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Die deutsche Soldatin Nora wird vergewaltigt – doch die wahre Hölle beginnt erst danach

Julia Dombrowsky / watson.de



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Nora – die Tat ist vorbei, das Leiden bleibt. screenshot wdr

Dies ist ein Auszug von Fragen, die Nora beantworten musste – nachdem sie von einem ihrer Kollegen bei der Bundeswehr vergewaltigt wurde, während sie bewusstlos war. 

«Die Anzeige gegen ihn zu machen, das war unheimlich schwierig. Aber alles was danach war, hat es um Längen getoppt. Das war die Hölle.»

Nora (30)

Ihre Geschichte ist kein Einzelfall. Ganze 85 Prozent der Opfer von sexueller Gewalt gehen in Deutschland nicht zur Polizei, so eine EU-Studie von 2014. Viele Frauen haben Angst vor Vorurteilen durch Arbeitgeber, Polizeibeamte und Juristen. Und das aus gutem Grund.

In der Dokumentation «Vergewaltigt. Wir zeigen an!» (am 28.5. auf ARD um 20.15 Uhr) werden vier Frauen begleitet, die ihre Täter angezeigt haben.

Sie alle bekamen nicht nur kaum Rückendeckung vom Staat, sie mussten im Anschluss sogar noch bei Vorgesetzten, Ärzten und der Polizei die Übergriffe auf sich erklären. So wie Nora.

Im Gespräch mit watson erzählt die 30-Jährige, warum es trotzdem wichtig ist, Straftäter zur Verantwortung zu ziehen.

1. Die Vergwaltigung

9. Februar 2016, Dienstagabend. Bundeswehr-Soldatin Nora besucht einen zweiwöchigen Lehrgang an der Offiziersschule des Heeres in Dresden. Feierabend. Nora beschliesst mit zwei Kameraden, noch auszugehen.

Nora als Soldatin

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«Wir waren abends unterwegs und ich habe vermutlich K.O.-Tropfen ins Glas bekommen», erzählt sie watson. Das zweite Getränk habe bitter geschmeckt, erinnert sie sich später. Es habe sie damals schon stutzig gemacht, aber: Wer denkt schon gleich an das Schlimmste? Schon auf dem Weg aus der Bar setzt ihre Erinnerung «fast gänzlich aus».

Überwachungsvideos zeigen, wie das Taxi zurück vor der Kaserne hält und Nora direkt zu Boden sackt, nachdem sich die Tür öffnet. Der Fahrer wird später aussagen, sie habe gewirkt, wie jemand, der K.O.-Tropfen bekommen hätte. Eingreifen tut er aber nicht, als einer der Soldaten sie ins Gebäude schleppt.

Danach kommt es zu der Straftat. Nora: «Ich weiss nur noch ganz kurze Sequenzen, die sehr verschwommen sind. Der Täter hat mich zurück auf meine Stube gebracht, dort unter die Dusche.»

«Das nächste was ich dann weiss ist, dass ich im Badezimmer auf dem Boden lag und keine Hose mehr anhatte (...). Dann setzt wieder alles aus und dann liege ich im Bett und bin nackt und irgendjemand ist über mir.»

Nora in der Doku

Noras Körper gehorcht ihr nicht mehr, ihr Kopf ist wirr. «Heraus kam ich aus der Situation also nicht. Auch wehren oder ‹Nein› sagen war gar nicht möglich», sagt sie.

«Ich habe mich schrecklich gefühlt, alles war wie im Film.»

Nora zu watson

Am nächsten Morgen wacht sie gerädert auf. Ihr Täter ist noch im Zimmer und tut, als sei alles einvernehmlich gewesen, doch Nora fühlt sich unheimlich schlecht. «Der gesamte nächste Tag war wie im Nebel. Erst gegen Abend bin ich in Tränen ausgebrochen und habe gemerkt, dass etwas gar nicht korrekt gelaufen ist.» 

Eine Freundin und ihr fester Freund motivieren sie, Anzeige zu erstatten. Ein guter Rat. Es ist das, was Opfern von Straftaten immer empfohlen wird. Doch Nora ahnt nicht, was auf sie zukommt ...

2. Die Anzeige

Am Abend stellt sie eine Anzeige bei der Polizei und meldet den Vorfall dann bei dem hiesigen Oberstleutnant. Doch das Gespräch läuft erschreckend, berichtet Nora watson: «Mein dortiger Vorgesetzter eröffnete seine Befragung mit den Worten:»

«Sie wissen schon, was Sie Ihrem Kameraden damit antun, oder?»

Noras Vorgesetzter

Der Oberstleutnant, ihr Vorgesetzter

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«In dem Moment bin ich zum Täter gemacht worden, das war ganz schlimm. Er hat mich befragt, ob ich nicht irgendwelche Avancen gemacht hätte, ob ich ihn dazu aufgefordert hätte. Ich würde doch sowieso nicht mehr viel wissen, da könnte ich mir ja auch nicht sicher sein, ob nicht zwischendurch eine Aufforderung stattgefunden hätte.»

Nora in der Doku

Nach diesem Gespräch schreibt besagter Oberstleutnant sogar von sich aus der Polizei einen Brief, da er «wichtige Informationen» über Nora hätte – dies wurde vor Gericht offengelegt. Seine wichtigen Informationen? Nora würde sich auf Instagram «freizügig» zeigen – in Trainingsklamotten.

Das «freizügige» Foto

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Auch bei der Kriminalpolizei wird Nora nicht ernst genommen und muss sich sogar noch Vorwürfe der befragenden Beamtin anhören. 

