flavius (ich nehme an, Josephus ist gemeint) nennt zwar den Namen "Jesus", erwähnt aber auch, dass dieser "Christus" genannt wurde.
    • Rabbi Jussuf 09.07.2018 15:32
      Highlight Highlight Raphael
      1. Es ist unumstritten, dass keiner der Evangelisten "Augenzeuge" war. Das lässt sich gut mit Textanalyse belegen. Was dazu einige Evangelikale sagen, ist unbedeutend.
      2.Wenn in einer Schrift von Tacitus von Christus die Rede ist, dann kann es sich nur um eine Fälschung handeln, ebenso bei Flavius. Kommt dazu, dass zwei der Stellen bei Flavius in sehr frühen Kirchenschriften nicht erwähnt werden.
      Zudem hätte Flavius aus eigener Anschauung wissen müssen, dass es "Christen" in Jerusalem gab. Er hätte dies auch erwähnt, wäre es so gewesen. Hat er aber nicht.
    • Rabbi Jussuf 09.07.2018 15:42
      Highlight Highlight Du kannst davon ausgehen, dass alle ausserbiblischen Quellen, entweder falsch verstanden werden (Sueton) oder gleich gefälscht sind, gar bei Plinius eingebettet in ein komplett gefälschtes Buch.
      Alle diese Stellen werden von den frühen Kirchenschriften nicht erwähnt, obwohl sie aus diesen Büchern zitieren. Warum wohl?
  • Raphael Bühlmann 09.07.2018 13:25
    Highlight Highlight Ich bin überrascht, dass nicht wenigstens bei einem der folgenden Punkte (z. B. von Seiten "Maracuja" oder "Rabbi Jussuf") protestiert wurde:

    1. Es ist KEIN Fakt, dass keiner der vier Evangelisten Augenzeuge gewesen sei. Es ist eine von nicht wenigen vertretene und begründete Annahme. Doch auch dass die Evangelien nach Matthäus und Johannes von ebendiesen Aposteln stammen (oder zumindest das von Johannes), wird weiterhin begründet vertreten.

    ...
    • Maracuja 09.07.2018 21:35
      Highlight Highlight @Raphael Bühlmann

      Wieso erwarten Sie einen Einwand von mir? Ich habe weder Religionswissenschaften noch sonst etwas studiert und habe das auch nie vorgegeben. M.W. geht die historisch-kritische Forschung heute davon aus, dass die Evangelisten Matthäus und Johannes NICHT mit den Aposteln gleichen Namens identisch sind. Herr Stamms Text ist also in Übereinstimmung mit heutigem Wissen und es gibt nichts zu protestieren. Falls Sie anderer Meinung sind, bin ich gespannt auf welche Quellen, Sie sich stützen.
    • Raphael Bühlmann 10.07.2018 00:57
      Highlight Highlight Du musst mich nicht siezen.
      Deine Beiträge sind mir schon oft positiv aufgefallen und tragen konstruktiv etwas zum Thema bei ... wie die vom "Rabbi" und ein paar anderen. Mit den anderen Kommentaren – entweder sarkastisch bis zynisch oder unverständliches Kauderwelsch – kann ich eher selten etwas anfangen.

      Die hist.-krit. Forschung ist sich v. a. bei Matthäus sicher, es handle sich beim Autor nicht um den Apostel. Bei Johannes auch, wenn auch weniger sicher, so wie ich das verstanden habe. Gläubige Bibelwissenschaftler, die anderes vertreten, stützen sich aber auch auf Wissenschaftlichkeit.
  • Maya Eldorado 09.07.2018 08:52
    Highlight Highlight Der Titel ist falsch. Jesus Christus hat keine Religion begründet! Er wurde benutzt um eine Religion zu begründen.
    Er wurde als Jesus geboren von Maria und Josef. Er ist Menschensohn.
    Bei der Jordantaufe mit 30 Jahren nahm der Geist Gottes in ihm Wohnung. Ab dann hiess er Jesus Christus.
    Die vier Evangelien beschrieben vor allem diese Zeit nach der Jordantaufe. Christus ist der Gottessohn.
    • Rabbi Jussuf 09.07.2018 11:56
      Highlight Highlight Ach der arme Jesus! Von allen wurde er benutzt!
      Von den einen wurde er zur Ikone zurecht gezimmert, vom anderen als Wohnung besetzt.

      Und jetzt wird darum gestritten, wem der Jesus gehört. Ist das moderner Sklavenhandel?
  • Nonbeliever 08.07.2018 23:34
    Highlight Highlight Interessant in diesem Zusammenhang sind auch die Parallelen zwischen dem Christentum und dem Mithraismus. "....alles nur geklaut..." wie ein bekannter Pop-Song einigen noch gut in den Ohren ist.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mithraismus_und_Christentum

    Mit Sicherheit basieren praktisch alle Jesus-Stories auf "hear-say", vor allem die Wundertätigkeitsgeschichten ist reinstes Seemansgarn, was ja auch gut zur Figur Jesus passt, da er angeblich auch (noch) Fischer war. Möglich, sogar wahrscheinlich ist trotzdem, dass es ein Wanderprediger gab, der am Schluss gekreuzigt wurde vom Hohen Rat.
    • Die Redaktion 09.07.2018 12:19
      Highlight Highlight @Nonbeliever

      Da sind sie aber auf dem Holzweg, Jesus "war" doch Zimmermann.
  • vera.vox 08.07.2018 22:43
    Highlight Highlight Solange sich die Sonne nicht verfinstert, der Mond scheint und die Sterne nicht vom Himmel fallen, liessen sich die aufgeworfenen Fragen über Jesus Christus durch Interviews mit den Jüngern klären.

    Dank dem Wort Gottes wissen wir, dass Jesus zu den Jüngern sagte:

    Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie gesehen haben, dass das Reich Gottes gekommen ist. (Markus 9,1 / siehe auch Lukas 9,27 / Matthäus 16,28)

    Warum wurden diese Jünger nicht interviewt?
    Sie kannten Jesus persönlich gut.

    Atheistische Angst dass die reine Wahrheit ans Licht kommt?


    .
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    • Pasionaria 09.07.2018 10:13
      Highlight Highlight "Atheistische Angst dass die reine Wahrheit ans Licht kommt?"
      Ach, Vera.voxy, wissen Sie, wer die 'reine Wahrheit' nicht kennt, ist ein freier Denker, wer meint, sie zu kennen, der ist nicht nur ein Dummkopf, nein, gar ein Lügner!
      Es tut mir leid für Sie.

