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Wanderer auf dem Sessellift Chruez der Bergbahnen Flumserberg, am Samstag, 6. Juni 2020, am Flumserberg. Die Bergbahnen in der Schweiz duerfen heute nach dem Coronavirus-Lockdown wieder den Betrieb aufnehmen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Hoch hinaus: Die Schweiz stellt mit «SwissCovid» ihre Innovationskraft unter Beweis. Nach den Wissenschaftlern, IT-Spezialisten, Juristen und Politikern sind die Bürger dran. Bild: keystone

Analyse

Die verrückte Geschichte, wie die Schweiz zur (vielleicht) weltbesten Corona-Warn-App kam

Die offizielle Lancierung von SwissCovid steht bevor. Wir blicken zurück auf die Meilensteine eines historisch einmaligen Software-Projekts.



Dieser Beitrag dreht sich um die turbulente Entstehungsgeschichte von SwissCovid, der Schweizer Corona-Warn-App, die nun endlich an den Start gehen kann.

Wir reisen zurück in die Zeit, als das Unheil in China seinen Lauf nahm und bei Epidemiologen die Erkenntnis reifte, dass unsere Smartphones helfen könnten, die potenziell verheerende Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Nur Monate später mutet es unglaublich an, wie ein bunt zusammengewürfeltes Team ein dermassen komplexes Projekt unter erschwerten Bedingungen realisiert hat: Der persönliche Austausch war massiv erschwert, viele Besprechungen konnten nur am Bildschirm abgehalten werden.

Hätte es schneller gehen können? Ja, sicher. Gar so schnell wie in Österreich? Dort nahm das Rote Kreuz schon Ende März die nationale «Stopp Corona»-App in Betrieb – dank einer Proximity-Technologie, die aus der Schweiz stammt.

Nun, beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) waren die Verantwortlichen nicht interessiert und kooperierten lieber mit den Eidgenössisch-Technischen Hochschulen. Das sollte sich als Glücksfall herausstellen – einer von vielen.

Drohende Gefahr – und verpasste Chancen

epaselect epa08288441 An Indian girl student covers her face as a precaution against the coronavirus outbreak, in Mumbai, India, 12 March 2020. According to media reports, more than 70 people in India have tested positive for COVID-19. The World Health Organisation declared the novel coronavirus or COVID-19 as global pandemic.  EPA/DIVYAKANT SOLANKI

Mädchen in Mumbai, Indien. Ab dem 28. Februar schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO in Berichten das Risiko auf globaler Ebene als «sehr hoch» ein. Bild: EPA

Wer hat's erfunden?

Eine Frau klebt eine Information an ein Schaufenster in einem Geschaeft an der Bahnhofstrasse in Zuerich am Montag, 16. Maerz 2020. Der Bundesrat hat den den nationalen Notstand erklärt. Ab Mitternacht sind öffentliche und private Veranstaltungen verboten. Alle Laeden, Maerkte, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe werden geschlossen. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Der Bundesrat hat den nationalen Notstand erklärt. Ab Mitternacht sind öffentliche und private Veranstaltungen verboten. Alle Läden, Märkte, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe werden geschlossen. Bild: KEYSTONE

«Grandios wäre es, wenn Apple und Google in der Pandemiebekämpfung zusammenspannen würden.»

Mathias Haussmann, Uepaa

«One Step Ahead» – in Lausanne

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screenshot: nicky case / dp-3t

«Das Ziel ist, eine solche App zu entwickeln. Und die Hoffnung ist, dass diese App noch für diese Pandemie benützt werden kann – potenziell.»

Jean-Pierre Hubaux, Professor für Datensicherheit, EPFL, am 25. März, in einem TV-Interview quelle: srf.ch

Die guten Hacker

Tanz mit Giganten

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Screenshot aus einer Videokonferenz mit DP-3T-Vertretern. Edouard Bugnion (Mitte) erzählte von den Herausforderungen im Umgang mit den mächtigen Techkonzernen. bild: watson

Die US-Journalistin Christina Farr (CNBC) hat die spannenden Hintergründe recherchiert, wie es zu der historisch einzigartigen Kooperation kam zwischen den Silicon-Valley-Giganten und dem DP-3T-Team in der Schweiz. Und die NZZ hat die Schweizer «Erfolgsgeschichte» packend nacherzählt.