«Ich bin gefragt worden, ob ich zu freizügigem Verhalten neige, ob ich gerne mit Männern flirte, ob das denn häufiger vorgekommen wäre, dass ich mit Männern nach Hause gehe. Ob ich mir wirklich sicher sei, da nicht doch ganz gezielt drauf hingearbeitet zu haben, dass wir miteinander im Bett landen. Wenn mein Partner nicht draussen gewartet hätte, wäre ich zur nächsten Brücke und runtergesprungen. (...) Die haben mir so sehr eingetrichtert, dass ich das Leben von diesem Mann jetzt zerstöre und selber Schuld bin.»

Nora in der Doku

Auch die medizinischen Anlaufstellen sind eine Katastrophe. Als Nora zur Gerichtsmedizin geht, wird dort kein Blut abgenommen, um die K.O.-Tropfen nachweisen zu können.

Und bei einem späteren Termin bei der Truppenärztin gibt es erneut kein Verständnis. «Die Ärztin sagte zu mir: ‹Es ist ja nicht so schlimm, Sie wissen ja nichts mehr› und zu meinem Freund: ‹Für Sie kann es ja auch nicht schlimm sein, sie hat Sie ja nicht betrogen›.»

Die bittere Bilanz: Dreimal brauchte Nora Hilfe. Dreimal wurde sie als Opfer einer Straftat rüde abgewiesen. «Es gab niemanden, der mich psychisch aufgefangen hat.»

Bild

screenshot wdr

«Ein paar Wochen nach der Tat stellte ich dann fest, dass ich schwanger war», erzählt Nora. Vom Täter. Sie treibt ab. Doch auch wenn das Kind aus einem Übergriff entstanden ist, wird sie das Gefühl nicht los, sie habe ein Kind umgebracht. Nora quälen immer noch Schuldgefühle.

«Die Abtreibung ist für mich bis heute das mit Abstand Schlimmste von allem.»

Nora zu watson

Darum ist dieses Thema so wichtig!

Filmemacherin Nicole Rosenbach erklärt watson, wie sie auf das Thema kam: «Mich wunderten die Zahlen des Justizministeriums: Obwohl jedes Jahr im Schnitt 20'000 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe eingehen, landen nur 1500 der Fälle vor Gericht.» 
Warum? Sie recherchiert bei Anwälten. «Die rieten Frauen ab, vor Gericht zu gehen. Denn nur sehr toughe Frauen halten dem Druck stand. Für die meisten endete das Ganze in einer zweiten Traumatisierung.» 
Das Problem: Unterschwellige Schuldzuweisungen durch Polizisten, Fragen zum Sexualleben vor Gericht, jahrelange und teure Prozesse. «Je mehr ich mich damit beschäftige, umso entsetzter bin ich», sagt Nicole.

3. Das Urteil

Mehr als ein Jahr nach der Vergewaltigung kommt es endlich zum Gerichtsprozess am Amtsgericht Dresden. Der Tatvorwurf lautet: Missbrauch einer widerstandsunfähigen Person.

Nora hat Glück: Sie muss nicht aussagen. Und obwohl der fehlende Bluttest dazu führt, dass die K.O.-Tropfen nicht in ihrem Körper nachweisbar sind, ist die Beweislage für das Gericht eindeutig. 

Die Überwachungskamera vor der Offiziersschule und die Aussage des Taxifahrers stützen Noras Aussage und zeigen, dass sie definitiv nicht bei klarem Bewusstsein war. Der Täter gesteht alles und wird zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Die Bundeswehr entlässt ihn.

Der Täter vor dem Gerichtssaal

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4. Das Nachspiel

Das Urteil ist für Nora nicht relevant. «Ehrlich gesagt war es mir egal, wie hoch die Strafe ausfiel», sagt sie zu watson. «Mir war wichtig, dass man mir glaubt!»

Sie sagt: «Sonst wäre ich für immer das hilflose Opfer geblieben.»

Noras kleiner Triumph bedeutet nicht, dass es ihr heute gut geht. Sie hat zwei kleine Kinder und ist inzwischen in Therapie, leidet aber weiterhin an einer posttraumatischen Belastungsstörung.

«Es begleitet mich wie ein Rucksack. Ich trage das immer mit mir herum.»

Bild

Sie arbeitet immer noch für die Bundeswehr. Offiziell entschuldigt hat sich die Armee jedoch nie bei ihr. «Bis heute wünsche ich mir Empathie und Verständnis», sagt sie. 

Nora würde Anderen in ihrer Situation trotzdem immer dazu raten, zur Polizei zu gehen, auch wenn es hart ist. «Wehrt euch, und sprecht über das, was euch passiert ist!»

«Tut das, was ihr eurer besten Freundin raten würdet.»

Nora zu watson

Hinweis: Die Bundeswehr wollte auf watson-Anfrage keine Stellung zu Noras Geschichte nehmen. «Das ist ein abgeschlossener Fall, über den das Zivilgericht 2016 entschieden hat. Wir haben dazu nichts mehr zu sagen», so die Pressestelle der Offiziersschule.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Magenta 29.05.2018 13:09
    Highlight Highlight Ich wurde vor fast genau 20 Jahren sexuell genötigt. Ich werde nie vergessen, wie ich damals von zwei männlichen (!) Polizisten in die Mangel genommen wurde. Das war keine Befragung, sondern ein Kreuzverhör. Man versuchte krampfhaft, mir ein Fehlverhalten zu unterstellen. Mein kurzer Rock kam da als Rechtfertigung für den Täter gerade recht. Dieser wurde nie gefasst, und die schlimmste Demütigung ist: ich weiss bis heute nicht, wer es war und ob ich ihm jemals wieder auf der Strasse begegnet bin.