    • Share 09.07.2018 21:24
      Highlight Highlight Wer wollte den altägyptischen Totenkult wiederauferstehen lassen? Gottgleich - dem Pharao? Missverständnisse garantiert. Für einen, der zu den verlorenen Schafen Israels gesandt worden ist? Ein Rabbi für jedermann: Jesu im Tempel; dieser Teil der Überlieferung schaffte es ins NT. Die Entsprechung des AT.
      Das ist eine Klatsche an die auf den Erlöser in Erstarrung Erwartenden - die warten auf den, der richten wird. Ein Hauskrach. Interviews?
      Vera, was ihr dem Geringsten getan habt... hat Wirkung über den Gartenzaun hinaus.
    • Agnos ~ 11.07.2018 19:32
      Highlight Highlight Vera.vox, was ist Wahrheit, was ist wirklich wahres an der Wahrheit? Ausgelegte Auslegung die bereits zuvor zerlegt wurde, aus einer Auslegung, und so weiter bis zum Dokument zurück, das willkürlich nach Gebrauch verschnitten wurde. Überlieferungen sind nun mal Kopien und keine Originale von Dokumenten, also nur Originale Kopien. Das zu ihrer biblischen Auslegung!
  • Maracuja 08.07.2018 13:08
    Highlight Highlight @Hugo Stamm

    Ein guter, aufklärender Text, an dem auch ich als kritische Leserin nichts zu korrigieren habe. Leider schreiben Sie vornehmlich zu einer Leserschaft, der diese Fakten bereits bekannt sind oder die zumindest nicht überrascht ist. Für mich gehörte eine Zusammenfassung wie Ihr Text aber ins Fach „Religion und Kultur“ (Bezeichnung Kanton Zürich).
    • Pasionaria 08.07.2018 17:05
      Highlight Highlight Wie bitte, Maracuja, wie kannst Du LeserInnen wie mich ganz vergessen? Bestimmt bin ich nicht alleine in dieser Community.
      Mir sind 'diese Fakten' eben NICHT bekannt, sondern nur viele religiös-dogmatische Fantasieüberlieferungen.
      Und genau deshalb lechzen WIR nach Fakten, die uns verdankenswerterweise H. Stamm und einige belesene KommentatorInnen, wie auch Du, franco Watson liefern.

      Deinen Einwand verstehe ich nun überhaupt nicht. Das Schöne des Stammblogs ist doch eben die Vielfältigkeit, da geht es nicht nur um Religion und Kultur, sondern vorallem um Missbrauch, Verirr- und Verwirrungen.
    • Maracuja 08.07.2018 17:48
      Highlight Highlight @Pasionaria

      Sorry, ich hab mich missverständlich ausgedrückt (mir ist die Verbalia eben nicht erschienen). Ich schätze die Beiträge von Hugo Stamm sehr und freue mich, wenn sie weiterhin hier erscheinen. Was ich sagen wollte, ist folgendes, was Herr Stamm hier schreibt, ist so elementar, dass es in den Schulstoff* gehört. Als meine Kinder noch zur Schule gingen, beschränkte man sich weitgehend darauf einfach Nettes über die besprochenen Religionen zu sagen.

      * ein Beitrag zu Sekten, sehr gerne von Herrn Stamm geschrieben, wäre ebenfalls erwünscht
    • Hugo Stamm 08.07.2018 20:21
      Highlight Highlight Maracuja, die Grundidee war, aufzuzeigen, dass wir über eine der bekanntesten Figuren wenig Informationen haben. Das ist doch sehr speziell und wurde selten thematisiert. Um die Behauptung zu belegen, musste ist ein paar Fakten anführen, sonst wäre ich wieder als Ignorant hingestellt worden. Übrigens ist das Wissen der meisten Christen bezüglich Bibel sehr rudimentär. Auf die Frage, ob die Evangelisten zur Zeit Jesusˋ gelebt haben, würde wohl eine Mehrheit sagen: Natürlich, sonst hätten sie Evangelien nicht schreiben können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 08.07.2018 12:38
    Highlight Highlight Es ist höchst unwahrscheinlich, dass eine Figur wie Jesus Hebräisch gesprochen haben könnte. Wenn eine Zweitsprache neben Aramäisch, dann eher Koine Griechisch. Mit Sicherheit lässt sich kaum etwas darüber sagen. Im damaligen Galiläa war Hebräisch allenfalls eine Liturgiesprache, die wegen der Ähnlichkeit zum Aramäisch wohl ansatzweise verstanden, aber nicht gesprochen wurde. http://Ä
  • Helona 08.07.2018 11:24
    Highlight Highlight Ich frage mich: Wenn wir das Bibelmärchen nicht hätten, was hätten wir dann? Irgendwie scheint es ein grosses Bedürfnis der Menschen zu sein, an eine übergeordnete Macht zu glauben. Oder gibt es irgendwo eine Kultur auf der Welt, die ohne Glauben auskommt?
  • Michael Bamberger 08.07.2018 10:43
    Highlight Highlight Pasionaria: "Ganz abgesehen von allem, das weisst Du sicherlich: wurde Jesus eigentlich vor seiner Geburt geboren?"

    Da gemäss den Anhängern des Christentums der Vater und der Sohn eine Gottesfigur sind (zwei Personen in einer), und diese Gottesfigur - wieder gemäss den Anhängern des Christentums - ewig ist, wurde weder die eine noch die andere Figur je geboren. Logisch, gell?
    • Pasionaria 08.07.2018 16:30
      Highlight Highlight Mit anderen Worten....., so ist für die Nichtanhänger des Christentums der Vater und der Sohn nichts als eine IDEE der Anhänger. Ob diese Idee auch ewig bleibt? Ich befuerchte es.
      Immerhin ist fuer beide Gruppen "weder die eine noch die andere Figur je geboren".
      Auch logisch, gell?
    • rodolofo 08.07.2018 18:04
      Highlight Highlight "Wie der Vater, so der Sohn!" lautet ein bekanntes Altherren-Wunschdenken von Patriarchen.
      Meistens gelingt die Gen- und Verhaltens-Übertragung in die Neuzeit nur zu einem Bruchteil.
      So haben die Gene von Mutter Maria in Gottes Fortpflanzung hineingepfuscht.
      Jesus kann allerhöchstens ein Halbgott gewesen sein.
    • Alienus 08.07.2018 21:36
      Highlight Highlight Pasionaria

      1/2

      Aber, aber. Nix ist geboren und doch nicht.

      Wenn es den EINEN gibt, da fragt man sich bei
      den Christen und nicht nur bei diesen, warum das EINE als DOPPEL beschrieben wird und bei der (ominösen) Verkündigung Marias sogar als DREIfaltigkeit (an)erkannt werden soll?

      Bei diesem Zahlenverwirrspiel greift man besser bescheiden zum GRÖSSTEN, dem ∞.

      Und nun spielt es doch keine Rolle, ob das EINE im Gedanken, Willen, Zeugung, Werdung, Geburt, Entwicklung, Leben, Sterben, Tod oder Nichtsein existent ist oder doch nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oxymora 08.07.2018 08:59
    Highlight Highlight Es waren einmal Priester

    Ihr Geschäft lief schlecht, so kreierten sie eine neue Götzenfigur am Kreuz. Ob es sie historisch jemals gegeben hat, war für ihr Geschäft irrelevant.