Die Oxford-Studie und ein offener Brief

Soldiers of the Swiss army wearing protective face mask and with Android and iOS (Google and Apple) smartphone in the pocket are picturing during a test of a smart phone app using Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing (DP-3T) at the Swiss Federal Institute of Technology (EPFL) during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Lausanne, Switzerland, Friday, April 24, 2020. Secure contact tracing could be a powerful tool to fight the spread of COVID-19. A unique, decentralized system developed as part of an international consortium, including EPFL and ETH Zurich, will soon be launched with the support of the Swiss Federal Office of Public Health. DP-3T proposes a secure, decentralized, privacy-preserving proximity tracing system based on the Bluetooth Low Energy standard. Its goal is to simplify and accelerate the process of identifying people who have been in contact with someone infected with the SARS-CoV-2 virus. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

ÖV-Simulation an der EPFL: Armeeangehörige mit Schutzmaske und Smartphone in der Tasche. Über Bluetooth Low Energy (BLE) werden Distanzabschätzungen gemacht. Bild: KEYSTONE

Das Veto des Parlaments

Damit ist klar, dass die offizielle Lancierung der Schweizer Corona-Warn-App frühestens ab Mitte Juni stattfinden kann, denn das Parlament muss in seiner Sommersession über den bundesrätlichen Gesetzesvorschlag befinden.

Ana Steko, Mitarbeiterin beim Bundesamt für Bauen und Logistik (BBL), desinfiziert ein Rednerpult während der ausserordentlichen Session der Eidgenössischen Räte in einer Ausstellungshalle der Bernexpo in Bern.

Politik in Pandemiezeiten: Eine Mitarbeiterin des Bundes desinfiziert ein Rednerpult. Bild: KEYSTONE

In der Medienmitteilung steht:

«Die SwissCovid App kann mit den aktuellsten iOS- und Android-Versionen benutzt werden. Sie enthalten mit der gemeinsam von Google und Apple entwickelten Exposure Notification API neu eine Schnittstelle für die SwissCovid-App. Damit ist die Schweiz das erste Land weltweit, das die Schnittstelle von Google und Apple für das Proximity-Tracing nutzt.»

quelle: admin.ch

Gamechanger

Was die ungewöhnliche Kooperation der Rivalen Apple und Google bringt, lässt sich noch nicht abschätzen. Fakt ist, dass Bluetooth-basierte Proximity-Tracing-App ohne die Schnitttellen für Android-Geräte und iPhones nicht zufriedenstellend funktionieren. Fast alle nationalen App-Entwickler stellen in der Folge darauf um und verwenden die Schnittstellen für die Bluetooth-Distanzschätzungen. (Zuletzt räumt Grossbritannien öffentlich ein, dass ein Alleingang sinnlos ist und nur noch Frankreich setzt weiter auf eine zentralisierte App).

Turbulente Testphase

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Der Bund informiert auf einer Status-Webseite, wie die SwissCovid-App in der Pilotphase läuft. screenshot: melani.admin.ch

Die Entscheidung

«Uns sind die Aktivitäten der EU sehr bewusst, wir sind auf technischer Ebene in ständigem Austausch mit den EU-Kollegen. Konkret haben wir bereits intensiv mit Deutschland und Italien gesprochen.»

Gregor Lüthy, BAG, Kommunikationschef

Das BAG schreibt:

«Eine zentrale Massnahme stellt das klassische Contact Tracing dar. Es wird von den kantonsärztlichen Diensten durchgeführt, teilweise unterstützt durch externe Partnerorganisationen. Es wird im Weiteren unterstützt durch die SwissCovid-App.»

SwissCovid ist nach heutigem Wissensstand die weltweit erste Corona-Warn-App, die mit einem gesetzlich festgeschriebenen Diskriminierungs-Verbot lanciert wird. Sie schützt die Privatsphäre der User dank Privacy by Design wirksam.

Damit die nationale Warn-App in den benachbarten Staaten und im weiteren europäischen Ausland funktioniert, will der Bund versuchen, sich technisch an die EU-Lösung anzubinden. «Sofern wir dafür eine gemeinsame rechtliche Basis finden», betont der BAG-Kommunikationschef Gregor Lüthy.

Falls eine Lösung mit der EU nicht möglich sei, werde die Schweiz bilaterale Vereinbarungen und evtl. bilaterale technische Anbindungen mit den Ländern angehen.