    Trotz allem würde ich jederzeit wieder zur Polizei gehen und ich wünsche jedem die Kraft dazu!
  • Baccaralette 29.05.2018 12:10
    Highlight Highlight Oh.
    Kommt mir sehr bekannt vor.
    Mein ehemaliger Partner hat mich vergewaltigt, bei der Anzeige meinte der Polizist - Sie wissen aber schon, wie das wirkt? Sie wollen einen jungen Mann anzeigen, der charmant und wohlerzogen ist. Sie hingegen..(ich bin eher das, was man wohl als Hippie bezeichnen würde...).
  • alterecht? 29.05.2018 09:38
    Highlight Highlight Das ist so krank, es müsste doch möglich sein die Personen die hier so versagt haben zu ermitteln, der Oberstleutnant muss ohne Pensionsbezüge entlassen werden. Und auch über die weiter Beschäftigung der Ärztin sollte man sich Gedanken machen bzw. kann man sich auch fragen ob jemand mit so wenig Empathie überhaupt soll praktizieren düfen.
  • Janis Joplin 29.05.2018 08:35
    Highlight Highlight Huuuh mir kommt gleich das Kotzen. "Auf Bewährung" klaro - ein Wunder dass das Gericht den Kerl überhaupt zu was verurteilt hat und dem Opfer nicht auch noch verbal die Schuld in die Schuhe geschoben hat. Ein Faustschlag ins Gesicht fürs Opfer und all denen die sich nun erst recht nicht mehr trauen solche Täter anzuzeigen. Schand und Spott dass man sich heute noch fast beim Täter, Staat und Polizei entschuldigen muss, wenn einem sowas widerfahren ist.
  • naja55 28.05.2018 23:25
    Highlight Highlight leider muss ich sagen dass ich dies auch so erlebt habe und „nur“ bei einer oralen vergewaltigung, der schritt zur polizei war zwar richtig aber ich wurde gedemütigt bis jetzt weiss ich nicht ob es wirklich ricjtig was,ich war vollkommen betrunken ein taxi fahrer in seine wohnung gebracht, dort geschah es, das gerichtsurteil war sexuelle belestigung, da ich aus angst nicht nein geschrien habe und mich nur wegdrehte, der satz „keine angst ich mach kein sex“ wird mir immer in errinerung bleiben, strafe für den täter 1000fr für mich 2000 an den staat und die gerichtskosten muste er bezahlen
    • Red4 *Miss Vanjie* 29.05.2018 09:12
      Highlight Highlight Fühl dich gedrückt <3, ich war leider nicht so mutig für den Schritt zu Polizei
    • naja55 29.05.2018 19:51
      Highlight Highlight vielen dank,
      es ist wirklich ein grosser schritt, da wie viele erwähnen, man habe ja seinen anteil wenn man ein top trägt und in der hose ein loch hat
      ich hoffe, du kannst es gut verarbeiten und bekommst die unterstützung deiner liebsten menschen die dich immer auffangen. alles gute ❤️
  • Aliyah 28.05.2018 23:05
    Highlight Highlight Mir war das Strafmass damals auch nicht wichtig. Mir war wichtig das der Täter wenigstens zu einer Therapie gezwungen wird..... Passiert ist nichts da ich angeblich lügen würde.
  • schmiffe 28.05.2018 20:32
    Highlight Highlight es ist einfah ein schwieriges thema ich will nicht bestreiten dass einige der fragen unter aller sau sind aber man kann auch nicht jeden vorwurf einfach durchnicken sonst kommt es zu einer hexenjagd und jede frau kann jeden mann beschuldigen der sie schieff anschaut... aber ich bestreite nicht das im zivilen sowie im militärischen umfeld mit der handhabung solcher fälle dringender handlungsbedarf besteht. dass es vor allem im militärischen umfeld schwierig ist hnd frauen schikaniert werden kennt man ja schon aus der us armee da gabs auh schon skandale die 10tage später vergessen sind... leider
    • Lonzia 29.05.2018 00:30
      Highlight Highlight Hexenjagd... Frauen die in irgendeiner Form nicht in die Gesellschaft passten und dann mit grausamsten Mitteln gefoltert und getötet wurden. Männer waren da seltener Opfer.
      Schon ein bisschen verharmlosend wenn man die strafrechtliche Untersuchung (und gesellschaftliche Stigmatisierung) nach Anzeige als ‚Hexenjagd‘ bezeichnet.
    • DerSimu 29.05.2018 08:04
      Highlight Highlight @Schmiffe Ich sehe deinen Punkt, aber Deine Formulierung ist schon ziemlich.. naja.. unglücklich.
    • Husar 29.05.2018 08:40
      Highlight Highlight @Lonzia
      Es ist ein landläufiger Irrtum, dass bei der Hexenverfolgung nur Frauen wegen Hexerei zum Tode verurteilt wurden. Es traf viele Männer und sogar manche Kinder.
      Beispiel: In Freiburg im Breisgau im Jahre 1442 wurden 19 Menschen wegen Hexerei hingerichtet, 12 Frauen und 7 Männer.
      In Nordeuropa waren 50 % (Finnland) bis 90 % (Island) der wegen Hexerei hingerichteten Männer, nicht Frauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • cal1ban 28.05.2018 20:22
    Highlight Highlight In der Schweiz werden die Gesetze bezüglich Verwaltigung strenger. Es wird also was gemacht. Aber bei vielen Kommentatoren hier, meint man, sie wünschen sich eine Lynchjustiz.
    • flausch 28.05.2018 21:59
      Highlight Highlight Wow sie werden strenger... Naja wenn man von null beginnt ist strenger leider noch lange nicht viel.
      Und nein niemand will hier Lynchjustiz. Nur ein klein wenig Emphatie und Gerechtigkeit wäre schön. Aber die Polizei und Justiz tut alles um Gewalt von "anständigen Bürgern" an Frauen unter den Teppich zu kehren. Das tat sie schon immer und wird sie auch weiter tun.
    • Janis Joplin 29.05.2018 08:41
      Highlight Highlight Niemand will Lynchjustiz. Aber es war und ist nicht rechtens dass man heute noch in Fällen von Gewalt an Frauen einfach das Opfer zum Täter macht wie in der "guten alten" Zeit wo man sich gegenüber Frauen alles erlauben durfte. Es kann nicht sein dass man sich in einer solchen Situation als Frau vorwerfen lassen muss, "freizügig" gewesen zu sein, bloss weil sich einige (nicht alle !!!!!) nicht wissen was Manieren sind und sich nicht beherrschen können.
    • Husar 29.05.2018 08:49
      Highlight Highlight @flausch
      Du erzählst Unwahrheiten.
      Vergewaltigung und etliche andere Sexualstraftaten sind schon seit vielen Jahrhunderten gesetzlich geregelt. Eben so lange werden Vergehen gegen diese Gesetze streng geahndet.
      Es ist auch eine Lüge, dass Polizei und Justiz korrupt seien und ihre Pflicht nicht in jedem Falle ausübten.
      Aber wie jedes Verbrechen, muss auch ein Sexualverbrechen aufgeklärt werden, das heisst der Täter überführt und ihm eine Schuld bewiesen werden können.
      Eine Anschuldigung alleine, beweist rein gar nichts. Auch für der Vergewaltigung Verdächtigte gilt die Unschuldsvermutung.