    Generationen später mussten Priester darauf reagieren, dass für viele Gläubige nur wirklich ist, was als historisch gilt.

    Im 2.Jh. nagelten Sie den Superstar zeitlich unter Pontius Pilatus und projizierten kirchliche Auseinandersetzungen auch gleich ins 1.Jh. zurück.

    Und wenn sie nicht gestorben sind, gehen die religiösen Auseinandersetzungen um Märchenfiguren weiter.

    Die Figuren werden dadurch nicht historischer.
    .
    User Image
    • rodolofo 08.07.2018 17:58
      Highlight Highlight Ist das da auf dem Bild Religiöser Science Fiction mithilfe von Gentechnologie?
    • Gähn 08.07.2018 19:13
      Highlight Highlight @Rodolofo
      Eigentlich ist der Typ rechts auf dem Bild Ganesha.
      Der Blitz tut mir übrigens leid, ist beim runterscrollen mit meinen Baggerschaufeln (Händen) passiert.
    • Oxymora 08.07.2018 21:44
      Highlight Highlight @ rodolofo
      Nein Ganesha wurde ganz normal, wie z.B. Adam aus Lehm geformt.
      Aus versehen wurde er geköpft, so musste halt ein Elefant zur ersten erfolgreichen historisch nachgewiesenen Kopftransplantation herhalten.
      Unser Schulmedizin schafft solche Eingriffe noch immer nicht.


      @ Gähn
      Offenbar kennen Sie sich aus im religiösen Milieu aus.
      Können Sie uns etwas über den historischen Ganesha berichten?
      Lebte er nun im Zölibat oder war er verheiratet?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sophia 08.07.2018 08:31
    Highlight Highlight Homer lebte 400 Jahre nach dem Trojanischen Krieg, doch kannte jeder Grieche seine Illias und konnte jede Stelle auswending zitieren. Für für dieGriechen waren die Helden der Illias alle echte Figuren und sie glaubten an ihre Helden und deren Taten. Zweifler wären wohl gar nicht ernst genommen worden.
    Jesus ist eben auch nur ein weiterer griechischer Held, der von den Griechen neu als Christus (Der "Gesalbte" ist ein griechisches Wort) geschaffen wurde! Jesus hat nichts gegründet, die Griechen haben eine Theologie geschaffen, in der Jesus eine Götterrolle auf Grund der Paulusstory bekam!
    • Maracuja 08.07.2018 13:00
      Highlight Highlight @Sophia: Der "Gesalbte" ist ein griechisches Wort

      Das NT wurde auf Griechisch verfasst. Die Tradition der Salbung ist aber altorientalisch und kommt im AT häufig vor:
      Die Salbung ist ein seit der Zeit der altorientalischen Reiche belegtes religiöses Ritual der Heilung, der Heiligung sowie der Übertragung und Legitimation politischer Macht
      (Wiki). Und staun, das hebräische Wort „Maschiach“ (Messias) bedeutet nichts anderes als „der Gesalbte“. Dass dieses Ritual auch im antiken Griechenland eine Bedeutung hatte, ist mir nicht bekannt, vielleicht können Sie mir dazu ein paar Fakten liefern.
    • Rabbi Jussuf 10.07.2018 07:54
      Highlight Highlight Es dürfte schon etwas komplizierter sein, als dass Jesus ein griechischer Held war. (Wohl eher ein Antiheld, wenn er überhaupt wahrgenommen wurde.
      Die griechische Volksreligion war in Auflösung begriffen und wurde von den Römern übernommen. Die griechische Bildung allerdings ging ungefiltert auf die "Römer" über. Mysterien, damals hoch in Mode, hatten grossen Einfluss auf das kommende Christentum, aber auch auf die römische Kultur. Die gr. Philosophie ebenso, wie auch auf die jüdische Kultur. Griechisch wurde schon früh zur Umgangssprache und hielt sich quasi bis ins 15.Jh in der Gegend.
    • Rabbi Jussuf 10.07.2018 07:57
      Highlight Highlight Trotzdem kam es im Chr. erst in späterer Zeit zu grösseren Einflüssen der griechischen Philosophie über die Neuplatoniker, wo hingegen die Mysterien eher zur Basis des Christentums gehören.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Die Redaktion 08.07.2018 02:33
    Highlight Highlight Hieronymus wurde im Jahre 383 vom Papst beauftragt sämtliche vorhandenen Neutestamentaren Schriften in einem Buch niederzuschreiben. Er bemerkte, dass sich selbst zwei Manuskripte des selben Evangeliums stark unterscheiden können. Wenn die Texte nicht gleich sind, kann "schwerlich die Wahrheit anzutreffen sein", meinte er dazu. Er änderte die fehlerhaften Passagen nach eigenem Gutdünken ab und zwar an mindestens 3500 Stellen. Über Jahrhunderte bastelten weitere an den Texten, so dass der Wahrheitsgehalt etwa dem eines Kinderbuchs entsprcht.