Quellen

Alles über die Schweizer Corona-Warn-App

Was Schweizer und Ausländer unbedingt über die SwissCovid-App wissen sollten

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SwissCovid ist da – das sind die wichtigsten Fragen zum offiziellen Start der Tracing-App

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Die verrückte Geschichte, wie die Schweiz zur (vielleicht) weltbesten Corona-Warn-App kam

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Parlament genehmigt SwissCovid – so schnell soll die Corona-Warn-App starten

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Die SwissCovid-App kommt – und wir müssen dringend ein paar Unklarheiten beseitigen

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Die Schweiz und ihre Nachbarn im schonungslosen Tracing-App-Vergleich

Link zum Artikel

Nutzt du die SwissCovid-App? Dann musst du diese offizielle Warnung kennen

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So können auch iPhone-User die SwissCovid-App installieren (und testen)

Link zum Artikel

SwissCovid-App «geleakt» – Android-User können sie bereits installieren

Link zum Artikel

Die grösste Bewährungsprobe für die Corona-Warn-Apps kommt erst noch

Link zum Artikel

Die verrückte Geschichte hinter der «SwissCovid»-App, die nun weltweit für Furore sorgt

Link zum Artikel

Die Schweizer Corona-Warn-App im (schonungslosen) Vergleich mit den Nachbarn

Link zum Artikel

Apple und Google veröffentlichen Software für Corona-Warn-Apps – das musst du wissen

Link zum Artikel

Das müssen iPhone- und Android-User über die Corona-Technik (in ihrem Handy) wissen

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Offener Brief an den Bundesrat – die Corona-Warn-App soll möglichst breit getestet werden

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Kann man die Corona-Warn-App testen? Das sind die wichtigsten Fakten

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Ärger um «verzögerte» Schweizer Corona-Warn-App – das steckt wirklich dahinter

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Corona-Warn-App ist «demnächst» bereit, aber der Start könnte sich massiv verzögern

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Diese Fehler darf die Schweiz mit ihrer Corona-Warn-App keinesfalls machen

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Die Schweizer Corona-Warn-App kommt – das sind die wichtigsten Fakten

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Schweizer fürchten Überwachung durch Contact-Tracing-App – und wollen sie trotzdem nutzen

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Die Schweizer Corona-Warn-App kommt – das erwarten die Macher von Apple und Google

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Frankreich will, dass Apple zentralen iPhone-Schutz aufhebt – die Schweiz ist besser dran

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«Ein erneuter Shutdown ist nicht durchführbar»

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300 Wissenschaftler warnen vor «beispielloser Überwachung der Gesellschaft»

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Europa bietet sich eine einmalige Chance – wir sollten sie nicht verpassen!

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Die Schweiz rüstet sich für den digitalen Kampf gegen das Coronavirus

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Was man über Corona-Warn-Apps wissen muss
Contact Tracing meint die persönliche Rückverfolgung von Infektionsketten. Ziel ist es, die (unbemerkte) Verbreitung von gefährlichen Infektionskrankheiten einzudämmen oder im besten Fall zu stoppen. Konkret sollen alle Leute gewarnt werden, die über eine gewisse Zeit in relativ engem körperlichen Kontakt standen mit einer infizierten Person und sich angesteckt haben könnten, ohne es zu wissen.

Zu Beginn der Corona-Krise in der Schweiz wurde Contact Tracing übers Telefon gemacht, das heisst, Infizierte (in Quarantäne) wurden zu ihrem Umfeld befragt, das sie vielleicht angesteckt hatten. Wegen der exponentiellen Zunahme der Covid-19-Infektionen war dieses System allerdings bald einmal überlastet, es wird aber in der Phase nach der Lockerung der staatlichen Zwangsmassnahmen («Lockdown»), wenn es wenige Covid-19-Fälle gibt, flächendeckend betrieben von den kantonsärztlichen Diensten.

Digitales Contact Tracing funktioniert per Smartphone-App. Die Mobilgeräte registrieren über ihre Bluetooth-Verbindung automatisch und anonym, wenn sie sich über eine gewisse Zeit in unmittelbarer Nähe zueinander befunden haben. Dieses Verfahren wird auch als Proximity Tracing bezeichnet. Erst später, bzw. nur wenn eine Infektion durch einen medizinischen Test bestätigt worden ist, kann die erkrankte Person andere App-User, die sie vielleicht angesteckt hat, schnell und diskret warnen.