    Weitere Antworten anzeigen
  • horst müller 28.05.2018 20:06
    Highlight Highlight keine frage: wer so etwas tut muss zur rechenschaft gezogen und die opfer unterstütz werden.

    jedoch ist die beweislage in einer derartigen situation äusserst schwierig und im zweifelsfall bin ich deshalb für die unschuldsvermutung. wenn man (als unschuldiger) wegen vergewaltigung oder missbrauch) verurteilt wird, ist das leben zerstört.

    somit den fokus eher auf die unterstützung als die verurteilung eines (eventuell) schuldigen legen

    • flausch 28.05.2018 22:03
      Highlight Highlight Die Beweislage ist in derartigen fällen zumeist nur schwierig weil gewisse Beweise (wie z.B. medizinische Tests) mit absicht nicht aufgenommen werden. Dies hat System und basiert auf der religiös-patriarchalen Kultur Westeuropas. Denkt doch mal darüber nach.
    • AnnenMay 28.05.2018 22:20
      Highlight Highlight Ja, und wenn man als Vergewaltigungsopfer als Täter dargestellt wird und der eigentliche Täter noch auf freiem Fuss ist, ist es ja okay... (ironie)
    • swisskiss 28.05.2018 23:55
      Highlight Highlight horst müller: Zuerst mal gilt bis zur zweifelsfreien Festellstellung der Schuld die Unschuldsvermutung. Das wird vor Gericht auch so gewertet: In dubio pro reo.

      Unterstützung des Täters? Hast Du den Artikel gelesen?

      Das ist ein Hohn, für Jemanden der Solches durchmachen musste.

      Zuerst das Opfer zum Täter machen und dann den Täter unterstützen...

      Wir leben in einer wirren Welt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 28.05.2018 19:20
    Highlight Highlight Keine Frage
    Es ist eine absolute Affenschande was passiert ist.

    Die Strafe ein Witz.

    Leider wird es so Übergriffe immer geben.

    Männlicher Soldat
    Weiblicher Soldat
    Sind einfach nicht gleich.

    Dem wird schlicht zu wenig Rechnung getragen.

    Traurig
    • achsoooooo 29.05.2018 08:51
      Highlight Highlight @Gawayn inwiefern unterscheiden sich denn männliche und weibliche Soldaten deiner Meinung nach?
      Und wie genau sollte man dem Rechnung tragen?
    • JoeyOnewood 29.05.2018 08:54
      Highlight Highlight What??
    • leu84 29.05.2018 15:46
      Highlight Highlight Der Täter hätte sie einfach fragen können, ob sie Lust auf Sex oder Rudelbums hätte. Dann hätte sie ja oder nein Antworten können. KO-Tropfen sind im allgemeinen unterste Schublade. Man müsste deren Produzenten genauso verfolgen wie Drogenlaboranten.
  • BigE 28.05.2018 17:29
    Highlight Highlight Alle, die jetzt aufschreien und (zu recht) finden, dass das Opfer zu wenig Empathie und neutrale Ermitrlung erhalten hat sollen mal in sich gehen und überlegen, wie sie bei Berichten von Frauen bei der #metoo Debatte reagiert haben. Und auch wenn Vergewaltigung und sexuelle Belästigung definitiv nicht auf der gleichen „Ebene“ sind, so ist es trotzdem wichtig, den Opfern zu glauben und sie auf ihrem Weg zu unterstützen!