    Die Botschaft der Nächstenliebe ist dennoch gut.
    • Sophia 08.07.2018 08:44
      Highlight Highlight Schon Konstantin musste auf dem Konzil von Nicäa die vielen Geschichten über den Jesus auf die vier Evangelien zusammenstutzen, sonst hätte es eine ganze Flut von christlichen Sekten und keine Staatsreligion gegegeben, auf die der römische Kaiser seine Macht gründen konnte.
      Christus und auch das Wort Evangelium sind griechische Worte. (Auf deutsch: Der Gesalbe und die gute Botschaft) Jesus ist einfach nur der Kristallisationspunkt einer neuen Religion, die sich Konstantin als Machtbasis schuf. Und diese neue Staatsreligion vertrug als Grundlage der Staatsmacht natürlich keinerlei Abweichungen.
    • Agnos ~ 08.07.2018 20:45
      Highlight Highlight Konstantin der VIII hat nicht nur Evangelien gestutzt, sondern die Julianische Zeitrechnungs- Reformation mit Hilfe der Humanreformierten. Reformationen gab es schon immer seit es Menschen gibt, und die Versuchung etwas zu verändern ist gross, ob es nun gut oder schlecht ist. Selbst unter Luther wurden Schriften umgedeutet, und was schlussendlich Wahr ist weiss keiner, weder Luther noch Konstantin.
    • Sophia 09.07.2018 08:35
      Highlight Highlight Pablo, du kennst Konstantin den Grossen nicht und weisst nichts vom Konzil, das er zur Vereinheitlich der Religion einberufen hat? Dann must du hier gar nicht mitreden!
      Das Erste Konzil von Nicäa wurde von Konstantin I. im Jahre 325 nach Nicäa einberufen.
      Dein Konstantin VIII war ein unbedeutender Herrscher so um 1025 - 1028 in Bysanz, er verbrachte seine Zeit in Luxus und ohne jede Verantwortlichkeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • zinke86 07.07.2018 22:04
    Highlight Highlight Herr Stamm wundert sich, wie Jesus, resp. das Christentum (2 Mia. Menschen) so populär wurde bis heute? Vielleicht einfach, weil die Worte von Jesus wahr sind. Punkt.
    • Klaus07 08.07.2018 06:18
      Highlight Highlight Oder weil der Mensch einfach dazu neigt, sich vor seinem mickrigen Dasein in etwas Höherem zu verstecken. Wahr muss es nicht sein, einfach nur besser als die Realität.
    • mike2s 08.07.2018 09:08
      Highlight Highlight Das Christentum war darum erfolgreich weil es die Leute schamlos an log mit einem Paradies nach dem Tod. Der Hades war ja nicht etwas auf das man sich freuen konnte.
      Später haben sie einfach die Inquisition losgeschickt. Deren letzter Justizmord auf das Jahr 1826 datiert. Das ist mehr als hundert Jahre nach der Erfindung der Dampfmaschine.
    • rodolofo 08.07.2018 09:38
      Highlight Highlight @ Klaus07
      Dabei ist es gerade umgekehrt:
      Es gibt nichts unglaublicheres und fantastischeres, als die Realität!
      Wir brauchen mehr Dokumentationen!
      Erzieherisch manipulativen Märchen haben wir schon mehr, als genug.
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  • Share 07.07.2018 21:22
    Highlight Highlight Da wird bewusst von Katholiken geschrieben. Haben jene doch eine Glaubenskongregation, die über den Einsatz biblischer Geschichte nachdenkt. Genauer: über Legitimation. Darüber wird gerungen gar gestritten. Zu Paulus und Konstantin gesellt sich seit jeher Augustinus. Da haben es viele Apokryphen auch neue Funde schwer. Jesus selbst geht in der Dreifaltigkeit auf und wurde bis zum Personenkult von Karol W. eher auf die Tätigkeit der Zuwendung als jener der Leitfigur akzentuiert.
    • rodolofo 08.07.2018 09:36
      Highlight Highlight Und Du bist "das Orakel von Delphi".
    • Share 08.07.2018 11:41
      Highlight Highlight Was soll ich mir darunter vorstellen? Erkenne dich selbst. So wurde es überliefert. Diese jüdische Komponente, der Ankunft des Messiah die bis heute offen gelassen wird, vermittelt mir einen entspannteren Umgang mit einem personalem Gottesbild. Man könnte von Weichzeichner sprechen. Besser von, verzeih mir den Anglizismus, von Open Space. Du weisst ja, eigene Raumzeitlich ist wichtig.
    • rodolofo 08.07.2018 12:49
      Highlight Highlight Sich für Anglizismen zu entschuldigen wäre ein Anachronismus, darum dürfte diese Entschuldigung ein rätselhafter Hinweis sein auf irgend etwas...
      Ohne Anglizismen geht es doch heute gar nicht mehr!
      Sogar die in Abfall-Containern von Supermarkets nach brauchbaren Essensresten suchenden "Food-Waste-Vermeider" sprechen heute vom "Dump-Diving" und nicht mehr von "Im Abfall wühlen".
      Vielleicht müsste das Christentum da mitgehen, zum Beispiel mit einer "Spiritual Jam Session" für "Jesus Christ Superstar", oder mit einem "Keeling Down Flash Mob".
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  • mike2s 07.07.2018 20:31
    Highlight Highlight Ich finde man kann getrost davon ausgehen das Jesus Analphabet war. Sonnst hätte er seine Texte selbst aufgeschrieben.

    • Klaus07 08.07.2018 06:22
      Highlight Highlight Oder vielleicht empfand sich Jesus gar nicht so toll oder gar als Sohn Gottes und die Schreiber der Evangelien haben das Leben von Jesus etwas gar ausgeschmückt und übertrieben.
    • Sophia 08.07.2018 08:49
      Highlight Highlight Das kann auch Schlauheit beruhen, denn Geschriebens wird leicht zur Grundlage einer Diktatur! Auch Sokrates schrieb nichts auf, obschon er als Grieche mit Sicherheit schreiben konnte. Was mit geschriebenen Texten passieren kann, sehen wir am Koran. Dieses Buch ist ja heiliger als jede Vernunft und Humanität und schon gringste Zweifel am Koran gelten als Beleidigung Gottes, die mit dem Tode bestraft werden kann.
    • Heinz Nacht 08.07.2018 12:40
      Highlight Highlight @Sophia: Das ist mit der Bibel ja nicht anders. Ausser dass in unseren Breitengraden die Säkularisierung der Gesellschaft die religiösen Auswüchse bereits soweit eindämmen konnte, dass hier kaum noch jemand wegen "Beleidigung der heiligen Schrift" bestraft, geschweige denn getötet wird. Allzu lange her ist das aber noch nicht.
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  • Granini 07.07.2018 20:07
    Highlight Highlight Herr Stamm stellt berechtigte Fragen. Dabei stützt er sich auf von Theologen geführten (Hypo)Thesen, welche aber pro und kontra ausblenden. Auch gibt es durchaus auch (Hypo)thesen mit pro und kontras die für das Gegenteil sprechen.
    Weiter argumentiert Stamm, dass nur die Letzten Lebensjahre von Christus dokumentiert sind. Der springende Punkt dabei ist, dass dabei gerade diese Zeit für die Christenheit relevant ist und nicht seine Kindheit. Wer etwas (hirnrissige) Literatur über Jesu Kindheit lesen möchte, dem empfehle ich das Thomas-Evangelium. Sehr amüsant. :-)
    • Klaus07 08.07.2018 06:32
      Highlight Highlight Nur schon die Tatsache, das es viele Texte und Schriften gibt die nicht in den biblischen Kanon aufgenommen wurden (Apokryphen) zeigt doch nur auf, dass die ganze Bibel ein einziges von Menschen erschafenes, manipuliertes Werk ist. Der Wahrheitsgehalt liegt vermutlich irgendwo bei 20%. Der Rest sind Ausschmückungen, Übertreibungen und Unwahrheiten.
    • Granini 08.07.2018 11:45
      Highlight Highlight Lieber Klaus
      Die Apokryphen sind sehr wohl in Bibeln zu finden. Mach dich da mal schlau bevor du damit argumentierst.
      Aber du hast recht - viele wurden wegen ihrer fehlenden Authentizität nicht in den Kanon aufgenommen. Für mich heisst das, dass bei der Kanonisierung durchaus Wert auf Wahrheit und klaren Autoren gelegt wurde.
    • Klaus07 08.07.2018 15:44
      Highlight Highlight @Granini
      Apokryphen sind religiöse Schriften jüdischer bzw. christlicher Herkunft aus der Zeit zwischen etwa 200 vor und 400 nach Christus, die nicht in einen biblischen Kanon aufgenommen wurden oder über deren Zugehörigkeit Uneinigkeit besteht, sei es aus inhaltlichen oder religionspolitischen Gründen, oder weil sie erst nach Abschluss des Kanons entstanden sind oder zur Zeit seiner Entstehung nicht allgemein bekannt waren.
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  • Alienus 07.07.2018 20:02
    Highlight Highlight Ach Gott.