Singapur hat im März 2020 als einer der ersten Staaten eine auf der Messung von Bluetooth-Low-Energy-Signalen basierende App namens TraceTogether lanciert, wobei die Funktionalität eingeschränkt ist, weil der Datenaustausch zwischen iPhones und Android-Geräten nicht gut funktionierte. In Europa und weltweit werden nun Proximity-Tracing-Apps lanciert, die dieses Problem nicht haben, weil Apple und Google bei iOS und Android auf Betriebssystem-Ebene eine Schnittstelle zur Verfügung stellen.

Beim dezentralen Ansatz gilt der Grundsatz Privacy by Design: Die Datenverarbeitung (zur Berechnung des Infektionsrisikos) erfolgt auf den Mobilgeräten. Nur bei einer offiziell bestätigten Infektion und der Einwilligung des Users werden dessen anonymisierte Proximity-Daten (Schlüssel) an einen Server überragen, die es ermöglichen, Dritte zu warnen, und den Datenschutz zu gewährleisten.

Beim zentralen Ansatz werden die Proximity-Daten an einen staatlich kontrollierten Server übermittelt, wo das Infektionsrisiko berechnet wird. Diese System-Architektur ist von über 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern rund um den Globus als problematisch bezeichnet worden, weil der System-Betreiber nachträglich und heimlich Funktionen ändern («Function Creep») oder zusätzliche Funktionen einführen könnte («Mission Creep»).

Apple und Google unterstützen dezentrale Proximity-Tracing-Apps durch eine technische Kooperation. Sie stellen autorisierten App-Entwicklern eine Programmierschnittstelle (API) zur Verfügung, die Corona-Warn-Apps zuverlässige Bluetooth-Distanzschätzungen und Datenaustausch zwischen Android- und iOS-Geräten ermöglicht. Zudem wollen die US-Techkonzerne das Proximity Tracing in einem weiteren Schritt direkt in die beiden weltweit dominierenden mobilen Betriebssysteme integrieren.

Freiwillige Nutzung ist laut Apple und Google Bedingung und wird auch von der Schweizer Corona-Warn-App «SwissCovid» umgesetzt. Das heisst, digitales Contact Tracing kann nicht vom Staat erzwungen werden, sondern erfolgt nur mit Zustimmung der User (Opt-in).
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    Alle Leser-Kommentare
  • pandabaer 21.06.2020 21:35
    Highlight Highlight Eine App kann erst dann die beste App sein, wenn sie sich in der Realität als diese herausgestellt hat.
  • Rethinking 21.06.2020 11:53
    Highlight Highlight Ich gratuliere Hochschulen, IT Branche und Bund zu diesem vorbildlichen Projekt...

    Davon sollten wir mehr haben, um die Schweiz als Innovator noch besser zu positionieren...
    • Rethinking 21.06.2020 15:59
      Highlight Highlight Keine Ahnung was diese Blitzer sollen...

      Wenn wir in diesem Fall nicht auf unsere Forscher, Ingenieure und Entwickler stolz sein dürfen weiss ich also auch nicht weiter...
  • Malt-Whisky 21.06.2020 11:25
    Highlight Highlight Wenn man das so liest, ist man froh. 1. nicht mehr allzulange leben zu müssen. 2. Müssen wir Stimmbürger begreifen, dass in der überdigitalisierten Welt 7 Allerweltsbundesräte nicht mehr genügen, es müssten schon mindestens 13 oder 13 sein. Diese müssen streng nach Wissen, Können und und Umgänglichkeit durch eine Nationalwahl erkoren werden. Politische Parteien dürfen keine Rolle im Regierungsbereich Bereich IT spielen. Dieser Bereich hat bei Stimmengleichheit immer den Vorzug.
  • JohanKr 20.06.2020 22:56
    Highlight Highlight Swisscovid bester name für ein App aller Zeiten.. Kreativ, modern, in einer landessprache.. Rock&roll!
  • JP del Grano 20.06.2020 22:24
    Highlight Highlight Was leider auch hier nicht klar geschrieben wird ist:
    Mit dem Abstützen auf Apple & Google wird das funktionale "Herz" des Tracings nun in deren Systemen (bei Google ein Play-Service) erledigt. Die dieses Herz nutzenden Apps sind primär bloss Bedien- und Benachrichtungsoberflächen. Nur diese Apps sind offengelegt.
    Obwohl seit etlichen Wochen von Apple & Google eine Offenlegung ihrer Lösungen erbeten wird (siehe https://github.com/DP-3T/documents/blob/master/README.md im Abschnitt vor "Funding"), ist das bis heute laut EPFL nicht erfolgt.
  • Maya Eldorado 20.06.2020 20:47
    Highlight Highlight Warum nur muss dauenrd diese App immer wieder hochgelobt werden.
    Da kommt mir der Gedanke, ob die App vielleicht gar nicht so toll ist und Mängelbehaftet ist.
    • goschi 20.06.2020 21:45
      Highlight Highlight was ist das den für eine Quark-logik