    Was traumatisch ist, entscheidet nicht der Mob sondern ganz allein das Opfer!
  • grandvlad 28.05.2018 17:27
    Highlight Highlight Alle Beteiligten, welche der jungen Frau nicht glaubten, sie nicht unterstützten machen sich zu MittäterInnen - ich hoffe, dass diese nie so einen Gewaltakt erleben, weder persönlich noch im eigenen Familienkreis.....
  • Dogbone 28.05.2018 17:22
    Highlight Highlight Wow, die Geschichte haut einen regelrecht um! Und dann wird der Täter noch mit Samthandschuhen angefasst? Scheint aber in der deutschen Regierung bis hin zu Merkel für niemanden zwingend zu sein, den Laden auszumisten und alle Beteiligten auf die Strasse zu stellen. Bleibt wirklich zu hoffen, dass Nora diesen Rucksack wieder loswird...
    • Posersalami 28.05.2018 20:19
      Highlight Highlight Wäre es hier anders? Urteile nach Vergewaltigungen geben mir da wenig Hoffnung.
  • Posersalami 28.05.2018 17:03
    Highlight Highlight Es ist unfassbar!

    Der Umgang mit dieser Frau erwartet man vielleicht in Niger oder der Zentralafrikanischen Republik aber nein, das ist in Deutschland passiert.

    Der Umgang mit Frauen und dem Thema Vergewaltigung schockiert mich ständig. 2 Jahre auf Bewährung.. lächerlich!
  • Schso 28.05.2018 16:57
    Highlight Highlight Wir schreiben 2018 und immernoch müssen sich die Opfer einer Vergewaltigung rechtfertigen. Absolut widerlich.

    Die Fragen der Kriminalpolizei und des Vorgesetzten sind eine absolute Sauerei. Selbst wenn eine Frau gerne flirtet. Selbst wenn sie 'freizügige' Bilder postet. Selbst wenn sie einen Minirock anhat. Nichts, aber auch gar nichts gibt einem anderen Menschen das Recht auf ungewolltes Betatschen oder gar eine Vergewlatigung.
    • Posersalami 28.05.2018 20:22
      Highlight Highlight Das ist eben dieses komische Frauenbild, das wir so gerne den Männern aus Ländern des Südens anheften.

      Auch wenn eine Frau nackt herumrennt gibt das niemandem das Recht, Hand an die Frau zu legen! Wer das auch nur im entferntesten anders sieht sollte mal ernsthaft über sich selbst und seine "Werte" nachdenken.
  • TheRealSnakePlissken 28.05.2018 16:53
    Highlight Highlight Die Bundeswehr hat sich nicht entschuldigt - und das bei einer VerteidigungsMINISTERIN! Unglaubliche Schweinerei!
  • sikki_nix 28.05.2018 15:35
    Highlight Highlight Bei solchen Texten steigt in mir immer die Wut hoch. Einerseits natürlich auf den Täter, weil ich mir beim besten willen nicht vorstellen kann, was in deren Köpfen vorgeht, aber andererseits, noch mehr auf das System! Wo sind die Abfanghilfen, psychologischen Betreuungen oder ganz allgemein die ernstgemeinte Begleitung der Opfer auf ihrem Weg?? Institutioneller Sexismus und Verurteilungen ist aber,was sie anstelle davon kriegen! Und dann wundert man sich noch warum es zu #metoo gekommen ist. Es ist, ganz sachte ausgedrückt, zum Kotzen!
    • Husar 28.05.2018 16:07
      Highlight Highlight Da gab es nirgends "institutionellen Sexismus".
    • sikki_nix 28.05.2018 16:23
      Highlight Highlight Dann tut es mir leid, dass ich den offensichtlich vorhanden Sexismus bei den zuständigen Stellen falsch benannt habe. Ich beziehe mich dabei auf die Fragen ganz am Anfang des Textes und die Äusserungen des Obslt.
    • trio 28.05.2018 19:13
      Highlight Highlight Mir kommen die Tränen 😢
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paddiesli 28.05.2018 14:52
    Highlight Highlight Einfach abstossend, was diese Frau über sich ergehen lassen musste. Es würde mich nicht wundern, wenn auch Weinstein nur Strafe auf Bewährung erhält. Wenn überhaupt.
  • banda69 28.05.2018 14:32
    Highlight Highlight Und wo bleibt der Aufschrei der AfD und und ihrer Freunde von der SVP?

    Oder machen sich AfD und SVP nur stark für die Frauen, wenn sie gleichzeitig auch gegen Ausländer hetzen können? Wie verlogen ist das denn.
    • Plöder 28.05.2018 15:19
      Highlight Highlight Hallo
      Auch wenn ich keine Sympathien für diese Parteien aufbringe, möchte ich dennoch hinweisen, dass dies eine sehr polemische Aussage ist.
      Es geht hier um ein System das von Anfang an versagt. Statt Vertrauen kriegt sie nur Häme und Zurückweisung bei Vetrauenspersonen...
      Da sind nicht diese Parteien schuld, sondern ganze Systeme mit ihren Personen!
    • Andi Amo 28.05.2018 15:30
      Highlight Highlight Also wenn jemand für höhere Strafen bei Straftaten ist, wären das wohl die von ihnen genannten. Zwei Jahre auf Bewährung ist ja ein Hohn!

      Das linksgrüne Lager setzt sich ja immer übertrieben für die Täter ein - aktuelles Beispiel für Ausschaffungshäftlinge oder Kriminaltouristeb, die unsere Gefängnisse füllen...

