DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Für das Wetter nutzt Microsofts Flugsimulator Echtzeitdaten des Schweizer Wetterdienstes meteoblue.
Für das Wetter nutzt Microsofts Flugsimulator Echtzeitdaten des Schweizer Wetterdienstes meteoblue.

Microsoft hat das faszinierendste Spiel des Jahres entwickelt – mit Schweizer Hilfe

Der neue «Flight Simulator» von Microsoft erscheint am Dienstag und bietet noch nie dagewesenen Realismus. Wir zeigen, was im Titel steckt und warum sich auch für Nicht-Simulator-Fans ein Blick lohnt.
17.08.2020, 16:0518.08.2020, 12:19
Ein Artikel von
t-online

Wer mal das Pilotendasein erleben will, kann entweder einen Pilotenschein machen oder sich einen Flugsimulator kaufen. Auf den Markt gibt es viele Angebote, beispielsweise das kostenlose «FlightGear» – doch ausgerechnet die wohl älteste und prestigeträchtigste Serie, der «Flight Simulator» von Microsoft , bietet seit über zehn Jahren keine aktuelle Version mehr an. Am Dienstag ändert sich das wieder.

1982 erschien die erste Version der Flugsimulation und lange gehörte das Spiel zum festen Repertoire von Microsoft – wie Windows oder Office. 2006 veröffentlichte das Unternehmen den«Flight Simulator X». Doch 2009 schloss Microsoft das Entwicklerstudio Aces Game Studio, das bisher für die Flugsimulation verantwortlich war. Ob jemals wieder ein «Flight Simulator» folgen würde, war darum lange offen.

Auf der Spielemesse E3 verkündete Microsoft im vergangenen Jahr aber überraschend einen neuen Teil: den «Flight Simulator 2020.» Am 18. August erscheint der Titel, entwickelt wird er vom französischen Entwickler Asobo Studios. Die Flugsimulation will vor allem mit Umfang und Realismus beeindrucken. Wir zeigen, was Fans ab Dienstag erwarten können.

So sieht der neue Microsoft Flight Simulator 2020 aus – und das sagen die ersten Tester:

1 / 27
So sieht der neue Microsoft Flight Simulator 2020 aus
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Landschaft mithilfe von Bing Maps erstellt

Wer sich eines der Preview-Videos auf YouTube anschaut, dem wird sofort der hohe Detailgrad der Simulation auffallen: Nicht nur die Flugzeuge und das Cockpit, sondern auch die Landschaft kann mit sehr detaillierter Grafik in bis zu 4K-Auflösung beeindrucken. Ein erster kurzer Vorabtest der t-online.de-Redaktion bestätigte diesen Eindruck:

«So realistisch, so umfangreich und so beeindruckend war bislang keine Flugsimulation für den heimischen PC.»

Im «Flight Simulator» über Zürich

Um die Landschaft so realistisch wie möglich darzustellen, hat das von Microsoft beauftragte Asobo Studios für den neuen «Flight Simulator» realistisches Kartenmaterial sowie Luftbilder von Bing Maps benutzt, wie die Entwickler erklären. Die 3D-Umgebung wird von Microsofts Cloud-Service Azure generiert. Das funktioniert aber nur, wenn Spieler während des Fliegens mit dem Internet verbunden sind. Wer den Titel offline nutzen will, muss entsprechende Inhalte vorher herunterladen.

Der «Flight Simulator 2020» ist ein technischer Meilenstein.
Der «Flight Simulator 2020» ist ein technischer Meilenstein.

Wie spektakulär gut das aussieht, erwies im Kurztest ein Flug über das virtuelle Berlin: Bisweilen meint man, aus einem echten Flugzeug zu schauen – im Tiefflug erkennt man kleine Autos und zigtausende, teils realistisch nachgebildete Gebäude Berlins. Den Berliner Fernsehturm erkennt man schon aus kilometerweiter Entfernung, auch der umliegende Alexanderplatz samt zugehörigem Bahnhof mit rundem Glasdach ist unzweifelhaft zu identifizieren. Sogar das Gebäude, das die t-online.de-Redaktion (Medienpartner von watson) in Berlin beherbergt, liess sich schon beim ersten Tiefflug über die Torstrasse klar ausmachen – insgesamt sehr beeindruckend. Schiebt man während des Fluges den Tageszeiten-Regler nach rechts, blickt man auf einmal auf das strahlende Lichtermeer des nächtlichen Berlins und die Illusion wird vollends perfekt.

Wirklich spektakulär wird es dann, wenn man sich etwa mit einer kleinen Cessna tief in die Strassenschluchten von New York City wagt. So toll und realistisch sah die Metropole noch in keinem anderen Flugspiel aus. Beeindruckend ist dabei: Hier sind nicht nur ein paar Metropolen von Hand nachgebildet worden – der ganze Globus lässt sich auf diese Weise erkunden!

«Flight Simulator 2020» angespielt: Kommentierter Rundflug, Grafik-Highlights und Fails.

Fliegen bei jedem Wind und Wetter

Wind und Wetter sollen so realistisch wie möglich dargestellt sein. So werden Dinge wie die Windgeschwindigkeit, Windrichtung oder auch Luftfeuchtigkeit berechnet. Nutzer können auch auf Windphänomene wie Steig- und Fallwinde sowie Jetstream stossen, wie die «Gamestar» berichtet. Flugzeuge, die den Jetstream nutzen, können beispielsweise Treibstoff sparen.

Für das Wetter nutzt der Flugsimulator Echtzeitdaten des Schweizer Wetterdienstes meteoblue. Auch gibt es einen Tag-Nacht-Wechsel. Spieler können viele Einstellungen wie die Tageszeit oder die Wetterverhältnisse während es Spiels anpassen.