      ist das "wenn alle A sagen, glaube ich aus Prinzip an B, weil das kann ja nicht sein, dass alle A sagen!!" ?

      klingt wie der beginn jeder verschwörungstheorie...
    • Maya Eldorado 21.06.2020 13:40
      Highlight Highlight @ JP del Grano
      Danke für die links. Die ersten beiden sind mir verschlossen, da ich kein englisch kann.
      Die beiden letzten bestätigen meine Befürchtungen mindestens zum Teil.
      Ein anderer Teil von meinen Fragen ist hier noch nicht beantwortet. Wie genau kann mit dieser App Distanz gemessen werden? Sind 2 Meter ungefähr 2 Meter oder kann das auch weniger als 1 Meter sein oder gar 5 Meter oder mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • maricana 20.06.2020 18:21
    Highlight Highlight SwissCovid Corona-Warn-App = Corona-Tinder App. Alternative: Ganz einfach und simpel Abstand halten.
    • DonChaote 21.06.2020 08:00
      Highlight Highlight @maricana
      Es leben leider (oder zum glück) nicht alle auf dem land, daher ist ‚ganz einfach und simpel abstand halten‘ nicht für alle immer so einfach realisierbar.
      Auch im beruf kann das schwierig sein.
  • Erwin 20.06.2020 17:46
    Highlight Highlight Und wann kommt endlich dieses App, warte schon lange drauf, oder haben die nervigen Datenschützer/Innen etwas dagegen, dabei weis heute die ganze Welt wo man gerade ist und das dank all den Natels, die heute auch schon jedes Bebé auf sich hat
    • goschi 20.06.2020 18:17
      Highlight Highlight Diese nervigen Datenschützer haben sehr wichtiges geleistet, nämlich, dass wir jetzt gesetzlich festgeschrieben haben, dass es keine Anreize/Strafen geben darf dazu, das ist essentiell.
    • Twinleaks 20.06.2020 18:54
      Highlight Highlight Die App funktioniert auf Smartphones, auf Natels (Nationales Auto-Telefon) eher weniger ;-)
    • Abnaxos 21.06.2020 10:13
      Highlight Highlight Die "nervigen Datenschützer" haben dafür gesorgt, dass die App auch aus Sicht des Datenschutzes in Ordnung ist. Das war ein Paradebeispiel dafür, wie man etwas derart Heikles richtig aufzieht. Das hat viel damit zu tun, dass man für einmal die Techniker hat machen lassen und auf Datensparsamkeit gesetzt hat, sodass direkt etwas heraus kam, wogegen die "nervigen Datenschützer" nicht erstmal auf die Barrikaden müssen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas Oetjen 20.06.2020 17:43
    Highlight Highlight Bei allem Respekt. Noch ist sie offiziell noch gar nicht Einsatz. Ob sie denn auch funktioniert und eine effektive Eindämmung bringt, wird sich erst zeigen müssen um als Weltbeste gelistet zu werden. Ich bin aber schon optimistisch.
  • KnolleBolle 20.06.2020 17:30
    Highlight Highlight Ich trage in Menschenansammlungen eine Maske, habe immer Desinfektionsmittel dabei, meide den ÖV und fasse wenn möglich nur wenig öffentlich an, aber die APP werde ich nicht installieren, ich denke sie führt zu unberechenbaren Fehler mit dummen Folgen.
    • Digichr 20.06.2020 17:43
      Highlight Highlight Du hast vergessen "Ich trage einen Aluhut" und "Der Staat spioniert mich aus"
    • goschi 20.06.2020 18:19
      Highlight Highlight @Knolle, der schlimmste Fehler der passieren kann ist der, dass dir empfohlen wird einen Arzt aufzusuchen

      Diese Ignoranz ist erschreckend "ich mache ja sonst alles" aber dann da die Grenze ziehen?