      Machen Sie sich doch zuerst mal schlau bevor Sie so rumpoltern...
    • Makatitom 28.05.2018 15:34
      Highlight Highlight genau das machen sie. Und erst recht keinen Aufschrei von denen kannst du erwarten, wenn es noch um die heilige Kuh Armee geht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk nach 28.05.2018 14:31
    Highlight Highlight Hier müssten weitere Klagen folgen:
    - gegen die Polizei, wegen schlechter Ermittlungen
    - gegen den Vorgesetzten und die Ärztin der Armee, welche eine unehrenhafte Entlassung zum Ziel haben muss!
    • Asmodeus 28.05.2018 17:05
      Highlight Highlight Den Vorgesetzten müsste man sogar noch wegen Mittäterschaft anzeigen. Immerhin hat er aktiv versucht den Täter zu schützen und das Opfer zu diskreditieren.
    • Husar 28.05.2018 18:44
      Highlight Highlight Weswegen? Keine der genannten Amtsträger hat sich ungesetzlich, oder unsachgemäss verhalten.
    • sowhat 28.05.2018 20:27
      Highlight Highlight @Husar, wenn ein Arzt in diesem Fall keine Blutuntersuchung anordnet, was ist dann deiner Meinung nach unsachgemäss?
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.05.2018 14:24
    Highlight Highlight Die Geschichte zeugt von einem erschreckendem Mass an Ignoranz und Aroganz gegenüber dem Opfer. Es besteht offensichtlich teilweise noch erheblicher Sensibilisierungsbedarf.
    Interessant, das Strafmass ist für die Betroffene selber nicht relevant, nur in den Kommentaren wird nach mehr Härte geschrien. Die Strafe bringt ihr nichts und hätte sie auch nicht geschützt, entscheidend für sie wäre eine Entschuldigung und eine Änderung des Klimas.
  • Adumdum 28.05.2018 14:01
    Highlight Highlight Schlimm. Mitten in Deutschland. Und das Schlimmste: es wird auch weiterhin so laufen... Keine Blutabnahme, zwei Jahre auf Bewährung. Vergewaltigung und Missbrauch werden nach wie vor wie Kavaliersdelikte behandelt. Aber wehe du begehst ein Eigentumsdelikt... Super Prioritäten.
    • Walser 28.05.2018 19:21
      Highlight Highlight Exakt wie in der CH. Täterschutz vor Opferschutz! Ist ja eine ungeheure Abschreckung für die nächsten potentiellen Täter.
  • FrancoL 28.05.2018 13:40
    Highlight Highlight Erfolgt nun ein Aufarbeiten mit den arroganten und überheblichen Stellen? Mit dem Vorgesetzten?

    Wohl kaum und genau das ist der Fehler.
  • Crustovsci 28.05.2018 13:33
    Highlight Highlight Ich bin echt sprachlos! Zu Nora kann ich nur sagen, meinen aller grössten Respekt, dafür dass Sie das Ganze zur Anzeige gebracht hat.
    Die ganze Story wirft ein sehr schlechts Licht auf die Bundeswhr. Die sollten sich schämen!!!
    • Enzasa 28.05.2018 22:47
      Highlight Highlight Nicht nur auf die Bundeswehr
  • Bart-Olomäus 28.05.2018 13:29
    Highlight Highlight Ich kann garnicht so viel essen wie ich gerade kotzen möchte ... diese geschichte zeigt so gut, wie unsere gesellschaft den Bach runter geht ... besonders dieser eine satz : «Sie wissen schon, was Sie Ihrem Kameraden damit antun, oder?» boah ... solche Leute sollten auch direkt entlassen werden -.-

    Ich wünsche Nora weiterhin ganz viel Kraft !
    und dem Typen ... hoffen wir mal, dass ihm Die Seife in der Dusche runterfällt...
    • Snowy 28.05.2018 14:07
      Highlight Highlight Der geht nicht mal ins Gefängnis: Strafe ist lediglich zwei Jahre auf Bewährung!!
    • Bart-Olomäus 28.05.2018 14:55
      Highlight Highlight ... selbst sprechend ...
  • Nelson Muntz 28.05.2018 13:27
    Highlight Highlight 2 Jahre...? Da gibts für Steuerdelikte ja meist mehr!
    • Enzasa 28.05.2018 22:47
      Highlight Highlight Klar
  • Flughund 28.05.2018 13:20
    Highlight Highlight 2 Jahre auf Bewährung ist einfach ein Witz !!
  • dr. flöckli 28.05.2018 13:14
    Highlight Highlight Da weiss man fast nicht mehr, was sagen, unglaublich! Ich wünsche Nora auf jeden Fall nur das Beste, genau wie allen anderen betroffenen Frauen. Ich hatte selbst mal in einem ähnlichen Fall mit der Polizei zu tun und die herablassende Art der Polizistin werde ich nie vergessen. Dennoch darf man nicht vergessen, dass der Vergewaltigungvorwurf leider zu oft missbraucht wurde. Diese Frauen haben leider vieles zerstört und den "wahren" Opfern einen Bärendienst erwiesen😒
    • Chrigu BE 28.05.2018 13:35
      Highlight Highlight Ich stimme Ihnen vollkommen zu.
      Ich denke zu falschen Verdächtigungen gibt es wohl kaum Zahlen.
      Es gilt die Unschuldsvermutung.