    Da setzt Hugo Stamm ein Fragment einer Heilsgeschichte ins Netz und schon glauben Blogger er hätte Gotteslästerung betrieben. Unterstellen ihm gar Geschäftssinn. Welch ein herrlicher Witz.

    Waren doch Schamanen, Wunder- und Wundheiler, Hohepriester, Päpste, Pfarrer, Priester, Popen und Rabbis von körperlicher Arbeit befreit.

    Die Nähe zu Gott, Göttern, Geistern, Schimären und sonstigen Schindmären bedarf natürlich eine gesamthafte Konzentration.

    Da diese Menschen körperlichen Müßiggang genießen, ist es erklärlich, dass sie auf die aberwitzigsten religiösen Abstrusitäten kommen.
    • rodolofo 08.07.2018 09:34
      Highlight Highlight ABER: Die müssen sich heute in Fitness-Centern quälen, damit sie den heutigen Anforderungen an die Oberflächen-Erscheinung gerecht werden können.
      Früher konnten die "Mächtigen" noch aufgedunsen, fett und hässlich sein.
      Heute ist das nicht mehr so ohne weiteres möglich.
      Da kannst Du eigentlich -der Einfachheit halber- wieder direkt körperlich anstrengende Arbeiten erledigen...
    • Alienus 08.07.2018 15:16
      Highlight Highlight rodolofo

      Ob in einem gesunden Körper nicht auch ein kranker Geist wohnen kann?

      > Nachtrag zum Beitrag vom 01.07.2018 um 06:27 Uhr

      Es ist wirklich kein Problem, da die Devise lautet: wer tüchtig austeilt muss auch tüchtig einstecken können.

      Habe aber nach deinem Schrieb zunächst im Keller alle Taschentücher schluchtzend vollgeweint …. vollgerotzt und und jetzt habe ich keine.

      Jetzt ist es aber gut!

      Aber da bleibt noch ein großes Rätsel: wer oder was ist denn diese ominöse Oberlehrerin?
    • Pasionaria 08.07.2018 16:46
      Highlight Highlight Aleniusus
      Du sprichst den "herrlichen Witz" an, ich würde eher von ermüdendem Witz sprechen.
      Hoffentlich wird sich H. Stamm, dank offenkundiger Einsicht und Argumenten, weiterhin nicht scheuen, unpopulär zu sein.
      Vorallem weil er es ja einzig und alleine darum tut, dank diesem Blog vermögend zu werden. Aua, mein Zwerchfell.

      Die Lösung des Rätsels @ Rodofo würde mich auch heissenst interessieren.
      Was weisst Du alles zum Wort > ominös? Vielleicht kommen wir dann der Lösung etwas näher!
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  • Oh Dae-su 07.07.2018 19:48
    Highlight Highlight "Denn die Chronisten, die vier Evangelisten, kannten Jesus nicht."
    Ist leider im Islam bei den Hadithe nicht anders. Da werden auch religiöse Regeln aus Schriften abgeleitet, die erst viele Jahre nach dem Leben von Mohammed entstanden sind und deren Authentizität nicht selten zweifelhaft ist. Wäre ja alles halb so wild, wenn nicht viele, der heute als problematisch erachteten, Eigenschaften des Islams direkt aus den Hadithe abgeleitet wären.
  • Maria B. 07.07.2018 13:58
    Highlight Highlight Rein sachlich gibt es an dieser eher kurzen Darstellung Stamms m.E. rein gar nichts zu kritisieren, sie sind ebenso zutreffend wie allgemein bekannt.

    Alle Religionsstifter (zumal in "prähistorischen Zeiten") wurden mythologisiert und ihre Person erhaben und entrückt dargestellt. Systemimmanent!

    Vor Allem, dass weder Paulus noch die Evangelisten Zeitzeugen waren, Jesus nicht persönlich kannten, sagt eigentlich schon sehr viel aus.

    Wie kann da von verlässlicher Authentizität gesprochen werden? Ein absolutes Unding.

    Schon alleine der diffuse Begriff "Sohn Gottes" wirkt irgendwie grotesk :-)

  • CASSIO 07.07.2018 11:52
    Highlight Highlight Religionswissenschafter drehen sich soeben um ihre eigene Achse. Man sieht auch bei Stamm, dass er weniger Experte, denn mehr Journalist ist, der Gschichtli verkaufen muss. Die Religionswissenschaft befasst sich sehr wohl mit den historischen Fakten und nimmt diese erst als gegeben an, wenn sie in unabhängigen Quellen mehrfach bestätigt werden (Stichwort Panthera). Klar sind die meisten Gschichtli Märchen, alles aber komplett in Frage zu stellen beweist vielmehr, dass sich Stamm weniger mit dem Wesentlichen auseinandersetzt, als vielmehr mit dem Unwesentlichen. Provokation als Verkaufsargument
    • Klaus07 07.07.2018 12:12
      Highlight Highlight „Seine Existenz ist zwar ziemlich wahrscheinlich“ in keinster Weise stellt Herr Stamm alles in Frage. Doch die Frage wer Jesus wahr ist absolut berechtigt. „Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass viele biblische Geschichten um Jesus Mythen sind“

      Religionswissenschaftler? Text Wiki. „Panthera ist der Name eines römischen Soldaten, der gemäß dem römischen Philosophen Celsus (Kelsos) aus dem 2. Jahrhundert der leibliche Vater Jesu Christi aus einer unehelichen Beziehung mit Maria sein soll. Viele Forscher halten die Legende für antichristliche Polemik.

      Wo ist jetzt bei ihnen das Wesentliche?
    • Die Redaktion 07.07.2018 12:31
      Highlight Highlight @CASSIO

      Dann können also Dan Browns Bücher als neue Evangelien angesehen werden, denn vieles darin entspricht der Wahrheit. Sind sie nun als historisches Werk oder Roman zu werten? Wenn es Romane sind dann ist die Bibel auch einer.
    • Oxymora 07.07.2018 12:32
      Highlight Highlight Nach der Widerkunft des Herrn Jesus:

      Braucht es keine Religionswissenschaftler mehr.

      Die Führung hat bereits damit begonnen,
      uns Schrittchen für Schrittchen auf das Ereignis vor zu bereiten.