      Fehler passieren vor allem, wenn nicht genug mitmachen!
  • what_else? 20.06.2020 17:09
    Highlight Highlight Schön und toll! Was haben wir davon? Mir wär‘s gleich, ob au f der App ein Schweizerkreuz drauf ist oder nicht. So lange sie Infektionen verhindert. Davon sehe ich keinen Hinweis und auch in naher Zukunft wohl eher kaum... Wieder einmal lieber ein Rolls Royce, aber zu spät, als ein Mini, aber dafür rechtzeitig. 80/20
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 20.06.2020 16:44
    Highlight Highlight Meine Güte, wieso ständig dieses Selbstlob zur App. Unsere App ist schon mal nicht vollständig Open-Source und eine Insellösig.
    • Ueli der Knecht 21.06.2020 00:05
      Highlight Highlight Gerade die heikelsten Teile der App, nämlich die Generierung und Speicherung der persönlichen Daten, sind nicht Open Source, obwohl "Privacy by Design", Transparanz und Open Source ursprünglich mal MUSS-Kriterien waren. Das hat man alles stillschweigend über Bord geworfen, und mit einem haufen lautstarken, alles übertönendem Eigenlob ersetzt.

      Dass Google und Apple alle persönlichen Daten problemlos den Benutzern zuordnen können, scheint auch überhaupt kein Problem zu sein, mit dem Argument, die wissen doch sowieso schon alles über dich, sonst hättest du ja kein Handy.
  • Groovy 20.06.2020 16:09
    Highlight Highlight Die beste App ist immer noch diejenige, welche verfügbar ist. Also bitte ein wenig Demut.
    • Ueli der Knecht 21.06.2020 00:23
      Highlight Highlight Demut wird auch dann nicht aufkommen, wenn sich die App schliesslich als unwirksam erweisen wird.
  • Faktenchecker 20.06.2020 15:40
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • goschi 20.06.2020 18:19
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Merida 20.06.2020 15:16
    Highlight Highlight Und ab wann ist die offizielle Version der App nun verfügbar?
    • Snowfall 20.06.2020 15:29
      Highlight Highlight Am 25.06
    • Mafi 20.06.2020 18:08
      Highlight Highlight Laut Bundesrat Mitte nächste Woche.
  • neutrino 20.06.2020 14:42
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel! Aber ein Problem wird ausgeblendet: die App wird viel zu wenig benutzt werden. Kenne ca. 1-2 Personen, die sie runterladen werden. Und dann kann sie noch so gut sein, ist dann schlichtweg wertlos.
  • NumeIch 20.06.2020 14:20
    Highlight Highlight Genau alles klar.
  • Jason96 20.06.2020 14:03
    Highlight Highlight Die Artikel von Daniel Schurter sind neben denen von Huber mittlerweile mit Abstand die besten und interessantesten auf Watson - weiter so! Soll auch mal gesagt sein! 😁
    • Der Bademeister 20.06.2020 14:39
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Dr. Click 20.06.2020 15:00
      Highlight Highlight Die Artikel sind fachlich gut. Aber hey, fast täglich ein neuer Artikel. Morgen lesen wir dann, warum die App nicht bunter daher kommt, oder warum sich ein Update verzögert, oder warum die Liechtensteiner Zweifel an unserer App haben. Etc., etc.
    • Flo1914 20.06.2020 17:41
      Highlight Highlight Einverstanden.
      1 Huber, 2 Schurter, 3 Marjanovic
    Weitere Antworten anzeigen

Maskenpflicht, Mieten, Arbeitslosengeld – das hat der Bundesrat am Mittwoch beschlossen

Mit den Lockerungen der Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem neuen Coronavirus bewegen sich wieder mehr Menschen im öffentlichen Raum.

Ein erhebliches Ansteckungsrisiko besteht, wenn die Distanz von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Dies kann vor allem im öffentlichen Verkehr jederzeit der Fall sein, wie der Bundesrat mitteilt. Angesichts des zunehmenden Reiseverkehrs und der seit Mitte Juni steigenden Fallzahlen führt der Bundesrat in allen öffentlichen Verkehrsmitteln per …

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