      Gut, dass Noras Freund so stark reagiert hat. Und das ja immerhin auf lange Zeit.
    • Ylene 28.05.2018 13:44
      Highlight Highlight Blödsinn, gerade mal 9.4% aller Anzeigen von Frauen UND Männern bez. Sexualdelikten sind laut Studie der dt. Kriminalpolizei falsch (Frauen lügen dabei nicht häufiger als Männer) http://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2009/maerz/detailansicht-maerz/artikel/merkmale-vorgetaeuschter-sexualdelikte.html
      Die Anzeigequote bei Vergewaltigungen liegt bei 20% laut Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulats Fehr
      09.3878 «Mehr Anzeigen, mehr Abschreckung». Dh. 80% aller Vergewaltigungen werden NICHT angezeigt. Laut Wikipedia werden weltweit 3% aller Männer und 13% aller Frauen vergewaltigt.
    • MacB 28.05.2018 15:43
      Highlight Highlight @Yleme: na wenn es auf wikipedia steht, stimmt's ganz sicher *ironie off*
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zwerg Zwack 28.05.2018 13:10
    Highlight Highlight Zwei Jahre auf Bewährung... 🤦‍♂️
  • DerSimu 28.05.2018 13:01
    Highlight Highlight "Der Täter gesteht alles und wird zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt."

    Das ist ja wohl ein schlechter Witz!
    • sikki_nix 28.05.2018 15:43
      Highlight Highlight ich finde das Urteil auch schwach, aber der eigentliche Skandal liegt ja woanders. Nach höheren Strafen schreien ist das eine, damit ist ist aber noch nicht viel erreicht. Wenn die Opfer von der Gesellschaft nicht aufgefangen und betreut, sondern runtergemacht und diskriminiert werden dann ist das schon ein grosses Armutszeugnis.
    • Dominik Treier 28.05.2018 15:45
      Highlight Highlight Finde eigentlich zu harte Strafen bringen, ausser im Falle der Verwahrung bei Untherapierbaren, nicht viel... Aber ihn etwa 5 Jahre einzusperren, vor allem bei dem Vorsatz den er gezeigt hat, damit er Zeit hat über seine grässliche Tat nachzudenken, hätte hier definitiv nicht geschadet...
    • KentoyourBarbie 28.05.2018 16:28
      Highlight Highlight Leider nein... aus meinem engen persönlichen Umfeld kann ich sagen, dass dies wohl ein durchschnittliches Urteil für solche Fälle ist. Auch in dem mir bekannten Fall hat der Täter 2 Jahre auf Bewährung bekommen. Und mich lässt die Wut darüber auch Jahre danach nicht los.
    Weitere Antworten anzeigen
  • zeromaster80 28.05.2018 12:59
    Highlight Highlight Da gehören dann halt auch paar mehr Verurteilt, zum Beispiel wegen Verschleierung durch den fehlenden Bluttest. Allgemein muss man dennoch aufpassen solche Vorwürfe zu unkritisch einfach als Fakt zu sehen aber ernst nehmen und die nötigen Schritte zur möglichen Klärung unternehmen ist ja wohl Pflicht und die Unterlassung gehört bestraft.
  • blueredone 28.05.2018 12:57
    Highlight Highlight Eine Frechheit.. Traurig solche Geschichten zu lesen. :(
  • Lord_Mort 28.05.2018 12:55
    Highlight Highlight Da wird einem schon beim Lesen übel. Da fragt man sich schon, was in den Köpfen von solchen Leuten vorgeht, die anstatt dem Opfer zu helfen, solche Aussagen machen. Das schlimmste finde ich ist die Polizei und vor allem die Ärztin. Da sollte doch mehr Feingefühl vorhanden sein, wenn man in so einem Beruf arbeitet. Absolut unverständlich wie heute immer noch mit Opfern sexueller Gewalt umgegangen wird. Da muss man sich dann auch nicht wundern, dass niemand Anzeige machen will.
  • Armend Shala 28.05.2018 12:50
    Highlight Highlight Zwei Jahre auf Bewährung! Gleiche Richter wie in der Schweiz, welche die mögliche Maximalstrafe des Gesetzes nicht anwenden. Zum Kotzen ist das!

    Und diejenigen die verheiratet sind, ihren Mann betrogen haben, den anderen dann aber aus Feigheit der Vergewaltigung bezichtigen, wie es oft in den USA geschieht gehören mit dem genau gleichen Strafmass bestraft wie ein Vergewaltiger. Dort passiert genau so wenig.

    Das Sexualstrafrecht auch in der Schweiz muss dringenst angepasst werden. Ja harte Strafen halten nicht ab davon, aber man kann sie wegsperren vor uns anderen.
    • Ylene 28.05.2018 13:52
      Highlight Highlight Hört mal endlich auf mit dieser Behauptung, dass sehr viele Vergewaltigungsvorwürfe erfunden sind. 80% der Vergewaltigungen werden gar nicht erst angezeigt, von den angezeigten Vergewaltigungsvorwürfen sind zumindest in D gerade mal 9.4% vorgetäuscht worden von Frauen UND Männer https://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2009/maerz/detailansicht-maerz/artikel/merkmale-vorgetaeuschter-sexualdelikte.html
    • Armend Shala 28.05.2018 14:04
      Highlight Highlight @Ylene