      .
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  • Joe Smith 07.07.2018 11:51
    Highlight Highlight Zwar nur ein Detail, aber wenn Herr Stamm schon belehren, will, dann bitte korrekt: Das Jahr Null wurde nie gesetzt, weder falsch noch richtig. Es gab überhaupt nie ein Jahr Null. Die Null (als echte, vollwertige Zahl, nicht als reiner Platzhalter) wurde erst mehrere hundert Jahre später in die Mathematik eingeführt. Folglich springt die Zeitrechnung von 1 v. Chr. nahtlos zu 1 n. Chr. (Das wurde ja seinerzeit anlässlich des ein Jahr zu früh gefeierten «Milleniumwechsels» ausführlich diskutiert.)
    • Klaus07 07.07.2018 12:20
      Highlight Highlight Auch nicht ganz richtig. Eine 1 v. Christus gab es nie. Wenn Korrigieren, dann richtig.

      Ab der Spätantike waren im Christentum zwei Bezugspunkte für eine eigene Jahresrechnung besonders interessant, die Erschaffung der Welt und die Geburt Christi. Der Mönch Dionysius Exiguus legte 525 aus Vorgaben des Alten und des Neuen Testaments den Zeitpunkt der Geburt Jesu Christi für das Jahr 754 ab urbe condita („seit der Gründung Roms“) fest. Er bezeichnete das erste Jahr des Lebens Christi mit einer Eins. Text wikipedia
    • Joe Smith 07.07.2018 14:55
      Highlight Highlight Ich korrigiere gerne: Ich habe nie behauptet, es habe ein aktuelles Jahr 1 v. Chr. gegeben. Aber rückblickend gibt es eines. Ein Jahr 0 gibt es nicht einmal rückblickend.
    • Rabbi Jussuf 08.07.2018 12:51
      Highlight Highlight In der Tat muss man den Umstand bei Berechnungen berücksichtigen, dass es ein Jahr Null nicht gegeben hatte. Das führte schon zu so mancher Fehlberechnung für Daten vor unserer Zeit.
  • Mova 07.07.2018 11:48
    Highlight Highlight Oder du bist so gut wie dein Gegenüber dich gewähren lässt. Ich tippe mal darauf, 90% der Leute waren analphabeten. Das meiste beruht auf Hörensagen, wie zuverlässig diese Methode ist, weiss man.
    • rodolofo 08.07.2018 09:29
      Highlight Highlight @ Mova
      Vermutlich liegt Monty Python am nächsten bei der Realität.
      Das Problem lag also weniger beim "Guru" Jesus, als bei seinen Jüngern!
      Die wollten auf alle ihre Fragen, die sie Jesus stellten, als wären sie Kleinkinder, die sich von Pappi in die grosse, weite Welt einführen lassen wollten, eine Antwort!
      Und weil Jesus sie nicht enttäuschen wollte, gab er ihnen jeweils die Antwort, die ihm spontan durchs Hirn flatterte, wie zum Beispiel:
      - "Selig sind die Armen, denn ihnen gehört das Himmelreich!"
      - "Die Letzten werden die Ersten sein!"
      - "Gebt dem König, was des Königs ist!"
      Usw.
  • Slavoj Žižek 07.07.2018 11:41
    Highlight Highlight Hey Herr Stamm,

    Stop hatin'
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    • Valon Behrami 07.07.2018 13:28
      Highlight Highlight Kommen noch Argumente oder bleibt's beim Video?
    • Pasionaria 07.07.2018 15:40
      Highlight Highlight halt eben > empty Beitrag. Immerhin tun Sie Ihrem Nick Ehre an!
  • Waldorf 07.07.2018 11:34
    • Klaus07 07.07.2018 12:22
      Highlight Highlight Musste Lachen als ich den Artikel las. Und so etwas nennt sich noch Wissenschaftler.
    • Waldorf 07.07.2018 12:46
      Highlight Highlight Ach scheisse. Wie soll man sich so anständig konditionieren?!
  • Waldorf 07.07.2018 11:11
    Highlight Highlight #teamancientaliens
  • Rockabilly 07.07.2018 11:04
    Highlight Highlight Mir fehlt die Neutralität von Hugo. Vom ersten Satz bis zu letzten liest man die negative Ansicht leicht heraus. Allgemein eine sehr kritische Stellung zum Christentum. Bis jetzt nich keinen Artikel gelesen, indem sich Hugo mit anderen Religionen/Sekten aussernandersetzt wie dem Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus ect.
    Hier sieht man auch deutlich dass Hugo eine starke Abneigung gegenüber dem Christentim hat.

    Im Endeffekt ist es eine Glaubenssache, wie das Wort selbst erklärt. Entweder man glaubt an das oder nicht. Wir geniessen hier das Privileg dass wir deswegen nicht verfolgt werden
    • Oxymora 07.07.2018 11:50
      Highlight Highlight @Rockabilly

      “Bis jetzt nich keinen Artikel gelesen, indem sich Hugo mit anderen Religionen/Sekten aussernandersetzt wie dem Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus ect.“

      Nun das ist nicht schlimm, Sie können das jederzeit tun.

      https://www.watson.ch/sektenblog

      Zudem wünsche ich Ihnen, dass Sie auch etwas Empathie für Journalisten entwickeln können.
      Wäre Journalismus 100% neutral, wären Journalisten Maschinen und keine Menschen.
      Ihre Sicht auf Journalisten erscheint mir daher etwas unethisch; ob das dem lieben Gott gefällt?
    • Klaus07 07.07.2018 12:24
      Highlight Highlight „Im Endeffekt ist es eine Glaubenssache, wie das Wort selbst erklärt. Entweder man glaubt an das oder nicht. Wir geniessen hier das Privileg dass wir deswegen nicht verfolgt werden“

      Aber ander verfolgen ist in Ordnung. Juden, Sinti und aktuell Muslime.
  • Regas 07.07.2018 11:02
    Highlight Highlight Die Entwicklung der Menschheit wie sie bis heute stattgefunden hat hat sich jedenfalls völlig unabhängig davon entwickelt ob dieser Jesus jemals gelebt hat oder nicht. Wichtig sind nur die biblischen Aufzeichnungen und was über die Jahrhunderte daraus gemacht wurde. Es ist zu respektieren das die Christen diesen Jesus als Person oder als Götzenbild anbeten, obwohl all die, Handlungen, ausser für den Christen selber, völlig belanglos sind.
  • Oxymora 07.07.2018 10:06
    Highlight Highlight “Jesus Christus ist eine der bekanntesten Figuren in der Geschichte der Menschheit.“

    Die bekannte Figur in der Geschichte der Menschheit,
    die kein Statthalter dem Kaiser meldete; die von keiner nichtchristlichen Person, welche sie gesehen hat, je in einen Bericht erwähnt wird.

    Sehr beeindruckend!

    Warum wird nicht krampfhaft nach dem historischen Schneewittchen gesucht?

    Der Unterschied zwischen Anhängern von Volksmärchen und Anhängern des Christentums ist: Der Märchen Fan weiss, dass es sich bei seinen Schriften um Märchen handelt.


