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SwissCovid-App wirkt – und es wurden bereits 2200 Covidcodes eingegeben

Studenten mit Schutzmasken an der Ostschweizer Fachhochschule OST, am Dienstag, 15. September 2020, in Rapperswil-Jona. An der OST gilt wegen des Coronavirus eine Maskenpflicht, solange Studierende un ...
Studenten an der Fachhochschule OST in Rapperswil-Jona. Die SwissCovid-App richtet sich speziell auch an jüngere und besonders mobile Menschen.Bild: keystone

Die SwissCovid-App wirkt – und es wurden bereits 2200 Covidcodes eingegeben

Wie gelingt es dem Bundesamt für Gesundheit, noch mehr Leute vom Nutzen der Corona-Warn-App zu überzeugen? Heute informierten die Verantwortlichen.
17.09.2020, 14:1617.09.2020, 14:22
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Die SwissCovid-App soll interaktiver und damit attraktiver werden. Das hat Mathias Wellig, Geschäftsführer der App-Entwicklungsfirma Ubique Innovation, am Donnerstag vor den Medien in Bern angekündigt.

Die App läuft bisher vor allem im Hintergrund, manchen Benutzerinnen und Benutzern sei das jedoch zu wenig. Deshalb wird die App künftig mehr Informationen (Anzahl Nutzer oder total eingegebene Covid-Codes) bieten.

Auch wird es möglich sein, direkt aus der Anwendung andere Menschen auf die App aufmerksam zu machen.

Das Update der Swiss-Covid-App (für Android und iPhone) soll ab nächster Woche verfügbar sein.

Die App wirkt

Bisher wurden 2200 Covidcodes eingegeben, wie Sang-Il Kim, der Leiter der Abteilung Digitale Transformation beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), mitteilte.

Die Corona-Hotline des Bundes registriere rund 100 Anrufe pro Tag in Zusammenhang mit Warnhinweisen.

Die digitale Kontaktverfolgung ist ein wirksames ergänzendes Instrument zur Kontrolle der Ausbreitung von SARS-CoV-2: Dies hat das Wissenschaftsteam um den Epidemiologen Marcel Salathé, das die App entwickelt, untersucht.

Allerdings stagniert die Zahl der täglich aktiven Nutzerinnen und Nutzer, wie die Statistiken des Bundes zeigen.

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screenshot: bfs.admin.ch
Das erklärte Ziel sind 3 Millionen aktive User bis im Herbst.
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Die App rettet Leben und bewahrt Leute vor einer Infektion mit möglicherweise verheerenden Folgen.
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Unklar ist, warum hunderttausende Schweizer die App zwar heruntergeladen haben, sie dann aber nicht weiter nutzten.

Die Fallzahlen steigen

BAG-Kadermann und Arzt Kim rief erneut dazu auf, die SwissCovid-App zu installieren. Die Fallzahlen würden aktuell steigen. Man müsse die Eindämmungsmassnahmen unbedingt verstärken. Und da könne die App helfen. Das BAG empfehle, die App lieber jetzt zu installieren und zu aktivieren und nicht erst später, wenn die Fallzahlen weiter stiegen.

Bezüglich der BAG-Contact-Tracing-Datenbank sagte Kim, diese sei diese Woche gestartet. Die Arbeiten auf Bundesseite seien abgeschlossen, nun seien die Kantone am Zug, die entsprechenden Daten zu liefern. Drei würden dies bereits tun, bis Mitte Oktober solle dies bei allen der Fall sein, die das mit der Datenbank kompatible Sormas-System nutzten.

Neue IT-Systeme sollen Contact Tracing vereinfachen, Kim im Interview:

Acht Kantone verwenden laut Kim aktuell bereits live das Sormas-System, am Schluss werden es sicher 16 sein. Zwei weitere Kantone würden sich überlegen, auf dasselbe System zu wechseln.

Es stehe in der Hoheit der Kantone, diese Daten dem Bund zu senden. Die neuen Contract-Tracing IT-Systeme seien für die Kantone wichtig, da diese Systeme erlauben, einfacher höhere Fallzahlen schneller und effizienter bearbeiten zu können.

(dsc/sda)

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