      Ich habe sowas nicht behauptet. Aber ja wer lesen kann, der ist im Vorteil. Ich rede davon, dass falsche Vergewaltigungsvorwürfe, die Leben zerstören, genau gleich hart bestraft werden müssen, mehr nicht.
    • River 28.05.2018 14:37
      Highlight Highlight @armend: das funktioniert so nicht. Stell dir vor, jemand wird vergewaltigt, macht Anzeige, aber zum Beispiel aus Scham zu spät oder die Beweise sind nicht ausreichend oder nicht mehr vorhanden. Also wird in dubio pro reo entschieden. Das Vergewaltigungsopfer ist nun automatisch des unwahren Vergewaltigungsvorwurf schuldig und wird nun, wie von dir gewünscht, hart bestraft. Findest das gut? Und wenn so gehandelt würde, was glaubst du wie viele Opfer sich noch zur Anzeige getrauen würden, wenn ihnen in Aussicht stünde, wie ihr Vergewaltiger bestraft zu werden, falls die Beweise nicht reichen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tomtom64 28.05.2018 12:48
    Highlight Highlight Einfach nur schrecklich.
  • piranha 28.05.2018 12:47
    Highlight Highlight Dass eine solche Reaktion auf eine Vergewaltigung überhaupt stattfinden kann, bringe ich stark mit diesen #metoo-Debatten und dem restlichen Mist in Verbindung. Das Ganze hier geht in die andere Richtung, jeder Vorgesetzte hat inzwischen Angst vor vorschnellen Beschuldigungen und negativen Schlagzeilen. Dies natürlich vor allem in einer Männerdomäne wie der Armee.
    • JasCar 28.05.2018 13:46
      Highlight Highlight Umgekehrt:
      #metoo wurde ins Leben gerufen, weil das genauso läuft. Seit Jahrzehnten.
      Leider hat es seine Wirkung verfehlt, weil viele sich mit dem Hashtag wichtig machen wollten.
      Aber der Grundgedanke dahinter war die Aufklärung.
      Denn leider läuft das schon immer so....
      Schon vor 25 Jahren sagte meine Tante zu mir:
      "Wenn du so angezogen (heute ginge ich als Nonne durch mit der Länge des Rockes damals) ausgehst, musst du dich aber nicht wundern, wenn du vergewaltigt wirst"
      Dass Opfer zu Tätern gemacht werden ist nicht neu.
      Nora wünsche ich viel Kraft und sage DANKE für ihren Mut!
    • Adumdum 28.05.2018 13:53
      Highlight Highlight Ja genau, Problem voll erkannt 🤦‍♂️🤮
    • Tartaruga 28.05.2018 13:54
      Highlight Highlight Sag mal, was ist denn bei dir los?
      Es gibt tatsächlich viele Übergriffe die nicht angezeigt werden. Und, dass viele Frauen, und auch Männer, sich nun trauen das Ganze öffentlich zu machen: Das ist ein Problem in deinen Augen?

      Leute, welche die Metoo Bewegung ins lächerliche ziehen sind das Problem.
      "So viele Übergriffe und Belästigungen, das kann gar nicht sein." Tja, was wenn doch? Muss man sich dann plötzlich einschränken? Liegt hier der Hund begraben?

      Jede Frau und auch Mann soll sich, ohne Angst vor Verurteilung, nach einem Übergriff Hilfe holen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Basubonus 28.05.2018 12:47
    Highlight Highlight Was für eine unglaubliche Frechheit (fast) aller beteiligten Stellen. Manchem wünschte man selber mal KO-Tropfen...
    • River 28.05.2018 14:41
      Highlight Highlight Nein, sowas wünscht man niemandem. Ich wünsche mir für die, dass dieser und möglicherweise ähnliche Fälle mit den gleichen "Fachpersonen" untersucht wird und sie die daraus resultierenden Konsequenzen zu tragen haben. Das ist doch unterlassene Hilfeleistung??! Ich mein, jemand anderes hätte sich als direkte Folge davon vielleicht umgebracht. Das hatte Nora ja auch gedacht.
  • who cares? 28.05.2018 12:45
    Highlight Highlight Zwei Jahre auf Bewährung. Ein Schlag ins Gesicht des Opfers.

    Ach ja, dieser Artikel ist auch für alle, die bei jedem Artikel zur #metoo Debatte meinen, man könne ja einfach zur Polizei gehen. Also durch die Hölle wie Nora.

    • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.05.2018 14:32
      Highlight Highlight Interessanterweise ist das Strafmass für die Betroffene gar nicht von Bedeutung, eine Entschuldignung wünscht sie sich.
      Wenn Sie schon den Bogen zu #metoo schlagen. Offensichtlicht liegt ein grosses Sensibilitätsproblem gepaart mit Ignoranz vor, dies muss angegangen werden. Dies aufzuzeigen ist mit ein verdienst von #metoo.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.05.2018 14:32
      Highlight Highlight Trotzdem muss man kritisch bleiben, auch anonyme Anschuldigungne in Zeitungen viele Jahre später sind moralisch falsch. In einem liberalen Rechtsstaat gibt es nur einen gangbaren Weg, den Eintritt ins Rechtssystem. Dieses hat offensichtlich Schwächen, die behoben werden müssen, der Pranger ist jedoch keine valide Alternative! Unrecht sühnt Unrecht nicht und der Zweck heiligt niemals die Mittel.
      PS: @ watson, wie kommt es eigentlich, dass who cares? Kommentar nicht in den Tops ist?
    • Daria Wild 28.05.2018 14:34
      Highlight Highlight @raues Endoplasmatisches Retikulum mit dem grossartigen User-Name, der Kommentar ist in den Tops (wenn du damit die obersten drei meinst), er kommt immer auch unten noch einmal (wenn User den Kommentar kommentieren).
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