    .
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    • Klaus07 07.07.2018 12:34
      Highlight Highlight Jesus wird in diversen nichtchristlichen Schriften erwähnt. Text Hugo Stamm: „Ein paar wenige Historiker haben ihm lediglich ein paar dürre Sätze gewidmet“ jedoch wie Herr Stamm richtig schreibt nicht in der Epochalen Glorie wie Jesus in der Bibel dargestellt wird. Jesus ist kein Märchen, aber auch kein von Gott gesander Sohn Gottes. Schon das alte Testament strotzt von Überzeichnungen und dazu gedichteten Unwahrheiten um sich besser darzustellen. Beispiel der Auszug aus Ägypthen, wenn ein so grossen Volk aus einem Land auszieht müsste in Historischen Aufzeichnungen etwas vermerkt sein. Nichts
  • Michael Bamberger 07.07.2018 09:55
    Highlight Highlight "Heute geht man davon aus, dass Jesus als Jude nur in Israel wirken und keine neue Religion gründen, sondern das Judentum reformieren wollte...Das Zeitalter der Aufklärung stand ganz im Zeichen der Emanzipation von Kirche, Aberglauben, Mythologie und Heteronomie. Daraus entstand die neuzeitliche Religionskritik, die das Christentum und darüber hinaus alle Religion von verschiedenen Ansätzen aus als:
    - Metaphysik (Immanuel Kant),
    - Projektion (Ludwig Feuerbach),
    - Ideologie der Klassengesellschaft (Karl Marx)
    - Zwangsneurose (Sigmund Freud)
    kritisiert." (Wikipedia)


    • Klaus07 07.07.2018 12:40
      Highlight Highlight Jesus spaltete die Kirche wie Luther, ob gewollt oder nicht ist nicht bekannt.

      Aber wie bei Luther muss es im Hintergrund sehr viele Menschen gegeben haben die die Handlung von Luther oder Jesus für Ihre eigenen Interessen benutzt haben.
    • Pasionaria 07.07.2018 15:50
      Highlight Highlight Ganz abgesehen von allem, das weisst Du sicherlich: wurde Jesus eigentlich vor seiner Geburt geboren?
    • Agnos ~ 08.07.2018 14:04
      Highlight Highlight Seit Saulus hat es stets immer neue Reformen gegeben, die den christlichen Doktrin stets verändert haben. Der christliche Glaube hatte schon immer seine Schlagseite, entweder glaubst, oder dann bist Tod. Der Glaube war keine helfende Kraft, sondern forderte stets Pfand, nach dem Motto;
      ?)/&%*wer alles glaubt wird selig/)!?$!?/),
  • Franz0506 07.07.2018 09:41
    Highlight Highlight Eine Persönlichkeit erkennt man nicht nur an dem was sie spricht, sondern an dem was sie bewirkt. Jesus hat eine weltumspanndende Wirkung erreicht. Er bezeichnete sich selbst als Sohn Gottes und bezeugte dies mit Heilungen und anderen Wundern.
    Er sagte von sich,"...mein Reich ist nicht von dieser Welt." Wer also nicht an Gott, an ein Jenseits und ein Leben nach dem Tode glaubt, der soll sich die Mühe schenken, die ihn verstehen zu wollen. Jesus kam mit einem Auftrag auf diese Erde und er hat diesen erfüllt. Davon hat jeder Mensch einen grossen Nutzen - ob er dies nun glaubt oder nicht.
    • Die Redaktion 07.07.2018 11:13
      Highlight Highlight @Franz0506

      "..mein Reich ist nicht von dieser Welt."

      Stammt aus dem "Das Evangelium nach Johannes". Ergo kann dieses Buch nicht von Johannes geschrieben worden sein. Darauf möchte ich aber nicht weiter eingehen.

      "Johannes" lebte 100-150 Jahre nach Jesus Tod, kann aber sogar den genauen Wortlaut wiedergeben, ohne Jesus jemals begegnet zu sein. Eine reife Leistung.
    • Klaus07 07.07.2018 12:49
      Highlight Highlight @Franz0606
      Da selbst die Existenz von Jesus hinterfragt wird, dann sind seine Taten und Wort noch mehr unklar geschweige denn einer seiner Wunder oder Heilungen sie je passiert.

      Die Schriften des neuen Testament wurden Jahrzehnte nach dem Tot von Jesus geschrieben. Versuchen Sie sich einmal daran zu erinnern, was Sie vor zwei Wochen gegessen oder gesagt haben...

      Von was für einem Nutzen sprechen Sie? Sich geistig einer Ideologie zu unterwerfen soll ein Nutzen sein? Vielleicht für diejenigen die diese Ideologie Verwalten (Papst, Kirche). Die Menscheit ginge es besser ohne Religion.


    • Valon Behrami 07.07.2018 13:32
      Highlight Highlight Franz0506, das stimmt gar nicht. Es gibt das fliegende Spaghettimonster. Du wirst profitieren, auch wenn du nicht daran glaubst.

      Überzeugt dich das auch so sehr wie uns deine Kommentare?
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  • amRhein 07.07.2018 09:29
    Highlight Highlight Solche Mythen sind heutzutage völlig irrelevant. Die Herausforderung heute ist nicht das „ewige Heil“, sondern ein gelungenes Leben, miteinander, verantwortungsvoll und vernünftig.
    • Klaus07 07.07.2018 12:50
      Highlight Highlight Und dass ohne Religion. Funktioniert perfekt.
    • rodolofo 07.07.2018 13:35
      Highlight Highlight @ Klaus07
      Glaubst Du...
    • Klaus07 07.07.2018 14:45
      Highlight Highlight Jein! Es wäre mindestens ein Faktor weniger, worum sich Menschen die Köpfe einschlagen. Das Hauptübel ist der Mensch ansich.
  • Hafekääs 07.07.2018 09:24
    Highlight Highlight Es dünkt mich, als ob Herr Stamm hier zu hohe Ansprüche an die Güte althistorischer Quellen hat. Als Quelle sind die Evangelien durchaus zu gebrauchen (kurze Zeit zwischen dem Ereignis und den frühesten Fragmenten, geringe Unterschiede zwischen den Fragmenten, grosse Anzahl Fragmente). Ob das was drinsteht wahr ist ist eine andere Frage, aber man kann sicher sagen:

    - Jesus lebte in der 1. Hälfte des 1. Jh n. Chr.
    - Er wurde gekreuzigt
    - Kurz danach verbreitete sich das Christentum in Röm. Reich
    - die Evangelien haben den Anspruch an sich selbst, historisch akkurat zu sein, v.A. Lukas.
    • Die Redaktion 07.07.2018 11:01
      Highlight Highlight @Hafekääs

      "Lukas" hat sein Evangelium, das Älteste im neuen Testament, 30-40 Jahre nach dem Tode Jesus geschrieben. Da Jesus um die 30 Jahre alt wurde, ergibt das 60 oder 70 Jahre Entfernung zur Geburt Jesu.

      Er überlieferte aber Dinge wie:

      "Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden"

      Selbstverständlich weiss er was damals gesprochen wurde, er war ja schliesslich gar nicht da.
    • Hafekääs 07.07.2018 11:41
      Highlight Highlight Zeugenbefragungen?