Dazu können Nutzer auch auf Live-Flugdaten zugreifen und so auf Flugzeuge stossen, die sich aktuell tatsächlich in der Luft befinden. Allerdings werden im Umkreis von 200 Kilometern nur 50 Flugzeuge gleichzeitig dargestellt, um die Systeme nicht zu überlasten.

Ein Spiel zum Erkunden

Spieler können laut Microsoft mehr als zwei Millionen Städte besuchen, verschiedene Tiere entdecken und auch überall dort landen, wo es im echten Leben möglich ist – also auch abseits von Flughäfen. Dass die Server Karten- und Satellitendaten auch heute noch nicht perfekt in ein dreidimensionales Abbild übersetzen können, sieht man meist erst beim Tiefflug über gut bekanntes Terrain. Die kleine Küstenstadt Flensburg etwa ist zwar unzweifelhaft wiederzuerkennen – allerdings sind nicht alle Kaianlagen perfekt, nicht alle dreidimensionalen Gebäude korrekt umgesetzt. Zudem hat der Algorithmus sehr grosszügig Bäume im Stadtbereich gepflanzt. Tatsächlich existieren viele davon nicht.

Wirklich stören tut das allerdings nicht – schon ab ein paar Tausend Fuss Höhe ist die Illusion auch für Ortskundige perfekt.

An tausenden Stellen haben die Entwickler aber auch Hand angelegt um die Bereiche noch echter zu gestalten. Mehr als 37'000 Flughäfen haben die Entwickler etwa händisch nachbearbeitet. Bis zu 40 Flughäfen wurden sogar detailliert nachgebaut. Microsoft hat angekündigt, das Spiel für mindestens zehn Jahre mit Updates zu versorgen. Die Welt soll anhand neuer Daten stetig verbessert werden. Und eine Virtual-Reality-Unterstützung soll noch 2020 folgen.

Für Anfänger geeignet

Um Spieler Herausforderungen zu bieten, gibt es im «Flight Simulator 2020» Aktivitäten wie Landing Challenges. Hier können Nutzer ihre Flugfähigkeiten beweisen und mit anderen Spielern auf einer Highscore-Tabelle konkurrieren (siehe folgendes Video). Eine klassische Kampagne bietet der neue «Flight Simulator» aber nicht. Im Mehrspieler-Modus selbst können Nutzer mit anderen Spielern oder nur mit Freunden nach eigenen Regeln fliegen.

Auch Anfänger sollen sich in dem Flugsimulator schnell zurechtfinden können. Das Spiel bietet verschiedene Assistenzsysteme, die beispielsweise die Instrumente prüfen und oder den Funkverkehr übernehmen. Die Unterstützung lässt sich sehr fein einstellen. Das ermöglicht auch Einsteigern schon in den ersten Stunden spektakuläre Flüge über Grossstädte und Naturwunder. Wer sich sicherer fühlt, kann mehr Systeme selbst übernehmen. Ein gut gemachtes Tutorial führt Neulinge in einer Cessna an die Grundlagen des Fliegens heran. Wer später Jets ohne jegliche Unterstützung fliegen möchte, muss sich allerdings auf dutzende Lernstunden einstellen. Allein die Zahl der Tastaturbefehle ist zu Beginn schnell überwältigend.

Teures Steuerzubehör muss es zum Start erstmal nicht sein – auch wenn das natürlich die optimale Art ist, um die Flugzeuge zu steuern. Nur auf Tastatur und Maus sollte man sich allerdings auch nicht verlassen – damit lassen sich die Flugzeuge kaum ausreichend präzise Steuern. Ein Gamepad mit Analogsticks stellt aber einen guten Einstieg dar. 

Drei Versionen verfügbar

Der «Flight Simulator» ist in drei Versionen erhältlich: Standard, Deluxe und Premium Deluxe Edition. Die Versionen unterscheiden sich im Inhalt: Die Standard-Version kostet knapp 70 Franken, enthält 20 Flugzeuge und 30 handgefertigte Flughäfen. Die Deluxe-Edition kostet knapp 100 Franken und enthält 25 Flugzeuge sowie 35 handgefertigte Flughäfen. In der Premium Deluxe Edition sind 30 Flugzeuge und 40 handgefertigte Flughäfen enthalten, diese Version kostet aber auch knapp 130 Franken. Nutzer können gegen Aufpreis ihre Version auch im Nachhinein aufrüsten.

So sah Microsofts «Flight Simulator» früher aus

1 / 14
So sah Microsofts Flight Simulator früher aus
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

(avr/jnm/t-online.de)

Die neusten Game-Reviews

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

So werden Passagierflugzeuge für Frachtflüge genutzt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Review

Das Open-World-Game «Ghost of Tsushima» war 2020 eine Wucht – nun gibt es Nachschub

Vor rund einem Jahr erschien auf der Playstation 4 ein Openworld-Spiel, das zeigte, dass das Genre gar nicht so aufdringlich und stressig sein muss. Der Director’s Cut von «Ghost of Tsushima» bietet jetzt noch mehr entschleunigte Samurai-Inhalte. Ob sich der Wiederbesuch lohnt?

Das Entwicklerstudio Sucker Punch hat im letzten Jahr eindrücklich bewiesen, dass Openworld-Spiele keineswegs eine überfrachtete Karte besitzen und die Spielenden mit ewig aufploppenden Hinweisen stressen müssen.

Eine gut erzählte Geschichte, viel Drama und allen voran eine berauschende Optik verzückten uns und lieferten wunderschöne Spielstunden auf der Insel Tsushima, wo wir Schritt für Schritt als Samurai Jin die Mongolen mit viel Widerstand bekämpften. Nun gibt es Dank dem Director’s …

Artikel lesen
Link zum Artikel