      Ich beziehe mich in erster Linie aug seinen Selbstanspruch:

      "... so schien es auch mir gut, der ich allem von Anfang an genau (akribos) nachgegangen bin, es dir der Reihe nach zu beschreiben,..."

      Jesus lebte um 60-70 nicht mehr, aber einige seiner Zeitzeugen. Wie wahr deren Aussagen waren können wir nicht rekonstruieren, ebensowenig wie die Genauigkeit seiner Abschriften. Dieses Problem existiert aber bei allen antiken Quellen.
    • Die Redaktion 07.07.2018 12:14
      Highlight Highlight @Hafekääs

      Hierzu empfehle ich dieses kurze Youtube Video. Wir erinnern uns genau so an bestimmte Dinge wie es unser Gehirn für richtig hält.
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  • Stromer5 07.07.2018 09:02
    Highlight Highlight Naja, es ist ja auch ein Glaube, oder?
    Wir, oder zumindest ein Teil von uns, glauben ja auch daran, gerade weil wir darüber nichts wissen.
    Bisschen ein unnötiger, unvollständiger Artikel...
  • rodolofo 07.07.2018 08:52
    Highlight Highlight ...
    Da fällt mir gerade noch ein, dass ich letzthin tatsächlich ein Aramäisches Ehepaar vor mir hatte!
    Sie führen zusammen eine Reinigungs-Firma, waren sehr freundlich und herzlich, wohlgenährt bis pummelig in der äusseren Erscheinung.
    Sie klärten mich darüber auf, dass die Aramäer in Syrien beheimatet seien und dass Assad gut sei für sie als Christen.
  • lilie 07.07.2018 08:45
    Highlight Highlight Endlich wieder einmal ein sachlicher Text, thematisch in sich geschlossen, mit einem nachvollziehbaren und inhaltlich korrekten Fazit!

    Tatsächlich ist es aufgrund der bekannten Fakten nicht gerechtfertigt, Jesus als Begründer der nach ihm benannten Weltreligion zu verstehen.

    Viel eher war er - je nach Verständnis - ein Reformator des damaligen Judentums oder Anführer einer jüdischen Sekte.

    Eine neue Religion wurde daraus erst nach seinem Tod und nach Zerstörung des Tempels in Jerusalem. Und vor allem durch den Entscheid Petrus', auch Nicht-Juden zu taufen - Jesus taufte nur Juden.
    • Hafekääs 07.07.2018 10:45
      Highlight Highlight Die meisten Briefe wurden vor der Zerstörung des Tempels geschrieben, und der "PR-Manager" wurde wohl während der Christenverfolgung Neros hingerichet, also 6 Jahre vor der Zerstörung des Tempels. Keine Christenvervolgung ohne Christen. Die Ausbreitung begann rund 35-40 Jahre vor der Zerstörumg des Tempels.

      Und Jesus selbst taufte nicht, nur seine Jünger.
    • You will not be able to use your remote control. 07.07.2018 11:45
      Highlight Highlight > Und vor allem durch den Entscheid Petrus', auch Nicht-Juden zu taufen - Jesus taufte nur Juden.

      Du hast den Artikel nicht verstanden. Man weiss nicht, ob Jesus und Simon irgendjemanden getauft haben oder nicht, man weiss nicht ob sie gelebt haben, wie sie aussahen oder was sie dachten, falls sie gelebt haben.

      Eine Religion wurde daraus erst, als andere ihre Geschichte mit unmöglichen Details ausschmückten und dies als 'die Wahrheit' verkauften.
    • Die Redaktion 07.07.2018 11:46
      Highlight Highlight @Hafekääs

      Jesus hatte mit den sieben Sakramenten ohnehin nichts zu tun, da er ja ein Jude war.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 07.07.2018 08:43
    Highlight Highlight ...
    Was bringt uns dazu, uns mit der Vergangenheit zu beschäftigen?
    Einerseits ist es sicher interessant, mit detektivischem Gespür nach Scherben und Puzzle-Teilen zu suchen, diese zu sammeln, zu sortieren und zusammenpassende Teile zusammenzufügen.
    Der andere, meist nicht zugegebene Teil der Motivation liegt aber wohl darin, dass sich die Vergangenheit gegen unsere Interpretationen, Projektionen, Verdrängungen und Wunschbilder nicht wehren wird und auch nicht wehren kann!
    Und so wird sich auch Jesus nie in einem Grab umdrehen, weil er ja eh zu Gott aufgefahren ist...
  • rodolofo 07.07.2018 08:37
    Highlight Highlight Ein Reformierter Aktivist erklärte mir mal, dass die ursprüngliche Bibel in Aramäisch geschrieben worden sei.
    "Aramäisch" also, ist ja höchst interessant!
    Dieser (Evangelikale) Aktivist in einer Reformierten Kirchgemeinde versteht also offensichtlich etwas von der Christlichen Materie!
    Und er machte sich auf ins Gelobte Land Israel, wo er die Heiligen Stätten mit eigenen Augen begutachten konnte!
    Vermutlich hat er dabei sehr viele Steinhaufen in staubiger Halbwüste gesehen.
    Aber das sind wohl wieder meine Clichée-Vorstellungen, die ich von "Reisen zurück in die Vergangenheit" habe.
    ...
    • lilie 07.07.2018 09:12
      Highlight Highlight @rodolofo: Ich habe die heiligen Stätten selber auch besucht, und ich kann dir garantieren, dass die Christenheit sich nicht mit Steinhaufen zufriedengibt.

      Viel mehr ist an jeder heiligen Stätte eine riesige Kirche mit Pomp und Kitsch gebaut worden, wo jede grössere christliche Konfession eine Ecke zugeteilt bekam, wo sie behauptet, dass genau dort Jesus geboren/gestorben/zum Himmel aufgefahren sei.

      An der Stelle, wo Jesus angeblich im Jordan getauft wurde, betreiben die Juden (!) eine Pilgerstätte, wo man sich für viel Geld in den Fluss tauchen lassen kann.

      So viel zu den "Steinhaufen"...

Schweizer Sektenprediger vergleicht Jesus mit Hitler – die unsägliche Story des Ivo Sasek

Ein Dokumentarfilm entlarvt den Gründer der Organischen Christusgeneration als Verschwörungstheoretiker.

«Welches ist die gefährlichste Sekte?» Diese Frage wird mir bei Vorträgen oft gestellt. Die Sache sei zu komplex, um ein Ranking zu erstellen, antworte ich jeweils. Aber Scientology müsse weit oben angesiedelt werden, weil der Psychokult ein sehr ausgeklügeltes Indoktrinationssystem aufweise.

Die wohl zweithäufigste Frage lautet: «Sind Freikirchen Sekten?» Auch diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Die moderaten Freikirchen seien sicher keine Sekten im engeren Sinn, doch …

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